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Empfohlene BeitrÀge

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

ich beschĂ€ftige mich seit einigen Jahren leidenschaftlich mit der Digitalisierung von Schmalfilmen. Digitalisierungsfirmen haben in diesem Forum ja keinen guten Ruf, was sicher auch nicht unbegrĂŒndet ist, trotzdem hoffe ich, ihr gebt mir eine Chance mein Anliegen kund zu tun.

 

Vor einigen Jahren habe ich angefangen, mich mit der Digitalisierung von Schmalfilmen zu beschĂ€ftigen, da ich damals mit der QualitĂ€t der Überspieldienste nicht zufrieden war. Viele Anregungen habe ich mir von FĂ€lker (telecine), Bruno Hennek und Fred van de Putte geholt. Was mich an den Systemen von FĂ€lker störte, war die in meinen Augen nicht ganz ausgereifte Synchronsteuerung zwischen Aufnahmekamera und Projektor. Ich habe daraufhin meine eigene Schaltung entwickelt, mit der es möglich ist, die Aufnahmekamera und den Projektor phasengenau zu synchronisieren. Damit war ich mit Hilfe einer DV-Kamera in der Lage, progressiv jedes Bild einzeln zu digitalisieren. Skripte Ă€hnlich wie z.B. Fred van de Putte’s Restaurierungsskript konnte ich mittels Avisynth einzusetzen um die Filme zu optimieren. Die Ergebnisse sind wirklich klasse, durch Bildvergleiche wird Schmutz und Bildzittern rausgerechnet und das Korn im Bild reduziert.

Ein paar Beispiele unserer Digitalisierungen.

 

Ich habe es dann, auf anraten von meinem Sohn, gewerblich angeboten. Meine Kunden waren durch die Bank sehr zufrieden. Ich war es nicht ganz, da bei dunklen Szenen im Film die Schatten des Bildes etwas „versackten“. Dieses PhĂ€nomen hat damit zu tun, dass die Gradationskurve von Filmmaterial sich sehr von der in digitalen Videokameras hinterlegten Kurve unterscheidet. Diese Kurve kann man bei DV-Camcordern nicht einstellen. Eine unkorrigierte Gamma-Kurve fĂŒhrt zu harten ÜbergĂ€ngen bei Mitteltönen und zum Ausbrennen oder Übersteuern im hellen Bereich. Dies zwingt zur Reduzierung der Belichtungseinstellungen was schließlich zum so genannten Versacken der Schatten fĂŒhrt, d.h. durch Unterbelichtung gehen Filminformationen verloren.

 

Ich entschloss mich daher, auf eine Vollformat DSLR Kamera umzusteigen. Damit war es mir möglich, die Gradationskurve anzupassen und das oben beschriebene Problem zu lösen. Es war einiges an Recherche nötig, die richtige Optik fĂŒr diese Kamera abgestimmt auf mein System zu finden. Der verwendete Sensor (36 x 24 mm) der DSLR ist um ein vielfaches großer als bei meiner vorher verwendeten DV-Kamera, daher mussten auch neue Optiken her. Mit den jetzt verwendeten hochwertigen Makroobjektiven und der DSLR bin ich sehr zufrieden mit meinem System. Das investierte Geld und die Zeit haben sich gelohnt. Ich war bis dahin in der Lage Super 8, Normal 8, Super 16 und 16mm Filme mit dem oben genannten System zu digitalisieren.

 

Mein Sohn hatte dann die Idee bei den ganzen Kinoauflösungen einen 35mm Projektor zu erwerben. Das hat er dann auch vor ca. einem Jahr gemacht. Er besorgte eine gut erhaltene Kinoton FP30D. Nach vielen Wochenenden, einiger kleiner Recherchen und Investitionen (Objektiv, Lichtquelle, etc.) und etwas handwerklichen Geschick, haben wir dann auch diesen Projektor umgerĂŒstet, so dass er phasengenau mit der Aufnahmekamera synchronisiert ist. Mein Sohn hatte etwas Filmmaterial besorgt, unter anderem eine alte Wochenschau und ein paar Werbespots aus dem Kino. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.

 

Gerne wĂŒrden wir auch dies jetzt gewerblich anbieten. Preislich könnten wir es sehr viel gĂŒnstiger als „professionelle“ Überspieldienste anbieten, Qualitativ denke ich Ă€hnlich.

 

Jetzt komme ich zu meiner eigentlichen Frage. Wie schĂ€tzt ihr den Markt ein? Ist Bedarf an der Digitalisierung von 35mm Material vorhanden? Habt ihr Tipps, wie wir einen ersten Fuß in die TĂŒr bekommen? Hat vielleicht hier sogar jemand Interesse an der Digitalisierung von 35mm Material? Nach Absprache wĂŒrde ich auch gerne eine kostenlose Testdigitalisierung anbieten!

 

Viele GrĂŒĂŸe

 

F.Janssen

Geschrieben

Hallo,

glaube kaum das es dafĂŒr einen Bedarf gibt. Wer soll dir den warum dafĂŒr einen Auftrag geben?

Wenn dann werden Profis deine Kunden. Und die werden einem unbekannten Quereinsteiger kaum ihre zT unersÀtzlichen Materialien geben.

WĂŒrde an deiner Stelle eher versuchen besser im Hobby- und Semiprofessionellen Bereich bekannt zu werden.

Geschrieben

Hallo,

glaube kaum das es dafĂŒr einen Bedarf gibt. Wer soll dir den warum dafĂŒr einen Auftrag geben?

Wenn dann werden Profis deine Kunden. Und die werden einem unbekannten Quereinsteiger kaum ihre zT unersÀtzlichen Materialien geben.

WĂŒrde an deiner Stelle eher versuchen besser im Hobby- und Semiprofessionellen Bereich bekannt zu werden.

 

Vielleicht aus KostengrĂŒnden?

 

Was wÀren z.B. Kunden im Semiprofessionellen Bereich? Könntest du mir ein paar Beispiele nennen?

 

 

Geschrieben

Liest sich sehr interessant. Ich hÀtte div. Kurzfilme, die ich gerne digitalisiert hÀtte. Dennoch stellt sich mir eine Frage: Was ist mit dem Ton?

Geschrieben

Ich denke auch, dass ein gewisser Bedarf besteht, es gibt einiges an Altmaterial, das nicht digital verfĂŒgbar ist. Der Markt ist sicher nicht groß, aber wenn man das GerĂ€t eh schon gebaut hat und es wenig gekostet hat...

 

 

WĂ€re die Frage, ob das wirklich eine Laufbilddigitalisierung ist (die DSLR auch im Videomodus arbeitet), oder ob es eine 'Bild-fĂŒr-Bild' Digitalisierung ist, die DSLR also im Fotomodus arbeitet. In Verbindung mit einer Canon DSLR und MagicLantern gĂ€be es noch einen Hybridmodus (Videomodus, ohne mechanischen Verschluss, aber mit sehr geringen Bildfrequenzen).

Davon hĂ€ngt dann ab, ob eine synchrone Tonaufnahme möglich ist. Gleichzeitig mĂŒsste die Frage gestellt, was fĂŒr ein TongerĂ€t am Projektor hĂ€ngt und ob der Lichtton ĂŒber einen ordentlichen Kinoprozessor wiedergegeben/aufgezeichnet werden kann.

 

- Carsten

Geschrieben

Hallo,

 

ja, es handelt sich um eine Laufbilddigitalisierung, die DSLR lĂ€uft im 25p Modus und steuert ĂŒber die Synchronsteuerung den Projektor, d.h. dieser lĂ€uft dann auch mit 25 fps, phasengenau. Der Ton wird synchron ĂŒber die Reverse-scan Sound Einheit mit einem zwischengeschaltetem VerstĂ€rker mit aufgezeichnet.

 

Bei Interesse an einer Digitalisierung könnt Ihr euch auch gerne per PN bei mir melden.

Geschrieben

Warum wird nicht mit 1080p/24Hz digitalisiert? Das bieten moderne DSLR an. Auf diese Weise sollten die Originalframes 1:1 digitalisert werden können. Besser wÀre noch 2160p/24 Hz...

Geschrieben

Nette Idee, die durchaus Sinn macht.

Aber bitte kein 25/ 50 er Bildfrequenz, das ist zwar, solange Eonzelbilder herauskommen noch gut veraenderbar. In moderner digitaler Welt ist aber eigentlich nur 24/30/48/60 gut brauchbar, 25/50 lÀsst vom Zahlenverhaltnis nicht in das System

Da hat Michael Rrcht.

 

Stefan

Geschrieben

Also ich hĂ€tte gerne (bei einer preisgĂŒnstigen Digitalisierung) die alten Langnese Filme als DCP. Vielleicht finden sich hier noch ein paar Interessierte, damit wir möglichst gute (nicht bis wenig gespielte) Kopien zusammenbekommen.

Geschrieben

Also ich hĂ€tte gerne (bei einer preisgĂŒnstigen Digitalisierung) die alten Langnese Filme als DCP. Vielleicht finden sich hier noch ein paar Interessierte, damit wir möglichst gute (nicht bis wenig gespielte) Kopien zusammenbekommen.

 

Habe auch noch ein paar davon.

Geschrieben

Ihr könntet mal eine Demosequenz als DCP ins Netz stellen, das wÀre sicher hilfreich.

 

25Hz wird daran liegen, dass die meisten Schmalfilmkunden eine DVD als Endprodukt haben wollen, da macht das mehr Sinn. Mutmaßlich wird die Maschinenverkopplung aber bei 24fps genauso funktionieren. Ansonsten muss man die 25fps fĂŒr ein DCP halt wieder verlangsamen, das ist ja auch keine Zauberei. Ton könnte natĂŒrlich schöner sein ĂŒber z.B. CP65 und ggfs. DA20.

 

Was fĂŒr ne VDSLR wird denn verwendet?

 

- Carsten

Geschrieben

Analogtontechnisch ist das ReversescantongerĂ€t sicherlich das am schlechtesten geeignete aufgrund seiner Gleichlaufschwankungen. Es gibt fĂŒr die FP30 noch das alte TongerĂ€t mit FilmfĂŒhrung auf der Schichtseite, das hat keinerlei Probleme mit Acetat und Polyestermaterial und den besseren Gleichlauf. 24 Bilder macht die FP mit Direktantrieb sehr genau, ich habe das mal nachgemessen. FĂŒr das alte TongerĂ€t gibt es auch die Möglichkeit der Lichtfarbenwechsel zwischen Rotlicht und Weißlicht. Eine Dolby 363 A/SR Einheit aus Studioauflösung habe ich auch noch, in Verbindung mit einer aktuellen CAT 241 dĂŒrfte das einen guten Lichtton ergeben. CP65 wĂŒrde ich nur nehmen, wenn nach der SR/A Dekodierung ein gescheiter Prologicdekoder zum Einsatz kommt oder man die vielen Tantalkondensatoren im Signalweg die Folie ersetzt und die C-Mosschalter durch Relais.

Denn wenn schon der Aufwand, dann mit maximal möglicher QualitÀt.

Jens

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

Carstenk hat das ganz gut beschrieben. Die Digitalisierung funktioniert auch mit 24p.

 

Gerne stellen wir eine DCP ins Netz. Ist jemand bereit mir 35mm Material zukommenzulassen, welches ich dann als DCP online stellen kann?

Die Digitalisierung wĂŒrde ich kostenlos durchfĂŒhren.

 

Weiterhin beschĂ€ftigt mich das Problem mit den Rechten an dem Material. Darf ich als Dienstleister 35mm Material ĂŒberhaupt digitalisieren? Wie kann ich mich rechtlich absichern?

 

@Jens: Danke fĂŒr die Anmerkung, du sprichst von einem "Ă€lteren TongerĂ€t" der FP30, hast du eine Idee wo ich es erweben kann?

 

@Casten: Es handelt sich bei der DSLR um eine CANON EOS 5D Mark III.

 

Gruß

Janssen

Geschrieben

@c_jack_sparrow

Habt ihr mal darĂŒber nachgedacht fĂŒr das digitalisieren eine neue Black Magic Kamera zu benutzte. Diese kann in CineDNG mit 12bit in 2,5k aufzeichnen und kommt auch ganze 13 Blenden. Dazu der kleinere Sensor damit auch noch etwas Spielraum fĂŒr Schmutz und so vorhanden ist. Als Korrektur wĂŒrde ich mir an eurer Stelle mal etwas mit dem Freeware Programm Davinci Lite auseinander setzten. Man braucht einen ordentlichen Rechner dafĂŒr, aber dafĂŒr auch eine komplette Farbkorrektur inkl. sehr gutem Tracker/Stabalizer. Die Vollversion von DavinciResolve hat dazu noch eine sehr gute NoiseReduction und liegt beim Kauf einer BlackMagic Kamera dabei. Wenn man mit DPX Sequenzen arbeitet kann man sogar Schmutz entfernen. Hier kommt das Tool aus dem gleichen Hause von der Softwar Revival, die vor Jahren noch zum Preis eines Mittelklasse Wagen zu haben war.

Einziger Hacken an der Sache, man sollte mindestens 2k Euro in einen anstÀndigen PC investieren und nix von der Stange kaufen. Beim Einsatz von zwei Grafikkarten sollten alle Effekte in Echtzeit zu rendern sein.

Diese Avisynth Sachen kenne ich auch, sind aber vom Ergebnis weit von den Davinci Tool entfernt.

 

Wenn ihr diese Komponenten richtig einsetzt solltet ihr deutlich ĂŒber der QualitĂ€t der Ă€lteren HD Telecine GerĂ€ten kommen.

 

Beim Ton sollte man auch besser etwas Geld in eine ProTools Lizenz stecken, die aber auch nicht mehr die Welt kostet. Dort kannst du dann alle Filter wie z.B. das Spectral-Rekording auf 5.1 mappen.

So bald dann Geld rein kommt kann man sich dann auch Plugins zur Ton Restaurierung zulegen. Cedar ist da eines der besten Tools.

Geschrieben

Darf ich als Dienstleister 35mm Material ĂŒberhaupt digitalisieren? Wie kann ich mich rechtlich absichern?

Das Urheberrecht ist hier eindeutig verfasst.

Sobald Bildwerke verfielfÀltigt und öffentlich zur Schau gestellt werden, so dass sie von Dritten gesehen oder genutzt werden können, sprechen wir von einer urheberrechtlich relevanten Verwertungshandlung, der sog. öffentlichen ZugÀnglichmachung. Dazu gehört auch das Einstellen von Bildwerken in Foren und auf die eigene (sogar private) Website.

UnabhĂ€ngig vom Ablauf der urheberrechtlichen Schutzfrist an Bildwerken (in Deutschland gilt eine 70-jĂ€hrige Schutzfrist nach dem Tod des Urhebers) ist hier Vorsicht geboten, weil "Nachfolgeverwerter/Rechteinhaber" eigene urheberrechtliche AnsprĂŒche gelten machen können, wie auf die eigens durchgefĂŒhten Änderungen am original Bildwerk, dazu gehören beispielsweise eine Colorierung von Schwarz/Weiß-Filmen und neue Schnittfassungen (DirectorÂŽs Cut, Extended Version).

 

Kostenlos erstellte "Sicherheitskopien" von legal erworbenen Bildwerken sind im privaten Rahmen fĂŒr rein private Zwecke mit gewissen EinschrĂ€nkungen allerdings erlaubt.

FĂŒr jede ĂŒber rein private Zwecke hinausgehende Nutzung von legal erworbenen Bildwerken, wie VerfielfĂ€ltigung (z. B. gegen Entgelt), Verbreitung (wie Verkauf, Verleih oder auch die kostenlose Weitergabe an Dritte, Upload in Onlinedienste wie Websites oder Facebook), öffentliche VorfĂŒhrungen und jede Änderung des Originals (also auch Farb- und LaufzeitĂ€nderungen) bedarf es einer Einwilligungserfordernis des Urhebers.

 

Das Einwilligungserfordernis sollte ernst genommen werden, ansonsten sollte lieber auf das VerfielfĂ€ltigen, die zur Schaustellung und Verbreitung von urheberrechtlich geschĂŒtzten Bildwerken verzichtet werden. Anderenfalls droht eine kostenpflichtige Abmahnung, eine Einstweilige VerfĂŒgung und garantiert erhebliche Schadensersatzforderungen!

Geschrieben

Ist ne schwierige Situation. Der einfache Fall, Kino lĂ€sst vorhandenen alten Trailer digitalisieren, um ihn als DCP zeigen zu können, dĂŒrfte noch am einfachsten zu beantworten sein, wenn auch nicht juristisch zufriedenstellend - die Verleiher als Urheber haben da kaum was dagegen. In einigen FĂ€llen liegt es aber auch garnicht an denen, sondern an Rechten, die sie selbst nicht mehr haben.

In EinzelfĂ€llen mag es sogar möglich sein mit dem Verleih zu sprechen - die haben fĂŒr Klassiker von DCPs oder BluRays oft selbst keine digitalen Trailer mehr, und offen darauf angesprochen mögen die sogar sagen 'wenn Sie das können, warum nicht, können wir dann bitte auch eine Kopie haben?'.

 

Privatkopie wĂ€re einfacher, weil nach §53 Urheberrechtsgesetz Privatkopien auch durch Dritte fĂŒr den Besitzer des Mediums durchgefĂŒhrt werden dĂŒrfen - aber nur unentgeltlich, der Aufwand darf zwar ersetzt werden, aber die reine Dienstleistung dabei darf nicht bezahlt werden. Obendrein dĂŒrfte ein Kinobetreiber so eine 'Privatkopie' auch nicht öffentlich spielen.

 

Formal dĂŒrfte es also nur sehr wenig 35mm Material geben, dass von Euch gegen Geld digitalisiert werden darf.

 

Naja, in der Praxis werdet Ihr dennoch vermutlich wenig Ärger kriegen, solange Ihr die Digitalisierungen nur an den schickt, der Euch auch die 35mm Vorlage gesendet hat, es ĂŒberwiegend um Werbematerial geht, etc.

Die Aufmerksamkeit fĂŒr 35mm bei den Rechteinhabern dĂŒrfte jetzt ohnehin schnell sehr stark sinken.

 

Urheberrechtlich geschĂŒtzte Langfilme zu digitalisieren macht ja nun auch keinen Sinn, da es das Zeugs in besserer QualitĂ€t bei Bild und Ton meistens ja eh schon in der Grabbelkiste gibt.

 

- Carsten

Geschrieben

Vielleicht aus KostengrĂŒnden?

 

35mm 2k Abtastungen gibt es ab 25€/Minute.

Ob und wie gĂŒnstiger du da bist weiss ich nicht.

Zumal man dann ja auch erst die QualitĂ€t testen mĂŒsste.

Und ob du mit deiner Selbstbaulösung (gegen die erst mal ja nichts spricht) gegen "richtige" Filmabtaster als "Spirit Data Cine" ankommst um Profis als Kunden zu bekommen?

 

Was wÀren z.B. Kunden im Semiprofessionellen Bereich? Könntest du mir ein paar Beispiele nennen?

 

Alles was mit 16mm zutun hat.

Filmhochschulen etc wÀhren sicher ein guter Einstig.

Geschrieben

Anders sÀhe es aus, wenn ihr auch 35mm Nitro digitalisieren könntet. Da gibt es viel Material, welches mit normalem Aufwand nicht angesehen werden kann. Man kann die Filmrollen zwar ans Bundesarchiv schicken, sieht sie dann aber nie wieder...

Geschrieben

 

Gerne stellen wir eine DCP ins Netz. Ist jemand bereit mir 35mm Material zukommenzulassen, welches ich dann als DCP online stellen kann?

Die Digitalisierung wĂŒrde ich kostenlos durchfĂŒhren.

 

 

Hallo,

 

ich kann Dir gerne einen 35mm Akt (ca. 20 Minuten) zur Probedigitalisierung zukommen lassen.

 

Schick' mir einfach eine PN.

Geschrieben

Anders sÀhe es aus, wenn ihr auch 35mm Nitro digitalisieren könntet. Da gibt es viel Material, welches mit normalem Aufwand nicht angesehen werden kann. Man kann die Filmrollen zwar ans Bundesarchiv schicken, sieht sie dann aber nie wieder...

Nitrofilme (Nitrozellulose) auch liebevoll Zelluloid genannt, fÀllt unter das Sprengstoffgesetz.

Nitrozellulose ist unter der Rahmenzusammensetzung 13 ("Nitrofilm") in der Stoffgruppe C der Bekanntmachung der explosionsgefĂ€hrlichen Stoffe (Bundesanzeiger Nr. 233a vom 16.12.1986) gemĂ€ĂŸ §2, Abs.6, Satz 2 des Sprengstoffgesetzes ausdrĂŒcklich aufgefĂŒhrt und unterliegt damit gemĂ€ĂŸ §1, Abs.3 Nr. 3 SprengG den Bestimmungen dieses Gesetzes.

 

Ich empfehle dringend folgende Literatur:

http://www.bundesarc...aurierung/1.pdf

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

@Valentino: Ja, haben wir bereits drĂŒber nachgedacht. Wir haben uns jedoch damals aus eine Reihe von GrĂŒnden fĂŒr die Canon Mark III entschieden:

  • Vollformat des Sensors
  • LUT-Funktion mit Aussicht auf HDR durch MagicLantern, da wir in dunklen Bereichen wie im Eingangspost beschrieben Probleme hatten
  • Nutzbarkeit fĂŒr alle unsere Systeme (Super 8, Normal 8, 16mm, Super 16, 35mm)
  • HĂ€ndelbarkeit der Datenmenge und Nutzbarkeit von avisynth, daher bis jetzt nur bis 1080x1920
  • 


 

@Jensg: Bin sehr interessiert und freue mich auf deine RĂŒckmeldung.

 

@mibere und carstenk: Vielen Dank fĂŒr die ausfĂŒhrliche RĂŒckmeldungen. Scheint ja nicht ganz einfach zu sein. Bleibt noch die Frage, wie ich mich absichern kann. Ich habe bei einem anderen Überspieldienst folgendes in der AGB gefunden:

 

„Mit der Auftragserteilung versichert der Auftraggeber, dass durch das Bearbeiten des von ihm ĂŒbergebenen Materials Rechte Dritter, insbesondere “GEMA- und Urheberrechte” nicht berĂŒhrt werden. Von AnsprĂŒchen Dritter stellt er uns frei.“

 

Reicht das fĂŒr mich als Absicherung, wenn der Auftraggeber so eine Vereinbarung unterschreibt? Oder bin ich dann trotzdem der Dumme, wenn es wirklich hart auf hart kommt?

 

@Moses: Ich denke, Qualitativ brauchen wir uns nicht verstecken, ist zwar, wie du richtig angemerkt hast, eine Selbstbaulösung, dennoch, meiner Meinung nach, mit sehr guten Ergebnissen. Das System ist jetzt auch nicht mal schnell zusammengedengelt. Wir haben schon sehr viel ausprobiert und recherchiert um ein bestmögliches Ergebnis zu erhalten:

  • Hochwertige Vollformatkamera
  • Auf unser System berechnete Objektive, daher keine Probleme bzgl. Aberrationen
  • Farbmischkopf als Lichtquelle um richtige Farbtemperatur zu gewĂ€hrleisten
  • Phasengenaue Synchronsteuerung, womit eine „Frame by Frame“ Abtastung in Echtzeit realisiert wird
  • Beim Ton gibt es sicher noch potential

 

Preislich könnten wir es zu einem viertel - fĂŒnftel von dem von dir genannten Preis anbieten.

 

@preston sturges: Danke fĂŒr das Angebot. WĂŒrde es wirklich sehr gerne digitalisieren, um euch auch einen Eindruck von der QualitĂ€t zu geben. Will mich aber rechtlich auch nicht in eine schwierige Situation bringen.

 

Jemand eine Idee, wie wir das lösen können?

 

Viele GrĂŒĂŸe

Janssen

Geschrieben

 

@preston sturges: Danke fĂŒr das Angebot. WĂŒrde es wirklich sehr gerne digitalisieren, um euch auch einen Eindruck von der QualitĂ€t zu geben. Will mich aber rechtlich auch nicht in eine schwierige Situation bringen.

 

Du wĂŒrdest Dich in keine "schwierige Situation" bringen.

Geschrieben
Scheint ja nicht ganz einfach zu sein. Bleibt noch die Frage, wie ich mich absichern kann. Ich habe bei einem anderen Überspieldienst folgendes in der AGB gefunden:

 

„Mit der Auftragserteilung versichert der Auftraggeber, dass durch das Bearbeiten des von ihm ĂŒbergebenen Materials Rechte Dritter, insbesondere “GEMA- und Urheberrechte” nicht berĂŒhrt werden. Von AnsprĂŒchen Dritter stellt er uns frei.“

 

Reicht das fĂŒr mich als Absicherung, wenn der Auftraggeber so eine Vereinbarung unterschreibt? Oder bin ich dann trotzdem der Dumme, wenn es wirklich hart auf hart kommt?

 

Urheberrecht ist Strafrecht - solche UnbedenklichkeitserklĂ€rungen taugen nur, um sich gegen zivilrechtliche, konkret: SchadenersatzansprĂŒche, abzusichern. Die werden aber kaum durch die reine Kopierdienstleistung entstehen, dafĂŒr mĂŒsstest Du schon selbst Kopien verbreiten.

 

Rein formal könntest Du wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz aber strafrechtlich verfolgt werden - und dagegen hilft keine solche Absicherung, da wird IMMER der Verstoß durch den AusfĂŒhrenden selbst verfolgt. Sonst könnte man sich auch grundsĂ€tzlich gegen andere Delikte bei irgendwelchen Leuten rĂŒckversichern, die dann die Strafe ĂŒbernehmen mĂŒssten/könnten (sehr praktisch bei Kleinkindern). Nachvollziehbar, dass das nicht gehen kann.

 

Diese AGB sind deswegen nicht 'falsch', neben den strafrechtlichen Konsequenzen könnten eben zusÀtzlich auch zivilrechtliche entstehen.

 

Wie gesagt, im Grunde dĂŒrfte das nicht kritisch sein bzw. in Zukunft immer weniger kritisch werden. Vom Grundsatz her ist die Privatkopie erlaubt. Kritisch wird es, wenn die Rechnungsstellung als Dienstleistung nachvollziehbar wird, denn das ist eben nicht vom Recht auf Privatkopie abgedeckt.

 

Und es muss natĂŒrlich ĂŒberhaupt jemanden geben, der das verfolgen will.

 

Die meisten Überspieldienste werden halt von Privatleuten fĂŒr ihre eigenen Aufnahmen in Anspruch genommen. Faktisch geht man aber als Dienstleister ja auch nur davon aus - ein tatsĂ€chlicher Nachweis ĂŒber die Urheberschaft an den Originalen wird ja in der Regel auch da nicht gefĂŒhrt. Im Grunde gilt auch da, nur mit höherer Wahrscheinlichkeit - kein KlĂ€ger, kein Richter.

 

Mainstream Material wird Dir kaum jemand zum Digitalisieren schicken, weils das viel billiger auf Silberscheibe zu kaufen gibt.

Nur fĂŒr Exoten ist das interessant.

 

- Carsten

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