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Wie projiziere ich 16mm anamorphotisch ohne Vignettierung mit 16mm-Brennweite ?


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Hallo,

 

habe folgendes Problem: in meinem Privatkino (mehr breit als lang), in dem ich bereits Breitwand mit 22mm Brennweite und Cinemascope mit 40mm Brennweite projiziere, soll jetzt genauso groß 16mm-Schmalfilm in Cinemascope projiziert werden.

 

Ich brauche dafuer eine Brennweite von 16mm (habe ich bereits gekauft). Leider jedoch vignettieren alle meiner Anamorphoten (und ich habe schon verschiedenste Anamorphoten fuer 35mm-Normalfilm probiert, die ja eigentlich eine groeßere Linsenoberflaeche haben und deshalb weniger vignettieren mueßten.

 

Wie kann ich nun mit 16mm-Brennweite und Vorsatzanamorphot vignettierungsfrei projizieren ?

 

 

Danke und Gruß

 

Jorg

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Mal so spontan wuerde ich behaupten: Gar nicht. Jedenfalls nicht mit der klassischen Variante aus Grundobjektiv und Anamorphot; einfach weil die Anamorphoten fuer die gaengigen CS-Brennweiten (50 bis 80 mm etwa?!) berechnet sind. Bliebe also, einen Ana zu suchen, der fuer eine Grundbrennweite von 16 mm berechnet wurde, oder sich so ein integriertes Objektiv mit einer Brennweite von 16 mm zu besorgen. Viel Glueck auf der Suche.

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Kombiobjektive mit solch niedrigen Brennweiten existieren leider nicht.

 

Die Idee, keine 16mm-Projektion in ausreichender Groeße machen zu koennen, ist allerdings mehr als unbefriedigend...

 

Wie machen die Leute das eigentlich bei Super 8 ? Das ist doch auch als Cinemascope vorfuehrbar und die ueblicherweise bei Super 8 verwendeten Brennweiten sind doch noch niedriger...

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Hallo Joerg,

 

Nimm einen 70mm Ano oder einen von einem Digital Projektor.

 

Ist zwar schwierig zu bekommen, aber gibt es. Wir haben seinerzeit in Wien einen im Showcase gehabt. Preis lag glaube ich bei UVP NEU Preis ca. 22.000,00 Euro.

 

Muesste man aber heutzutage günstig bekommen, da nicht DCI konform.

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Sind das nicht klassischerweise welche mit Faktor 1,25?

 

Ich raffe aber auch jetzt erst, daß es ja gar nicht um 35-mm-Film, sondern um 16 mm geht. Ist die Grundbrennweite dennoch auch 16 mm? Wenn du versuchst, ein 16-mm-Bild auf die selbe Breite zu bringen, wie ein 35-mm-Filmbild, wird der Winkel der gedachten Linien zwischen den jeweiligen Bildkanten ja noch größer, als bei 35 mm. Denkt man sich das 16-mm-Bild auf den 35-mm-Film, müßte man also eine kürzere Brennweite nehmen, als für die reguläre Breite erforderlich wäre. Die wäre aber für den 35-mm-Ana (trotz der größeren Linsenfläche) wohl auch zu weit, weil die eher für Normalbrennweiten und länger berechnet sind.

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Hallo FP,

 

Soweit ich mich erinnere, ist schon fast 9 Jahre her war das ein 1:2,35.

 

Ab wieviel m der startete ist mir nicht mehr präsent. Zumindest hatte der einen riesigen Durchmesser.

 

Ansonsten die grossen alten fuer 70mm. So sehe ich keine Chance fuer Joerg.

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Hallo, ja, es handelt sich um 16mm-Schmalfilm.

 

In meinem Privatkino benutze ich folgende Brennweiten:

 

Fuer 35mm-Normalfilm:

 

- 22mm fuer Breitwand

- 40mm fuer Cinemascope

 

Fuer 16mm-Schmalfilm

 

- 16mm fuer Normal und fuer Cinemascope

 

 

Meines Wissens hat kein einziger Anamorphot fuer 70mm-Film einen Dehnungsfaktor von 2. Gleiches Problem bei den Digitalprojektoren wenn ich mich nicht irre.

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16mm Brennweite bei Schmalfilm entspricht ungefähr 35mm Brennweite bei 35mm-Film. Das bedeutet, die typischen Projektionsanamorphoten werden immer den Bildrand vignettieren.

 

Als Problemlösung fiele mir nur die Adaption eines anamorphotischen Elements aus dem Aufnahmebereich ein, etwa das Frontelement des f=35mm Lomo-Anamorphoten BAS-10 (das breite Teil vor dem runden Grundobjektiv), damit könnte man eine vignettierungsfreie Projektion bekommen. Das Einzelelement taucht alle paar Monate bei eBay (international) auf, kostet aber i.d.R. auch ein paar hundert US$.

 

https://sites.google.com/site/olexservicelenses/home/anamorphic-prime-lenses/35-mm-f2-5-35-bas-10-2-x

 

Für welchen Bildwinkel die Iscorama 2x-Anamorphotvorsätze, die man bei Super-8 benutzte, gerechnet sind, weiß ich nicht, es wäre aber einen Versuch wert.

 

Eine preiswerte Lösung fällt mir leider nicht ein.

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Danke fuer den Tip.

 

Da 16mm-Film ohnehin schon eine sehr schlechte Bildqualitaet hat, waere es meines Erachtens keine gute Idee, die Schaerfe durch ein altes und schlecht aufloesendes Objektiv noch weiter zu verschlechtern.

 

Es ist unfaßbar fuer mich, daß man Schmalfilm in Cinemascope nicht groß genug projizieren kann !

 

Wieviel kostet es, ein passendes Objektiv von Schneider konstruieren zu lassen ?

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Eine Lösung des Problems wären zwei Oberflächenspiegel in einer stabilen Halterung.

 

Je nach Geometrie der Projektion lenkst du mit einem Spiegel nach oben oder nach unten oder zur Seite,

mit dem andern geht es nach vorne. Nun verstellst du den Projektor und den zweiten Spiegel, bis das

Normalbild auf der Bildwand das Seitenverhältnis 3:8 hat.

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Wenn man die richtigen Kopien hat, dann kann 16mm besser sein und messerscharf als manch eine 35er.

 

Aber wenn man eh der Auffassung ist, das 16mm Mist ist, dann wuerde ich einfach das weglassen.

 

Gemaess dem Motto shit in, shit out.

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Hallo Filmtechniker und Harald Mueller,

 

einen solchen Prismenkasten bin ich leider nicht in der Lage zu bauen. Kann man das irgendwo fertig kaufen ?

 

Und die Geschichte mit den Spiegeln habe ich leider nicht ganz verstanden. Koenntest Du das bitte noch mal naeher erlaeutern ?

 

Danke und Gruß

 

Jorg

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Von Prismasonic gibt es fertige Prismenanamorphoten.

 

Eine andere Idee mit den Oberflächenspiegeln wäre das Bild über die Rückwand zu projezieren. Du könntest den optischen Weg verlängern und so eine längere Brennweite nutzen, wo die Anamorphoten nicht mehr vignettieren..

 

 

Wie machen die Leute das eigentlich bei Super 8 ? Das ist doch auch als Cinemascope vorfuehrbar und die ueblicherweise bei Super 8 verwendeten Brennweiten sind doch noch niedriger...

 

Es geht ja nicht um die Brennweiten, sondern um den Projektionswinkel. Um den selben Projektionswinkel bei Super8 wie bei 35mm zu erreichen, brauchst du eine wesentlich kürzeren Projektionsbrennweite. Wenn eine 70mm-Optik nicht für den Bildwinkel ausgelegt ist, hast du auch da bei 16mm Vignettierungen. .

Edited by Theseus (see edit history)
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Habe mich ungenau ausgedrückt, man benötigt zwei zylindrisch gekrümmte Spiegel. Zum Glück geht auch Metall.

so daß zwei polierte Zylinderausschnitte den Dienst tun. Eine spezialisierte Firma sollte bei Angabe der Projektionsdistanz

mit doppeltem Krümmungsradius schleifen und polieren können. Vorteil: keine Vignettierung, keine Bildverschlech-

terung. Diese Metallstücke wären geschätzt 100 auf 50 auf 10 mm groß, mehr nicht. Vor dem Schleifen und Polieren versieht

man sie mit Gewindebohrungen, damit sie montiert werden können.

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Danke fuer die nuetzlichen Tips !

 

Ich denke, ich werde mit einem Anamorphot aus zylindrischen Spiegeln am ehesten zum Erfolg kommen.

 

Nur wird es schwer sein, sowas irgendwo gebraucht zu finden.

 

Falls jemand etwas anzubieten hat, bitte melden.

 

 

Danke und Gruß

 

Jorg

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Eine wilde Idee: Besorg Dir doch mal so eine Hochglanzfolie aus Trockenpressen für Baryt-Photos. Das sind auf Spiegelglanz polierte Metallmatten, etwa 1mm dick DIN A4 und größer, und gut biegsam. Vielleicht kann man die auf eine passende Form aufbringen?

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Danke fuer den Tip. Es sieht aber ganz danach aus, als wuerde auch diese Loesung vignettieren. Die Ein- und Austrittsoeffnung ist meines Erachtens fuer sehr weitwinklige Projektionen nicht ausreichend.

 

Aber egal, ich wuerde es trotzdem mal probieren.

 

Hat zufaellig jemand sowas zu verkaufen ?

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So etwas müßte mit einen groß genugen Metallspiegel einfach durch seitliches Zusammendrücken erreichbar sein. In der Videorückprojektiostechnik gib es Spiegelfolien, die kann man ja auf Rundlinge aufspannen, die passen.

Jens

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