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Filme gut konserviert mit VITAFILM ?


Kolibri
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Schon 10 Jahre habe ich meine 16-Kopie zu Hause in Dosen liegen.

Nun habe ich das USA-mittel VITAFilm zur Konservierung ins Auge gefaßt.

Da diese chemische Stoffe höchst gesundheitsschädlich sind und dieses Produkt besonders behutsam angewendet werden muß,möchte ich fragen,mit welchem Erfolg ?.- kann dazu jemand seine Erfahrungen mitteilen??

Gruß Dieter

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  • 4 weeks later...

Hallo Dieter,

 

mußte mich seit vorigem Jahr auch mit der Filmregeneration befassen. Erst notgedrungen in jede Filmdose Racemischen Kampfer in ein Stück Damenstrumpf eingeschnürt beigelegt, dann entschlossen einige Vitafilm-Dosen zu kaufen und nach Anleitung anzuwenden, für 35mm.

Fakten: Habe einen Trailer (Azetat-Kodak) dessen Farbschicht sich ablösen wollte und danach 2 Filme (Azetat-ORWO-Color) im Januar diesen Jahres erst mit Prof. Filmreiniger, dann mit der Aufpinselmethode behandelt.

 

Meine Ergebnisse: Trl. trocknete nach einiger ?! Zeit, Farbschicht nur bedingt haltbarer.

Die Filme wollen nur schwerlich (nach nunmehr 10 Mon.) trocknen. Fangen von außen her an, nach innen verkleinert sich der Kern, da die Filme versuchen sich beim trocknen auszudehnen was zum Teil scheinbar zum Problem führt da die Windungen teils straffer werden (ungleichmäßige Flüssigkeitsverteilung?!). Ich denke, das Vitafilm schwer in die Schicht eindringt. Habe einen, fast trockenen, Akt einmal umgerollt um wieder etwas Freiraum für den Film zu schaffen. Dabei ist aufgefallen, das er sich wölbt und etwas starr ist. Leider ist es nicht so einfach einen Akt gleichmäßig lose Aufzurollen damit Vita besser in die Schicht eindringt. Das schließen feiner Verregnungen kann ich bis jetzt nur schwer beurteilen.

 

Fazit: Ich bin zZ. nicht so von Vitafilm überzeugt. Überlege mir aber, ob die Filme vielleicht mit der 16mm Einlegemethode bessere Ergebnisse erzielen (Aber das wird teuer!) Die vom Hersteller versprochenen Eigenschaften haben sich für mich noch nicht erfüllt trotz umfassender, sorgfältiger Anweisungsbefolgung.

 

Gruß

Dietmar

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Also ich empfehle für den Zweck Filmreniew:

 

Habe eine Kopie "Immer Ärger mit Hochwürden", welche unspielbar war wegen zu großer Schrumpfung. Ein halbes Jahr richtig dick in Filmreniew eingelegt machte sie wieder geschmeidig und spielbar. Die Schrumpfung wurde deutlich reduziert.

 

Aber Vorsicht!

 

Erstens:

Vorher müssen ALLE Klebestellen in der Kopie durch Naßklebestellen ersetzt werden, weil Filmreniew die Klebestellen auflöst. Und dann gibts dicke Klebepampe.

 

Zweitens:

Filmreniew stinkt entsetztlich. Und zwar nach Heizöl.

 

Drittens:

Es ist eine Sauerei, das Zeug wieder vom Film runterzubekommen, weil das eine dicke Pampe wird, hat in etwa eine Konsistenz wie Nähmaschinenöl. Man mußte die Kopie 10 mal durch eine Lappen laufen lassen.

 

Fazit:

Ich würde es nur bei unspielbaren Kopien anwenden, aber hierfür kann ich es uneingeschränkt empfehlen! Die Ergebnisse sind sagenhaft.

 

Gruß

Martin

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  • 4 years later...

Hallo Zusammen,nun habe ich von Huber-Chemie einen "Filmreiniger" BRILLANT 1L endeckt und getestet. Der Film muß jedoch restlos abgetrocknet sein, bevor er auf die Abwickelspule kommt:.sonst kann´s Flecken und Verkebungen geben - und die Kopie ist hin. Der Filmreiniger trocknet aber sehr schnell ab,wenn die Kopie nicht "gebadet wird.Ein Vorteil ist dazu nicht nur der Preis ca 7.-€. Wer Interesse hat,kann von mir den 1 Liter Reiniger haben,da 10 Flaschen im Umfang waren.Der Reiniger ist sehr ergiebig. eMail Erbachdiet@aol.com Viele Grüße Dieter

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  • 9 months later...

Guten Tag,

seit Jahrzehnten konserviere ich mit einigen Tropfen Glyzerin auf ein Löschblatt. Alle Kopien von 8mm bis 35 mm laufen "geschmeidig" durch den Projektor. Die Klebstellen machen keine Probleme, da ich nur nass klebe. Wenn wirklich m,al eine aufgeht, habe ich gepfuscht

 

Viele Grüße

kinoflonheim

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Guten Tag,

seit Jahrzehnten konserviere ich mit einigen Tropfen Glyzerin auf ein Löschblatt. Alle Kopien von 8mm bis 35 mm laufen "geschmeidig" durch den Projektor. Die Klebstellen machen keine Probleme, da ich nur nass klebe. Wenn wirklich m,al eine aufgeht, habe ich gepfuscht

Klingt Interessant. Gibt es hierzu weitere Erfahrungen von anderen Forenmembern?

 

Ein wissbegieriger Lichtspieler.

 

Detlev

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Larry Urbanski hat erst kuerzlich bei 16mmfilmtalk.com erklaert, dass FILMRENEW nur auf dem Landweg verschickt werden darf. Da alle Post von den USA ins Ausland heutzutage mit dem Flugzeug versand wird, ist es ihm nicht mehr moeglich, das Mittel ausserhalb der USA zu verkaufen. Seepost scheint es nicht mehr zu geben. (Ich nehme mal an, Bestandteile von FILMRENEW sind entflammbare Loesungsmittel.)

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ich denke generell ist die Filmlagerung problematisch zumindest in privat Händen...

 

Was ist besser ? meine Filme bei derzeit 30 Grad im trockenen Zimmer oder besser im Keller bei unter 20 Grad aber dann mit hoher Luftfeuchtigkeit ?

 

mal abgesehen von konservierender Chemie

Edited by Kossmo (see edit history)
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Hallo Kossmo!

 

Im Keller ist auf jeden Fall besser.

Dazu einen Luftentfeuchter der die rel. Feuchte so bei 50-60% hält.

 

Und auf jeden Fall die Filme aus den Plastikdosen raus und in atmungsaktiveren Pappschachteln lagern (Pizzakartons).

Ich habe Trailerrollen in Plastikdosen seit knapp 20 Jahren. Die riechen leicht nach Essig.

 

Diese Dosen sind nicht für Langzeitlagerung gedacht sondern nur als Transportcontainer zum Kino und zurück.

 

Thomas

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Pappe absorbiert ausdünstende Säuren aber auch und gibt diese wieder an den Film ab. Auch schlecht zur Langzeitkonservierung. Diese ganzen Behältnisse dienten nur dem sicheren Transport, nicht der jahrelangen Langzeitlagerung.

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Vielleicht das Trägermaterial. Aber Schimmelpilze fressen die Emulsion (=Bild/Ton) genauso gern wie bei Acetatfilm.

 

Kann ich leider voll bestätigen. Ich habe zwei Polyesterkopien nur ein halbes Jahr achtlos zu nah an einer Kellerwand

stehen lassen. Die Folge : Auf allen Akten waren die ersten 40 bis 60 Lagen, genau begrenzt auf den Winkel von 45 Grad

der Rollen, der der Wand am nächsten war, vom Schimmelpilz vernascht worden. Natürlich Bild und Ton.

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  • 5 years later...

Kodak Polyester-Kopien vor dem LPP Print Stock faden auch, das hat nichts mit dem Träger zu tun. Das sieht man ja bei den ganzen Marketing Film Super8 Kopien (die nicht auf Agfa-Material gezogen wurden wie z.B. "Der letzte Countdown"). Polyester-Material hat aber den Vorteil, dass man es guten Gewissens einschweißen kann, denn es müssen anders als bei Azetat keine essigsauren Dämpfe abfließen, die den Zersetzungsprozess katalysieren. Insofern ist Polyester-Material einfacher zu lagern. Bei Azetat-Material erscheint mir die Lagerung in Dosen mit Lüftungslöchern am besten. Die Löcher (zwei Stück an entgegengesetzten Seiten) müssen jedoch bodennah gebohrt sein, damit die Gase auch wirklich entweichen können. Ideal wäre die Lagerung in perforierten Dosen auf einem Gitter, so dass die Rollen keinen Bodenkontakt haben. In den U.S.A. gibt es entsprechende Dosen für die Archivierung (Marke "ProVent").

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