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Schönen guten Tag,

ich bin neu in der Analogen Szene und dachte, ich erkundige mich hier einmal, ob jemand qualitative analoge Kinos in Hessen kennt. Nach meinem ersten Kinobesuch seit langem war ich von der qualität der digitalen Projektion erschreckt und habe mir geschworen, nun ein Analoges Kino zu finden. Wenn mir jemand helfen könnte, wäre ich sehr dankbar.

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Mit Bauer U4c Deutsches Filmmuseum Frankfurt, Schaumainkai 41. Eventuell sogar mit den selteneren Schneider-Objektiven mit Abblendungsring zur Anpassung an unterschiedliche Filmkopien auch mit geringerem Kontrast.

Im weiteren unbedingt auch auch ORFEOS ERBEN in selbiger Stadt.

Leider sind aber auch die von Herrn Kubrick schon vor 1999 nicht mehr richtig kontrollierten Filmkopien bei Wiederaufführungen nicht mehr das, was man in den 70er Jahren zum Glück noch zu sehen bekam. 

Edited by cinerama (see edit history)
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vor 1 Stunde schrieb cinerama:

Im weiteren unbedingt auch auch ORFEOS ERBEN in selbiger Stadt.

 

 

Hurra! Die guten Ferndiagnosen aus Berlin sind wieder da!

"Unbedingt" etwa so, wie der Saturnmarkt im Europacenter Todd-AO spielen kann.

Das andere Kino in Frankfurt, welches noch 35mm kann, wird leider nicht genannt.

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Qualitative analoge Kinos bedeutet auf Deutsch gütemäßige nicht-unaussprechliche Filmspielhäuser. Das ist jetzt ein wenig unbequem und ich will es nicht weiter ausrollen, mich stört nur der Begriff qualitativ. Der sagt nicht das aus, was du wahrscheinlich meinst: gut.

 

Was macht ein Filmtheater gut? Eine Riesendiskussion kann hier einsetzen. Du solltest dich treffender fassen. Neuzeitlich mit Xenon-Hochdrucklampen? Klassisches Tonfilmkino mit Hochintensität-Kohlenbogenlicht? Stummfilmladen mit Reinkohlen? Pionierbetrieb mit Kalklicht? Kino ist nicht einfach Kino.

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vor 5 Stunden schrieb Simon Wyss:

Qualitative analoge Kinos bedeutet auf Deutsch gütemäßige nicht-unaussprechliche Filmspielhäuser. Das ist jetzt ein wenig unbequem und ich will es nicht weiter ausrollen, mich stört nur der Begriff qualitativ. Der sagt nicht das aus, was du wahrscheinlich meinst: gut.

 

Was macht ein Filmtheater gut? Eine Riesendiskussion kann hier einsetzen. Du solltest dich treffender fassen. Neuzeitlich mit Xenon-Hochdrucklampen? Klassisches Tonfilmkino mit Hochintensität-Kohlenbogenlicht? Stummfilmladen mit Reinkohlen? Pionierbetrieb mit Kalklicht? Kino ist nicht einfach Kino.

Nun ich als (wie schon erwähnter) Neuling in der Szene suche eine Kinoerfahrung, die mehr bietet als eine 4k Projektion von dem neuestem Hollywood Blockbuster. Alles was ich mir wünsche wäre eine Projektion eines guten, anspruchvollen Filmes auf eine Art, die meiner Generation bisher nicht zugänglich war, sprich von einer Rolle 35mm Film. Leider kann ich mit den von Ihnen benannten Begriffen nichts Anfangen und bitte um Verständniss.

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vor 35 Minuten schrieb StanleyKubrickLover:

Nun ich als (wie schon erwähnter) Neuling in der Szene suche eine Kinoerfahrung, die mehr bietet als eine 4k Projektion von dem neuestem Hollywood Blockbuster. Alles was ich mir wünsche wäre eine Projektion eines guten, anspruchvollen Filmes auf eine Art, die meiner Generation bisher nicht zugänglich war, sprich von einer Rolle 35mm Film. Leider kann ich mit den von Ihnen benannten Begriffen nichts Anfangen und bitte um Verständniss.

 

Diese Begriffe sind größtenteils auch in heutigen Zeiten irrelevant denn irre relevant, so leid es Simon auch tun mag.

 

Die eigentliche Frage, was Filmtheater "gut" macht, ist eine intellektuelle Frage, die abseits von den technischen Eigenheiten diskutiert werden muss, im übrigen höchst subjektiv und damit im Grunde zurückzuweisen, weil es hier im Forum keinen Konsens gibt (und auch nie geben kann), was wirklich gut ist.  Dazu tummeln sich hier zu viele (jedoch legitime) Ansichten darüber, wie die Güte denn zu beurteilen sei. 

 

Um zu beschreiben, was du suchen könntest, lohnt sich ein Blick an das Ende des vorigen Jahrzehnts, so um 2009/10 herum, als die breite Masse der Kinos etwas wie folgt ausgestattet wesen sein dürfte:

- Projektor mit Langspieleinrichtung (Teller, Spulenturm, Magie)

- Stereoton (Vorzugsweise Digitalton, gelegentlich auch noch nur Lichtton)

- Xenonlicht (Nicht wie im Auto, sondern mit mehr Bums...)

 

Ja, und dann kam das Jahr 2013, als in Deutschland die Belieferung mit 35-mm-Filmkopien eingestellt und diese Abspielpraxis einfach obsolet wurde.  Was also gesucht wird, sind Kinos, die diese Praxis

1.) aufgrund ihrer Ausstattung und

2.) ihres Könnens

3.) noch durchführen.

 

Da wird es dünn.  Einige Kinos fallen mir spontan ein, die noch Filmprojektoren stehen haben (könnten; zB Gießen, Marburg, bestimmt auch Lich, die größeren in Frankfurt ganz vielleicht, die kleineren -- Harmonie, Mal sehn, Berger -- vielleicht auch), aber dann stellt sich die Frage nach dem Zustand der Anlage, denn die ist nicht für den Stillstand gebaut und muss gewartet und ab und an in Betrieb gesetzt werden.  Dann braucht es Personal, die das bedienen kann, das sich auch mit dem Auf- und Abbau einer Kopie auskennt und letztlich braucht es den Willen, das Programm derart zu gestalten, denn neues Material erscheint ausschließlich digital, selbst die kleinsten Orchideenfilme. 

 

Das sind schwierige Voraussetzungen!  Retrospektiven will außerhalb musealer Ereignisse sowieso keiner mehr sehen und wenn, dann gäbe es viel "alten Mainstream" auch als digitale Kopie oder das Kino hilft sich auf anderem Wege von der DVD oder Bluray zur digitalen Kopie, was alles kein Hexenwerk ist.

 

Über 35-mm-Ereignisse wird hier im Forum auch berichtet, Augen auf!

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Ich habe einen rein nostalgischen Einwand, kein intelektueller : ein 35-mm-Projektor hielt bei guter Pflege 30 Jahre und mehr, eine DCP-Maschine fällt trotz intensiver Pflege nach 5 Jahren auseinander. Beweisführung abgeschlossen !

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vor 14 Minuten schrieb Rabust:

eine DCP-Maschine fällt trotz intensiver Pflege nach 5 Jahren auseinander. Beweisführung abgeschlossen !

 

Dann hast du entweder das falsche Equipment gekauft oder zu viel Öl oben reingeschüttet. Oder beides. 

  • Haha 2
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Das "Kommkino" in Nürnberg spielt regelmäßig 35mm (siehe Wochenprogramm im Internet) , teilweise sogar auch 16mm!

Filmisch eher Trash (70er und 80er) und Arthouse , keine HollywoodBlockbuster!

Bequeme Sitze (auch bei 2 Filmen hintereinander sitz man immer noch gut), 1 Saal Kino ca. 80 Sitze!

Ton und Bildtechnisch voll OK, Leinwand wird automatisch auf die jeweiligen Formate gekascht!

Ist immer eine Reise wert!

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Zur Beantwortung der Eingangsfrage und FernErleuchtung® für @cinerama:

 

In Frankfurt kann das bekannte Programmkino mal seh'n im Nordend 35mm spielen.

 

Kein Kino, sondern studentischer Filmclub im Mehrzwecksaal ist pupille e.v. im Studentenhaus auf dem alten Unicampus, es gibt da zwei 35mm Bauerprojektoren (überblendfähig). Hin und wieder wird auch 16mm gezeigt, zum Beispiel bei Veranstaltungen der Kinemathek Asta Nielsen.

 

In Wiesbaden zeigt das Murnau-Filmtheater regelmäßig 35mm Archivkopien. In der Caligari FilmBühne wird seit Jahren im Programmheft nicht mehr angegeben, in welchem Format ein Film läuft, aber 35mm soll möglich sein.

 

Der Hinweis auf noch vorhandene Technik ist die falsche Antwort auf @StanleyKubrickLovers Frage. Er hat nämlich nicht gefragt, wo unbenutzte Projektoren stehen, die man reaktivieren, warten oder wiederanschließen könnte und/oder für die kein Personal mehr vorhanden ist.

 

 

Edited by Jeff Smart (see edit history)
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StanleyKubrickLover, ich versuch’s noch mal. Manchmal holt mich mein alter überheblicher Zug ein, ich kämpfe damit, will toleranter werden. Eine Begegnung heute morgen mit einem ziemlich gestörten Mann hat mich wieder zurückgeholt.

 

Also, am besten hilfst du dir selber. In vielen Foren werden Hilfeaufrufe gemacht, die meistens kaum etwas bringen außer langem Hin und Her zwischen den Stammtischgästen, sozusagen. Greife zum Telefon, rufe die Kinos in Hessen an und frage dich durch. Rede mit den Kinoleuten, die wissen am ehesten, wo noch Film gespielt wird. Was ich so schnell bei Google finde:

https://www.kino.de/kinoprogramm/bundesland/hessen/

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vor 1 Stunde schrieb preston sturges:

 

Du meinst wahrscheinlich ... "zu viel øl oben reingeschüttet."

Scheinbar ist mit dieser Spitze dänisches Bier gemeint. 

Weil nun jemand  (siehe oben) einen vorzeitigen Ausfall seiner DCI-Anlage erwartet, wird ihm fahrlässige Öl-Einfuhr oder Alkoholismus unterstellt (derweil eine Light Engine durchaus nach 5-7 Jahren zur Disposition steht). Die Immerselben, die auf diese Weise scherzen, hatten auch schon anderen im Filmvorführerforum Drogenkonsum unterstellt.

Wenn aber nichts Dergleichen den Tatsachen entspricht (weil es gelogen ist), sollte man solche Kampfbegriffe vermeiden. 

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Bleibt mal auf dem Teppich, Ausfälle der Light-Engine sind selten, und öfters auf nicht vorhandene Wartungen zurückzuführen. 35mm Maschinen hatten auch ihre Probleme, und beschädigten mit verschlissenen Teilen die Filmkopien, auch nicht schön. Und nervten mit zitterndem Bildstand, öligen Aktanfängen etc.. Ich hab mittlerweile einiges an DLP's mit 20.000 und über 30.000h gesehen, die sind dann etwa gleichwertig mit den 35mm Maschinen betreffs des Kontrastes, je nach vorheriger Wartung und Umgebung, und das bezogen auf neue Optiken für die 35mm Kisten. Wenn ich an die gruselig verstaubten und verkratzen Optiken vieler 35mm Maschinen denke, die da drin waren, als die Digitalisierung 2013 so richtig los ging, dann möchte ich die Zeit nicht zurück haben.

35mm hat auch für mich noch Charme, sonst würde ich das ja nicht mehr mobil machen, jedoch bitte dann mit einwandfreien Kopien und nicht mit abgenudeltem, gefadetem Material.

Jens

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vor 21 Minuten schrieb Jensg:

Wenn ich an die gruseligen 35mm Maschinen denke, als die Digitalisierung 2013 so richtig los ging, dann möchte ich die Zeit nicht zurück haben.

 

Eine Wahl der Vorführtechniken wäre anständig gewesen, so lief das Rollout wie eine Nötigung und Erpressung ab : Friss oder stirb ! Aber Dein Einwand der lausigen Projektionisten kann ich nur unterstützen, da waren einige "Schweine" unterwegs...

Edited by Rabust (see edit history)
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vor 1 Stunde schrieb Jensg:

Wenn ich an die gruselig verstaubten und verkratzen Optiken vieler 35mm Maschinen denke, die da drin waren, als die Digitalisierung 2013 so richtig los ging, dann möchte ich die Zeit nicht zurück haben. 35mm hat auch für mich noch Charme, sonst würde ich das ja nicht mehr mobil machen, jedoch bitte dann mit einwandfreien Kopien und nicht mit abgenudeltem, gefadetem Material.

 

Verstaubte, zerkratzte Objektive haben mit dem Projektor doch nichts zu tun. Auch am Barco oder wie die Dinger heißen kann jemand die Linsen unsachgemäß behandeln.

 

Für mich hat gerade der menschliche Einfluß so viel Wert. Ich will das Vorführen spüren, ja, mittlerweile bin ich so weit. Nichts ist der Hölle näher als der Wahn absoluter Perfektion. Man kann die Filmtechnik noch weiterentwickeln, aber das gewöhnliche, alte, leicht schmuddelige Kino ist mir hundert Mal lieber als eine Pixelwand. Am besten ist es, wenn man die Handarbeit, das Gemachte, in allem sieht und hört, beim Schnitt, beim Licht, in der Synchronität, schlicht am Korn des Laufbildes. Wie ihr aufmerksame LeserInnen merkt: Korn von Schwarzweißmaterial.

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Klar Simon, hat Charme. Ich habe noch 35mm Kunden in meiner Obhut als Kinotechniker, und ich wäre froh, wenn die Vorführer davon sich Zeit nehmen würden fürs Filmrichten und Vorführen. Noch zu reinen 35mm zeiten hatte ich da schon heftigen Widerspruch, wenn ich darauf hinwies und es forderte, das man Archivkopien bzw. alles aus Acetat, beim Richten durch die Finger laufen lassen soll, um Perforisse zu finden und zu beheben. Klassische Antwort: Warum, soll doch der Verleih ordentliche Kopien schicken.

Hat sich icht viel daran geändert, ich habe ab und an das Gefühl, das es noch weniger geworden ist.

Wir haben das alles schon 2012 und 13 und wahrscheinlich auch 2014 ausführlich diskutiert. Ich mache seit 1992 Open Air Kino und habe etliches an 35mm durch die Maschinen gejagt. Letztens erst am 4.1. in Rottweil eine hervorragend vom Bildstand her 35mm Kopie durch die wenig gelaufene FP23. Hat spaß gemacht und mal wieder bewußt gemacht, wie gut auch 35mm sein konnte. Nur habe ich das in den letzen 30 Jahren nur bei den ganz wenigen Kopien mit Kleinauflage gesehen, die vermutlich alle vom Kameranegativ gezogen wurden, ohne Dup dazwischen. Dann kamen die 2k Abtastungen, die waren grausig, dann die 4k, die gingen wieder.

Was wollen denn die Fans der 35mm erreichen? Rückkehr zum Nischenkino? Das ist digital besser finanzierbar, denn Kopienkosten von 1500€ aufwärts für Kleinstauflagen, die sind einfach nicht finanzierbar, DCP schlägt da alles. Abgewetztes Kino, weil seit 30 Jahren auf Verschleiß mit einem Renovierungsstau, der am Besten durch Abriß und Neubau finanzierbar ist? Hab ich auch zu oft erlebt, solche Kinos gibts heute noch, die sterben vermutlich alle, wenn der letzte Pächter aufgibt, weil neuer Pächter schon die Brandschutzauflagen nicht stemmen kann.

Jens

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vor 46 Minuten schrieb Jensg:

Noch zu reinen 35mm zeiten hatte ich da schon heftigen Widerspruch, wenn ich darauf hinwies und es forderte, das man Archivkopien bzw. alles aus Acetat, beim Richten durch die Finger laufen lassen soll, um Perforisse zu finden und zu beheben. Klassische Antwort: Warum, soll doch der Verleih ordentliche Kopien schicken.

 

Ach, das Geschwätz solcher Kollegen...  Die hatten einfach keine Lust darauf, ihre Arbeit ordentlich zu machen.  Auch bei Polyester war das tunlich, den Streifen durch die Finger laufen zu lassen.  Wer wusste, was der Vorspieler dir alles in diese Kopie geklebt hat?  Wer wusste, ob das Kopierwerk den Akt nicht durch die Gegend geworfen hat und stellenweise die Perfo umgeknickt war?  Und diese ätzenden Schweißnähte blieben so auch drin und haben dir richtig schön in den Lichtton geknallt.  Im Umfeld dieser Schweißnähte gerne gesehen waren auch die schönsten Farbeffekte in den Tonspuren...

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vor 2 Stunden schrieb Jensg:

Nur habe ich das in den letzen 30 Jahren nur bei den ganz wenigen Kopien mit Kleinauflage gesehen, die vermutlich alle vom Kameranegativ gezogen wurden, ohne Dup dazwischen. Dann kamen die 2k Abtastungen, die waren grausig, dann die 4k, die gingen wieder.

Was wollen denn die Fans der 35mm erreichen? Rückkehr zum Nischenkino?

 

Lieblingsthema von mir. Die "Versionskunde" 😁

Wer derzeit auf Film spielt, ist zugleich nur selten dazu imstande, zu erklären "warum Film?". Selbstverständlich gibt es dafür wichtige, bedeutsame Gründe. Aber sie werden nicht priorisiert/werden verschleiert - stattdessen wird hymnisiert.

 

Real existierende Gründe, mit Film aufzuführen:

 

- Filmtitel  existiert nur auf Film

- Marktnische für neoliberale Yuppies - egal, ob die Ware hoch- oder minderwertig ist. Läuft unter Rubrik "selten", "Wille des Meisters", "exklusiv", "keine Kosten und Mühen gescheut", "bigger than life". Werbewirksame Maskottchen: Christopher Nolan, Quentin Tarantino, J. J. Abrams, Stanley Kubrick post mortem

- Der Glaube, weil auf Film gedreht, müßte auch jede Filmkopie im Zweifelsfall einzigartig sein (vielleicht der Versuch der "Re-Auratisierung" im Reflex auf Siegfried Kracauer?)

- Kreation eines Programm-Formats (8mm, 16mm, 35mm, 70mm ) als "Chiffre": verbunden mit einem Piktogramm samt Firmen- und Kino-Postfix (z.B. maxXimal, -rama, -palast, -authentisch, - burg, - vision, -scope, -seh[nh]sucht, -classics, -retro  etc.)

- Suggestion von Kompetenz, Vielfalt und Professionalität (legitim)

- Suggestion von technologischem Overkill, "allzeit bereit" (kinematographisch interessant und zugleich hyperaggressiv)

- Geschäft mit der Nostalgie und der (anfechtbaren) Absolutsetzung, man zeige "das Original" - oder weil "früher alles besser war"

- Verkauf des Skurrilen, vom Markt Verdrängten, des Taktilen, des vermeintlich Handwerklichen, einer besonders individualisierten Leistung (anstrebenswert)

- Spaß an Technik und Entdeckung der kinotechnisch Betriebsinvolvierten. Sammelwut an Spielzeugen

- Just for Fun. Anhänglichkeit an die frühere eigene Tätigkeit 

- Nostalgie und Rückgriff auf das "klassische Kino", das auf der Kommerzebene mit religiösen Symbolen und Mythen manipuliert, um das Kerngeschäft zu versüßen (Lounge-Kinos etc.)

- Eitelkeit und Prestigesucht

- Automatisch wirksame Komponente bei Bewerbung für Kinoprogrammpreise

- Ernsthaftes Interesse an kreativen und technischen Prozessen, die zur Filmentstehung beitrugen und einen spezifischen Ausdruck des Mediums hervorbrachten (fast nirgendwo erkennbar)

Edited by cinerama (see edit history)
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@StanleyKubrickLover

 

Am Samstag 8.2. und Sonntag 9.2. kannst Du Tarantinos ONCE UPON A TIME IN HOLLYWOOD (OV) im Kino des Filmmusuems Frankfurt in einer 35mm Filmkopie erleben:

 

https://www.dff.film/kino/kinoprogramm/filmreihen-specials-februar-2020/oscar-wochenende/

 

Am Sonntag 16.2. zeigen wir im Schauburg-Cinerama Karlsruhe (140km entfernt von Frankfurt) ebenfalls ONCE UPON A TIME IN HOLLYWOOD (OmU) in einer 35mm Filmprojektion.

 

Oscar-Wochenende_Once-Upon-A-Time-in-Hol

 

 

 

 

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vor 22 Stunden schrieb Jeff Smart:

Zur Beantwortung der Eingangsfrage und FernErleuchtung® für @cinerama:

 

In Frankfurt kann das bekannte Programmkino mal seh'n im Nordend 35mm spielen.

 

Kein Kino, sondern studentischer Filmclub im Mehrzwecksaal ist pupille e.v. im Studentenhaus auf dem alten Unicampus, es gibt da zwei 35mm Bauerprojektoren (überblendfähig). Hin und wieder wird auch 16mm gezeigt, zum Beispiel bei Veranstaltungen der Kinemathek Asta Nielsen.

 

In Wiesbaden zeigt das Murnau-Filmtheater regelmäßig 35mm Archivkopien. In der Caligari FilmBühne wird seit Jahren im Programmheft nicht mehr angegeben, in welchem Format ein Film läuft, aber 35mm soll möglich sein.

 

Der Hinweis auf noch vorhandene Technik ist die falsche Antwort auf @StanleyKubrickLovers Frage. Er hat nämlich nicht gefragt, wo unbenutzte Projektoren stehen, die man reaktivieren, warten oder wiederanschließen könnte und/oder für die kein Personal mehr vorhanden ist.

 

 

Vielen Dank, ich werde mir die Kinos genauer anschauen.

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