albertk
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Ich war einige Tage im hohen Norden und besuchte auch das SAVOY in Hamburg. Die markante Front sah mal besser aus, da fehlt etwas. Das Foyer wirkt leider auch verbesserungsbedürftig. Immerhin Platz für Kasse, Café und Galerie. Der Kinosaal hat mich sehr beeindruckt. Die Proportionen wirken wie extra für eine breite Leinwand konzipiert. Kegelförmig, Boden, Wände, Decke, alles läuft auf die große Leinwand hin. Solche Bauten sind rar. Daher umso erhaltenswerter. Kein Umbau eines bestehenden Kinos mit veralteten Einrichtungen vom Theater wie Bühne oder Rang. Stattdessen tiefliegende Leinwand mit Parkett-Theater. Man sinkt in den Sitz und ist von der gewölbten Bildwand umgeben. Die vorderen Reihen steigen leicht an, im hinteren Drittel hat jede Sitzreihe Stufen. Aber nicht so steil wie in Multiplexen. Die Bestuhlung wirkte farblich ok. Der Sitzreihenabstand wurde halbiert, so daß man genügend Beinfreiheit hat. Der Projektionsraum über dem hinteren Drittel wirkt etwas weit vorgezogen. Hatte man dadurch nicht zuviel Steilprojektion Probleme? Die 20m-breite Leinwand wirkt niedriger als manche Zahlenangaben, vielleicht 7m? Liegt's an der schwarzen Decke? Wahrscheinlich wäre sie bei 70mm höher gewesen, ich sah nur einen Scope-Film. Die Durchbiegung sieht auch nicht mehr nach 120° aus, vielleicht 90° oder darunter. Das ist natürlich auch praktikabler für ein Programmkino, das häufig verschiedene Formaten zeigt, wo Scope eher die Ausnahme ist. Ich sah einen nicht weiter erwähnenswerten Film, nach allen Anzeichen nur in Super-35. Eigentlich ein interessanter Stoff über eine Beratungsstelle zum Thema Verhütung. An vielen Stellen spannend. Aber zu dialoglastig und visuell erschlagend, weil ohne handwerkliche Qualität und optisch konzeptionslos. Keinerlei interessante Bildkompositionen, ein Großteil in der Unschärfe. Bei zahllosen Dialogen saßen sich zwei Gesprächspartner der Beratungstelle einander gegenüber. Immer wackelte die Kamera um 180° zu dem jeweiligen Sprecher. Kurz: Schwerer Seegang ohne Windjammer! Aber selbst das sah auf dieser großen Leinwand irgendwie interessant aus. Wie toll muß hier Todd-AO ausgesehen haben! Umso erfreulicher, daß das Kino für die nächsten zwei Jahre gerettet ist!
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Laut Online-Katalog gibts 3 Miss-Marple-Filme: Der Wachsblumentrauß Mörder Ahoi Vier Frauen und ein Mord d.h. "16.50 ab Paddington" fehlt Nebenbei: Margaret Rutherford füllt durchaus eine Leinwand! http://www.neuevisionen.de/
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Der Illusionist - Verleih in Deutschland?
albertk antwortete auf albertk's Thema in Allgemeines Board
Danke für die Tipps! Immerhin ein Verleih in Österreich: http://verleih.polyfilm.at/ Presseheft und Fotos wirken vielsprechend, aber auch der Trailer hier: Warum ist er gefloppt? Hat ihn jemand hier gesehen? Scheint geeignet für Kinder- wie Art-House-Programm. -
Danke für den Artikel aus dem Film-Echo! Die schwarz-weiß-Fotos wirken wenig anmutend. Die Leinwandmaße sprechen teilweise für sich, besser gegen einige Kinos. Dort gab es also nicht nur eine Zellteilung, sondern es wurden andere Räume genutzt, bzw. auch neues drangebaut. Ich kenne den Bau nur von außen, als es noch ein Kino war. Das Foyer sah Anfang der 70er zumindest beeindruckend, einladend und geräumig aus. Heinz Riech rühmt sich in dem Artikel, daß er als einziger seit 1959 ein Kino mit 500 Plätzen gebaut hätte. Superlative lassen sich immer leicht behaupten. Aber nach 1959 wurden sogar noch Großkinos gebaut, u.a. auch für 70mm. Z.B. das Hamburger GRINDEL, 1962 CITY in Karlsruhe (mit Cinemiracle), 1965 der ROYAL-PALAST in West-Berlin mit der damals weltweit größten Leinwand. Natürlich mußten in den 60er Jahren die Kinos durch das Fernsehen immer häufiger schließen. In der Stadt meiner Kindheit Offenbach am Main wurden sogar noch nach 1970 noch mehrere Kinos zu einem existierenden dazu gebaut, u.a. das GLORIA mit mehr als 600 Plätzen (steht übrigens heute leer und ist vermietbar). Zellteilung gab es aber auch schon vor dem Hamburger UFA-PALAST. So wurden schon in den 60er Jahren in Frankfurt im TURM-PALAST (1200 Plätze) und vorher im FILM-PALAST (1500 Plätze) die Ränge für separate Kinos abgetrennt. Ich dachte immer, dieses Prinzip hätte es in Berlin längst vor dem Hamburger UFA-PALAST gegeben. Krasse Beispiele dieser Art schildert Rolf Giesen in "Kino wie es keiner mag". Kleine Kinos sind okay, wenn die Proportionen stimmen. Das bieten Multiplexe wenigstens öfter. Doch wo Scope kleiner gezeigt wird als Normalformat, wo der Raum 3m Höhe unterschreitet oder eher für eine Kegelbahn taugt, stimmt nichts. Da geht mal einmal hin und nie wieder. Meine Oma, Jahrgang 1902, nannte solche Kinos "Flohkisten". Die gab's zwar schon immer, angefangen mit Ladenkinos nach 1900, aber dort ist der Kinogenuß eher gering.
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"In den fünfziger Jahren war es noch gar nicht möglich, mit beweglichen Kameras in natürlicher Landschaft zu drehen." Was sind denn das für Erkenntnisse? Hat der auch 11 Biere intus? Zahllose italienische Filme der 50er, sprich Neorealismus, sind häufig on location gedreht - oft auch im Freien. BEN-HUR entstand auch in Cinecittà. Allerdings muß ich einräumen, daß man bei 70mm damals mehr Licht brauchte.
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Noch ein Nachtrag. Ben Hur gab's nach dem Bucherfolg 1899 auch am Broadway auf der Bühne; lief erfolgreich. Hier ein Programm einer Aufführung von 1902 im Theatre Royal Drury Lane in London: http://www.arthurlloyd.co.uk/DruryLane/Prog3.htm Nebenbei: liebevolle ausführliche Webseite zur Geschichte britischer Theater, Music-Halls und oft auch Kinos. Und für die Freunde des Gesangs: "Judah Ben Hur the Musical", 2002 in Singapur uraufgeführt:
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Kurze Vorbesprechung in der FAZ: http://www.faz.net/artikel/C30280/fernsehvorschau-ben-hur-die-rueckkehr-der-sandalenmaenner-30435893.html Für viele neue Filme gilt leider fast immer folgender Satz aus der obenengenannten Kritik: "Was aber offenbar niemand erkannt hat, ist, dass der penetrante Einsatz von Musik nicht dazu beiträgt, aus belanglosen Szenen bewegende Filmmomente zu machen." Wenn ein Film spannend, originell und visuell stark ist, gibt es keine belanglosen Szenen. Da muß nichts mit Musik zugekleistert werden. Bei Wylers BEN HUR von 1959 fielen mir auch die 3 1/2 Stunden Film nie unangenehm auf. Schade, daß er nie restauriert wurde und nur in starkrotstichigen oder beschnittenen Filmkopien erhalten ist. Apropos: Andere Versionen von BEN HUR: Sidney Olcotts BEN HUR von 1907 ist in public domain: http://www.archive.org/details/SidneyOlcottsBen-hur1905 Leider sehr schlechte Kopie, auch frühe Stummfilme müssen nicht so aussehen. Version von 1925 BEN-HUR - A TALE OF THE CHRIST von Fred Niblo gibt's auf DVDs des Wyler-Films. Selten projiziert zu sehen, meist nur als Special Event mit Live Orchester. Vor Jahren auch in Frankfurt in der Alten Oper mit Carl Davis auf großer Leinwand mit Farbsequenzen, teils Virage, teils 2-Farben-Technicolor, das mich damals erstaunte. Das Wagenrennen ist für 1925 beeindruckend, sogar noch auf YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=JdWEpQiYgZo Der Animationsfilm von 2003 ist komplett auf YouTube - zumindest in Portugiesisch. Kein Link, man sollte Kinder nicht mißhandeln. Eine zirzensische Inszenierung von 2009, genannt BEN HUR LIVE, scheint mittlerweile insolvent zu sein. Da hat sich wohl vom Circus Maximus in Rom mehr gehalten. Wann kommt der nächste Aufguß?
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DIE NORDSEE VON OBEN hätte ich gern gesehen. Die Trailer wirken interessant. Das wäre ein Dokumentarfilm, der Besucher anziehen könnte. Sonst ist das ein Genre, von dem viele durch mäßige Dauerberieselungs-Filmchen im Fernsehen übersättigt sind. Hiesige Reihen zu Dokumentarfilmen waren oft schlecht besucht. Da kamen selbst bei kleinen Meisterwerken nur die paar üblichen Dauerbesucher und die Filmemacher selbst. Läuft leider in Frankfurt noch nicht, nur in Friedrichsdorf/Taunus. Gibt's diesen Film nur Digital?
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Die Beschwerde ist grandios: Im Kino war's zu dunkel! Totale Unverschämtheit, in Kino einfach Lampen auszuschalten. Ohne Handy ist man da doch aufgeschmissen. Muß man demnächst eigene Fackeln oder Laternen mitbringen? Womöglich lief sogar schon der Film. Da fangen die einfach an, ohne auf die Gnädigste zu warten? Und damit nicht genug, sie schreibt grundsätzlich in allen Kinos in Austin/Texas SMS. Das kann man doch wohl verlangen, schließlich lebt sie in den USA! Meinungsfreiheit gibt's natürlich nur dort. Und Meinungsfreiheit heißt grundsätzlich Handys benutzen, egal wo. Geheimtipp: Sie muß nicht ins ALAMO DRAFTHOUSE gehen. In Austin gibt's auch 'ne Oper! So Zeitgenossen gibt's leider hier auch haufenweise. Gehen ins Kino, und glotzen den ganzen Film über auf grell leuchtende Handy-Displays - manchmal sogar mit Partner/in. Gar nicht zu reden, von Durchquatschern, die denken, sie wären beim Fußball. Das erinnert mich an einen Bekannten, der immer laut fragt, wenn Leute im Kino zuviel quatschen: "Stört Sie der Film?"
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Auf der Berlinale 2010 lief ein britisch-französischer Animationsfilm mit dem Titel THE ILLUSIONIST/L'ILLUSIONISTE. Grundlage war ein Drehbuchentwurf aus den 50er Jahren von Jacques Tati; das Projekt wurde damals aber nicht realisiert. Hat dieser Film keinen deutschen Verleih, ist er gefloppt oder lief er überhaupt irgendwo außer in Berlin und Edinburgh? Hier ist der Link zur Berlinale mit Credits: http://www.berlinale.de/external/de/filmarchiv/doku_pdf/20100073.pdf
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Welche Filme hatten 1975 das Format 1:1,77? Das zitierte Interview strotzt vor Eigenartigkeiten. Mal war dem Meister ein Format total wichtig, dann wieder nicht... Außerdem kann man wieder 70mm und Technirama wieder nicht auseinanderhalten, siehe SPARTACUS. Eins steht fest, anhand von Filmkopien kann man Formate herauskriegen, aber nicht immer durch DVDs oder Bluerays.
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CineStar eVent Cinema in Berlin eroeffnet
albertk antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Das ist sicherlich die beste Technik, IMAX mit 3-D zu kombinieren - und zwar bei Spielfilmen. Das hatten viele IMAX-Kinos leider nicht. Ich sah einmal in Amsterdam IMAX-DNR (Charlie and the Chocolate Factory), das sah auch dort ausgezeichnet aus, obwohl in Super-35 gedreht. -
Gerüche können irritieren. Ich erinnere mich mit Grauen an ein teures Kino in London mit penetrantem Popcorn-Geruch. Da während des Films weder Türen noch Tür-Vorhänge zugezogen waren, kam man sich wie auf einem Rummelplatz vor. So etwas erlebte ich in England öfter. Als Kind sah ich "Die Bruchschiffer" im Offenbacher "Palast". Ein anderes Kind hatte Pommes Frittes dabei. Prompt kam die Platzanweiserin und versprühte Waldspray. Daraufhin roch es nach Pommes im Wald, was den mäßigen Film nicht besser machte. Einmal hatte ich einen guten Parkettplatz in der Oper, da saß ein älterer Herr im feinen Anzug neben mir, der vorher kräftig Jägermeister getrunken hatte. Das Stück Lulu, das ich vorher mit Begeisterung gelesen hatte, war plötzlich mit einer Schnapsfahne eingenebelt! Getoppt wird das ganze noch durch schmatzende Zeitgenossen in Multiplexen mit Nachos, Taccos oder Putzeimergroßen Popcornpackungen, die ganze Filme durchmampften. Kinos müssen leben, daher ist Getränke- und Süßwarenverkauf nötig. Aber bitte ohne nervige Geruchs- oder Lärmquellen; z.B. Eis und Eiskonfekt. Was auch nicht geht, ist Geklapper mit Flaschen, die wenig vorsichtigen Bier saufenden Zeitgenossen garantiert immer umfallen müssen. Entweder gibt es Flaschenhalter, oder keine Getränke. Im Kino sind meine Sinne voll gefordert, was Hören und Sehen angeht, riechen will ich da eigentlich gar nichts - außer einer verführerischen Nachbarin.
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CineStar eVent Cinema in Berlin eroeffnet
albertk antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
IMAX war bisher das Filmformat mit der größten Bildfläche. Leider krankte das System an zahllosen Mängeln, die man hätte vermeiden können. Angefangen mit dem Bildformat, das nicht breit war, sondern 1:1,4. Das führte zu überhohen Bildwänden in extrem steilen Arena-artigen Spezialkinos, die aber häufig so unvorteilhaft gebaut waren, daß sogar die Köpfe von Kindern vor einen ins Bild ragten. Als gäbe es keine Formeln für den Bau von Kinos, Theater und deren Sitzreihenerhöhung! Fehlende Vorhänge, rasches Durchschleusen und Supermarktatmosphäre taten das Übrige. Ich kenne eine Reihe von Leuten, die nur gelegentlich ins Kino gehen. Alle waren hochinteressiert, was IMAX sei, gingen einmal und nie wieder hin. Das lag vor allem an den unerträglichen Dokumentarfilmen, die daherkamen wie Kulturfilme der 50er Jahre. Immer viel Off-Kommentar und säuselnder Musik versehen, daß man sofort einschlief. Was geboten, war optisch noch jenseits der 20er Jahre - weit unter einer x-beliebigen Fernsehdokumentation. Ein Großteil der Filme wandte sich an Kinder - in einer beleidigenden Art und Weise, d.h. ohne jeden intelligenten Anspruch. Bei Cinerama sind die Travelogues (Reise-Dokumentar-Filme) auch keine Meisterleistung gewesen. Da war es nur selbstverständlich und konsequent Spielfilme und einen Werbefilm zu drehen: HOW THE WEST WAS WON, THE WONDERFUL WORLD OF THE BROTHERS GRIMM und RENAULT DAUPHIN. Die kann man immer noch ansehen, die Travelogues ermüden schnell. Bei IMAX wäre dasselbe nötig gewesen, leider bot das relativ teure Verfahren keine Möglichkeit für viel Spielfilme oder kühne Experimente besserer Filmemacher. -
http://www.taz.de/digitaz/.tom/tomdestages?day=2011/05/22
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Danke für das Video! Hatte letztes Jahr fürs Putzen gespendet und dachte gerade neulich wieder an die Kaskade und was wohl aus ihr geworden ist nach den Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück. Folgt man dem Video auf youtube, ist sogar das Café davor zur Zeit geschlossen. Eigentlich eine wunderbare Lage, für Cafés wie auch Kinos an dem zentralen Königsplatz. Wäre eigentlich auch eine ideale Spielstätte für Kinderkino + Arthouse + Kleinkunstbühne. Hinzu kommt, daß es in der Kasseler Innenstadt auch immer weniger Kinos gibt! Hat der Besitzer eigentlich kein Interesse daran, daß der Kinosaal genutzt und gemietet wird? Am 11. September ist Tag des offenen Denkmals, wie wäre es mit einer Öffnung, bzw. Führung?
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Um 1970 lief in Frankfurt am Main im MGM-Theater "BEN HUR": Eintrittskarten zu 5, 7 und 9 DM. Das kam mir als Kind sehr teuer vor, war aber auch 70mm, 6-Kanal-Stereo, Dreieinhalb-Stunden-Film, Luxus-Kino mit bequemerer Bestuhlung und Klimaanlage. In der Nachbarstadt Offenbach dagegen gab es Eintrittspreise für Filme ohne Überlänge schon ab 2,50 DM in den vordersten Reihen. Meistens gab es, je nach Kinogröße, Länge und Balkon 4-6 Platzgruppen, jede 50 Pfennig teurer - bis zu maximal 5 DM. Die Frankfurter Eintrittspreise waren damals bei anderen Kinos schon ab 3 DM oder 3,50 veranschlagt. In späteren Jahren wichen übrigens die Eintrittspreise im MGM-Theater nicht mehr so sehr von denen der anderen Kinos ab, man spielte aber auch immer weniger 70mm.
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Neue Visionen, neue Produktpolitik! Wenns beim Kaffeegeschäft Handys gibt, warum nicht auch Damenschuhe im Kino? Damit könnte man Besucherinnen locken: 1x Frauen-Blockbuster-Komödie + 1 paar Damenschuhe + 1 Glas Prosecco mit Popcorn.
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Kein Grund zum Feiern! Einst war der Kurfürstendamm eine Kinomeile, aber dort fand ein grenzenloser Kahlschlag an Kinos statt. Denkmalschutz ist nicht existent, oder bezieht sich höchstens auf Fronten. Flanieren wir die Straße mal auf & ab: Kurfürstendamm 12: GLORIA-PALAST. 1953 erbaut von den Architekten Fehr & Jäckel. Einst Uraufführungstheater, Berlinale-Spielstätte im geschwungenen 50er-Jahre-Stil. Hier gab es einen großen 900-Plätze-Saal mit kleinem Rang & Verbeugungspodest statt einer Bühne. Mußte um 1987 wegen eines Bekleidungsgeschäfts unbedingt umgebaut werden, also zerstört, Neubau, um 180° gedreht & 1998 geschlossen. Im gleichen Haus befand sich das Studiokino Gloriette. Wer von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche kann die Front nicht übersehen. Eine markante 50er-Jahre-Front mit dem Logo GLORIA-PALAST, erhalten ist auch das Äußere einer 50er-Jahre-Kasse & ein rundes Treppenhaus im Stil der 50er. Mit all dem ziert sich jetzt ein Bekleidungsgeschäft. (Markennamen überflüssig!) Bildbeispiele findet man im "Berliner Kinokompendium": http://www.kinokompendium.de/gloria.htm Kurfürstendamm 25: BIO-FILMTHEATER. 1910(!)-1979. Zu beachten ist das frühe Entstehungsdatum vieler Kinobauten auf dieser Kinomeile! Erste 3-D-Vorführungen nach dem Krieg. Zerstört. Kurfürstendamm 26: FILMBÜHNE WIEN. 1912/1913 erbaut als UNION-PALAST im späten Jugendstil. Einst Wilhelminischer Vergnügungspalast, unten zweistöckiges "Konzertcafé", Schauplatz einiger Romane, oben Premierenkino mit ~900 Plätzen & 2 Rängen. Hier wurde das "Wachsfigurenkabinett" von Paul Leni uraufgeführt. "Das Kino besaß Berlins erste CinemaScope-Leinwand & gehörte zeitweise zu den Spielorten der Berlinale." (Wikipedia). Krasse Unterteilung in 8 Säle ab 1972 unter Heinz Riech. Man lese dazu "Kino wie es keiner mag" von Rolf Giesen oder auch im Kinokompendium. War mal als Spielstätte für die Schaubühne angedacht, siehe UNIVERSUM. Anfang der 80er besuchte ich das große Kino 1: Entdeckte einige wenige Jugendstilspuren im Treppenhaus, im Foyer & im großen Saal, damals noch mit Rang. Im Kinokompendium finden sich herrliche, aber grauenerregende Beispiele für die jeweiligen Zustände des Hauses. Stand ab 2000 leer, dann völlige Entkernung & Zerstörung des Inneren, Ausweichquartier eines Kaufhauses, 2007 zwei Jahre Dali-Ausstellung & danach wieder leerstehend u.a. wegen Baumängeln. "2011 plant das amerikanische Computerunternehmen Apple die Eröffnung eines großen Showrroms in dem Haus." http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/lexikon/filmbuehne_wien.html Eine Postkarte des Haus Wien findet man im Internet bei "Carthalia", vgl. auch Ansichten bei "Alle Kinos". Kurfürstendamm 64-65: HOLLYWOOD. 1954-1983. Schlichte moderne Hochhausfront, von außen eher unspektakulär wirkend. Kurfürstendamm 68: ALHAMBRA. 1921-1952. 1948 Umbau des ehemaligen Foyers zum Kino "Bonbonniere", 1953 abgerissen. Danach Hotel. Hier wurde 1922 der erste Lichttonfilm vorgeführt. Plakette erinnert daran. "Der Kinosaal der Bonbonniere wurde zunächst als dessen Tanzbar, später als Frühstückssaal des neuen Hotels Kurfürstendamm genutzt." (Wikipedia) Die nächsten Bauten liste ich nur auf, da ich sie nicht kenne (näheres bei Sylvaine Hensel nachzulesen): Kurfürstendamm 71: STUDIO (1926-1990) Kurfürstendamm 140: SABA (1950-1967) Eröffnet als "GNOM-LICHTSPIELE" (Ich erwähne hier übrigens nur Bauten, die nach dem 2. Weltkrieg existierten!) Kurfürstendamm 153: UNIVERSUM, auch UNIVERSUM AM LEHNINER PLATZ. Später HALENSEE PALAST, nach dem Krieg: CAPITOL. In jedem Architekturbuch, das Berliner Kinogeschichte erwähnt, liest man von Erich Mendelsohns UNIVERSUM. 1929 erbaut. Markanter unübersehbarer U-förmiger Kinobau vergleichbar mit den britischen Odeon-Kinos. Vom Äußeren Platz für Geschäfte & Gastronomie. Innen ein moderner, etwas langezogener Zweckbau mit Parkett & dennoch hufeisenförmigen Rang für 1791 Plätze. Bauhausstil streng funktional & dennoch eine Augenweide. Zitiere 110 für Funktionalität. Schildkrötendach statt Kuppel, Entlüftungsschlot statt Reklameturm, Bei der Eröffnung hielt Mendelsohn eine Rede, in der er diesen Stil auf den Punkt brachte kurz zusammengefaßt: Schildkrötendach statt Kuppel! Entlüftungsschlot statt Reklameturm! Kein Rokkokoschloß für Buster Keaton! Stätte zahlloser Uraufführungen. Nach dem Krieg 1948 wurde im früheren Foyer ein Kino namens STUDIO eröffnet, 1950 folgte das CAPITOL im Bereich des früheren Großkinos. 1957 Umbau durch Gerhard Fritsche. Hier liefen auch Cinerama & 70mm. 1969 Theater für das Musical Hair & dann geschlossen. Zerstört wurde es mehrfach, aber völlig durch den Neubau 1979ff als Schaubühne. Erhalten ist hier gar nichts, nur die äußere Form wurde übernommen. Innen Mehrzweckhalle für modernes Theater, indiskutabel. Angeblich war die Bausubstanz marode. (=Alles Vorwände: Woanders spielen sie Theater in Fabrikhallen & reißen die auch nicht einfach ab, weil die Form nicht theatergemäß ist.) Auf der Webseite der SCHAUBÜHNE kann man mittlerweile sehen, daß das, was im Internet als Rekonstruktion, ein Totalabriß war. Man gehe auf: http://www.schaubühne.de/de_DE/house/architecture/ und klicke dann rechts das wort FOTOS an & dann sieht man, wie wenig von der Front 1979 übrig war. Seinerzeit sogar in der Frankfurter Rundschau kritisiert & ich sahs selbst bei meinem ersten Berlin-Trip, Spätherbst 1979. Übrigens stand nebenan das vom gleichen Architekt erbaute KABARETT DER KOMIKER, Kabarett, Restaurant- & Rauchtheater, gleichfalls zerstört. Heute diverse Gastronomiebetriebe. Einzig erhalten von diesem Komplex scheinen noch die dahinter liegenden Wohnungen. Hier eine Zeichnung, die aber den kreisrunden Innenraum des Rauchtheaters zeigt: http://i.ebayimg.com/18/!CDZ-+IgCGk~$%28KGrHqIOKkIE0Weu9OriBNOdJUTp6w~~_35.JPG Kurfürstendamm 193: FILMTHEATER BERLIN. 1924-1988. "Gebäude erhalten, Kino zerstört". (Hensel/Schmitt) Siehe Thread dazu in diesem Forum http://www.filmvorfuehrer.de/topic/10513-filmtheater-berlin/page__p__136185__hl__%2Bfilmtheater+%2Bberlin__fromsearch__1#entry136185 Kurfürstendamm 202: MGM-FILMTHEATER FENSTER ZUR WELT. Spezialbau der MGM für ihre wenigen deutschen Flaggschiffe mit Riesenleinwand, eröffnet mit dem CinemaScope-Film "Der Schwan". Typische 50er-Jahre-Architektur, mit Riesenrang über dem Foyer & Großbildwand & 70mm-Projektoren. Die Gestaltung des Saals war in etwa vergleichbar mit dem Frankfurter MGM-Theater/ROYAL, aber breiter. (Man ging wohl damals davon aus, daß entweder 70mm oder Cinerama sich durchsetzen würden.) Bestand nur von 1956 bis 1977, danach Totalabriß. Kurfürstendamm 208-209: THEATER AM KURFÜRSTENDAMM. 1921 vom berühmten Theater-Architekten Oskar Kaufmann erbaut, im Krieg stark zerstört, 1946 wiedereröffnet. Ein kühnes Parkett-Theater, expressionistisch anmutend, mit ringsumlaufenden Logen. 1948 ca. 1 Jahr als Kino genutzt. Historischer Theaterbau, vom Abriß bedroht. Leider hinter einer gräßlichen Front, die kein Theater erkennen läßt. War in vergangenen Jahren vom Abriß bedroht. http://de.wikipedia.org/wiki/Theater_am_Kurf%C3%BCrstendamm Kurfürstendamm 211: CINÉMA PARIS. Erhalten! 50er Jahre-Bau. Frz. Botschaft & Arthouse & Denkmalschutz! Mittelgroßer Saal, durch Bühnenform bedingt keine besonders große Leinwand, neu bestuhlt. Ein Glücksfall! Kurfürstendamm 217: ASTOR. Äußere Front erinnert kaum noch an das jahrzehntelange Kino. Hier liefen jahrzehntelang die Retrospektiven der Berlinale. Innen ein etwas angestaubter Saal mit Seitenrängen, unter 500 Plätzen, einst mittelgroß, war gut erhalten, in den 80ern noch als Arthouse-Spielstätte erlebt. Jetzt Bekleidungsgeschäft ohne erkennbare Kinospuren. Nicht zu verwechseln mit ASTOR FILMLOUNGE. Kurfürstendamm 225-226: ASTOR-FILMLOUNGE. Erhalten! Eröffnet als KINO IM KINDL, später UFA PAVILLON, UFA-PALAST KURFÜRSTENDAMM, FILMPALAST. Gut erhaltenes Kino aus den 50ern mit einer einzigartigen muschelartigen Decke des Architekten Gerhard Fritsche. Neue Bestuhlung, gastronomisches Angebot. Nutzung als Arthousekino. Spielt sogar gelegentlich Matineen in 70mm mit raren Kopien eines renommierten Sammlers vor ausverkauftem Haus! Kurfürstendamm 227: KINOS IM KU'DAMM-ECK/BLUE MOVIE/SMOKIEMARMORHAUS 5 & 6. 149 + 204 Plätze. In einem Hochhaus, eine klotzige Komposition weißer Kuben, mit 6geschossiger Einkaufspassage, erbaut zwischen 1969-1972, waren allerhand Vergnügungsstätten angehäuft, u.a. Gastronomie, Kegelbahnen, ein Wachsfigurenkabinett & auch zwei kleine Kinos. Ich sah mir lieber im Panoptikum die Abnormitäten als diese Kleinstkinos an. 1996 geschlossen, 1998 abgerissen. Heute Bekleidungshaus & Hotel. Kurfürstendamm 236: MARMORHAUS. Auch ein Bau von 1912/1913 im späten Jugendstil nach Entwürfen von Hugo Pal. "Die expressionistischen Wand- & Deckenmalereien im Foyer & Zuschauerraum gestaltete der Maler César Klein. Er entwarf auch die farbige Glasdecke im Foyer, ausgeführt von der Firma Puhl & Wagner in Berlin-Neukölln." (Wikipedia) In den 80ern starke Zellteilung, auch in den Foyers kaum Spuren des Jugendstil-Kinopalasts. Einst ein Premierenkino mit stilvollen Foyers & Kino im 1. & 2. Stock mit geschwungenem hufeisenförmigen Rang. Später Zellteilung durch Riech, dann Leerstand & zerstört durch völlige Entkernung. Nach Renovierung 1998, Schließung 2001. Jetzt steckt hinter der früheren Kinofront ein Bekleidungsgeschäft. Vgl. auch hier Kinokompendium. Bilder des MARMORHAUSES mit Frontansicht, Kinosaal & Grundrissen auf einer PDF-Datei, S. 37-40 http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2006/559/pdf/BAW_1914_07.pdf Fazit: Gerade mal zwei Kinos von über 16 Kinos blieben erhalten: CINEMA PARIS & ASTOR FILMLOUNGE. Beides Arthouse-Kinos. Ein gnadenloser Kahlschlag! Aus der Prachtstraße und Kinomeile Kurfürstendamm wurde ein Klamottendamm. Bekleidungsläden kommen und gehen wie Moden. Vielleicht wird in ein paar Jahren aus dem Ku'damm ein Ein-Euro-Damm? Speziellen Undank an das Amt für Denkmalschutz & die dahinter steckenden Abnicker jeder Zerstörung. Wären diese Bauten Kirchen gewesen, hätte man sie längst unter Denkmalschutz gestellt. Gleichzeitig kann man die Linden-Oper für 239 Millionen umbauen. Nebenei: auch kein Denkmalschutz, sondern mehrfach zerstört, auch nach dem 2. Weltkrieg völlig neu erbaut & nur dem Vorgängerbau nachempfunden. Wer sich mit der Geschichte von Theatern & Kinos beschäftigt, weiß wieviel im Lauf der Geschichte zerstört wurde. Zahllose antike Arenen wurden geplündert, um Baugrund & Baumaterial für Städte zu liefern. Folgte man der Logik des heutigen Kahlschlags, müßte man alle antiken Arenen Roms abreißen, weil mehrfach zerstört & unhistorisch erhalten oder aufgebaut. Daß kultureller Kahlschlag nichts Neues ist, kann man bei Rüdiger Safranski in seiner Biographie über Schopenhauer vortrefflich nachlesen. Da heißt es über das Hamburg von 1800: "Die hohe Kunst der Nützlichkeit war in Hamburg von umwerfender Wirksamkeit & machte vor nichts halt. Respektable & künstlerisch reizvolle Gebäude wurden hemmungslos abgerissen. Die Instandsetzung des alten Doms kostete zuviel Geld: Man riß ihn 1805 ein. Mittelalterliche Klosterbauten erlitten dasselbe Schicksal. (...) Stadttore & die Befestigungswerke wurden niedergerissen. Es verschwanden die Maria-Magdalenen-Kirche & das Englische Haus mit seiner berühmten Renaissancefassade. Auch die Bildergalerie des Rathauses konnte dem Geist der Nützlichkeit nicht widerstehen. Zu Spottpriesen verschleuderte man die Bestände, zu denen Bilder von Rubens & Rembrandt gehörten." ( Schopenhauer & die wilden Jahre der Philosophie. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 2004) Es wird Zeit, daß Denkmalschutz auch Kinos berücksichtigt - und dies gilt nicht nur für Fronten. Literaturempfehlungen für Berliner Kinos: Peter Boeger: Architektur der Lichtspieltheater in Berlin. Bauten & Projekte 1919-1930. Berlin, 1993 Sylvaine Hensel, Angelika Schmitt (Hg.): Kinoarchitektur in Berlin 1895-1995. Berlin 1995 Senator für Bau- & Wohnungswesen: Der Mendelsohnbau am Lehniner-Platz. Berlin 1981 http://www.kinokompendium.de/ http://www.allekinos.com/
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Wir hatten hier schon mal eine Debatte darüber, ob Filme, die für große Leinwände gemacht sind, auch auf große Leinwände gehören. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit! CinemaScope gehört nicht in den Hasenstall oder die Schuhschachtel à la Heinz Riech. Einen Rembrandt hängt man sich ja auch nicht in den Kohlenkeller. Laut Webseite des Betreibers läuft fast alles im größeren "Kino 1" - nur ausgerechnet "Bigger Than Life" im kleineren Saal: http://www.arsenal-berlin.de/nc/de/arsenal/kalender.html Immerhin läuft das meiste im großen Saal! Ich würde aber sicherheitshalber noch mal an der Kasse nachfragen. Informationen über Berliner Kinos findet man auch beim Kinokompendium z.B. hier zum Arsenal: http://www.kinokompendium.de/arsenal.htm
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Liest man Biographien von Regisseuren, die häufig in CinemaScope drehten, fällt auf, daß fast alle über das Format klagen, schimpfen oder lästern, aber auch herrliche Filme damit drehen konnten. Kaum einer, der sich bewußt oder mit Begeisterung dafür entschied. Auch bei Kameramännern scheint es ähnlich zu sein. Mir persönlich ist das immer unverständlich gewesen. Das breite Format entspricht viel eher der menschlichen Sicht. Einwände finde höchstens bei den Beschränkungen der anfänglichen Hypergonarlinsen gerechtertigt. Das breite Format wurde den Regisseuren und Kameraleuten vermutlich im Großteil der Fälle von den Produzenten diktiert. Nach den Erfolg von THIS IS CINERAMA 1952 brauchte man eine praktikablere, billigere Variante, unter vielen Formaten dieser Jahre setzte sich erst mal CinemaScope mit THE ROBE 1953 durch. Mehrere Studios einigten sich damals auf dieses Verfahren, bzw. kopierten Varianten davon. Verfahren mit schärferem größeren Negativ wie VistaVision und Todd-AO, wenn auch qualitativ überlegen, hatten es schwerer. Billig war CinemaScope aber damals auch nicht. Kinos brauchten bei CinemaScope anfangs nicht nur Anamorphoten, sondern eine Silberleinwand, neue Boxen etc. Für ein breiteres Bühnenportal mußten viele Kinos umgebaut werden. Teilweise gab es auch krasse Fälle, daß Scope kleiner aufgeführt wurde - mit Kasch oben und unten. Die anamorphotischen Systeme haben wir heute unter zahllosen verschiedenen Namen mit häufig kleinen Varianten immer noch, von AgaScope bis UltraScope. Apropos Dackel: Es gibt einen frühen Scopefilm mit Hunden: LADY AND THE TRAMP (SUSI UND STROLCH) von 1955, allerdings ursprünglich für Normalformat konzipiert; daher an vielen Stellen mittig gestaltet. Man hätte sicher hunderte von Filmen bei einer solchen Reihe auswählen können, vielleicht auch mehr älteres. Z.B. auch Schwarzweiß-Scope-Filme, THE HUSTLER oder THE HAUNTING. Die widerlegen auch die Legende, das Format erlaube keine tiefenscharfen Bilder. Auch japanische Filme müßte darunter sein, ein Land, das zeitweise nur Scopefilme produzierte.Warum nicht mal eine Reihe: "Geschichte des anamorphotischen Films in 100 Beispielen"? Die Berliner sind mal wieder um ihre Programmkinos zu beneiden.
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In Fulda gab es 3 Kinos in der Bahnhofstraße, vermutlich handelt es sich um "Rex" oder "Regina" in der Bahnhofstraße 25. Die lagen kurz hinter dem Bahnhofsvorplatz auf der rechten Seite. Die Kinos gab es noch in den 90er Jahren, ich glaube, ich sah Jurassic Park dort. Heute befindet sich dort eine Drogerie und/oder ein Schuhgeschäft Vgl. http://allekinos.pytalhost.com/kinowiki/index.php?title=Fulda_Rex_%26_Regina
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Hier kann man übrigens eine Online-Petition zur Erhaltung vom "Filmtheater in Streit's Haus" in Hamburg unterschreiben: http://www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-des-streits-kinos-am-jungfernstieg-in-hamburg
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"Wolfgang Gersch, geboren 1935 in Neurode/Schlesien, studierte Dramaturgie an der Filmhochschule Babelsberg, dann Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität. Ab 1969 war er Filmhistoriker am Institut für Filmwissenschaft, 1990 Abteilungsleiter (Film) im Kulturministerium der DDR-Regierung de Maiziere, 1990-2000 Mitarbeiter im Filmreferat des Bundes, beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gersch lebt in Berlin-Pankow." (vgl. http://www.perlentaucher.de/autoren/19414/Wolfgang_Gersch.html) Der Filmhistoriker Gersch veröffentlichte u.a. auch das Buch "Film bei Brecht" (erschienen bei Henschel und Hanser ~1975), sehr umfassend, kenntnisreich und interessant. Ein Werk von dem kommende Generationen von Filmemachern noch zahllose Anregungen bekommen könnten. Das Filmschaffen in der DDR hatte damit wenig zu tun. Ich habe Wolfgang Gersch auch einmal sehr anregend als Referent bei einer Filmreihe in Frankfurt zum Thema Brecht und Film erlebt. Da lief alles, an dem Brecht zu Lebzeiten mitarbeitete, angefangen mit "Mysterien eines Frisiersalons".
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Filmfans sind manchmal sehr schräg drauf. Hauptsache, sie benehmen sich im Kino. Es gibt Leute, die haben "The Sound of Music" mehrere hunderte Male gesehen. Einen Rekord brach eine Waliserin mit 940 mal. Ich kenne auch noch die Geschichte einer Frau, die diesen Film über 400 mal im Kino gesehen haben soll und anschließend ihren Stamm-Kinosessel kaufte, als das Kino zumachte.
