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70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)


cinerama
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Grob geschätzt war das der Anfang der zweiten Rolle, nach etwa 18 oder 20 Minuten. (Kurz nachdem Herodes die Kinder mordet.)

Umrollen ist gesund und hält jung. :)

Gestern 34 Akte "Ben-Hur" als 70mm-Fund vor- und rückwärtsgespult und nach Berlin geholt. Und am Morgen bereits 40 Rollen 35mm. Das Staunen über den transparenten Filmträger war nie so gross wie heute.

 

Danke, das war goldrichtig - die 20te Minute war es :)

 

greateststory1hd.jpg

 

Ben Hur klingt interessant, da würde ich andernorts gerne mehr drüber hören.

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Vergleicht man beíde Bilder, müsste es sich bei der @preston sturges-Kopie - so wie ich es anders auch nicht kenne - um eine Kompensationskopie handeln.

 

[...]

Ja ... GREATEST STORY EVER TOLD (Die größte Geschichte aller Zeiten) wurde in Deutschland in Ultra Panavision Kopien ausgeliefert und mit 1:1,25 Anmorphot vorgeführt ...

 

GSET1.jpg

 

Wenn @preston also die alte Kopie mit Faktor 1.25 entzerrte, dann sieht das anders aus als die Entzerrung des durchgängig gestauchten Bildes der 65mm-Materialien für die Abtastung.

Warum? Weil in der Bildmitte einer Kompensationskopie die Stauchung geringfügig vermindert wurde: sie beträgt im negativen Faktor nicht mehr 1.25x, sondern 1.18x. Dekomprimiert man nun in der Wiedergabe mit 1.25x, erscheint der Offizier plötzlich viel "fettleibiger", so wie auf der PC-Nachbearbeitung von @preston sturges zu sehen.

Man sieht auch den roten "Untergrund" der Steinböden im "restaurierten" Clip des rotstichigen Films.

 

Entweder erkenne ich das nicht richtig, oder es liegt anderweitig ein Fehler vor.

 

 

Die PC-Simulation "ahmt" diesen Prozess nach, ist aber eine Simulation.

 

Nun ... dieses Forum lesen alle hier am PC ... daher muss man das so machen ... die wenigsten haben einen anamorphen Vorsatz vor dem Bildschirm oder eine anamophe Brille auf ...

 

 

Was man allerdings an dem scan ganz gut erkennen kann, ist die mangelhafte gleichbleibende Stauchung des Bildes bei einigen UP-Objektiven mit sehr kurzen Brennweiten ... der wackere Soldat ganz rechts auf dem Bild und sein treues Roß sind schmaler als die Kollegen weiter in der Mitte des Bildes.

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Schön beobachtet, es scheint also in der Mitte eine Komprimierung von ca 1,18:1 zu geben und am Rand eher so etwas wie 1.33 zu 1.

 

Im Gegensatz zu Khartoum, der hier ja auch schon diskutiert wurde, hat dieser Film allerdings keinerlei seitlichen Beschnitt.

 

Bei der Abtastung wird in der Tat "flat" gescannt und dann elektronisch um den Faktor 1,25 gestreckt - was moderne Scantechnik dabei im Stande ist zu leisten für anamorphes 70mm wird man spätestens Ende nächsten Jahres bei Ben Hur sehen.

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Bei der 70mm-Kompensationskopie verläuft demnach die Kompression von der Mitte ausgehend im Faktor 1.18, sich verstärkend zu den Flanken bei 1.25x.

 

Da ich das OCN nie gesehen habe, weiss ich natürlich nicht, ob die HD-DVD oder auch bereits schon die optisch kompensierte 70mm-Kopie geringfügig etwas vom Bild beschneidet. Die alte DVD jedenfalls beschnitt ganz massiv, sie hatte Bildunruhen und Ausleuchtungsfehler.

 

- -

 

BEN HUR: es kündigt sich eine völlige Neuabtastung an wegen grosser Unzufriedenheit. Das Originalnegativ wird jetzt gescannt.

 

- -

 

Bei CAN-CAN hörte man, das OCN sei in einem Wellblech-Schuppen 50 Jahre bei bis zu 60 Grad gelagert worden. Ob nicht auch eine mangelnde Fixierung des Negativs über die gesamte Breite schuld an den Ausbleichungen zum Bildrand ist, müßte ebenfalls einmal unabhängig von der Lagerungsfrage in Betracht gezogen werden.

 

- -

 

Bei CAN-CAN auf 70mm gab es Interesse, in Mecklenburg-Vorpommern demnächst einmal in die Rollen hineinzuschauen. Wer evtl. mitschauen möchte, gebe einfach ein kurzes Rauchzeichen...

 

Das passt schon und ich bin positiv überrascht, dass sich Leute noch heute die Mühe machen The Ten Commandments durch den Kakao zu ziehen :)

 

Nicht nur durch den Kakao...es ist gleichzeitig auch eine Verbeugung vor dem Film... der Zusammenschnitt zeigt aber auch deutlich, dass die Farbe in diesem Film eine zentrale Rolle spielt und daher hier meine Präferenz für die TC Kopie ...

 

Es ist alles ein Joke, scheint mir. Man nimmt die Filme nicht ernst (was m.E. bedeutet, ein Grundverständnis aus ihrer Zeit heraus zu entwickeln), und als Selling-Point fungiert der Humor, das "Skurille".

 

Eine "Verbeugung" vor jedem us-amerikanischen Bibel- (und somit auch Kulturpropagandafilm) ist aber gar nicht nötig - zumal @preston sturges nicht einmal zu wissen scheint, was an diesem Film überhaupt beachtenswert ist.

 

Und trotzdem: über schlechte Filmszenen darf man gerne heute freien Herzens lachen. Sollte das aber dem Gast überlassen.

 

Einen derart wegweisenden Film (von dem spätere Blockbuster-Regisseure profitierten!) nun schon im Vorfeld mit einer holprigen Parodie "durch den Kakao" zu ziehen, das beleidigt jeden echten Fan von DeMille. Das VistaVision-Filmverfahren, die Kameraleute und die Kostümdesigner übrigens eben so.

Die "Farben" womöglich auch, sofern dann zur Einführung wieder einmal Schauburg-Vergleiche herhalten müssen, wie sie schon für VERTIGO herangezogen wurden:

 

Inzwischen gehört VERTIGO zu jenen Filmklassikern, die auf keiner Hitliste fehlen dürfen und schaffte es 2007 sogar auf Platz 9 der „Greatest Movies af all Times“-Liste des American Film Institutes. Dem 1980 verstorbenen Hitchcock hätte das sicher gefallen.

 

Erst 1983 wurde VERTIGO zusammen mit den anderen Filmen wieder für Aufführungen freigegeben. Etwa zehn Jahre später machten sich die Restaurierungsspezialiten Robert A. Harris und James C. Katz daran, den Film aufwändig zu restaurieren. Denn leider wurden das Negativ sowie die Schwarz-Weiß-Separationen über Jahre hinweg unsachgemäß gelagert, so dass sich die Farben veränderten und die Filmrollen zu schrumpfen begannen. Von Rechteinhaber Universal Pictures mit über einer Million US-Dollar ausgestattet, konnten Harris und Katz eines der aufwändigsten Restaurierungsprojekte realisieren. 1996 war es dann soweit: VERTIGO glänzte jetzt wieder in der von Hitchcock ausgeklügelten Farbdramaturgie.

 

Und er glänzte erstmals im 70mm-Format. Und nicht nur das. Während der Restaurierungsarbeiten wurden auch die Originalbänder mit der Musik von Bernard Herrmann entdeckt. Überrascht stellte man fest, dass der komplette Score sogar in 3-Kanal Stereo aufgenommen wurde. Damit lag es nahe, den Film mit einer entsprechend neuen Tonmischung auszustatten und die immense Wirkung von Herrmanns Musik dadurch noch zu erhöhen.

 

[...]

 

Die Version, die wir Ihnen heute Abend im 70mm-Format und mit 6-kanaligem DTS Digitalton präsentieren, entspricht somit exakt der von Hitchcock favorisierten Fassung.

[...] [W.H. alias @Laserhotline]

 

http://www.in70mm.com/news/coming_soon/.../index.htm

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Freuen Sie sich jetzt mit mir zusammen auf dieses Meisterwerk der Filmgeschichte, dessen Inhalt der schwarz-humorige Hitchcock einmal selbst mit folgendem Satz zusammenfasste: „Es geht um einen Mann, der mit einer Frau ins Bett gehen möchte, die bereits tot ist. In gewisser Weise geht er also einer Art von Nekrophilie nach“. [W.H. alias @Laserhotline]

 

http://www.in70mm.com/news/coming_soon/.../index.htm[/size]

 

Zitieren will gelernt sein...hier daher der richtige link:

 

http://www.in70mm.com/news/2010/vista_v.../index.htm

 

Bei CAN-CAN hörte man, das OCN sei in einem Wellblech-Schuppen 50 Jahre bei bis zu 60 Grad gelagert worden. Ob nicht auch eine mangelnde Fixierung des Negativs über die gesamte Breite schuld an den Ausbleichungen zum Bildrand ist, müßte ebenfalls einmal unabhängig von der Lagerungsfrage in Betracht gezogen werden.

 

Leider falsche Vermutung...swohl der Archival Manager der Fox als auch der Kopierwerksleiter, der an CAN-CAN arbeitet, berichten von ganz anderen Problemen mit dem 65mm Negativ des Filmes.

 

Hättest doch anläßllich der 70mm Retrospektive auf dem Panel der Berlinale die beiden Herren fragen können...Du warst doch anwesend.

 

Zitat auf Wunsch des Urhebers entfernt, Henri
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Da sollen Leute sogar richtig ausgerastet sein: hörte von Protesten der Gäste (vor allem älterer Frauen), weil der Saalton entweder brüllend laut (und verzerrt) oder friedhofsstill war. Oder einzelaktweise auf nur einem Projektor weitergespielt wurde...

"Verschnarcht" war das nicht, sondern die bestbestuchte Berlinale-Retrospektive aller Zeiten.

 

Indertat war dort die Aussage des Restaurierungsleiters S. B. (kenne ihn seit Jahren) noch ein Ereignis mit Niveau.

Ich liege nicht "falsch" mit obiger CAN-CAN-Ergänzung, sondern fügte nur eine weitere Beobachtung hinzu.

Das CAN-CAN-Problem war seit Jahren anhand früherer Transfers zu beobachten und das Fortschreiten absehbar: Zersetzungen zum Perforationsrand hin sowie Schichtschäden im Umfeld der Negativklebestellen. Das ist auch das, was man wohl Dir gesagt hat, und die Glaubwürdigkeit sollte man nicht anzweifeln.

 

Meine Kritik ist eine andere: daß Boulevardblätter und damit unisono die Verleihprosa und sog. Eventkinos ungeprüft Aussagen und Reportagen us-amerikanischer PR und Verkaufsrhetorik nachplappern.

Selbst Aussagen von Filmemachern gehören gelegentlich auf den Prüfstand.

 

Die schlechte Negativlagerung finde ich durchaus erwähnenswert. Und wenn man den Restaurationsleitern folgt, denen Deinerseits unbegrenzt Glauben und Monetäres geschenkt werden, wäre das nicht das erstemal passiert:

 

They were in for the first of many unpleasant surprises. The delicate 65mm negative was in cans with a rust-like patina. While this was of little concern, some of the cans were almost totally crushed, only being kept in shape by the bulk of the negative inside.

 

Erstaunen darf auch die Lässigkeit, mit der man diverse Risse und angeblich sogar Verluste kompletter Einstellungen in kauf genommen zu haben scheint, und die Vorkontrolle der Negativklebstellen zeitlich nach hinten verschob - was in einem seriösen Kopierwerk regulär nicht passieren dürfte:

 

Metrocolor began the tedious job of creating, for the first time, a 65mm duplicating interpositive (IP) on "Lawrence of Arabia," Everyone involved knew the printing life of the negative was at an end. Steel gave permission for a second IP as additional protection should the camera negative fail. In May, as the final runs of the negative were needed to complete the project, hundreds of old splices began to open. The negative began to tear while in printing. A final, fully color-corrected print could not be produced. The chance of it tearing before even the first IP was created became a reality. As carefully as Metrocolor would try to handle the negative, it continued to tear, losing shot after shot of original material. The process was halted. Negative cutters began to place tiny bits af mylar tape on the edges of every splice that looked endangered. Hundreds of repairs were made.

 

http://www.in70mm.com/news/2008/lawrence/index.htm

 

Nehmen wir gutmütig also an, dass sowas vorkommt, so läßt es sich bei CAN-CAN nach Augenschein sogar bestätigen.

 

- -

 

Anhand zweier Filmbeispiele greife ich weiteren Beispielen vor und würde anhand von Augenscheinlichkeiten (konform zu eigenen Kopierwerkserfahrungen) die Vermutung stark machen, daß auch bei "2001: A Space Odyssey" sowie "The Sound of Music", diverse, tlws. ähnliche Symptome auftreten - über die keiner spricht. Und das andere, an Horrvisionen grenzende Reportagen. sich als Verkaufsmärchen erwiesen haben.

 

Hier forscht man, und dazu gehört ein wenig mehr, als die jeweiligen Verkaufsleiter nur zu repetieren.

 

- -

 

Wer erforscht, der fragt und hinterfragt. Und zweifelt. Und bemüht sich um Rekonstruktion der Prozesse.

 

Daher bleibt es bei massiver Kritik an heutigen Verkaufsveranstaltungen!

 

Daß all zu gründliches Hinterfragen auch nervt, wenn man lieber in Ruhe konsumieren möchte, ist andererseits auch verständlich. Zu den Konsumenten gehören z.B. die Stammkunden dieses oder jenen Theaters, die dem jeweiligen Programmleiter devot folgen und in Manier artiger Schüler ihren Klassenlehrer vor äusseren Angriffen schützen. Keiner mag eingestehen, bisweilen etwas Falsches erfahren und gelernt zu haben: schliesslich hat man dafür bezahlt und legitimiert das Gesehene durch eine Gegenleistung.

 

Fragen zur Filmgeschichte lassen sich dann leicht mit Mythen, Events, Getränken und Verkaufsrhetorik niederbügeln.

 

Was aber im politischen Tagesgeschäft möglich und erlaubt ist - das Recht auf eine andere Auslegung und ein Recht auf eigene Recherche - sollte auch für Film gelten.

 

Es gibt auch einige Zeitgenossen, die laufen diesem und jenem Verleihchef und Restaurationsleiter voll des Lobes hinterher. Um erstens beliefert zu werden und zweitens vor dem Publikum mit einer herausragenden Leistung werben zu können. Das kann man verstehen:

Beide Seiten sind in gewisser Weise aktiv und unverzichtbar in der öffentlichen Vermarktung der real existierenden Erzeugnisse von filmischen Revivals.

 

Und es gibt Personen, die hiervon unabhängig den Dingen auf den Grund spüren möchten und andere Wege bevorzugen.

 

(Ich bin sicherlich nicht völlig neutral. Und bin bei Veranstaltungen desöfteren auf real existierende Erzeugnisse angewiesen, die man dem Publikum nicht vorenthalten möchte. Einige andere Veranstalter lassen sich aber dazu hinreissen, die Erzeugnisse in Superlativen zu loben, gar als "authentisch" zu preisen oder als Rekordleistung auszuloben - was dann auch zu einer falschen Wissensvermittlung führt. Hier erinnere ich an die absurden Scan-Nachbearbeitungen und die falschen Bildbeispiele für die Ultra-Panavision-Kopien auf den Vorseiten dieses Threads. Revisionen dieser Darstellungen waren leider nicht zu vernehmen. Was alles ziemlich dubios anmutet.)

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Daher bleibt es bei massiver Kritik an heutigen Verkaufsveranstaltungen!

 

Daß all zu gründliches Hinterfragen auch nervt, wenn man lieber in Ruhe konsumieren möchte, ist andererseits auch verständlich. Zu den Konsumenten gehören z.B. die Stammkunden dieses oder jenen Theaters, die dem jeweiligen Programmleiter devot folgen und in Manier artiger Schüler ihren Klassenlehrer vor äusseren Angriffen schützen. Keiner mag eingestehen, bisweilen etwas Falsches erfahren und gelernt zu haben: schliesslich hat man dafür bezahlt und legitimiert das Gesehene durch eine Gegenleistung.

 

 

Was hat das noch mit CAN-CAN zu tun? Statt Einblicke in den (schlechten) Zustand des Negatives, gibt's Du uns erneut Einblicke in Deinen Gemütszustand. Ist ja sehr schön, wenn Du so auf uns fixiert bist ... nur langsam wird's langweilig. Frische Eindrücke und Erkenntnisse bitte ...

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Die Aufführungen von 70mm-Filmen und Restaurierungen sind ja international, nicht nur auf ein einziges Kino fixiert: das ist wahr. Erwähnt werden in diesem Thread im Vorfeld oder Nachklang zu Veranstaltungen Restaurateure, Theater, Um- und Nachrüstungen der Kinotechnik, A-Festivals, WideScreen-Festivals, Negative, Transfers, Neukopierungen, unbekannte Filme, Filminhalte, ästhetische Fragen, persönliche Betrachtungen (Erkenntnisse und Irrtümer), Eindrücke von Gästen, Posts von Beteiligten, Fragen von Newbies, Stellungnahmen von Verantwortlichen.

 

Das ist sehr breit, nicht fix, recht übergreifend, nicht nur persönlich, fast immer auf Fakten zielend und daran interessiert, Forschung und auch den Genuss voranzutreiben: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...start=1245

 

Mit Gemüt hat es zu tun (siehe Mr. @brillo), dann wieder nicht, bisweilen ist es unpersönlich, fast distanziert, manchmal das Gegenteil und erkenntnisfördern - und zeigt nicht nur Harmonie, sondern auch den Dissenz.

 

- -

 

Zu Deiner (Ihrer) Frage: Es gibt Breitfilmnegative, die ich persönlich sehen durfte (oder auch prüfte: in mechanischer und photographischer Hinsicht).

 

- -

 

 

Der heutige Stand der WideScreen-Vorstellungen, Festivals und Forschung ist längst weiter als "blau"-äugiges Anpreisen jeder Anlieferung, die breiter als 35mm ist.

 

Sofern man sich auf diesen Satz einigen könnte, gibt es hier nicht den mindesten Dissenz.

 

Und es wird ja nicht nur geschwärmt, sondern in anderen Foren deutlich gesagt, was an 70mm zu verteidigen ist:

 

It's not "just" a question of sharpnes. Depending on the care gone

into making the prints, a 70mm print from a 35mm (substandard format)

also offer better image stability on the big screen, less

magnification of dust and scratches, better sound (even only in mono),

around 4 times more light, smaller subtitles (like here in Denmark),

better color and contrast etc. etc. All factors that makes a 70mm

version of any film look considerably better than the same film in

35mm. The audience will experience the presentation more intensly -

being less aware of the technique to run the show. It's on the

subconsious level.

 

It's a high-impact experience - simple as that

 

Of course if you use 65mm, it's even better. If you use 65mm with 60

frames pr. second, that's EVEN BETTER!!! The Restorations of

"Lawrence", "Spartacus" and "My Fair Lady", due to the new prints are

several generations away from the original EK 65mm negatives, the new

prints look good, but not at all as the original prints looked like -

if we are talking sharpness. You could cut you fingers on the images

from original prints. Original prints were "Sharp as Hell"! Even 65mm

can look like substandard format if not done properly - flat 70mm "Ben

Hur" prints from 1968 onwards is a good example.

 

Aus: Newsgroups: rec.arts.movies.tech

From: Hauerslev

Date: Wed, 9 Jun 2010 23:56:19 -0700 (PDT)

Local: Thurs, Jun 10 2010 8:56 am

Subject: Re: Doctor Zhivago 70MM Blow-up Picture Quality. Good or Bad?

 

 

In diese Richtung der Überlegungen könnte es gerne weitergehen. Das Ergebnis ist mehr Wissen zum heutigen Zustand der Filme und den Wahlmöglichkeiten ihrer Bearbeitung. Es sollte auf 70mm alles noch einmal gemacht werden. Und ist m.E. bei deutlichen Verbesserungen oder mit fast optimalem Ergebnis zu erreichen.

 

Wie es nicht gemacht werden sollte, lasse ich mal aus. Ansonsten läuft der Dissenz ins Uferlose...

 

- -

Da bereits angefragt wurde, holen wir uns eine alte CAN-CAN-Kopie heran. Zumal mit einer neuen vermutlich nicht zu rechnen ist.

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Brandneu...sensationell...das sind die Jäger der verlorenen Schätze. Sie halten das Andenken an die grosse Zeit des Kinos und der immer gigantischer werdenden Leinwände wach.

 

Unser Vereinsmitglied Gerhard W. fand Zugang zu CineStar Imax im Sonycenter Berlin.

Nie zuvor konnte die Öffentlichkeit so tiefe Einblicke in die Projektionstechnik am SONY-Center nehmen und die größten und erfolgreichsten 70mm-Filmformate versammelt bewundern.

AVATAR liegt abspielbereit auf mehreren Tellerebenen und jeder wiegt allein 170 kg und noch viel mehr. Mobiles Kino? Das war mein allererster Gedanke beim Betrachten der Bilder.

 

Pic-28-Quick-Turn-Reel-Unit.jpg

 

Wer kennt schon die verschiedenen Fachbezeichnungen für die Telleranlagen? QUICK TURN REEL UNIT (QTRU) und MK-II (Mark Two) REEL UNIT, hallo!

 

Ein digitales Audio Kontrollsystem für Sound von SONICS beeindruckt nicht weniger.

 

Pic-32-Sound-device.jpg

 

Sparsamer ist die Lautsprechergruppierung bei Imax. 5 Frontkanäle aus alten 70mm Zeiten gibt es hier nicht mehr.

 

Wer gerade durch Berlins düst hat ganz bestimmt ein paar Gelegenheiten echte 70mm Imax Projektionen rund um die Uhr zu erleben. "Grand Canyon" muß man in 3-D einfach gesehen haben! Flammenneu ist soeben "Für immer Shrek" in Imax 3D angelaufen.

Alles über Imax in Berlin auf http://in70mm.com/news/2010/imax_3d/german/index.htm

 

Die zweite noch atemverschlagenere Reportage sind Gerhards Dokumente zur Geschichte von Hifi-Stereo 70 Filmen die er selbst noch in Jugendjahren gesehen hat. Er hat sie alle in Hamburg erlebt wo auch sein Lieblingskino Grindel zur Legende wurde. Hifi-Stereo 70 hat aber nur die Urania in Hamburg geboten.

 

Pic-1-Operation-Taifun-Adve.jpg

 

Die Original Verleihbroschüre zu Hifi Stereo 70 ist zum ersten mal im Internet für Jedermann zugänglich. Endlich versteht man die Funktionsweise der Stereo Kinotare. Einige Exemplare haben überlebt.

 

Pic-7-Film-Projection_small.jpg

 

Ganz toll finde ich wenn sich einige Sammler melden würden, die noch 70mm 3-D-Filmrollen bewahrt haben. Es gibt sogar ein Kino in Berlin (Astor Film Lounge) das die "passende" Kombination mit 70mm-Projektor plus Silberleinwand besitzt. Wiedersehen nach 33 Jahren sollte dann auch kräftig gefeiert werden.

 

Lesenswerter Beitrag bei 70mm.com ist hier zu finden: http://in70mm.com/news/2010/hifi70/german/index.htm

 

Hat damals irgend jemand den Hifi70-Film "Operation Taifun" und "Liebe in 3 Dimensionen" als vollständige 70mm Filmkopie vor der Vernichtung retten können?

Wir kaufen die Rollen sehr gerne an!!!

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Also ICH für meinen Teil war schon am 1. Januar 2007 im IMAX - Vorführraum.

 

Muß aber auch zugeben, daß es sehr interessant war. Ich habe dort ein paar nette Fotos und Videos machen können. Beeindruckend war die Geschwindigkeit des Films und der Teller. Faszinierend das ungewohnte Maschinenschaltwerk und die Reinigung des Bildfensters während des Filmlaufs.

 

Allerdings war es nicht das IMAX in Berlin......

 

Als Gast im Saal habe ich zwei 2d Filme gesehen. Der eine war ein Dokumentarfilm über Bären und der andere einer über Korallenriffe.

 

Beste Grüße

MArtin

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Also ICH für meinen Teil war schon am 1. Januar 2007 im IMAX - Vorführraum.

 

 

IMAX Vorführräume sind ja auch keine Geheimnisse. Viele IMAX Vorführraume, wie z.B. in Bradford, sind durch große mannshohe Fenster und durch regelmäßige Führungen zum "öffentlichen Raum" erklärt. Halte ich auch für ein gelungenes Konzept, die dahinterstehende Filmtechnik in das Erlebniss IMAX mit einzubeziehen. Insofern ist der Artikel nicht gerade der große "Scoop" ... aber trotzdem immer wieder interessant ... daher vielen Dank.

 

Finde zwar keinen "70mm Vorführtermin" (so das Thread-Thema) in dem Beitrag von @kinomuseum" ... aber was solls. Hoffentlich kriegt er jetzt keinen Ärger mit unserem Forums-Blockwart :-)

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Imax am 1, januar war hoffentlich schön rauschhaft wenn die Korken wenige Stunden vorher knallen! Imax am Neujahrstag ist auch wegen seiner Übergrösse ein erhebender Anfang für jedes neue Jahr. Leider gibt es nicht mehr viele Kinos der Firma in Europa.

Martin: deine Fotos würden wir furchtbar gerne mal sehen. Hoffen wir die Forumsgalerie hat genug Space für alle Bilder??

Das engagierte Dokumentieren von Gerhard hat mir was gegeben weil es Zeiten gab in denen kaum ein Sterblicher diese(n) Imax-Räume betreten und abknipsen durfte. Er hat das doch toll erklärt und sogar richtige Formatangaben abgeliefert. Was will man mehr?

 

Den BWR von Bradford kenn ich nicht, kann mir auch nicht vorstellen extra hinzufahren nur Imax wegen. Was soll das mehr bringen als in Berlin?

 

Hinweisen sollte man auch auf die ntv-Doku zum Imax-Film die vor ein/zwei Jahren lief. ein Glückpilz wer sie mitschneiden konnte.

 

Termine? http://www.cinestar-imax.de/de/kino/ber...ny-center/ Man kann sie schnell aus der Website rausfischen, und das ganze gleich mal kommentieren, weil nur bis Mittwoch Termine angegeben sind und sowas ärgerlich ist:

 

SHREK FÜR IMMER 3D

So, 04.07. 16:45 19:30 22:00

Mo, 05.07. 14:00 16:45 19:30

Di, 06.07. 14:00 16:45 19:30 23:00

Mi, 07.07. 14:00 16:45 19:30 22:00

 

SHREK wird gut aussehen weil schon AVATAR gut aussah der mehr Bildraum auf der 70mm-Kopie einkopiert hatte. Die Renderfarm braucht Wochen für das Ausbelichten bei satten 8000 x 6000 Bildpunkten. Bei 35mm-Filmen ist das schon lange gang und gäbe bei 32 Bit Farbtiefe. DMR heisst das Verfahren. Bei Animation läuft es anders und mit vektorieller Rechnung. Freue mich schon auf LEGENDS OF FLIGHT wo das Eingang findet.

 

GRAND CANYON 3D

Di, 06.07. 13:00

 

Allen viel Spass im Imax Berlin!

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Kurze Frage zur FP30, von der das VP gezeigt wird:

 

Auf einem Bild ist ersichtlich, dass die Werbung nicht direkt von 600m-Spule vom Projektor gezeigt wird, sondern über Umlenkrollen hinter dem Projektor verschwindet...

 

Wird hier das 5 min. Vorprogramm tatsächlich vom Teller gespielt?

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...Den BWR von Bradford kenn ich nicht, kann mir auch nicht vorstellen extra hinzufahren nur Imax wegen. Was soll das mehr bringen als in Berlin?...

 

Im Gegensatz zu den Vorführungen im Berliner IMAX bedarf es bei Screenings im Bradforder IMAX keiner künstlichen Pause bei Langfilmen :wink: .

 

Und wenn Du dann schon mal in Bradford bist, dann solltest Du unbedingt einen Blick in den BWR des Pictureville Cinemas werfen. Lohnt sich. :D

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...Den BWR von Bradford kenn ich nicht, kann mir auch nicht vorstellen extra hinzufahren nur Imax wegen. Was soll das mehr bringen als in Berlin?...

 

Im Gegensatz zu den Vorführungen im Berliner IMAX bedarf es bei Screenings im Bradforder IMAX keiner künstlichen Pause bei Langfilmen :wink: .

 

Und wenn Du dann schon mal in Bradford bist, dann solltest Du unbedingt einen Blick in den BWR des Pictureville Cinemas werfen. Lohnt sich. :D

 

Auf jeden Fall ... auch hat man in Bradford die einmalige Gelegenheit, Abel, Baker und Charlie persönlich in Augenschein zu nehmen ...

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Die amerikanischen Necknamen führte im Capitol Kino, das im damaligen Westberlin lag noch keiner im Munde. Das war 1959. Möchte gerne wissen ob sie ein Kino in Deutschland überhaupt kannte.

Von "Dollar-Prinzess" für DP70. von Philips habe ich auch erst viel später gehört.

Alles ein bisschen überzogen und mythisiert, denn der Bauer U-2 war für meinen Geschmack immer der überlegene Filmprojektor.

Laserhotline: Bradford hin und Bradford her, so kolossal klingt das auch nicht wenn man im Internet darüber liest. Wer einiges erlebt hat zögert ganz klar bei Filmen die man einmal ganz anders gesehen hat.

Wer zum ersten male mit dabei ist dem gönne ich selbstverständlich das Erweckungserlebnis gerne. Es sollte auf den Festivals auch ein Nachwuchs herangebildet werden der ja nicht von den Bäumen fällt.

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Die amerikanischen Necknamen führte im Capitol Kino, das im damaligen Westberlin lag noch keiner im Munde. Das war 1959. Möchte gerne wissen ob sie ein Kino in Deutschland überhaupt kannte.

 

Einer unserer 70mm Festivalgäste bediente in seiner Jugend im Capitol den "C"harlie Projektor. Werde ihn mal bei Gelegenheit fragen ...

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Im CAPITOL standen amerikanische Maschinen. Eine Zeit lang und weil die Deutsche Cinerama den Lehniner Platz als ihre erste Stätte auserkoren hatte. Zusätzliche Installationen von Favorit70 und DP70 traten in späteren Jahren hinzu. DP70 lösten blöderweise die wunderbaren Favorit70 ab. Das brachte eine rückständige Wiedergabe mit der sich Ausleuchtung und Bildstand verschlechterten. Es passierte als die TOTAL VERRÜCKTE WELT 1964 anlief und die echten Cinerama-Liebhaber vor den Kopf schlug.

 

Heute fehlen uns jede Menge Fotos um die Hausgeschichte ab 1928 aufzuzeichnen. Bis 1977 war es ein tolles Kino und dann in Trümmern, von dem 1980 wie zum Schein und Trug die Hülle neu erstand. Keiner sollte merken dass der Stobbe-Senat 1978 an den Kinos ein Null-Interesse zeigte. Es starben auch viele Bezirkskinos.

 

„Hat man ein Baudenkmal gerettet, indem man es abreißt, weil es ohne die neue Nutzung nicht zu retten war und ohne Abriss nicht zu nutzen?“ schreibt der TAGESSPIEGEL zum CAPITOL.

 

 

Heisst der Kollege am Projektor "Charlie" Rainer B.? Nett mal wieder von ihm zu hören.

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...Laserhotline: Bradford hin und Bradford her, so kolossal klingt das auch nicht wenn man im Internet darüber liest...

 

Nichts gegen das Lesen im Internet, aber um die Dinge beurteilen zu können, sollte man sie schon in echt gesehen haben! :wink:

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... zurück zum Thread Thema ...

 

Wer vor dem Endspiel (ich tippe mal, dass Deutschland dabei ist) noch etwas Kontemplation in einem kühlen Kino gebrauchen kann, dem sei Hitchcocks VERTIGO empfohlen.

 

Sonntag, 11. Juli um 15.00 Uhr

 

"Vertigo"

Regie: Alfred Hitchcock

englische Sprachfassung - 70mm Kopie der Robert A. Harris Restaurierung

 

vertigoklein.jpg

 

Mit Einführung vor dem Film und Möglichkeit zur Teilnahme am anschließenden Filmgespräch. Wer möchte, darf auch die "F" Zeichen Problematik dieser Kopierung vom VistaVision Kameraoriginal auf 70mm schonungslos zur Sprache bringen :-)

 

Und wer dann noch bleiben möchte, der darf es sich im Schauburg-Biergarten bei frisch gezapftem Hoepfner und von mir selbst marinierten (Scharf!!!) und gegrillten Entrecôte vom irischen Weide-Rind gemütlich machen und das Endspiel auf einem großen HD-Plasma TV anschauen.

 

Das wäre doch eine schönes Sonntagnachmittag/-abend Programm ... sozusagen "Cinema Paradiso" :-)

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jedes Jahr auch in berlin mit von 1997 an etwa 20 Einsätzen. Kein 70mm-Film nach 1997 lief öfter und fand immer auch junges Publikum. Mal mit englischem Ton, mal mit neuer deutscher Synchronisation, die gelungen ist. DTS macht's möglich (wo früher mal der Warner-Verleih für die "My Fair Lady" gesondert die Abendschiene des DELPHI Kinos mit einer Sonderanfertigung einer Berliner "Einzel-Kopie" beglückte die DM 50.000 kostete, schrieb "Der Abend").

 

Wann sehen wir von Mr. Harris "Der unsichtbare Dritte" oder "Über den Dächern von Nizza" in 70mm VistaVision? Hat er sich mittlerweile zurückgezogen? Und wann kommt "Alamo" weil er schon im März 2010 laufen sollte?

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[...] die "F" Zeichen Problematik dieser Kopierung [...]

Das hat mich auch gewundert.

http://www.widescreenmuseum.com/widescr..._guide.htm

Der Film ist doch im 1.85-BW-Format auf 70mm kopiert. Vom "VistaVision F" dürfte dann also nur der untere Teil sichtbar sein. Trotzdem ist, wenn ich mich recht entsinne, bei manchen Aktwechseln oben rechts das komplette "F" zu sehen (Beispielsweise als Jimmy Stewart und Kim Novak sich vor der Kirche unterhalten, kurz bevor sie den Glockenturm hochrennt).

...

Sorry. Hatte ich wohl falsch in Erinnerung.

http://img193.imageshack.us/img193/6595/fsignatur.jpg

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Nur am Rande :

 

eignetlich ist es nicht das "Vista Vision-F". sondern allgemein das Wide screen F. Es wurde auch für normale 35mm (vertikale) Produktionen von

Paramount einkopiert, da für die "intended !:!,66" Photographie mit 1:1,85

safe action aerea meistens BNCR Kameras mit "academic" gates eingesetzt wurden.

Z.B. " Die Brücken von Toko Ri" 1954

 

Klaus

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