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70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)


cinerama

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Der Verleiher fordert offensichtlich eine astronomische Summe pro Screening. Ich könnte mir vorstellen, dass daran so manches Screening scheitern wird. Aber die Berliner Filmfestspiele haben da sicherlich ganz andere finanzielle Möglichkeiten. Schaun' wir mal... :roll:

 

Das ist sehr schade. Ich hätte angenommen, dass man an Khartoum auf dem gleichen Wege kommen könne wie an die Fox-Kopien, offensichtlich ist das nicht der Fall.

Klingt für mich ein bisschen wie Hollywood Classics, die sind ja bekannt für maßvolle Preise :roll:

 

Also hoffe ich auf die Berlinale, da dort etwas mehr Geld zur Verfügung stehen dürfte als bei einer privat durchgeführten Veranstaltung.

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UP 700 aus Kino INTERNATIONAL muß DP-70 weichen

 

Damit stirbt zugleich auch wieder eine der wenigen noch funktionierenden und betrieben Kinoanlagen, die man (ich weiß, es gibt jetzt gleich wieder ganz lautes Geschrei ..) wohl als einen Höhepunkt kinotechnischer Ingenieurleistung der damaligen DDR bezeichnen kann.

Stattdessen installiert man dann dort - vermutlich eher aus falsch verstandenen Prestigegründen - eine technisch veralterte und abgewrackte DP-70-Anlage.

...

Gründe wie ..."nicht sehr kopienschonend" ... oder ..."mangelhafter Bildstand" ... sind in meinen Augen allenfalls eine billige Ausrede!

 

Nicht nur eine billige Ausrede sondern ist einfach falsch, zeugt bestenfalls von völligem Unvermögen (oder Unwillen durch Ignoranz).

Es gibt doch (auch in Berlin) noch dutzende Techniker die auf diesem Filmprojektor trainiert wurden (auch noch bei bekannten Kinotechnikfirmen),

um die Maschinen nochmalig zu prüfen ggf. zu warten.

 

Ich finde die Maschine ist die Ausgeburt der Filmschonung (vorrausgesetzt es ist nichts verbastelt oder durch falsche Teile entfluchtet worden etc.)

Es wurde ja augenscheinlich durchweg auf Filmschonung konstruiert! (Wen wundert es, da ja praktisch Gold durchlaufen sollte, ist dies für ostdeutsche Verhältnisse verständlich, da Kopien sehr sehr lange durchhalten mussten und bei 70mm besonders ! )

 

-alle Rollen kugelgelagert

-großer Durchmesser aller Rollen /

Zahnrollen

-keine engen oder kurzen Umschlingungen

-weitläufige Schleifen die sanft in die Filmbahn übergehen bzw.auf Schaltrolle folgen

-keine Änderung der Schleifengröße bei Bildstrichverstellung durch geniales Getriebe

-Filmbahn nicht zu kurz, sondern auch hier organischer sanfter Übergang von Schleife in Krümmung die dann fast unmerklich sanft abgeflacht im Bildfenster und danach wieder etwas stärker gekrümmt hin zur Schaltrolle (der Film wird förmlich mit Samthandschuhen durchgebeten- ein Schock wer danach die unsägliche DP75 Filmbahn sieht)

-sorgfältige gleichmäßig arbeitende gewichtsabhängige Auf-und Abwickeleinrichtung mit je 2 sehr großen Filzscheiben und aufwickelseitig absolut genau abgestimmter Drehzahl die beim Anlaufen mit der (normgerechten) Spulen einen fast unmerklichen Filmzug ausübte der, den Film gerade an den Zähnen der Nachwickelzahnrolle hält.

(was bei einigen Filmeinlegern auch zu Unmut führte, weil es bei Abspiel der Akte ein Wickeln auf Bobby nicht möglich machte! ) absolut das Gegenteil von manchen präferierten kapitalistischen Maschinen, mit ihren Wickelkonstruktionen, die selbst die TK 35 beschämen würde!

-nach der Abwickel und vor der Aufwickelspule gefederte Rollen zur zusätzlichen Pufferung

 

der ausgeklügelte Filmlauf konnte bei fachgerechten Klebestellen die Sicherungsrollen der Zahnrollen fast überflüssig machen

-Luft+ Wasserkühlung selbstverständlich +zusätzlicher Formatschieber zur präzisen Wärmeabhaltung

Monate- ja jahrelanger Einsatz der 70mm Kopien, die bekanntlich bei nichtsozialistischen Produktionen schon lange Einsätze in der ehemaligen BRD hinter sich hatten, sprechen auch für sich.

Und das im Überblendbetrieb ! (hinter der grundsätzlich integrierten Überblendautomatik stand wohl auch die Absicht auf Überblendzeichen bei 70mm Produktionen, zumindest die d. DDR, zu verzichten)

 

Bildstand den ich mal sehen durfte bei 70mm mit UP700 erinnerte mehr an Diaprojektion.

Mag sich aber im Laufe der Zeit verschlechtert haben, sollte doch aber zu verbessern sein.

Getriebe im Ausliefer -und Ersatzzustand waren immer zusammen mit zugehöriger Schaltrolle und bei Pentacon Bildstandoptimiert wie ein ehemaliger BFD Kollege berichtete...

sollte es doch im Notfall noch irgendwo geben...

 

...ein Austausch der Anlage völlig unverständlich...

 

wo ein Wille ist...

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Es sind vielleicht noch die einzigen UP700, die in einem ordentlichen Kino regulär spielen. Warum sollen sie weg?

Man muss nicht ideologisch vorbelastet sein oder mit falschen Gefühlen an der DDR hängen, um zu sehen, dass das International ein Kino ist, das eine schlichte in sich stimmige Schönheit besitzt. Diese Schönheit entspricht natürlich einem vergangenen Jahrzehnt. Trotzdem fühlt man sich darin wohl, weil man erstklassig Filme gucken kann. Die Projektionsbedingungen sind ideal. Ehemalige Mitarbeiter haben zur DDR-Zeit im Anti-70mm-Trend gekämpft, damit die UP700 erhalten bleiben. Sie haben es geschafft, und die UP700 haben auch die Wende überlebt. Es wäre eine Aufgabe und Ehre (Respekt gegenüber früheren Leistungen) dieses Gesamtensemble zu erhalten, zumal der Aufwand hierzu wohl nicht allzugroß wäre.

 

Die UP700 sind einmalige Projektoren, die nur in relativ wenig Stückzahlen existier(t)en. Es ist eine Nachfolgekonstruktion der Dresden und damit der EVIIB. Das Getriebe unterscheidet sich nur gering von dem der Dresden. Ich habe zwar keine praktischen Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag, da Kino nie mein Beruf war, aber ein paar alte Dresden, die ich abgebaut habe, hatten immer nach Jahrzehnten mit diesem Getriebe einen hervorragenden Bildstand. Einen ebensolchen würde ich von der UP erwarten.

Ich habe gerade eine UP700 komplett zerlegt und sie soll von Grund auf neu entstehen. Jede einzelne Schraube wird neu brüniert usw. Das Projekt wird ein paar Jahre dauern und soll so eine Art "Lebenswerk" werden. Vielleicht stelle ich mal Fotos in die Gallerie.

Mit etwas technischem Sachverstand sollte es erst recht professionellen Kinotechnikern möglich sein, eventuell aufgetretene Schwächen zu beseitigen.

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Ich würde auch lieber in diesem Kino die originalen UP 70/0 sehen wollen. Ich würde dafür auch nach berlin mal fahren wollen. Ich würd gern die UP mal kennenlernen.

 

Meine Kritik an der UP im anderen Thread bezog sich - wie zu lesen ist - nur auf den Durchmesser der Tonrolle bei 35mm-Film.

 

Allerdings kam mir bei der Betrachtung des Tongerätes bei gerharf aufm Küchentisch es doch sehr eng und verschlungen vor, obwohl @Pentacon genau das Gegenteil schreibt. Durchaus möglich, daß ich mich täusche!

 

Und bei der DP75 Filmbahn - das hatte ich andern Thread wirklich vergessen zu erwähnen - wird einem wirklich ganz anders, aber es muß andererseits einen Grund gehabt haben, die Filmbahn genau SO zu bauen.

 

Liebe Grüße

MArtin

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Ich verstehe die Aufregung nicht...Oder geht´s nur um Ideologien?

Könnte eine Erklärung sein?

Aber sicher nicht so wie Du meinst.

Schon möglich das es ideologisch Gründe hat eine jahrzehnte bewährte funktionierende Anlage, zu demontieren und durch etwas nicht unbedingt gleichwertiges oder gar besseres zu ersetzten, wer weiß?

Vielleicht wird auch nur eine Kuh gemolken, weil sie sich melken läst, nicht weil sie gemolken werden muß?

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Vielleicht wird auch nur eine Kuh gemolken, weil sie sich melken läst, nicht weil sie gemolken werden muß?

 

vielleicht sind es ja ganz einfache praktische gründe ... gibt es noch brauchbare/neue magnettonköpfe mit den erforderlichen parametern für moderne magnetton vorverstärker? Läßt sich der 70mm dts-reader problemlos anbauen? Lassen sich moderne Optiken problemlos einbauen, kann man evtl. die Ultra-Panavision vorsätze anpassen?

 

Es wird auch 30 f/sek benötigt. Kann die UP700 das?

 

Schließlich will man eine solche retrospektive zuverlässig und pannenfrei durchführen und DP70 sind/waren bei fast allen festivals dieser art (Bradford, Copenhagen, Karlsruhe, Amsterdam) nicht ohne grund im einsatz. Womit spielt eigentlich Oslo?

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Zwischenfrage: Welche Filme sollen denn in Berlin mit 30 Bildern/Sekunde laufen?

Ich kenne nur folgende Titel in Todd-AO mit 30f/s

Oklahoma!

The Miracle of Todd-AO

Around the World in 80 Days

Und natürlich:

ClearVision 2000/CineSpace 70 by Todd-AO von Lee Parker.

Darüber hinaus kenne ich noch zwei Titel, die wahrscheinlich für Special Venue Theater gedreht wurden: Astratour und Funk it.

 

Wer OKLAHOMA! oder CLEARVISION 2000 gesehen hat, weiß, daß die erhöhte Bildgeschwindigkeit eine deutlich spürbare Verbesserung von 70mm sind. Aus Gründen, die heute kein Problem mehr darstellen dürften, ging man nach AROUND THE WORLD IN 80 DAYS von der erhöhten Bildgeschwindkeit ab.

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Schließlich will man eine solche retrospektive zuverlässig und pannenfrei durchführen und DP70 sind/waren bei fast allen festivals dieser art (Bradford, Copenhagen, Karlsruhe, Amsterdam) nicht ohne grund im einsatz. Womit spielt eigentlich Oslo?

Das ist ein Irrtum. In allen genannten Lokalitäten hat es Unperfektionen gegeben (eigene Vorführungen eingeschlossen). Die meiste Festivalerfahrung bei fremdländischen Veranstaltern dürfte ich somit gesammelt haben. Daher auch mein längerer Vortrag. :wink:

Wer OKLAHOMA! oder CLEARVISION 2000 gesehen hat, weiß, daß die erhöhte Bildgeschwindigkeit eine deutlich spürbare Verbesserung von 70mm sind. Aus Gründen, die heute kein Problem mehr darstellen dürften, ging man nach AROUND THE WORLD IN 80 DAYS von der erhöhten Bildgeschwindkeit ab.

Diese Filme sind aber noch gar nicht dsiponiert. Das ist für das wichtige Engagement für die denkmalgeschützte Anlage im Moment einfach kein Argument.

DP-70 ist hier sehr, sehr unglücklich in die Diskussion gebracht worden!

 

 

In anbetracht also der vielen kritischen, leider berechtigten Beiträge, vollziehe auch ich dann eine Wende und erkläre mich solidarisch mit den Protestlern (oder einem „Aufstand der Vernunft“?):

Als gelerntem Westberliner fiel mir schon öfter eine Generalbereinigung in den "ererbten“ (unterentwickelten?) „Zonen" auf, wo lediglich hätte saniert werden müssen!

Da schon in einigen Alt-Westberliner Häusern von (westberliner Technikern betreut: identisch evtl. mit denen der Berlinale) immer wieder überraschend "neue" 35mm-/70mm-Anlagen installiert wurden, wo mitunter auch mal das Bild pumpte und vertikal wie horizontal schwankte, war offenkundig geworden, wie weit das Kompetenzspektrum bei einigen Verantwortungsträgern gediehen ist.

Umgekehrt hierzu ist belegbar, daß eine beträchtliche Zahl gut ausgebildeter Filmtechniker im Umkreis von Berlin (und nach dem Curriculum der DDR-Ausbildungsprogramme) verblüffend souverän mit mechanischen und elektrischen Problemen (der im Systemübergang weitergeführten) Technologie zurechtkommen (allerdings auch Defizite der Dolby-Technik nachzuarbeiten hatten). Denn heutzutage wird kaum noch repariert, sondern es werden allenfalls Komponenten „augetauscht“, die griffbereit sind.

Die Sachlage der Entfernung der letzten, spielbaren 35-70mm-Projektionsanlage ostdeutscher Herstellung erscheint mir wie folgt: da kommen mitunter recht branchenfremde Quereinsteiger (schicke Hochschulausbildung jenseits aller elektrischen oder mechanischen Grundkenntnisse - Kino war ja im Westen kein Ausbildungsberuf) als Filmfestspielberater/Technikleiter/Planer/Inspekteure ins "Amt". Das Anstellungsverhältnis läuft übrigens über die Festspiele GmbH, der auch die Filmfestspiele "untergeordnet" sind und Weisungen entgegennehmen.

Hinzu kommen Jugenderlebnisse solcher Planer (und Schreibtisch-Installateure): man hängt den ehemaligen 70mm-Events im Westberliner Royal-Palast nach (tue ich auch) und richtet danach sein Weltbild aus.

Keiner nun hat etwas gegen das ostberliner 'International', aber was die Technik angeht, kann sie in den Augen solcher Verantwortungsträger nur minderweritig sein - so wie man es ja auch am Orwocolor-Material (und dort auch treffend) beoabachten könnte.

 

Hier werden, ich würde sagen „retrograde Maßstäbe" der amerikanischen Cinerama Inc./Deutsche Cinerama GmbH der tradierten westeuropäischen Häuser schlicht auf das osterliner 'International' übertragen. Kurzum und konkret: es stehen die DP-70-Projektoren des Royal-Palastes hierfür bereit, ungeachtet übrigens derer Ramponierungen der letzten 14 Jahre (mit schwachem Bildstand und dejustiertem Laufwerk, resp. anfänglich sogar fehlenden 70mm-Umrüstsätzen, die jetzt anderswoher geholt wurden).

Der Anstoss zu dieser Mammutaktion kam jedoch von einem der grossen Archive, das bei Verleih seiner Kopien nach Berlin eine „filmschonende“ Vorführanlage und versierte Vorführer wünschte, "so wie unsere DP-70", hieß es.

Bei der Berlinale-Leitung - wohl missverständlich und in Panik dann gefolgert: "Nur noch DP-70". Nochmalige Rücksprachen mit dem Archiv- und Technikleiter des fremdländischen Leihgebers wurden nicht mehr bemüht, zumal auch von der Technibetreuung der Festspiele (s.o.) und Kinoton Grünes Licht für die Abwicklung von DP-70-Aufträgen signalisiert wurde.

Dabei besitzen die beiden völlig original erhaltenen und perfekt im Bildwerferraum des „Intenational“ integrierten Pyrcon-Projektoren einige überlegene Eigenschaften: Die Bildbühne des Pyrcon UP 700 ist m.E. etwas länger und intelligenter konzipiert als beim DP-70. Von verschiedenen Ingenieuren gibt es fundierte DEFA-Untersuchungen mit Vergleichstests unterschiedlicher Bildbahntypen, Pyrcon UP 700- und DP-70-ähnliche, die exakt zu dieser Lösung führten.

Das Magnettongerät des Pyrcon UP 700 weist großzügige, filmschonende Umschlingungswinkel auf (wohl konzipiert oder vorgeschlagen von Ing. Kurt Gr., wie er mir einst erzählte).

Obwohl es von verschiedenen Seiten her Ersatzteilangebote für die Pyrcon UP 700 gab (zumal auch bei DP-70 Engpässe gegeben sind, weshalb Altteile nicht selten überschmirgelt werden), fällt dann als Proporz-Entscheidung wieder die Auftragserteilung an die Ressortleiter einer westlichen Berlinale-Sektion und die mit ihr freundschaftlich kooperierenden kinotechnischen "Marktführer". Also aus einer "Notlage" der Filmfestspiele und der Retrospektive heraus, die befürchtet, keine Filme mehr zu bekommen, wenn die "uralte" Osttechnik verbliebe.

 

Dies ist besonders schade, falls hiermit ein denkmalgeschütztes Bauensemble seines Herzstücks, des originalen Bildwerferraums, beraubt würde. Bislang war gerade das „Herzstück“ des „Kino International“, der Bildwerraum, jährlicher absoluter Höhepunkt bei Begehungen des Landesdenkmalamtes und führte unter dem anwesenden Publikum zu lang andauernden Gesprächen, Interessenbekundungen und Nachfragen.

So sehr ich die jetzt einzubauenden DP-70-Bildwerfer bewundere (oder auch mit ihnen einst im Royal-Palast gearbeitet hatte), so desolat ist aber auch deren Zustand und so sehr erscheinen sie wie ein absoluter Fremdkörper im Bildwerferraum des hier debattierten Filmtheaters. Auch wenn sie wieder perfekt herrichtbar wären, so wären sicher andere Häuser mit Kußhand bereit, sie aufnzunehmen. Im „Kino International“ sind sie schlichtweg überflüssig und fehlbesetzt.

Man kann diese Kritik eventuell etwas besser verstehen, wenn man sich den Artikel auf WIkipedia anschaut, wo der Gesamtzusammenhang des Denkmals begreifbar wird, dort sind die Betriebs- und Zuschauerräume wunderbar eingefangen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kino_International

Und dort in aller Schönheit und Vollkommenheit: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Kino_...ktoren.jpg

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1967 war die Zeit der 30 Bps Filme 10 Jahre vorbei.

 

was dann auch ausschließt, dass die entwicklungsingenieure der UP700 diesen projektor und dessen filmlauf je auf 30B/s. konstruiert geschweige denn getestet haben.

 

ob da die retrospektive eines A-festivals als richtige testumgebung für erstversuche dieser art anzusehen ist?

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1) Wir reden aber die ganze Zeit von einer bestehenden Anlage, die erprobt ist. Das, was demnächst "verfremdet" eingebaut würde (stark verbrauchte DP70 aus dem leider vernachlässigten Royal-Palast, die schon bei 24B/s-Dauerbetrieb Bildstandswackeln und Blendenflackern zum Endergebnis hatten), wäre erst ein gewagter "Test". Dennoch ist auch dies reparabel, wie schon erwähnt.

2) Pyrcon UP 700-Projektoren kamen 1962/63 in die Kinos, nicht 1967, und laufen seit 45 Jahren im "Kino International".

3) Man kann sich hier auch pauschal zum Vertreter von Philips/Kinoton machen. Finde ich einseitig. Man muss auch andere Ingenieursleistungen respektieren lernen.

 

was dann auch ausschließt, dass die entwicklungsingenieure der UP700 diesen projektor und dessen filmlauf je [...]denn getestet haben.

 

ob da die retrospektive eines A-festivals als richtige testumgebung für erstversuche dieser art anzusehen ist?

Interessant, dass Sie schon 1963, im Alter von 9 Jahren, mit den ostdeutschen Ingenieuren von Pentacon Dresden zusammengearbeitet haben? :wink:

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@cinerama:

preston sturges hat folgendes geschrieben:

 

was dann auch ausschließt, dass die entwicklungsingenieure der UP700 diesen projektor und dessen filmlauf je [...]denn getestet haben.

 

ob da die retrospektive eines A-festivals als richtige testumgebung für erstversuche dieser art anzusehen ist?

 

Interessant, dass gebürtige Aachener schon 1963, im Alter von 9 Jahren, mit den Ingenieuren von Pentacon Dresden zusammengearbeitet haben.

 

Wieviele Jahre war GOTT zu diesem Zeitpunkt schon im Amt?

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Wieviele Jahre war GOTT zu diesem Zeitpunkt schon im Amt?

 

... lag noch in den windeln/pampers und brüllte.

 

aber das ist wohl alles hier mehr politisches luftgewehr-feuer ohne relevanz und keine technisch diskussion um die beste und erstrebenswerteste lösung im sinne einer guten präsentation.

 

... lassen wir den jungs ihren spass ...

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Die gute Präsentation im Februar hat wirklich kein Mensch angezweifelt.

Schade nur, dass keine fairen Abwägungen und Bemühungen um kinohistorische + technisch hochwertige Gesamtbilder in der Geschäftigkeit der Branche eine Chance erhalten.

aber das ist wohl alles hier mehr politisches luftgewehr-feuer ohne relevanz und keine technisch diskussion um die beste und erstrebenswerteste lösung im sinne einer guten präsentation.

Die Beiträge von @Ernemann, @Pentacon, @GerhardLast und @E VIIB sind sehr kundig, engagiert und positioniert. Hat zumindest micht sehr erfreut - und viel dabei gelernt.

Sie untermauern das Potential einer hochwertigen Projektionsanlage, für die man sich einsetzen sollte.

Die DP-70-Bildwerfer, wohl Jahrgang 1963, sind auch nicht zu verachten, aber schlichtweg nicht erforderlich. :)

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vielleicht sind es ja ganz einfache praktische gründe ... gibt es noch brauchbare/neue magnettonköpfe
da waren in den Standorten immer genügend "neue" vorhanden.

mehr als jemals benötigt wurden, weil die Auslastung mit 70mm in den 70er Jahren leider unplanmäßig nachließ :cry:

mit den erforderlichen parametern für moderne magnetton vorverstärker?
mit den in den 60er und 70er Jahren genormten Parametern die den internationaler Normen weitgehend entsprachen wie Spalt, Dämpfung, Empfindlichkeit, Induktivität, Empfindlichkeit etc.

gab es hier seit den 80er gravierende Änderungen? und welche -würde mich interresieren ? Wäre das ein berechtigter Knackpunkt?

Neue Köpfe, mit geänderten Parametern, gibt es mit Sicherheit für diese Maschine nicht.

Anpassungsprobleme mit der "modernen" DolbyMPU soll es bei einer Installation mit UP700 Anfang der 90er wohl nicht gegeben haben.

Wobei die gnarzige MPU an sich eher Modifikationen nötig gehabt hätte.

Welcher "moderne magnetton vorverstärker" kommt denn zum Einsatz?

Läßt sich der 70mm dts-reader problemlos anbauen?
Vorgefertigte DTS Halterungen, wie für verbreitete Typen(die dafür auch nicht vorgesehen waren) gibt es nicht, ist aber doch auch kein Grund die komplette Anlage zu tauschen.

Eine renomierte Kinotechnikfirma hat schon problemlos Dolbyelementhalter für UP 700 angepasst. Und es wäre das 1. mal, das es Kinotechniker nicht schaffen, an einen "Exoten" ein DTS Lesegerät bekommen, sei denn man will nicht.

Wäre doch denkbar günstiger gewesen eine ordentliche Halterung anzufertigen, als der eingeschlagene Weg.

Und für den Fall von Spulenbetrieb, ist eine richtig justierte Abwickeleinheit UP700, mit dem Film am Lesegerät wesentlich schonender als jede primitive Friktion mit konstantem Drehmoment.

Lassen sich moderne Optiken problemlos einbauen, kann man evtl. die Ultra-Panavision vorsätze anpassen?
Warum sollte das nicht gehen?. Die Objektivfassungen sind sehr groß und sehr stabil, und sind für die massigen großen Dioluxime mit den Neoluximen konstruiert, und sind auch für jegliche Reduktion brauchbar(solang man keine Imax-Fischaugen-Optik reinzimmern will). Vorsätze könnte man auch mit der massiven abschwenkbaren und genau einstellbaren Vorsatzhalterung einschieben, ohne eine feste Kombination einzupassen.

Wurde ursprünglich meist für die Anamorphoten oder bei 3D verwendet.

Aber eine moderne Optik ist sicher eine wünschenswerte Investition.

Schließlich will man eine solche retrospektive zuverlässig und pannenfrei durchführen
richtig!
und DP70 sind/waren bei fast allen festivals dieser art (Bradford' date=' Copenhagen, Karlsruhe, Amsterdam) nicht ohne grund im Einsatz.[/quote']Das will ja auch keiner madig reden.
Die DP-70-Bildwerfer, wohl Jahrgang 1963, sind auch nicht zu verachten, aber schlichtweg nicht erforderlich.

Auf den Punkt :!:

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Trifft die Pyrcon-UP-700-Tatsachen uneingeschränkt. Scharfsinnig analysiert - denn eine empirische Betrachtung geht der technischen Betreuung der Filmfestspiele offenbar leider ab.

 

Zu den unhaltbaren Vorwürfen der Pyrcon-Entferner kurz diese Anm.:

 

- Ein Halter für dts-Tonabtastung ist kein Problem (der muß jetzt erst auch für DP-70 erst hergestellt werden).

- Tubusse für Zwischengrössen vorhanden (es sind moderne Gold-Objektive im Einsatz)

- Div. Magnetköpfe sind zur Auswahl vorhanden. Der Verstärker Präciton 62 weist bessere Kennlininen auf als der (von den Filmfestspieltechnikern immer wieder gerne in Berliner Häusern) eingebaute Dolby-MPU-1-Prozessor mit CP 200-Verschleifung (man glaubt bei den Festspieltechnikern, es gäbe keine andere Lösung als MPU-1 und CP 200)

- Wickelfriktionen sind filmschonender als DP-70, da gewichtsabhängig (= kaum Filmverschrammung)

- Gerade mit nagelneuen Magnetköpfen von Winkler, Bogen oder Teccon, die für westliche Kinotonmaschinen hergestellt werden, mitunter Probleme bei Einlaufeigenschaften des noch glattten Kopfspiegels erlebt. Pyrcon ist hier toleranter

 

Das aufzuzählen wäre sicher redundant, wenn sich die "Zweifler" an der Funktionweise des Pyrcon UP 700 einen solchen Projektor hier in der Praxis einmal angesehen hätten? Ich fürchte, dies war leider nicht der Fall: daher die ganze Registratur an Vorurteilen, die natürlich gepflegt werden möchte - eben so , wie man Kinoton hier wie dort neue Aufträge zuschanzt, um deren Fabrikate zu planen und zu installieren. .. .:wink:

 

Fundsache aus einem früheren Thread ("Wo wird im dt. Sprachraum noch Magnetton gespielt?"):

 

Unbeschreiblich war die Qualität des Dolby MPU 1, schlechter geht es nicht! Leider nutzen immer noch viele Filmtheater diesen Sondermüll, und dazu CP 200. Trotz der Flexibilität des Gerätes, die B Kette ist überhaupt nicht überzeugend, die klangliche Qualität unakzeptabel, eben 1978, und damals schon nicht herausragend. Zudem asymmetrischj und damit unprofessionell.

Der Unterschied war frappierend, alle Anwesenden waren der Meinung, daß noch niemand Ben Hur so gesehen und gehört hatte. Da ist nichts von verschlissenen Magnettonspuren, da ist volles Orchester. Unglaublich, wie schlecht die Wiedergabe mit Dolby war.

In der CP 200 wird bei Format 40 (Todd AO 5 Front) jeweils ein recht steilflankiges Tiefpaßfilter in die Audiosignalwege geschleift, so daß die Höhenwiedergabe ähnlich dem Academy Filter für Analogen US Lichtton arg leidet.

Nach meinen Meßergebnissen mit Klangfilm 6 Kanalanlage und Clamann & Granert Präciton 61 ist die Verstärkerkennlinie nach der Kopfentzerrung dort linear.

Ich vermute, das Dolby Filter wurde eingefügt, um einen Unterschied zur Magnetton mit Dolby A Wiedergabe hörbar zu machen. An Sich ist die hohe Bandgeschwindigkeit und große Spurbreite Garant für gute Qualität, und der Unterschied im Geräuschabstand nur etwa 6 dBm, und damit nur für geübte Ohren wahrnehmbar.

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Der Verstärker Präciton 62 weist bessere Kennlininen auf als der (von den Filmfestspieltechnikern immer wieder gerne in Berliner Häusern) eingebaute Dolby-MPU-1-Prozessor mit CP 200-Verschleifung (man glaubt bei den Festspieltechnikern, es gäbe keine andere Lösung als MPU-1 und CP 200)

 

Kenne Präciton 62 nicht aus dem aktuellen betrieb, jedoch sind mit sachverstand und können (nennt man auch "know how") hervorragende ergebnisse mit MPU-1 und CP200 zu erzielen.

 

Ich zitiere Dich aus dem februar 2005 anläßlich einer KRIEG UND FRIEDEN vorführung ...

 

Nun war ich an diesem Wochende nach Karlsruhe gereist und konstatierte einen sehr gleichmäßig eingepegelten und recht unverzerrten 6-Kanal-Magnetton .... e s war mir erstmals in der Karlsruher Nacht 2005 die bis dato beste Darbietung des Films vergönnt.

 

das war MPU-1 und CP200 ...

 

Irgendwie ist das doch schade ... da gibt es endlich eine retrospektive des formates während der berlinale (von Dir ja auch schon lange gefordert) und schon schlägt das großbedenkentum wellen.

 

Ich freue mich auf februar nächsten jahres und werde die vorführungen und das rahmenprogramm genießen ...

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preston sturges hat folgendes geschrieben:

Irgendwie ist das doch schade ... da gibt es endlich eine retrospektive des formates während der berlinale (von Dir ja auch schon lange gefordert) und schon schlägt das großbedenkentum wellen.

Ist doch logisch, weil dort offenbar niemand den selbsternannten 70mm-Experten nach seiner Meinung fragt. Dann MUSS das ja schon im voraus Scheiße sein, denn die haben dort ja alle überhaupt keine Ahnung. Alles Nichtskönner usw. usw. Anders ist die Stänkerei noch VOR dem Ereignis nicht erklärbar. Kleiner Trost: Er darf im Forum den Experten geben, ist doch auch was.

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Die Diskussion dreht sich ja nicht um das Ereignis an sich, sondern um den Bildwerferraum, genauergesagt die Projektoren im Kino International.

Da das Kino mit all seiner Einrichtung (auch der des Bildwerferraumes) ein wichtiges Denkmal darstellt, das nun "seines Herzstückes beraubt werden soll", ist die Diskussion meines Erachtens durchaus gerechtfertigt.

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Nun war ich an diesem Wochende nach Karlsruhe gereist und konstatierte einen sehr gleichmäßig eingepegelten und recht unverzerrten 6-Kanal-Magnetton .... e s war mir erstmals in der Karlsruher Nacht 2005 die bis dato beste Darbietung des Films vergönnt.
.

Ergänzt man die Kinoerlebnisse, darf man sagen; die bisher beste Vorführung eines DEFA-70-Films war mir vorletzte Woche im berliner DELPHI vergönnt (Tonanlagen offenbar von @stefan2 vorbereitet und eingemessen, ohne Dolby-Komponenten. Hochachtung - glasklarer Ton).

Die gelobte karlsruher Vorstellung von 2005 (Zitat oben) wurde gründlicher vorbereitet, daher ein besser eingepegelter Ton und relative Verzerrungsfreiheit. Zudem überarbeitete MPU-Prozessoren mit Änderungen auf den Platinen (sprich: Sonderanfertigungen).

Daher ist Ihr MPU-Ton in Karlsruhe der noch beste vielleicht unter allen anderen MPU-Spielstätten. Ist doch schön, @preston sturges, warum also ein Dissenz?

 

@Brillo habe ich noch nie im Leben gesehen. Ein anonymer Analytiker des Internets?

 

Irgendwie ist das doch schade ... da gibt es endlich eine retrospektive des formates

Ist nicht "schade", sondern kommt punktgenau in eine Zeit des Umbruchs (Digitalisierung und Kinosterben). Wurde ja auch lange genug dafür gekämpft...wir freuen uns alle riesig, auch auf die Gäste aus dem In- und Ausland.

 

Viel Spass in Berlin, wir sehen uns sicher am Café-Tisch im Foyer!

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