Zum Inhalt springen

70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)


cinerama

Empfohlene Beiträge

das cineplex ARCADIA in melzo in der nähe von mailand war mir bisher auch neu. folgt man dem italienischen text, haben die 5 säle. 4 säle mit je 220 plätzen und vergleichsweise großen leinwänden, der größte, genannt ENERGIA mit über 600 plätzen, hat eine leinwand von 30 x 16,5m, kann 70mm zeigen - und zwar das übliche 5-perforationsverfahren und sogar 8-perforationsverfahren, eine kleinere variante von imax.

auf dem programm ab 2. mai sind:

BEN HUR, BARAKA, CLEOPATRA, HELLO, DOLLY! KHARTOUM, PATTON, THE SOUND OF MUSIC, 2001: A SPACE ODYSSEY, WEST SIDE STORY.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Nicht unwitzig ist auch die Bezeichnung der Säle im Arcadia. Zurückgehend auf den guten Empedokles (!), sind die vier kleineren Säle nach seinen Vorstellungen über die (vier) Elemente benannt: "Wasser" ("Acqua"), "Luft" ("Aria"), "Feuer" ("Fuoco"), "Erde" ("Terra"). Der große Saal - "Energie" ("Energia") - bezeichnet das Gleichgewicht zwischen den vier Elementen. Für 70mm/5perf ist auch einer der kleineren Säle ("Fuoco") eingerichtet und ebenfalls mit Magnetköpfen bestückt.

 

Noch eine kleine Revolution (jedenfalls für italienische Verhältnisse): Nach Vorstellungsbeginn kein Einlass mehr (!).

 

Spannend wäre die Frage, ob eine Revolution auch an anderer Stelle stattgefunden hat - dem italienischen Brauch, nach 1800 Metern die Vorführung zu unterbrechen und erst mal Pause zu machen ("fine primo tempo", Ende des ersten Teils - und zwar selbst dann, wenn im BWR - was allerdings nicht häufig ist - zwei Maschinen stehen. Dieses Ritual hat sich so sehr eingeprägt, dass auch das Fernsehen - ungeachtet der Zahl der Werbeeinblendungen - immer noch zwischen "primo" und "secondo tempo" unterscheidet). Die italienischen Kollegen bekommen ihre Kopien übrigens auf 1800-Meter-Spulen spielfertig geliefert, die Zwischentitel ("fine primo tempo" und "secondo tempo") sind fester Bestandteil der Kopien.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hier die "Sneak Preview" auf die 70mm-Screenings im italienischen ARCADIA Kino in Melzo (Infos lt. Betreiber):

 

Samstag, 02.05.2009

15.00 Ben Hur (Todd-AO, 2.21:1 / 6-track magnetic sound)

23.50 Pink Floyd The Wall (Panavision, 2,20:1 / magnetic)

 

Sonntag, 03.05.2009

22.30 Patton (Dimension 150, 2,00:1 / dts)

 

Montag, 04.05.2009

21.00 The Sound of Music (Todd-AO, 2.21:1 / dts)

 

Dienstag, 05.05.2009

21.00 Hello, Dolly! (Todd-AO, 2.21:1 / dts)

 

Mittwoch, 06.05.2009

21.00 Ben Hur (Todd-AO, 2.21:1 / 6-track magnetic sound)

 

Donnerstag, 07.05.2009

21.00 Khartoum (Ultra Panavision 70, 2,76:1 / dts)

 

Freitag, 08.05.2009

17.30 The Sound of Music (Todd-AO, 2.21:1 / dts)

21.00 West Side Story (Super Panavision 70, 2,21 / dts)

 

Samstag, 09.05.2009

17.30 Hello, Dolly! (Todd-AO, 2.21:1 / dts)

23.50 Pink Floyd The Wall (Panavision, 2,20:1 / magnetic)

 

Sonntag, 10.05.2009

15.00 Ben Hur (Todd-AO, 2.21:1 / 6-track magnetic sound)

 

Montag, 11.05.2009

21.00 Khartoum (Ultra Panavision 70, 2,76:1 / dts)

 

Diensatg, 12.05.2009

21.00 Playtime ( Wide-gauge, 2,21:1 / dts)

 

Samstag, 06.06.2009

15.00 The Rose (Spherical, 70 mm 6-Track blow-up)

 

Samstag, 04.07.2009

15.00 Total Recall (Spherical, 70 mm 6-track mag. V.O. sott. Italiani / 1,85:1)

 

Samstag, 01.08.2009

15.00 Brainstorm (Super Panavision 70, mag.6-Track italiano / 2,20:1)

 

Samstag, 05.09.2009

15.00 Beauty and the Beast (70 mm mag. 6-track Italiano, 1,85:1)

 

Samstag, 03.10.2009

15.00 The Last Emperor (Technovision 70 mm blow-up / mag. 6-Track italiano / 2,20:1)

 

Samstag, 07.11.2009

15.00 Dick Tracy (Spherical, 70 mm 6-track mag. V.O. sott. Italiani / 1,85:1)

 

Samstag, 05.12.2009

15.00 The Sheltering Sky (Spherical, 70 mm 6-track, 1,85:1)

 

Samstag, 16.01.2010

15.00 Little Budda (Todd-AO partly blow-up, mag. 6-Track italiano / 2,20:1)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Nicht unwitzig ist auch die Bezeichnung der Säle im Arcadia. Zurückgehend auf den guten Empedokles (!), sind die vier kleineren Säle nach seinen Vorstellungen über die (vier) Elemente benannt: "Wasser" ("Acqua"), "Luft" ("Aria"), "Feuer" ("Fuoco"), "Erde" ("Terra").

Auch Empedokles ist falsch übersetzt oder ausgelegt worden. Es geht um die Aggregatszustände, wie wir heute sagen: fest, flüssig, gasförmig und plasmatisch. Wir Kinoleute wissen wenigstens zum Teil um das Feuer der Bogenlampe.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

...Gab es eigentlich Fantasia auch in 70mm?

 

DANKE

 

 

.

 

Ja.

 

FANTASIA dürfte der film sein, den es in den meisten bild- und tonformaten gab/gibt und der etliche wiederaufführungen durchmachte ... 16mm, 35mm, 70mm, fantasound, monolichtton, 4-kanalmagnetton, 6-kanal-magnetton, druckkopien etc. etc.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Wenn es bei dem bombastischen Programm in Italien bleibt, dürftest Du durchaus auf Deine Kosten kommen, gemessen zumindest an den heutigen Möglichkeiten zur Präsentation dieses einst perfekten Filmverfahrens. Die Eintrittspreise sind nicht hoch: Meist nur 5 Euro im 'Cinema' (Spazio Oberdan, Mailand) und im 'Arcadia Multiplex' in Melzo, Nähe Mailand. Italien besitzt darin eine Tradition, und auch die 70mm-Freiluftvorführungen in Rom zzgl. 3-streifiger NAPOLÈON-Projektion vor einigen Jahren sind zum Begriff geworden.

Das Wetter weitaus südländischer als unsere Aprilschauer - "vom Regen in die Traufe".

 

Es lohnt, am Ball zu bleiben: http://www.multiplexarcadia.com/mostraEvento.do

 

00076.jpgsale1.jpgsale2.jpgsale3.jpgsale4.jpg

 

Zur Geschichte von Todd-A-O:

http://www.multiplexarcadia.com/0_3_1_2_3_70_mm.jsp

Eine Veranstaltung der Fondazione Cineteca Italiana: http://www.filmarchives-online.eu/partn...a-italiana ; http://www.cinetecamilano.it/ http://www.cinetecamilano.it/

 

proiezioni.jpg

 

 

Das Interview "The Reconstruction and Restoration of John Wayne's 'The Alamo'" auf

http://www.in70mm.com/news/2009/the_alamo/index.htm hat mich ein wenig enttäuscht.

Das schon ältere und auch allem Anschein nach gekürzte Interview erklärt nicht genau, welches Material verwendet soll. Grundsätzlich bleiben die Gegebenheiten unklar, wenn zwar (in der Kurzform dieses Interviews) das gekürzte Negativ als Dilemma verbleibt, aber das Scannen von der vorhandenen Theater-Langfassung in den Hintergrund gerät, was ja bereits bei SOUTH PACIFIC für eine Ausbelichtung auf 65mm-Duplikatnegativ unter den Tisch fiel. (Im Weiteren befindet sich in Texas eine 70mm-Langfassung, die mir zum Kauf angeboten wurde, und es gibt weitere Kopien.)

Andererseits zeigt der Bericht die leider die am stärksten gefadeten Beispiele einer (fahrlässig, weil unklimatisiert) gelagerten 70mm-Kopie (nicht alle alten Materalien sind derart hell-rosa); und seitens eines Kinos werden am Scanner mit Color Rescue-Funktion restaurierte Altfilmcliíps gegenübergestellt, die den Materialursprung, d.h. die Vorlage, nicht kenntlich machen: welcher Clip gehört zu welcher Kopie und ist hier mit welcher Bedeutung und mit welcher werbenden Bedeutung gemeint?

 

Auch zeigt Robert A. Harris nur wenige Beispiele des Negativs, das nach seinen Worten schwerwiegend gefadet sein soll. Die wenigen Beispiele sahen wieder nicht danach aus, aber dazu müßte man schon mehr sehen können.

So lange jedenfalls, wie der Restaurateur keine genaueren Materialangaben macht, spende ich nichts für das Projekt. Schon gar nicht, wenn in diesem Aufruf anstatt zwingender 70mm-Projektion plötzlich auch eine 2k-Dijektionsvariante als Alibi herhalten soll.

 

Dies als kurzer Einwurf, der "demontiert" werden darf. Vielleicht bewegen sich die Dinge letzlich sogar zum Besseren, und man verleiht die Langfassung auf 70mm, unbenommen der denkbaren Mängel der wieder eingefügten Out-takes. :)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Technische Auskünfte erteilt Harris durchaus im Vokabular der Kopierbranche, Fragen oder kritische Anmerkungen hört man dann jedoch nie. :wink:

Immerhin erwähnt er das vorhandene Material, ganz gleich der Gültigkeit in der Beschreibung des Erhaltungszustandes.

 

Der Rest an Posts der Teilnehmer dort liest sich dann so:

 

Hello, to everyone who reads this. In regards to "The Alamo" the much beloved movie that the Duke wanted to make since the late forties and as everyone knows had a hell of a time making it let alone just trying to finance it and then went to into a lot of debt by financing the project himself and directing it. It seems to me that the Alamo the movie it self (on its own merit) is fighting the whole Santa Anna regimne all over again. Only this time it's against TIME. The time it took for the negatives and all the film stock to detiraite to where it lies now, the time it took that no one cared about it for years, and now the time it takes with LOVING CARE to fully restore as best that can be done with todays technowledgy. I was not born in Texas but I was raised there since 1964 I can remmber my farther taking me and my brother to see it when it was still playing in Dallas, TX then. I still to this day get chills by certain scenes, but mostly by what was said and how it was said. To not restore or do any thing to this much beloved film would be a travesty of holocost perportions beyond belief. This is why it is so important that this movie be restored to its fullest capacity that man and film historaians can bestow upon an extremely remarkable film such as this

" T H E A L A M O " . To anyone who has ever been to any battle site or seen any movie about an historic battle and subseqently went to that battle site in years since, know percisley what it means to have faught for and belevied in what this country stands for. I hope with all my heart that what ever time it takes to restore this truly remarkable movie. It's done with love and the tenderness I know it will be given by those who handle it.

 

Donald J Gallion

Gunnery Sergant, U. S. Marine Corps, Retired

Thanks to all who read this for letting

me vet and soap box it for awhile.

 

 

http://www.hometheaterforum.com/htf/ht-...ost3527347

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ein einziger Beitrag geht in diese Richtung, und das ist noch wenig, wenn man bedenkt, welchen Status die Alamo-Verteidigung in der US-"Mythologie" einnimmt.

Es werden durchaus technische Fragen gestellt (und beantwortet), etwa zur Vistavision-Verwendung, dem Zustand des Negativs, der Bearbeitungsmethode und den unterschiedlichen Fassungen.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Irgendwie bleibt auch bei größerer mentaler Anstrengung die Logik der beabsichtigten Restaurierungsschritte unklar. Warum erst eine 70mm-Roadshow-Kopie auf 35mm/8perf umkopieren, um sie dann mit (gegenüber dem 8k-Scan der 70mm-Teile) verringerter Auflösung (6k) zu scannen? Demgegenüber wird uns doch gerade hier und in einem anderen Thread vorgeführt, wie einfach es ist, aus einer gefadeten EA-Kopie mithilfe digitaler Manipulation ein zumindest ansehensfähiges Bild herzustellen (an dem in diesem Zusammenhang verwendeten Terminus "Wiederherstellung" hätte ich allerdings tiefergehende Zweifel) ...

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

es gibt keinen scanner für 70mm kopien, einige wenige für 65mm material. es gibt allerdings "massenhaft" scanner für 35mm 8perf. material ... offenbar liegt darin die logik begründet, ansonsten Robert A. Harris im als link genannten thread fragen, er gibt ja in der regel gerne auskunft.

 

persönlich sehe ich durchaus einen gangbaren weg, wenn man gefadete 70mm kopien, die ja in der regel direkt vom OCN hergestellt worden sind, höchstauflösend einscannen könnte, eine farbbearbeitung durchführt (die allerdings nicht so einfach ist, wie angenommen) und dann das material weiterbearbeitet. Besonders für obsoletes aufnahme-/kopierformat (technirama) durchaus nicht unvorstellbar.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

@Sam schrieb:

 

Irgendwie bleibt auch bei größerer mentaler Anstrengung die Logik der beabsichtigten Restaurierungsschritte unklar. Warum erst eine 70mm-Roadshow-Kopie auf 35mm/8perf umkopieren, um sie dann mit (gegenüber dem 8k-Scan der 70mm-Teile) verringerter Auflösung (6k) zu scannen?

 

Die Antwort gibt RAH, nachdem er von Ole Alstrup danach gefragt wird:

 

Scanning the cut scenes in Vista, as we need to copy from the 70mm print, and the Eastman duping stock is not produced in 65mm. VVLA is the closest we can get.

 

Grundsätzlich kann man zwar jeden Materialtyp in jedem Format konfektionieren lassen, die Frage ist nur, ob die Länge der gekürzten Szenen - nur um die geht es ja - die höheren Kosten und Mindestbestellmenge rechtfertigt.

Daß bestimmte Materialtypen nicht regulär im 65mm-Format zu haben waren, veranlaßte übrigens Ende der 1970er auch Trickfirmen wie Industrial Light & Magic, das Vistavision-Format für Spezialeffekte wiederzubeleben - damit standen alle üblichen 35mm-Filmtypen zur Verfügung und konnten normal entwickelt werden.

 

Technische Diskussion ist gut und notwendig, aber muß man eine angekündigte Restaurierung - und mehr ist es derzeit offenbar noch gar nicht - wirklich vorab bemängeln, zumal Harris ja selbst schreibt, daß noch gar nicht alle Methoden und Prozesse einsatzbereit sind (siehe Kontext MAD MAD MAD MAD WORLD) ? ;)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Irgendwie bleibt auch bei größerer mentaler Anstrengung die Logik der beabsichtigten Restaurierungsschritte unklar. Warum erst eine 70mm-Roadshow-Kopie auf 35mm/8perf umkopieren, um sie dann mit (gegenüber dem 8k-Scan der 70mm-Teile) verringerter Auflösung (6k) zu scannen? Demgegenüber wird uns doch gerade hier und in einem anderen Thread vorgeführt, wie einfach es ist, aus einer gefadeten EA-Kopie mithilfe digitaler Manipulation ein zumindest ansehensfähiges Bild herzustellen (an dem in diesem Zusammenhang verwendeten Terminus "Wiederherstellung" hätte ich allerdings tiefergehende Zweifel) ...

Würde Dir in der Tendenz unbedingt beipflichten wollen: Skepsis ist begründet - und hält den Geist wach. :)

Ob Robert A. Harris das Originalnegativ (wieder einmal nicht mehr verwendungsfähig) wirklich in 8k scannt, entzieht sich meiner Kenntnis. M.W.n gibt es die Möglichkeit nur bei Foto Kem. Harris propagierte kürzlich noch einen 6k-Scan für 65mm - was die Frage aufwarf, ob ihm zu Foto Kem die Beziehungen fehlten.

Bereits 1992 kopierte er einen kurzen Abschnitt vom Orginalnegativ von "My Fair Lady" (punktförmige, weiße Punktschramme in einer Großaufnahme des Gesichts der Audrey Hepburn) auf 35mm-8-Perf-Material um, der hernach gescannt und retuschiert wurde.

 

Wenn Harris im "Alamo"-Interview davon spricht, es stünde kein 65mm-"Dupe negative" von Kodak zur Verfügung (so, als würde es schon gar nicht mehr produziert werden), auf welchem er von der alten 70mm-Theaterkopie im gleichen Format eine Sicherung hätte vornehmen können, so bestätige ich gerne die Erläuterung von @magentacine:

Grundsätzlich kann man zwar jeden Materialtyp in jedem Format konfektionieren lassen, die Frage ist nur, ob die Länge der gekürzten Szenen - nur um die geht es ja - die höheren Kosten und Mindestbestellmenge rechtfertigt.

Überhaupt wundert, wenn Eastmancolor-Materialien beständig von Harris kritisiert werden (zurecht aber auch zu unrecht), warum nicht auch einmal die Firma Fuji mit Bestellungen kontaktiert wird.

 

Zunächst ist auch richtig (und sicher nicht unwichtig), daß das 70mm-Scannen nicht zum Standard der Postproduktion gehört. Wir alle kennen allerdings Ergebnisse von 70mm-Abtastungen der Altkopien von "South Pacific" für die jüngste Roadshow-Version auf DVD, aber auch die Abtastung der 70mm-Altkopie von "The Alamo" für die damalige Laserdisc.

(Nicht ohne Reiz wäre hier einmal die Reaktivierung einer der älteren Printer für das Sovscope 70-Format - aber man kann Robert A. Harris hier auch nicht vorschreiben, was er zu tun hätte. Allerdings wäre die Umkopierung von Teilen der 70mm-Theaterkopie auf 35mm-8-Perf-Format mit optischen und digitalen Verlusten verbunden: einerseits durch die Reprooptiken bedingt, anschließend dann auch durch die Scanrate bei nur 6k und die Ausbelichtung über optische Systeme verursacht.)

 

Harris spricht immer wieder vom fast unbrauchbar gefadetem Originalnegativ von 1960, was natürlich theoretisch möglich ist und auch praktisch (stellenweise) schon einmal vorkam, aber bei seinen Restaurationsprojekten in extenso der "Regelfall" ist. Nachweisbar war dieses Fading nie, zumal seine Breitfilmproduktionen alle analog/photochemisch umkopiert wurden. Solches Fading, wie beschrieben, wäre in diesen Arbeiten seinerzeit auch nicht korrigierbar gewesen.

Eine Reihe erst kürzlich auf DVD erschienener Eastmancolor-Filme wie GIGI oder SILK STOCKINGS u.v.a. zeigen kein erkennbares Fading. Andere, sehr wenige Titel nur ansatzweise: evtl. partiell die Randzonen einiger Abschnitte in "2001" sowie (jeweils eine Wickellage um die Klebestellen des Negativs von) "Can Can", wo der Kleber in die benachbarte Emulsion ausstreute.

 

Harris informiert in seinem Interview, die Separationen von "The Alamo" (er nennt sie "protection masters") seien seinerzeit nicht fachgerecht produziert worden und heute nicht mehr verwendungsfähig. Das ist nicht zutreffend, da die Separationen eine Auflage der Versicherungen waren und unter höchsten, mit damaligen Mitteln realisierbaren Qualitätsmaßstäben gefertigt wurden. Separationen waren aber, zumal trocken kopiert, nicht ganz unanfällig für Staub, Schmutz und Schrammen. Jüngere Probleme nun, die Harris zurecht erwähnt, wie häufig auftretende Deckungsprobleme der Separationsauzüge nach erneuter Umkopierung, sind jedoch auf unterschiedliche Materialschrumpfungen der Rollen zurückzuführen, welche seinerzeit nicht vorhersehbar waren und daher keinen Anlaß für eine Herabsetzung damaliger Kopierwerksarbeit abgeben können.

 

Schließlich erklärt er auch das 35mm-Interpositiv von "The Alamo" für "gefadet" - und ich warte ja nur auf den Tag, wenn mir vergleichbare Interpositive auch endlich einmal in die Hände gelangten ... eine Sensation allemal.

 

Nachdem also alle Materialien als unbrauchbar erklärt wurden, kann eine Restaurierung nach meinem Verständnis gar nicht stattfinden. Auch schwerlich auf digitalem Wege.

Liest man aber die Ankündigung, zwei verschiedene Versionen von "The Alamo" 2010 im Kino herausbringen zu wollen, a) eine gekürzte 70mm-Kopie anhand der vorhandenen Negativs und b) eine erweiterte Version auf Home Cinema-Medien respektive 2k-"Projektion", so halte ich für warscheinlich, daß das Gros der Arbeiten wieder einmal vom Originalnegativ ausgeht, das sich in weit besserem (nur leider gekürztem) Zustand befindet, als verlautbart. Dies wäre nicht das erste mal in der Restaurierungsbranche, daß man die Ausgangsmaterialien für tot erklärt, um die eigenen Leistungen zu mystifizieren: eindeutig eine Verkaufstaktik.

 

Trotzdem ist nach einer zu erhoffenden Rekonstruktion von "The Alamo" eine allemal bessere Fassung zu erwarten als in den letzten 40 Jahren: erfreulich für das Publikum.

 

Und weiterhin sollten hier auch die Links der Diskussionen oder Interviews mit Harris gepostet werden - vielen Dank an alle diese Diskussion Verfolgenden. Es ist aber m.E. weniger hilfreich, sie, frei nach dem Motto "Robert A. Harris klärt auf", weiterzuempfehlen. Aufklärung ist vielleicht eher durch eigene Analysearbeit - auch aus der Distanz zu Verkaufsreportagen - möglich.

 

Schade, daß Harris keine Wiederholung seiner Restaurierungen von "Spartacus", "Lawrence" oder "Vertigo" in Betracht zieht, die angeblich "für die nächsten 100 Jahre" reichen sollten. Über mögliche Verbesserungen hätte ich mich sehr gefreut.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

In den meisten Bild- und Tonformaten erschien GONE WITH THE WIND, gefolgt von THE TEN COMMANDMENTS und dann FANTASIA.
Geil-o-mat - den würde ich gerne sehen (Englisch am liebsten)

Hast Du die 70mm-Gelegenheiten in Frankfurt wahrgenommen?

Dabei gibt es nur ein Bildformat für GWTW, nämlich das, in dem der Film produziert wurde: Normalbild 3 zu 4 („Academy“). Aber egal, es handelt sich um ein fürchterliches Machwerk.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

@Cinerama:

 

zu ein paar Punkten Deines Posts kann ich Infos beisteuern:

 

1. gefadete Originalnegative:

 

Auswirkungen dessen sind zum Bespiel recht gut sichtbar auf der neuen Blu-Ray von South Pacific, mit zu den Rändern her stärker werdenden Einfärbungen in dunkleren Szenen

 

 

 

2. 8k-Scan:

 

Wird von Harris schon seit einiger Zeit propagiert für 65mm, für 35mm 8-perf empfiehlt er 6k

 

 

 

3. Spartacus, Lawrence oder Vertigo:

 

Neue Arbeiten an diesen Filmen anzustossen wäre Sache der Studios, nicht von Harris. Er hat schon hier und da erwähnt, dass er heute Dinge anders machen würde als damals, aber man muss ihn eben auch dazu beauftragen.

 

Arbeiten an Vertigo und Spartacus sind evtl. nicht ganz ausgeschlossen, da Harris insbesondere in Bezug auf Spartacus sehr einsilbig auf Anfragen reagiert. An Lawrence arbeitet Sony gerade selber, ich vermute ohne Harris. Als Ergebnis dieser Bemühungen tippe ich eine 8k-Sicherung, ein 4k-File für die dazugehörigen Sony-Projektoren, und natürlich wird es auch eine Blu-Ray-Version geben. 70mm Kopien sind natürlich fürher oder später über Digitales Dub-Negativ oder evtl. direkte 8k-Ausbelichtung möglich aber ich würde das nicht als das Primärziel der Abtastung vermuten. Ich hoffe jedenfalls, dass Farben und Look besser ausfallen werden als zuletzt bei den nachgezogenen Kopien der Harris-Restaurierung.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Also Harris hatte in früheren Interviews auch schon einen 6k-Scan propagiert, bevor Foto Kem dann die Meßlatte höher legte.

 

Und Deine Ergänzung ist richtig, danke für die Erinnerung: auch SOUTH PACIFIC hat Stellen, in denen eine Negativbeschädigung (u.a. auch bedingt durch falsche Entwicklung) erkennbar ist.

Harris meint jedoch anderes: den angeblichen Regelfall durchgängig gefadeter Negative, die nicht mehr nutzbar sind. Genau das ist in seinen Restaurationen und der überwältigenden Mehrzahl der Neubarbeitungen älterer Filme keineswegs auszumachen. Vor 15 oder 20 Jahre natürlich noch weniger.

 

Eine erneute Restaurierung anzustoßen, wäre Sache der Studios - sehr zutreffend.

Schön, daß er heute seine Fehler korrigieren würde, aber anders als seine Anhänger würde ich ihn mit keinem weiteren Auftrag beglücken wollen. SONY wird seine Gründe haben, auf ihn verzichtet zu haben, ebenso MGM, UA oder Warner.

 

Ein möglicher Scan von "Lawrence of Arabia" kann auch in 6k vermutet werden, da erst kürzlich eine Untersuchung von Panavision am Originalnegativ aus Sicht dieses Hauses einen 6k-Scan rechtfertigen würde.

 

Ich rechne aber nicht mehr mit digital erstellen 65mm-Dupnegativen (zugunsten von 70mm-Theaterkopien). Der Breitfilmprozeß macht in meinen Augen nur Sinn im analogen Kopierprozess, dessen Güten nach Sichtung der jüngsten Kopien von HELLO DOLLY oder LORD JIM zunehmend wieder befriedigen und auf dem Pfad des Originalprozesses bleiben. Digitale Dupnegative sind m.E. nur als Ersatzlösung zu schätzen, dort, wo im Negativ Schäden auftauchten. Bedauerlicherweise wurde nicht danach verfahren, denn die Out-takes von SOUTH PACIFIC sind in der neuen Kopie nicht enthalten, und auch für ALAMO ist dies zu erwarten.

Ansonsten bleibe man bitte analog - denn Farben und Look können auf diesem Wege durchaus optimal aussehen! Vielleicht auch bei THE ALAMO.

(Leider hat sich nach einigen Nullkopien der letzten Zeit, die überstürzt zu den Festivals gesandt wurden, der Glaube eingeschlichen, es sei heute nicht mehr möglich, von einem intakten Filmnegativ auch eine intakte Filmkopie zu ziehen.

Zu dieser Fraktion möchte ich lieber nicht gehören... :wink:)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

cinerama schrieb:

Bedauerlicherweise wurde nicht danach verfahren, denn die Out-takes von SOUTH PACIFIC sind in der neuen Kopie nicht enthalten, und auch für ALAMO ist dies zu erwarten.

 

Das verstehe ich nicht ganz - waren in der neuen 70-mm-Kopie nicht auch die - farblich schlechteren - Kürzungen enthalten, oder trügt mich da die Erinnerung?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die fehlten zu meiner großen Enttäuschung - und auch deshalb bin ich seither reserviert gegenüber dem ständigen Digitalisieren. Außer bei der betreffenden Szene von MY FAIR LADY hat man nichts Digitalisiertes in die 65mm-Kopiernegative der Neukopierungen der so geschätzen Klassiker eingefügt. So aus dem Stehgreif behauptet.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...

Filmvorführer.de mit Werbung, externen Inhalten und Cookies nutzen

  I accept

Filmvorfuehrer.de, die Forenmitglieder und Partner nutzen eingebettete Skripte und Cookies, um die Seite optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von externen Inhalten (z.B. youtube, Vimeo, Twitter,..) und Anzeigen.

Die Verarbeitungszwecke im Einzelnen sind:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
  • Datenübermittlung an Partner, auch n Länder ausserhalb der EU (Drittstaatentransfer)
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für diese Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu. Darüber hinaus willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Weiterführende Details finden Sie in unserer  Datenschutzerklärung, die am Ende jeder Seite verlinkt sind. Die Zustimmung kann jederzeit durch Löschen des entsprechenden Cookies widerrufen werden.