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Das Kinosterben geht weiter


SchumiFV
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aus irgendeinem grund sind die kinos ja geschlossen worden... und falls ich das richtig erkenne wurde aus einem größeren sehr breiten saal drei kleinere säle gebastelt mit wohl dann entsprechend kleinen leinwänden und anderen nachteilen einer fehlenden rampung ^^ etc.

 

die frage ist dann tatsächlich, ob man mal eben 3 digiprojektoren da reinstellt und ein jahr später wieder schließen muß....

 

 

die frage ist, wo geht die "jugend" aus holzminden dann ins kino....!? oder ist das ein aussterbendes nest?

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So klein ist es nun auch wieder nicht;

http://www.qype.com/place/27223-Roxy-Filmzentrum-Holzminden

und auf jeden Fall keines von diesen "Schachtelkinos".

 

In Höxter gab es zwei Säle.Geschlossen wurde es,soweit ich weiß,weil dort die Besucherzahlen immer mehr zurückgingen und der Betreiber deswegen wohl nichts mehr investieren wollte.

In Holzminden stimmten ja zumindest immer noch die Besucherzahlen.

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Um mal etwas Licht in Roxy Holzminden zu bringen...

 

So wie ich es gehört habe, wollter der Theaterleiter das Kino weiterführen.

Er hatte auch schon einen Investor gefunden, der vom Kino keine Ahnung hat!

Nach dem der Spielbetrieb eingestellt owrden ist, ist dann der Investor mit einem Fachmann durch die Räume gegangen.

Und es soll folgendes bei rausgekommen sein:

 

3 mal Digital anlagen und 1 mal davon mit 3D (leider keine Zuschüsse) da Besitzerwechsel!

Nach Versammlungstättenverordnung müssen nun bei einer Neueröffnung alle Notbeleuchtungskabel mit F90 verdratet werde und mit feuerfesten Dübeln in Metallrohren in die Wand gelegt oder befestigt werden.

Alles Holz was mehr wie 30 cm über dem Boden ist muss entfernt werden.

Die Säle (war vorher ein Saal) müssen entkoppelt werden, dass heißt die Decke muss getrennt werden und durch neue Mauer abgestützt werden.

Tonalagen sehr alt.

Ich habe gehöhrt es soll wie in einer Bahnhofshalle klingen oder aber wenn laut aufgdreht wurde hat man den Ton gut im anderen Saal gehöhrt.

 

Nach Schätzung sollten etwa 600.000,- € Koste auf dem Investor zukommen!

Der hat dann dankend abgelehnt!

 

Das sind meine Infos die ich bekommen haben!

 

600.000,- ist eine Untergangsurteil in einer Kleinstadt!

 

Höxter hat geschlossen, da der Besitzer sich lieber auf sein Cineplex in Warburg konzentrieren möchten.

Und zu noch 2 Digitalanlagen hatte er keine Lust!

 

Grüße

Rainer

 

Alles natürlich ohne Garantie, da ich nicht direkt mit den Personen gesprochen habe, sonder vüber Beziehungen davon erfahren habe!

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@ Mr. Cinema,

 

das Kino Holzminden ist und bleibt geschlossen!

Der Umbau sollte Anfang dieses Jahres stattfinden und im Febr, März dieses Jahres sollte es wieder eröffnet werden!

 

So weit ich weiß hat die K-motion den Pachtvertrag gekündigt.

Der Nachfolger hat die Segel gestrichen und der Investor ist abgesprungen.

Die Homepage besteht nun schon seit 8 Monaten.

Passieren tut nicht! Holzminden ohne Kino!!! So stand es auch schon im Täglichem Anzeiger von Holzminden!

 

Grüße

Rainer

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Erstaunlich im Grunde wie häufig abgesahnt, abgesahnt, abgesahnt wird, und irgendwann der Investitionsstau so derart groß ist, dass das wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll zu stemmen ist. Eigentlich hört man das doch von fast überall her, wie ja jetzt wohl auch wieder aus Holzminden^^

 

Da wird jahrzehnte nix gemacht und irgendwann kann man dann auch nix mehr machen außer abreißen^^

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@ Ulli TD, Glaub ich jetzt mal nicht, das Kinos in dieser Größenordnung absahnen! Und wie zu oft, überlegt sich jedes etwas kleinere Kino für sich, ob sich eine Digitalisierung wirklich lohnt! Verständlich,denn dafür muß mann ganz schön viele Karten verkaufen. UND man ist ja selber nicht mehr Chef im Haus sondern "Angestellter" der Verleihfirmen! :angry:

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Die Digitalisierung ist so natürlich ein auslösender Moment des ganzen, denn es kommt auf die Investitionen einfach noch oben drauf.... Tatsächlich aber bin ich der Überzeugung - und das kenne ich von meinem eigenen Haus, daß z.T. seit 40 Jahren NICHTS mehr an Investitionen geflossen ist, außer es läßt sich einfach nicht vermeiden (beispielsweise wenn der Sicherungskasten von vor 80 Jahren abraucht, da muß halt was neues her, oder wenn das Dach eingekracht ist etc etc)

Ansonsten hört man so oft, dass eigentlich eine Kernsanierung erforderlich wäre, was dann - und das stimmt sicher - sich dann nicht mehr lohnt, weil Kino keine Goldgrube mehr ist, wie zu beginn. Das mit dem Angestellter der Verleihfirmen gehört in einen anderen Thread;)

 

Wenn man ein Haus übernehmen könnte, OHNE erst einmal eine Kernsanierung vorzunehmen, wären viele kleinen Häuser sicher noch geöffnet und digitalisiert. Es reicht aber nicht mehr, NUR irgendwie auf irgendwas mit irgendwas spielen zu können und den Leuten Holzsitze anzubieten... Wie ich letztens mehrfach wieder mitbekommen habe, ist z.B. die Leinwand eine durchaus entscheidungswichtige Größe... Da sagte wer (damit hat er zwar unrecht, aber der Kern der Aussage zählt) er würde lieber in die nächst Stadt fahren, da er dort ein IMAX hätte und nicht nur so ne kleine Leinwand.... Oder aber ein paar Jugendliche diskutierten vor meiner Tür, ob sie nun hineinkommen wollten und da wurde als Argument auch die Leinwandgröße angegeben (von der Meterzahl hatten sie zwar auch keine Vorstellung, denn sie hatten eine Strecke von ca. 5 m "abgemessen" und behauptet, es wären 10, aber auch das is nur sekundär. Wichtig ist, dass eben solche Dinge wie Leinwandgröße und andere Faktoren wichtiger sind als der reine Film...

 

Und das können alte vergammelte Kästen - so nostalgisch das auch sein mag - einfach nicht bieten, weil zu DER Zeit, die Größe der Leinwand absolut irrelevant war. Entsprechend wurden die Räume gestaltet oder ausgesucht.

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Ulli TD nur mal als Randbemerkung. Dein Kino war auch ein Extrembeispiel, da der vorherige Betreiber nach mehreren Schlaganfällen (ich habe ihn selbst zuletzt 2004 gesehen und dein Kino damals auch ausführlich besichtigt)praktisch handlungsunfähig war und notdürftig die laufenden Geschäfte durch eine vom Gericht bestellte Betreuung durchgeführt wurde. Da waren sicherlich keine Investitionen möglich. Aber bemüht ein gutes Programm zusammenzustellen haben sie sich bis zum Schluss. Und bei der Übernahme in den 70/80er Jahren hat der damalige Betreiber durchaus viel investiert.

 

Bei vielen kleineren Kinos wird oft gerade die Pacht eingespielt und wenn man Glück hat, hat man nach Abzug aller Kosten noch soviel wie ein Hartz IV Empfänger zum Leben.

 

Wenn dann noch (wie in einem mir bekannten Fall) die Pacht massiv erhöht wird und die Digitalisierung ansteht, wie soll man das bewerkstelligen??

 

Das lässt sich immer alles sehr leicht pauschalisieren, aber man muss da sehr genau auf den Einzelfall schauen und abgesahnt haben vielleicht die großen Ketten, aber kleinere und mittlere Betreiber bestimmt nicht !!!!!

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Als so extrem empfinde ich meinen Standort gar nicht... ich denke, es gibt einfach sehr sehr viele solcher Standorte, die "verwahrlosen". Der Schlaganfall war dann letztlich der Startschuss vom "aus", aber in den vielen vielen Jahren davor wurde hier schlicht nichts unternommen außer "wildwuchs" was Farbgebung etc. angeht.

 

Im übrigen darf man meine Kritik schlicht nicht auf die Kinobetreiber (alleine) beziehen. Du schreibst was von Wuchermiete... Und da genau setze ich auch an mit meiner Kritik. Ich spreche nämlich nicht nur vom Betreiber, sondern auch von den Vermietern/Verpächtern. Sie kassieren nicht selten eine (hohe) Pacht und lassen das Gebäude aber an sich verkommen. Kommt dann ein "neuer" Betreiber, muß erstmal das Gebäude saniert werden... Mir geht es nicht allein um Wandbespannungen oder Teppich... Denn solche Investitionen lassen sich recht einfach finanzieren... Muss aber erstmal die gesamte Hauslelektrik, Notstromversorung, Fluchtwegebeleuchtung, Lüftung, Entrauchung etc... erneuert werden, sind wir schnell bei einer Komplett-Gebäude-Sanierung. Was dann zusammen mit der Digitalisierung nicht mehr zu stemmen ist....

 

Und wenn ich von den "Goldenen Zeiten" rede, dann ist das die Zeit, die VOR Fernsehen und Radio lag...

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  • 2 weeks later...

http://www.ndr.de/regional/hamburg/streits105.html

 

'Hamburger "Streit's"-Kino muss schließen

Das Hamburger "Streit's"-Kino muss endgültig schließen. Das Traditionskino am Jungfernstieg wird zum 31. März 2013 den Betrieb einstellen, wie der Betreiber Cinestar am Donnerstag mitteilte. Gespräche mit dem Vermieter über eine Weiterführung des Kinos seien gescheitert. "Wir sind sehr traurig darüber, dass der Vermieter den Vertrag nicht verlängert", sagte Cinestar-Geschäftsführer Oliver Fock. Man sei auf der Suche nach einem alternativen Standort.'

 

 

- Carsten

  • Like 1
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Das Hamburger "Streit's"-Kino muss endgültig schließen. Das Traditionskino am Jungfernstieg wird zum 31. März 2013 den Betrieb einstellen, wie der Betreiber Cinestar am Donnerstag mitteilte.

Hallo Carsten,

 

ob das Streit´s endgültig schließen wird, bleibt nach aktueller Sachlage abzuwarten. Lt. einer Presseerklärung der Hauseigentümer läuft der Pachtvertrag lediglich aus und soll von Seiten der Eigentümer NICHT verlängert werden. Als Grund werden zwingend notwendige und größere Renovierungsarbeiten genannt.

Nach Abschluss der Modernisierung sollen die Räumlichkeiten weiterhin als Kino genutzt werden.

 

Ich würde es sehr begrüßen, wenn das Streit´s als Kino weiter bestehen bleibt. Denn so viele Kinos hat die Hamburger Innenstadt nicht mehr zu bieten nach den Schließungen der Kinos: Grindel, Ufa-Palast, Savoy, Kino-Center, Neues Broadway (jetzt Ohnsorg Theater), Aladin, Oase und einige mehr...

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Ich würde es sehr begrüßen, wenn das Streit´s als Kino weiter bestehen bleibt. Denn so viele Kinos hat die Hamburger Innenstadt nicht mehr zu bieten nach den Schließungen der Kinos: Grindel, Ufa-Palast, Savoy, Kino-Center, Neues Broadway (jetzt Ohnsorg Theater), Aladin, Oase und einige mehr...

 

....sowie das City-Center, Barke und Barkerole, Thalia, Piccadilly, Bali, Arsenal.....

 

 

 

Doch nicht nur in Hamburg gibt es seit den Multiplexen Kino-Kahlschläge, denn in vielen

anderen Städten sieht es auch nicht anders aus.

 

Beispiel:

In Bremen gab es 1984 noch das Bali-Non-Stop-Kino, den Europa Filmpalast,

das Film-Studio mit dem Atelier im Filmstudio, Stern-Theater 1-7,

Ufa-Sögestraße 1 + 2, U.T. Kinocenter 1 - 8 und Tivoli, selbst im

Modernes Theater werden keine Filme mehr gezeigt. In Bremerhaven gab es

derzeit das Aladin-Filmtheater, Apollo 1 + 2, Atlantis-Filmtheater,

Bali-Non-Stop-Kino, das City und das Rex-Filmtheater.

 

Objektiv betrachtet ist es um jedes Filmtheater, das seine Pforten für immer schließt, traurig.

 

Aber die goldenen Kinozeiten, in denen jedes Jahr mehr als 800 Millionen Kinobesucher (1956 + 1957)

in die Kinos stürmten, sind lange vorbei. In den letzten 20 Jahren schwankte der Kinobesuch

zwischen 105,9 und 177,9 Mio. Innerhalb der letzten 20 Jahre waren auch erhebliche

Investitionen nötig, zu denen die Kinobetreiber quasi "gezwungen" wurden: Digitalisierung des Tons (Dolby Digital,

Dts und/oder SDDS), Umbau der Tonabtastung auf Rotlicht, zur Zeit die Umstellung auf digitale Projektion und 3D.

Und selbst bei den laufenden Kosten sind in den letzten 10 Jahren die Strom- und Heizkosten nahezu "explodiert".

 

Gruß

Maximum

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Beispiel:

In Bremen gab es 1984 noch das Bali-Non-Stop-Kino, den Europa Filmpalast,

das Film-Studio mit dem Atelier im Filmstudio, Stern-Theater 1-7,

Ufa-Sögestraße 1 + 2, U.T. Kinocenter 1 - 8 und Tivoli, selbst im

Modernes Theater werden keine Filme mehr gezeigt.

Nicht zu vergessen der UFA-Palast ( oder kam der erst später). Und das Gloria Vegesack mit eingebauter Disco und Kino auf dem ehem. Balkon. Und 1984 hatte das Regina gerade erst seine Pforten geschlossen.

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Nicht zu vergessen der UFA-Palast ( oder kam der erst später). Und das Gloria Vegesack mit eingebauter Disco und Kino auf dem ehem. Balkon. Und 1984 hatte das Regina gerade erst seine Pforten geschlossen.

 

Aus meinem vorherigen Eintrag ist leslich erkennbar, dass ich "1984" schrieb.

 

Zu dieser Zeit existierte der UFA-Palast in einem ehemaligen Disco-Keller noch nicht und das Regina

hatte im April 1983 seinen Spielbetrieb eingestellt. Über das Regina gibt es im Internet eine Homepage,

die vor einigen Jahren von mir unter Mithilfe einiger ehemaliger Filmvorführer und Theaterleiterassistenten

erstellt wurde. ---> worldwidewebpunkt reginafilmtheater punktde <---

 

Das Gloria in Bremen-Vegesack kenne ich nicht, wohl aber die Scala-Lichtspiele. Wann der Spielbetrieb dieses Filmtheaters

eingestellt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.

 

Gruß

Maximum

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Mich würde mal interessieren, ob man das in Hamburg oder Berlin genauso sieht wie bei mir in München, wo nicht die Digitalisierung das Hauptproblem ist, sondern die Mieten.

Klar, Kinos sind bis auf wenige Ausnahmen keine Goldgruben mehr ... und natürlich sind erforderliche Renovierungen und Investitionen ein Riesenproblem, aber ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, daß man einen Kinosaal mit miesen Sitzen, zu kleiner/schmaler Leinwand (selbst für 1.1,85), schwächlichem Ton, mieser Lüftung und reichlich Störgeräuschen von Außen erfolgreich betreiben kann. Das einzig Intakte war die FP 30, die im übrigen ein gewisser Chris aus diesem Forum prima in eine - ich sag mal Portable - umgebaut hat. (Portabel nach 2 Jahren Muskeltraining).

Wichtig und ausschlaggebend sind meiner Meinung nach Programm (in diesem Fall Arthouse OmU) und Lage (in diesem Fall Zentrum). Ich war immer wieder erstaunt, über was sich Gäste beschweren (Bier ist 20 cent teurer geworden) und was sie tolerieren bzw gar nicht bemerken, wie zB. Laufstreifen, hörbares Schalten der Einsteckeinheit oder Sauerstoffmangel. Was ich sagen will ist: Wenn sich ein Betreiber bemüht, kann man Atmosphäre auch mit wenig Mitteln erzeugen. Im Atlantis 2 war das so und Kinos wie das Werkstattkino oder die Museumslichtspiele oder früher die Lupe machen das genau so...

Aber wenn stinkreicher Sack noch reicher werden will und auf einen anderen stinkreichen Sack trifft, der ebenfalls unbedingt reicher werden will, dann steigt die Miete um 50% oder so und das Spiel ist aus. Aus diesem Grund gibt es in der Münchner Partymeile um die Sonnenstraße herum nur noch Clubs und Casinos. Und viel Arbeit für die Polizei.

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Yep. Das Konzept, das ZWEI Parteien von EINEM Unternehmen leben wollen, geht halt nur noch in bestimmten Bereichen. Wobei 'Leben wollen' ja nichtmal das Problem wäre.

 

Und Kinos brauchen nunmal prinzipbedingt große Flächen und relativ aufwendige Architektur. Da ziehen andere Marktbereich mittlerweile einfach dran vorbei. Allgemeine Ladenflächen lassen sich sehr viel einfacher mit anderen Produkten und Nutzungsarten ausstatten und 'renditesteigern' als ein Kino.

 

 

 

- Börni

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Renditeträchtige Kinos und umsatzschwache Kinos gab es nun zu allen Zeiten - und erbaut wurden sie alle in Erwartung sowohl einer Redite als auch als Ergänzung zum Angebotsmix. Z.B. Kaufhausbauten wurde schon seit den 1920er Jahren (wenn nicht früher schon) Kinopaläste beigeordnet, was sich bis in die Ära der Shopping Malls fortsetzte.

 

An den Boulevards galten schon immer Kinos + Theater + Restaurants als Garant für attraktive Stadtzentren. Dort, wo man das Prinzip plötzlich missachtete (Motto der Stadtplanungsbehörden und Investoren unisono: "Kino ist auf dem Rückgang seit DVD"), hat man, wie vorhersehbar war, bittere Konsequenzen ziehen müssen.

 

Eine Immobilie, die ihr Kino verliert, verliert immer auch den Bekannheitsgrad in der betreffenden Region. Das wissen einige Verpächter (siehe Fall "Goli") und kämpfen sogar um ihre Kinos, die von glücklosen Vorbetreibern in den Sand gesetzt wurden. Sodenn glaube ich nicht, daß das STREIT'S HAUS verschwindet, da es mehrere Interessenten gibt.

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Eine Immobilie, die ihr Kino verliert, verliert immer auch den Bekannheitsgrad in der betreffenden Region.(...) Sodenn glaube ich nicht, daß das STREIT'S HAUS verschwindet, da es mehrere Interessenten gibt.

Lt. Tagespresse wurde nicht nur der Pachtvertrag des Kinos nicht verlängert, sondern auch die Pachtverträge der übrigen ansässigen Ladengeschäfte. Inzwischen spekuliert die Hamburger Morgenpost, dass dort eine neue Einkaufspassage entsteht.

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Lt. Tagespresse wurde nicht nur der Pachtvertrag des Kinos nicht verlängert, sondern auch die Pachtverträge der übrigen ansässigen Ladengeschäfte. Inzwischen spekuliert die Hamburger Morgenpost, dass dort eine neue Einkaufspassage entsteht.

An dieser Ecke aber dürfte eine Einkaufspassage wirklich an Stadtverschandelung grenzen. Passt gar nicht! Das sollte selbst betriebsblinden Senatsbeamten ins Auge "stechen".

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http://www.welt.de/regionales/hamburg/article111189691/Streit-ums-Streit-s-verloren-Originalfassung-ade.html

 

In der Welt wurde zur Schließung des Streits H.J. Flebbe befragt:

 

"Wir waren bis zur letzten Minute im Gespräch mit dem Vermieter. Seit vier Jahren suche ich in Hamburg ein geeignetes Objekt für mein Premiumkino-Konzept, das in anderen Städten längst sehr erfolgreich angelaufen ist. Nur in Hamburg finde ich nichts." Das Streit’s wäre ideal gewesen, so Flebbe. "Der Vermieter hatte mir aber immer ganz klar erklärt, dass er ein Einzelhandels-Konzept im Kopf hatte. Alles gute Zureden hat nichts geholfen." Offenbar auch nicht vonseiten der Kulturbehörde, deren Sprecher Karl Olaf Petters sagte: "Die Kulturbehörde hat sich intensiv an Gesprächen zum Erhalt des Kinos beteiligt."

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An dieser Ecke aber dürfte eine Einkaufspassage wirklich an Stadtverschandelung grenzen. Passt gar nicht! Das sollte selbst betriebsblinden Senatsbeamten ins Auge "stechen".

Neben dem Streit´s nur wenige Schritte entfernt ist die Gerhofpassage, schräg gegnüber die Gänsemarktpassage, unweit hinter dem Streits die Passage Hanse-Viertel... und die große Europapassage ist auch in Sichtweite.

Ich frage mich vielmehr, ob Hamburg noch eine weitere eigene Passage an dieser Ecke benötigt.

 

Du hast es in einem anderen Beitrag sehr schön beschrieben, der Mix aus Kultur (Theater, Kino), Einzelhandel und Gastronomie (Bars, Restaurants und Cafés) muss stimmen, damit die Innenstadt durchgehend belebt bleibt. Gute Beispiele dafür in Hamburg sind die Reeperbahn, St. Georg und das Schanzenviertel, die praktisch rund um die Uhr belebt sind. Nach der Schließung des Ufa-Palastes am Gänsemarkt ist die Gegend dort in den Abendstunden kaum noch belebt. Wenn das Streit´s schließt, wird es in diesem Viertel noch "düsterer" werden...

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  • 3 weeks later...

Zum Glück hatte ich durch Zufall gestern Abend die Gelegenheit mir die OV-Sneak im Hamburger Streits anzusehen. Wie üblich ausverkauftes Haus und super Stimmung - In der Trailershow wird jedes Paramount Logo mit lauten "Schneekoppe" und jedes Columbia-Emblem mit "Ausziehen!" Rufen begleitet. So macht Kino wirklich Spaß. Eine Schande wenn dort der Betrieb aufgrund der Gier nach höheren Mieten eingestellt wird...

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