Zum Inhalt springen

BAUER B14 - RESTAURATION - NEUAUFBAU


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo Jens,

bei diesem Thema kann ich leider nicht mithalten. Du berichtest aus langjähriger beruflicher Erfahrung und Praxis mit den unterschiedlichsten Projektoren. 

Ich dagegen habe mich als Privatperson (und natürlich entsprechenden Kontakten in professionelle Richtung), ein wenig selbst in die Materie hineingearbeitet.

Ich habe zwar schon vor über 30 Jahren eine B8B besessen, das war allerdings nur für kurze Zeit. Bei dieser Maschine war nichtmal ein Hilfsspiegel montiert und das Bild auf der Leinwand war für einen vertikalen 900 Watt Xenonkolben wunderbar. Vielleicht sind die einfachen optischen Systemkombination am besten. Lichtquelle, Spiegel, einfach aufgebautes Objektiv. Je mehr Modifikationen hinzukommen umso komplizierter wird die Einstellung.

(und die Suche nach dem Fehler wenn's nicht klappt).

Da muss man kein großer Fachmann sein um das zu verstehen.

Deswegen kriege ich doch schon etwas Bauchschmerzen wenn ich daran denke, dass auch bei meinen beiden Maschinen durch den Neuaufbau bald, wenn ich soweit bin, "alles" neu eingestellt werden muss.

Geschrieben

Das ist weit weniger arg, als du befürchtest. Eine Grundeinstellung muß zuerst durchgeführt werden, alles andere richtet sich dann danach.

 

Sofern du nicht beabsichtigst, Vollbildstummfilme zu spielen, geht es darum, die Beleuchtungsoptik und die abbildende Optik auf die Mitte des Lichttonbildes* zu stellen. Diese Achse soll nach Norm 18,75 mm von der Anlage für den Film (auf der rechten Seite) entfernt sein. Ein Stück Polyesterfilm, auf dem du mit Lineal und Reißnadel in diesem Abstand von der Kante eine Marke angebracht hast, spannst du in den Filmkanal ein (ohne Berührung mit der Schaltrolle).

 

Die Grundeinstellung ist allerdings Parallelität zwischen Film und Bildwand. Wenn die nicht in wenigstens einer Richtung gegeben ist, hast du windschiefe Projektion, das heißt nie ein ganzflächig scharfes Bild. Um das zu sichern, müßtest du auf Objektive f/2  . . .  f/3 zurückgreifen. Gerade CinemaScope zeigt, wie heikel die Geometrie werden kann.

________________________________________________________

 

*Das Bild auf CinemaScope-COMMAG-Kopien mit Perforationstyp AC soll 17,97 mm von der (rechten) Bezugskante entfernt sein.

Geschrieben

Ist nicht so tragisch, die vertikalen Blöcke von Bauer passen eigentlich ganz gut. Wichtig ist die 'plane' Einstellung des Objektivhalters. Beim Schwenkhalter ist die Anschlagschraube von unten gesichert, und meist auf den Lack eingestellt gewesen. Den schlägt es mit der Zeit weg, und dann steht das Objektiv leicht schief. Also so vorgehen.

Bildtüre aushängen, Filmbahn im Halter lassen. Schwenkhalter zu, Objektivtubus bis zur Filmbahn schieben, jetzt müsssen beide Seiten des Tubus auf der Filmbahn aufliegen. Meist ist zum Projektorkopf hin ein kleiner Spalt. Anschlagschraube leicht herausdrehen, bis der Spalt weg ist, klemmen, fertig ist die Parallelität Film zum Objektiv.

Jens

  • Like 1
Geschrieben

Da das Lampenhaus normalerweise nach dem Ojektivhalter ausgerichtet wird, ist es sehr wichtig, den Objektivhalter sehr genau einzustellen! Für diese Einstellarbeiten gab es von Bauer ein entsprechendes Werkzeug um den Halter parallel zur Filmbahn auszurichten. Unbedingt auch in diesem Arbeitsgang die Neigung der Filmbahn einstellen. Dazu die 4 Imbusschrauben um die Schaltrolle lösen, ausrichten und wieder festziehen.

Betreffend des seitlichen Versatzes des Films zum Objektiv gab es von Bauer verschiedene Objektiv-Schnellwechselhalter, welche unterschiedlich an der Aufnahme eingefräßt waren.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Film-Mechaniker:

Das ist weit weniger arg, als du befürchtest. Eine Grundeinstellung muß zuerst durchgeführt werden, alles andere richtet sich dann danach.

Danke für die ausführliche Erklärung.

Wie immer absolut profund.

Um nicht in größere Schwierigkeiten zu geraten, habe ich schön die Finger von Filmbühne und Objektivhalter gelassen.

Diese Baugruppen habe ich bis auf die dort befestigten Kleinteile, direkt an der Maschine restauriert. 

Das heißt ich habe wie schon im Projekt:

"BAUER STUDIOKLASSE PROJEKTOREN - modifizieren " gezeigt, umliegende Bereiche des Arbeitsfeldes am Werk mit Malerband großzügig abgeklebt um bei eventuellen "Ausrutschern" den Lack bzw. umliegende Teile nicht zu beschädigen.

Dadurch blieb die komplette Demontage der Filmführung erspart, sodaß ich hier wenigstens eine Orientierungsbasis für die Einstellung der am System anhänigen Teile (Lampe, Spiegel) habe.

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb flimmerman:

Da das Lampenhaus normalerweise nach dem Ojektivhalter ausgerichtet wird, ist es sehr wichtig, den Objektivhalter sehr genau einzustellen! Für diese Einstellarbeiten gab es von Bauer ein entsprechendes Werkzeug um den Halter parallel zur Filmbahn auszurichten.

Hallo Heiko, danke für den Hinweis..

.. jetzt müsste man nur noch wissen wie das Dingens bezeichnet wurde und wie es genau angewandt wurde.

(Die fast 200 Seiten unfassende Reparaturanleitung habe ich, falls da etwas vermerkt sein sollte, noch nicht komplett gelesen)

Ich vermute das ich wenn ich so soweit bin, dass ich das Lampenhaus in Betrieb nehmen kann, mir nichts anderes übrig bleibt, als durch lôsen der Befestigungsschrauben und vorsichtiges hin- und herrücken herauszufinden, was die optimale Einstellung ist. 

Dabei stellt sich die Frage:

Was ist die optimale Einstellung..?

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)

Nochmals ein schon angesprochenes Problem wieder aufgegriffen.

Es geht um den internen elektrischen Anschluss des Projektors. Also z.B. Verkabelung von Antriebsmotor, Spulenarmen, Tongerät, Blendenraumbeleuchtung, Filmrißschalter u.s.w.

Das eigentliche Problem ist die fragwürdige Kennzeichnung der Verkabelung im Verdrahtungsplan.

Was nutzt es im Verdrahtungsplan des Befienfeldes Anschlussnummern anzugeben, wenn diese an der rückseitigen Anschlussbuchse nicht abzulesen sind..? Mit, wir raten mal.. kommt man da nicht weit und wenn man was kaputt macht, sprich, falsch verkabelt, wird's erst richtig kompliziert und spannend.

Schön ist schonmal das die meisten Anschlussbereiche wie Motor, Werk, Spulenarme, Klemmleisten  Nummernangaben haben. Nur, wie gesagt, ohne exakte Nummerierung an der Anschlussbuchse des Befienfeldes nutzt das garnichts.

Ich vermute dass BAUER da ein durchgängiges Anschluss-System hatte, worauf die Techniker geschult waren.

Die Bedienfelder sind zumindest bei der B14 so aufgebaut, dass eine rückseitige Anschlussbuchse für die Funktionen der Maschine selbst, die andere zweite Anschlussbuchse für die Saalfunktionen und Fernbedienung einer weiteren Maschine vorgesehen waren.

Ich habe jetzt eine 30polige Messer- bzw.

Federleiste bestellt um nach ausfindig machen der Anschlusspositionen eine eigene Verkabelung vorzunehmen.

Die Frage ist ob jemand die Verdrahtungspositionen und am besten deren Nummern kennt oder ob ich das messtechnisch ermitteln muss.

Foto: Rückseite des Befienfeldes.

Eine Seite als "Stecker" (für die Saalfunktionen) ausgeführt. Die andere Seite als "Buchse" (für die Projektoreigenen Funktionen) um Verwechselung vorzubeugen.IMG_20260518_195903_HDR.thumb.jpg.4513b1ae82712a2c459374e2f5e63621.jpg

 

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
Geschrieben

Foto unten:

Feder bzw. Messerleiste 30polig um ein geeignetes Anschlusskabel selbst herzustellen. Die Skizze zeigt die Belegung des vorhandenen Kabels, was jedoch nicht bedeutet dass die Anschlusspositionen mit denen der Buchse des Befienfeldes übereinstimmen. Das muss erst ermittelt werden.

IMG_20260518_195647_HDR.thumb.jpg.ea34183a603da0ada0bb0084e88cb142.jpg

 

Geschrieben

Foto unten: Anschlussleiste mit Verkabelung für die Saalfunktionen und Fernbedienung einer weiteren Maschine.

Wurde fälschlicherweise als Anschlussleiste für die interne Verkabelung des Projektors mitgegeben.

Die komplette Anschlussproblematik rührt daher, dass bei der einen Maschine das falsche Kabel mitgegeben wurde, bei der anderen Maschine das richtige Kabel zwar vorhanden ist aber beim Abbau der Maschine die Kabel nicht gekennzeichnet wurden.

IMG_20260518_195827_HDR.thumb.jpg.006380c14b10533c31c7d3960ae9497b.jpg

 

  • Like 1
Geschrieben

Hallo Manfred,

im Bild ein kleines Beispiel, wie man den Stecker und den Schaltplan des Projektors zusammenbringt. Der Großbuchstabe A oder B gibt den Stecker selbst an. Die Zahl die Pinposition und der kleine Buchstabe die Reihe. War es das, was du meintest?

Erklärung Pin Belegung.jpg

  • Like 1
Geschrieben

Die Klemmleiste auf deinem letzten Bild stammt von einer B14 Studio, welche im Fuss (Verstärkergestell Klangfilm) des Projektors an der Rückwand montiert ist.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Stunden schrieb flimmerman:

War es das, was du meintest?

Hallo Heiko,

guten Morgen und ja, genau das war der

Hinweis den ich suchte. Muss ich heute mal schauen, ob ich das aus den Plänen die mir zur Verfügung stehen, rauslesen kann.

Danke für deine Unterstützung.

Das ist wirklich sehr hilfreich und bringt mich ein großes Stück nach Vorne..🙂

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Stunden schrieb flimmerman:

Die Klemmleiste auf deinem letzten Bild stammt von einer B14 Studio, welche im Fuss (Verstärkergestell Klangfilm) des Projektors an der Rückwand montiert ist.

Ja genau, gut erkannt..👍🏻

Eigentlich ist das umständlich gemacht, Man muss den Fuß vorne durch Lösen des Frontrahmens öffnen, um dann Hinten im Inneren an dieser Leiste umständlich die diversen Anschlusskabel einzusetzen. Das ist zeitaufwendig und wenn man meint ein Fehler wäre behoben oder man etwas vergessen hat,  geht das Geschraube (da man zwischenzeitlich schon längst wieder alles zugeschraubt hat) von vorne los.

Die Klemmleiste hätte man sich auch strenggenommen sparen können. So wie der Kinotechniker Lintz, der Vorbesitzer der B14 Standard es machen wollte,

finde ich es bedeutend besser.

Der hat das 30polige Federleistenstecker-Kabel..🙂 selbst hergestellt. Es wird am Bedienfeld eingesteckt und geht mit seinen Kabeln ohne Unterbrechung direkt zu den adressierten Positionen (Motor, Spulenarme etc.) Die Klemmleiste ist somit überflüssig. Nur fertig beschriften hätte er's können, leider ist er dazu nicht mehr gekommen.

Foto: Fuß der B14 STUDIO mit an der Rückwand montierter und beschrifteter Klemmleiste.

IMG_20250529_204654.thumb.jpg.e910b9f81da6aa8b91968d2b202ee544.jpg

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
Geschrieben

Hallo Manfred,

 

die Stecker-Pin Bezeichnungen sind alle in dem Schaltplan in der Reperaturanleitung, die ich dir geschickt habe, enthalten. 

Den Montagerahmen für die einzelnen Geräte im Fuß kann man durch lösen der rechten beiden Schrauben rausschwenken.

Der Rahmen ist oben und unten jeweils in einem Stift gelagert. Somit kommt man ganz gut an die Klemmleiste ran.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 57 Minuten schrieb flimmerman:

die Stecker-Pin Bezeichnungen sind alle in dem Schaltplan in der Reperaturanleitung, die ich dir geschickt habe, enthalten

Ja das stimmt schon, nur soweit ich es richtig gesehen habe, ist es ein anderes Bedienfeld das dort beschrieben wird.

Die "Gretchenfrage" ist ob die Angaben im Plan auf die Bedienfelder die mir nun zur Verfügung stehen, auch zutreffen.  

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Wenn das von dir gepostete Bild des Bedienfeldes in deiner Maschine verbaut ist, dann trifft die Nummerierung auf Seite 142 der Reparaturanleitung zu und dazu entsprechend die markierte Nummerierung im Schaltplan.

IMG_20260503_203812_HDR.thumb.jpg.7a7be876cfdc5c0eb514195ae7a0e2b4.jpg

Bedienfeld.jpg

Schaltplan.jpg

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Alles klar.. ich danke dir nochmals.

Freue mich schon auf die Umsetzung deiner Hinweise in Form der Anfertigung des Kabels. Jetzt bin ich schon bedeutend zuversichtlicher, die Maschine(n) zum Laufen zu bringen.

Vorerst muss ich allerdings noch um die Verkabelung der Lampenhäuser kümmern. Diese Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Ich habe mich in der Menge des bestellten hitzebeständigem Litzekabels (aus China) vertan und musste nachbestellen. Dauert leider um die vier Wochen bis das endlich hier in Deutschland angekommen ist. 

Auf dem deutschen Markt habe ich vergleichbares, vor allem zu den preislichen Konditionen nicht finden können.

Geschrieben

Der @flimmerman hat vor einigen Jahren auch schon zwei B14 Studio komplett überarbeitet und in ein Kino hier im Süden eingebaut. Lief damals alles zur vollsten Zufriedenheit ab. Wäre die Digitalisierung nicht gekommen, würden die sicher heute noch dort stehen und täglich laufen 🙂 

Geschrieben (bearbeitet)

Ja, kann man froh sein das solche Leute hier im Forum vertreten sind, die vor allem bereit sind ihr Wissen zu teilen.

Das Forum lebt doch vom Informationsaustausch.

Die beiden B14 die ich gerade aufarbeite würden ohne die Hilfe hier sehrwahrscheinlich nur schöne Ausstellungsstücke werden - aber niemals richtig zum Laufen kommen.

Gerade weil die Hilfe hier so groß ist, gebe ich mir besondere Mühe mit der Dokumentation. Ich hoffe damit auch anderen nicht unbedingt fachkundigen die Möglichkeit zu geben, zumindest einen BAUER Projektor der "B" Serie durch lesen des Treats , aufzuarbeiten, einzurichten und elektrisch anschließen zu können.

 

 

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
Geschrieben

Die normalen Bauer Projektoren kann eigentlich jeder wieder in Betrieb nehmen, der sich ein wenig mit Schaltplänen auskennt, da ist nicht viel dahinter, die Anleitungen samt Schaltbildern sind auf kinobauer.de hinterlegt.

 

Die Studio-Maschinen sind da wieder eine eigene Hausnummer, aber um Ehrlich zu sein: Es wird niemand so eine detaillierte Restauration vornehmen wie Du es gerade machst, das ist bei den meisten Maschinen auch gar nicht notwendig.

Geschrieben

Finde den Thread hier prima, inspirierend und beeindruckend. Schön zu sehen, wie die Maschine wieder in neuem Glanz erstrahlt, und auch wie hier die "alten Hasen" gemeinsam nach Kräften beitragen.

Bitte fortführen.

  • Thumsbup 3
  • 2 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo an alle die 's (noch)) interessiert.

In den vergangenen 10 Tagen hatte ich 

leider kaum Zeit um an den Maschinen - oder besser an "Der" Maschine weiter zu arbeiten. Ich arbeite zwar manchmal parallel an beiden Maschinen aber im Kern konzentriert sich im Moment alles auf die B14 in der Standardausführung.

Mag sein, dass dem Ein- oder Anderen die Vorgehensweise bzw. die Abfolge der Arbeitsschritte bei den Restaurationsarbeiten ein wenig durcheinander vorkommt, bei genauer Betrachtung, ergibt sich jedoch schon ein Bild das logisch und chronologisch zusammenhängend ist.

So war ich eigentlich im letzten Abschnitt mit dem Aufarbeiten der Zündgeräte beschäftigt, musste diese Arbeit allerdings erstmal zurückstellen, da ich vor dem Einbau zuerst den Spindelantrieb auf dem ja auch der Lagerschlitten des Zündgerätes sitzt, auf Funktionalität testen musste.

Dabei hatte sich dann rausgestellt, dass die frisch montierte Hilfsspiegelhalterung, die bis vor kurzem noch fehlte, sich nicht verstellen lies. Ich muss zugeben, dass ich das mechanische System der drei Spindeln (nicht der drei Muscheln)) in ihrer Funktionsweise anfangs überhaupt nicht verstanden habe. Mir war zwar klar wenn ich hinten drehe, muss vorne was passieren (Spiegel dreht sich, Spiegel hebt sich) Was  innendrin in der Spindel passiert, war mir wie schon angedeutet, bis dato allerdings ein Rätsel.

Schlau wie ich war hab' ich mir gedacht bei den zwei anderen Lampenhäusern die ich habe nachzuschauen, wie das im Detail dort mechanisch gelöst ist und was ich nach dem Entrosten der Einzelteile der Spindelstangen beim Zusammenbau eventuell falsch zusammengesetzt hatte. 

Zu meiner Ernüchterung musste ich feststellen, dass ich es mit drei verschiedenen Spindelantrieben aus drei Generationen zu tun hatte. Abkucken ging also nicht.

Also alles wieder auseinander nehmen um zu schauen wie das Ganze überhaupt funktioniert..?

Das hätte bedeutet auch das ganze Lampenhaus wieder runterzunehmen um auch von unten an Stangen und Schlitten vernünftig heranzukommen. Das war mir ehrlich gesagt zu viel Aufwand und zudem etwas zu schwer, da das Lampenhaus unhandlich ist und sich somit alleine nur umständlich tragen lässt.

Die Lösung des Problems habe ich dank KI (Erklärung von parallel Spindelantrieben) und einem Spiegel den ich ins Lampenhaus legte um die Ansicht von Unten zu bekommen, gefunden.

Die beiden äußeren Spindeln im Lampenhaus arbeiten mit einem Friktionsantrieb. Dabei drückt die innere lange Hülse, die mit dem dafür zugehörigen Handrad verbunden ist, gegen eine kürzere Hülse die mit dem Schlitten der Hilfsspiegelhalterung verbunden ist. Der Schlitten muss auf beiden Seiten mittels spezieller Führungsschrauben in die Führungen der inneren Spindelhülsen verschraubt werden. Wichtig ist, es darf nichts verkantet werden oder Klemmen. Beim Einschrauben muss man vorsichtig immer wieder prüfen, ob noch genug Spiel vorhanden ist, damit der Schlitten des Hilfsspiegels leicht laufen kann.

In einem weiteren Schritt, bei dem dann der eingelegte Spiegel unter den Spindeln zum Tragen kommt, werden dann die Führungsstifte die für das Heben und Drehen des Hilfsspiegels zuständig sind eingeschraubt und einseitig die Feder eingesetzt. Das komplexe dieser Arbeit war dass die Führungsstifte von Unten eingesetzt werden mussten.

Erst als dies alles funktionierte, konnte ich sicher sein, dass ich den Lagerschlitten des Zündgerätes nicht ausbauen musste.

Ja und der Fehler, was war das genau..?

Nun, da mir die Funktionsweise nicht klar war, griffen die Führungsschrauben des Schlittens ins Leere. System erkannt.. und richtig zusammengebaut.

Die Einstellung des Hilfsspiegels ist nun möglich. Nächster Schritt: Einbau des Zündgerätes.

Foto unten: Blick durchs Lampenhaus auf den Spindelantrieb.IMG_20260531_130910_HDR.thumb.jpg.4228722dfec940e2c11f6e7fcbb223d8.jpg

Foto unten / Detailansicht: Führungsstift befestigt in der inneren Spindelhülse, drückt gegen den  gefederten Stehbolzen zur horizontalen Verdrehung des Hilfsspiegels. 

Das Foto ist seitenverkehrt in den Spiegel unter dem Spindelantrieb hineinfotografiert.

IMG_20260531_125108_HDR.thumb.jpg.7430fab5fa3a1fb9934c42db85635eb2.jpg

 

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
Geschrieben

Auch hier ging's weiter:

Zündgerät aus dem Blechbehälter ausgebaut teils entrostet und gereinigt.

Frage ist ob man die Kondensatoren nicht tauschen sollte. (?)

IMG_20260531_131029_HDR.thumb.jpg.4118d0a2264a3baf56cef6dd6a77e7bf.jpg

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Die zwei Hochspannungs-Kondensatoren plus Kondensator im Keramikröhrchen, im kamerazugewandten Teil: Nein.

 

Die zwei Siemens-Elkos neben dem Relais: möglicherweise. Manche alte Elkos (Siemens, Philips) halten ihre Werte ganz gut, allerdings sind die hier durch die Nähe zur Lampe auch stärker wärmebelastet, und trocknen damit eher aus.

Ich empfehle Durchmesse (Kapazität, Leckstrom). Falls das nicht möglich ist: Tausch gegen moderne 110-Grad-Typen.

  • Thumsbup 1

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...

Filmvorführer.de mit Werbung, externen Inhalten und Cookies nutzen

  I accept

Filmvorfuehrer.de, die Forenmitglieder und Partner nutzen eingebettete Skripte und Cookies, um die Seite optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von externen Inhalten (z.B. youtube, Vimeo, Twitter,..) und Anzeigen.

Die Verarbeitungszwecke im Einzelnen sind:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
  • Datenübermittlung an Partner, auch n Länder ausserhalb der EU (Drittstaatentransfer)
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für diese Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu. Darüber hinaus willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Weiterführende Details finden Sie in unserer  Datenschutzerklärung, die am Ende jeder Seite verlinkt sind. Die Zustimmung kann jederzeit durch Löschen des entsprechenden Cookies widerrufen werden.