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Überlängenzuschlag ab 120 Minuten?


Bali-Kino
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Hab mich gestern im hiesigen Plex über den Kartenpreis gewundert (9,50 EUR im kleinsten Saal mit gerade mal 59 Plätzen) und anläßlich dieser Diskussion mal auf der Website nachgesehen. Da gibt es doch tatsächlich gestaffelte Zuschläge:

ab 111 Min.: 0,50 EUR

ab 131 Min.: 1,00 EUR

ab 151 Min.: 1,50 EUR

dazu noch 1,- EUR Zuschlag für "Loge", was je nach Saal alles ab der 6. oder 7. Reihe betrifft (im kleinsten Saal alles ab der 3. :!: Reihe; hat ja nur 5 Reihen).

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Gebe noch meinen Senf dazu:

 

Wie der Begriff Eintrittsgeld sagt, zahlt ein Kinobesucher für Zutritt zum Veranstaltungsraum samt Vorraum und WC. Der Zusammenhang mit dem Hauptfilm ist lockerer, als im Allgemeinen angenommen wird. Für den Betrag XY kann der Theaterbetreiber seinen Besuchern ohne Weiteres auch ein Vorprogramm verabreichen, Dias aller Art, zusätzliche Bühnenshow, was auch immer. Wenn der Hauptfilm keinen Zweistundentakt erlaubt, dann ist das zunächst ein Problem des Kinobetreibers (Verleih und Produktion sind am Akt der Aufführung nicht beteiligt).

 

Es leuchtet ein, daß Erhöhung des Eintrittspreises bei weniger Vorstellungen gerechtfertigt ist. Ich finde, hier spielen in erster Linie Angebot und Nachfrage zwischen Kino und Publikum. Wenn es einem Kinobetreiber nicht gelingt, irgend eine Linie für sein Haus aufzubauen, dann wird das Programm doch vom Verleih gemacht. In diesem Fall reden die Verleiher bei den Verträgen mit. Früher brachte das eine Änderung der Staffel mit sich (Kinostaffel), heute wird wieder im Block gebucht oder mit anderen Druckmitteln operiert.

 

Nach meinem Geschmack soll Filmprojektion teurer sein als Beamerbild. Der schlaue Kinomensch hält das Beamerbild einfach kleiner als das traditionelle. Vielleicht auch noch eine Spur dunkler

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Hallo Leute,

 

hab auf der ersten Seite die Diskussion mitbekommen 24fps vs. 25fps. Ich wollte diesbezüglich mal nachfragen wo der Unterschied beim Filmgucken liegt und ob man den überhaupt merkt? Unsere Projektoren (Ernemann 14) können beides, es wurde aber von der Geschäftsleitung beschlossen, dass mit 25fps gefahren werden muss. Ich hab das Gefühl, dass man z. B. bei schnellen Action Szenen (wie z. B. bei Transformers, Transporter usw.) die sowieso schon schnell geschnitten werden, noch weniger mitbekommt. Aber ich bin leider kein Profi auf dem Gebiet und hab auch nicht die Vergleichsmöglichkeiten.

Greez

Jong

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Hallo Leute,

 

hab auf der ersten Seite die Diskussion mitbekommen 24fps vs. 25fps. Ich wollte diesbezüglich mal nachfragen wo der Unterschied beim Filmgucken liegt und ob man den überhaupt merkt? Unsere Projektoren (Ernemann 14) können beides, es wurde aber von der Geschäftsleitung beschlossen, dass mit 25fps gefahren werden muss. Ich hab das Gefühl, dass man z. B. bei schnellen Action Szenen (wie z. B. bei Transformers, Transporter usw.) die sowieso schon schnell geschnitten werden, noch weniger mitbekommt. Aber ich bin leider kein Profi auf dem Gebiet und hab auch nicht die Vergleichsmöglichkeiten.

Greez

Jong

 

Ja, das mit den 25 B/s war ja auch mein Stand - bis ich vor kurzem während des Betriebes mal einen Blick auf die Anzeige vom Frequenzumrichter werfen konnte, der da doch tatsächlich 52 Hz anzeigte :shock: . Hab ich jetzt nen Denkfehler oder entspricht das dann nicht sogar 26 Bildern pro Sekunde (bei 2-Flügelblende)?

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Könnte schon sein, aber du weißt das sicherlich besser als ich ob das nun 25 oder 26 Bilder pro Sekunde sind. Wenns 26 wären, wovon ich mittlerweile stark ausgehe, dann würde dies auch erklären, dass uns wirklich jede Woche mehrere Kids in die Säle kotzen. Das ist echt ein Phänomen. Und die Filme sind ja auch immer extrem viel früher aus, als auf unseren Zeitplänen steht. Wär super wennst des rausfinden könntest.

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Zuschlag ab 120 Minuten ist schlichte Abzockerei, sonst nichts.

Diese Grenze ist zu dicht an der Durchschnittslänge heutiger Spielfilme, wegen 10 oder 15 Minuten fallen bestimmt keine Vorstellungen aus.

 

Abspiel mit 25 B/s ist eindeutig Betrug, weil eine Dienstleistung (Aufführung eines Werks, das eine klar definierte Zeitdauer hat, siehe FSK-Freigabe) in kürzerer Zeit erbracht wird. Ob der Zuschauer das bemerkt, ist dabei egal.

 

Bei Analog-Tonwiedergabe findet zusätzlich eine von der Produktion nicht geplante und hörbare Veränderung der Tonhöhe (Musikwiedergabe!) statt, technische Gründe wie beim PAL-TV gibt es im Kino dafür nicht.

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Abspiel mit 25 B/s ist eindeutig Betrug, weil eine Dienstleistung (Aufführung eines Werks, das eine klar definierte Zeitdauer hat, siehe FSK-Freigabe) in kürzerer Zeit erbracht wird. Bei Analog-Tonwiedergabe findet zusätzlich eine von der Produktion nicht geplante und hörbare Veränderung der Tonhöhe (Musikwiedergabe!) statt, technische Gründe wie beim PAL-TV gibt es im Kino dafür nicht.

 

dann sind auch alle vorführungen mit z.b. Bauer B12 oder Bauer U2 seit jahrzehnten betrug am publikum ... denn die laufen, bauseitig bedingt, mit 25B/sek. :-)

 

Für den heutigen spielbetrieb bedarf es einen 35mm projektor mit frequenzumformer bzw. mit verstellbarer geschwindigkeit, damit man beide geschwindigkeiten korrekt abspielen kann. Nicht wenige filme werden mit 25B/sek. gedreht und hier muss man auch korrekte wiedergabe gewährleisten können. Einen solchen film mit 24B./sek. vorzuführen würde auch zu den o.a. verfälschungen, dann allerdings mit längerer laufzeit, führen. Beispiele für 25B./Sek. als korrekte wiedergabegeschwindigkeit sind "Alles auf Zucker", "Rythm is it", "Vier Minuten", "Import/Export" u.v.m.

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Eine U2 sollte man natürlich nur mit originalem Todd-AO-Material in 30 B/s füttern! ;)

 

B12 läuft meines Wissens mit dem 1440-UpM-Motor sehr wohl 24 B/s, mit der U2 kenne ich mich nicht aus. Was meint stefan2 dazu?

 

 

Konstruktive Ausnahmen ändern nichts daran, daß 24 Bilder die Norm sind. Wer daher - wie im Thread beschrieben - technisch sowohl 24 als auch 25 B/s spielen kann und sich für 25 entscheidet bzw. seine Vorführer dazu zwingt, betrügt seine Besucher und verzerrt das Werk des Filmemachers.

Weniger sichtbar, aber keinen Deut besser als das Abschneiden oder Kürzen von Abspännen, Ouvertüren (bei alten Filmen) oder Auslassen ganzer Akte (ja, das gab's, früher war nicht alles besser...).

 

Zur korrekten Wiedergabe z.B. von TV-Produktionen ist 25er Frequenz in der Tat wichtig, weil die Verlangsamung/Absenkung des Tons deutlich störender ist als die Beschleunigung/Erhöhung. Für Erstaufführungskinos hat das wenig Bedeutung, denn wer einen Film explizit zur Kinoauswertung produziert, sollte sich an die Norm halten oder zumindest die Tonhöhenverschiebung für die Kinoversion digital kompensieren.

 

Sonst ist man wieder bei Zuständen, wie sie Guido Seeber in DER PRAKTISCHE KAMERAMANN (1927) schildert. Er empfiehlt dort, wichtige Einstellungen (fallende Objekte, Schriftstücke) nicht zu kurz stehen zu lassen, da sonntags der Kinobesitzer gern "Dampf macht", um eine weitere Vorstellung unterbringen zu können.

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Könnte schon sein, aber du weißt das sicherlich besser als ich ob das nun 25 oder 26 Bilder pro Sekunde sind. Wenns 26 wären, wovon ich mittlerweile stark ausgehe, dann würde dies auch erklären, dass uns wirklich jede Woche mehrere Kids in die Säle kotzen. Das ist echt ein Phänomen. Und die Filme sind ja auch immer extrem viel früher aus, als auf unseren Zeitplänen steht. Wär super wennst des rausfinden könntest.

 

Ich glaub du stehst grad wirklich etwas gefährlich :lol:

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@Fabian: Wieso stehe ich gefährlich? Das kapier ich leider nicht. Ich wollte doch nur wissen warum bei 52 Hz und einer Zweiflügelklappe, was auch immer das sein soll, die Maschine angeblich auf 26 fps läuft. Mehr nicht. Aber bis jetzt konnte das anscheinend noch niemand beantworten.

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Zuschlag ab 120 Minuten ist schlichte Abzockerei, sonst nichts.

Diese Grenze ist zu dicht an der Durchschnittslänge heutiger Spielfilme, wegen 10 oder 15 Minuten fallen bestimmt keine Vorstellungen aus.

 

Abspiel mit 25 B/s ist eindeutig Betrug, weil eine Dienstleistung (Aufführung eines Werks, das eine klar definierte Zeitdauer hat, siehe FSK-Freigabe) in kürzerer Zeit erbracht wird. Ob der Zuschauer das bemerkt, ist dabei egal.

 

Bei Analog-Tonwiedergabe findet zusätzlich eine von der Produktion nicht geplante und hörbare Veränderung der Tonhöhe (Musikwiedergabe!) statt, technische Gründe wie beim PAL-TV gibt es im Kino dafür nicht.

 

Eindeutig ist die Wiedergabe mit 24 -0,5 +1 (Nur für kompatible Wiedergabe in der Audiovision, Nicht für Filmtheater) genort.

 

Viele Asynchronmaschinen liefen schneller stimmt auch, aber Ernemann IX und Ernemann VIIb, E IV, hatten Synchronmaschinen mit Zwischengetriebe.

Bauer U2 läuft ebenfalls mit Zwischengetriebe und 24 Bildern in Lieferversion per Synchronmotor. (Gibts bei mir nicht mehr, hier FU mit 48/ 60 Hz und Direktkopplung)

 

Bei SRD ist die Verschiebung ebenfalls hörbar, hier gibt es keine interne Taktquelle! Takt ist die vom Film gelieferte Drehzahl.

DTS und SDDS halten die Tonhöhe, indem kurze Segmente unter Hörschwelle (20 ms) weggelassen werden oder doppelt ausgegeben werden. In jedem Falle ist bei allen Formaten bei Abweichung von 24 Bps mit Verschlechterung der Fehlerkorrektur und Tonqualität zu rechnen.

 

Heute 25 Bps zu spielen, ist Betrug, und es gibt keinen Grund dafür. Einige Fernsehspiele werden mit Hinweis 25 Bps geliefert, die gehören nicht ins Kino!

 

Ein ZUschlag ab 120 min wird dann ja gern aufgrund der FSK Laufzeit erhoben. Dreist wird es, wenn dann bei 25 Bps die 120 min nichtr erreicht werden. Ob es Betrug ist, das vermag ich nicht zu entscheiden. Schließlich ist dem Gast der Filmbesuch ja den Kartenpreis wert. Wir haben nie irgendwelche ZUschläge erhoben, auch meine Freunde nicht. Auch nicht für Digitalvorstellungen. Denn eine im Osi Modell Schicht 2 (Transportschichtumstellung) Änderung verändert die REzeption auf der Bildwand nicht. Kosten? Einen Kinosaal zu bauen kostet < 1000000 Euro. Neue Reifen für den LKW odser PKW muß es auch mal geben, im Verhältnis zum Kaufpreis eine ähnliche Ausgabe, wie SRX Dijektion.

 

St

 

St

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Es gibt schon Streifen, die mit 25 Sekundenbildern zu spielen sind, zum Beispiel den da: http://www.csr-records.ch/label-i.html. Wurde auf 16-mm-Material aufgenommen, Blow-up, Dolby-SR-Spur auf 35er Kopien, diese mit Ernemann V und extra gedrehter Riemenscheibe mit 25 vorgeführt. Was man nicht alles macht, aber dafür hat's im Saal gefetzt!

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@Fabian: Vielen Dank jetzt weiß ich bescheid. Ich habs ja nicht gesehen, aber Showmanship hats wohl gemerkt. War schon über eine Woche nicht mehr im BWR. Du meintest aber schon den Gleichrichter mit 52Hz oder den Frequenzumrichter oder den Scharfrichter??? :D Sorry, ich kenn mich mit Strom nicht so gut aus. Könntest du mir das nochmal für Doofe erklären wo genau ich da nachschauen muss...Wär super

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Jong17, deine «Zweiflügelklappe» ist die Blende, eine mit zwei Flügeln, integrierendes Element eines Kinoprojektors. Mit der Blende unterbrechen wir das Licht für die Zeit, die es braucht, den Film um einen Schritt zu transportieren.

 

Wir dürfen nur stillstehende Filmbilder projizieren, sonst entsteht ein verschmiertes Laufbild. Das will keiner sehen.

 

Bei 24 Bildern in der Sekunde hätten wir 24 Hell-Dunkel-Wechsel auf der Bildwand, was schrecklich flimmert. Mit einem zweiten Flügel unterbrechen wir den Lichtstrahl jedoch noch ein Mal und haben damit 48 Hell-Dunkel-Wechsel. Das Flimmern verschwindet.

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Das kannst du einfach messen, indem du so ein Billiggerät, mit dem man die Monitorfrequenz messen kann vors Objektiv oder an die Leinwand hältst.

 

Oder du klemmst bei demenstprechender Ausstattung einfach eine Photozelle an einen Frequenzzähler, allerdings dürfte wahrscheinlich die erste Lösung die einfachste sein.

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Oder: Du misst einfach mal die Ist-Laufzeit eines Spielfilms und vergleichst sie mit der Soll-Laufzeit (Länge in Metern nach FSK-Freigabekarte dividiert durch 30 plus 10% = Soll-Laufzeit in Minuten). Je vier Minuten Abweichung auf 100 Minuten = ein Bild/Sekunde Abweichung von 24 Bildern/Sekunde.

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Nein nein, also bei uns ist es viel einfacher - wie es der Zufall wollte hatten wir einen Defekt an ner Maschine und so haben wir sie hald kurze Zeit mit offener Rückseite betrieb, also die Gehäuseabdeckung runter und die schwenkbare Halterung der Platine aussen fixiert. Dann hat man einen guten Blick auf den FU (so ein weißer Kasten mit LED-Display und Tasten)... Der zeigt die die Frequenz an - das waren eben 52 Hz, was mich einigermaßen erstaunt hat.

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