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1040bln

Ist schon mal eine Vorführung wegen Krawalls abgebrochen worden?

26 Beiträge in diesem Thema

Frage: Hat jemand schonmal erlebt, dass durch Krawall während des Films eine Vorführung abgebrochen werden musste?

 

Hintergrund: Gegenwärtig wird ja der Deutschlandstart eines impfkritischen Dokumentarfilms mit dem Titel "Vaxxed" vorbereitet. Es geht um den Zusammenhang von Autismus und Impfen (Robert de Niro hatte den Film nach Kritik oder Drohungen vom Programm seines Tribeca-Festivals abgesetzt, viele kennen wahrscheinlich die Berichte von 2016).

 

Inzwischen haben tatsächlich Leute (Stichwort "Antifa" oder "Skeptiker-Bewegung") die Kinos bedroht, um die Vorführungen absagen zu lassen. Was auch teilweise gelungen ist. Aus einer öffentlichen Facebook-Diskussion auf einer Kino-Seite (Kino am Raschplatz + Hochhaus, Hannover) kursiert z. B. ein Screenshot mit dem Text "Kinobesuch und Störaktion sind das Einzige, was uns bleibt. Wenn Sie unbedingt einen erzwungenen Abbruch und Polizeieinsatz im Kino haben wollen, bitte."

 

Ich frage mich, ob sowas wirklich realistisch ist. Dazu müssten ja die "Impfbefürworter" einigermaßen organisiert sein. Gefühlsmäßig ist es doch aber den meisten Leuten egal, ob nun einige ihre Kinder nicht impfen lassen oder nicht. Es gibt vielleicht ein paar Ärzte und Krankenpfleger, die das strenger sehen, aber setzen die sich wirklich ins Kino, um dann ein Pfeifkonzert zu beginnen?

Kino_am_Raschplatz_20170314_Screenshot_2.png

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Das ist sicher früher schonmal passiert, aus den unterschiedlichsten Gründen. Der Unterschied ist hier aber, dass es konkret vorher angedroht wird.

 

Ich würde die Leute ja zu einer Diskussion nach dem Film einladen.

 

Aber wenn die wollen, dass sie für die Störaktion die Zeche zahlen müssen, also dem Kinobetreiber den entstandenen Schaden ersetzen müssen, nur zu.

 

Hausverbot zum frühestmöglichen Zeitpunkt, Polizei kommen lassen und Personalien feststellen lassen, Anzeige. Dann wird man sehen, wie wichtig denen ihre Meinung ist. Ich halte sehr viel vom GWUP, aber wenn irgendwelche Durchgeknallten sich hinter denen verstecken und anfangen die Meinungsfreiheit zu unterdrücken, dann demonstrieren die einen völlig unangemessenen Fanatismus. Verantwortlich sind für sowas regelmäßig isolierte Fundamentalisten, bei denen nur der Zufall darüber entscheidet, auf welcher Seite die gerade stehen. Was in Deutschland nicht gegen geltendes Recht verstößt, darf im Kino gezeigt werden. Die Impfgegner können ja gerne einen Film ins Kino bringen, der ihrer Argumentation folgt.

 

Organisiert oder nicht, im Zweifelsfalle reicht ja eine Person, um eine Vorstellung zu stören, meiner Einschätzung nach sind es bei dieser Diskussion auch eher isolierte Aktionen Einzelner, ich kann mir ebenfalls schwer vorstellen, dass es bei diesem Thema möglich ist, mehrere Leute zusammen zu kriegen, die gemeinsam so weit zu gehen bereit sind, dass es wirklich eskaliert. Gegen ein paar Zwischenrufe im Saal und anschließend geordnetem Rückzug hätte ich ja nichtmal was auszusetzen.

 

Wenn man ein bißchen vorbereitet ist, ist das aber durchaus in den Griff zu kriegen.

 

Genauso ist es aber jedem Kinobetreiber überlassen, den Film abzusetzen, wenn er Schaden befürchtet, für sich, für seine Mitarbeiter, etc..

 

http://www.epochtimes.de/gesundheit/hasskommentare-und-massive-drohungen-kino-in-hannover-setzt-anti-impf-film-vaxxed-ab-a2074146.html

 

- Carsten (Impfbefürworter, der aber nicht blind alles mit macht)

 

 

 

 

bearbeitet von carstenk (Änderungen anzeigen)

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Wow, gibt also doch noch was anderes als Linksradikale, gegen Rechtsradikale und Linksradikale gegen den Rest der Welt.
Aber so wie mit den Impfbefürwortern und Impfgegnern, gibt es ja auch radikale Veganer, die meinen, anderen ihre Meinung auf Aufzwingen zu müßen.
Ich denke aber da dürften mehr zusammen kommen, als bei dieser Impfgeschichte.
Davon mal abgesehen, ist es schon interessant über was für hirnrissige Themen heutzutage Filme gemacht werden.

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vor 4 Stunden schrieb 1040bln:

Inzwischen haben tatsächlich Leute (Stichwort "Antifa" oder "Skeptiker-Bewegung") die Kinos bedroht, um die Vorführungen absagen zu lassen. Was auch teilweise gelungen ist. Aus einer öffentlichen Facebook-Diskussion auf einer Kino-Seite (Kino am Raschplatz + Hochhaus, Hannover) kursiert z. B. ein Screenshot mit dem Text "Kinobesuch und Störaktion sind das Einzige, was uns bleibt. Wenn Sie unbedingt einen erzwungenen Abbruch und Polizeieinsatz im Kino haben wollen, bitte."

 

Ich frage mich, ob sowas wirklich realistisch ist. Dazu müssten ja die "Impfbefürworter" einigermaßen organisiert sein. Gefühlsmäßig ist es doch aber den meisten Leuten egal, ob nun einige ihre Kinder nicht impfen lassen oder nicht. Es gibt vielleicht ein paar Ärzte und Krankenpfleger, die das strenger sehen, aber setzen die sich wirklich ins Kino, um dann ein Pfeifkonzert zu beginnen?

 

Gibt es irgendwo einen Beleg, dass da Antifa etc. hinter dem Protest steckt? Wenn man etwas zu dem Film und seinem sog. Regisseur Andrew Wakefield recherchiert, sind es eher Wissenschaftler und Ärzte, die massiv Protest organisieren. Der Screenshot liest sich für mich nicht so, als wollten gewaltbereite Autonome das Kino klein hauen.

 

Ich denke auch nicht, dass es um einen Diskussion zwischen Impfgegnern und Impfbefürwortern unter dem Mantel der Meinungsfreiheit geht. Der "Regisseur" Andrew Wakefield hat 1998 eine Studie publiziert, die später zurückgezogen wurde und nachweisliche Falschbehauptungen enthielt. Der frühere Arzt verlor daraufhin seine Approbation in England. Diese Studie war der (hauptsächliche) Auslöser für die sog. Impfgegner-Bewegung, die zu einem starken Anstieg (vermeidbarer) tödlicher Krankheitsverläufe bei Kindern führte. Deswegen denke ich auch nicht, dass Impfen oder nicht egal ist.

Die Ergebnisse konnten später nie verifiziert werden.

 

http://www.tagesspiegel.de/wissen/robert-de-niro-und-der-film-vaxxed-ein-bitterer-nachgeschmack-bleibt/13401324.html

 

Nach allem was man nachlesen kann, ist das eher ein propagandistisches Machwerk. Ich jedenfalls gebe den guten Ruf als Programmkino nicht dafür her. Als nächstes dann eine Doku über David Irving, eine Steve Bannon-Werkschau, einen Youtube-Abend mit Chemtrail-Videos oder Jud Süß im Seniorenkino?

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@tomas katz

Danke für dieses Posting. Genau so ist es, in allen Punkten!

 

Leute, spielt lieber "Bauer unser". Anderes Thema, aber im Gegensatz zu die vielen krawalligen und simplifizierenden Dokus, die es auch in diesem Bereich gibt, eine wohltuende Ausnahme. 

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Am 24.3.2017 um 00:36 schrieb tomas katz:

 

Gibt es irgendwo einen Beleg, dass da Antifa etc. hinter dem Protest steckt?

 

Nun, ich würde sagen, dass es für die Antifa typisch wäre. Die protestieren gerne, wenn man es wagt, bestimmte Dinge in Frage zu stellen oder mal andere Sichtweisen wagt. Und sie sind davon überzeugt, dass der Zweck die Mittel heilige, dass sie zuweilen sich bei den Methoden genau an das anlehnen, was sie in ihren Feinden sehen wollen.

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Aha. Hätte, könnte, wäre. Gibt es auch nur einen Beleg, dass die Antifa gegen diesen Film protestiert?

Das einzige, was Google findet unter "vaxxed antifa" zeigt folgender Screenshot, wo anscheinend die eine Verschwörungsseite von der andern abschreibt:

 

Stattdessen findet man im Internet reihenweise Seiten, wo Wissenschaftler, Autismusverbände und Eltern von Autisten gegen dieses Machwerk mobil machen:

https://www.ovb-online.de/rosenheim/rosenheim-stadt/erleichterung-ueber-absage-vaxxed-7918198.html

https://leftbrainrightbrain.co.uk/2016/04/02/movie-review-vaxxed/

 

 

Bildschirmfoto 2017-03-31 um 00.06.34.png

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Wer meint, den Film zeigen zu wollen, sollte das tun.

Ggf im Vorfeld mit den örtlichen Behörden abstimmen, dann klappts auch mit den "Aktivisten".

Alles andere widerspricht unserer freiheitlich-demokratischen Grundausrichtung, auf die ich sehr viel Wert lege!

Meinungsfreiheit ist Grundrecht!

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Tja. Meinungsfreiheit ist erstmal ein Grundrecht, dass das Verhältnis zwischen Bürger und Staat betrifft. Der Film ist aber weder indiziert noch beschlagnahmt worden.

 

Wer sich auf die Meinungsfreiheit beruft, muss auch Protest aushalten. Hier stilisiert sich der Verleih als Opfer einer "Hexenkampagne" und wirbt mit dem Schlagwort "Der Film, der nicht gesehen werden darf" und "Der wichtigste Film des Jahres". Alles nicht wahr. Jeder kann den Film auf DVD kaufen und die Kinotour ist letztlich nichts anders als eine Promo-Kampagne, um den DVD-Verkauf anzukurbeln.

 

Mein Eindruck ist, dass vielen Kinos nicht bewusst war, auf was sie sich da einlassen, und dann über die heftigen Reaktionen erschrocken waren. Ich nehme auch an, dass viele Kinos eher erleichtert sind, den Film wieder aus dem Programm genommen zu haben. 

 

Das führt dann auf Seiten der Impfgegner zu solchen Ergüssen:

Zitat

Wie ich gerade erfahren habe, hat das Bamberger Lichtspielkino den Dokumentarfilm VAXXED ohne Begründung wieder abgesagt, obwohl die Werbung für die Vorstellungen bereits auf vollen Touren lief. (...)

Dass das Bamberger Kino dadurch veranlasst wird, doch noch zu seinem Wort zu stehen, ist nicht zu erwarten. Jedoch wäre es gut, wenn sich auch ein Kinobetreiber einmal Gedanken über Grundwerte, Meinungsfreiheit und den Preis der Demokratie - und seinen Platz darin - macht.

 

Und weiter unten im Kommentar eines Lesers sind die Reichsbürger nicht mehr weit:

Zitat

Und wahrscheinlich werden bald auch Impfkritiker genauso kriminalisiert wie Klima-Leugner, Holocaust-Leugner oder Bundesstaatsangehörige des immer noch existierenden aber nicht handlungsfähigen Deutschen Reichs.

 

Democracy dies in darkness

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Aber ich finde es schon bedenklich, wenn ein paar Randalierer die Aufführung eines Filmes verhindern.

Wir haben 2 Diktaturen hinter uns, in denen man Filme verboten hat.

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Nochmal: wo gibt es einen Beleg, dass "Randalierer" irgendetwas "verhindert" haben?

Den einzigen Beleg, den man derzeit findet: 

Zitat

Der Mitarbeiter sei am Sonntagabend an der Kasse von einem Unbekannten beschimpft und mit Schlägen bedroht worden. Danach sei der Täter so schnell verschwunden, wie er gekommen sei, sagt Scheller.

 

Kein Hinweis, ob das ein Mitglied der Antifa Südniedersachsen oder ein schlecht gelaunter Kinderarzt war. Dass das Kino darauf hin die Vorstellung absagt, ist nachvollziehbar, es hätte aber auch die Wahl gehabt, Polizeischutz anzufordern oder einen privaten Sicherheitsdienst zu bestellen. 

 

Proteste gegen diesen "Film" gibt es weltweit, und weltweit nehmen Kinos ihn wieder aus dem Programm. Das ist kein rein deutsches Phänomen.

 

Neueste Artikel zum Thema:

https://www.merkur.de/bayern/umstrittene-doku-vaxxed-laeuft-in-muenchen-grosses-kino-fuer-impfgegner-8069609.html

https://www.ruhrbarone.de/impfgegner-auf-tour/141052

 

P.S. Um mal auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: ich erinnere mich noch gut an die Vorstellungen von OI WARNING! vor 15 Jahren, wo wir nach entsprechender Berichterstattung über Randale im Osten auch Schiss in der Buchse hatten. Das wurde dann auch mit Pressebericht und Absprache mit Polizei bei uns am Bodensee begleitet. Passiert ist letztlich aber nichts. Zum Nachlesen: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/rechte-gewalt-oi-warning-regisseure-von-skinheads-bedroht-a-104170.html

 

P.P.S. Filme können auch heute noch verboten werden. Nichts anderes ist die Beschlagnahmung, wenn der Staatsanwalt eine Strafbarkeit nach §131 StGB erkennt. Randalierende Kinderärzte sind dazu allerdings nicht befugt.

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vor 8 Stunden schrieb tomas katz:

Nochmal: wo gibt es einen Beleg, dass "Randalierer" irgendetwas "verhindert" haben?

 

Nun, es gibt bei ähnlichen Situationen Fälle, wo "protestiert" wurde (ich schreibe es in Anführungszeichen, weil es eher Drohung und Einschüchterung war) und dann plötzlich auf einmal ganz andere Maßstäbe herrschten, der mutige Mensch plötzlich umkippte.

Und im Falle des Filmes ist es so, dass diejenigen, die protestieren schon manipulieren, es gehört auch immer jemand zu, der sich manipulieren lässt und in diesem Falle halt darüber, dass man eben nichts riskieren will und denen, die gewaltbereiter scheinen, nachgibt. Und das sind eben nicht diejenigen, welche diesen Film gut finden und sich gerne angucken würden.

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Ein Betrüger und überführter Fälscher, der einen Film macht aus illegal mitgeschnittenen Telefonaten, diese dann soweit umschneidet, bis das Ergebnis ihm passt, präsentiert "nur" seine Meinung, die Protestierer dagegen aber manipulieren die Kinobetreiber?

Ich geb auf.

 

(Es gibt mittlerweile ein Video von der Veranstaltung gestern in Stuttgart auf der einschlägigen Facebook-Seite. Protest und Randale? Null. Dagegen bezeichnet Wakefield die Ereignisse um die angebliche Datenmanipulation als größte humanitäre Katastrophe der Menscheit...)

 

Der Klimawandel ist übrigens eine Erfindung der Chinesen, die nur ihre Elektroautos verkaufen wollen statt der sauberen deutschen Diesel-Technologie. Es ist wahr. Glaub mir. So traurig.

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vor 3 Stunden schrieb tomas katz:

Ein Betrüger und überführter Fälscher, der einen Film macht aus illegal mitgeschnittenen Telefonaten, diese dann soweit umschneidet, bis das Ergebnis ihm passt, präsentiert "nur" seine Meinung, die Protestierer dagegen aber manipulieren die Kinobetreiber?

Ich geb auf.

 

Moment mal, willst Du damit sagen, dass man Selbstjustiz verüben darf, wenn man meint, dass es die Inhalte rechtfertigen?

Ich möchte wetten, dass man über viele Filme, die Du magst, ähnliches sagen könnte und Du es auch nicht gut fändest, wenn diese nicht gezeigt werden, weil der Kinobetreiber Angst haben muss, dass ihm sonst eine Schlägertruppe das Inventar demoliert.

 

Ich muss auch es hinnehmen, dass es Filme und Theaterstücke gibt, die meine religiösen und politischen Sichtweisen mit Füßen treten und kann doch auch nicht dem Kinobetreiber signalisieren, dass meine Freunde das Kino besuchen und es danach renoviert werden muss.

 

Fakt ist, dass wenn der Film gegen ein Gesetz verstößt, es juristische Mittel dagegen gibt und Fakt ist auch, dass wenn der Film gegen kein Gesetz verstößt, diejenigen, die der "laschen" Justiz "nachhelfen" müssen, damit illegal handeln. Selbstjustiz.

 

Aber anscheinend ist das jetzt unsere Kultur, dass diejenigen, die sich für schlauer als die Justiz und der Gesetzgeber halten, Fakten schaffen wollen.

 

Der einzige Grund, diesen Film nicht zu zeigen, sollte sein, dass er einfach zu wenig Publikum anzieht. Und letzteres darf nicht etwa daran liegen, dass aggressive, gewaltbereite Menschen den Kinobesuchern Angst einjagen.

 

 

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vor 4 Stunden schrieb tomas katz:

Der Klimawandel ist übrigens eine Erfindung der Chinesen, die nur ihre Elektroautos verkaufen wollen statt der sauberen deutschen Diesel-Technologie. Es ist wahr. Glaub mir. So traurig.

 

Über den Klimawandel habe ich nichts gesagt. Ist ein anderes Thema.

Aber nur soviel dazu:

Die Diskussionskultur bei dem Thema ist so, dass diejenigen, welche lediglich den Menschen als Ursache bezweifeln oder meinen, dass der Verzicht auf CO2 kaum positive Auswirkungen haben kann, so behandelt werden, als hätten sie die Existenz dieser Veränderungen komplett geleugnet.

Man wird dann nicht müde, tausende Beweise für die Existenz anzuführen, weil man nur Antworten auf die Aussage "Den Klimawandel gibt es nicht" hat.

Eine sehr absurde Diskussionskultur, die in die Richtung geht "Der Mörder war deshalb der Gärtner, weil die Leiche tot ist, das Gift giftig war, und wer an die Unschuld des Mörders glaubt, bekommt noch tausende Belege dafür, dass die Leiche tot ist und das Gift giftig war".

Aber ich vermute, dass Du auch zu gerne dieser Diskussionskultur anhängst, die ein bisschen ist, wie...

 

 

bearbeitet von RF-Musiker
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Hallo miteinander,

 

bezogen auf die Anfangsfrage, denke ich, dass dies allenfalls möglich ist. Ohne auf die Motivationen politischer Art näher einzugehen erinnere ich daran, dass seinerzeit die Kirche sehr massiv gegen die Filmvorstellungen zum Film "Die Sünderin" die Leute aufputschte. Zu der Zeit war ich noch klein und "Ossi" und habe erst später diesbezgl. Berichte gehört und gesehen. Nun denn. Bei der Uraufführung von "Spur der Steine" sollte angeblich sowas auch provoziert werden, konnte aber durch Besonnenheit der anwesenden vernünftigen Menschen unterbunden werden.

 

Am Rande bemerkt kenne ich aber Situationen, bei denen tatsächlich Filmvorstellungen nach 10 Minuten total beendet wurden und alle Zuschauer aus dem Saal verwiesen wurden. Dies geschah nicht in der Öffentlichkeit sondern intern im Kultursaal einer NVA-Kaserne in Eggesin. Ursache waren die sogenannten "Kurzfilmwochen" in den Monaten Mai und November eines Jahres. Die neuen EK's (EK=Entlassungskandidaten) der NVA haben stets nach Filmbeginn wie die Verrückten ihr EK-Gebrüll angefangen. Sofort wurde Film angehalten und der Saal geräumt. Es liefen eigentlich auch sehr gefragte Filme - aber eben dort nicht vollständig. Ab Juni bzw. Dezember war dann wieder alles normal.

Dieses hat aber bezogen auf die Öffentlichkeit nur anekdotischen Charakter und dient dem Erkenntniszuwachs Interessierter. Da ich mit dem Filmvorführer guten Kontakt hatte, bin ich soweit es möglich war zu einer geheimen internen Extravorstellung eingeladen worden. Entweder vorher oder nachher. Das war in den Jahren 1976 bis 1978 das von mir erlebte.

 

ff

 

Filmuwe

 

 

 

 

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Am 4.4.2017 um 17:44 schrieb RF-Musiker:

 

Moment mal, willst Du damit sagen, dass man Selbstjustiz verüben darf, wenn man meint, dass es die Inhalte rechtfertigen?

 

Punkt 1) Ich habe darauf hingewiesen, dass der Film den Zuschauer nach allen Regeln der Kunst manipuliert. Den Protest dagegen halte ich nicht für eine "Manipulation des Kinobetreibers", sondern für eine legitime Meinungsäußerung, dass der Kinobetreiber seine Dispositon überdenken möge.

 

Punkt 2) Nirgendwo rede ich von Selbstjustiz, noch habe habe ich Gewalt gut geheißen.

 

Punkt 3) Vielmehr habe ich mehrfach darum gebeten, Belege zu liefern, dass tatsächlich Gewalt angewendet wurde, bzw. Schlägertrupps oder Randalierer unterwegs sind, um Aufführungen zu verhindern. Bisher ist nichts zu finden, abgesehen von dem Vorfall in Hannover. Der ist absolut unschön, aber wir wissen zu wenig darüber, um abschließend zu urteilen.

 

Punkt 4) Wie ich oben beschrieben habe, war ich selbst an einer Veranstaltung beteiligt, wo zu befürchten war, dass es Randale geben kann. Wir haben intern intensiv diskutiert, und es dann durchgezogen nach entsprechender Vorbereitung.

 

Punkt 5) Je mehr ich über Andrew Wakefield recherchiere, desto fassungsloser werde ich. Es ist nachgewiesen und gut dokumentiert, dass er den Zusammenhang zwischen MMR-Impfungen und Autismus komplett im Alleingang erfunden hat und Studienergebnisse fälschte, als diese nicht das Ergebnis brachten, was er für die Veröffentlichung brauchte. Alleiniges Ziel der Studie war die Vermarktung eines eigenen Impfstoffes (den es dann nie gegeben hat), mit dem er viel Geld verdienen wollte. Der Mann biegt sich die Fakten in allen, wirklich allen Belangen so zurecht, wie es ihm nützt. 

 

Punkt 6) Die Studie, um die es im Film geht, hat es als Case-Control-Studie nur gegeben, weil Wakefield seine eigene gefälschte Studie veröffentlicht hat und damit Angst in der Öffentlichkeit schürte. Man kann es nur als Ironie der Medizingeschichte betrachten, dass er diese Situation nun ausnutzt, um anderen Betrug vorzuwerfen (den es nicht gegeben hat).

 

Punkt 7) Bin ich der Meinung, dass man einem manipulierenden Fälscher und Betrüger keine Öffentlichkeit geben sollte, der das Publikum unnötig verunsichert, wenn man einen Ruf als Filmkunsttheater und ggf. auch einen Programmpreis für sein herausragendes Dokumentarfilmprogramm erhalten hat? Absolut.

 

Punkt 8) Klimawandel gibt es auf der Erde, seit es die Erde gibt. Wenn heute von Klimawandel die Rede ist, ist immer der menschengemachte Klimawandel bzw. die globale Erwärmung gemeint. Auch der Treibhauseffekt durch CO2 und Wasserdampf ist lange bewiesen. Ohne Treibhauseffekt wäre die Durchschnittstemperatur auf unserem Planeten -18°C und damit recht lebensfeindlich. Entscheidend ist der Einfluss des Menschen auf den Klimawandel. Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass die globale Erwärmung zu über 50% durch den Menschen verursacht ist und es keine andere Erklärung gibt für die Geschwindigkeit, mit der sich derzeit die Durchschnittstemperatur erhöht, als durch den Einfluss des Menschen bzw. den CO2-Ausstoss seit Beginn der Industrialisierung.

 

Punkt 9) Sehr sehenswerte Doku über Andrew Wakefield: https://youtu.be/7UbL8opM6TM

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Für die Sache an sich sind die Inhalte des Films egal. Du versuchst krampfhaft an Hand der Inhalte zu rechtfertigen, dass man Kinobetreiber bedrängen soll, den Film nicht zu zeigen.

 

Deine Strategie geht nicht auf, denn wenn der Film gegen Gesetze verstößt, kann man gegen diesen juristisch vorgehen und wenn er rechtlich ok. ist, musst Du diesen hinnehmen. Irgendwie wiederhole ich mich, aber bei manchen Menschen ist es wohl so, sie wollen krampfhaft etwas rechtfertigen.

 

Sorry, aber wenn ein Mensch in der Nacht irgendwo von ein paar Gewalttätern krankenhausreif geschlagen wird, interessiert es auch nicht, dass er seine Frau betrogen hat, Bilanzen frisierte und im Büro Kugelschreiber mitgehen ließ.

 

Es geht nicht an, dass nur weil einige Menschen meinen, ein Film würde den Zuschauer manipulieren, hätten sie alles Recht der Welt, den Kinobetreiber zu bedrängen.

 

Zu oft wurde es "legitime Meinungsäußerung" genannt, was Selbstjustiz ist und "Protest", was Einschüchterung des Publikums ist.

 

Ansonsten scheint in Deinen Augen der Kinobetreiber ein bisschen gaga zu sein und muss sich wohl von solchen Schlaumeiern wie Dir erklären lassen, wie er sein Kino betreibt oder was?

 

"Nirgendwo rede ich von Selbstjustiz, noch habe habe ich Gewalt gut geheißen."

Du spielst es runter. Das reicht schon. Das Thema hat eine Vorgeschichte, Deine Art "Argumentation" kenne ich bereits.

 

"Vielmehr habe ich mehrfach darum gebeten, Belege zu liefern, dass tatsächlich Gewalt angewendet wurde, bzw. Schlägertrupps oder Randalierer unterwegs sind, um Aufführungen zu verhindern."

 

Nun, so etwas wurde ja in der Vergangenheit wiederholt getan, ob es bei Kinos war, kann man nicht sagen. Man sieht ja zu, dass es geheim bleibt, möchte ja keiner zugeben, dass er sich von Schlägertruppen das Kinoprogramm diktieren lässt.

Aber es gab in der jüngsten Vergangenheit Fälle, wo Hotels und Gaststätten sich von gewaltbereiten Gruppierungen dazu bringen ließen, nicht mehr jeden willkommen zu heißen, sondern diejenigen auszugrenzen, die es laut gewaltbereiter Gruppierung "verdient haben".

 

"Punkt 5) Je mehr ich über Andrew Wakefield recherchiere, desto fassungsloser werde ich."

 

Schön, aber der Film ist immer noch legal. Es geht hier nicht um sachliche Filmkritik, sondern darum, dass manche Meinungsfreiheit einschränken wollen. Mag sein, dass der Film Deiner Meinung nach verboten gehört. Aber Du musst es hinnehmen, dass die Behörden, die darüber zu befinden haben, dies anders sehen.

Ich würde zu gerne wissen, was wäre, wenn man einen Film, den Du gerne gesehen hättest, im Kino nicht bringt wegen Protesten und ich Dir dann an den Inhalten erläutere, weshalb es richtig so ist, den Film nicht zu zeigen.

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Kleiner Hinweis meinerseits dazu: Der Film ist gerade dabei, einer Prüfung unterzogen zu werden, kam gerade in den Nachrichten hier im Süden, eine Empfehlung den Film nicht zu zeigen wurde in den Filmbesprechnungen im BR ebenfalls ausgesprochen, das wird sicher noch interessant werden.

 

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@RF-Musiker:

Dem ist nichts hinzuzufügen. Und wer nach Belegen verlangt, weil er nichts davon gehört hat, lügt entweder oder informiert sich immer noch über die Tageszeitung oder die Tagesschau.

 

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Und wer glaubt, dass MMR-Impfungen Autismus verursacht und Wakefield ein seriöser Wissenschaftler ist, informiert sich wahrscheinlich nur über Russia Today.

Aber hey... über die Chemtrails impft uns doch die BRD-GmbH sowieso ungewollt und ungewusst. Kann man aber mit Homöopathie gegensteuern.

 

Gandalf (der echte)

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vor 27 Minuten schrieb EndofCinema:

Und wer glaubt, dass MMR-Impfungen Autismus verursacht und Wakefield ein seriöser Wissenschaftler ist, informiert sich wahrscheinlich nur über Russia Today.

Aber hey... über die Chemtrails impft uns doch die BRD-GmbH sowieso ungewollt und ungewusst. Kann man aber mit Homöopathie gegensteuern.

 

Gandalf (der echte)

 

Sorry, das ist am Thema vorbei.

Es geht nicht um Filmkritik, es geht nicht um die Inhalte des Films.

Es geht um unseren Umgang mit Meinungsfreiheit, das ist der Punkt.

Hier klingen alle inhaltlichen Aussagen nach "Aber, diejenigen, die den Kino-Betreiber einschüchtern, haben doch recht. Der Film ist böse, belügt die Leute und die Kino-Betreiber sind zu dumm, das beurteilen können".

 

Das Thema heißt "Ist schon mal eine Vorführung wegen Krawalls abgebrochen worden?" und nicht "wenn der Inhalt des Films schlimm ist, ist Krawall erste Bürgerpflicht".

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vor 16 Stunden schrieb TK-Chris:

Der Film ist gerade dabei, einer Prüfung unterzogen zu werden, kam gerade in den Nachrichten hier im Süden, eine Empfehlung den Film nicht zu zeigen wurde in den Filmbesprechnungen im BR ebenfalls ausgesprochen, das wird sicher noch interessant werden.

 

 

Der Film wird geprüft und es wird empfohlen.

Sprich, momentan deckt die Meinungsfreiheit diesen Film ab.

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