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Lautstärke Werbung + Hauptfilm


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Guten Tag zusammen,

 

bei uns wird üblicherweise die Werbung in 3,7 gespielt und der Hauptfilm in 4,0. Je nach Film kann es auch mal vorkommen, dass die Lautstärke des Hauptfilms auf 3,9 - 4,2 eingestellt wird, wenn der Film als zu leise oder zu laut empfunden wurde. Allerdings ist dieser Wert immer sehr nach an der 4 dran.

 

Nun habe ich aushilfsweise in einem kleineren Kino ausgeholfen, in dem ich den Betreiber gut kenne und seine zwei einzigen Mitarbeiter zur gleichen Zeit krank waren.

 

Als ich dann die Shows gesehen habe, die der dortige Mitarbeiter erstellt hat, hab ich erst mal gestaunt: Fast jeder Trailer wurde mit einem neuen Lautstärke-Befehl ausgestattet, allein während der Werbung "tanzte" die Lautstärke zwischen 3,7 und 4,3. Der Hauptfilm war dann mit 4,6 eingestellt.

 

Ich hab dann den Betreiber des Kinos angerufen und gemeint, das hier fast jeder Trailer einen einzelnen Lautstärke-Befehl hat, und ob das denn so gewollt ist. Darauf meinte er, das sein Mitarbeiter besonderen Wert auf guten Ton legt und sich die Shows (Werbung) mehrfach ansieht die Lautstärke anpasst. Der Hauptfilm solle schon "gut laut" sein, deswegen sei 4,6 da schon ok... Ich habe mir das Ganze dann mal im Kino angesehen und fand das ständige Anpassen der Lautstärke nicht so prickelnd. Vor allem war der Hauptfilm mit 4,6 einfach zu laut. Natürlich sollte Kino angemessen laut sein, aber nicht so, dass es schon bei einem normalen Gespräch im Film unangenehm ist, zuzuhören.

 

Habe dann einfach mal alle Lautstärke-Befehle aus der Show genommen, Werbung auf 3,7 und Hauptfilm auf 4,0 gesetzt. Dann mal in die Vorstellung gegangen - alles perfekt gewesen, angenehmer Ton.

 

 

Als der Vorführer aus seinem Krankenstand zurückkam durfte ich mir erst mal das Genöle anhören, warum ich in seinen Shows rumpfusche - bei den er sich ja so viel Mühe gegeben hatte, jede Lautstärke anzupassen. War ein älterer Herr, hab es mir gespart die Änderung der Lautstärke zu rechtfertigen, der macht sein Job bestimmt schon seit 40 Jahren und ist in solchen Dingen wohl unbelehrbar.

 

 

Meine Frage wäre, wie es bei Euch aussieht? Habt Ihr ähnliche Werte für die Lautstärke, also 3,7 für Werbung und 4,0 beim Hauptfilm?

 

 

Grüße

Alex

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Ist doch schön, wenn sich der Kollege soviel Mühe macht. Ist aber wahrscheinlich eher ein Einzelhaus und der Herr ist die ganze Woche tatsächlich NUR für das vorführen da?

In einem Center mit mehreren Sälen ist das wohl eher zu viel Arbeit, da auch ein und derselbe Trailer in anderen Sälen, bei gleicher Lautstärkeanzeige, zu laut oder zu leise sein kann.

Und wenn jemand, mit soviel Berufserfahrung und in diesem Alter dann, den Umbruch in das Digital Zeitalter geschafft hat, ist das auch lobenswert.

 

Aber um Deine Frage zu beantworten. Das machen wahrscheinlich keiner sonst. Da man sich ja dann jede Woche das komplette Vorprogramm anschauen muss, und jede Woche die Lautstärke zu jedem (!) Werbefilm und Trailer im Saal zu notieren um ihn im BWR dann zu programmieren.

Und das zu jeder Playlist, die in der Woche läuft.

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Man kann bezüglich der Notwendigkeit, einzelne Trailer separat zu pegeln, sicher unterschiedlicher Auffassung sein. Wir fahren auch grundsätzlich das komplette Trailerprogramm bei 4.5 und den Hauptfilm bei 5.5 bis 6.

 

Kritisieren muss man so einen Aufwand sicher nicht - abgesehen von der Lautstärke ist es grundsätzlich positiv zu bewerten, dass jemand regelmäßig das Vorprogramm komplett sichtet und eine gewisse Qualitätskontrolle sicherstellt.

 

Ich habe in einem kleinen 3er Center vor einem Jahr mit meinem sehr lautstärkeempfindlichen Schwiegervater mal einen Versuch gemacht, und kaum saß man im Saal, lief da eine Lokalwerbung mit komplett kaputtem Ton, also überlautes digitales Gekratze und Gekreische. Da war der Kinoabend für meinen Schwiegervater schon gelaufen, da hat der auch keinen Spaß am Hauptfilm mehr. Möchte wetten, dass das nicht zum ersten Mal bei dieser Vorstellung aufgetreten ist. Die Trailer davor und dahinter waren in Ordnung. Das Personal interessierte das nicht. 'Können wir nicht ändern, ist ja gleich vorbei.'

 

Sorgfalt sollte man nie kritisieren, davon gibts eh zu wenig ;-)

 

- Carsten

Edited by carstenk (see edit history)
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Wir haben zu miener Zeit die Werbung im Meyer Sound Saal auf 4,2 vorgeführt, die Trailer auf 4,7 und die Hauptfilme auf 5,2 und aufwärts. In den normalen Sälen etwas standartisierter und leiser.

 

Wenn ich jetzt mal bei meinem alten Arbeitgeber zu Gast bin ist es immer zu leise.

Mein Lieblingskino führt allerdings immer in guter Lautstärke vor. Muss mal bei Gelegenheit fragen wie sie es einstellen,

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Soweit mir bekannt, gibt es auch ein fünffach - Multiplex, was zu jedem Tariler und jeder Werbung einen separaten Lautstärkebefehl setzt.

 

Aber das war doch früher bei 35mm auch nicht so, das man bei jedem Trailer die Lautstärke neu einstellt. Der Ton wurde zu beginn der Werbung und dann nochmal zum Beginn des Hauptfilms eingestellt, Werbung meist ein Paar Punkte Leiser als der Hauptfilm. In der Regel sind die Pegel bei den Trailern ja standardisiert, kann bei unseren Trailerblöcken von bis zu 7-8 Trailern wirklich nicht nachvollziehen, warum man hier einzeln "nachregeln" sollte. Wenn ich mir Abends mal einen Film gönnte, hatte ich bislang nie das Bedürfnis den Ton einzelner Trailer lauter oder leiser zu stellen.

 

 

Ist doch schön, wenn sich der Kollege soviel Mühe macht. Ist aber wahrscheinlich eher ein Einzelhaus und der Herr ist die ganze Woche tatsächlich NUR für das vorführen da?

 

Ist ein altes 2er Schachtelkino. Der Herr weigert sich allerdings trotz Digitalisierung die Automation einzusetzen und die Filme in die Timeline der Schedule zu legen. Filme werden von ihm immer per Hand gestartet, egal wie viel an der Kasse los ist, oder ob seine Hilfe grade wo anders von Nöten wäre.

 

 

Kritisieren muss man so einen Aufwand sicher nicht - abgesehen von der Lautstärke ist es grundsätzlich positiv zu bewerten, dass jemand regelmäßig das Vorprogramm komplett sichtet und eine gewisse Qualitätskontrolle sicherstellt.

 

Nicht falsch verstehen, ich bin ein Verfechter guter Bild- und Tonqualität und habe auch Respekt davor, wenn jemand mehr Einsatz zeigt als andere. Allerdings hat sich nach meinem Empfinden das ständige auf- und ab bei der Lautstärke in meinen Ohren nicht als Verbesserung sondern eher als Verschlechterung gezeigt. Wenn man mehr Einsatz bringt sollte dies auch der Qualität dienen.

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Ist das nicht mühselig andere immer wegen ihrer Fadereinstellung zu kritisieren?

Es gibt im Grunde keinen Standard, von Film und zu Film, Publikum zu Publikum und Anzahl der Besucher schwankt das bei uns auch.

Da kann es noch so egal sein, eine perfekt eingemessene Anlage auf 7.0 zu haben. Wenn es das Publikum nicht wünscht, wird es auch nicht gemacht, die zahlen schließlich unsere Gehälter, also wird sich danach gerichtet.

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Zahlen sind doch Schall und Rauch, wichtig ist einzig und alleine, was beim Kunden ankommt.

Und es gibt Trailer, bei denen ich mir einen Fadercue wünsche (aber der Aufwand ist schon riesig), prominentestes Beispiel ist wohl Honig im Kopf, alle Trailerversionen deutlich zu laut!

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Ein bißchen Unterschied ist ja normal, und wenn das im Alltagsbetrieb etabliert ist, kann es einem im Grunde auch egal sein. Trotzdem verstehe ich nicht, wieso die Unterschiede so groß sind, obwohl eigentlich eine Einmessung auf Level7 vor nicht allzulanger Zeit statt gefunden haben muss.

Es scheint aber beim CP750 eine größere Tendenz zu geben, dass Faderstellungen im Bereich 3.5-4.5 verwendet werden. Sind die Kurven anderer Prozessoren wirklich so fundamental anders?

 

- Carsten

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Ich glaube das hat weniger mit dem CP750 zu tun, als damit, dass man es in Deutschland liebt, Filme massiv zu leise zu spielen. Kenne doch einige Leute die nicht mehr ins Kino gehen, weil man fast überall die Filme in Wohnzimmerlautstärke vorgeführt bekommt. Macht einfach keinen Spaß, wenn man für jedes einzelne dB mehr Pegel zum Personal betteln gehen muss...

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Also ich scheue nicht davor zurück, Vorstellungen auch weit über 6,0 zu zeigen, nicht weil ich hohe Zahlen gerne habe, sondern es einfach Not tut. Dabei korrigiere ich schon raus, daß ich mir wohl mein Gehör mit Kopfhörermusik schon reichlich ramponiert habe...

 

Ein typischer Dialogfilm, der bei den automatischen 5,0 steckenbleibt, wird nicht fesseln, wenn man von überall aus dem Saal noch das Knabbern, Flüstern, Räuspern und Husten mitkriegt oder schlimmstenfalls sogar die Lüftung noch zu hören ist, oder Geräusche aus dem Foyer.

Aber auch bei Action-Streifen sind viele oft zurückhaltend, sodaß man oft die Dialoge zwischen lauter Effekten nicht versteht. Wenn man die Lautstärke aufs gesprochene Wort einstellt, und das dann paßt, ist ein Flugzeugabsturz oder ein explodierender Tanklaster einfach laut; ist im echten Leben auch kein Kirschenessen.

 

In diesem Video über irgendeine Filmschule, die jetzt Atmos mischen kann, ist das auch betont worden.

 

Letztens MET. Beim Auslaß kriege ich am Rande mit, wie sich eine Gruppe Omis über die unerhörte Lautstärke aufregten; ich lies das denen gegenüber unkommentiert, was sollte ich mich da auch einmischen. Ich wunderte mich nur, was diese Herrschaften dann in einer richtigen Oper machen - zum Dirigenten laufen und pianopianissimo fordern?

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Ist ja das übliche Problem, das man, bei Pegelmessung nach Vorschrift, immer nur so kleine Werte auf dem Pegeldisplay hat. Die Mischungen sind, wie schon bei 35mm, nach wie vor zu laut abgemischt. Ich gehe daher hin und nehme Fader Setting 8 als 0dB Referenz. Dann kann man nämlich feiner regeln, da bekannterweise die Pegelsprünge umsogrößer werden je geringer der Faderwert ist. Liegt an der seltsamen Kurve von Dolby.

Hat man nun öfters das Problem mit den Sprüngen und Empfindlichkeiten, dann mal das Setup des Prozessors öffnen und die Ausgangspegel um jeweil mindestens 3dB reduzieren. Im Setting hat man nämlich eindeutige Werte mit denen man was anfangen kann. Endstufen runterdrehen ist da Glücksspiel, da die Potis und ihre Skalen alles andere als korrekte Werte anzeigen.

Jens

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Aber das war doch früher bei 35mm auch nicht so, das man bei jedem Trailer die Lautstärke neu einstellt. Der Ton wurde zu beginn der Werbung und dann nochmal zum Beginn des Hauptfilms eingestellt, Werbung meist ein Paar Punkte Leiser als der Hauptfilm. In der Regel sind die Pegel bei den Trailern ja standardisiert, kann bei unseren Trailerblöcken von bis zu 7-8 Trailern wirklich nicht nachvollziehen, warum man hier einzeln "nachregeln" sollte. Wenn ich mir Abends mal einen Film gönnte, hatte ich bislang nie das Bedürfnis den Ton einzelner Trailer lauter oder leiser zu stellen.

 

[/Quote]

Und weil du dieses nicht für nötig betrachtest ist es falsch? Ich würde mich auch nicht gerade bedanken, wenn du auf den Saal abgestimmte Playlisten einfach veränderst...

 

 

Ist ein altes 2er Schachtelkino. Der Herr weigert sich allerdings trotz Digitalisierung die Automation einzusetzen und die Filme in die Timeline der Schedule zu legen. Filme werden von ihm immer per Hand gestartet, egal wie viel an der Kasse los ist, oder ob seine Hilfe grade wo anders von Nöten wäre.

Oh ich gebe dir recht es ist unheimlich schlimm, einen Vorführer im Haus zu haben der den Filmstart kontrolliert. Jemand der direkt Vorort ist bei einen Problem sofort die Gäste informieren kann .

 

Ich finde das beachtlich das der Vorführer es schafft jede Woche sein Trailerprogramm und seine Werbung in den Säalen für optimale Lautstärke anzupassen.

 

 

 

Nicht falsch verstehen, ich bin ein Verfechter guter Bild- und Tonqualität und habe auch Respekt davor, wenn jemand mehr Einsatz zeigt als andere. Allerdings hat sich nach meinem Empfinden das ständige auf- und ab bei der Lautstärke in meinen Ohren nicht als Verbesserung sondern eher als Verschlechterung gezeigt. Wenn man mehr Einsatz bringt sollte dies auch der Qualität dienen.

Der Vorführer wird sich mit Grund für die anderen Lautstärken entschieden haben, damit Werbung und Trailer in der angemessen Lautstärke gespielt werden. Für mich liest sich dieser und auch dein Startpost nur danach: ich bringe das Kino mal zurück auf standart Multiplex und jetzt nicht versteht das der Vorführer dort dies nicht lustig fand

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Aber um Deine Frage zu beantworten. Das machen wahrscheinlich keiner sonst. Da man sich ja dann jede Woche das komplette Vorprogramm anschauen muss, und jede Woche die Lautstärke zu jedem (!) Werbefilm und Trailer im Saal zu notieren um ihn im BWR dann zu programmieren.

Und das zu jeder Playlist, die in der Woche läuft.

 

Zu jeder Playlist?

Dankenswerterweise gibts bei Doremi ja neuerdings die Möglichkeit, Playlisten zu verschachteln. Wir arbeiten (bei drei Kinosälen mit fast ausschließlich Arthouse-Programm) mit drei verschiedenen Trailer-Programmen (für eher jüngeres / eher älteres Publikum sowie Dokumentationen), von denen wir das jeweils passende den Hauptfilmen vorschalten. Und ja, wenn ein Trailer es erfordert, wird seine Lautstärke individuell angepasst. Zusätzlich liegen prinzipiell alle Features und alle Playlisten auf allen Servern, so dass jederzeit ein Saaltausch möglich ist, ohne dass man drauf achten müsste, ob der jeweilige Film auch auf dem Server ist.

 

Die Arbeit für eine neue Spielwoche beschränkt sich also darauf, alle Filme auf allen Servern zu ingesten, für die Neustarts Playlisten anzulegen und die Trailerblöcke zu aktualisieren (und ggf. nicht mehr Benötigtes zu löschen). Dabei wird immer die Credit Time und die Lautstärke ermittelt bzw. kontrolliert.

 

Macht das irgendjemand anders?

 

Schöne Grüße,

Matthias

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Und weil du dieses nicht für nötig betrachtest ist es falsch? Ich würde mich auch nicht gerade bedanken, wenn du auf den Saal abgestimmte Playlisten einfach veränderst...

 

Nein. Ich betrachte es nicht falsch weil ich es "nicht für nötig" betrachte, sondern weil es sich in meinen Ohren nicht gut anhört, wenn da ständig jemand mit der Lautstärke spielt.

 

 

Oh ich gebe dir recht es ist unheimlich schlimm, einen Vorführer im Haus zu haben der den Filmstart kontrolliert. Jemand der direkt Vorort ist bei einen Problem sofort die Gäste informieren kann .

 

Was soll da bitte kontrolliert werden? Das Kino ist digitalisiert, einmal am Tag die Schedule eingerichtet, läuft alles problemlos. Angemerkt: In unserem Plex (9 Häuser) gab es seit 4 Jahren gerade mal 2 Ausfälle, welche der Digitaltechnik zuzuschreiben wären.

 

 

Ich finde das beachtlich das der Vorführer es schafft jede Woche sein Trailerprogramm und seine Werbung in den Säalen für optimale Lautstärke anzupassen.

 

Wäre der Sound optimal, hätte ich dazu wohl kaum was gesagt ;-)

 

 

Der Vorführer wird sich mit Grund für die anderen Lautstärken entschieden haben, damit Werbung und Trailer in der angemessen Lautstärke gespielt werden. Für mich liest sich dieser und auch dein Startpost nur danach: ich bringe das Kino mal zurück auf standart Multiplex und jetzt nicht versteht das der Vorführer dort dies nicht lustig fand

 

Standard ist für mich nichts schlechtes, sondern eher ein Optimum. Standard bedeutet für mich, dass eben gewisse Kriterien in Bezug auf Qualität eingehalten werden. Das ist in unseren Häusern, und auch in vielen Plexen der Fall.

 

 

 

Zum Schluss noch: Meine Frage war ja eigentlich nur, ob das ständige Anpassen der Lautstärke dann bei anderen auch so gemacht wird, weil ich das eben so - auch von Kollegen - überhaupt nicht kenne. Ich empfinde es als störend, wenn ständig an der Lautstärke gespielt wird - aber ich bin mir bewusst, das beim Thema Ton und Lautstärke die Meinungen weit auseinander gehen.

 

Grüße

Alex

Edited by alex33 (see edit history)
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Nein. Ich betrachte es nicht falsch weil ich es "nicht für nötig" betrachte, sondern weil es sich in meinen Ohren nicht gut anhört, wenn da ständig jemand mit der Lautstärke spielt.

 

 

Wir können natürlich aus der Ferne nicht beurteilen, ob die per-Trailer-Anpassungen, die der Kollege da vornimmt, tatsächlich Sinn machen.

 

Nur: Wirklich 'schlecht' anhören kann es sich zumindest grundsätzlich nicht, solange tatsächlich nur 'per Trailer' justiert wird, denn die Trailer haben nunmal alle ihr eigenes Klangvolumen und Pausen dazwischen. Wahrnehmbare Unterschiede gibt es da also auch ohne jede Änderung.

Anders sähe das aus, wenn sogar innerhalb der Trailer ständig rauf und runter geregelt würde, also deutliche Sprünge aufträten.

In deiner Schilderung hört sich das so an, als ob die Trailer an sich alle ziemlich gleich laut wären, und der ältere Vorführer drastische Änderungen produziert, also das Resultat sehr laute und sehr leise Trailer aufeinanderfolgend wären.

 

Ja, es gibt sicher Unterschiede zwischen den Trailern, aber ich habe beim Trailerprogramm auch kein Problem damit, die alle über einen Kamm zu scheren, von seltenen Ausnahmen mal abgesehen. Die 1-2 Minuten kann man auch mal nen etwas lauteren Trailer akzeptieren, und wenn die etwas zu leise sind, ist das auch kein Beinbruch. Spätestens beim Hauptfilm wird's aber ernst.

 

Was ich auch überhaupt nicht mag ist, dass man zum Beginn des Hauptfilms nach 20min Trailern im Grunde schon 'genug gehört hat', also halb taub da sitzt und froh ist, dass das Trailergekrache vorbei ist.

 

Beim Hauptfilm bin ich der Meinung, dass 'etwas' zu leise grundsätzlich schädlicher ist als 'etwas' zu laut. Zu sehr sollte man seiner empfindlichen Kundschaft nicht entgegen kommen. Die Beschwerdeschwelle für 'zu laut' ist meistens niedriger als für 'zu leise'. Aber der 'Schaden', der dem Film durch einen zu dünnen Soundtrack entsteht, ist meiner Meinung nach größer als durch einen etwas zu lauten. Das ganze kann/sollte man natürlich film/publikumsspezifisch immer ein bißchen nachjustieren. Wenn man vor dem Seniorenfilm das übliche Trailerprogramm spielt, ist es sicherlich fatal, das auf üblicher Faderstellung zu spielen. Wir spielen die meisten Hauptfilme mit 5.5 auf dem AP20. Extrem selten weniger, des öfteren mal 5.8-6.2.

 

Ja, wenn ich Lust und Zeit hätte, würde ich das Trailerprogramm auch gerne komplett durchtesten und nachjustieren. Das Problem ist vielleicht weniger die Zeit, sondern mehr der Umstand, dass unter den Umständen bei uns dafür immer die Lampen eine extra Zündung bekämen, respektive das Projektionssystem extra für ne Viertelstunde eingeschaltet werden müsste. Würde das Equipment wie in anderen Häusern über mehrere Vorstellungen durchlaufen, ergäbe sich zweifellos öfter mal ne Lücke, das zwischen zwei Vorstellungen zu machen. Nach nem Film während der Saalreinigung macht das wenig Sinn, man braucht da schon Ruhe für.

 

- Carsten

Edited by carstenk (see edit history)
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nanana,

nur weil man in einer 9 Saal Filmabspielstätte arbeitet und deren (Sub-)Standard als das non-plus-ultra wahrnimmt, heißt es noch lange nicht, dass andere Kinos, die wie in diesem Falle geschildert sehr aufwändig, das Programm individuell anpassen, schlecht sein müssen.

Das ist eben noch ein richtiger Vorführer und kein "ich klatsch alles in die Schedule-liste" Knöpferldrücker.

 

Geschmäcker sind nun mal verschieden. Der eine zieht eine Schwarzgepinselte Multiplexschachtel vor einem älteren Traditionskino vor, andere haben eine komplett konträre Ansicht dessen.

 

Und über die Faderstellung zu sinnieren, ist meines Erachtens nach ebenso unnötig. Vor allem der immer zitierte 7er auf dem Fader.

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Wie böööse bööööse mal wieder die hässlichen, kalten, sterilen, unfähigen, unfreundlichen, schmutzigen, ausbeutenden, überteuerten, kapitalistischen und nicht zuletzt die zu leisen Multiplexe sind^^

 

Und dann erlauben sich diese schwarzgepinselten Abspielstätten auch noch die Scheduleliste zu nutzen...

 

Man, man, man, diese Multiplexe aber auch^^

 

 

(Ironie off)

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