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Geschrieben

Hallo,

 

kennt sich jemand mit den Agfa-Gaevert Negativ-Materialien (und auch Umkehr) aus, die in den 1970er und 1980er Jahren fĂŒr Fernseh-Produktionen (z. B. Tatort) verwendet wurden ? Leider findet man heute sehr wenig zu diesen Sorten. 

 

Mich

Geschrieben

Auf 682 habe ich im ZĂŒrcher Zoo mit meiner H 16 und der Kern-Paillard-Stereo-Optik gedreht. Agfa-Gevaert-Farbfilme waren gröber im Korn als anderes, aber gut ausgewogen. Schon damals vermißte ich wenig empfindliche Filme, die dafĂŒr feiner körnig gewesen wĂ€ren. Ohne Lobhudelei war Kodachrome der Maßstab, obwohl hĂ€rter im Kontrast fĂŒr die Projektion.

 

Erfahrung habe ich auch mit 166 gemacht, schöne Grautöne, aber auch zu grob.

 

Die Umkehrmaterialien 722 und 702 kenne ich kaum. Etwas Weiches, Scharfes und gleichzeitig Feines herzustellen, ist Kodak mit dem aktuellen Ektachrome gelungen. Von so einem Material hat man in den siebziger Jahren nicht mal getrÀumt.

Geschrieben

Hallo Simon,

gibt es im Netz irgendwo Listen, die die Randsignaturen (von Agfa und Kodak) zu den Filmen in die verkaufs"klar"namen ĂŒbersetzen?

Oder hast du solche Listen vielleicht zufÀllig als PDF?

Gerne wĂŒrde ich mir die auch im Kopf merken, kenne aber nur 7285 und 7294 fĂŒr den alten und den neuen Super8 100D.

Sind 702 und 722 Agfachrome und Moviechrome?

Geschrieben

Es gab mal eine Diskussion zu den Entwicklungsmöglichkeiten der Gevachrome-Filme. Sie sind was anderes als die Agfa-Filme, auch wenn Agfa und Geavert zusammengeschlossen waren. 

702 ist die Kunstlichtvariante, der 722 der entsprechende Tageslichtfilm.

 

Geschrieben

Ich hab mal im Amercan Cinematographer gelesen, dass NYPD Blue auf Agfa gedreht wurde. Weiss jetzt aber beim besten Willen nicht, ob das 80er oder schon 90er Jahre war.

Den Artikel findet man bestimmt im Netz, die genaue Materialbezeichnung war definitiv im Artikel zu lesen.

Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb Regular8:

Hallo Simon,

gibt es im Netz irgendwo Listen, die die Randsignaturen (von Agfa und Kodak) zu den Filmen in die verkaufs"klar"namen ĂŒbersetzen?

Oder hast du solche Listen vielleicht zufÀllig als PDF?

Gerne wĂŒrde ich mir die auch im Kopf merken, kenne aber nur 7285 und 7294 fĂŒr den alten und den neuen Super8 100D.

Sind 702 und 722 Agfachrome und Moviechrome?

 

Versuch's mal hier:

 

https://evertz.com/resources/FilmID.pdf

https://www.paulivester.com/films/filmstock/guide.htm

https://filmcolors.org/timeline-entry/16668/

 

  • Like 1
Geschrieben
Am 12.1.2026 um 20:31 schrieb Film-Mechaniker:

Auf 682 habe ich im ZĂŒrcher Zoo mit meiner H 16 und der Kern-Paillard-Stereo-Optik gedreht. Agfa-Gevaert-Farbfilme waren gröber im Korn als anderes, aber gut ausgewogen. Schon damals vermißte ich wenig empfindliche Filme, die dafĂŒr feiner körnig gewesen wĂ€ren. Ohne Lobhudelei war Kodachrome der Maßstab, obwohl hĂ€rter im Kontrast fĂŒr die Projektion.

 

Erfahrung habe ich auch mit 166 gemacht, schöne Grautöne, aber auch zu grob.

 

Die Umkehrmaterialien 722 und 702 kenne ich kaum. Etwas Weiches, Scharfes und gleichzeitig Feines herzustellen, ist Kodak mit dem aktuellen Ektachrome gelungen. Von so einem Material hat man in den siebziger Jahren nicht mal getrÀumt.

 

Wie viele Filme gab es denn in den 70ern bis 90ern von Agfa-Gaevert ?  Sie schienen ja schon in Deutschland nicht selten von Fernsehsendern verwendet geworden zu sein. Aber irgendwie findet man heute fast gar nichts mehr ĂŒber diese Materialien.

 

Wie wĂŒrdest Du die Farbcharakteristik der damaligen Filme beschreiben ?

Geschrieben (bearbeitet)
Am 12.1.2026 um 18:27 schrieb Mich:

Hallo,

 

kennt sich jemand mit den Agfa-Gaevert Negativ-Materialien (und auch Umkehr) aus, die in den 1970er und 1980er Jahren fĂŒr Fernseh-Produktionen (z. B. Tatort) verwendet wurden ? Leider findet man heute sehr wenig zu diesen Sorten. 

 

Mich

War Kodak, ganz kurz auch mal Fuji, nie "Belgiumfarbstich" und Umkehr gabs nur ein einziges mal, das war 2012, da wollte man einen Retro-Look, man hat auf Umkehr (Kodak) gedreht und den dann eingescannt. Zum entwickelt musste extra eine alte Maschine reaktiviert werden. FĂŒr einen anderen "Retro" look hat man auf Negativ gedreht, davon eine Kopie gezogen (war ich damals) und hat dann weider um die gescannt, nur um festzustellen, dass es da keinen Unterschied zum gescannten Negativ gibt, das war ein Jahr spĂ€ter (2013) und auch gleichzeitig das letzte stĂŒck 16mm Film, dass in Geiselgasteig durch die Maschinen lief, danach wurde entwĂ€ssert und stillgelegt.

Bearbeitet von TK-Chris (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Ehrlich gesagt, sehen die alten Tatorte nicht nach AGFA aus. Ist aber nur mein persönliches Empfinden. Ganz viel frĂŒhe 1980er sehen eher nach KODAK VNF aus. AGFA hat man gelegentlich im Kino gesehen. Ich vermute die ganzen KrĂŒger/Gottschalk-Filme (Supernasen, etc.) waren AGFA, ob Otto auch auf AGFA gewesen ist? Hm...

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Gizmo:

Ganz viel frĂŒhe 1980er sehen eher nach KODAK VNF aus.

 

1986 musste ich von einer anderen Krimiserie kilometerweise Kopien vom Positiv(!) auf VNF-Print ziehen - als Sendekopien... 😬

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Ray Van Clay:

 

1986 musste ich von einer anderen Krimiserie kilometerweise Kopien vom Positiv(!) auf VNF-Print ziehen - als Sendekopien... 😬

Sozusagen eine nachtrĂ€gliche low-con... das kenne ich nur noch aus ErzĂ€hlungen. Ich habe dafĂŒr Kilometerweise Derrik-Arbeitskopien in den Container werfen mĂŒssen, die waren ausnahmslos auf Kodak. Ein Fall fĂŒr Zwei war dann teilweise auf Fuji, Tatort, zumindest der aus MĂŒnchen war in den 90ern Fuji, davor und danach wieder Kodak, einer, das war der mit "Monaco Franze" der war auf Agfa, sieht man aber auch sofort.... wie hieß der denn.... "Heißer Schnee" in dem lĂ€uft auch dauernd ein Song in Endlosschleife, der dann auch vermarktet wurde, hab ich auf Vinyl zu hause.

 

 

 

  • Like 1
Geschrieben

Wie es scheint, wurde Agfa ja in letzter Zeit (spÀte 1970er - 1990er) nur noch sehr selten verwendet.

Ich fĂ€nde interessant, wo Agfa Kinefilme zuletzt "im Alltag" verwendet wurden oder wo ein Großteil der Produktion landete oder verwendet wurde.

 

Wurden die Negativfilme eigentlich in Mortsel oder Leverkusen gegossen ?

Man sagte mir einmal, dass die Umkehrfilme auf der berĂŒhmten Anlage in Leverkusen gegossen wurden.

Geschrieben

Die Kinefilme-Produktion bei Agfa wurde ein paar Jahre nach dem Zusammenschluss mit Gevaert eingestellt. Alle „Agfa“-Kinefilme sind seit spĂ€testens 1970 in Wirklichkeit „Gevacolor“/„Gevachrome“/
 und stammen aus Mortsel (so jedenfalls laut Herrn Gert Koshofer).

Ob die Normal8/Super8-Filme mit zu den „Kinefilmen“ oder zum „Amateurmaterial“ gehörten, kann ich nicht sagen, weshalb mir unklar ist, woher sie seit dem Zusammenschluss kamen.

In Mortsel wurden jedenfalls bis in die frĂŒhen 2000er noch Umkehrfilme produziert (Aviphot, 
).

 

Wie groß die Nutzung von Agfa-Gevaert-Produkten bei Kino-/Fernsehproduktionen wirklich war, ist unklar, seitdem man bei IMDB nicht mehr kostenlos nach den verwendeten Filmmaterialien suchen kann. Auch vorher war es schwierig, da bei den meisten Produktionen aus dem von dir genannten Zeitraum entweder gar nichts oder nur allgemein „35mm Color Negative“ stand/steht. Und was erschwerend hinzukommt: viele Produktionen haben einen Mix aus verschiedenen Materialien verwendet (z.B. Innenaufnahmen Kodak, Außenaufnahmen Agfa). 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Soweit ich informiert bin, kam der Aviphot aus Leverkusen und andere Umkehrfilme (u. a. wegen Herstellung Farbkuppler) auch immer in Leverkusen. (bis zum Schluss 2005)

 

Bearbeitet von Mich (Änderungen anzeigen)

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