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albertk

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Alle erstellten Inhalte von albertk

  1. Ich hatte bei SAMS Beitrag übersehen, daß tatsächlich jetzt Kinoadreßbücher online sind! Welch eine Fundgrube! http://allekinos.pytalhost.com/kinowiki/index.php?title=Film-_und_Kino-Adressbuch
  2. IMAX-DMR war ein Gewinn und konnte richtig beeindruckend aussehen! Leider gab es in Deutschland nur in Berlin ein Kino, das diese Fassungen zeigte. Wie kann man das einzige Flaggschiff der besten Technik verbunden mit neuen erfolgreichen Spielfilmen schließen? Die kurzen IMAX-Dokumentarfilme dagegen waren fast alle mittelmäßig bis gräßlich. Das hat den Niedergang aller anderen IMAX-Kinos in Deutschland enorm beschleunigt. In Frankfurt interessierten sich viele für das neue IMAX-Kino auf der Zeil, auch Leute, die eher selten ins Kino gingen. Aber spätestens nach ein, zwei Vorstellungen dieser Dokumentarfilme hatte man genug. Geboten wurde meistens 40 Minuten Säuselmusik, infantile bis grenzdebile Geschichten und Kulturfilme unter FWU-Niveau. Für so etwas bezahlte man ungern mehrmals eine teure Kinokarte. Mäßige Dokumentarfilme gibt es auf allen Fernsehkanälen, aber IMAX unterbot vieles. Auf einer großen Leinwand sieht ein schlechter Film doppelt schlecht aus. Hinzu kommt, daß trotz des riesigen Filmstreifens der Partizipationseffekt gering war. Störend fand ich stets das fast rechteckige Format, die wenig durchgebogene Leinwand, die stets ins Bild ragenden Zuschauer trotz stadionartigen steilen Sitzreihen und die Massenabfertigung im 40-Minutentakt. Bedauerlich, daß man die wenigen positiven Gegenbeispiele auch noch in gekürzten Fassungen abnudelt. Übrigens läuft FLY ME TO THE MOON in Glasgow auch gekürzt! Die IMAX-Gesellschaft kommt mir vor wie ein Delikatessengeschäft, das mit Champagner wirbt, aber nur noch Brausepulver anbietet.
  3. Ich wußte von der Vistarama-Leinwand im Kölner RESIDENZ AM RING, hatte aber den Namen vergessen. Es handelt sich um eine Leinwand für mehrere Formate: 35mm, CinemaScope, Breitwand, 70mm. Nach Carr/Hayes Buch Widescreen Movies hatte sie eine 70-Grad-Krümmung. Hier ist übrigens eine nicht ganz jugendfreie Annonce (bitte weit nach unten scrollen): http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.in70mm.com/rama/2008/images/vistarama_logo.jpg&imgrefurl=http://www.in70mm.com/rama/2008/index.htm&h=388&w=500&sz=67&tbnid=Y4KBsEWRl5kxOM:&tbnh=90&tbnw=116&prev=/search%3Fq%3Dvistarama%26tbm%3Disch%26tbo%3Du&zoom=1&q=vistarama&usg=__fK9ZekhyWP-Vvp10rgbPo8ZKz24=&sa=X&ei=vjy2TpO0CofIsgbX0tDSAw&ved=0CH4Q9QEwCg&dur=2104 Vistarama hieß auch ein anamorphotisches Filmverfahren, gewissermaßen eine Zwillingsschwester von CinemaScope. Nachzulesen auf der Webseite American Widescreen Museum, die aber auf diese Leinwände nicht eingeht. Zwei ungewöhnliche Auffälligkeiten im Residenz am Ring habe ich oben vergessen: Bei 70mm wurde das Bild nicht nur breiter sondern auch höher als das Vorprogramm. Es gab einen zusätzlichen kleineren Vorhang am oberen Rand der Leinwand, der dann zur Seite fuhr. Das Parkett wurde im vorderen Drittel schmaler. Neben den zwei Seitengängen gab es an den Wänden jeweils herablaufende Rampen zu den Notausgängen unter der Leinwand. Es ging darum Treppen zu vermeiden - aus baupolizeilichen Gründen. Solche Lösungen finden sich auch im Kinobuch von Paul Bode bei anderen Kinos. Um die Leinwand möglichst breit über den ganze Raumbreite zu ziehen, mußte man bei 70mm und CinemaScope-Umbauten manchmal zu solchen Lösungen greifen. Die Folge davon war die im vorderen Parkett zu hohe Leinwand. Heute ließe sich das durch Treppen lösen. Zu STEFAN2: Kleine Kinos sind immer eine Frage der Proportionen. Ich fürchtete, es seien Schachtelkinos. In den zehner Jahren gab es Ladenkinos, häufig schlauchartig und von geringer Höhe. Aber damals war Kino eine Neuheit. Heute gibt es immer noch Hasenställe a la Heinz Riech. Dort kann man manchmal schon in der zweiten Reihe keine Untertitel mehr lesen, wenn jemand vor einem sitzt. Oder Säle, die so lang sind und niedrig sind, daß man denkt, Vaters Dialeinwand war größer. Dort kommt kein Kinogefühl auf. Zeitweise gab es hier in Frankfurt 6 Kinocenter von denen fast immer nur ein Kinosaal erträglich war! Dagegen gibt es natürlich auch wohlproportionierte kleine Kinos. Kinos, wo die Leinwand die volle Raumhöhe umfaßt. Kinos, wo der Boden so stark ansteigt, daß man gute Sicht über den Vordermann hat. Säle, die eher quadratisch sind (und nicht doppelt so lang wie die Leinwand). Und natürlich muß auch noch die Kinotechnik stimmen. Dann ist es ein Gewinn an Kinokultur, baulich wie filmtechnisch.
  4. Danke, SAM! Man müßte Dir einen Orden für diese Fleißarbeit verleihen! Obwohl ich gestern nacht müde von der Arbeit nachhause kam, lud ich mir die pdf-Datei sofort auf den Rechner und ging sie länger begeistert durch. Kinoadreßbücher gibt es spätestens seit den 20ern - da hätte man noch viel zu tun, das alles in Excel zu übertragen. Ich besitze leider keine, sah mir aber in der Bibliothek des Filmmuseums in Frankfurt öfter welche an. Allen voran das von 1955, damals gingen die Westdeutschen am häufigsten ins Kino. Die Kinoadreßbücher der 50er nennen weitaus mehr Daten: ob CinemaScope gespielt werden konnte, ob in 1:2,55 oder 1:2,35, ob es Perspecta-Anlagen gab, Diaprojektoren, Bühnenmaße etc. Ich hatte mir das mal durchgängig für meine Geburtsstadt Offenbach zusammengestellt mit allen verfügbaren Kinoadreßbüchern von den 20ern bis 62, ergänzt um andere Literatur. Über mehrere deutsche Städte gibt es Kinoliteratur, aber diese Mühe einer Übersicht über alle Kinos mit Platzzahlen und Adressen etc. haben sich die meisten leider nicht mal für ihren Ort gemacht. Soweit ich meine Sammlung an Kinobüchern überschaue gibt genauere Angaben der Spielstätten umfassend nur zu Berlin, Hamburg und Frankfurt. In vielen anderen Büchern über lokale Kinogeschichte dominieren diverse Artikel über Filmgeschichte, erst dann kommt ein bißchen Kinogeschichte und solche Details wie oben werden vernachlässigt. Das macht eben viel Arbeit! Die Daten in den Kinoadreßbüchern sind Selbstauskünfte, daher manchmal geschönt. Ich weiß es zumindest bei einigen Frankfurter Kinos, daß dort die Platzzahlen aufgerundet wurden. METRO IM SCHWAN hatte in den 80ern noch mit Rang rund 900 Plätze, das konnte man früher sogar auf dem Sitzplan im Foyer sehen! Ein herrlicher ovaler Kinosaal mit heller Holztäfelung im 50er Stil; leider zugunsten eines Buchkaufhauses vollends zerstört. Wo da 1150 Plätze hingepaßt hätten ist mir unerklärlich. Die Bestuhlung war in den 80ern noch traditionell eng (~83cm Reihenabstand). Also hätte es nach der Angabe von 1150 Plätzen rund 10 Reihen mehr haben müssen, was weder auf dem Rang noch im Parkett möglich gewesen wäre. Vielleicht war der Entwurf des Architekten ursprünglich großzügiger bemessen. Ähnlich verhält es sich bei den Platzzahlen zum Europa-Palast und dem Scala in der Schäfergasse. Vergleicht man hier die Angaben in den Kinoadreßbüchern über die Jahre, bemerkt man manchmal auffällige Korrekturen solcher Selbstauskünfte. Daß es in Nürnberger zeitgleich 3 Cinerama/Cinemiracle-Kinos gab, finde ich auch verwunderlich. 3x Cinerama (das echte 3-Streifen-System) gab es nur in London, aber auch nur wenige Jahre, nämlich als MGM und Cinerama die beiden Cinerama-Spielfilme herausbrachten: CASINO, COLISEUM, ROYALTY. Vorher lief in einem anderen Kino auch Cinemiracle (PARAMOUNT). Eine Erklärung findet sich bei Zeitzeugen: Im Thread zu Stuttgarter ATRIUM in diesem Forum, aber auch auf der Webseite des Bremer REGINA (auch so eine Fleißarbeit, die ich eigentlich gern in Buchform hätte!) läßt sich zumindest nachlesen, daß in manchen Kinos die 3-Streifen-Format-Projektoren nur leihweise und temporär waren. Das gilt auch für den Sportpalast und ist nachlesbar. Hier wäre es auch mal interessant zu wissen mit wieviel Kopien damals Großformate wie 3-Streifen-Cinerama und auch Todd-AO in Deutschland wann gelaufen sind.
  5. Das Kölner Residenz am Ring war für 70mm ausgestattet, u.a. auch mit gewölbter Breit-Leinwand. Man spielte dort sogar noch in den 90er mindestens einmal 70mm als ich dort war, nämlich BEN HUR. Damals inserierten sie noch als "Todd-AO-Theater". Hier finden sich einige Angaben: http://allekinos.pytalhost.com/kinowiki/index.php?title=K%C3%B6ln_Residenz-Theater_am_Ring Die Leinwand umfaßte die volle Saalbreite von rund 14,50m. Den Saal fand ich weniger beeindruckend, weil mit über 30 Reihen zu lang. Die ersten zehn Reihen waren mehr als 2m unter der Leinwand und stiegen nicht an. Erst dahinter stieg das Parkett nur leicht an. Die zu hohe Leinwand lag an dem Problem der unvermeidbaren Notausgänge darunter. Das Kino stammte von 1950, da störte man sich nicht an schlauchartigen Hofgrundstücken für einen Kinosaal. Der Kinosaal hatte nur ein Parkett mit wenigen Logenreihen unter dem Projektionsraum. Mit großzügigerem Reihenabstand und Stufen hätte man aus dem Saal etwas mehr herausholen können. Die kleinen Kinos kenne ich nicht und bezweifle auch, ob sich dort ein Luxuskinobetrieb lohnt. Ich bin gespannt auf den Umbau des großen Kinos und hoffe, daß man auch die 70mm-Installation erhält.
  6. Vielen Dank, Sam! Hochinteressantes Kapitel zur Berliner Kinogeschichte! Nur schade, daß man jetzt erst davon erfährt, wo es schon wieder vorbei ist! In der Hauptstadt läuft ziemlich viel Interessantes. Leider kriegt das meistens erst durch die völlig vernagelte Brille eines Bärliners mit, der hier nur seitenlang seine Ressentiments ausbreitet. Je nach Gutdünken wird heute dieses und jenes gelobt und morgen aufs Schärfste verdammt. Und die interessanten Veranstaltungen, die ihm irgendwie nicht in den Kram passen, weil sie andere veranstalten, werden erst gar nicht erwähnt. Nur ein Beispiel zu diesem "Wahnsinn ohne Methode": Wenn im Arsenal der komplette Lean läuft wird das erst mal aus Prinzip nicht erwähnt, weil dort die Erbfeinde sitzen; läuft aber im Zeughaus der erzreaktionäre Hitlerfilm von Fest, muß das natürlich unter 35mm gepriesen werden!
  7. Da war meine Lösung zu Sams Frage doch falsch! Da filmempire dort gearbeitet hat, wüßte ich gern: Hattet Ihr damals eine Lamellenleinwand? Sah Cinemiracle besser aus als Cinerama, was die Trennlinien zwischen den Filmstreifen angeht? So grandios Cinerama in Bradford wirkte, die projizierten Sägezähne störten schon erheblich. Nur bei DAS WAR DER WILDE WESTEN/HOW THE WEST WAS WON sind sie weniger zu sehen - das lag aber daran, daß man die Einstellungen so drehte, daß dort immer Büsche, Bäume und Säulen standen.
  8. Atemberaubende Schönheiten im Londoner Windmill-Revue-Theater zwischen 1939-1940: http://www.arthurlloyd.co.uk/Archive/Feb2003/Slides/SlidesIndex.htm
  9. SAM schrieb: "Die Bezeichnung der Projektorenstandorte A(bel) und C(harlie) ist vertauscht..." Interessante Quizfrage! Ich habe auch darüber nachgerätselt. Meine Lösung: Es handelt sich beim Atrium um ein Cinemiracle-Kino. Da zeigt der Projektor links vom Vorführer gesehen - per Spiegelprojektion - auch das linke Bild auf der Leinwand. Bei den Cinerama-Kinos dagegen erfolgt die Projektion über Kreuz, d.h. der Projektor rechts projiziert das linke Bild. Wenn nun die Akte richtig in ihren Kisten liegen und anständig beschriftet waren, konnte man die A-Rolle usw. passend einlegen, egal ob Cinerama oder Cinemiracle. Grundrisse von zwei Kinos die früh Cinerama zeigten, weiß ich, daß die Able-Booth rechts war. Beweise: Hier ist Paul Mantz und Robert Surtees Klappe für HOW THE WEST WAS WON mit A-B-C-Kennzeichnung, auf der Seite ganz unten: http://www.widescreenmuseum.com/widescreen/wingcr4.htm Grafik des ersten Cinerama-Kinos Broadway-Theatre 1952 in New York, Able ist rechts: http://www.widescreenmuseum.com/widescreen/wingcr1.htm Grundriss des ersten europäischen Cinerama-Kinos Casino Cinerama in London 1954, auch ist Able rechts http://cinerama.topcities.com/ctcasino.htm Die eher geringe Durchbiegung von 60° erklärt sich sicher damit, daß man 1958 kein Kino für ein einziges Breitwandverfahren für wenige 3-Streifen-Filme umbaute, sondern auch CinemaScope zeigen wollte. Lamellenleinwände, wie oben beschrieben, wurden übrigens bei Cinemiracle und Kinopanorama unüblich. Je geringer die Durchbiegung, desto geringer die Reflektionsgefahr. Außerdem eignen sich Lamellen nicht für 70mm- oder 35mm-Projektion. Ich hab's selbst gesehen, wieviel Licht das in Bradford schluckt und völlig ungeeignet für Seitenplätze bei Projektion von anderen Verfahren ist, die nicht in 3-Streifen-Projektion laufen. Bei 70mm-Projektion war ein Drittel der Leinwand grau, weil die Lamellen eben auf die drei Projektoren bei Cinerama ausgerichtet sind. Ich hab's auch noch mal genauer durchgerechnet: 1954 war in London im Casino-Cinerama die Leinwand nur 120-Grad, wie die verlinkte Skizze oben darlegt, ab 1964 für 70mm nur noch rund 90-Grad. Eine 90 Grad-Leinwand hatte auch das Kinopanorama in Paris: http://www.silverscreens.com/forum/viewtopic.php?t=649
  10. Manche dulden eben keine anderen Götter neben sich!
  11. Wo sind sie denn hier, die Cinematheken mit 4 Sälen? Wo ist denn ein Programmkino von den Ausmaßen des Salle Langlois, der übrigens auch 70mm zeigen kann? Hier in Frankfurt und auch in Berlin am Protzdamer Platz jedenfalls nicht. Ich kann mich auch nicht erinnern, daß mal ein Kino in den letzten Jahrzehnten den gesamten Fritz Lang auf 35mm-Film gezeigt hätte. Hier im Nostalgie-Thread freut man sich schon auf vollmundige Ankündigungen a la Baby-Lohn in Berlin, wo dann der gesamte Hitchcock oder Chaplin angekündigt wird - und am Ende laufen dann reihenweise DVDs im 37-Sitze-Schachtelkino.
  12. Zu HAMLET stimme ich magentacine voll zu, nur eins wäre noch zu ergänzen: Völlig unpassend fand ich auch die völlig überflüssige Musikberieselung, die ständig zu den ohnehin schwer verständlichen Texten lief. Warum verstehe ich bei Laurence Olivier, den ich mir hier am Rechner mit schlechten Lautsprecher-Boxen gratis als Hamlet ansehen kann, fast jedes Wort, während mir Brangaghs HAMLET weder Bradford noch in Karlsruhe auf 70mm weitgehend unverständlich blieb? Das Geheimnis der Dampflok auf Schmalspurgleis: In Blenheim Palace verkehrt im Park eine Gartenbahn. Schloß und Park sind übrigens sehr sehenswert, davon kriegt man in HAMLET eher wenig mit. Wie gut, daß Branagh nicht auf dem Gelände von Alton Towers drehte, sonst hätten Rosenkranz und Güldenstern mit der Achterbahn kommen müssen...
  13. Für besonders Lernresistente gibt's auch einen Rechner für Kreissehnen: http://www.arndt-bruenner.de/mathe/scripts/kreissehnen.htm
  14. Ich empfehle Trigonometrie, Taschenrechner und Geodreieck.
  15. Da werden natürlich wieder mal Äpfel mit Birnen verglichen: Den größten Saal der Cinemathek Francaise mit dem IMAX in Bradford! Übrigens ein ziemlich kleines, enges IMAX - verglichen mit vielen anderen. Und die Cinemathek ist so neu auch wieder nicht, das ganze ist ein Umbau.
  16. Danke für den Grundriß! Die Durchbiegung der Leinwand entspricht etwa 60 Grad. Leicht errechenbar bei einer Sehne von 14m und einer Durchbiegung von 1,75m. Wieder einmal ein Beleg, daß man bei Cinerama und Cinemiracle mit der Zeit immer mehr auf flachere Leinwände umstieg. So ähnlich wirkte auch die Leinwand auf dem Grundriß des Cinemiracle-Kinos City in Karlsruhe, bzw. auch einer Skizze vom Sportpalast in Berlin. Auch in London, wo man ab 1954 Cinerama zeigte, hatte man von Anfang gar keine 146-Grad-Leinwand, sondern 120-Grad. Grundrisse findet man hier: http://cinerama.topcities.com/ctcasino.htm Eine klare Folge der Regel, daß bei zu starker Durchbiegung zuviele schlechte Seitenplätze entstehen, bzw. nur wenige Plätze in der Mitte eine wirklich gute Panoramasicht gewähren.
  17. Ich habe mich extra noch einmal zur Veranstaltung JAZZ UND ANIMATION erkundigt, ob überhaupt Filme laufen. Der Veranstalter schrieb mir, daß der überwiegende Teil der Animationsfilme in tradioneller Filmprojektion läuft!
  18. Wo hast du eigentlich HAMLET gesehen?
  19. Gestern in Karlsruhe von einer Bekannten gehört: Nach 10 Minuten Hauptfilm kommt ein Mann aus dem Kino. An der Kasse sagt er demonstrativ: "Das Leben ist viel zu kurz." Und geht!
  20. Vielen Dank - vor allem an Vorführer, Kinopersonal und Theaterleiter! Auch im 7. Jahr fällt die Sorgfältigkeit der Vorführung bzw. auch die Vorbereitung der Kopien auf. Alte Kopien mit sehr unterschiedlichem Erhaltungszustand können auch reißen, was ich in anderen Kinos durchaus öfter erlebe - und in Karlsruhe nie! Die Programmplanung war wieder ausreichend, so daß man nicht von einem 3-Stunden-Monumentalfilm in den nächsten schwankte, ohne auch nur eine Tasse Tee trinken zu können. Die warmen Speisen waren diesmal übrigens besser, vielfältiger und auch dem kühlen Wetter angemessen. Es ist zwar schon alles gesagt, aber nicht von allen! (Karl Valentin) Deswegen schreibe ich mal meine Eindrücke chronologisch nieder: BELA - TRAGIK EINER LIEBE (UdSSR 1966) Beachtenswert sind in diesem Film die prächtige Landschaftsaufnahmen im Kaukasus und die kühnen Reiterstunts, wo die Kamera am Pferd zu hängen schien. Die Farben von Sovcolor schienen gut erhalten, glitten aber teilweise von weiß in das typische Sovcolor-Türkis ab. DIE GRÖSSTE GESCHICHTE ALLER ZEITEN/THE GREATEST STORY EVER TOLD (USA 1965) Leider war diese Kopie stark gefadet und aus verschiedenen 70mm-Kopien zusammengefügt. Mein Eindruck: Unterschiedlichen Rottöne, teilweise mit anamorphotischer Kompression, teilweise ohne. Zusätzlich wurden einige fehlende Szenen per DVD "eingebeamt". Da der Film das rare Ultra-Panavision-70-Format hat, eine Rarität, die ich nie in einem Kino, geschweige denn in Programmen anderer Städte sah. Trotzdem ließ auch diese Kopie noch einiges an der früheren scharfen 70mm-Qualität erahnen, vor allem in den atemberaubenden Landschaften. Ein Jesusfilm voller Widersprüche. Man reiht Ereignis an Ereignis, die Darsteller stehen wie Statisten herum. Amerikanische Westernlandschaften können phantastisch aussehen, hier wirkten sie unpassend. Die Erweckung des Lazarus funktioniert nur über disparate Musik (statt Alfred Newman erklingt plötzlich Händels Hallelujah). Die Bergpredigt erscheint nur beiläufig. Fotografisch kühn wurde es nach der Pause: Durch Gaze hindurch gefilmt mit grellem Gegenlicht sah man die verschwenderische Salbung der Füße. Scheinbar ging bei den Dreharbeiten das Geld aus, so daß die letzten Szenen völlig abfallen. Statt opulenter weiter Landschaften gab es einen Havarien-Berg mit Rundhorizont. Die meisten Zuschauer des Festivals schienen diesen Film gräßlich mißlungen zu finden. Allerdings läßt sich bei dieser Fassung nur schwer erahnen wie er einmal ausgesehen haben mag. Der salbungsvolle Ton ist erin Mangel diverser deutscher Bibelfilm-Synchronisationen. Vielleicht können wir eines Tages eine englische Fassung, die im Originalton völlig anders klingt und ohne Fading im Originalformat 1:2,76 bewundern. Schließlich konnte sogar Ed Wood für Plan Nine From Outer Space eine christliche Kirche als Sponsor gewinnen. KEVIN BROWNLOW kam sah, las und ging. Zu seinem Vortrag über frühe Breitwandgeschichte hatte er in Berlin Bilder gezeigt, das fehlte diesmal. Ich würde mir wünschen, daß frühe Breitwandgeschichte einmal in Film- oder Buchform zusammengetragen wird. Scheinbar im letzten Moment konnte ich noch ein Autogramm ergattern. NAPOLEON (FR 1927) Passend zu Brownlows Vortrag gab es eine Rolle mit dem Triptychon aus NAPOLEON zu sehen. 70mm mit Letterboxformat 1:4. Der kühne Umgang mit filmischen Mitteln ist beeindruckend. Ansonsten gilt Brechts Satz: "Napoleon war ein großer Mann, er aß gern gut." Weil Abel Gance's NAPOLEON immer wieder mit Cinerama verglichen wird: Das Triptychon von NAPOLEON beruht nur manchmal auf Panorama-Einstellungen aus drei Filmstreifen. Abel Gance verwendet es viel eher zur Montage, zu wilden Collagen und vorweggenommenen Split-Screen-Techniken. 3-Streifen-Cinerama-Filme dagegen meiden solche Effekte bewußt. Man versuchte sogar die störenden Linien zwischen den Filmstreifen (durch rotierende Zahnräder im Projektor und Kamera-Einstellungen mit schwarzen Stellen an diesen Bereichen wie Säulen, Bäumen etc.) zu kaschieren. Man wollte im Cinerama-Verfahren ein Panorama-Bild erzeugen, das einen halbkreisförmig umzingelt - dazu noch angereichert mit Farbe und Stereoton. THE BAT WHISPERS (USA 1930) war die Entdeckung des Freitagabends! Ein früher 70mm-Film, erst kürzlich restauriert und immerhin auf 35mm anamorphotisch vorliegend! Man hätte es den Zuschauern vielleicht vorher sagen müssen: THE BAT WHISPERS ist kein 70mm-Monumentalfilm, auch kein Meisterwerk, sondern ein B-Picture, aber mit allerhand originellen Einfällen. Der Regisseur Roland West hat aus dem geringen Budget einen interessanten Stil entwickelt. Bereits zu Anfang sehen wir einfache Modelle, die effektvoll duchfahren werden. D.h. sie werden nicht einfach statisch abgefilmt, sondern führen wie ein Zwischentitel die Handlung voran. Auffällig fand ich auch den von Schatten und Lichteffekten im Dunkeln. Nur zwei Beispiele: Ein geheimnisvoller Unbekannter erscheint im Fledermauskostüm und wirft vom Dach des Hauses einen Riesenschatten. Der Unbekannte besteigt im Dunkeln eine Treppe nach oben, man sieht nur seine leuchtende Armbanduhr. Die Schauspieler agieren manchmal etwas übertrieben, da kam zur Kriminalkomödie manchmal noch ein gewisser unfreiwilliger Humor. Übrigens ist dies nicht der erste Auftritt eines Mannes im Fledermaus-Kostüm - Jahre vor BATMAN. Ähnliche Gestalten finden sich schon früher, man denke an die Feuillade-Filme der zehner Jahre oder an THE MARK OF ZORRO 1920. Auch gibt es schon eine Verfilmung des erfolgreichen Bühnenstücks von 1926 (übrigens in Public Domain). 1929 folgte der Tonfilm THE BAT WHISPERS in 70mm, ein deutlicher Fortschritt. Eine gespenstische Fledermaus und auch eine Falltür findet man übrigens auch im gleichen Jahr bei Laurel und Hardy (THE LAUREL AND HARDY MURDER CASE). Bob Kane erschuf seinen Batman erst 1939 Ein Link für alle die THE BAT WHISPERS nicht sehen konnten: Hier einige Ausschnitte, leider in mäßiger Youtube-Qualität: http://www.youtube.com/watch?v=PO2BS7BtfDQ MISSOURI/WILD ROVERS (USA 1971) Die Kopie war gefadet und grobkörnig. Auch wenn er floppte, dieser Film hat auffallend bewußt gewählte Kadragen und exzellente Kamerarbeit von Philipp Lathrop. Blake Edwards ist ein ausgesprochen unterschätzter Regisseur. Auch bei ihm gibt es eine Technik wie bei Lubitsch und Billy Wilder, immer noch auf eine Pointe eine weitere verblüffende zu setzen. SHEHERAZADE - DER GOLDENE LÖWE VON BAGDAD (F/E/I 1963) Endlich mal wieder ein Film mit 70mm-Look, leider gefadet, im raren MCS-70m-Format. Witzige Dialoge, kurioser Set, meilenweite Wüstenlandschaften und sogar ein afrikanisches Dorf. DANCE CRAZE (GB 1981) Von Super-35 (Format 1:1,66) auf 70mm aufgeblasen. Rastlose Handkamera in englischen Tanzschuppen, da suchte ich schnell das Weite. HAMLET (GB 1996) Der letzte Spielfilm der letzten Jahre, der noch in 65mm gedreht worden war. Gut erhalten, weil neu, aber kein 70mm-Look. A CHORUS LINE (USA 1985) lief in farblich gut erhaltener 70mm-Blowup von Super-35 von 1985. Teilweise im eher flauen Super-35-Look fotografiert. Einige sehr gelungene Musiknummern und Tanzszenen für diese Zeit! Ich sah den Film als er neu war. Schon damals begeisterte mich der Song NOTHING, eine schöne Parodie auf das Method Acting der Strasberg-School und gleichzeitig ein idealer Rat für ratlose Studenten und Schüler: 55 TAGE IN PEKING/55 DAYS AT PEKING (USA 1963) lief in Super-Technirama-70, das kommt vomTodd-AO schon sehr nahe. Gefadet, aber passabel anzusehen. Ava Gardner wirkt in ihrer Rolle eindeutig zu alt - und ihr Zusammenspiel mit Charlton Heston funktioniert auch nicht. Was wurde aus ihrem gemeinsamen Hotelzimmer wurde, auf das man erst neugierig gemacht wird? In den verschwenderischen Dekorationen gibt es verblüffende Disproportionen (z.B. ein Kanal mit viel zu niedrigen Brücken). Unverständlich schien mir, warum in einem Film über Peking um 1900 in der Zwischenmusik ein Slowfoxtrott und in der Schlußmusik eine Rumba erklingen muß? WINDJAMMER-DOKU Obwohl dieses Video erst im Entstehen ist, konnten wir per DCP einige Aufnahmen und Interviews mit Kadetten des Schiffs Christian Radich aus dem Cinemiracle-Film WINDJAMMER sehen. Wird wohl später einmal auf einer Windjammer-DVD erscheinen. KANADISCHE KURZFILME Mehrere 70mm-Blowups die für Kanada werben, gedreht in Split-Screen-Technik. Gelungener hat man das in Spielfilmen wie GRAND PRIX oder AIRPORT. Sieht man ähnliche Motive wie hier mehrmals hintereinander in der gleichen verspielten Technik, hat das schnell etwas Ermüdendes. Wo eine breite Ansicht, ein Panorama, einfach nur zerteilt wird, stört das einfach nur. Nicht alles, was modern daherkommt, ist es. Splitscreen gab's sogar schon bei Griffith. Amüsant und gelungen funktioniert das z.B. auch in PILLOW TALK/BETTGEFLÜSTER, wo Rock Hudson und Doris Day ständich unfreiwillig miteinander telefonieren. Man denke nur an jenen Gag, wenn beide in der Badewanne sitzen und sie ihre Zehe nach ihm ausstreckt. STOSSTRUPP GOLD/KELLY'S HEROES (USA 1960) war ein gefadetes 70mm-Blowup von 35mm (Panavision). Ich war überrascht über diesen witzigen, sehr drastischen Kriegsfilm. Leider mußte ich kurz vor Schluß gehen, um den letzten Zug zu kriegen. Scheinbar hat die Deutsche Bundesbahn ihre Verbindungen Sonntags Nachts zwischen Karlsruhe dezimiert, dafür wars umso voller.
  21. Bei Thomas Hauerslev steht auch das englische Original-Interview. Offensichtlich ging in der Kürze der Zeit bei der Übersetzung einiges daneben. Ich las den deutschen Text spätabends und kam nicht ins Bett, so hochinteressant fand ich ihn. Mit etwas Phantasie und Kenntnis der Sache war alles leicht verständlich. Also wer's kann, möge es vielleicht besser in englisch lesen: http://www.in70mm.com/news/2010/brownlow/part_1/index.htm Bin gespannt auf Brownlows Vortrag und auch auf den NAPOLEON-Film-Auszug. So etwas kriegt man nicht im Multiplex angeboten, aber leider auch nicht in den Programmkinos. P.S.: Ähnlich begeistert war ich von Brownlows Buch PIONIERE DES FILMS/THE PARADE'S GONE BY. Da hat sich jemand richtig in die Sache hineingekniet und über Jahre zahllose Zeitzeugen der Stummfilmgeschichte interviewt. In der Masse der Filmliteratur ist das immer noch ein herausragender Monolith. Endlich mal kein hochtrabendes Theoriegelaber bar jeder Kenntnis von Filmen, Filmgeschichte und Filmanalyse! So etwas wurde natürlich während meines Studiums an der Universität nie auch nur erwähnt!
  22. Vom 13.-16. Oktober findet das 13. Internationale Trickfilmwochenende Wiesbaden statt - Veranstaltungsort ist das Schloß Biebrich am Rhein: http://www.filme-im-schloss.de/content/trickfilm.php Besonders empfehlenswert scheint mir am Sonntag den 16.10. um 18:15 Uhr die Veranstaltung "JAZZ UND ANIMATION". Dieses Programm strotzt vor Raritäten. Ich liste hier mal nur Titel, Animatoren und Jazzer auf: BOOGIE-DOODLE, USA 1940, Norman McLaren + Red Allen JASPER IN A JAM, USA 1946, George Pal + Peggy Lee, Charlie Barnet BEGONE DULL CARE, CAN 1949, McLaren + Oscar Peterson THE INTERVIEW, USA 1960, Ernest Pintoff + Stan Getz Quintet MY BABY JUST CARES FOR ME, GB 1987, Aardman + Nina Simone TIM TOM, FR 2002, Supinfocom (Romain Segaud, Christel Pourgeoise) + Django Reinhardt MINNIE THE MOOCHER, USA 1932, Max Fleischer + Cab Calloway SNOW WHITE, USA 1933, M. Fleischer + Cab Calloway COAL BLACK AND DE SEBBEN DWARFS, USA 1942, Leon Schlesinger + Eddie Beale CLEAN PASTURES, USA 1937, Leon Schlesinger SWINGING THE LAMBETH WALK, GB 1939, Len Lye CLAY OR THE ORIGIN OF SPECIES, USA 1964, Eliot Noyes TAL FARLOW, USA 1980, Len Lye + Tal Farlow THE ADVENTURES OF *, USA 1956, John Hubley + Benny Carter, Lionel Hampton DATE WITH DIZZY, USA 1956, John Hubley + Dizzy Gillespie KO-KO, USA 1988, Georges Griffin + Charlie Parker DO NOTHIN' TILL YOU HEAR FROM ME, 1994 Schweden, Pernilla Hindsefelt, Jonas Dahlbeck + Duke Ellington CAMERAS TAKE FIVE, CAN 2003, Steven Woloshen + Dave Brubeck PLAYTIME, CAN 2009, Steven Woloshen + Oscar Peterson Genaueres zu den einzelnen Filmen im ausführlichen Programmheft!
  23. Die Unterschiede zwischen Magnifilm, Magnafilm und Realife lassen sich bei den Korrekturen im Internet zum Buch von Carr/Hayes WIDESCREEN MOVIES nachlesen: http://www.film-tech.com/warehouse/tips/WSMC20.pdf
  24. Robert A. Harris restauriert Filme und schreibt zu BEN-HUR: "Some will discuss the aspect ratio. Filmed at 2.76:1, I'm happy with it anywhere between 2.5 and 2.76. I don't believe that it matters." Was sind das für oberflächliche Sätze? Hat Harris den Film überhaupt je im ursprünglichen Format gesehen? Das Format heißt MGM-Camera-65 und hat das Format 1:2,76. Die Bildkompositionen von BEN-HUR kommen allein im Originalformat zur Geltung! Und davon hat BEN-HUR jede Menge. Scope-Fassungen, auch solche mit breiterem Balken in 1:2,5 oder 70mm-Fassungen in 1:2,2, die einfach 20% des Bildes weglassen, vernachlässigen das vollends. Der Film BEN-HUR ist nicht wie zahllose neuere Scopefilme auf Mitte hin gedreht, sondern wurde bewußt für Spezialpräsentationen in 70mm + Anamorphot hin konzipiert. Ich habe darauf bereits an anderer Stelle in diesem Forum darauf hingewiesen. Leider verfüge ich nicht über Kopien und Apparate dies zu beweisen. Ich habe aber den Film mehrfach in unterschiedlichsten Fassungen gesehen - und weiß wie sehr er auch in einer sehr gefadeten stark rotstichigen Fassung IM RICHTIGEN FORMAT gewann, die ich vor einigen Jahren in Karlsruhe sehen konnte.
  25. Diese Tagung zum Thema "150 Jahre Farbfotografie" wirkt sehr interessant und wäre auch für Laien zugänglich und nicht teuer (50€, bzw. 30€ für Studenten). Daher gebe ich sie mal auszugsweise wieder: Das Programm Freitag, 28. Oktober 2011 14:00 Uhr Eröffnung 14:30 Uhr Dr. Christiane Stahl, DGPh: Über die Phänomenologie der Farbe in Kunst und Photographie 15:10 Uhr Dr. Wolfgang Kubak, DGPh: Demonstration der Dreifarbenprojektion (wie 1861 von Prof. Maxwell) und Referat Die Widerspiegelung der klassischen Farbverfahren von Maxwell und Du Hauron in der elektronischen Photographie 15:50 Uhr Gert Koshofer, DGPh: Auf dem Wege zu natürlichen Farben – Technische Meilensteine der Farbphotographie Teil I: Experimente und Erfindungen (1861-1936) 17:00 Uhr Dr. Sandra Abend, DGPh: Punkte machen Farbe – die Farbe im Piktoralismus (Autochrome) 17:40 Uhr Dr. Christoph Danelzik-Brüggemann, Stadtmuseum Düsseldorf: Albert Kahns Archives de la Planète 18:20 Uhr Dr. Winfried Mönch: Von der Nostalgie der Farbe. Der Photograph Hans Hildenbrand im Ersten Weltkrieg und danach 19:30 Uhr Abendveranstaltung: Prof. Dr. Christoph Schaden, DGPh: New Color – Farbphotographie in den USA Samstag, 29. Oktober 2011 9:30 Uhr Dr. Peter Walther, Brandenburgisches Literaturbüro, Potsdam: Deutschland in frühen Farbphotographien – Die Bildbände der Verlagsanstalt für Farbenphotographie, Carl Weller, Berlin (1912-1929) 10:10 Uhr Gert Koshofer, DGPh: Auf dem Wege zu natürlichen Farben – Technische Meilensteine der Farbphotographie Teil II: Die Farbphotographie wurde populär (1936-2011) 11:20 Uhr Prof. Dr. Hans Brümmer, DGPh: Das Phänomen Farbe – filmbasiert und digital codiert 14:00 Uhr Dirk Alt und Alexander Zöller: Die Farbphotographie als nationalsozialistisches Propagandamedium 14:40 Uhr Michael Ebert, DGPh: Larry Burrows – Der moderne Krieg in Farbe 15:20 Uhr Hans-Michael Koetzle, DGPh: Farbe wie gedruckt - Die Zeitschrift twen als Vorreiter eines Pressetrends 16:30 Uhr Dr. Maren Polte, DGPh: Von Schwarzweiss zu Farbe – Zu den Photographien der Becher-Schule 17:20 Uhr Rundgang durch das Industrie- und Filmmuseum Wolfen. Führung: Dipl.-Archivar Manfred Gill (1. Gruppe) 19:30 Uhr Abendveranstaltung, Podiumsgespräch mit Joachim Brohm, Kristin Dittrich, Erwin Fieger, F. C. Gundlach, Prof. Klaus Honnef, Rudolf Kicken, Prof. Dr. Christoph Schaden, Prof. Wolfgang G. Schröter (angefragt), Moderation: Dr. Christiane Stahl: Darstellung des Agfacolor Negativ/Positiv-Verfahrens (um 1942) Sonntag, 30. Oktober 2011 9:30 Uhr Rundgang durch das Industrie- und Filmmuseum Wolfen, Führung: Dipl.-Archivar Manfred Gill (2. Gruppe) 11:30 Uhr Exkursion nach Dessau (Bauhaus und Meisterhäuser) 15:00 Uhr Ein Filmerlebnis in einzigartiger Umgebung: Vorführung des am 31. Oktober vor 70 Jahren uraufgeführten ersten abendfüllenden deutschen farbigen Spielfilms «Frauen sind doch bessere Diplomaten» (musikalische Komödie mit Marika Rökk und Willy Fritsch, Regie: Georg Jacoby, UFA 1939-1941, Agfacolor, restauriert) im Leipziger historischen Filmtheater «UT Connewitz», Wolfgang-Heinze-Str. 12a, Eintrittspreis: € 5,– (Studenten und Rentner € 4,–); Einführung: Gert Koshofer Infos und Anmeldung Teilnahmegebühren: Für Mitglieder der DGPh, des Fördervereins des Industrie- und Filmmuseums Wolfen und Studierende beide Tage € 30,-, nur 1. Tag € 12,-, nur 2. Tag € 24,-, alle übrigen Teilnehmer beide Tage € 50,-, nur 1. Tag € 22,-, nur 2. Tag € 34,- Anmeldung und Auskünfte: Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Photographie, Rheingasse 8-12, 50676 Köln, Tel.: 0221-9 23 20 69, Telefax: 0221-9 23 20 70, eMail: dgph [at] dgph.de Die Anmeldung muss bis zum 28. September 2011 erfolgt sein, für spätere Anmeldungen wird ein Zuschlag zu den Teilnahmegebühren in Höhe von € 10,- für beide Tage und € 5,- für einen Tag erhoben. Veranstaltungsort: Industrie- und Filmmuseum Wolfen, Bitterfeld-Wolfen, Chemiepark Areal A, Bunsenstrasse 4 (ehemalige Agfa/Orwo Filmfabrik) http://www.fotointern.ch/archiv/2011/06/13/vortragsreihe-im-filmmuseums-wolfen-%C2%AB150-jahre-farbphotographie%C2%BB/ P.S.: Wenn jemand von diesem Forum dort war bzw. weiß ob es einen Katalog gibt, möge er das bitte hier mitteilen.
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