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In-camera Kopien von Umkehrfilm


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Hallo liebes Forum!

 

Dann und wann stieß ich hier im Forum auf diese mysteriösen Hinweise aufs In-Camera kopieren von Film, nun will ich es endlich ausprobieren, bin voller Eifer, aber vor Fragezeichen fast blind 😉

 

Was hab ich vor:

-Wenn es irgendwie machbar ist, würde ich gern in einer Bolex D8L kopieren, von denen hab ich 4 hier rumfliegen. Geht das? Wie würde das funktionieren? Ohne Objektiv oder mit und welche Lichtquelle?

-Ein Wunschtraum sagt mir, dass es möglich sein sollte, Umkehrfilm (Foma R 100) mit Umkehrfilm zu kopieren. Lieg ich da falsch? Ob die Qualität am Ende eher in die Sparte 'experimentell' gehört, ist mir nicht sooo wichtig, so lange der Inhalt doch einigermaßen erkennbar bleibt. Es soll eh ein Experimentalfilm werden, wo ich das kopierte Material anschließend mit Kratzern, Lacken und allem, was man seinem Original nicht antut, maltretieren möchte.

 

Und noch eine Verständnisfrage generell: Kann man mit Positivfilm direkt filmen? Wo ist der Unterschied zu Negativmaterial?

 

LG Roland

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vor 1 Stunde schrieb Rolando:

In-Camera kopieren von Film😉

-Wenn es irgendwie machbar ist, würde ich gern in einer Bolex D8L kopieren,
 

Ich kenne nur Beschreibungen, daß es mit einem Bolex H-Modell funktioniert.

Ich glaube mit einer D8 geht es nicht, da diese ja keinerlei Zahnräder zum Filmtransport nutzt.

Und ich denke diese sind erforderlich um die beiden Filme, die zusammen auf eine Spule gespult werden, in Position zu halten...

Nur mit dem Greifer funktioniert das glaube ich nicht.

Aber - ein Versuch macht kluch

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Dabei

"...werden ein bereits entwickelter Filmstreifen sowie ein unbelichteter Positivfilmstreifen auf eine Filmspule gewickelt

und beide Streifen (...) in die Kamera eingefädelt. Als Kopierlicht dient eine kleine Lichtquelle vor dem Objektiv."

 

Nachteile:

"Es kann nur "blind" kopiert werden, die Belichtung muss durch eine Reihe von Versuchen ermittelt werden;

es können nur ganz kurze Szenen kopiert werden."

 

Immerhin.

 

Quelle: Reff / Vasarhelyi, "Filmbastelbuch", Leipzig 1980

 

Schwarzweißer Positivfilm war meines Wissens orthochromatisch, ließ sich bei Rotlicht behandeln und wie Fotopapier entwickeln.

Ich weiß nicht, was es da heute noch gibt.

Edited by Ray Van Clay (see edit history)
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Blow Up auf 16mm mit Rotblindem Orwo/Filmotec Material ginge. Aber das ist wohl eine andere Geschichte.

 

Allerdings ist Umkopieren in der Kamera doch auch nur möglich, bevor man den N8 Film gesplittet hat, oder?!?

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Was genau meinst mit dem BlowUp? Also Blowup außer Haus, zumindest bei Andec, kommt ob des Preises uuuuunmöglich in Frage, der Preis ist exorbitant.

Oder meinst du in der Dunkelkammer händisch kopieren? Ich versteh es nicht ganz.

 

Ja, vor dem splitten. Hatte da dummerweise auch einen Gedankenfehler... möcht aber demnächst mal ein paar Experimente machen, was so ohne Anspruch an Perfektion alles möglich ist. Bei weiteren Ideen und Kommentaren, immer her damit 😉

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vor 7 Stunden schrieb filma:

Blow Up

 

Ein Blow Up ist ein optischer Kopiervorgang. Dabei wird das Bild vergößert. Aufgeblasen - wie der Name schon sagt.

 

Umkehrfilm auf Umkehrfilm mag zwar theoretisch funktionieren. Das Ergebnis wird aber (vermutlich) zu viel Kontrast haben.

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Das kenn ich auch so, nur frag ich mich, ob man das mit Hausmitteln selbst bewerkstelligen kann. Oder was meinte Filma? Ich denke ja, dass das für den Amateur unmöglich ist.

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Ja, ok, Blow Up zu Haus ist sicher nicht unmöglich, aber vlt etwas aufwändig 😉

 

@mono: mono schrieb, er kopiere N8 selbst. Vlt mag er was dazu sagen? Ich habe es noch nicht versucht.

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Es gibt ja zahlreiche Selbstbau-Telecine-Projekte im Netz zu bestaunen. Viele Konzepte gehen auf hobbymäßige Blow Up-/Kopierversuche

in den 70er/80er Jahren zurück. Modifizierter Projektor (Einzelbildschaltung) gegenüber einer (Film)kamera auf einer Art optischer Bank.

Die Herausforderung war damals die Steuerung des Ganzen, in einer Zeit ohne Arduinos, weiße LEDs etc...

 

 

 

 

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Ohoh, du bringst mich noch auf schlimme Gedanken 😄

So eine Telecine habe ich ja hier stehen, zur vollen Zufriedenheit funktionsfähig. Klar, da sollte ich eigentlich mal ne analoge statt einer digitalen Kamera vorsetzen. Oh Gott, wenn dass auch nur ansatzweise funktionieren könnte, ich wäre im Himmel! 

Gerade zu viele Projekte, aber bei der nächsten Gelegenheit werd ich mir auf jedenfall Gedanken dazu machen und Experimente starten. Leider gerade etwas zeitraubend, da ich in meiner neuen Wohnung nicht selbst entwickeln kann, die Filmkollektivwerkstatt in Wien derzeit dank Corona geschlossen ist und alles nach Andec rüber und zurück muss. (dauern die Entwicklungen bei Andec bei euch eigentlich auch so lange? Also, Bearbeitung des Auftrags immer entsprechend der angegebenen Wochentage, aber bis das Ergebnis dann mal in den Versand geht, hats bisher immer Wochen gedauert, also insgesamt 4 Wochen Wartezeit...)

 

Falls jemand Links zu solchen hobbymäßigen BlowUp-/Kopierversuchen hat, ich wäre seeeehr dankbar!

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Wer einszueins kopieren probieren möchte, dem empfehle ich, einfach eine zwei Meter lange holzlatte zu besorgen, sie ein wenig durchbiegen durch Unterlegen eines kleinen Blöckchens in der Mitte und Niederspannen der Enden mit Schraubzwingen. Dann bei Rotlicht den Kopierfilm unten und das Negativ oben auflegen und an den Enden mit Stecknadeln befestigen, eventuell auch dort und da am Perforand mit Klebeband. aus einer LED-Taschenlampe einen kleinen Schlitten basteln, den man zügig und gleichförmig über die Latte zwecks Belichtung schiebt. Man muß halt ein bissl probieren mit Scotchtape oder ähnlichem Material, das Licht ebenmäßig zu machen und die Ränder der Taschenlampe mit schwarzem Klebeband so abkleben, daß halt nur ein genügend großer Lichtspalt offen bleibt. Je dünner der Spalt und je langsamer man über die Latte schieben muß, um eine gute Belichtung zu erhalten, desto einfacher ist es, gleichmäßige Belichtungsergebnisse zu erzielen. 

Diese Methode funktioniert halt nur mit Einzelszenen, nicht kompletten Filmrollen. man muß das Zeugs danach halt zusammenkleben.

Für Titel und Effekte mit Mehrfachbelichtung ist das eine gute Methode.

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vor 58 Minuten schrieb mono:

Wer einszueins kopieren probieren möchte, dem empfehle ich, einfach eine zwei Meter lange holzlatte zu besorgen, sie ein wenig durchbiegen durch Unterlegen eines kleinen Blöckchens in der Mitte und Niederspannen der Enden mit Schraubzwingen. Dann bei Rotlicht den Kopierfilm unten und das Negativ oben auflegen und an den Enden mit Stecknadeln befestigen, eventuell auch dort und da am Perforand mit Klebeband. aus einer LED-Taschenlampe einen kleinen Schlitten basteln, den man zügig und gleichförmig über die Latte zwecks Belichtung schiebt. Man muß halt ein bissl probieren mit Scotchtape oder ähnlichem Material, das Licht ebenmäßig zu machen und die Ränder der Taschenlampe mit schwarzem Klebeband so abkleben, daß halt nur ein genügend großer Lichtspalt offen bleibt. Je dünner der Spalt und je langsamer man über die Latte schieben muß, um eine gute Belichtung zu erhalten, desto einfacher ist es, gleichmäßige Belichtungsergebnisse zu erzielen. 

Diese Methode funktioniert halt nur mit Einzelszenen, nicht kompletten Filmrollen. man muß das Zeugs danach halt zusammenkleben.

Für Titel und Effekte mit Mehrfachbelichtung ist das eine gute Methode.

 

Kannst Du mal ein Beispiel von Dir hochladen? Wie Titel oder Effekte...?

 

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vor 1 Stunde schrieb St1600:

 

Kannst Du mal ein Beispiel von Dir hochladen? Wie Titel oder Effekte...?

 

 

Ich muß mich mal durch meine Schachteln und Spulen durcharbeiten und es dann abfotografieren - seit dem Umzug ist das meiste Filmzeug in einem Schrank verstaut. 

Meine Kopiermaschine kann ich hier einstellen - die ist nämlich oben auf dem Schrank:)

 

 

IMG_20200429_162558.jpg

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IMG_20200429_162711.jpg

IMG_20200429_162730.jpg

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Ach, ihr seid Klasse! Ich muss mir die letzten Beiträge mal in Ruhe anschauen, finds aber schon voll inspirierend! Und ja, Tscherkassky hab ich auch im Kopf. So etwas würd ich auch gern probieren, wisst ihr diesbezüglich, ob der Foma R100 kleine Mengen Rotlicht verträgt?

 

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Ich kratze im übrigen in N8 Schwarzfilm winzige Animationen, selbst das geht. Ich finde, man sollte ob des Winzformats trotzdem vor nichts zurückschrecken. So sehr ich auch mit 16mm liebäugel, so sehr liebe ich doch N8!!!

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Ihr sprecht stets von der Kopierung auf ein Aufnahmematerial. Besser wäre die Verwendung eines Printfilmmaterial (Positiv Printfilm oder Dup-Material). Diese Materialien haben ca. 3 ASA und deutlich weniger Korn.

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vor 1 Stunde schrieb mono:

kahl hatte printfilm in doppel8 und dopper super8

Das nützt uns aber leider nichts.

Konnte man vorher evtl. noch über einen Strohmann bestellen hat er ja jetzt komplett dicht gemacht.....

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