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Kinobesuche brechen ein - Schlechteste Zahlen seit Jahrzehnten

35 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

 

ich "arbeite" hier mal etwas interdisziplinär und verlinke auf eine Meldung aus einem anderen Bereich / Forum, der sehr wohl auch "uns" hier betrifft, vor allem auch bezüglich auf die Kommentare unter dem Artikel:

 

http://www.digitalfernsehen.de/Kinobesuche-brechen-ein-Schlechteste-Zahlen-seit-Jahrzehnten.174948.0.html

 

Spannend, ob es mehr die moderne Technik ist, die dem Kino das Wasser abgräbt oder schlichtweg die schlechten Inhalte, verbunden mit hohen Eintrittsgeldern, lt. Forenten.

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Tja, ich kann euch sagen woran dass liegt - zum einen an den Inhalten, zum anderen an den Forderungen der Verleiher, wenn man da nicht langsam mal anfängt, mehr auf die Region zu schauen, und auch auf den einzelnen Kinobetreiber, dann seh ich schwarz für unsere Branche. Nur Vorgaben zu machen, die keinen Sinn machen, dass kann es nicht sein, ich bin am Montagmorgen, schon wieder auf 180, den Grund könnt ihr euch sicher vorstellen....

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Es ist einfach nicht zu verstehen, und so macht es auch keinen Spaß, insbesondere weil ich als kleines Haus weiß, dass mit dieser Vorgabe, an 6 von 7 Abenden meine HV eine Nullnummer sein wird und dass, ist für mich eigentlich nicht zu aktzeptieren....!!

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Wir könnten mit besseren/vereinfachten Bedingungen mehr für uns und mehr für den Verleih rausholen.

 

Ich hätte jetzt gerne in der HV was anderes gezeigt, weil die Drachen Abends bei uns so überhaupt nicht laufen! Mittags dagegen echt super! Vielleicht sollten sich die Verleiher auch mal hinter die Ohren schreiben, dass es ja irgendwann auch mal andersrum sein könnte und ich deren Film dann in die HV setze während ein anderer (Kinder)Film dann mittags läuft. Ich kann das schwer schätzen aber sicherlich würde ich mit einem anderen Film in der HV 100 - 150 Gäste mehr diese Woche haben.

 

Die Bedingungen machen nach m.E. insbesondere bei kleinen Kinos einen nicht unerheblichen Teil des Verlustes aus und könnte minimiert werden, wenn wir dürften!!!!!

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@ Chris, richtig, und meiner Meinung nach, müssten da die Kinoverbände, FFA etc. auch mal ansetzen, statt, gegen Netflix Produktionen etc. zu protestieren-die man nicht verhindern kann.

Dass die "Amazon Studios"seit Jahren auch Kino- Filme produzieren, die wir dann zeigen, interessiert ja auch keinen....

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Die Bedingungen wären ein guter Ansatz. Entweder gibt es keine Chance da Verbesserungen zu erreichen, oder es tut einfach keiner was oder es traut sich keiner da mal ein Machtwort zu sprechen!

 

Warum gibt es keine Möglichkeit per Gesetz etwas zu erreichen? Sicherlich freie Marktwirtschaft aber es gab ja auch eine Mietpreisbremse? Was widerrum auch freie Marktwirtschaft ist - eigentlich!

 

Ich kann nur hoffen, dass die Verleiher irgendwann einknicken sonst sehe ich keine Chance flexibel zu reagieren und eigenständig Verluste zu minimieren!

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Hallo, ich bin jetzt kein Kinobesitzer, sondern ein Gast. Und bin auf das Forum durch Zufall gestoßen. Deswegen entschuldige ich mich wenn der folgende Text aus der Sicht eines Kinobesuchers kommt und eben nicht aus der fachlichen Sicht eines Kinobetreibers. Deswegen bitte ich um Nachsicht. Ich habe so einiges im Forum darüber gelesen, warum es aus ihrer Sicht nicht mehr so funktioniert mit dem Kino. Besonders im letzten Jahr. Aber seien wir doch mal ehrlich, so richtig toll läuft es für die Kinos doch schon seit Jahren nicht mehr? Woran liegts? Natürlich ist es mir bewusst das die Kinobetreiber unglaublich abhängig davon sind, welche Filme angeboten werden und natürlich sind sie von Hollywoodblockbustern abhängig. Auch war der letzte Sommer sehr, sehr heiß und das ist natürlich nicht gut für die Kinos. Auch gabs im letzten Jahr auch noch die Fussball-WM. Natürlich ist nicht zu vergessen, die Konkurrenz durch Streamingangebote wie Netflix oder Amazon. 

 

Ich selbst bin ein Kinofreak und gehe sehr häufig ins Kino. Ehrlich gesagt will ich auch nicht, das es in Deutschland ein großes Kinosterben gibt. Doch was sollen Kinobetreiber selbst tun? Die nächsten Zeilen, sind rein aus der Sicht eines Kinobesuchers. Ich selbst komme aus dem Saarland, wo es nur noch relativ wenig Orte gibt, wo es noch Kinos gibt und ein Multiplexkino in Saarbrücken. 

 

Ich finde die Kinobetreiber müssen selbst viel mehr tun, um potentielle Zuschauer wieder in die Kinos zu locken. Ein Kinobesuch sollte für die Zuschauer ein ganz besonderes Erlebnis sein, etwas was einem Netflix und Amazon nicht bieten können. Aber was bekommt man denn als Zuschauer? Viele kleine Kinohäuser haben teilweise so kleine Leinwände, die gerade mal ein wenig größer sind, als ein heutiger Großbildfernseher. Man gibt an, das der Sommer viel zu heiß war, aber stellen sich doch mal die Frage, haben denn alle Kinos Klimaanlagen? Damit die Leute sich nicht zu Tode schwitzen wenn sie ins Kino gehen? Man beklagt die Fussball-WM 2018, erstens war Deutschland direkt nach der Vorrunde aus, aber gabs denn Angebote für Leute die keine Fussballnarren sind? Die Betreiber können nur bedingt Einfluss auf die  Preise der Eintrittskarten nehmen, aber sie haben Einfluß auf die Preise was Snacks und Getränke betrifft. Wenn man in vielen Multiplexen für Snacks und Getränke mindestens 10 Euro hinblättern muss, muss man sich nicht wundern, wenn weniger Leute kommen. Wenn ich in vielen Kinos, bis zu 45 Minuten Werbung ertragen muss, bis mein Film beginnt, dann muss man sich nicht wundern wenn immer weniger Leute kommen. Und mir ist sehr wohl bewusst, das ein gewisses Maas an Werbung sein muss. Aber auch dafür gibt es Grenzen. Vor einigen Jahren war ich selbst in Amerika und zwar in Florida. Und da gabs tatsächlich ein Kino, da konnte man sich während der Vorstellung warmes Essen bestellen. Das fand ich toll. Die Kinobetreiber müssen ganz einfach den Service verbessern. 

 

Kommen wir zum Programm. Wenn man sich nicht mehr ganz so auf die Hollywoodblockbuster verlassen kann, warum holt man dann nicht auch mal Filme abseits des Mainstreams ins Programm? 2 Beispiele: Vor einigen Jahren wurde der Film Brokeback Mountain im Kino gestartet. Der Film gewann den Oscar und wurde groß in den Medien besprochen. Aber wie groß war meine Überraschung als ich feststellte, das der Film im Saarland nur in einem Kino gespielt wurde und zwar in der Camera in Saarbrücken. Das Gleiche in Grün mit dem Film La La Land. Wurde auch nur in einem Kino gespielt im ganzen Saarland. Natürlich müssen Betreiber die großen Blockbuster spielen, das ist mir klar, aber etwas mehr Vielfalt im Programm wäre schön. Viele Kinobesucher, auch in vielen Foren bemängeln, die Aufschläge für 3-D. Viele wollen 3-D gar nicht, weil man bei kaum einen Film einen wirklichen Mehrwert erkennen kann. Dafür muss man aber mehr bezahlen. 

 

Ich hoffe ich bin ihnen nicht zu sehr auf den Schlips getreten. Ich liebe das Kino einfach und ich möchte einfach nicht das es stirbt. Die Situation ist durchaus vergleichbar mit der in den achtzigern Jahren. Als damals der Videorekorder aufkam und den Kinos ein Sterben prophezeit hat. Damals hat die Branche reagiert, das muss sie jetzt auch tun. 

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80% Zustimmung. Was gar nicht geht ist warmes Essen im Zuschauerraum. Für jeden Zuschauer der sowas goutiert, würde ein weiterer ob des Geruchs und Geschmatzes reissaus nehmen.

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Um deine Anmerkungen in Kurzform zu beantworten:

 

- Fernseher mit mindestens 450" bis zu 620" ist also fast Standard in jedem deutschen Wohnzimmer .. Ahja

- Klima - Check

- Während der WM haben wir viele Arthaus Filme gezeigt, hat nur bedingt funktioniert - alles andere wurde von den Verleihern zurückgehalten

- Snacks und Getränke gehören nicht zum Kino, das ist ein extra. Leider haben Leute wie du auch ein Problem mehr Geld beim Essen gehen auf den Tisch zu legen, aber der liebe Staat greift hier einfach gerne in die vollen und umsonst sollte auch keiner arbeiten müssen.

- Werbung - haben wir nicht

- warmes Essen - lieber nicht, außerdem stört es eher mehr, wenn die ganze Zeit Personal in den Reihen herumschwirrt.

- LaLaLand haben wir gespielt, Brokeback Mountain ebenfalls, wurden gut angenommen, der Nebenverdienst war genauso gering wie beim Jungen, aber das ist mir egal - ich seh das auch als Werbung für unser Haus, wenn alles einwandfrei abläuft und die Leute sehen, wie gemütlich es sein kann und wieder kommen.

- Für 3D müssen Aufschläge verlangt werden, weil die Verleihe dafür schon mehr Geld haben wollen, aber das sind eben Sachen, die können Außenstehende nicht verstehen.

 

Ist fast so mühselig zu erklären, wieso ein BMW (Kino) mehr als ein KIA (Netflix) kostet, obwohl beide einen von A nach B bringen. Schaut man sich z.B. nur mal den Aufbau der Bleche beider Fahrzeuge an, erklärt das sehr viel. Auch steige ich nach 800km Autobahnfahrt aus einem M5 viel entspannter aus. Werden Leute aber nie verstehen, die das nicht selbst erlebt haben.

 

Fazit: Arbeite einfach mal für 3-4 Monate in einem Kino und lass dir alles erklären, du wirst vieles anders sehen und vielleicht auch etwas davon verstehen.

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Mir ist das übliche "Kino läuft nicht mehr"-Gerede viel zu pauschal gedacht. Welche Kinos und welchen Bereich betrifft das denn? Vorstadt- oder Großstadtkinos, Arthaus oder Mainstream? Eigentum oder Pacht? Eigentümergeführt oder nur Verwalter? Da gibt es gewaltige Unterschiede.

 

Der "Standardkunde" besucht die großen teuren Plexe und bezieht dann sein Urteil pauschal auf das Kino allgemein. Die hohen Preise ergeben sich eben entweder aus Gewinnstreben oder aus reiner Kostendeckungsperspektive. Wer nicht das Glück hat, Eigentum zu besitzen, muss gerade in Ballungsgebieten oft hohe Pachtforderungen einkalkulieren, auch die Multiplexe. 

 

Und selbst für gut laufende Kinobetriebe können Dinge wie Klimaanlagen gleich sechsstellige Inventitionen bedeuten. Das ist bei der derzeitig unsicheren Situation nicht mal eben zu stemmen. Das ist leider Tatsache.

 

Ebenso muss der Bezug zum Kino stimmen, siehe Kiezkinos oder kleine Programmkinos. Die laufen gut, selbst wenn der ein- oder andere Film auf den ersten Blick mal nicht so interessant erscheint und die Bildwand kleiner ist als die Großwandglotze daheim. Es steht jedem frei, für Blockbuster in Kinos zu gehen, die den jeweiligen Ansprüchen genüge tragen. IMAX und Atmos gibt es aber auch nicht zum Nulltarif. Und Verpflegung kaufen zu müssen steht auch nicht in den Geschäftsbedingungen.

 

Ansonsten kommt es auch stark auf die Geschäftsführung und das Personal an. Hohe Preise in Kombination mit unmotiviertem Personal und schlechter Produktpräsentation führen dann eben zu Verdruss beim Publikum. Nur trifft das eben nicht auf alle Kinos zu.  

 

bearbeitet von pesinecki (Änderungen anzeigen)
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Rekorde sind für das Bestehen der Kinowirtschaft genauso wenig nötig wie deutliche Rückgänge notwendigerweise existenzbedrohend. Aus solchen Zahlen wird jährlich gerne ein unausweichlicher Trend konstruiert. 2015 war's ein Trend nach oben. Heute ist es ein Trend nach unten. Immer wenn's schneit stellt Donald Trump den Klimawandel in Frage.

 

Es gibt genug Butter&Brot Filme jenseits der Box-Office Gewinner, die einen soliden Betrieb erlauben, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wenn ich einen Kinderfilm zum Start in allen Vorstellungen in 3D spielen muss, dann liegt der Fehler beim Verleih und man muss sich eben überlegen, ob die guten Vorstellungen die schlechten aufwiegen können. Bei uns ist vollkommen klar, dass 'Kinderkram' ausserhalb der Ferien Abends nicht läuft, seit Jahren unverändertes Verhalten unseres Publikums. Das muss man dann dem Verleih auch mal sehr deutlich so sagen und gezielt vor dem Hintergrund dieser Äußerung auf den Einsatz verzichten und als Nachspieler agieren. Wenn ich nem Verleih einen Denkfehler vorwerfe, darf ich ihn nicht selbst kopieren. Nachspiel hat nicht nur Nachteile.

 

Dass man Kunden, die zu Hause für weniger Geld mehr Medien-Auswahl haben, besser nicht wie Nutz-Vieh behandelt, sollte sich mittlerweile auch rumgesprochen haben.

 

- Carsten

bearbeitet von carstenk (Änderungen anzeigen)

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Das die Verleiher endlich mal umdenken sollten wäre für die gesamte Branche wichtig. Dumm nur, dass sie sich selbst gegenseitig nichts gönnen und mit ihren Bedingungen nur die Filme der anderen Verleiher aus dem Rennen schmeißen wollen. Traurig - nein, erbärmlich ist das. Ausnahmslos jeder könnte mehr vom Kuchen haben und auch würden die Filme deutlich länger ausgewertet werden. 

Ach was schreibe ich eigentlich. Ist ja doch bekannt und ich ärgere mich dennoch immer wieder aufs neue - und das schon seit 45 Jahren in welche ich Kino mache ...

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vor 15 Stunden schrieb disneyfan5000:

...

Ich finde die Kinobetreiber müssen selbst viel mehr tun, um potentielle Zuschauer wieder in die Kinos zu locken. Ein Kinobesuch sollte für die Zuschauer ein ganz besonderes Erlebnis sein, etwas was einem Netflix und Amazon nicht bieten können. Aber was bekommt man denn als Zuschauer? Viele kleine Kinohäuser haben teilweise so kleine Leinwände, die gerade mal ein wenig größer sind, als ein heutiger Großbildfernseher. Man gibt an, das der Sommer viel zu heiß war, aber stellen sich doch mal die Frage, haben denn alle Kinos Klimaanlagen? Damit die Leute sich nicht zu Tode schwitzen wenn sie ins Kino gehen? Man beklagt die Fussball-WM 2018, erstens war Deutschland direkt nach der Vorrunde aus, aber gabs denn Angebote für Leute die keine Fussballnarren sind? Die Betreiber können nur bedingt Einfluss auf die  Preise der Eintrittskarten nehmen, aber sie haben Einfluß auf die Preise was Snacks und Getränke betrifft. Wenn man in vielen Multiplexen für Snacks und Getränke mindestens 10 Euro hinblättern muss, muss man sich nicht wundern, wenn 

...

 

Erstmal vielen Dank, dass wir hier eine objektive sachliche Meinung eines Kinoliebhabers erhalten, der völlig unbefangen seine persönliche Meinung darstellt.

Zur Erklärung von Maßnahmen haben meine Kollegen oben schon viel richtiges gesagt, einen Punkt möchte ich hier aber noch ergänzen.

 

Du schreibst zum einen von mehr Erlebnis, dass sich bewusst von Amazon und Co abgrenzt, bemängelst aber auf der anderen Seite 10 Euro Verzehr. Ein Kinobesuch kostet in den meisten Filmtheatern zwischen 15 und 25 Euro pro Person inklusive Verzehr. Das zahlt man für ein zwei stündiges Erlebnis, für das der Betreiber sehr viel Geld investiert hat. 

Vergleichbare gesellschaftliche Unterhaltungen in dem Zeitrahmen sind allesamt teurer: Bowling, Lasertag, Jumpingarena, Restaurants, Erlebnisparks und sogar vom Staat subventionierte Zoos(zumindest in der Großsstadt).

 

Wir Kinobetreiber sind allesamt Privatleute die mit vollem Risiko und ohne Unterstützung von Kulturetat oder anderen Subventionen, ein sehr hochpreisiges Geschäftsmodell betreiben, das nur durch Masse (Besucheraufkommen) zu finanzieren ist. Gesellschaftlich haben wir schlicht das Problem, dass Kino und besser der Film derzeit genauso an Wert verliert, wie damals die Musik durch Spotify und Co. Als Kunde bezahlst du schon lange nicht mehr den Film, sondern das Etablissement, den Service und das Erlebnis vor Ort. Und da sind 10 Euro Kinoeintritt in der heutigen Zeit einfach zu wenig, weil und da kommen wir zu Punkt zwei. Wir haben natürlich Verträge mit Filmverleihern, die Ihre Preise auch immer wieder angepasst haben, die der Kunde aber nicht sieht. Am problematischten sind aber die unflexiblen Auswertungsmöglichkeiten.
Somit sind wir in der Zwickmühle keine 20 Euro pro Film verlangen zu dürfen um nachhaltig und dauerhaft investieren zu können und andersherum versteht der Kunde nicht wieso Snacks und Getränke die Preise haben.

Wobei man sagen muss, in jeder Kneipe zahlt man 5 Euro für einen Wisky Cola, aber nun ja das Wertschöpfungsverhältnis ist dem Kunden einfach nicht klar. 10 Euro für einen Film oder Snacks in bester Qualität, ist eigentlich ein Geschenk und deiner Meinung nach aus verständlichen Gründen trotzdem zu teuer.

 

Es gibt zum einen einen gesellschaftlichen Denkfehler bezüglich dem Wert einer zwei stündigen Veranstaltung und zum anderen gibt es schlicht zuviel günstige alternative Möglichkeiten, die unser Produkt verwässern.

Beweis:

Alle (Mainstream)Kinos in D,A,CH haben 2018 verloren, auch die Top Kinos mit viel Erlebnis und Chi Chi. Wir buhlen derzeit nur noch um die Aufmerksamkeit der Kunden, die durch die Masse an digitalen Angeboten keine Zeit mehr haben und es dazu noch zu teuer finden.

 

 

 

 

bearbeitet von Jean
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vor 15 Stunden schrieb disneyfan5000:

Hallo, ich bin jetzt kein Kinobesitzer, sondern ein Gast. Und bin auf das Forum durch Zufall gestoßen. Deswegen entschuldige ich mich wenn der folgende Text aus der Sicht eines Kinobesuchers kommt und eben nicht aus der fachlichen Sicht eines Kinobetreibers. Deswegen bitte ich um Nachsicht. Ich habe so einiges im Forum darüber gelesen, warum es aus ihrer Sicht nicht mehr so funktioniert mit dem Kino. Besonders im letzten Jahr. Aber seien wir doch mal ehrlich, so richtig toll läuft es für die Kinos doch schon seit Jahren nicht mehr? Woran liegts? Natürlich ist es mir bewusst das die Kinobetreiber unglaublich abhängig davon sind, welche Filme angeboten werden und natürlich sind sie von Hollywoodblockbustern abhängig. Auch war der letzte Sommer sehr, sehr heiß und das ist natürlich nicht gut für die Kinos. Auch gabs im letzten Jahr auch noch die Fussball-WM. Natürlich ist nicht zu vergessen, die Konkurrenz durch Streamingangebote wie Netflix oder Amazon. 

 

Ich selbst bin ein Kinofreak und gehe sehr häufig ins Kino. Ehrlich gesagt will ich auch nicht, das es in Deutschland ein großes Kinosterben gibt. Doch was sollen Kinobetreiber selbst tun? Die nächsten Zeilen, sind rein aus der Sicht eines Kinobesuchers. Ich selbst komme aus dem Saarland, wo es nur noch relativ wenig Orte gibt, wo es noch Kinos gibt und ein Multiplexkino in Saarbrücken. 

 

Ich finde die Kinobetreiber müssen selbst viel mehr tun, um potentielle Zuschauer wieder in die Kinos zu locken. Ein Kinobesuch sollte für die Zuschauer ein ganz besonderes Erlebnis sein, etwas was einem Netflix und Amazon nicht bieten können. Aber was bekommt man denn als Zuschauer? Viele kleine Kinohäuser haben teilweise so kleine Leinwände, die gerade mal ein wenig größer sind, als ein heutiger Großbildfernseher. Man gibt an, das der Sommer viel zu heiß war, aber stellen sich doch mal die Frage, haben denn alle Kinos Klimaanlagen? Damit die Leute sich nicht zu Tode schwitzen wenn sie ins Kino gehen? Man beklagt die Fussball-WM 2018, erstens war Deutschland direkt nach der Vorrunde aus, aber gabs denn Angebote für Leute die keine Fussballnarren sind? Die Betreiber können nur bedingt Einfluss auf die  Preise der Eintrittskarten nehmen, aber sie haben Einfluß auf die Preise was Snacks und Getränke betrifft. Wenn man in vielen Multiplexen für Snacks und Getränke mindestens 10 Euro hinblättern muss, muss man sich nicht wundern, wenn weniger Leute kommen. Wenn ich in vielen Kinos, bis zu 45 Minuten Werbung ertragen muss, bis mein Film beginnt, dann muss man sich nicht wundern wenn immer weniger Leute kommen. Und mir ist sehr wohl bewusst, das ein gewisses Maas an Werbung sein muss. Aber auch dafür gibt es Grenzen. Vor einigen Jahren war ich selbst in Amerika und zwar in Florida. Und da gabs tatsächlich ein Kino, da konnte man sich während der Vorstellung warmes Essen bestellen. Das fand ich toll. Die Kinobetreiber müssen ganz einfach den Service verbessern. 

 

Kommen wir zum Programm. Wenn man sich nicht mehr ganz so auf die Hollywoodblockbuster verlassen kann, warum holt man dann nicht auch mal Filme abseits des Mainstreams ins Programm? 2 Beispiele: Vor einigen Jahren wurde der Film Brokeback Mountain im Kino gestartet. Der Film gewann den Oscar und wurde groß in den Medien besprochen. Aber wie groß war meine Überraschung als ich feststellte, das der Film im Saarland nur in einem Kino gespielt wurde und zwar in der Camera in Saarbrücken. Das Gleiche in Grün mit dem Film La La Land. Wurde auch nur in einem Kino gespielt im ganzen Saarland. Natürlich müssen Betreiber die großen Blockbuster spielen, das ist mir klar, aber etwas mehr Vielfalt im Programm wäre schön. Viele Kinobesucher, auch in vielen Foren bemängeln, die Aufschläge für 3-D. Viele wollen 3-D gar nicht, weil man bei kaum einen Film einen wirklichen Mehrwert erkennen kann. Dafür muss man aber mehr bezahlen. 

 

Ich hoffe ich bin ihnen nicht zu sehr auf den Schlips getreten. Ich liebe das Kino einfach und ich möchte einfach nicht das es stirbt. Die Situation ist durchaus vergleichbar mit der in den achtzigern Jahren. Als damals der Videorekorder aufkam und den Kinos ein Sterben prophezeit hat. Damals hat die Branche reagiert, das muss sie jetzt auch tun. 

Moin moin,

das bist du gar nicht!

Aber so kleine Bildwände wie von dir beschrieben sind eine absolute Ausnahme! Vielleicht solltest du zur Abwechslung mal kleinere lokale Kinos mit 2 oder 3 Sälen besuchen. Wir geben uns echt Mühe, haben immer einen guten Spruch auf Lager und der Standard Film kostet 8 €. Mit Cola und Popcorn bist du zwar bei 6 €, aber nicht bei 10!

 

Unsere Toiletten sind immer sauber, die Technik wird regelmäßig gewartet und wenn etwas kapputt ist wird es umgehend getauscht und und und.....

 

Wenn du mal in der Nähe bist, lade ich dich gerne ein! Wir sind nähe Wiesbaden.

 

Ich verstehe deine Sicht bezüglich 3D! Fakt ist aber, dass ein 3D System erst einmal angeschafft werden muss und je nach System von Zeit zu Zeit auch Komponenten getauscht werden müssen! Bei uns fragen dann immer wieder Leute nach 2D weil Sie wie du kein 3D mögen und/oder es nicht vertragen. Dann bieten wir mal in 1 oder 2 Vorstellungen 2D an und es kommt fast kein Mensch. Mehrfrach probiert! Das klappt nur bei wirklich wirklich großen und guten Starts.

 

Glaub mir ich und viele Kollegen versuchen auch Filme außerhalb de Mainstreams, das funktioniert mal gut und mal schlecht. Man darf aber wirklich nicht vergessen, dass wir tatsächlich auf den Verkauf der Süsswaren und Getränke angewiesen sind. Das Publikum für die meisten Filme außerhalb des Mainstream ist kein gutes Kaufpublikum. Das macht die Sache nicht leichter! La La Land lief auch bei uns in einem Ort mit 11.000 Einwohnern! Ich meine mich aber zu erinnern, dass wir den Film nicht direkt bekommen haben - Verleihbedingungen. Das der Film nur in einem Kino lief kann ich mir irgendwie nicht vorstellen!

 

Dennoch bedanke ich mich für deinen Zeilen, denke aber du hast dein Kino noch nicht gefunden. Auch bei dir gibt es irgendwo einen Kollegen der siche Mühe gibt und eine Leinwand hat die größer ist als der TV!

 

 

 

 

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Um es mal kurz und deutlich auszudrücken:

 

Der Wille beim Publikum ist da, ins Kino zu gehen. Sogar mehrfach, wenn der Film stimmt. Das haben sicherlich viele Kinobetreiber gerade in der vergangenen Zeit bei Bohemian, dem Jungen oder auch 25 km/h so erlebt. Betritt der Kinogast also das Kino und bekommt ein wohliges Kribbeln im Bauch (positiv gemeint), dann wird auch über den Eintritt und Concession nicht (wirklich) gemeckert. Angenehmes Ambiente bei gleichzeitiger Wertschätzung des Gastes/Kundes -> positives Gesamterlebnis. So eben auch in vielen kleineren Kinobetrieben.

 

Ich vergleiche das mit meinem HIFI-Hobby. Obwohl ich die Musik auf CD oder als mp3 besitze, oder sogar illegal (pfui) im Netz ziehen könnte, kaufe ich mir Musik sogar fast ausschließlich auf Vinyl zu einem wesentlich höherem Preis. Und ärgere mich nicht, sondern freue mich sogar darüber. Na gut, vielleicht nicht ganz vergleichbar. Trotzdem: gebe ich Geld für etwas aus, möchte ich einen Mehrwert haben. Und das bietet das Kino oft über das reine Abspiel hinaus. 

bearbeitet von pesinecki (Änderungen anzeigen)

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Was kann man denn z.B. als Erwachsene mit zwei Kindern sonst so für 2-3h machen, wenn es preiswerter sein soll? Hier um die Ecke gibts eine Kinderspielhalle, da zahlt man das gleiche wie im Kino. Ich will nicht in Abrede stellen, dass der Multiplexbesuch in Großstädten für Familien nicht gerade billig ist, aber in Großstädten ist nunmal alles etwas teurer, inkl. ggfs. der Parkplätze. Ein Betrieb mit 25.000€ Pachtzahlungen im Monat und großem Personalstamm muss nunmal etwas höhere Preise haben, zumal sich die Betreibergesellschaften solcher Läden auch nicht mit Erlösen zufrieden geben, von denen kleine und mittelständische Betreiber gut leben können. Hier in Köln hat sich in den letzten 2-3 Jahren in der Kinoszene etwas bewegt, und man sieht, dass die zunehmende Konkurrenz untereinander auch Auswirkungen auf die Preise und Angebote hat.

 

Klar, man kann ne DVD kaufen und zu Hause gucken. Man kann auch Tiefkühlpizza kaufen und in den Backofen schieben, statt in die Pizzeria zu gehen. Irgendwo dazwischen liegt der Pizzaservice. Wenn man ehrlich ist, findet man Kino doch nur deswegen 'teuer', weil es auf dem Grabbeltisch DVDs für 5 Euro gibt, und Chips/Popcorn und Topstar Cola beim Discounter. Und dann wägt man ab.

 

Zugegeben, manche enttäuschte Kinobesucher haben einfach Pech mit ihrem Wohnort, andere möglicherweise Glück. Man wird aber die Kinobranche nicht retten können, indem man im Saarland jedem Ort ein Multiplex spendiert. Gibts dort Nachfrage, dann wird auch gebaut, aber natürlich nicht übermorgen. Es gab ungeachtet der Negativtrends z.B. im letzten Jahr zahlreiche Kino-Neubauten ausserhalb von Ballungsgebieten.

 

- Carsten

bearbeitet von carstenk (Änderungen anzeigen)

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vor 3 Stunden schrieb chrisdae:

Moin moin,

das bist du gar nicht!

Aber so kleine Bildwände wie von dir beschrieben sind eine absolute Ausnahme! Vielleicht solltest du zur Abwechslung mal kleinere lokale Kinos mit 2 oder 3 Sälen besuchen. Wir geben uns echt Mühe, haben immer einen guten Spruch auf Lager und der Standard Film kostet 8 €. Mit Cola und Popcorn bist du zwar bei 6 €, aber nicht bei 10!

 

Unsere Toiletten sind immer sauber, die Technik wird regelmäßig gewartet und wenn etwas kapputt ist wird es umgehend getauscht und und und.....

 

Wenn du mal in der Nähe bist, lade ich dich gerne ein! Wir sind nähe Wiesbaden.

 

Ich verstehe deine Sicht bezüglich 3D! Fakt ist aber, dass ein 3D System erst einmal angeschafft werden muss und je nach System von Zeit zu Zeit auch Komponenten getauscht werden müssen! Bei uns fragen dann immer wieder Leute nach 2D weil Sie wie du kein 3D mögen und/oder es nicht vertragen. Dann bieten wir mal in 1 oder 2 Vorstellungen 2D an und es kommt fast kein Mensch. Mehrfrach probiert! Das klappt nur bei wirklich wirklich großen und guten Starts.

 

Glaub mir ich und viele Kollegen versuchen auch Filme außerhalb de Mainstreams, das funktioniert mal gut und mal schlecht. Man darf aber wirklich nicht vergessen, dass wir tatsächlich auf den Verkauf der Süsswaren und Getränke angewiesen sind. Das Publikum für die meisten Filme außerhalb des Mainstream ist kein gutes Kaufpublikum. Das macht die Sache nicht leichter! La La Land lief auch bei uns in einem Ort mit 11.000 Einwohnern! Ich meine mich aber zu erinnern, dass wir den Film nicht direkt bekommen haben - Verleihbedingungen. Das der Film nur in einem Kino lief kann ich mir irgendwie nicht vorstellen!

 

Dennoch bedanke ich mich für deinen Zeilen, denke aber du hast dein Kino noch nicht gefunden. Auch bei dir gibt es irgendwo einen Kollegen der siche Mühe gibt und eine Leinwand hat die größer ist als der TV!

 

vor 3 Stunden schrieb chrisdae:

 

Ich wohne im Saarland und da komme ich selten nach Wiesbaden. Meine Erfahrungen im Kino beziehen sich auf die Kinos die ich meistens gehe. Mein "Stammkino" ist 3 Km von meinem Wohnort entfernt. Wenn ich gaaaanz viel Lust habe fahre ich mal nach Saarbrücken. Ich liebe mein Stammkino in  Saarlouis. Da kann in die Kinosäle 1 bis 3 wunderbar reingehen und kriegt ein gutes Kinoerlebnis. So bald man aber sich für einen Film interessiert der in den Kinos 4 bis 6 läuft, wird es damit deutlich schlechter. Wenn du im Kino 4 bist, dann bist du unterm Dach, wenn es dort heiß wird, dann ist es unerträglich. Die Leinwand relativ klein für ein Kino. Kino 5 und 6 sind im Keller, die Säle sind klein und die Leinwände dementsprechend klein. Ich gehe dort schon ins Kino seit ich ein kleiner Junge bin, und ich bin jetzt 46. Wie gesagt die Besitzerin ist da schon seit längerer Zeit. Negativ empfinde ich es auch, das die Besucher nicht in den Kiosk dürfen, wenn sie auf den Film warten. Ebenso negativ ist, ich kann auf das Herrenklo gehen wann ich will, immer stinkts dort erbärmlich. Trotz allem liebe ich dieses Kino und möchte ich es nicht missen. Ich kann aber auch verstehen, wenn Menschen lieber von diesem Kino fernbleiben, aufgrund der Dinge die ich eben genannt habe. Der Vorteil bei diesem Kino ist, das sie vor dem Film maximal 20 Minuten Werbung zeigen. Das finde ich sehr angenehm. Ich wünsche allen Kinobesitzern das sich die Situation deutlich verbessert und vielleicht sind ja mancher der Vorschläge doch in irgendeiner Form durchführbar. Im übrigen vor allen Dingen in den Achtzigern führte mein Stammkino, sogenannte Kinonächte durch. Dieser Service wurde leider wieder eingestellt. Vielleicht wäre das auch ne Möglichkeit. 

 

 

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@disneyfan5000 Deine Ausführungen sind alle nachvollziehbar, jetzt kommt trotzdem noch ein aber, da wir das selber an unseren Kunden gemerkt haben. Egal wie viel ein Kinobetreiber investiert und wie zuvorkommend die Kunden behandelt werden, es wird trotzdem weiter gemeckert und genörgelt und keiner gibt sich zufrieden.

 

Als meine Frau und ich das Kino übernommen haben, gab es hier weder eine Klima, noch mehrere Ticket oder Concessionkassen, keine Sitzplatzkarten, keine Reservierungsmöglichkeiten, nur 2-Wege Lautsprecher mit alten CP50, nur 2 Herren und Damentoiletten, alte Stühle, alte Leinwände usw.

 

In den ganzen Jahren haben wir weit 7-stellig investiert, die Kunden fanden jede Neuerung anfangs toll, gemeckert wird aber trotzdem noch.

- Und sei es nur, weil der Film 5 Minuten später begonnen hat, weil wir zwischen den Vorstellungen nicht mit dem Aufräumen fertig geworden sind. Die 5 Minuten spielen aber keine Rolle, denn die haben wir mit 2 entfernten Trailern aus dem Vorprogramm eh wieder eingespart.

- Dann wird sich beschwert, dass wir nicht vor Montag das neue Kinoprogramm sagen können, weil sie müssen ja ihre Einladungskarten verschicken.

- Die Trailer nicht zum Vorprogramm passen, wir uns aber an die FSK vom Film zu halten haben.

- Wir angeblich zu wenig Auswahl an Filmen haben - im Schnitt spielen wir 3 - 4 mal so viele Filme wie Säle vorhanden sind. Die Top 15 der Charts sind immer dabei, es gibt Filmauslesen, Sonderveranstaltungen mit verschiedenen Vereinen, die ihre Filme aussuchen usw.

 

Die Liste lässt sich beliebig weiterführen, soll aber nur zeigen, den meisten hier lebenden kann man es eh nicht recht machen und die nörgeln nur weil sie gerne schlecht gelaunt sind.

 

Was ich sagen will:

Auch wenn in deinem Stammkino all deine aufgeführten "Mängel" beseitigt werden, so wird sich etwas anderes finden was nicht passt.

 

Es ist eine Lebenseinstellung, ob ich mit dem zufrieden bin was ich habe und mir geboten wird, oder ob ich permanent nur das Schlechte in allem sehen will.

 

Zur Zeit entscheidet sich die Mehrheit der Bevölkerung bei uns zum Dauernörgeln, alles ist so schlecht geworden...

Höre ich von meinen Freunden die bei diversen Autoherstellern arbeiten auch 1:1 😉

 

 

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vor 17 Stunden schrieb ChrisL:

@disneyfan5000 Deine Ausführungen sind alle nachvollziehbar, jetzt kommt trotzdem noch ein aber, da wir das selber an unseren Kunden gemerkt haben. Egal wie viel ein Kinobetreiber investiert und wie zuvorkommend die Kunden behandelt werden, es wird trotzdem weiter gemeckert und genörgelt und keiner gibt sich zufrieden.

 

Als meine Frau und ich das Kino übernommen haben, gab es hier weder eine Klima, noch mehrere Ticket oder Concessionkassen, keine Sitzplatzkarten, keine Reservierungsmöglichkeiten, nur 2-Wege Lautsprecher mit alten CP50, nur 2 Herren und Damentoiletten, alte Stühle, alte Leinwände usw.

 

In den ganzen Jahren haben wir weit 7-stellig investiert, die Kunden fanden jede Neuerung anfangs toll, gemeckert wird aber trotzdem noch.

- Und sei es nur, weil der Film 5 Minuten später begonnen hat, weil wir zwischen den Vorstellungen nicht mit dem Aufräumen fertig geworden sind. Die 5 Minuten spielen aber keine Rolle, denn die haben wir mit 2 entfernten Trailern aus dem Vorprogramm eh wieder eingespart.

- Dann wird sich beschwert, dass wir nicht vor Montag das neue Kinoprogramm sagen können, weil sie müssen ja ihre Einladungskarten verschicken.

- Die Trailer nicht zum Vorprogramm passen, wir uns aber an die FSK vom Film zu halten haben.

- Wir angeblich zu wenig Auswahl an Filmen haben - im Schnitt spielen wir 3 - 4 mal so viele Filme wie Säle vorhanden sind. Die Top 15 der Charts sind immer dabei, es gibt Filmauslesen, Sonderveranstaltungen mit verschiedenen Vereinen, die ihre Filme aussuchen usw.

 

Die Liste lässt sich beliebig weiterführen, soll aber nur zeigen, den meisten hier lebenden kann man es eh nicht recht machen und die nörgeln nur weil sie gerne schlecht gelaunt sind.

 

Was ich sagen will:

Auch wenn in deinem Stammkino all deine aufgeführten "Mängel" beseitigt werden, so wird sich etwas anderes finden was nicht passt.

 

Es ist eine Lebenseinstellung, ob ich mit dem zufrieden bin was ich habe und mir geboten wird, oder ob ich permanent nur das Schlechte in allem sehen will.

 

Zur Zeit entscheidet sich die Mehrheit der Bevölkerung bei uns zum Dauernörgeln, alles ist so schlecht geworden...

Höre ich von meinen Freunden die bei diversen Autoherstellern arbeiten auch 1:1 😉

 

 

Natürlich kann man es nie allen Recht machen, aber trotzdem würde ich die Kritik nicht als Dauernörgeln abtun, sondern auch mal zuhören und vielleicht auch als Chance, das was der Kunde kritisiert zu verbessern. Denn eines muss jedem klar sein: Ihr braucht die Zuschauer, aber die Zuschauer brauchen nicht unbedingt das Kino. Natürlich hat das auch seine Grenzen. Trotzdem finde ich sollte man sich auch mal erst überlegen, wenn man 5 Minuten zu spät mit der Vorstellung beginnt, was bei einem selbst schief gelaufen ist, bevor man sich über nörgelnde Gäste beschwert. Denn die Vorstellungszeiten sind festgelegt und darauf kann man sich einstellen. Man weiß wie lange der Film läuft, also da kann ich eure Gäste verstehen, wenn sie sich über eine verspätete Vorstellung beschweren. Selbst wenn ihr dann 2 Werbeclips einspart. Wieso wisst ihr am nächsten Montag nicht, was ihr spielt. Jeden Donnerstag starten neue Filme in Deutschland, habt ihr keine Vorschau auf das was ihr spielt? 

 

Entschuldigung wenn ich dir nicht in allem Recht gebe. Bei mir persönlich muss schon viel passieren, das ich mich bei den Kinobesitzer beschwere. Einmal, da hatten wir 5 Minuten vom Film keinen Ton. Da bin ich raus und habe dann mal nachgefragt. Du darfst nicht vergessen, deine Gäste bezahlen Eintritt um die Filme zu sehen. Bis zu einem gewissen Punkt dürfen sie dann auch mal Kritik üben. 

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vor 4 Minuten schrieb disneyfan5000:

Entschuldigung wenn ich dir nicht in allem Recht gebe. Bei mir persönlich muss schon viel passieren, das ich mich bei den Kinobesitzer beschwere. Einmal, da hatten wir 5 Minuten vom Film keinen Ton. Da bin ich raus und habe dann mal nachgefragt. Du darfst nicht vergessen, deine Gäste bezahlen Eintritt um die Filme zu sehen. Bis zu einem gewissen Punkt dürfen sie dann auch mal Kritik üben. 

 

Wenn du dir die Websiten von sehr großen Kinos anguckst, wirst du feststellen dass auch die ihr Programm immer erst am Montag online stellen können und der Zeitraum der Veröffentlichung von Donnerstag bis Mittwoch geht. Das ist ein branchentypisches "Problem" das daraus resultiert, dass jede Vorstellung, jede Besucherzahl, Prognosen, Zusatzevents und auch das Wetter in jeder Woche neue Gegebenheiten bringen und damit eine individiuelle Disposition erforden.

 

Dann zahlst du halt Eintritt, aber auch hier der Irrglaube des Gastes, du hast dir nur das Recht auf die Filmvorführung und einen Sitzplatz gekauft und nicht das ganze Kino. Bei der deutschen Bahn zahlst du mitunter 200 Euro für dein Ticket und der Zug fällt aus, fährt ne Stunde später etc.

 

Verrückterweise wird seitens der Kunden im Kino immer ein Servicemaßstab eines fünf Sterne Hotels gefordert, aber die Bereitschaft diese zu bezahlen liegt beim Gegenwert von zwei Stück Aldi Gouda.

 

Auch an dir sieht man wieder, das Kino an sich hat ein Kommunikationsproblem in der Gesellschaft und die geschaffene Leistung im Verhältnis zum Preis ist überdurchschnittlich gut, wird aber nicht so empfunden.

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vor 3 Minuten schrieb disneyfan5000:

Natürlich kann man es nie allen Recht machen, aber trotzdem würde ich die Kritik nicht als Dauernörgeln abtun, sondern auch mal zuhören und vielleicht auch als Chance, das was der Kunde kritisiert zu verbessern. Denn eines muss jedem klar sein: Ihr braucht die Zuschauer, aber die Zuschauer brauchen nicht unbedingt das Kino. Natürlich hat das auch seine Grenzen. Trotzdem finde ich sollte man sich auch mal erst überlegen, wenn man 5 Minuten zu spät mit der Vorstellung beginnt, was bei einem selbst schief gelaufen ist, bevor man sich über nörgelnde Gäste beschwert. Denn die Vorstellungszeiten sind festgelegt und darauf kann man sich einstellen. Man weiß wie lange der Film läuft, also da kann ich eure Gäste verstehen, wenn sie sich über eine verspätete Vorstellung beschweren. Selbst wenn ihr dann 2 Werbeclips einspart. Wieso wisst ihr am nächsten Montag nicht, was ihr spielt. Jeden Donnerstag starten neue Filme in Deutschland, habt ihr keine Vorschau auf das was ihr spielt? 

 

Entschuldigung wenn ich dir nicht in allem Recht gebe. Bei mir persönlich muss schon viel passieren, das ich mich bei den Kinobesitzer beschwere. Einmal, da hatten wir 5 Minuten vom Film keinen Ton. Da bin ich raus und habe dann mal nachgefragt. Du darfst nicht vergessen, deine Gäste bezahlen Eintritt um die Filme zu sehen. Bis zu einem gewissen Punkt dürfen sie dann auch mal Kritik üben. 

Es ist sogar ganz gut wenn Beschwerden kommen, aber eben nur wenn Sie berechtigt sind. 5 Min verspäteter Beginn ist jedoch mehr als legitim und wird immer mal wieder vorkommen. Bei uns liegt das z.B. daran, dass zu wenig reserviert und vorab gekauft wird. Nur so als Beispielt an einem Dienstag kommen 0 Leute mittags in einen Film, am Mittwoch gleicher Film gleiche Zeit gleiches Wetter und auch unter der Woche dann 30! 30 Leute abzufrühstücken ist überhaupt kein Problem gewesen, aber wie soll man sich darauf einstellen? Wir hatten es leider schon häufiger, dass kaum was reserviert war und dann echt viele kamen und andersrum dass viel reserviert war und dann kaum einer hinzu kam wo man dann damit gerechnet hat.

 

Du darfst bitte nichr vergessen, dass viele viele Wert auf Qualität legen. Um nur einen Punkt zu nennen, ich habe keine Lust säckeweise Popcorn wegzuschmeißen weil es dann an dem Tag doch nicht abverkauft wurde. Ich mache es lieber frisch und das dauert eben einen Moment.

 

Ich verstehe deine Sicht als Kunde natürlich auch. Aber ohne die Mithilfe unserer Kunden geht es aber auch nicht. Ich sage nur wie lange es teilweise dauert bis Sitzplätze ausgewählt sind oder wie lange manche Kunden brauchen um die Bestellung der Süsswaren dann mal ordentlich abzugeben. Ich glaube bei jedem 2ten frage ich: Welche Größe...welches Getränk....auf unserer Karte stehen jedoch verschiedene Größen und zusätzlich sind die Größen der Behältnisse (popcorn/Getränke) abgebildet. Außerdem sind alle Produkte die wir haben auf unserer Tafel und teilweise auch ausgestellt. Dennoch gibt es öfter die Frage: Welche Getränke haben Sie denn.....dann kannste alles was im Sortiment ist aufzhälen und dann brauchen wir noch die Zeit um es zuzubereiten. Hier bitte ich um Verständnis, dass wir nicht alleinig die Schuld dafür tragen, dass ein Film auch mal ein paar Minuten später beginnt.

 

Wegen dem Kinoprogramm: JEDES Kino macht Montags das Programm. Teilweise weiß man natürlich welcher Film zum Start läuft, teilweise wird Montags aber dann ein völlig neues Programm zusammengewürfelt. Es geht wirklich nicht, vorher da genaue Aussagen zu treffen. Les mal ein wenig hier im Forum wie wir Kinobetreiber teilweise geknebelt werden was Programmgestaltung angeht. Wir würden gerne anders.......!!!!

 

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vor 6 Minuten schrieb Jean:

 

Wenn du dir die Websiten von sehr großen Kinos anguckst, wirst du feststellen dass auch die ihr Programm immer erst am Montag online stellen können und der Zeitraum der Veröffentlichung von Donnerstag bis Mittwoch geht. Das ist ein branchentypisches "Problem" das daraus resultiert, dass jede Vorstellung, jede Besucherzahl, Prognosen, Zusatzevents und auch das Wetter in jeder Woche neue Gegebenheiten bringen und damit eine individiuelle Disposition erforden.

 

Dann zahlst du halt Eintritt, aber auch hier der Irrglaube des Gastes, du hast dir nur das Recht auf die Filmvorführung und einen Sitzplatz gekauft und nicht das ganze Kino. Bei der deutschen Bahn zahlst du mitunter 200 Euro für dein Ticket und der Zug fällt aus, fährt ne Stunde später etc.

 

Verrückterweise wird seitens der Kunden im Kino immer ein Servicemaßstab eines fünf Sterne Hotels gefordert, aber die Bereitschaft diese zu bezahlen liegt beim Gegenwert von zwei Stück Aldi Gouda.

 

Auch an dir sieht man wieder, das Kino an sich hat ein Kommunikationsproblem in der Gesellschaft und die geschaffene Leistung im Verhältnis zum Preis ist überdurchschnittlich gut, wird aber nicht so empfunden.

Der Kunde sieht nur den Endpreis! Der Rest ist dem Kunden mehr oder minder egal! 10 € Eintritt -teuer, 3 € Cola - teuer. Wenn man 50 % vom Eintritt abzieht, MwSt., Unkosten für Strom,Heizung,Personal,Miete sind von den 10,00 € in manchen Vorstellungen nichts mehr übrig. Die Leute wissen nicht wie teuer der Unterhalt ist oder das ein neuer Projektor einfach mal 50.000 € kostet, die auch refinanziert werden müssen. Man denkt da nur an seinen Geldbeutel und nicht was man dafür bekommt, wieviel Mühe und vor allem wieviel ,,versteckte´´ Kosten wirklich dahinter stehen. Ach und so der ein oder andere Euro sollte auch noch als Gewinn übrig bleiben!

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