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ich wage jetzt mal frech zu behaupten in einer Stadt mit 50.000 Einwohner, die zum größten Teil Arbeiter sind funktioniert eigentlich nur Mainstream Kino vielleicht hin und wieder mal aufgelockert durch "anspruchsvolle" Filme, aber davon allein Leben stelle ich mir als sehr schwierig vor.

 

damit magst du recht haben, Aber das liegt wohl nicht an der größe der Stadt, oder ob Arbeiter oder nicht, sondern wohl eher am Bildungsstand der Bevölkerung, ohne das wertend zu meinen.

Der Bildungsstand ist aber eher nicht von der größe anhängig sondern wohl eher von den Ortsansässigen Firmen, Schulen und Hochschulen. Aber egal - wir leben von JEDEM Besucher. :shock:

hat noch nicht ganz begriffen das sich die Gewohnheiten der Menschen stark verändert haben, ging man früher noch ins Kino ohne zu Wissen welchen Film man nun schauen wollte (um sich dann nach 10 Minuten Diskussion mit dem Personal, zu entscheiden), so geht heute der größte Teil der Kunden schon mit dem Vorsatz ins Kino sich genau diesen Film anzusehen.

 

Das ist eine Folge der Plex Marketingtatik, die von so manchem Kleinbtreiber übernommen wurde. Man versuchte da in erster Linie das Haus nicht den Film zu verkaufen. Frei nach dem Motto: Bei uns ist es egal was Du anschaust, ist alles gut. Die Rechnung hat auch eine Zeitlang funktioniert, nur mittlerweile geht Mann oder Frau nicht mehr Hirnlos ins Kino, sondern sucht aus, das stimmt. Ist m.e. eine Folge von Entäuschten Besuchern, da viele Kinos, nicht nur die Plexe, das Marketing versprechen nicht halten konnte.

 

Jetzt weiß ich nicht was Du mit früher meinst, aber in den 80ern anfang 90ern war es gang und gebe das der Film ausgesucht wurde. Die Branche hat den "Rückweg" nur noch nicht erkannt.

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http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz
Es ist Tradition in vielen Usenet-Newsgroups, dass die Diskussion vorbei ist, wenn ein solcher Vergleich dort gezogen wird, und derjenige, der die Nazis erwähnte, automatisch verloren hat, egal worum es ging. Godwins Gesetz garantiert daher praktisch die Existenz einer oberen Grenze der Diskussionsdauer in diesen Gruppen.

Forumsregel akzeptiert, ich kannte sie so noch nicht!

Ist keine Forumsregel, nur eine uralte "Regel" aus dem Anfangszeiten des Internets (Newsgruppen) an die die ich unweigerlich denken mußte ;)

 

Ansonsten halte ich mich hier heraus, wobei ich denke das die meisten hier keine StarWars/Nazidiskussion sehen wollen.

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das eigentliche Format wie Projiziert wird, ist noch nicht bekannt. Möglich ist verschiedenes. Der Digitale Trailer läuft derzeit mit 1920x803. Soll aber nicht heißen das der Film auch so läuft. Mal überraschen lassen. Aber umskaliert wird in jedem Fall, das stimmt..

Im anderen Thread berichtet @Oscar vom ABC-Kino in Bülach (Schweiz): dort mit einer Datenrate, die annähernd Deiner Schilderung entspricht: http://www.kinoton.ch/album/album03/DSC00022

Aber das ist noch unter dem 2-K-Level. Wird also auf 4-K hochskaliert, sieht das Bild zwar an den Konturen und Kanten besser aus (Unterdrückung des "Jalousie"-Effekts, Aliasings und Kantenflimmerns etc.), ist aber per definitionem nicht "schärfer" als die native Information, die Du oben bereits genannt hattest.

 

Dennoch werden alle diese Methoden in der digitalen Projektion einen besseren Look haben als die gleichzeitig eingesetzten 35mm-Kopien, da dieser Film bekanntlich auf dem digitalen High-End-Weg einer strikten Prozeßkontrolle unterliegt, die für eine 35mm-Produktion und Distribution leider Seltenheitswert hat.

 

So ist es ein Leichtes zu behaupten: EPISODE III sähe doch in digital so viel "geiler" aus als auf Film.

 

Ich kann nur hoffen, daß man endlich vermeidet, ständig Birnen und Äpfel in einen Topf zu werfen wie dies einige Journalisten und Marketing-Leute machen - denn noch vor kurzem bestand ja ein Wust an Irritationen darüber, in welchem Format dieser Film überhaupt gedreht wurde.

Und primär dieses Aufnahmeformat würde ich scharf kritisieren wollen, weniger doch die digitale Projektion, die mit 4 k sogar Beachtliches leisten könnte.

 

Fazit: die Projektionstechnik ist hier schon viel weiter als die Aufnahme - mein Zorn richtet sich gegen die Produktionsweise, das Marketing und das Kalkül der Lucas Productions. :twisted:

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Dennoch werden alle diese Methoden in der digitalen Projektion einen besseren Look haben als die gleichzeitig eingesetzten 35mm-Kopien, da dieser Film bekanntlich auf dem digitalen High-End-Weg einer strikten Prozeßkontrolle unterliegt, die für eine 35mm-Produktion und Distribution leider Seltenheitswert hat

 

das ist der Punkt. Die analoge Kopie könnte so schön sein - und die Digitalen könnten mit der Zeit auch so verhunzt verden wie die analoge. Noch haben wir da keinen Qualitätsgarantie.

 

Fazit: die Projektionstechnik ist hier schon viel weiter als die Aufnahme -

 

Stimmt. Beleibt nur zu hoffen das in dem Bereich weiter mit 35 mm gearbeitet wird.

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Man muss die Lucas-Productions doch in Schutz nehmen:

 

heute abend mal das Elektronik-Kaufhaus SATURN besucht, und dort hängt in allen Stockwerken das AO-Grossplakat von DIE RACHE DER SITH. Direkt über dem Filmtitel prankt die Annonce: JETZT HIER!

Also findet die Kinopremiere offenbar bei SATURN statt.

 

(Am unteren Rande dann in sternenzackiger Comic-Blase ein Hinweis wie [aus der Erinnerung zitiert] MIT VIELEN FILMAUSSCHNITTEN. In Kleinstschrift zum Unterrand des Posters marginalisiert erscheinen dann die Markenzeichen einer Videospiel-Firma.

Also: ich und andere haben ernsthaft eine Kinoaufführung angenommen, und auch der SATURN-Mitarbeiter gab zu, es sähe wie die Bewerbung einer Kinopremiere aus.)

 

Da nützen also noch so viele Förderkopien für die ländlichen Gebiete wenig, wenn Elektronik-Ketten aus einstmals treuen Filmtheaterbesuchern videosüchtige Zombies machen.

 

Mahlzeit! :twisted:

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Man muss die Lucas-Productions doch in Schutz nehmen:

 

heute abend mal das Elektronik-Kaufhaus SATURN besucht, und dort hängt in allen Stockwerken das AO-Grossplakat von DIE RACHE DER SITH. Direkt über dem Filmtitel prankt die Annonce: JETZT HIER!

Also findet die Kinopremiere offenbar bei SATURN statt.

 

(Am unteren Rande dann in sternenzackiger Comic-Blase ein Hinweis wie [aus der Erinnerung zitiert] MIT VIELEN FILMAUSSCHNITTEN. In Kleinstschrift zum Unterrand des Posters marginalisiert erscheinen dann die Markenzeichen einer Videospiel-Firma.

Also: ich und andere haben ernsthaft eine Kinoaufführung angenommen, und auch der SATURN-Mitarbeiter gab zu, es sähe wie die Bewerbung einer Kinopremiere aus.)

 

Da nützen also noch so viele Förderkopien für die ländlichen Gebiete wenig, wenn Elektronik-Ketten aus einstmals treuen Filmtheaterbesuchern videosüchtige Zombies machen.

 

Mahlzeit! :twisted:

 

... kann man aber auch anders sehen:

 

durch diese plakatierungen wird ja gleichzeitig auch der kinoeinsatz beworben. denn primaer verknuepft man mit STAR WARS ja den kinofilm. eigentlich ein gutes beispiel des cross-marketings ...

 

so etwas gab's seinerzeit auch bei der "2001" premiere im ROYAL Berlin nebenan im Kaufhaus Schwab. Alles voller "2001" Hinweisen, damals bahnbrechend fuer branchenuebergreifendes marketing.

 

Wie viele Leute sich damals im Kaufhaus Schwab allerdings den Film ansehen oder einen der schicken ausgestellten weltraumanzuege kaufen wollten, ist mir unbekannt. :lol:

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Natürlich gab es auch (bei unseren pers. Lieblingfilmen) dekorierte Schaufenster: im berliner Kaufhaus Schwab 1970 (direkt neben dem Kino) die "2001"-Plakatierung, im KaDe We 1962 eine "El-Cid"-Kostümaustelung usw.

Kann nun gesagt werden, dass bewiesenermassen (?) das heutige SATURN-Beispiel ein Meisterstück des Cross-Marketings ist?

 

Unter aber dem von mir kritisch genannten Punkt - zumal dieses Kaufhaus mit einer Multimedia-Produkpalette alles daran setzt, Kinokunden abzuwerben - war nicht nur ich total irritiert.

Bis dato war es mir immer gelungen, Videospielposter und Filmpremíerenannonce auseinanderzuhalten. Diesmal gelang es nicht.

 

These: Solche Werbung zielt auf bereits dem Kino durch DVD-Konsum abhanden gekommene Schichten (diese Schichten sind demographisch und kulturell eine Realität) sowie auf bislang schwankende Kinokunden, die immer öfter und ungeduldiger zur DVD greifen und nur noch im absoluten Eventfall (gezwungenermaßen) ins Kino gehen. Diese Kunden also (so empfinde ich es aus einem psychologischen Gespür heraus) werden somit durch kino-identische Premierenwerbung "bei der Stange" gehalten, häppchenweise und fortschreitend befriedigt und am Ende des Produktzyklus mit einer hexaedrischen ultimativen Star-Wars-Edelbox belohnt.

Tatsächlich kenne ich viele Menschen, die das alles brav goutieren, bezahlen, und von denen wirklich keiner mehr seit Jahren ins Kino geht.

Zweifel sei auch angemeldet, ob realiter die Kinobesuchszahlen eines Blockbusters tatsächlich durch Videospiele und DVD-Ersazpremieren steigen? Ist das nachgewiesen?

 

Erinnern wir uns an das (noch "unterentwickelte") Marketing der 60er Jahre, so gab es allenfalls für einen 007-Film ("Goldfinger") einen Spielzeug-Aston Martin, eine Zeitungsserie und kleinere Accesoires zur Körperpflege; in den 70er Jahren ("Krieg der Sterne") dann Comichefte, Nachbaumodelle von Raumgleitern, Plastik-Figuren usw.

Aber dieses Marketing setzte eine klare Linie zum heutigen Marketing, in dem die Demarkationslinien zur exklusiven Ware Kino aufgeweicht werden.

 

Trotz höllischen Marktings für die heutigen Filme und angeblich jährlich steigenden Umsätzen der Kinogesamteinspielergebnissen in USA seit Anfang der 90er Jahre, waren jedoch die realen Besucherzahlen 1965 und 1977 (der beiden benannten Filme) [von "Gone with the wind" in der Langzeitauswertung seit 1939 ganz zu schweigen] wohl höher als die heutigen.

 

Besonders unglücklich ist, daß zwar für neue Filme zumeist ein "exklusives" Auswertungsfenster über ein halbes Jahr gegeben ist, andere Filmangebote jedoch, gerade auch das Repertoire, exklusiv auf Video wiederaufgeführt werden, ohne dass dabei für das Kino noch die eine oder andere FILM-Kopie auf Tournee geschickt würde (Ausnahmen bestätigen die Regel).

 

Somit ist es sicher ein Trugschluss zu glauben, man könne die Verkürzung der Auswertungsenster durch geschicktere Marketings-Techniken wett machen.

 

SATURN & Co sind bereits ein eminent gefrässiges Raubtier im Gefilde des Kinolandschaft geworden.

 

(Also nicht unbedingt zum Lachen @preston sturges!)

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Da sich dieser Thread mittlerweile eignet, alles reinzuschreinen fällt mir zum Thema "Star Wars" und Kindertage des Merchandisings ein:

Früher, bei "Krieg der Sterne" oder Disney-Filmen, gab es noch ein Album mit 4 Tütchen "Panini"-Sammelbildern exclusiv an der Kinokasse für 1 Mark, obwohl das ganze Zeugs zusammen am Kiosk gut das Doppelte kostete.

Schließt sich hier der Kreis zur DVD-Box, welche es in Kombination mit dem Kinoticket billiger gibt?

Ach ja: Weiß noch jemand, wie lange damals das Auswertungsfenster war bis Heimkinofreunde aktuelle Kinofilme als Markezing-Mehteiler mit nach hause nehmen konnten?

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These: Solche Werbung zielt auf bereits dem Kino durch DVD-Konsum abhanden gekommene Schichten (diese Schichten sind demographisch und kulturell eine Realität) sowie auf bislang schwankende Kinokunden, die immer öfter und ungeduldiger zur DVD greifen und nur noch im absoluten Eventfall (gezwungenermaßen) ins Kino gehen. Diese Kunden also (so empfinde ich es aus einem psychologischen Gespür heraus) werden somit durch kino-identische Premierenwerbung "bei der Stange" gehalten, häppchenweise und fortschreitend befriedigt und am Ende des Produktzyklus mit einer hexaedrischen ultimativen Star-Wars-Edelbox belohnt.

 

sorry, aber ich als Kinobetreiber, -liebhaber und ueberhaupt jemand, der auch noch an eine zukunft des "Kinos" glaubt, freue mich sehr ueber grossflaechige werbung zum neustart eines filmes in SATURN, MEDIA MARKT und sonstigen Kaufhaeusern. Gerade hier trifft ein evtl. kinomuedes publikum auf die botschaft, dass es einen neuen STAR WARS film gibt und entscheidet sich fuer einen kinobesuch, bevor es dann, in diesem fall 6 monate spaeter, auch noch zur DVD greift. Ist doch in ordnung, oder?

 

Was waere denn eine alternative? Keine werbung in SATURN oder MEDIA-Markt? Das soll einen zuschauer mehr ins kino treiben? Sehr weltfremd!

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sorry, aber ich als Kinobetreiber, -liebhaber und ueberhaupt jemand, der auch noch an eine zukunft des "Kinos" glaubt, freue mich sehr ueber grossflaechige werbung zum neustart eines filmes in SATURN, MEDIA MARKT und sonstigen Kaufhaeusern. Gerade hier trifft ein evtl. kinomuedes publikum auf die botschaft, dass es einen neuen STAR WARS film gibt und entscheidet sich fuer einen kinobesuch, bevor es dann, in diesem fall 6 monate spaeter, auch noch zur DVD greift. Ist doch in ordnung, oder?

 

Was waere denn eine alternative? Keine werbung in SATURN oder MEDIA-Markt? Das soll einen zuschauer mehr ins kino treiben? Sehr weltfremd!

Im Gegenteil. Hier ist ein Trend gegeben, den es umzukehren gilt, anstatt affirmativ mitzumachen ind der vermeintlichen Hoffnung, es bleibt noch immer ein Brotkrumen übrig.

Sehr blind gegenüber den kinoschädlichen- und unfreundlichen Trends, warum also bestehende Zustände immer nur verharmlosen, @preston sturges? Auch das von Dir geschätzte Repertoire geht auf diese Weise dem Filmtheater verloren.

Früher, bei "Krieg der Sterne" oder Disney-Filmen, gab es noch ein Album mit 4 Tütchen "Panini"-Sammelbildern exclusiv an der Kinokasse für 1 Mark, obwohl das ganze Zeugs zusammen am Kiosk gut das Doppelte kostete.

Schließt sich hier der Kreis zur DVD-Box, welche es in Kombination mit dem Kinoticket billiger gibt?

 

 

Ach ja: Weiß noch jemand, wie lange damals das Auswertungsfenster war bis Heimkinofreunde aktuelle Kinofilme als Markezing-Mehteiler mit nach hause nehmen konnten?

Auf die Schnelle kann ich nur versuchen, auf die zweite Fragestellung einzugehen: das Auswertungsfenster betrug nach meiner Erinnerung Anfang der 80er Jahre rund zwei Jahre für die AV-Medien, Irrtum vorbehalten. Ender der 70er Jahren war noch von überhaupt keiner TV-Auswertung von Monumentalfilmen die Rede: BEN HUR, VOM WINDE VERWEHT, 2001, LAWRENCE VON ARABIEN, SPARTACUS, DIE ZEHN GEBOTE etc. und auch KRIEG DER STERNE, UHRWERK ORANGE, SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD galten als "Heilige Kühe" der Majors, die für das Fernsehen tabu waren! Das Tabu wurde tlws. von Super-8-Kurzfassungen in den Kaufhäusern durchbrochen, und Video gab es noch nicht.

Somit gab es für diverse Erfolgsfilme jahrzehntelange exklusive Auswertungsfenster nur für's Kino, und dort liefen die sog. Klassiker im anderthalbjährigen WA-Turnus in gepflegten Breitfilm- oder neuen 35mm-Kopien: und zwar zunächst immer in den größten Häusern der Schlüsselstädte auf riesenhaften Leinwänden mit großem Erfolg. (Anschliessend das Nachspiel durch die sog. "Bezirkskinos").

 

Schalten wir um ins Jahr 2005: überall Anfragen der Kinos, die alten STAR WARS-"Quintette" zu spielen und Absagen aufgrund des Kopienmangels oder der Weigerung der Produzenten (in L.A. laufen ja alle Teile an einem Wochenende, war zu lesen). Das gilt auch für andere Erfolgstitel der letzten Jahre: ein ernstes Problem.

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Im Gegenteil. Hier ist ein Trend gegeben, den es umzukehren gilt, anstatt affirmativ mitzumachen ind der vermeintlichen Hoffnung, es bleibt noch immer ein Brotkrumen übrig.

Sehr blind gegenüber den kinoschädlichen- und unfreundlichen Trends, warum also bestehende Zustände immer nur verharmlosen, @preston sturges? Auch das von Dir geschätzte Repertoire geht auf diese Weise dem Filmtheater verloren.

 

dann nenne mir doch bitte konkret eine gangbare alternative?

 

Nicht, dass ich mir auch andere zustaende vorstellen oder gar wuenschen koennte, aber wir alle kommen doch nicht an der realitaet vorbei.

 

Und in den 70er und 80er Jahren kam das grosse geld eben aus der kinoauswertung und heute nicht mehr. Und geld diktiert nunmal den rythmus jeden geschaeftes auch des filmgeschaeftes. daran ist ja nun wirklich nichts anstoessiges.

 

Und angenommen Du verfuegtest ueber mediarechte an spielfilmen und die tv-sender und DVD firmen bieten die gute €s fuer im kino nicht mehr gespielte filme, was wuerdest du tun? (ehrliche antwort wird erwartet!)

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Media-Firmen bekommen für die Monitorverwertung von mir kein Filmmaterial . (Hatte mal Anfragen, ob ich sowas zur Umspielung gegen gutes Geld zur Verfügung stelle. Die Antwort: NEIN! Entweder eine richtige Restaurierung/neue und perfekte Filmkopie/exklusive Kinoauswertung ... oder für Jahrzehnte lieber nichts mehr - schon gar nicht für die Glotze.)

 

Betreffs des Kinofensters und kinostabilisierender Marketing-Konzepte wäre es Aufgabe von HDF/VdF, NATO und MPAA, in ihrem eigenen Interesse über einen Ausweg und mutigen Vorstoss zu beraten.

Nichts kommt von dort (man lese nur Dr. Negeles Allgemeinplätze), außer versöhnlichen Proklamationen, dass mit den kollegialen und rivalisierenden Verbänden kompromißbereite Gespräche zu führen seien, um das Auswertungsfenster nun doch nicht gleich im angedrohten Masse verkürzen zu müssen.

Den Mut, sich aber hinzustellen, und zu fordern: wir wollen das Auswertungsfenster verlängern, hat noch keiner der besagten Verantwortungsträger je über die Lippen gebracht (immerhin könnte er dann wegen "Weltfremdheit" von den dümpelnden Verbandmitgliedern abgewählt werden).

 

Ebenso beklemmend die "Filmpremieren-Werbung" in den DVD-Abteilungen der Supermarkt- oder Elektronikketten, die mitunter sogar noch in Kooperation mit Kinos am Standort stattfindet, defacto aber eine paradoxe Allianz darstellt. Tendenz: knalllhart kalkuliert zu ungunsten des Kinomarktes.

Wenn dieses Marketing tatsächlich stabilisierende Wirkung hätte, könnte sicherlich ein Standortkino froh sein über die freundliche Erwähnung in der Film-/Videospielvermarktung und sich entspannt zurücklehnen (diese Werbung würde ich zunächst auch fröhlich annehmen. In dieser glückvollen Konkordanz ist der wirtschaftlich schwächere Kinobetreiber allerdings wenig motiviert, über seinen Verband Konflikte mit den Videoverbänden, Produzenten und Elektronikmärkten anzuzetteln, solange man doch gnädig "berücksichtigt" wird.

 

So also verbleibt ein unheilvoller Burgfrieden, in dem die Kinobranche verdrängt, daß ihre Existenz inzwischen auch von etlichen entscheidungsbefugten Karriere-Junkies in Hollwood infrage gestellt wird, die zunehmend auf die Privathaushalte schielen.

 

Konkret könnte man fragen:

1. was passiert, wenn die Kinobranche geschlossen "streikt"?

2. wie lange kann im Zeitalter der Videopiraterie der Produzentenwille aufrechterhalten werden, über Jahre hinaus nur die Kinolizenz zu gewähren? (Charles Chaplin, der das Fernsehen hasste, hat es getan, m.E. lebenslang sich verweigert. Disney - am politisch anderen Ende angesiedelt - hat auf ähnliche Weise seine Produkte exklusiv gehalten.)

Welche "moderne" Lösung es für die Fragen gibt, müßte umfassend in Streitgesprächen erörtert werden.

 

Der George Lucas z.B. hätte seine Produktionen ebenfalls exklusiv halten können. So aber läuft er Gefahr, daß die lukrativen Fortsetzungen aus dem Kino-Repertoire verschwinden, was aktuell der Fall ist. Der erste Teil von 1978 war unfreiwillig ein Spätwerk des Monumentalkinos mit gehobener Vermarktung auf 70mm-Cinerama-Leinwänden und endlosen Laufzeiten. Das war nach meinen Wertvorstellungen durchaus "marken-" und "identitätsbildend" für den Mainstream und dessen Kinobesucher, denn auch erfolgreiche Bühnenstücke haben monate- oder jahrelange Laufzeiten. 2005 nun werden mehr (und im Bereich der kleineren Budgets auch anspruchsvollere) Filme gedreht, sodaß der Markt unübersichtlicher geworden ist. Der Hauptgrund aber für die Kurzlebigkeit in der Kinoauswertung ist das sog. Overscreening und (das zum Teil) überflüssige Aufkommen sich gleichender Multiplexkinos, in denen zwar THX beworben wird, der Ton aber dennoch schlecht klingt.

 

"Weniger Kinos" und weniger Videomarkt wäre das wohl gesündere Motto. Und in früheren Zeiten waren "Besucherschlangen" zu bestimmten Anlässen auch ein Gemeinschaftserlebnis, an das man sich gerne zurückerinnert.

 

Krieg_der_Sterne._2.W._Royal-Annonce_16.2.78__web.jpg

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Betreffs des Kinofensters und kinostabilisierender Marketing-Konzepte wäre es Aufgabe von HDF/VdF, NATO und MPAA, in ihrem eigenen Interesse über einen Ausweg und mutigen Vorstoss zu beraten.

Nichts kommt von dort (man lese nur Dr. Negeles Allgemeinplätze), außer versöhnlichen Proklamationen, dass mit den kollegialen und rivalisierenden Verbänden kompromißbereite Gespräche zu führen seien, um das Auswertungsfenster nun doch nicht gleich im angedrohten Masse verkürzen zu müssen.

 

also bitte ... wir koennen doch nicht verbandsfunktionaeren die zukunft des kinos in die haende geben und die eigenen in den schoss legen ... welch' fatalistische einstellung und ueberschaetzung der macht dieser verbaende.

 

Ebenso beklemmend die "Filmpremieren-Werbung" in den DVD-Abteilungen der Supermarkt- oder Elektronikketten, die mitunter sogar noch in Kooperation mit Kinos am Standort stattfindet, defacto aber eine paradoxe Allianz darstellt. Tendenz: knalllhart kalkuliert zu ungunsten des Kinomarktes.

 

sehe ich anders: der elektronikriese braucht die "veredelung" des filmes durch einen erfolgreichen kinoeinsatz mit moeglichst vielen zuschauern an der kinokasse. Erst dann, das hat die erfahrung gezeigt, hat der film das "gewicht", um palettenweise ueber den ladentisch zu gehen.

 

Auch der produzent/rechtehaendler bekommt fuer einen film mit gutem kinoergebniss deutlich mehr, als fuer einen film mit mageren besucherzahlen oder gar keinem kinostart. nicht umsonst ist an viele DVD- und TV-auswertungsvertraege eine preiszuschlag bzw. -abschlag nach gestaffelten kinobesucherzahlen geknuepft.

 

In dieser situation ist niemand, weder produzent, rechtehaendler, fernsehsender noch elektronikkaufhaeuser ernsthaft daran interessiert, das kinofenster ganz auf 0 zu setzen. Sicher werden alle moeglichen szenarios durchgespielt um den gewinn in moeglichst kurzer zeit zu maximieren, aber noch hat man keinen gleichwertigen ersatz fuer eine erfolgreiche kinoauswertung gefunden, denn diese kinoauswerung legt die messlatte fuer den preis der nachfolgenden auswertungsfenster.

 

Und in früheren Zeiten waren "Besucherschlangen" zu bestimmten Anlässen auch ein Gemeinschaftserlebnis, an das man sich gerne zurückerinnert.

 

Nun ... ob der event "besucherschlangen" wieder die "verlorenen" besucher ins kino treibt, die schon jahrelang nicht mehr da waren, wage ich zu bezweifeln. Ich jedenfalls aergere mich sehr, wenn ich im supermarkt in einer langen schlange stehen muss, warum soll sich der kinobesucher ueber schlangestehen einen neuen "Kick" am erlebniss kino holen?

 

dann schon eher durch ein angenehmes kinogerechtes ambiente (grosse leinwand, gutes bild und ton, freundliches und reichlich personal) und das erlebniss, gemeinsam einen guten film zu sehen. :lol:

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Deutschlandpremiere kein Ticket-Verkauf) morgen im Berlinale-Palast (Bildbreite ca, 19.90m, die leider größte Scope-Bildwand Berlins): http://www.welt.de/data/2005/05/03/714142.html

 

Eine halbwegs "unabhängige" Kritik findet sich in der Berliner Morgenpost: http://morgenpost.berlin1.de/content/20...53843.html

 

Erstaunlich kritisch war schon (eine DVD-!)-Rezension zum Sequel-Vorgänger von 2003: gut erkannte inhaltliche und technische Schwächen:

http://dvdreviews.dvdboard.de/ep2.html

 

Zur jetzigen Folge diskutieren die Filmfans auch deren Ungereimtheiten: http://www.filmspiegel.de/forum/read.ph...=786&t=786

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Der MoPo-Artikel bringt auf den Punkt, was der vorauseilende Pressehft-Abschreib-Filmjournalismus in diesem Land nie sagen würde: Allerdings tut er Mr. L zuviel der Ehre an, das gelungene RAIDERS OF THE LOST ARK-Drehbuch stammt nämlich von Lawrence Kasdan, der nicht nur schreiben kann, sondern auch ein besserer Regisseur ist.

 

Lucas wird gemeinsam mit Phil Kaufman unter "story" geführt, er hat also als Produzent den Stoff mitbestimmt, nicht das Script geschrieben.

 

http://imdb.com/title/tt0082971/fullcredits#writers

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Der MoPo-Artikel bringt auf den Punkt, was der vorauseilende Pressehft-Abschreib-Filmjournalismus in diesem Land nie sagen würde: Allerdings tut er Mr. L zuviel der Ehre an, das gelungene RAIDERS OF THE LOST ARK-Drehbuch stammt nämlich von Lawrence Kasdan, der nicht nur schreiben kann, sondern auch ein besserer Regisseur ist.

 

Lucas wird gemeinsam mit Phil Kaufman unter "story" geführt, er hat also als Produzent den Stoff mitbestimmt, nicht das Script geschrieben.

 

http://imdb.com/title/tt0082971/fullcredits#writers

 

spielberg behauptet immer wieder, dass er mit der idee im kopf lucas gesucht hat, man gemeinsam den stoff ausgearbeitet habe, eine erste drehbuchfassung erstellt habe, dann lawrence kasdan zum rewrite geholt habe, dass sehr ausführlich ausgefallen ist und sehr viel geändert wurde. Die "frische" des drehbuches, die knappen nie überflüssigen dialoge, die überraschenden wendungen, die nie stereotype charakterisierung der figuren, all dies hat man wohl hauptsächlich dem professionellen talent von lawrence kasdan zuzuschreiben, daher auch sein voller drehbuch credit, fakt ist aber, dass die grundzüge der story und des filmthemas spielberg und lucas zu verdanken sind und das ist ja auch schon was.

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(Bildbreite ca, 19.90m, die leider größte Scope-Bildwand Berlins)

 

Tatsächlich??? Mehr hat Berlin nicht zu bieten? :roll:

...da haben wir ja noch mehr- und das in einem "provinznest".... :wink:

So haben sich die Zeiten eben geändert: Berlin hatte mal Riesenbreitleinwände: MERCEDES PALAST Neukölln (ca. 25 m, abgerissen Mitte der 60er Jahre), TITANIA PALAST (22 m, entkernt etwa Anfang der 70er Jahre), SPORTPALAST (ca. 27 m, abgerissen Anfang der 70er Jahre), MGM-Theater Kurfürstendamm (real bis 27 m, abgerissen 1977), ROYAL PALAST im Europacenter (32,80 m, Abriss Sommer 2005: dort lief jahrelang die erste STAR-WARS-Trilogie).

STAR WARS ist demgemäß hier "klein" geworden, aber es ist noch niemandem aufgefallen. :oops:

Andere Städte haben Berlin längst überholt: 26 m im KINOPOLIS Sulzbach, 23 m im CinemaxX Bielefeld usw. Demgegenüber hat Berlin geballte 34 mittelmäßige Leinwände am Potsdamer Platz mit ebenso mittelmäßiger Bild- und Tonwiedergabe.

Wem's gefällt... 8)

 

Krieg_der_Sterne__WA_ca._1985.mod.jpg

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Ich glaube ich kann die Pessimisten beruhigen.

SWE3 ist sehr ordentlich gemacht, die Story stimmt, die Effekte sind um MEILEN besser als bei SWE1 und E2. Der Sound rockt wie nüscht gutes (ich nehme stark an das es DTS war). Das schöne ist Jarjar Bings ist nur 1,5 Sec zu sehen UND hält die Fresse.

(ja, ich durfte ihn sehen)

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Hy,

 

durchaus ist der Film besser wie beide vorherigen Teile, mir war der aber zu technisch, zu kalt, zu digital.....obwohl es schon als Leistung geachtet werden darf fast nur vor einer GreenScreen zu agieren.

Eine Story gibt es in der Tat, aber auch ne Menge Logikfehler...."gehört" habe ich nur in SRD in nem fast neu eingemessenen Saal, ich glaube nicht das uns die Fox mit dts beehrt, spektakulär fand ich den Sound nicht, da habe ich vom THX Schorsch mehr Dynamik und Feinzeichnung in den Effekten erwartet....aber die Verleiher werden sich ab morgen wieder ne goldene Nase verdienen, die Kinobetreiber prozentual ebenfalls, das Bodenpersonal darf immerhin mehr arbeiten :wink:

 

Möge die Macht des Interlocks mit uns sein :D

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Wenn ich mir die Beiträge hier so durchlese, kann ich es wieder einmal kaum glauben, daß die meisten Beitrgschreiber vorgeben, tatsächlich im Kino beschäftigt zu sein.

Es ist mir unerklärlich wie ein Streifen, der für einige Jobs hier sichernd bzw. erhaltend sein dürfte.....

 

Sorry , gerade erst entdeckt,

 

aber, wenn einige Damen und Herren in den "leitenden" Positionen der Kinobetreiber, Verleiher und Politik einfach mal wieder ihr Gehirn fürs wesentliche aktivieren würden, wäre das für den Erhalt unserer Jobs wesentlich günstiger, dann bräuchte es keinen Herrn Lucas der kurzzeitig für Einnahmen sorgt !

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