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3D-Fragethread


Manu_el
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Kleiner Nachtrag, bevor ich wieder vernichtende Kritik bekomme.

 

Selbstredend hat die digiale Ausspielung in den Lichtspielhäusern ihre Berechtigung. Der Betreiber muss verdienen und vor allem (!!) überleben.

 

Die Studios suchten seinerzeit nach neuen Möglichkeiten, auch um den Kostenfaktor senken zu koennen. Seinerzeit gab es  nur eine Chance nach vorn. Die hieß 3-D Ava...

 

Wäre das gefloppt, dann hätte das Studio wohl die Türen von aussen schliessen können.

 

Gut das die Kassen klingelten!

 

Alles hat es gefreut: Studios, 

Betreiber und Besucher -

 

Jahre danach...Eiszeit aufgrund der derzeitigen Lage.-

 

Jetzt muss nur noch eines kommen:

 

Ende der  "Eiszeit" und vor allem gute und kassenfüllende Titel, die die Besucher wieder in die Häuser ziehen.

 

Dieses Mittelmaß an Titeln tut nicht gut. Lieber weniger Titel, dafür aber auch wieder fürs KINO gemacht, als immer wieder Titel, die Mittelmaß darstellen und eigentlich nur für die Zweite oder Drittschiene produziert werden.

 

Die Studios tun sich auch keinen Gefallen, wenn die Ausspielfenster verkleinert werden. Das alles ist wie ein Hamsterrad. Es dreht sich immer schneller und keiner kommt mehr mit. Am Ende gibt es nur Verlierer: Studios, Betreiber und der Gast.

 

Dies stellt eine reine Meinungsäußerung dar: Meine Meinung und daher kann jeder andere Meinung haben.

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  • 2 weeks later...

Da wir gerade zum Kinojubiläum an einer Publikation arbeiten, ist uns ein Flyer in die Hände gefallen zu einem 3D-Filmfestival, dass in meinem Geburtsjahr wohl bei uns stattgefunden hat, haha. 

 

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(hoffe, man kan was erkennen, musste das jetzt am Handy aus der PDF kopieren) 

 

Das Programm haut mich aus heutiger Sicht total um. Von Starchaser gibt es noch gar keine digitale 3D-Fassung (vermutlich wird es die auch nie geben), Frankenstein wurde gerade erst 2021 restauriert und ich dachte eigentlich, den hätte seit seinem Erscheinen niemand mehr in 3D gesehen. Und The Bubble / Fantastic Invasion of the Planet Earth wurde zwar liebevoll vom 3D Film Archive restauriert, aber ich hätte gedacht, dass der verhältnismäßig obskur ist  und ganz sicher nicht hier gezeigt wurde 😅

 

Leider müssten wir erst einmal recherchieren, wer denn damals für die Veranstaltung verantwortlich war, um herauszufinden, wie das alles organisiert und technisch gelöst wurde (vielleicht hat hauptsächlich das Museum sich um die Technik gekümmert?).  

 

Habt ihr da irgendwelche Vermutungen? 

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Dial M for Murder, House of Wax und It came from outer space siond 2 Streifen 3D Titel, von Dial M kann es eine over/ under Sirioscope/ Iscovision Kopierung geben, die dann aber mit einem Anamorphot davor zu spielen ist, Normalbild, und Vorsatz 90° gedreht.

Star Chaser, Frankenstein und Amityville sind over under Filme im Sirioscope/ Iscovision Verfahren gewesen.

Die over/ under benötigen nur einen aktiven Projektor, obwohl auch hier eine Überblendung angeraten ist, um die Polaroidfilter nicht zu verbrennen, die Belastung ist schon recht hoch.

Der Aufwand mit den 2 Streifen Titeln, 4 Projektoren, oder halt 1800 m Spule mit Pause, ist schon erheblich, und war definitiv eine Herausforderung.

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Cinema Quadrat hatte im Collinicenter noch zwei FP20 stehen, und Ernst war sicher in der Lage, das auch so vorzuführen. Jetzt habe sie noch eine FP20 mit 3 Flügelblende, FRU usw.. Gibt ab und an noch 35mm, das Digitale erledigt ein R515.

Jens

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Leider gibt es dank Corona aktuell keine wirklichen Zusammenkünfte aller CQ-Menschen mehr, weshalb es schwierig ist, mal einfach so in der Runde zu fragen, wer Ahnung haben könnte und Ernst sehe ich deshalb auch nur ab und zu mal zufällig im Kino. Aber wenn er die richtige Adresse ist und am ehesten Bescheid weiß, kann ich ihm auch mal eine E-Mail schreiben. 

 

Verstehe ich das richtig, dass wir in den alten Räumlichkeiten tatsächlich zwei Projektoren hatten?? Hätte ich niemals gedacht, so eng wie die Kabine früher war 😅 (aber ich habe auch keine Ahnung von der Sache und war dort nur einmal drin, bevor wir umgezogen sind... ) Aber dann ist die Idee auch wieder gestorben, mit der identischen Technik wie damals einen 3D Film analog zu zeigen....

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Ja, im alten BW standen 2 35er Maschinen und der Sony R515. War schon eng da drin. Habe ich alles umgezogen ins neue Quadrat. Dort steht jetzt die eine 35mm im Saaleingang, die andere ist in Betrieb, wenn nötig.

Jens

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  • 2 weeks later...

Für so ein Projekt könnte ich auch etwas beitragen, ich besitze noch eine super erhaltene 3D Technicolor Kopie von " Das Kabinett des Professor Bondi", allerdings nur eine Hälfte ( 5 Akte ), die andere Hälfte existiert auch noch, die müsste man nur finden, ich hätte kein monetäres Interesse und würde gerne nur dabei sein bei der "WiederAufführung".

 

Geuß

Wolfgang

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  • 5 months later...

Um nach einigen Monaten mal ein kleines Update zu geben: Wir hatten im Mai unsere erste Halbjahressitzung seit 2019, wo ich das 3D-Festival als Projekt vorgestellt habe und es schließlich ohne großen Diskussionsbedarf tatsächlich auch durch die Abstimmung kam und angenommen wurde. Mittlerweile haben wir auch einen Termin für die Veranstaltung gefunden: 24.-26. Februar 2023.

 

Jetzt geht es erst einmal darum, Filme konkret auszuwählen und zu schauen, was wir in Bezug auf Rechte und Kopien denn auch zeigen können. Auch muss noch entschieden werden, wie viele Filme wir an den 2-3 Tagen zeigen wollen. Ich will einerseits genug Pausen zwischen den Vorführungen haben, damit niemand mit starken Kopfschmerzen rechnen muss, andererseits weiß ich nicht, wie viele Leute an allen drei Tagen kommen würden und ob die Menschen eher Lust auf Einzelfilme oder auf die Marathonerfahrung haben (das alles soll ja auch ein geschichtlicher, also wäre es im Sinne der Veranstaltung, wenn die Leute Filme aus mehreren Jahrzehnten mitnehmen). 

 

Als Rahmenprogramm soll es einerseits Einführungen zu den einzelnen Filmen geben, aber auch eine kleine Ausstellung bei uns im Kinofoyer, wo ich neben Infotafeln zur Entwicklung der 3D-Technik gerne einerseits Werbematerialien etc. präsentieren würde (Poster, Aushangfotos, zeitgenössische Pressetexte, auch sowas wie die Polbrille von Jaws 3D...), andererseits aber auch Stereobilder "zum Anfassen", also in Form von Viewmaster-Scheiben, anaglyphen Bildern, 3D-Fotografie wie der von Brian May... sodass unsere Kinobesucher auch über das Wochenende hinaus etwas zum Schauen haben 🙂

 

Wenn ihr also irgendwelche Literaturtipps zur Geschichte des Raumfilms für mich habt oder bei euch im Keller etwas herumgammelt, was für die Ausstellung interessant wäre, würde ich mich über eure Nachrichten freuen! 

 

Was die analoge Technik betrifft: Mir wurde jetzt gesagt, dass das 3D-Festival 1993 bei uns hauptsächlich dank Stefan Drößler stattfinden konnte, der damals schon mit seinen Kopien und Optiken auf Kinotour gegangen ist. Daran, dass beide Projektoren im Einsatz war, wurde sich nicht erinnert, von daher nehme ich an, dass die meisten Filme tatsächlich im Einbandverfahren mit entsprechendem Objektiv gezeigt wurden. Das müsste dann ja auch heute noch mit dem übrig gebliebenen FP20 möglich sein? Aber ich habe mit dem Traum, irgendetwas analog zu zeigen, schon abgeschlossen 😂 Ich bange schon genug darum, dass das mit den digitalen Restaurationen klappt. 

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vor 1 Stunde schrieb Manu_el:

Was die analoge Technik betrifft: Mir wurde jetzt gesagt, dass das 3D-Festival 1993 bei uns hauptsächlich dank Stefan Drößler stattfinden konnte, der damals schon mit seinen Kopien und Optiken auf Kinotour gegangen ist. Daran, dass beide Projektoren im Einsatz war, wurde sich nicht erinnert, von daher nehme ich an, dass die meisten Filme tatsächlich im Einbandverfahren mit entsprechendem Objektiv gezeigt wurden. Das müsste dann ja auch heute noch mit dem übrig gebliebenen FP20 möglich sein? Aber ich habe mit dem Traum, irgendetwas analog zu zeigen, schon abgeschlossen 😂 Ich bange schon genug darum, dass das mit den digitalen Restaurationen klappt. 

 

Das, was Stefan Drößler digitalisiert dabei hat, ist schon ziemlich beeindruckend - auch wenn ich tatsächlich auch sehr gern mal eine "authentische" anloge 3D-Vorführung erleben würde.

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  • 6 months later...

Für die 2 einstreifigen Raumbildfilme ist dieses die letzte Variante eines Raumbildobjektives, welches produziert wurde. Prinzipiell die alte Jscovision, gekoppelt mit W 0,62x - 0,70 xDürfte für die üblichen Multiplexe mit 70 bis 75 mm Scope Brennweite reichen. Weitwinkelvorsatz. Die G (General) Version hat eine Grundbrennweite von 60 mm, mit dem Vorsatz ergibt sich dann ca 37 bis 42 mm. 

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Die Trennfilter sitzen hinten, zum Licht, sehr klein. Es gibt 2 Filterversionen circuläre Polarisation, die aber nicht mit den üblichen Real D Kinobrillen funktioniert. Sowie ein Farb Kammfilterverfahren von Panavision, welches um etliches lichtdurchlässiger ist, als Dolby- Infitec. Auch hier, die Brillen werden die Achillesfese sein, sehr teuer.

Einfachste, aber lichtinffeziente Lösung, Filterrad Dolby 3D aus veraltetem Digitalprojektor retten, zersägen und in die Filterhalter einpassen. Die Brillen gibt es ja noch in genügender Anzah, teils zum Mitnehmen wenn man net fragt. Oder Kleines Geld. Dolby 3D ist tot.

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Und dann noch die Variante für Dial M for Murder in Neukopie, die anamorphotisch in der Breite gestreckt aufbelichtet wurde, um dann mit 90° gedrehtem Anamorphotvorsatz in der Höhe verdoppelt zu werden, ein Normalbild zu zeigen.

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Für Filmwiedergabe dürfte dieses Schneider System das beste sein, so man Kopien hat.

  • Thanks 1
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Das ist doch mal ein guter Kinoanlaß, ein lobenswertes Projekt. Ich wünsche euch viel Erfolg, Manu_el.

 

Ich denke, die Internetseiten mit entsprechenden Informationen habt Ihr schon alle abgegrast, und unersetzliche 3-D Schätze aus Opas Karriere in Hollywood habe ich leider keine.

 

Zwei Ideen möchte ich Dir aber noch präsentieren, die euch vielleicht weiterhelfen:

 

Du sprachst von einer kleinen 3-D Ausstellung in der Vorhalle, da könntet ihr auch einige 3-D Comics ausstellen, vielleicht farbkopiert, und hinter Glas aufgespannt. Solche Comics gehören sicher zu den verbreitesten und günstigsten 3-D Artikeln. Außerdem gehören viele dieser Titel ebenfalls zum phantastischen Genre, was zum Amazonasungeheuer ja gut passen würde. Ihr könntet bei Comic-Versandhändlern nach entsprechenden Titeln anfragen.

 

Eine weitere Spielart für's Publikum wäre die Aufforderung, es auch mal ohne Brille zu versuchen. Das geht so:

 

Stellt einen hochauflösenden Computermonitor mit möglichst kleinen Pixeln (evtl. kleiner Tablet Computer) in der Vorhalle auf. Sucht euch im Internet einige 3-D Videos außerhalb Hollywood's zusammen, die das Gesamtbild in zwei seitlich angeordneten Teilbildern für links und rechts zeigen . Es gibt experimentelle computeranimierte Titel (Fallschirmsprung, Achterbahn, Dinosaurier...), oder auch Urlaubsvideos. Einiges findet man problemlos bei Youtube, nur die damit zusammenhängende Situation der Urheber- und Aufführrechte ist mir nicht bekannt. Evtl. hilft es, wenn der Ausstellungsbereich auch ohne Kinokarte genutzt werden kann.

 

Zeigt die 3-D Videos in einer Größe, bei der die Mittelpunkte der beiden Teilbilder etwa 10 Zentimeter voneinander entfernt sind. Fordert eure Besucher auf, die Nase mittig zwischen die Teilbilder zu platzieren, die Fokusierung der Pupille wegzunehmen, und stattdessen mit den Augen in die (nicht vorhandene) Ferne zu blicken. Dann langsam den Kopf nach vorne oder hinten bewegen, bis die Doppelkonturen der beiden Teilbilder genau übereinanderliegen.

 

Das wird für viel Stöhnen und Lachen und Erfolgserlebnisse führen, denn nicht alle Menschen schaffen es, dementsprechend bewußt die Fokusierung ihrer Pupillen aufzugeben. Wer es aber schafft, erkennt ein klar dreidimensionales Bild, sieht alle Details, die die Größe zulässt, und braucht weder 3-D Brille, noch speziellen Monitor, noch spezielle Leinwand, noch Holographie.

Edited by Lichtspieler (see edit history)
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