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35mm-Vorführtermine


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Es wurde niemand beleidigt.

 

Weiter hier:

 

»VistaVision could be shown at widescreen aspect ratios between 1.66 to 2:00:1. [...] VistaVision could be (and most often was) further printed down to standard vertical 35mm reels keeping its 1.66:1 widescreen aspect ratio, which meant exhibitors did not need to purchase additional projection equipment, unlike CinemaScope. [...] VistaVision did not cut down the number of seats in any theater (such as Cinerama and CinemaScope). [...] VistaVision allowed patrons to see more and therefore gain more enjoyment out of a feature.«

Ryder, Loren L., in „Independent Film Journal“, 33. Ausg. 25. Jg., März 20, 1954.

 

Fazit:

 

- preston sturges Beobachtung, Robert Harris habe das volle (verhandene und nutzbare) Negativbild auf 70mm kopiert, ist ein Verkaufsmärchen

- da das Bildfeld auf der 70mm-Kopie eine Aspect Ratio von 1.85 : 1 zeigt, kann daraus nicht der Inhalt entnommen werden, den man aus einem Bildfeld der A.R. 1.66 : 1 entnimmt.

- Kurioserweise befinden sich aber "F"-Signaturen im Bildfeld des 70mm-Films, die suggerieren, ein framing von 1.66 (wobei eine höhere Negativfläche als für 1.85 verwendet wird) sei möglich.

 

 

Bitte habe daher Verständnis, wenn ich Harris seinen Aussagen Glauben schenke [...]

 

Das nehme ich zur Kenntnis. Aber man muss es doch nicht akzeptieren? Wir sind doch freie Menschen, hoffentlich? :smile:

 

"Glauben ist gut, Kontrolle ist besser" (Altes russisches Sprichwort)

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Technicolor Paris (in Joinville bei Paris gelegen) gab es ja nur wenige Jahre ...

Darf ich für einen Moment die Betrachtungen zum F-Zeichen unterbrechen, auch wenn mir bewusst ist, dass ich damit noch weiter vom Thema des Threads entferne? :ph34r:

 

Reiner Zufallsfund zu Joinville-le-Pont, der mir ansonsten ganz sicher und ganz schnell wieder abhanden kommt. Bei Richard W. Haines fand ich diese Bemerkung: "An attempt was made the same year (1955 - dem Jahr, in dem Technicolor Italiana die Arbeit aufnahm) to set up a Technicolor plant in Paris called Société Technicolor. According to the surviving U.S. technicians, the French would not cooperate with the American staff and never made a go of it." Und bei Robert Koziol (= Gerd Koshofer) fand ich: "Eine bei der Bavaria in München-Geiselgasteig vorgesehene deutsche Technicolor-Kopieranstalt (!!!) ist nicht eingerichtet worden. Das in Frankreich 1955 in Joinville bei Paris errichtete Technicolor-Labor der Société Technicolor (mit Beteiligung von Gaumont und Pathé) war nur kurze Zeit bis 1958 in Betrieb, dann hat die Technicolor Italiana in Rom die Herstellung der Technicolor-Kopien kontinentaleuropäischer Filme übernommen." Wollte ich angesichts der knappen Faktenlage zu Technicolor & Joinville einfach mal in den Ring geworfen haben. (Irgendwann werde ich dann auch noch einmal auf die Frage zurückkommen: Was war eigentlich mit Technicolor Madrid?)

 

Jetzt aber zurück zum Thema.

 

Richard W. Haines, Technicolor Movies. The History of Dye Transfer Printing, McFarland 1993, S. 116. - Robert Koziol, Chronik des farbigen Kinofilms, 6.4 Das Technicolor 3-Farben-Verfahren, fernseh + film-Technikum, 24. Jg., Heft 2, Februar 1973, S. 47

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Das in Frankreich 1955 in Joinville bei Paris errichtete Technicolor-Labor der Société Technicolor (mit Beteiligung von Gaumont und Pathé) war nur kurze Zeit bis 1958 in Betrieb,

Eine ganz interessante Information. Demnach ist das Negativ der "Über den Dächern von Nizza" Kopie von 1955 aus Frankreich und da die Kopie von 1958 ist, könnte sie auch aus Frankreich sein?

Zeitlich würde es passen.

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"Das in Frankreich 1955 in Joinville bei Paris errichtete Technicolor-Labor der Société Technicolor (mit Beteiligung von Gaumont und Pathé) war nur kurze Zeit bis 1958 in Betrieb, dann hat die Technicolor Italiana in Rom die Herstellung der Technicolor-Kopien kontinentaleuropäischer Filme übernommen."

 

Andere Quellen sprechen von einem Betrieb des französischen Technicolor Kopierwerkes in Joinville von Januar 1955 bis Ende 1959 ... Grund der Schließung schien die mangelnde Nachfrage nach Farbkopien in den für Technicolor günstigen Auflagenhöhen ab 80 Kopien in Frankreich gewesen zu sein und der nach einer Spitze im Jahre 1956 (77 französische Farbfilmproduktionen) zurückgehende Gebrauch von Farbmaterial in der Spielfilmproduktion im Jahre 1959 (30 französische Farbfilmproduktionen). Es gab wohl nicht genügend Nachfrage im Lande Frankreich nach Technicolor Kopien, zumal auch KODAK ab 1953 die Nachfrage nach Eastman Negativ- und Positivmaterial aus französischer Produktion im KODAK Werk Vincennes bedienen konnte.

 

Quelle: "The Classic French Cinema 1930 - 1960" von Colin Crisp

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zurück zum Thread-Thema ...

 

Kommenden Sonntag, 25. März um 15.00 Uhr - Schauburg-CINERAMA, Karlsruhe

 

casablanca.jpg

 

CASABLANCA

USA 1942

Regie: Michael Curtiz

Buch: Julius J. Epstein, Philip G. Epstein, Howard Koch

Musik: Max Steiner

Kamera: Arthur Edeson

mit Ingrid Bergman, Humphrey Bogart, Claude Rains, Conrad Veidt, Peter Lorre, Sydney Greenstreet u.a.

 

35mm schwarz-weiß Kopie - englische Original-Fassung mit deutschen UT

 

Yvonne

Where were you last night?

 

Rick

That's so long ago, I don't remember.

 

Yvonne

Will I see you tonight?

 

Rick

I never make plans that far ahead.

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FLUß OHNE WIEDERKEHR dieses Illustrationsscan

 

Hallo Klaus,

wie ist Deine Kopie von Fluss ohne Wiederkehr vom Zustand?

Ich habe zwei verschiedene Kopien in verschiedenem Zustand. Die eine Kopie hat eine schlimme Schichtschramme und zwei böse Hacker (ehemalige Kopie von Manfred Christ).

Ich habe dann mal eine zweite Kopie gekauft, bei dem der erste Akt mit sehr vielen Klebestellen durchsät ist, aber der Rest ist in einem sehr gutem Zustand.

Ich wollte einfach nur den ersten Akt austauschen, aber bei der Projektion war der Schock riesig, meine verschrammte Kopie hat fantastisch brilliante Farben und die andere Kopie im direkten Vergleich nicht. Dann wollte ich die Stellen mit den großen Hackern austauschen, aber ich habe es bis heute nicht übers Herz gebracht die Kopie mit so gut wie keine Klebestellen zu zerschneiden.

 

Wenn man die kopien nicht mischt, sieht die bessere Kopie (außer Akt 1) wie eine normal gute Technicolor Kopie aus, aber ich mag die zerschrammte Kopie lieber.

Das ist wiedermal ein sehr guter Vergleich, dass Technicolor Kopien von Kopie zu Kopie total unterschiedlich sein können und man hat den Eindruck, zwei verschiedene Filme gesehen zu haben.

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Hallo Filmantiques,

 

leider habe ich die gleiche Erfahrung gemacht, dass Technicolorkopien des gleichen Titels

sehr unterschiedlich ausfallen können. Aber man darf nicht vergessen, welch unglaublich

sensibler feinmechanischer Vorgang das TC-printen, vor allem noch Anfang der 50er, war.

Selbst bei Einhaltung der engsten Toleranzen des Andruckes der drei Farb-Matritzen auf

den Basisfilm, waren feinste Unterschiede in der Intensität der Farblayer wohl systemimmanent.

Und das dieser Prozess als Massenprozess so funktioniert hat, dass wir heute noch davon

schwärmen, ist schon bewundernswert. Man stelle sich vor, auf dem Höhepunkt der

Dreischichten-Farbfilm Massenkopierungen Ende der 90er, hätte für jede der bisweilen

10 000 Kopien pro Titel der Layeraufbau des Positivfilms neu gegossen werden müssen

und das in hunderten von unterschiedlichen Kopierwerken, da wird einem schwummrig.

Vielleicht ein etwas hinkender Vergleich, aber er hilft doch das Wunder Technicolor zu

würdigen.

 

Konkret zu FLUß OHNE WIEDERKEHR :

Die gute Nachricht zuerst : Die Kopie ist mechanisch in einem nearmint Zustand, selbst die

Aktenden haben minimale Abnutzungen. TC ist leicht warm, zeigt aber noch komplett YCM !

Ein kleiner Wermutstropfen : Im 1.Akt fehlen 1m15sec. am Ende von Marylins 2. Song, wenn

Rory in Ihrer Garderobe wartet. Offensichtlich entfernt nach einer Havarie, den als Sammlerclip

ist die Stelle uninteressant!

Nun die "schlechte" Nachricht : Die Kopie gehört mir nicht, sie ist von einem Sammlerfreund

geliehen ! Ich restauriere den Ton mit meinem selbst entwickelten "WTS" Verfahren, dass es mir

ermöglicht den Film in seinem Original 4-kanal-Sound von damals auf einer synchron laufenden

Silberscheibe so (Anm.für unsere Puritaner FAST SO ) zu erleben, wie ich es als Knabe erlebt habe.

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Hallo Filmantiques,

Ich restauriere den Ton mit meinem selbst entwickelten "WTS" Verfahren, dass es mir

ermöglicht den Film in seinem Original 4-kanal-Sound von damals auf einer synchron laufenden

Silberscheibe so (Anm.für unsere Puritaner FAST SO ) zu erleben, wie ich es als Knabe erlebt habe.

 

Das hört sich sehr interessant an, kannst Du etwas näheres darüber erzählen?

Könnte man dann theoretisch, all die Filme auch in der original Sprache zeigen?

Es gibt ja einige sehr seltene deutsche Technicolor Kopien, die unmöglich in englisch zu finden sind.

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Hallo Filmantiques,

 

anläßlich meines letzten Filmtreffs in meinem Kino hatte ich eine Broschüre

gefertigt, in der eine schematische Darstellung von WTS abgebildet war.

Diese versuche ich jetzt hier anzuhängen, weiß nicht ob's funktioniert, da es .doc ist.

 

Generell ist noch zu sagen, da es sich um eine individuelle Bearbeitung einer

bestimmten Kopie handelt, kann man die CD auch nur für diese eine Kopie

verwenden !

WTS-011.doc

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Vielen Dank, das word Dokument konnte ich lesen.

Das kenne ich bei Super 8, da gibt es ja Perforiete Tonbänder die mit einem Projektor wie Elmo GS1200 über Impuls-Steuerung Synchron laufen.

Kann man an einem 35mm Projektor einfach so ein Impulsgerät anbauen?

Ich bin leider total ein Laie in sachen elektronik. Ich glaube es ist an der Zeit sich mal mit diesem Thema zu beschäftigen.

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Erste Bedingung ist, dass Du an deinen Projektor einen 25 B/S Motor (1500 statt 1440 Umdrehungen) hast.

Dies vereinfacht die Sache sehr, da die DVDs, von denen in den meisten fällen der Ton stammt,

halt PalPlus, sprich 25 B/S, sind.

Der Impulsgeber ist relativ einfach : Auf die Motorachse, die ja eine Umdrehung pro Bild macht, habe ich einen

Erregermagneten geklebt, der einen Reedkontakt (7,50€ bei CONRAD) betätigt. Er bringt mir eine

Schließung pro Bild und dieser Impuls steuert einen speziell modifizierten CD Player. Das heißt Bild für Bild

wird die Synchronität kontrolliert und bei kleinsten Abweichungen wird der CD Player nachgesteuert.

Funktioniert sehr gut und bleibt bis zum Ende synchron. Der CD Player wird von Herrn GEBUHR in Nürnberg

modifiziert und ist ürsprünglich für 8mm und 16mm Amateure gedacht.

 

Klaus

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Sehr schön @Klaus ... wir haben unsere DP70 mit einem ähnlichen feature ausgestattet, das auch an der Hauptwelle sitzt und einen Timecode-Generator ansteuert. Damit lassen sich dann Untertitel etc. bildgenau einspielen. Stelle später einmal ein paar Bilder davon hier ins Forum.

 

Und was machst Du, wenn ein paar Bilder in der Kopie fehlen? Dann müsste es doch aus der Synchronität laufen, oder?

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@Preston,

 

genau das ist die Hauptarbeit, aber zugleich der Vorteil, bei der Bearbeitung in der

AUDACITY Software. Ich habe die überspielte Lichtonkopie auf Spur 1 als Synchronreferrenz.

Auf Spur zwei (in Stereo) den Ton der DVD aufgezeichnet. Nun kann ich genau feststellen

wo Sprünge durch Fehlbilder im Film sind. Dies sogar optisch an Hand der dargestellten

Amplituden und auch akustisch indem ich auf einem Ohr den Lichtton und auf dem anderen

den DVDton habe. Nun schneide ich aus dem DVDton ebenfalls die fehlenden Frames raus.

Nun kommt der große Vorteil : Ich muß nicht mitten ins Wort schneiden, sondern verlagere

die Kürzungsschnitte zwischen die Worte oder bei größeren Fehlstellen mache ich eine

kleine sinnerhaltende Dialogkürzung. Das klingt jetzt etwas abenteuerlich, aber es funktioniert

verblüffend gut. Besonders bei verhackten Aktübergängen ist das ein großer Gewinn :

keine holpernden Sätze, kein Tonknacken. Auch im Musikfalle geht es sauber zu

reparieren, indem ich die Musik auf eine extra Spur nehme und passend über den

Aktwechsel schiebe. Also die Anpassung des DVDtones an die wie auch immer misshandelte

Filmkopie ist perfekt und die Schadstellen verlieren durch den "unverletzten" Ton an

Störwirkung, stellen sich weniger oder gar nicht mehr dar.

Das alles ist unendlich viel Arbeit (besonders wenn die Software mal wieder abstürzt),

aber das Endprodukt ist verblüffend.

Aus der beschrieben Vorgehensweise ergibt sich zwangsweise, das der neue Ton natürlich

nur auf die Kopie passt, mit der er erarbeitet wurde.

Mein am meisten vorgeführter Film ist WEST SIDE STORY. Ich habe eine kopierwerksfrische

Kopie aus den Neunzigern ( es war eine Nullkopie mit nur zwei minimalen Schaltfehlern im

2.Akt und sollte deshalb entsorgt werden ), mit einem colortiming, das das echte TC-Gefühl

wiedergibt. Leider nur mit LT. Diese Kopie ist nun mit dem, der jüngsten DVD Restaurierung entnommen,

Soundtrack bearbeitet, ein echter Hammer.

 

 

Klaus

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Aus Tradition ... am Karfreitag, 6. April 2012 um 13.00 Uhr - Schauburg-CINERAMA, Karlsruhe ...

 

 

BEN HUR

USA 1959

Regie: William Wyler

Drehbuch: Karl Tunberg

Produktion: Sam Zimbalist

Musik: Miklós Rózsa

Kamera: Robert Surtees

mit Charlton Heston, Stephen Boyd, Haya Harareet, Martha Scott, Jack Hawkins, Hugh Griffith

 

 

35mm Kopie in 4-Kanal-Magnetraumton

 

deutsche Synchron-Fassung

 

 

Eine der wenigen Gelegenheiten, den Film in einer noch farblich zufriedenstellenden, leicht

gefadeten Kopie vom 35mm CRI-Negativ (Wiederaufführung der späten 70er Jahre) auf der Südkurve

zu sehen und Miklós Rózsa's grandiose Musik in 4-Kanal-Magnettontechnik zu hören.

 

Selbstverständlich komplett mit Ouvertüre, Pause, Entr’acte, Exitmusik etc.

 

Ben_Hur_2_small.sized.jpg

 

 

Ben_Hur_3_small.sized.jpg

 

 

Ben_Hur_4_small.sized.jpg

 

 

Ben_Hur_5_small.sized.jpg

 

 

Ben_Hur_6_small.sized.jpg

(farbrekonstruierte Scans aus der Original MGM-Camera65 Kopie der EA)

 

Nach der letzten Aufführung zu Karfreitag 2011 schrieb uns ein Gast:

 

"Nach etlichen 70mm-Kopien, gestern mal wieder diese 35er gesehen und vor allem gehört.

Derzeit integral gesehen die beste noch vorhandene Kopie für die Standard-Kinobesucher.

Himmel ist immer noch blau und der Ton bis auf etwas Aktwechselschwund vollständig und

klingt immer noch hervorragend gut (im Vergleich zu Mono- und Dolby A- Lichtton Fassungen).

Großartig gemachte Dialogpans und Atmo-Details.

 

In meiner Reihe junge Leute, ca. 1/3 so alt wie der Film ... die haben den anscheinend

zum ersten Mal gesehen. Zuerst noch Natchos mampfend, als Hestons Halsmuskeln anschwillen

plötzlich Ruhe "...an dem Tag, an dem Rom fällt, wird es einen Freiheitsjubel unter den Völkern geben...".

Haben auch an den 'vorschriftsmäßigen' Stellen gelacht und sind bis zum Ende geblieben.

 

Der Film funktioniert also auch für heutige junge Leute noch. Sicher nicht für alle,

aber für die Intelligenteren, welche einem emotionalen Spannungsbogen folgen können."

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"Nach etlichen 70mm-Kopien, gestern mal wieder diese 35er gesehen und vor allem gehört.

Derzeit integral gesehen die beste noch vorhandene Kopie für die Standard-Kinobesucher. [...]

 

Jetzt wird gegen 70mm Front gemacht?

Wäre doch traurig, wenn die Stadt Karlsruhe über keine "integrale" 70mm-Version verfügt. Warum eigentlich nicht?

In Stockholm wüsste ich ein gute, in Berlin ist sie auch komplett. Zur IFB 2009 und im Filmmuseum Frankfurt lief auch eine komplette 70mm-Kopie: Himmel sehr blau.

 

Ist Euch das zu teuer, oder wird der Film nicht in Kürze bei Euch gebeamt, wie ebenfalls angekündigt, sodass der "Vorteil" gegenüber der für den kommenden April als "integral" erachteten Fassung (von Mängeln befrachtete CRI-Kopierung auf 35mm) besonders stark (positiv?) herausfällt? Dann wäre die "Gegenüberstellung" ein interessanter Marketing-Erfolg.

 

Ich wundere mich nur noch.

 

 

Der Film funktioniert also auch für heutige junge Leute noch. Sicher nicht für alle,

aber für die Intelligenteren, welche einem emotionalen Spannungsbogen folgen können."

 

Wie ist das zu verstehen? So blöd ist die Jugend heute nicht, nur eben skeptischer geworden: sie lässt sich ungern indoktrinieren.

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... wir haben unsere DP70 mit einem ähnlichen feature ausgestattet, das auch an der Hauptwelle sitzt und einen Timecode-Generator ansteuert. Damit lassen sich dann Untertitel etc. bildgenau einspielen. Stelle später einmal ein paar Bilder davon hier ins Forum.

 

@Klaus ... wie versprochen, hier einige Bilder des Timecode Generators an unserer DP70.

 

In den aufklappbaren Deckel zum Keilriemenantrieb der DP70 haben wir in Flucht zur Antriebsachse eine Bohrung

angebracht und einen Inkremental-Drehgeber mit Stirnkranzkupplung eingesetzt

schauburg1.jpg

schauburg7.jpg

 

Für das Gegenstück wurde an der Antriebsachse etwas aufgebohrt und ebenfalls eine Stirnkranzkupplung angesetzt.

schauburg9.jpg

 

Wenn wir nun für eine Vorstellung die Timecode-Funktion nutzen wollen, tauschen wie den Deckel des Keilriemenantriebes aus

und setzen den Deckel mit dem Drehgeber ein. Ein Handgriff von wenigen Minuten und so wird der Drehgeber nur beansprucht,

wenn er auch benötigt wird.

 

schauburg2.jpg

 

Das Ganze wird dann an ein bi-phase to timecode interface angeschlossen, der dann die DP70 mit einem vorher entsprechend programmierten

Wiedergabegerät (wir nutzen es hauptsächlich für die bildgenaue Einblendung von Untertitel via Digitalprojektor) synchronisiert.

 

schauburg3.jpg

 

Vorteil: Die Untertitel müssen nicht manuell durchgeklickt werden.

 

Selbstverständlich ist auch eine ähnliche Nutzung wie bei Deinem "WTS" System möglich. Werden wir uns vielleicht demnächst auch einmal daran versuchen.

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Gestern eine Auszeichnung für Pierre Brice für sein Lebenswerk im KINO BABYLON, Berlin:

 

http://www.morgenpost.de/printarchiv/leute/article1936497/Kinolegende-Pierre-Brice-im-Babylon-Mitte-ausgezeichnet.html karlmay_2012.jpg

 

Gezeigt wird zeitgleich eine Filmereihe, nach dem schon im letzten Monat drei tolle 35mm-Originalkopien WINNETOU I-III im ZEUGHAUS-Kino zu sehen waren.

 

DER SCHATZ IM SILBERSEE ist auch zu sehen. der_schatz_kl.jpg

 

http://www.babylonberlin.de/karlmay.htm

 

Hier ein Bild des Originalnegatives, vor einiger Zeit in der Bearbeitung, dessen Zustand ich noch recht gut finde:

post-75198-0-86814100-1332676104_thumb.jpg

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Anlässlich der Einführung zur heutigen Projektion von DAS FENSTER ZUM HOF in der Astor Film Lounge wurde zu meiner großen Verblüffung die Frage gestellt, wer denn nicht gekommen wäre, wenn man eine BluRay projiziert hätte. Nur eine vergleichsweise überschaubare Zahl von Fingern ging als Antwort hoch. Für die Fortsetzung der Filmreihe im kommenden Winter wurde in Aussicht gestellt, zumindest einen Teil via BluRay vorzuführen - aus Rechtsgründen und wegen der mangelnden Kopienverfügbarkeit.

 

Einen Kommentar erspare ich mir; den mag sich jeder selbst geben. - Die heutige 35mm-Kopie war arg grenzwertig; ein so grobes Korn seit BRIGADOON nicht mehr gesehen. Es handelte sich um die Harris/Katz-Restaurierung von 1999, von der ja noch einmal dye-transfer-Kopien gezogen wurden (so auch ausdrücklich im Restaurations-Nachspann erwähnt). Dies hier (in der deutschen Fassung) war aber (angesichts der grünen Verschrammungen) offenkundig eine chemische Kopie, abgeklatscht von einem Positiv, wofür die doch durchgängigen (wenn auch nur sehr feinen) Farbversetzer sprachen. Gerne hätte ich mal eine dye-transfer-Kopie von 1999 (wie nannte der Prozess sich eigentlich? Technicolor-Prozess Nr. 7?) gesehen, aber offenbar laufe ich da einer Schimäre hinterher.

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Um unsere Betrachtungen zum Bildstrich bei VistaVision-EA-Kopien noch etwas zu ergänzen: Habe gestern abend wieder einmal NORTH BY NORTHWEST gesehen (OmU, neugezogene Kopie mit Digitalton), der dankenswerterweise in 1:1,66 projiziert wurde. Das gab Gelegenheit, nach jenen Balken Ausschau zu halten, die in einigen Einstellungen mal oben, mal unten einkopiert sind (am besten sieht man sie wohl in einer 16mm-Kopie im Vollformat, aber bei 35mm 1:1,66 lugen sie schon mal oben, mal unten ein klein wenig über den Kasch). Es handelt sich, wohlgemerkt, immer nur um einzelne Einstellungen, in denen Bildteile abgedeckt werden, beginnend mit jener am Steilufer, in der Cary Grant volltrunken in den gestohlenen Wagen gesetzt wird, setzt sich fort über eine einzelne Einstellung am Anfang des 3. Aktes (das ist die UN-Sequenz) und der Einstellung den Weg hoch zu Vandamm's Haus (im 7. Akt). In der gestrigen Kopie waren dann auch jede Menge Balken in der Mt. Rushmore-Sequenz (8. Akt), die in der 16mm-Fassung ganz bestimmt nicht drin sind. Denn in der 16mm-Fassung gibt es - nach meiner Erinnerung: zwei - Einstellungen, in denen nicht nur die Oberkante der Kulissen, sondern auch die einleuchtenden Scheinwerfer zu sehen sind (wenn man am oberen Bildrand ganz nahe an den Bildstrich geht). - Die Projektion hat mir gestern versichert, auf dem Filmband läge das Bild im Normalformat vor, die Untertitel seien für 1:1,66 gesetzt. Ich sähe keinen Grund, warum die 35/4-Kopien der EA ein anderes Bildformat aufgewiesen haben sollten. Und wären sie schon für 1:1,66 maskiert worden, würden die einzeln gesetzten Balken auch keinen Sinn machen ...

 

Bei der Originalfassung nicht vergessen: In einer Einstellung der Speisewagen-Sequenz sagte Eva Saint Marie bei der Aufnahme etwas ganz anderes als "I never discuss love on an empty stomach ..."

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Anlässlich der Einführung zur heutigen Projektion von DAS FENSTER ZUM HOF in der Astor Film Lounge wurde zu meiner großen Verblüffung die Frage gestellt, wer denn nicht gekommen wäre, wenn man eine BluRay projiziert hätte. Nur eine vergleichsweise überschaubare Zahl von Fingern ging als Antwort hoch. Für die Fortsetzung der Filmreihe im kommenden Winter wurde in Aussicht gestellt, zumindest einen Teil via BluRay vorzuführen - aus Rechtsgründen und wegen der mangelnden Kopienverfügbarkeit.

 

Bloß gut, daß ich am Sonntag keine Zeit hatte.

Das kenne ich vom Babylon. Einfach irgendeine beschissene 35mm Kopie zeigen, um damit Kinoprojektionen von Blurays zu rechtfertigen. Für eine Bluray-Abspielung fahre ich nicht extra nach Berlin, die kann ich mir auch zu Hause einlegen.

Da die Besucher, die zum Fenster im Hof hineinschauten, in der Mehrzahl ganz normale Zuschauer sind, ist denen im Grunde egal, ob Bluray, 35mm oder 70mm. Hauptsache den alten Film mal wieder im Kino sehen. Erst bei einem direkten Vergleich würden die meisten Leute wohl den Unterschied wahrnehmen.

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Da kommen Erinnerungen bei mir auf. Ich hatte mal von "Der Unsichtbare Dritte" eine mechanisch perfekte Technicolor Kopie aus den 70igern. Die Schärfe war fantastisch, aber die Farben fand ich nicht so schön bunt, wie manch Bonbon farbenen alten Technicolor Kopien.

Eine witzige Einstellung ist im Film, wo Carry Grant seine Ermordung im Restaurant vortäuscht. Bevor der Schuss fällt, hält sich ein Junge, der als Statist im Bild zu sehen ist, seine Ohren zu. Wahrscheinlich wurde diese Einstellung so oft wiederholt.

Später hatte ich die Wahl entweder die Kopie zurückzukaufen oder die hier erwähnte Kopie von "Über den Dächern von Nizza" zu nehmen (der Preis war gleich hoch). Wegen Grace Kelly, die ich Eva Marie Saint vorziehe, hatte ich mich für die vom Zustand deutlich schlechtere Filmkopie entschieden. Es war wahrscheinlich ein Fehler, denn diesen Klassiker in dem Zustand in Technicolor zu finden ist fast unmöglich.

Soweit ich weis, ist diese Kopie an einen Sammler in Frankfurt gegangen.

 

Leider kann ich mich nicht mehr an die Bildstriche erinnern.

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@Sam:

 

Mein Favorit in der deutschen Fassung ist in der Taxiszene am Anfang.

Cary Grant befühlt kritisch seine Hüften und sagt zu seiner Sekretärin:

 

"Do you think I'm getting heavyish?

Put a note on my desk: "Think thin!"

 

In der deutschen Fassung heißt es:

 

"Meinen Sie, ich habe zugenommen?

Besorgen Sie mir Schlankheitsdragees!" :cool:

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