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Geschrieben

Die Verleiher sollten sich (endlich mal) nur ĂŒber den geschĂ€tzten Erfolg eines Filmes Ă€ußern und dieses nicht an der Anzahl erstellten SchlĂŒssel festmachen^^

 

Zur Zeit heißt es ja noch hĂ€ufig "Sorry, wir starten klein" was dann bedeutet, man erwartet nicht viel Besucher. Diese Entscheidung sollte aber letztlich dem Kinobetreiber ĂŒberlassen bleiben, ob er einen Film einsetzen möchte. In Bezug auf Frankenstein habe ich auch keine Spielerlaubnis erhalten. Mag zwar jetzt nicht wirklich schlimm sein, aber unschön ist es trotzdem.

 

Wobei die einzige BegrĂŒndung fĂŒr das nichterlauben des Abspiels ist die "Festlegung der StartgrĂ¶ĂŸe" durch den Verleih. Dieses ist in meinen Augen jedoch nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz im digitalen Kinozeitalter Unrecht.

Geschrieben

Die Verleiher sollten sich (endlich mal) nur ĂŒber den geschĂ€tzten Erfolg eines Filmes Ă€ußern und dieses nicht an der Anzahl erstellten SchlĂŒssel festmachen^^

 

Zur Zeit heißt es ja noch hĂ€ufig "Sorry, wir starten klein" was dann bedeutet, man erwartet nicht viel Besucher. Diese Entscheidung sollte aber letztlich dem Kinobetreiber ĂŒberlassen bleiben, ob er einen Film einsetzen möchte. In Bezug auf Frankenstein habe ich auch keine Spielerlaubnis erhalten. Mag zwar jetzt nicht wirklich schlimm sein, aber unschön ist es trotzdem.

 

Wobei die einzige BegrĂŒndung fĂŒr das nichterlauben des Abspiels ist die "Festlegung der StartgrĂ¶ĂŸe" durch den Verleih. Dieses ist in meinen Augen jedoch nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz im digitalen Kinozeitalter Unrecht.

 

Da hast du Recht.

Die Frage ist, wie wĂŒrden Heute Gerichte entscheiden, wenn es da mal einer darauf anlegt?

Ein Einzelner kleiner Betreiber kann nicht wirklich ein urteil erwirken, ohne dass er auf Lebzeiten ein Problem bei der Dispo bekommt. Da ist eine grundsĂ€tzliche rechtliche PrĂŒfung durch den HDF nötig.

Es gab ja mal ein Urteil diesbezĂŒglich, und da wurde so argumentiert, dass ein Kino ja die freie Wahl hat, welchen Film es spielen will. Insofern also nicht abhĂ€ngig von "einem" Film ist. Das dies ja nicht wirklich praktikabel ist, wissen wohl nur die Betroffenen.

In Zeiten von Kopienkosten, die unterhalb der MG liegen, sollte eine Belieferung an jeden, der möchte, kein finanzielles Problem fĂŒr den Verleih darstellen.

Ein Grund, der aber in den Bereich der Spekulation fĂ€llt, könnte aber auch sein, dass Ketten da etwas Einfluss ausĂŒben, um, zumindest fĂŒr mittlere und kleine Starts, ihr Einzugsgebiet zu erhöhen.

Geschrieben

@Pudding hat Recht - die Ketten ĂŒber einen erheblichen Einfluss auf die Kopienzahl aus.

 

Verschlimmernd dazu kommen aber auch die Vorgaben aus London bzw. Amerika und die Hörigkeit der Verleihfilialen ihren Vorgesetzten gegenĂŒber. Wenn ich die Anzahl der Kopien im Umlauf erhöhe, erhalte ich ganz sicher kurzfristig mehr Einnahmen und ĂŒber die gesamte Einspielzeit bestimmt auch in Summe mehr Geld. Eigentlich doch 'ne gute Sache. Aber ich mache mir den heiligen Kopienschnitt kaputt, da gerade Kinos in der gerne so genannten "Provinz" ja nicht die PlatzkapazitĂ€t der MetropolensĂ€le aufweisen (können). Und mit einem guten Schnitt kann man bei den großen Bossen eben besser punkten und buckeln.

Intern werden sicher noch immer Loblieder auf denjenigen Verleiherkollegen gesungen, der irgendwann mal den genialen Einfall hatte, anstatt den "Schnitt pro Kopie" nur noch den "Schnitt pro Location" anzugeben.

Geschrieben

Vermutlich ist auch ein anderer Grund dafĂŒr verantwortlich - so wie frĂŒher werden bei Starts grundsĂ€tzlich feste Kopienzahlen kalkuliert und mit den Dienstleistern als Paket verhandelt. Die EDV Systeme der Verleiher/Disposition basieren vermutlich ebenfalls noch auf dem Konzept limitierter Kopienzahlen. ZurĂŒckgeschickte Festplatten gehen mutmaßlich bei vielen Verleihern garnicht mehr in die Kalkulation ein.

 

- Carsten

Geschrieben

@Pudding:

im Grunde ist eine kopierte Bitfolge wieder ein Original. Da es von selbigem durch nichts zu unterscheiden ist im Gegensatz zu (auf Film bezogen) analogen Kopien, die vom Original stets zu unterscheiden sind. Wir sollten generell besser von Abspielrechten reden, als von "Kopien".

 

Ich hoffe (und unterstelle mal), dass es keine generelle Absprache der Ketten mit den Verleihern gibt, denn das wÀre mit Sicherheit kartellrechtswidrig. Dennoch (so habe ich auch schon mal Vermutungen gehört) ist in manchen Ballungszentren wohl eine gewisse Schieflage vorhanden in dem jemand u.U. Bedenken hat, einen Abspieler zu verlieren wenn man einen anderen dazunimmt. Im Zuge der digitalisierten Kinowelt wird es einem aber deutlich erschwert, zu erklÀren, warum man nicht spielen darf...

 

Ich sehe den Kinofilm als kurzfristiges Vermarktungsgut (Ă€hnlich einem Fußballspiel ĂŒber deren Art es schon Urteile gibt). Das Auswertungsfenster betrĂ€gt im Vergleich zu frĂŒher nur noch wenige Wochen. Ich fĂŒr meinen Teil denke ĂŒber einen Einsatz in aller Regel nicht mehr nach, wenn die dritte Spielwoche rum ist. AusnĂ€mlich mal einzelne besondere Filme/Reihen/Specials (oder wenn vielleicht mal grad GARNICHTS auf dem Markt ist -> Fußball-WM).

Analyse in meinem Haus:

Analog: Durchschnittlicher Einsatz in der 7. bis 8. Woche

Digital: Durchschnittlicher Einsatz in der 2. bis 3. Woche

Wobei sich das derzeit noch mehr Richtung 2. Woche verschiebt. FĂŒr die "normalen" Mainstreamfilme ist mir die dritte Spielwoche schon zu spĂ€t im Allgemeinen (solange sich - wie gesagt - Alternativen bieten).

 

Ich habe bislang auch noch NICHT EINE EINZIGE halbwegs sinnvolle BegrĂŒndung gehört, wieso ich nicht spielen darf. Die einzige BegrĂŒndung, die es gibt ist: "Wir wollen nicht, dass Sie spielen". Und das ist WillkĂŒr.

 

Nun gibt es Stimmen die vergleichen das mit AutohĂ€usern. So darf ja beispielsweise auch nicht jeder einen Merzedes verkaufen oder wird von VW mit Neuwagen beliefert... (Gibt's eigentlich NeuwagenmarkenhĂ€ndler OHNE eine angsschlossene Werkstatt??? *grĂŒbel*). Um einem Vergleich standzuhalten mĂŒĂŸte aber demnach ein Verleih NUR noch eine einzige Kinokette mit Filmen beliefern und alle anderen gar nicht mehr.... Desweiteren muss bei PKW natĂŒrlich die Kompetenz vorhanden sein, Sicherheit und Reparaturmöglichkeit, was wir beim Film alles NICHT benötigen... usw.

Geschrieben

@carstenk:

 

Dieses System ist aber halt auch schon ĂŒberholt...

Und das INSBESONDERE seit der Belieferung ĂŒber Satellit.

 

Mir sagte letztens auch ein Disponent er hĂ€tte nur soundsoviel zusĂ€tzliche "Kopien", die er einsetzen dĂŒrfe. Nur ist halt der Grund dafĂŒr einfach WillkĂŒr. Oder kann mir jemand erklĂ€ren, warum es fĂŒr den Verleih BESSER ist, wenn mein kleines Kino den Film erst in der 3. oder 4. Woche spielt!????????? (Wie oben schon gesagt: Nicht ein einziger Verleih hat mir dafĂŒr bislang eine Sinnvolle ErklĂ€rung gegeben).

(und auch das kann ich nur gebetsmĂŒhlenartig wiederholen: Die VPF ist kein Kostenfaktor der einer "Kopie" zugeordnet werden darf. Es ist eine Beteiligung der VERLEIHER an den Digitalisierungskosten und nichts was nur auch im Ansatz mit Filmkosten zu tun hat - so wie ich schon gehört habe das der Produzent dann "angeblich" den Einsatz beschrĂ€nkt, um nicht so hohe Kosten zu haben durch die ganze VPF, was ja absolut daneben ist, weil nunmal ja fĂŒr die digitale Anlage ist und nicht fĂŒr die kopierte Festplatte. etc. etc.

Geschrieben

 

Ich habe bislang auch noch NICHT EINE EINZIGE halbwegs sinnvolle BegrĂŒndung gehört, wieso ich nicht spielen darf. Die einzige BegrĂŒndung, die es gibt ist: "Wir wollen nicht, dass Sie spielen". Und das ist WillkĂŒr.

 

 

@Ulli ... es herrscht das Prinzip der "Vertragsfreiheit". Darunter versteht man u.a., dass jeder Vertragspartner das Recht hat, sich zu entscheiden, ob er einen Vertrag schließen will oder nicht. Da gibt es zwar daseinswichtige Ausnahmen, wie Stromversorgung, MĂŒllabfuhr, Wasser etc. aber die Filmversorgung fĂ€llt nicht darunter (Ausnahmen Großstarts, die werden als "Monopol" betrachtet)

.

Ich selber möchte ja auch die Auswahlmöglichkeit behalten, welchen Film ich spielen will. Da muss ich nach meinem VerstÀndnis doch auch meinem Vertragspartner die Auswahl der Kinos, die einen Film spielen, zugestehen.

Geschrieben

@Pudding hat Recht - die Ketten ĂŒber einen erheblichen Einfluss auf die Kopienzahl aus.

Da wĂŒrde sich das Kartellamt aber brennend dafĂŒr interressieren. Nur wĂŒrde ein Nachweis wohl schwer fallen, siehe Benzin, Gas und Strom- "Kartell"

 

Verschlimmernd dazu kommen aber auch die Vorgaben aus London bzw. Amerika und die Hörigkeit der Verleihfilialen ihren Vorgesetzten gegenĂŒber. Wenn ich die Anzahl der Kopien im Umlauf erhöhe, erhalte ich ganz sicher kurzfristig mehr Einnahmen und ĂŒber die gesamte Einspielzeit bestimmt auch in Summe mehr Geld. Eigentlich doch 'ne gute Sache. Aber ich mache mir den heiligen Kopienschnitt kaputt, da gerade Kinos in der gerne so genannten "Provinz" ja nicht die PlatzkapazitĂ€t der MetropolensĂ€le aufweisen (können). Und mit einem guten Schnitt kann man bei den großen Bossen eben besser punkten und buckeln.

Intern werden sicher noch immer Loblieder auf denjenigen Verleiherkollegen gesungen, der irgendwann mal den genialen Einfall hatte, anstatt den "Schnitt pro Kopie" nur noch den "Schnitt pro Location" anzugeben.

Am Ende des Tages zÀhlt doch nur der Gewinn eines Unternehmens. Wie hoch ein Kopienschnitt ist, sollte einem Controller in Konzernen wie Disney, Sony, usw egal sein, solange die Umsatzrendite stimmt.

Kopienschnitte sind wohl eher von Interesse, wenn es darum geht den Kollegen vom anderen Verleih zu beeindrucken.

Geschrieben

@Pudding

 

Der Kopienschnitt ist fĂŒr den Vertrieb das A und O - nur so kann er dem Verleiher oder Produzenten nachweisen, wie effizient er jeden einzelnen Film eingesetzt hat.

Es gilt das Mini-Max-System!

Geschrieben

@Preston:

Diese Vertragsfreiheit endet eben aber auch irgendwann. Siehe Monopolstellung und natĂŒrlich braucht niemand niemanden mit filmen zu beliefern, wenn es dafĂŒr gute GrĂŒnde gibt. Rechnungen seit Monaten nicht bezahlt oder sonstige schwere Fehler. Und bei LiveĂŒbertragungen hat es schon Urteile in diese Richtung gegeben.

 

Und:

Egal ob großer Verleih oder kleiner... Ein Film ist ein individuelles Einzelwerk mit einer Halbwertszeit von ein paar Tagen. Danach fĂŒr's Kino völlig uninteressant. Und somit ein Monopol.

Geschrieben

@Pudding

 

Der Kopienschnitt ist fĂŒr den Vertrieb das A und O - nur so kann er dem Verleiher oder Produzenten nachweisen, wie effizient er jeden einzelnen Film eingesetzt hat.

Es gilt das Mini-Max-System!

 

Hoher Kopienschnitt allein nĂŒtzt auch nicht viel und steht am Ende des Jahres nicht in der Bilanz des Verleihers.

Da steht die Differenz aus Umsatz und Kosten drin.

Also sobald eine weitere Kopie eines Filmes mehr einbringt als sie kostet, ist es aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll, diese herzustellen und zu verleihen.

Der Verleih geht ja noch nicht einmal ein Risiko ein, da ein DCP ja nicht mehr kostet als die Mindestgarantie.

 

Mir entzieht sich völlig, warum der Kopienschnitt so wichtig sein soll.

Genauso wichtig wie eine goldene Leinwand.

Braucht kein Mensch, ausser das Ego des Verleihers.

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