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35mm-Vorführtermine


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Neues Jahr, neue Filme! Im Januar folgt die Fortsetzung der kleinen PAUL VERHOEVEN-Reihe im Filmrauschpalast Moabit, Lehrter Straße 35 mit einer sehr gut erhaltenen Kopie von   STARSHI

Das Casablanca Filmkunsttheater Nürnberg zeigt diesen Sonntag, 12. Januar, 15:00 Uhr "Engelein" -- Stummfilm von 1914 mit Asta Nielsen. Vorgeführt von 35mm (mit 19 Bildern/sec) und mit Miller the Kil

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Sonntag, 27. November um 11.00 Uhr

 

... in der ASTOR Filmlounge in Berlin die Gelegenheit ...

 

FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY

fruehstueck-bei-tiffany.jpg

 

noch einmal zu sehen. 35mm Technicolor Kopie, deutsche Sprachfassung

 

Link zur Veranstaltung: http://berlin.astor-filmlounge.de/filmprogramm/film/fruehstueck-bei-tiffany.html

 

update: 11.00 Uhr Vorstellung ausverkauft ... Zusatzvorstellung um 13.30 Uhr wegen der großen Nachfrage.

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Falls man nach den manchmal schon "erstickenden" wiederholten Grossposter-Shows noch scrollen kann, sei ein Hinweis auf vergessene, skurrile und verfehmte Film erlaubt.

 

Im BABYLON Rosa-Luxemburg-Platz treffen sich seit Monaten die "Freunde des schrägen Films", ein Gruppe junger Filmstudenten und auch promovierter Filmwissenschaftler im dortigen Kino 2.

 

Neben Raritäten wie "Frankenstein Meets the Space Monster" von Robert Gaffney (bekannt als Kameratechniker von SKY OVER HOLLAND und 2001: A SPACE ODYSSEY) waren DIE NACHT DER REITENDEN LEICHEN, HÜGEL DER BLUTIGEN AUGEN, PARASITENMÖRDER, VENUS IN FURS, PLANET LESBOS in ordentlich erhaltenen 35mm-Kopien zu sehen. Kein DVD, keine DCP, kein Blu-ray.

 

Im wöchentlichen Wechsel, stets am Montag immer um 21.30 Uhr:

 

Montag, 21. November 2011 um 21.30 im Babylon

Einführung: Bennet Togler

ZEIG MIR, WIE MAN’S MACHT / MALIZIA EROTICA

Italien/Spanien 1979, R: José Larraz, D: Laura Gemser, Barbara Rey, Mila Stanic, 35mm, deutsche Fassung, 80 Minuten

 

Montag, 28. November 2011 um 21.30 im Babylon

SIE LIEBEN UND BEZAHLEN / UN VASO DE WHISKY

Spanien 1958, R: Julio Coll, D: Arturo Fernández, Rossana Podestà, Carlos Larrañaga, Marta Flores, 35mm, deutsche Fassung, 80 Minuten

 

Montag, 5. Dezember 2011 um 21.30 im Babylon

BLUTMESSE FÜR DEN TEUFEL / EL ESPANTO SURGE DE LA TUMBA

Spanien 1972, R: Carlos Aured, B/D: Paul Naschy, D: Emma Cohen, Víctor Alcázar, Helga Liné, Cristina Suriani, 35mm, deutsche Fassung, 86 Minuten

 

Montag, 12. Dezember 2011 um 21.30 im Babylon

OASE DER GEFANGENEN FRAUEN / EL OASIS DE LAS CHICAS PERDIDAS

Spanien/Frankreich 1981, R: Jose Jara, Mu: Daniel White, D: Nadine Pascal, Francoise Blanchard, Lina Romay, Shirley Knight, Antonio Mayans, Jack Taylor, 35mm, deutsche Fassung, 76 Minuten

 

Montag, 19. Dezember 2011 um 21.30 im Babylon

DIE NACHT DER BLUTIGEN WÖLFE / DR. JEKYLL Y EL HOMBRE LOBO

Spanien 1972, R: Leon Klimovsky, B/D: Paul Naschy, 35mm, deutsche Fassung, 87 Minuten

 

 

 

 

Das aktuelle Programm: http://www.babylonberlin.de/schraegefilme.htm

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Interessante Reihe ... wenn nicht so weit weg, würde ich sicher oft am Montagabend im BABYLON zu finden sein.

 

 

Neben Raritäten wie "Frankenstein Meets the Space Monster" von Robert Gaffney (bekannt als Kameratechniker von SKY OVER HOLLAND und 2001: A SPACE ODYSSEY)

 

FRANKENSTEIN MEETS THE SPACE MONSTER ... auch ein Film, den ich nur ungern verpasse.

 

Kleine Anmerkung: Robert Gaffney war übrigens bei SKY OVER HOLLAND der Kameramann (und nicht Kameratechniker). SKY OVER HOLLAND erhielt eine OSCAR Nominierung 1967 für den "Besten Live Action Short Film". (Den "short" OSCAR erhielt übrigens in dem Jahr A PLACE TO STAND, der dieses Jahr im 70mm Festival in der Schauburg gezeigt wurde.) SKY OVER HOLLAND in 70mm Kopie lief 2006 bei uns im Festival und auf der 70mm Retrospective der BERLINALE 2009.

 

Für Stanley Kubrick arbeitete Robert Gaffney ebenfalls als Kameramann (und nicht als -techniker) der 2nd Unit bei "2001" (hier die Szenen im Monument Valley, Utah) und als 2nd Unit Kameramann bei LOLITA.

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  • 2 weeks later...

Am 4. Dezember feiert das Kommunale Kino Frankfurt sein 40jähriges Bestehen. Eröffnet wurde mit einer Buster-Keaton-Reihe im früheren Theater am Turm. Schon vor Eröffnung prozessierten Kinobetreiber mehrerer Kinoketten gegen diese - in ihren Augen - ungerechtfertigte Konkurrenz. 1973 wurde der Prozeß schließlich gewonnen. Das schlagende Argument war, daß dort einfach andere Filme zu sehen sind.

 

Ich bin dort gern und oft zu Besuch und gebe einmal meine subjektive Auswahl meiner persönlichen Highlights des Dezember-Monatsprogramms, natürlich nur 35mm-Kopien:

 

Am 4.12. läuft

11.00 THE GENERAL von und mit Buster Keaton (USA 1926), am Klavier: Ulrich Rügner

 

am 14.12.

17.00 THE SHINING (GB/USA, Stanley Kubrick)OF

 

am 15.12.

20.30 150. GEBURTSTAG VON GEORGE MÉLIÈS

Méliès war Zauberer und Filmpionier, der immer wieder aufs neue fasziniert.

 

am 16.12.

18.00 GIGI (USA 1958, Vincente Minnelli, CinemaScope) OF

Einer meiner Favoriten, vor allem wegen Set und Songs von Lerner & Loewe. Mit Louis Jourdan, Leslie Caron, Maurice Chevalier.

 

am 21.12.

21:00 ARTISTS AND MODELS (USA 1955, Frank Tashlin, gedreht in VistaVision)OF

Ein im Kino selten zu sehender brillianter Farbfilm von Tashlin mit Dean Martin, Jerry Lewis & Shirley Maclaine! Songs von Harry Warren!

 

am 23.12.

18:00 ARTISTS AND MODELS (USA 1955, Frank Tashlin, gedreht in VistaVision)OF

 

Natürlich laufen hier fast jeden Tag zwei oder mehr Filme und fast alle in 35mm, das mag man aber im Tabellarium nachlesen:

http://deutsches-filminstitut.de/blog/tabellarium-dezember-2011/

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am 21.12.

21:00 ARTISTS AND MODELS (USA 1955, Frank Tashlin, gedreht in VistaVision)OF

Ein im Kino selten zu sehender brillianter Farbfilm von Tashlin mit Dean Martin, Jerry Lewis & Shirley Maclaine! Songs von Harry Warren!

http://deutsches-filminstitut.de/blog/tabellarium-dezember-2011/

Das ist der mit der Vampierlady, richtig? Den wollte ich schon immer mal wiedersehen! Der Text im Tabellarium zu diesem Film scheint nicht so ganz zu stimmen.

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Läuft GIGI denn in 4-Kanal-Magnetton..?

Bin gespannt, ob eine nachgezogene Kopie gespielt wird.

Meine 35er ist nur in D.F., aber mit das Schärfste auf Scope, was in Technicolor gedruckt wurde.

Songs sind untertitelt.

 

Weitere 35mm-Hardliner in Germany, Fundsache:

http://www.kinoptikum.de/kino_kino.php

http://www.bing.com/images/search?q=kino+berlin&view=detail&id=6B28CB4851B62611F7220CC330EAE04C2BA9B09F&first=901&FORM=IDFRIR

 

Zitat: » Wir zeigen 35mm und 16mm Filme und projizieren –soweit möglich- keine digitalen Formate

 

So gehört es sich auch, wenn man sich "Kino" (und nicht HDTV-Stübchen) nennen möchte.

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Das von Dir genannte Zitat mag auch ich gerne unterschreiben, aaaber:

 

Erstens: Was hat HDTV mit DCP zu tun?

 

Und Zweitens: Auf der zitierten Homepage des Kinos kann man weiterhin lesen "Ton: Mono, Dolby, Dolby Surround" Ähhhh? Gehts noch? Was können die denn jetzt? Bis auf Mono haben die kein einziges Kino - Tonformat genannt; wobei sich dann noch die (Detail-)frage stellt, ob Klangfilm Mono oder Academy Mono oder gar beides?

 

Bei uns läuft übrigens "The Help" doch mal wieder als 35 mm - Kopie und ich muß sagen, daß die Kopie vom Schärfeeindruck her sehr gut aussieht. Lieder zittert das Bild etwas im Rhythmus eines Greiferwerkes.....

 

Gruß

Martin

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Update:

 

ARTISTS AND MODELS (Der Agentenschreck AKA Maler und Mädchen) läuft in einer gut erhaltenen 35-mm Technicolor-Farbdruckkopie mit geradezu leuchtenden Farben. Sehr seltene Gelegenheit, den wohl besten Tashlin/Lewis/Martin-Film zu sehen, zumal in Verbindung mit englischer Originalfassung.

 

Da freut sich sogar die Vampir-Lady (Abb. 1). Männliche Besucher des Films werden um korrekte Kleidung gebeten (vgl. Abb. 2), und zwar am 21.12. um 20.30 sowie am 23.12. um 18 Uhr im Deutschen Filmmuseum.

 

Die originalen VistaVision-Bildstrichmarker (VistaVision-"F") sind übrigens enthalten (weiß, mitkopiert und nicht graviert), so daß für Puristen eine Kontrolle der Bildstricheinstellung garantiert ist.

 

Die Qualität der weder in Schärfe noch Farbgebung repräsentativen digitalen Schnappschüsse bitte ich zu entschuldigen... :)

 

ABB. 1

amclip05uprezw.jpg

 

 

ABB. 2

amclip03uprezw.jpg

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Wunderbar als Hinweis: mit Ausschnitt aus einem musealen Referenzstück, das gleichzeitig Dokument eines Filmandoriginals und der Orginaleindrucks der Premierenzeit ist.

So kann und so muss ein Museum sein - und hoffentlich bleibt das auch so, ohne die "Billig-Derivate" unseres Video-Zeitalter.

Danke: das macht so wirklich Freude.

 

Erstens: Was hat HDTV mit DCP zu tun?

Natürlich als Gleichsetzung in Ohren der Medientechnik-Fachleute, Techniker und Ingeniere unzulässig. Aber die Auflösungsnähe zwischen 2k DCP und Blu ray Disc oder HDTV (oder HDTV in 1080p - wo die Japaner etwas im Busch brennen haben) ist beängstigend naheliegend. Da werden wohl, ich befürchte es, die Grenzen "Blu ray Disc" / "DCP aus der Luft" / "HDTV" [und einige Ableger] immer mehr verschwinden.

 

Um so aufregender finde ich die 35mm-Filmbandoriginal-Events in diesem Forum.

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Auf besonderen Wunsch:

Das VistaVision-"F". Taucht nach der Überblendung einmal 12 Bilder lang auf, einige Sekunden später nochmals 14 Bilder lang zur Kontrolle des eventuell nachjustierten Bildstrichs. Oberster Strich ist 1.66, mittlerer 1.85 und der unterste für 1:2-Projektion.

amclipfvvkl.jpg

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Auf besonderen Wunsch:

Das VistaVision-"F".

 

Nun ... das ist wirklich ein besonders schönes Exemplar des VistaVision "F" ... ganz prächtig - vielen Dank. Hat sicher Mr. Ryder höchstpersönlich ins Originalnegativ gekratzt.

 

Viel Spaß beim "Motion Picture High Fidelity" Filmgenuß.

 

Achtung: Gegen Ende des ersten Aktes besteht die akute Gefahr eines Farb-Schocks (Delirium Technicoloris), wenn die drei Farbeimer vom Gerüst auf die Strasse stürzen. Gegebenfalls Sonnenbrille vorher aufsetzen.

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Ich bin seit je her von Karlsruhe ferngesteuert, las als Jugendlicher Kaschnitz (eine Karlsruher Autorin), hatte eine Freundin die gern Sloterdijk (auch ein Karlsruher) las und schwinge mich sogleich auf meinen Drahtesel (von Carl Drais, einem Karlsruher erfunden), schaue mir die prächtige ARTISTS-AND-MODELS-Farbdruckkopie mit den merkwürdigen F-Runen an, hinter denen wahrscheinlich ein Verkaufsmärchen eines Karlsruher Kinoleiters steckt...

F rohe

F esttage

und Helau!

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So kann und so muss ein Museum sein - und hoffentlich bleibt das auch so, ohne die "Billig-Derivate" unseres Video-Zeitalter.

Darf ich dann doch noch eine weihnachtlich-nachdenkliche Bemerkung anhängen?

 

Mir drängt sich ja schon seit einiger Zeit der Eindruck auf, dass der größte Feind der Filmmuseen - die Filmmuseen selber sind. Sie scheinen sich in Richtung selbst-referentieller Einheiten entwickelt zu haben, die sich vor niemandem außer ihren öffentlichen Geldgebern verantworten müssen. Diesen Geldgebern wiederum fehlt weitgehend die Kompentenz, das Tun und Lassen ihrer Zuwendungsempfänger sachverständig zu beurteilen, und lassen sich demzufolge eher von Marketing-Werten leiten, wo doch auch einmal die kritische Betrachtung des Projektionsschaffens angesagt wäre. So ist - aus meiner Sicht - etwa zu beanstanden, dass die Filmmuseen fast durchgängig nicht mehr auf archivarische Originalkopien zurückgreifen - die ihnen ja zugänglich sind -, sondern viel lieber neugezogene Kopien von woher auch immer ordern. Die weiter oben im Thread gestellte Frage nach Vierkanal-Magnetton-Aufführungen dürfte sich in heutiger Zeit weitgehend erübrigt haben. Wer an einer Projektion von Kopien aus der Erstaufführungs-Zeit interessiert ist, sollte jedenfalls nicht auf ein Filmmuseum hoffen.

 

Neugezogene Kopien zu zeigen muss nicht unbedingt zu beanstanden sein. Zu beanstanden ist jedoch, dass - soweit beobachtbar - von Ausnahmefällen abgesehen keine Abwägung mehr stattfindet, ob man eine neue oder eine alte Kopie zeigt. (Man könnte übrigens aus Vergleichsgründen ja auch beide zeigen - eine Überlegung, die offenbar von den Filmmuseums-Praktikern für absurd gehalten wird.) Wenn dann aber schon eine neugezogene Kopie vorgeführt wird, sollte das auch unter optimalen Bedingungen erfolgen. Auch das ist nicht im wünschenswerten Ausmaß der Fall.

 

Ich hatte gestern Gelegenheit, einer Aufführung der WEST SIDE STORY in 35mm und neuer Kopie beizuwohnen. Man führte in SR vor, was schade war, da alle elf Akte ein unüberhörbares Kreuzmodulationsproblem aufwiesen. Nachdem man bei der Überblendung vom sechsten auf den siebenten Akt ein Stück der Tonspur auf die Bildwand projiziert hatte, war offenkundig, dass die Kopie jedenfalls auch einen time-code aufwies. Nach der Vorstellung fragte ich einen überaus höflichen und in jeder Hinsicht bemühten jungen Mann, warum man den Film nicht in dts vorgeführt habe. Er hängte sich auch gleich ans Telefon und erhielt auf Umwegen von der Projektion die Auskunft, es seien mit der Kopie keine CDs ausgeliefert worden. (Offenbar hatte dies aber auch niemand aus dem technischen Stab reklamiert.) In dem etwas komplizierten trilateralen Auskunftsverhältnis, das mir nicht ermöglichte, selbst mit der Projektion Kontakt aufzunehmen, blieb leider ungeklärt, warum man dann nicht zumindest in SRD wiedergegeben hatte.

 

In visueller Hinsicht wies die Kopie zu meiner Freunde eine atemberaubende Schärfe auf (von Szenen mit optischer Bearbeitung und einer einzelnen Einstellung im 10. Akt abgesehen) und erschien mir auch farblich ausgeglichen - kein Vergleich mit jener grünstichigen Kopie mit lustigen grünen Laufstreifen, die ich vor 10plus Jahren im Zeughaus-Kino erleben durfte. Aber weite Passagen der jetzt gesehenen Kopie waren grob verschmutzt, als seien sie vom Teller gefallen, Knitterstellen eingeschlossen. Man darf wieder einmal als Lebensweisheit festhalten, dass neue Kopien nicht zwingend ein Genuss auf höherem Niveau sind. Verwegenerweise kam mir tatsächlich die Frage in den Sinn, wie denn jetzt wohl eine 4k-DCI-Projektion mit 24bit/96kHz PCM-Ton gewirkt hätte. (Die Frage, wie lange es noch Filmmuseen geben wird, habe ich mir für einen nächsten Besuch aufgehoben.)

 

Wie auch immer: Frohe Weihnachten!

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Verwegenerweise kam mir tatsächlich die Frage in den Sinn, wie denn jetzt wohl eine 4k-DCI-Projektion mit 24bit/96kHz PCM-Ton gewirkt hätte.

So verwegen ist die Frage gar nicht. Es hätte besser ausgesehen, sofern das gleiche Ausgangsmaterial verwendet worden wäre.

Und der PCM-Ton ist sowieso besser als Lichtton, DolbyDigital, DTS und SDDS.

 

Auch wenn es weh tut, das ist die Realität.

 

Naja, gleich kommen wieder böse PNs aus Berlin ...

 

 

Schöne und friedliche Feiertage

 

Salvatore

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Ich bin seit je her von Karlsruhe ferngesteuert, las als Jugendlicher Kaschnitz (eine Karlsruher Autorin), hatte eine Freundin die gern Sloterdijk (auch ein Karlsruher) las und schwinge mich sogleich auf meinen Drahtesel (von Carl Drais, einem Karlsruher erfunden), schaue mir die prächtige ARTISTS-AND-MODELS-Farbdruckkopie mit den merkwürdigen F-Runen an, hinter denen wahrscheinlich ein Verkaufsmärchen eines Karlsruher Kinoleiters steckt...

F rohe

F esttage

und Helau!

Wenigstens sind wir hier offen und ehrlich - das ist schon mal doll was wert - vielen Dank. :D

Die Frage nach den F-Runen (?) klärte es nicht: untergegegangen in örtlichen Witzecken (den Ort nebst Fanboys muss man nicht erneut aufführen), mit anekdotischer Zurechtfrisierung filmtechnikhistorischer Unklarheiten.

 

Da wird mit Humor einfach etwas einem "eingekratzen Negativ" angedichtet (s.o.), was dann andere sich nett einprägen. Der Aufwand, sowas zurechtzurücken, ist dann eine undankbare Sache - wofür dann sogar Häme einzustecken ist...

 

Aber alles eine Frage des Standpunkts und Geschmacks: einige geniessen zu 90% gerne filmische Stories, andere nur die Musik, wiederum Dritte die Kameraarbeit oder den Schnitt, wieder andere nur den Ton oder die Postproduktion und manche interessiert der politischer Kontext usf.

 

Aber ausser Schwämerei gelingt es nur mühsam im Forum, kritischer nachzuhaken.

 

Zu @Sam:

Die Analyse ist rundum zutreffend. Der von Dir erwähnte Musik-Film wurde dort eingeschoben, nachdem im letzten Januar jener Titel in dieser Stadt auch in 70mm gezeigt wurde, dabei Potentiale grossartiger Kinotechnikmöglichkeiten erahnen liess und für einige Vergnatztheit in dem betreffenden Kino sorgte, dass von Hause aus einen staatlichen Grundauftrag für "Repertoire"-Sicherung innehat.

Also spielt man entweder nach oder schafft durch Ersatzbegriffe wie "Kino der Opulenz" einen Superlativ, den man als Kinosaal und BWR technisch/architektonisch zwar nicht leisten kann (zumal dies einst Aufgabe der von heutigen Kokis oft verschmähten Roadshow-Kinos war), aber zumindest - epistemisch-gewendet - als Festtags-"Zitat" grandioser Kinozeiten aufruft, um die eigene Leistungsfähigkeit der Presse zu induzieren.

Derartigen Eitelkeiten sind auch Reihen wie "Weihnachten mit David Lean" zu verdanken - einem Titelkonstrukt, dem abzulesen ist, dass die Programm-Macher weder zu grossen Weihnachtsfeierern noch zu David-Lean-Apologeten gehören. Aber davon hörten, wie "Schiwago" immer Ende Dezember bombig Zahlen machte. Also tut man so, als sei man selbst begeistert, und testet aus, ob sich das auszahlt [rein kommerzielles Denken, während das Herz am Experimental- und Dokumentarfilm-Genre hängt).

 

Da der besagte Musikfilm aber in weltweit zumindest zwei farbigen 70mm-Kopien vorliegt, würde ich Deine Neugierde auf die 4k-Projektion des Films in diesem Falle erst mal auf Eis legen. Das sind verschiedene Welten, und Film wurde auf Film produziert, wofür Rohfilmhersteller aufwendigste Sicherungs- und Kopiermaterialien entwickelten, um Auflösung und Farbtreue authentisch zu halten.

Im Falle von ARTISTS AND MODELLS könnte man ja auch in 4k scannen oder projizieren, sollte aber auch zweigleisig bei Erstellung von Sicherungspaketen die filmische Umkopierung und gleichzeitiges Scannen praktizieren (das ist auch Branchenpraxis nachwievor). Jedoch scheint der Look einer Premierenkopie auratisch erst in einer Technicolor-Kopie durchzuscheinen, so sehr diese (gewollt oder nicht gewollt) manchmal vom Eastman Color-Spektrum abweicht. Welches im übrigen nicht unbedingt dem Endergebnis entspricht, das damalige Filmemacher im Sinne hatten (-> daher die Technicolor-Farbseparierung zur Steuerung bestimmter Wirkungen und Effekte).

Also darf man dem Frankfurter Filmmuseum zum Einsatz solcher Fassungen gratulieren, während man sich das DCP auch in jedem gewerblichen Kino angucken kann (Festplatte bestellen und damit beim Betreiber nett bitten, ob er es einem an einem leeren Nachmittag mal reinschiebt. So wie zu Hause mit Blu rays und DVDs, halt ein bisserl grösser. Aber es ist nicht das Kino des Originals. Das zu erinnern und zu erhalten ist Aufgabe der Museen, anstatt nachzuäffen, was m.E. vom Consumer-Markt angeschoben wurde).

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Da der besagte Musikfilm aber in weltweit zumindest zwei farbigen 70mm-Kopien vorliegt, würde ich Deine Neugierde auf die 4k-Projektion des Films in diesem Falle erst mal auf Eis legen.

Ich hoffe doch wirklich, dass es noch einmal eine Gelegenheit gibt, Deine 70mm-Kopie zu sehen. Wenn mir das im Januar nicht gelang, lag es ja nicht an einer verfehlten Logistik (ich kam extra deswegen Sonnabend-Nacht nach Berlin eingeflogen), sondern an einem fiesen Virus. That's life ....

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Ja, versprochen. Ist ja auch verfügbar und kontrolliert in Obacht.

 

Im Rückblick auf den Dezember zeigte das Arsenal umfänglichst wie kaum ein anderes kommunales Kino Projektionen im Filmbandoriginal (zu mehr als 90%): http://www.arsenal-berlin.de/fileadmin/user_upload/arsenal/pdfs/11-12_arsenal_A1_web.pdf Bei allen sonstigen Einschränkungen in dieser noblen Kinostätte scheint man sich ideologisch darüber Gedanken gemacht zu haben, wo es endet, wenn man arteigenes Rüstzeug über Bord würfe und bequem Home-Cinema-Content in die Säle beamt, die ohnehin nicht sehr kinotypisch daherkommen. Scheint man der Linie im Bibliothekswesen zu folgen? Ein zeitgenössisches Buch sollte, selbst wenn einige Artefakte angesetzt haben, möglichst als zeitgenössisches Dokument erhalten und zugänglich bleiben. Es liest sich stets anders als ein "E-Book".

 

Sollten sich einige Erkenntnisse doch noch durchgesetzt haben? Die Blicke zuletzt nach Frankfurt und München klangen eher ernüchternd, als wollte man dort "mit dem Markt" schwimmen. Dem Marktgeschrei hat das arsenal in seinem Credo stets widersprochen.

 

Man wird die Entwicklung des Hauses mit Spannung verfolgen, und ob sich Radikal-Digitalisierer wie Koerber & Droessler durchsetzen, oder ob das Haus weiterhin einen eigenen, selbstbewussten Weg verfolgt. Immerhin lief dort vor kurzen noch "2001: A Space Odyssey" in 35mm, was den Andeutungen in einem "DCP"-Thread dieses Forums nach schon nicht mehr den Weg zum Main-Ufer fand.

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Im Rückblick auf den Dezember zeigte das Arsenal umfänglichst wie kaum ein anderes kommunales Kino Projektionen im Filmbandoriginal (zu mehr als 90%): http://www.arsenal-berlin.de/fileadmin/user_upload/arsenal/pdfs/11-12_arsenal_A1_web.pdf Bei allen sonstigen Einschränkungen in dieser noblen Kinostätte scheint man sich ideologisch darüber Gedanken gemacht zu haben, wo es endet, wenn man arteigenes Rüstzeug über Bord würfe und bequem Home-Cinema-Content in die Säle beamt, die ohnehin nicht sehr kinotypisch daherkommen.

<Schnipp>

 

Sollten sich einige Erkenntnisse doch noch durchgesetzt haben? Die Blicke zuletzt nach Frankfurt und München klangen eher ernüchternd, als wollte man dort "mit dem Markt" schwimmen.

Bevor jetzt jemand dieser Agitation folgt ein paar Zahlen aus dem Filmmuseum Frankfurt:

 

12/2011:

34 x 35mm

03 x 16mm

13 x keine Angabe

05 x DCP

 

01/2012:

36 x 35mm

02 x 16mm

04 x keine Angabe

06 x Video (Beta SP / HDCAM)

 

 

Gruß

 

Salvatore

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Nicht nur die Perlen an der Schnur zählen (das nenne ich wiederum Agitation und Propaganda), auch bitte auf die konkreten Filmtitel und ihre individuelle Verfügbarkeit eingehen, wenn möglich.Und die düsseldorfer und münchener Programme mit einbeziehen, bevor einem der frankfurter Lokalpatriotismus den letzten Funken Verstand raubt.

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