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nomasala

Rollenwechselindikatoren / Brandlöcher / Cigarette Burns...

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die kreisförmige Corona entsteht übrigens automatisch wenn man das Negativ stanzt. In der Kopie ist das Loch dann schwarz, der Rand weiss bzw. zumindest heller. Ist also vermutlich eher ein angenehmer Nebeneffekt als ein gezielter Kopierwerkseffekt.

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Zur Illustration des Themas: ARRI Lochstanze - aus einem undatierten ARRI-Katalog, vermutlich sechziger oder siebziger Jahre. Jemand hat mit krakeliger Schrift den seinerzeitigen Preis dazugeschrieben: 240 DM.

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Bei Film-Tech habe ich grade in einer anderen Diskussion am Rande mitbekommen, dass die Franzosen die verleiher- bzw. laborseitige Anbringung von Überblendzeichen vor geraumer Zeit abgeschafft haben. Weiss jemand, wann das war?

 

 

- Carsten

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@ - Carstenk

 

Überblendungszeichen,sind seit der Einführung des Tellerbetriebes,immer seltener geworden.

Auf den Aktdosen,konnte man öffters den Schriftzug - Dieser Akt hat keine Überblendzeichen - lesen.

 

REBEL

 

 

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ARRI Lochstanze - aus einem undatierten ARRI-Katalog, vermutlich sechziger oder siebziger Jahre. Jemand hat mit krakeliger Schrift den seinerzeitigen Preis dazugeschrieben: 240 DM.

Wenn einer die noch haben sollte - ich wäre interessiert!!

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Wenn einer die noch haben sollte - ich wäre interessiert!!

 

Ich wäre auch sehr interessiert!

Also, jetzt hab ich mal wieder nach Monaten hier reingeguckt und gesehen, dass der Thread auf 2 Seiten angeschwollen ist! Wahnsinn, vielen Dank an alle! Das Kunstprojekt ist allerdings immer noch im Entwicklungsstadium...

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Hallo.

Bei frz. und dt. Produktionen verschwanden die kopierten Ü-Zeichen 2003/4,

während US-Produktionen immer noch einkopierte, schwarze Kreise aufweisen.

Bezüglich der Berlinale kann ich Uli nur zustimmen. Im Forum arbeitet man

auch so. Ist ja ohnehin die gleiche Kopienkontrolle. Was mich dabei (35mm-spezifisch)

immer etwas stört(e)(?) ist, dass 1: 1.78 nicht berücksichtigt wurde,

was gerade bei untertitelten Filmen zu Kopfzerbrechen führen kann.

Entschuldigt wurde das mit der Aussage, daß die meisten Häuser 1.78 als 35mm-

Format nicht bereithielten, und man nicht für "Verwirrung" sorgen wolle.

Soviel nur am Rande. Hat sich fürwahr ja bald erledigt. Bei der Berlinale bleibt

das Trägermedium eventuell ja noch als Feigenblatt erhalten(als 70mm-Ersatz...). :roll:

MfG

Dieter

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Die "standardkonforme" Überblendung hat nachwievor den Vorteil auf Einigung verlässlicher Vorführabläufe auch und gerade im Falle von Personal- oder Kinowechsel. Ein industrielles Prinzip, jedoch diktierbar nur bei neuwertigen Filmkopien.

 

Um 1981 bis Ende der 80er bevorzugten wir im Programmkinosektor (Einsatz von Repertoire-, Sammer- oder Archivkopien) die Abrissüberblendung. Sowohl das späte Eintreffen von Filmen als auch die Unlust, in bereits über die Maßen mit Kennzeichen übersäten Materialien unbedingt auch noch "eigene" Indikatoren zu hinterlassen und die Verwirrung somit auf die Spitze zu treiben, führte im Rollenbetrieb mit offenen Spulenkästen zum Wunsch, bei Altmaterial mit zwei Sekunden Vorlaufzeit zu überblenden. Allerdings bei Existenz einer Ausrüstung mit Rechts- und Linksmaschine (z.B. Bauer-B8-Typen), um somit den Überblick zu erleichtern.

Mit den zumeist von der Klangfilm bei Bauer-Projektoren mitgelieferten Europa-Klangfilm-Lichttongeräten klappte dies recht ordentlich, stand doch diese Type über Jahre auch in den Pflichtenheften der Rundfunkanstalten als Referenzgerät. Bei späteren Kinotonmaschinen (FP20/30/40, DP75) erwies sich die Hochlaufzeit bei weitem träger (ebenso wie die Hochaufzeit der mit dem Motoschütz zündenden Xenonlampe usw.). Insbesondere nach dem Maschinentausch im IFB-Retrospektivenkino "Astor" an der Berliner Fasanenstrasse, nachdem Bauer B11 den Kinotonmaschinen wich, fiel dies jahrelang unangenehm auf.

Recht sauber und flink ist der Dämpfungsausgleich m.E. auch bei den Cinemeccanica-Projektoren (Viktoria-5 oder 8 u.a.).

 

Ärgerlich fand ich die auch in der DDR beliebte Praxis (obwohl dort der Respekt vor Standards länger erhalten blieb als im Westen), als für Überblendautimatiken wie Pyrcon UP700 Metallfolien auf Filme und sogar 70mm-Filme geklebt wurden, die früher oder später zu Einrissen oder einem Wegziehen der Schlaufe nach der Kreuzrollen führten.

 

Wer selber Filme besitzt oder sammelt, die bisher ohne Überblendzeichen auskam, der braucht sie doch auch nicht in Zukunft? Was einmal "drin" ist, geht nicht mehr "raus". Und irgendwie, bei aller Liebe zur Evidenz des kinematographischen Vorgangs, stören all die Stanzungen, Gravuren und Klebungen eminent und sind kein Bestandteil des künstlerisch gewollten Konzepts.

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Was ist genau eine "Abrissüberblendung"? Wenn ich Google befrage, kommen nur 2 Ergebnisse und beide sind eine Erwähnung des Wortes in diesem Forum hier.

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Das ist eine elektrische Angelegenheit, bei der man den einen Lichtbogen abreißen läßt dadurch, daß man den anderen zieht. Der Gleichrichter bringt nur Leistung für eine Bogenlampe. Es sieht nicht gerade de luxe aus.

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Tja, sah wirklich nicht super aus. Manchmal unausweichlich, wenn man zwei Maschinen und einen separaten Diaprojektor, aber nur zwei Gleichrichter hatte. Dann durfte man das Vorprogramm "auf Abriss" fahren, da blieb man echt auf Trab. Zur Erinnerung: In alten Zeiten wurde zu jedem Trailer (damals noch "Vorspann" genannt) das zugehörige Dia gezeigt: "Ab Freitag", "Ab Dienstag", "Unser nächstes Programm". Aber natürlich kam auf den Breitwand-Vorfilm ein CS-Trailer und dann nochmal ein Breitwand-Trailer und vielleicht noch was im Normalformat für die Sonntags-Matinee. Breitwand lief auf der einen Maschine, CS (und normal) auf der anderen. Minuskohle auf der laufenden Maschine schon mal vorsichtig auseinanderziehen, im richtigen Moment die Kohlen des Diaprojektors aneinanderknallen, gleich wieder auseinanderziehen. Dia steht. Um die Maschine herumhüpfen, mit der zweiten weiter. Ach Palast-Lichtspiele, ach Adria, was war das für eine tolle Zeit ... :)

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Tja, sah wirklich nicht super aus. Manchmal unausweichlich, wenn man zwei Maschinen und einen separaten Diaprojektor, aber nur zwei Gleichrichter hatte. Dann durfte man das Vorprogramm "auf Abriss" fahren, da blieb man echt auf Trab. Zur Erinnerung: In alten Zeiten wurde zu jedem Trailer (damals noch "Vorspann" genannt) das zugehörige Dia gezeigt: "Ab Freitag", "Ab Dienstag", "Unser nächstes Programm". Aber natürlich kam auf den Breitwand-Vorfilm ein CS-Trailer und dann nochmal ein Breitwand-Trailer und vielleicht noch was im Normalformat für die Sonntags-Matinee. Breitwand lief auf der einen Maschine, CS (und normal) auf der anderen. Minuskohle auf der laufenden Maschine schon mal vorsichtig auseinanderziehen, im richtigen Moment die Kohlen des Diaprojektors aneinanderknallen, gleich wieder auseinanderziehen. Dia steht. Um die Maschine herumhüpfen, mit der zweiten weiter. Ach Palast-Lichtspiele, ach Adria, was war das für eine tolle Zeit ... :)

 

Ganz genauso kenne ich das auch noch ... schön auf Abriß zwischen Dias und Werbevorspannfilmen ... das waren noch Zeiten. ;-)

Das durfte man aber nur mit gut eingebrannten Kohlen machen - bei neuen hätte es sehr unangenehme Effekte gegeben.

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iihh, nee! Einbrennen dauert halt einiges an Zeit. Aber später dann, wenn man die Kohle brauchte: Zünden - der Lichtbogen stand und mit ihm - das ruhige Licht. Wie heute, bei "neuen" Lichtquellen......

 

Viele Grüße an alle Kohleliebhaber!

D21

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In alten Zeiten wurde zu jedem Trailer (damals noch "Vorspann" genannt) das zugehörige Dia gezeigt: "Ab Freitag", "Ab Dienstag", "Unser nächstes Programm". Aber natürlich kam auf den Breitwand-Vorfilm ein CS-Trailer und dann nochmal ein Breitwand-Trailer und vielleicht noch was im Normalformat für die Sonntags-Matinee. Breitwand lief auf der einen Maschine, CS (und normal) auf der anderen.

"Vorspann"... war auch damals schon das falsche Wort - aber "Voranzeige" wurde oft gesagt.

Ich habe damals die Dias über den laufenden Trailer eingeblendet, das ging ganz gut, besonders dann, wenn es helle Schrift auf schwarzem Grund war, und sah elegant aus. Aber man hätte ja auch einfach ein paar Sekunden Schwarzfilm zwischen die Trailer hängen und das Dia dann zeigen können, während der Schwarzfilm durchlief.

Ich spielte das Vorprogramm immer auf einer Rolle in Normalbild (nur ein CS-Vorfilm oder die CS-Wochenschau liefen auf der anderen Maschine), bei CinemaScope-Trailern konnte man dann innerhalb von 2 Sekunden den Anamorphoten in die Halterung einführen (was mit Markierung zur horizontalen Ausrichtung kein Problem war; Objektivrevolver gab's damals noch nicht).

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"Vorspann"... war auch damals schon das falsche Wort - aber "Voranzeige" wurde oft gesagt.

Scheint mir ein interessanter Hinweis darauf, dass die Begriffsbildung regional möglicherweise stark unterschiedlich war. Hier in Berlin hieß das, worüber wir reden, jedenfalls ganz offiziell "Vorspann" - so offiziell, dass ich es auch in meinem (ersten) Arbeitsvertrag wiederfinde, in den ich nostalgiehalber gerade noch mal geschaut habe: "Dia, Werbefilme, Vorspann etc. sind genau nach den Anweisungen der Theaterleitung einzusetzen." - Aber Unterschiede in den Begriffsbildungen sind ja nicht ganz untypisch. Hier in Berlin habe ich noch nie jemand vom "Bildwerferraum" reden hören geschweige denn von seiner Abkürzung "BWR". Das Ding heißt hierzulande ganz profan "Vorführraum". (Dass mein Arbeitsvertrag daraus "Vorführungsraum" machte, ist noch eine ganz andere Geschichte.)

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... Begriffsbildung regional möglicherweise stark unterschiedlich war ... "Vorspann" ... Hier in Berlin habe ich noch nie jemand vom "Bildwerferraum" reden hören ... Das Ding heißt hierzulande ganz profan "Vorführraum".

"Vorspann" galt immer schon als der Anfangsteil des Films mit den Titeln (incl. dessen, was vor dem Titel war). Ich vermute, die auch mir bekannte Verwendung fürs Vorprogramm bzw. für Teile desselben war einfach nur ein flapsiger, umgangssprachlicher Insiderjargon.

 

Dein Arbeitsvertrag ist, wie ich sehe, datiert von 1970 - da sprach keiner in Deutschland mehr von "Bildwerferraum", es hieß tatsächlich nur noch "Vorführraum". Die technische Betzeichnung "Bildwerferraum" findest du aber in allen älteren kinotechnischen Fachbüchern. Dass der Schriftzug "Bildwerferraum - Zutritt verboten" auf den Türen der Vorführräume z.T. heute noch prangt, könnte auch darin begründet sein, dass man in der Weimarer Republik und vor allem im Dritten Reich in deutschtümelnder Verkrampfung z.B. kaum "Projektor" schrieb, sondern meist "Bildwerfer".

 

Übrigens gibt es auch für den "Film" als solchen eine technische Bezeichnung, die sich auch heute noch in manchen Fachpublikationen und auf Normenblättern erhalten hat: "Laufbild" (Gegensatz "Standbild" für Diapositiv).

 

PS: Der eine oder andere unter den Lesern wird diese Beiträge wieder mal als uninteressant und absolut überflüssig ansehen. Ich freue mich aber, dass es in unserem Forum die Möglichkeit gibt, auch über diese liebenswürdigen Marginalien zu sprechen!

 

PPS: Ich liebe den Ausdruck "Bildwerferraum", und mein Archiv heißt "Laufbildarchiv"...

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Ich versuche, so viele deutsche Wörter zu verwenden, wie es geht. Statt Film sage ich Streifen oder Bildband. Wir reden ja auch vom Tonband. Tonspur, nicht Soundtrack. Vorführapparat ist ein wenig eckig. Bildwerfer ist doch cool. Oh, nein, knorke. Knorke ist berlinisch.

 

Statt Archiv kann man Sammlung sagen. Manchmal ist es eher eine Aufhäufung. Stehbildwerfer finde ich hinreißend.

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...Ich liebe den Ausdruck "Bildwerferraum"...,

 

Ich auch, und deswegen habe ich irgendwann dieses Schild an die Tür gehängt.

 

 

 

Ein unbeabsichtigter aber sehr guter Nebeneffekt war, das die alten Hasen den Neuen diese Abkürzung erst dann erklärten, wenn sie in der Lage waren, eine analoge Vorstellung fehlerfrei über die Bühne zu bringen. Was das Gefühl des Dazugehörens ungemein förderte.

Jetzt ist alles digi...

 

Thomas

 

ps. für Besucher immer der Betriebswirtschaftsraum ;-)

 

pps. Teilchenbeschleuniger :D :D :D

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Ich auch, und deswegen habe ich irgendwann dieses Schild an die Tür gehängt.

Thomas

Gewiss, gewiss, aber: Wo ist das Schild "Zutritt verboten"?

(Oder "Zutritt verboten ohne gültigen Erlaubnisschein für Laufbildwerferbedienfachkräfte"?)

 

[im Ernst: Wer ist für die blaugelbe Farbgestaltung ursächlich verantwortlich?]

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Naja, VERbotsschilder hats ja schon wahrlich genügend ;-)

 

Achja, die Farbe... :wacko:

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