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Patrick Müller

Filmempfindlichkeitseinstellungen von Fomapan bei einer Quartz DS8-3

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Hallo,

ich möchte mit der alten Quartz DS8-3 filmen und habe dazu das passende Filmmaterial gekauft: Fomapan R, 10m, ISO 100/21°, DS8. Ist es richtig, wenn ich den DIN-Wert an der Kamera auf 21 stelle oder muss ich den Film bei dem heutigen Filmmaterial etwas anders belichten? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, denn leider findet man nur wenig zu diesem speziellen Thema.

Edited by Patrickcinema (see edit history)

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Du musst die DIN Zahl (21) auf dem Drehrädchen der Bildgeschwindigkeit, mit der Du filmen willst (18 oder 24 oder 12 für leichten Zeitraffer oder 36 für leichte Zeitlupe) gegenüberstellen. Filmst Du mit 24 B/s muss die 21DIN neben der 24 stehen. Filmst Du mit 18 B/s, stell die 21DIN neben die 18!

Hoffentlich funktioniert die Messzelle noch korrekt.

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Hoffentlich funktioniert die Messzelle noch korrekt.

 

Das würde ich auch in jedem Fall erst einmal überprüfen ...

 

Und ich hatte schon einen ähnlichen Versuch unternommen, bei dem ich munter unterwegs war

und fleissig ausgewählte Sachen filmte ... als ich dann zu Hause den Film entnehmen wollte, war der

gar nicht weitergelaufen ... beim einfädeln war noch alles in Ordnung aber dann hat die heimlich einfach

an einer Stelle nicht weiter transportiert - Habe versucht den Fehler selber zu beheben mit allerlei Versuchen

aber bis jetzt zieht die den Film "nicht" verlässlich durch. Bei offenem Deckel klappt es manchmal ganz gut,

wenn ich den aber dann schliesse kommt es meistens wieder zu Störungen, der fördert das noch ...

 

Von der Kamera lasse ich auch erst einmal meine Finger - lohnt sich nicht aus meiner Sicht ;-)

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Dass der Film bei den Quartz manchmal nicht korrekt transoprtiert wird, liegt daran, dass der Greifer nicht ganz so tief ins Perfoloch eintaucht, wie er es eigentlich müsste. Kommt nun noch Polyesterfilm hinzu, der dünner ist, ist es möglich, dass der Film nicht mehr zuverlässig vom Greifer erfasst und transportiert wird...

 

Genau dieses Problem hatte ich bei meiner Quartz in meiner Kopierstation. Ich habe daraufhin die Greifermechanik so "manipuliert", dass sie sauber transportiert. Das hat zwar geholfen, aber der von Grund auf hundsmiserable Bildstand wurde dadurch auch nicht verbessert...

 

Darum nun also eine Bolex DS-8 als Kopierkopf, da weiss ich, was Sache ist und da stimmt dann auch der Bildstand...

 

Rudolf

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Dass der Film bei den Quartz manchmal nicht korrekt transoprtiert wird, liegt daran, dass der Greifer nicht ganz so tief ins Perfoloch eintaucht, wie er es eigentlich müsste. Kommt nun noch Polyesterfilm hinzu, der dünner ist, ist es möglich, dass der Film nicht mehr zuverlässig vom Greifer erfasst und transportiert wird...

 

Das ist eine plausible Erklärung ... ich habe aber auch den Fomapan benutzt ...

Der ist ja nicht so dünn wie Polyester. Die kleine Gummirolle ist oft auch schwergängig.

Vorsicht beim abdrehen, die Schraube muss genau anders herum gelöst werden als üblich !

Bei der Quarz DS8-3 hatte ich das erste mal Gate Lube angewendet, das half ein wenig aber leider

nicht vollständig und verlässlich, was ja das Greifer Problem nun ganz gut erklärt. Waren den frühere

Filmmaterialien wesentlich dicker als die heutigen ? - Bei manchen scheint die ja gut zu funktionieren.

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Waren den frühere Filmmaterialien wesentlich dicker als die heutigen und bei manchen scheint die ja gut zu funktionieren.

 

Wenn ich die alten Orwofilme heranziehe, die ich in den ersteigerten Quarz Kameras vorgefunden habe (und für die sie ja auch gemacht wurden), dann eher nicht.

Die Farbumkehrorwos in DS8 lagen bei 115 µm Gesamtdicke (Träger plus alle Schichten für Farbe, Schutz, Gleit), deshalb passten auch 12 m auf die kleine Tageslichtspule, ohne dass sie überlief. 12 m weil 10 m netto verwertbares, störungsfrei verfilmbares Material plus 1 m an jedem Ende zum Einfädeln, Anfangsbelichtung.

 

Zum Vergleich*:

Der E100D liegt bei 155 µm

Der UN54 liegt bei ca. 135 µm

Fujis Single8 RT200N lag bei 100 µm

 

* aus dem Gedächtnis. Schaue später nochmal genau nach und korrigiere, falls nötig.

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Guest renehaeberlein

Ach die alten Orwo Farbfilme ,wie ich die vermisse.

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Vielen Dank, das hat mir sehr geholfen. Die Kamera scheint völlig OK, das Filmeinlegen hat auch super funktioniert. Ich habe da ein schönes

dazu gefunden. Insgesamt erstaunlich, wie robust diese Kamera konstruiert wurde. Die Messzelle scheint auch noch tadellos zu funktionieren. Aber so richtig wird das erst das belichtete Material zeigen.

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Die Kamera als solches ist sehr wohl ganz logisch und einfach aufgebaut und funktioniert auch recht gut. Es mangelt bei der Kamera ganz einfach an der Präzision, die un mal eben für eine Ds-8 Kamera notwendig ist.

 

Mit ein bisschen Geschick ist es aber problemos möglich, die Greifertiefe nachzustellen, danach ist das Gerät sehr wohl brauchbar. Der schlechte Bildstand kommt eigentlich nicht wegen der Konstruktion zustande, da fehlt es ganz einfach an einem Lager, das wirklich spielfrei sein muss...und eben nicht immer ist...

 

Ein oder zwei hundertstel Millimeter Spiel im Lager... schon ist alles nicht mehr so, wie eigentlich sein müsste... leider...

 

Ansonsten: Eine äusserst robuste und sehr logisch gebaute Kamera, die mich sehr fasziniert hat...

 

Rudolf

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Das Lagerspeil hat wohl (wie so oft) Schwankungen. Klaus hat mit seiner DS8-M bei normalen Bildgeschwindigkeiten wohl keine Bildstandsprobleme...

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Hier mal ein Bild des Greiferantriebs der Quartz. Man störe sich nicht ob dem Kern Objektiv vorne dran, das muss so sein... Der Pfeil zeigt die Problemstelle, die für den Bildstand verantwortlich ist. Das winzig kleine Gleitlager und auch das Kugellager unter der Schraube dürfen kein Spiel haben, sonst gibts Probleme

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Guest Filmer

Vielen Dank, das hat mir sehr geholfen. Die Kamera scheint völlig OK, das Filmeinlegen hat auch super funktioniert. Ich habe da ein schönes

dazu gefunden. Insgesamt erstaunlich, wie robust diese Kamera konstruiert wurde. Die Messzelle scheint auch noch tadellos zu funktionieren. Aber so richtig wird das erst das belichtete Material zeigen.

 

Hallo Patrick,

 

ich bin och nicht dazu gekommen, deinem Kommentar auf YouTube zu antworten, aber ich mach es mal auf diesem Wege: Bevor du einen Film für wichtige Zwecke nutzt und dir vielleicht die Aufnahmen durch Fehlbelichtung verloren gehen, mach lieber einen Testfilm mit Belichtungsreihen Dann weißt du, woran du bist und die Kosten für einen Testfilm sind weit besser zu verschmerzen als verlorene Aufnahmen, die du so nicht wiederbekommst.

 

Gruß

 

Nik

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Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, denn leider findet man nur wenig zu diesem speziellen Thema.

 

Hallo,

mein Senf zum Thema: Ich hatte drei, jetzt hab ich noch zwei (ein Problemkind wurde abgestoßen). Die erste Kamera hatte verschiedene Fehler (Filmsalat, schief eingebauter Reflexsucher, der Reparateur sagte, "das könne bei den Russen durchaus sein"...)war beim Service, mit dem Bildstand war ich trotzdem nicht zufrieden. Ich nahm Kontakt mit einem Ukrainer (Olexandr Kalinichenko - ich hoffe das stimmt so) auf dessen Hauptjob eigentlich die Wartung von Geräten wie dem russischen Arri-Pendant (die Kinor) war. Dessen Deutschlandmann half mir bei der Kommunikation. Von dem erfuhr ich "daß die Stifte sich nur in einer Richtung drehen dürfen" (daß die verkehrt herum herausgenommen werden wurde schon bemerkt). Die letzten Aufnahmen mit dem Ding machte ich auf dem Tappeinerweg in Meran: X-Mal fotografiert und gefilmt, ich wollte wissen was ich von der Kamera zu halten hatte. Fazit: Die Meteor Varios sind gut sofern richtig justiert, die Kamera ist sehr gut durchdacht, die deutsche Anleitung beispielhaft detailliert und fehlerfrei, wenn Du mit dem Ding den Nachbarn erschlägst mit dem Du gerade Streit hast kannst Du bedenkenlos weiterfilmen (nur ein Urteil über die Robustheit der Kamera). Allerdings hat mich der Bildstand nicht befriedigt. Dort wo in meiner Ligonie/Webo Zahnrollen sind, sind in der Kamera "Stifte". Auf die fällt mein Blick....

Die Selenzellen des Beli sind in vielen Fällen "hinüber". Die Kamera läßt sich aber problemlos mit Handbeli bedienen. Der Preis für 7,5/10m Spulen ist ein eigenes Kapitel.

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Hallo,

fiel mir jetzt erst auf (so geht's wenn man nicht aufmerksam liest) - mit dem Gesagten liege ich völlig neben dem Thema: Weil Du vom Fomapan sprichst: Das ist ein Schwarzweiß-Film und Belichtungskorrekturen halte ich für unnötig. Allerding, sollte das Dein Standardfilm sein würde ich eine Belichtungsreihe (Blendenzahlen) machen. Aber dann stets dieselbe Kamera, derselbe Beli (falls "Hand-"), dasselbe Labor.

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Danke für die vielfältigen Antworten. Ich habe 2 Rollen Fomapan R100 verfilmt und entwickeln lassen. Das Resultat war sehr beeindruckend, scharf und der Bildstand absolut makellos. Allerdings hatte ich mit dem R100 gewaltige Probleme mit dem Filmtransport. Ab der Hälfte einer verfilmten Filmseite bewegt sich trotz aufgezogenem Federwerk rein gar nichts mehr. Schaltet man den Greifer aus, läuft sie makellos durch. Es scheint so, als ob der Film tatsächlich zu dick bzw. das Federwerk zu schwach ist. Ich habe sie deshalb bei meiner Schmalfilmfirma um die Ecke umgetauscht und eine andere Quartz DS-8 genommen. Lege ich aber da den Film ein, ergibt sich exakt dasselbe Problem: ab der Hälfte der Spule geht rein nichts mehr. Das ist zugegebenermaßen recht frustrierend. Gibt es da Lösungsvorschläge? Ansonsten bin ich versucht, nun die oben beschriebene Bolex DS-8 zu nehmen. Aber da stellt sich dieselbe Frage: läuft da der Film problemlos durch? Ich bin ratlos.

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wickel den film mal um, in der dunkelkammer. einmal hin und dann wieder retour. das hilft oft. machs möglichst locker und nicht zu straff.

 

eine weitere option ist, ihn zu teilen. zweimal 5 meter. die 10 meter konfektionierung überfordert viele nicht mehr ganz im mädchenalter befindlicher kameraladies.

 

 

der fomafilm hat manchmal splittungsprobleme, ist nicht exakt 16mm breit.

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Typisches Problem, wie ich da lese, dass dünner Polyesterfilm nicht sauber transportiert wird...

 

Um die Eingrifftiefe des Greifers, der das Problem auslöst, zu verändern, muss leider die Kamera beinahe ganz zerlegt werden. Man kann auf obigem Bild von mir deutlich die beiden dünnen Kunststoffunterlagen erkenn, die dazu dienen, die gesamte Filmbühne etwas näher an den Greifer zu bringen. Das funktioniert aber auch nicht mit einer normalen, nicht umgebauten Quartz, da in diesem Falle die Bildweite verändert wird und der Film unscharf abbildet. In meinem Falle spielte dies jedoch keine Rolle, da ich eh einen C-Mount Anschluss eingebaut hatte, der soweit nachstellbar ist, dass ich die Bildweite wieder an ihren richtigen Ort bekam.

 

Eine wirklich einfache Lösung dieses Problems habe ich auch noch nicht gefunden, habe die Übung "Quartz" dann einfach abgebrochen und benutze nun eben eine Bolex DS-8... da kennt man solche Problem schon vom Prinzip her gar nicht (Schleppgreifer)...

 

Rudolf

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Ich verfilme seit Jahren Fomapan R100 mit einer Quarz DS8-3. Die zieht jeden Film sauber durch. Wenn Deine das nicht schafft, könnte der Motor ausgenuddelt sein. Ich hatte auch mal so eine. Auch wenn Manfred der Kamm schwillt, ich habe sie ausgeschlachtet und die nächste gekauft. Die lief dann und läuft noch. Die Dinger wurden viele Jahre gebaut, wenn man Glück hat, bekommt man eine aus den letzten Baujahren.

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Klingt irgendwie nach verharzter Schmierung. :(

 

Du hast vier Möglichkeiten:

a) So lange "neue" Quarz DS8 erwerben (ebay) bis Du eine gut funktionierende hast. Vmtl. die billigste Option.

b) Deine Quarz DS8 warten lassen (keine Ahnung ob/wer das macht). Wohl eher teuer, dafür frühe Gewissheit.

c) Dich selbst an eine Wartung wagen, falls Du gutes Werkzeug und ein bisschen Gehast. Am lehrreichsten, aber auch nicht jedermanns Sache.

d) Eine andere Kamera finden. Da DS8 aber sehr sehr selten ist, ggf. auf D8 umsteigen.

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Das zeigt wiederum die Schwankungen der Qualität bei diesen Geräten...

dürfte beim Meteorscherben auch so sein... denke ich mal...

 

Rudolf, ich mag die sowjetische Feinmechanik und Optik gar nicht gering schätzen, sie haben sich auf's Wesentliche beschränkt, und das haben sie schon gut gemacht.

Wenn so eine Quarz "aus dem Kombinat" kam, wird sie auch einwandfrei funktioniert und konstante Qualität gehabt haben. Selbst die jüngsten Modelle aus der Baureihe DS8-3 sind inzwischen 30 Jahre alt. Die Tatsache, dass so zahlreiche von ihnen immer noch gut laufen, spricht ja für die Qualität.

 

Es kommt halt auch immer darauf an, wie sie im Laufe ihres Lebens behandelt wurde, wie bei einer Bolex auch. Ich stimme allerdings auch zu: Ein Meteor ist kein Kern ... :smile:

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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich vermute in der Tat, dass der Greifer, wie Rudolf sagte, nicht mit dem dickeren Foma-Material zurechtkommt. Denn meine Schmalfilmreparaturfirma konnte einen ORWO-Film problemlos durchlaufen lassen und meinte, die Kamera sei so gut wie nie gelaufen und das Federwerk sogar fast neuwertig. Falls das alles nichts bringt, lasse ich die restlichen Rollen mit dem großen Bruder, meiner Krasnogorsk-3 als 16mm belichten, dafür geht der Fomapan R100 ja auch. Hoffen wir aber, dass die ansonsten wirklich schöne Quartz wieder flottgemacht werden kann, die ersten Testrollen waren ja von brillanter Qualität (insofern sie ganz durchgelaufen waren). Andere filmen ja auch damit.

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