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Filmreiniger


Guest renehaeberlein

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Ich habe mittlerweile auch schon meine erste Flasche Isohexan verbraucht und bin sehr zufrieden! Gerade ältere, sehr schmutzige Schnittfassungen werden wieder schön sauber (teilweise nach 2-3 Reinigungsdurchgängen) und der Projektor verdreckt auch nicht so sehr :)

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Oberstes Gebot (neben den gesundheitlichen Vorkehrungsmaßnahmen) ist die vollständige Verdunstung vor dem Aufwickeln. Ich ziehe aus Gesundheitsgründen Isopropanol den Kohlenwasserstoffverbindungen vor. Aber das Zeug verdunstet leider sehr langsam. Wenn der Film feucht aufgewickelt wird, gibt es hässliche Schlieren. Ohne Trockengestell kaum handzuhaben. Isopropanol wird in der Kosmetik verwendet und ist für ca. 6 Euro pro Liter zu bekommen (und 5 Liter kosten nur 18 Euro).

 

Dass Tetrachlorkohlenstoff die Magnetpiste angreift, ist mir neu. Ich habe das Zeug früher auch bei Tonfilmen ohne Probleme verwendet.

 

Bzgl. des Produktes von FFR Film: CAS-Nr. 110-54-3 sind n-Hexane, vermutlich handelt es sich um ein Gemisch ähnlich wie Waschbenzin.

 

Ist der Kunststoffreiniger für den PKW Innenbereich nicht silikonölhaltig? Gab es damit nie Probleme?

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Also verdunstet Isopropanol nun sehr langsam? Oder Isohexan? Ist Isohexan eine Kohlenwasserverbindung?

Ich blicke nicht durch...

Es ist manchmal etwas anstrengend, dass es selten im Filmbereich - sagen wir mal... Konsens gibt: Man liest ständig was anderes und manchmal ist man nach der Lektüre im Forum erst recht verwirrt

:blink:

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Ich kann nur vom Isohexan berichten, es verdunstet sehr schnell. Auf einem Filmbetrachter habe ich umgespult, der Abstand von einem zum anderen Arm hat ausgereicht um zu verdunsten.

 

Dadurch stinkt es schnell in der Bude, bei ca. 600 Meter Film habe ich ca. 300ml Isohexan verbraucht - ja ich habe damit nicht gegeizt. Also möglichst das Fenster dabei leicht öffnen und Pausen mit Totallüften zwischendurch machen.

 

Gefahrenblatt Isohexan: https://www.uni-hamburg.de/beschaeftigtenportal/services/arbeitssicherheit-umweltschutz/gefahrstoffe/betriebsanweisungen/isohe.pdf

 

Wie schon geschrieben, wollte man mir in der Apotheke zuerst Isohexan besorgen - aber der Grosshändler darf lt. EU-Recht nicht mehr an Privat liefern. Deshalb bleibt als Bezugsquelle nur der "Globus Filmreiniger" (100% Isohexan) oder FFR. Eigentlich dürften sie das Zeugs gar nicht mehr an Privast verkaufen..... also noch schnell besorgen bis auch diese Quelle versiegt. (innerhalb der EU)

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Ich nehme "Wundbenzin" aus der Apotheke auf doppelt zusammengelegtes Mikrofasertuch vom Optiker(kostenlos für Brillenträger) für beidseitige Filmreinigung.

Funktioniert bei mir seit Jahren ohne Schäden an der Filmemulsion zu erzeugen. Natürlich sorge ich auch für ausreichende Raumbelüftung!

Edited by Digitaler (see edit history)
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Isopropanol (ein Alkohol, also eine Kohlenwasserstoffverbindung mit O-H-Gruppe) verdunstet sehr langsam. Isohexan (ein aliphatischer Kohlenwasserstoff) verdunstet dagegen sehr schnell. Reinigungsbenzin funktioniert auch sehr gut als Filmreiniger und ist in jedem Baumarkt zu beziehen. Es enthält jedoch ca. ein Viertel zyklische Kohlenwasserstoffverbindungen, welche krebserregend sind.

 

Die in der Blütezeit des Amateurfilms verkauften Filmreiniger (z.B. von Hama) bestanden aus Tetrachlorkohlenstoff. Solche halogenierte Kohlenwasserstoffe (FCKW) sind natürlich stark in Verruf geraten. Sie haben als Filmreiniger aber den Vorteil, dass sie schnell verdunsten, nicht brennbar sind und vermutlich weniger gesundheitsschädlich als Isohexan, Waschbenzin, Filmrenew, Vitafilm etc. Chemische Textilreinigungen arbeiten mit diesem Zeug.

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Tetrachlorkohlenstoff

 

Aufgrund der toxischen und krebserregenden Eigenschaften und auch der die Ozonschicht schädigenden Wirkung darf Tetrachlormethan nach der Chemikalien-Ozonschichtverordnung nicht mehr verwendet werden. Die Anwendung als Feuerlöschmittel sowie als Entfettungs-, Reinigungs-, Lösungs- und Verdünnungsmittel ist aufgrund seiner Toxizität und seiner ungünstigen Umwelteigenschaften nur noch zu Forschungszwecken erlaubt.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Tetrachlormethan

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  • 1 month later...

Bei Isopropanol nur das 99%ige verwenden. Die Trocknung wird leichter, wenn man das Umrollen über eine gewisse Strecke betreibt. Zum Beispiel kann man die Abwickelspule auf einen Umroller setzen und den Schmalfilmprojektor in 2-3m Entfernung als Antrieb verwenden.

 

Wenn kein Filmreinigungsgerät zur Verfügung steht, finde ich die "Zwei-Tuch-Technik" am besten: Linke Hand hält das angefeuchtete Tuch, die rechte ein geeignetes trockenes (Vileda Microfibre Plus ist sehr geeignet), das unter leichtem Druck etwaige Feuchtigkeit aufnimmt.

 

99%iges Isopropanol verdunstet rasch, bei 35mm-Kopien genügen zwischen Retheto-Naßreinigungsgerät und Aufwicklung 2,5 Meter bei Tonfilmgeschwindigkeit.

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Isohexan faellt unter das Sprengstoffgesetz. Kein freier Verkauf, Weitergabe nur gegen Nachweis.

Jedes Tankstellenbenzin ist explosiver.

Warum das so ist, konnte Mir bisher keiner erklaeren.

Aber es ist der beste Filmreiniger. Allerdings Entwicklung explosionsfaehiger Luftgemische moeglich. Daher mit Vorsicht damit arbeiten.

 

St.

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  • 2 months later...

Waschbenzin löst das Trägermaterial an.

Siehe hier: http://www.filmvorfuehrer.de/topic/20597-vitafilm/page__hl__vitafilm__st__40

Damit wäre ich vorsichtig.

 

Isopropanol ist gut zum Reinigen mittels Tuch.

Will man den Film ähnlich wie damals in Vitafilm einlegen, sollte man zuvor ein Isopropanol-Wassergemisch herstellen, damit das Isopropanol den Film nicht austrocknet. Da kann man dann auch Kampher beimischen.

Spiritus ist völlig ungeeignet, löst die Emulsion relativ schnell an.

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Ich frage mich immer, was man mit diesen ganzen Chemikalien überhaupt reinigen will. Film wird ja gewöhnlich nicht durch den übelsten Dreck gezogen, Eier drauf gebraten oder sonstwas. :wacko:

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