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70mm Event in Karlsruhe


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Danke nochmals für Ihre obige psychopathologische Belehrung. Wunderliche Aussagen eines im bundesdeutschen Rampenlicht stehenden Betreibers eines renommierten Kinos, der sich nicht im Griff hat.

 

Hilft aber nicht weiter, zumal die angemerkten Eigenheiten der Kopien oder auch der Projektion objektiv sind wie beschrieben. Nicht jeder stört sich daran, keine Frage, andere dann wiederum doch, ich wiederum interessiere mich stark für die Herstellungsgüte der Filmkopien. Sie schrieben einnmal, Sie seien "Pintmanager" eines Großverleihs gewesen. Das bleibt mir völlig unvorstellbar, rein von der Qualifikation her.

 

Es sind Ihnen denke ich Kunden abhanden gekommen - nicht wegen der bemerkten Veranstaltungsmängel oder Nichtmängel, sondern wegen Ihrer nachgeschobenen Sachdarstellungen - ein jeder kann sich darauf, sei es der Bezug zu Optiksystemen, Kopiengüten oder Legendenbildungen einen Reim machen, was daran ernst zu nehmen ist.

 

Merkwürdig war auch immer Ihr Drängen, Artikel für Sie zu schreiben oder mich "einzubringen", dem ich aus guten Gründen nie nachgekommen mochte. Noch unberechenbarer wäre eine Kopienentleihe an Sie gewesen, die damals erfragt wurde.

 

Wenn man schließlich noch liest, daß Sie für Ihr Kino "Aushilfskräfte" für filmtechnische Aufgaben und Projektionen anwerben (aktuelle Annonce Ihres Hauses!), die künftig mit sehr seltenen Kopien zu tun haben werden, ist die Ernüchterung über dieses Kino komplett:

 

Aushilfen gesucht

 

Wir suchen studentische Aushilfen für den Service-Bereich. Wenn Sie zwischen 18 und 25 Jahre alt sind und Spaß am Kino und am Umgang mit Menschen haben bewerben Sie sich mit unserem Bewerbungsformular.

 

Aushilfen (Filmvorführung) gesucht

 

Wenn Sie Erfahrung in der Projektion haben bzw. wenn Sie schon immer die Technik hinter den Kulissen eines Kinos gereizt hat, dann bewerben Sie sich bei uns als Aushilfe für die Filmvorführungf.

 

Sorgfältigkeit im Umgang mit den teilweise sehr seltenen Filmkopien, absolute Zuverlässigkeit sowie Interesse an Filmen, Kino und an der Kinotechnik ist zwingend notwendig, das erforderliche Know-How bringen wir Ihnen bei.

 

Seltsam die Altersbeschränkung und die Qualifikationsbilder. Das gibt's nicht mal bei den Multiplexgruppen, so weit ich weiß.

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Als wenn es nicht schon schlimm genug gewesen wäre, dass ich beim diesen jährigen Festival absolut nicht abkömmlich bin. Jetzt auch noch dieser Hammer. Habe mir gerade mehrere Bisswunden im Allerwer

BERICHT VOM 70mm-FESTIVAL Das 70mm-Festival in Karlsruhe war wieder einmal gelungen. Für Daheimgebliebene sei gesagt: Nicht nach Karlsruhe fahren ist auch keine Lösung!   Statt eines fälligen Url

OFF-Topic ... aber irgendwie doch hier passend:   Vergangenen Donnerstag 10. Oktober ... Kinoprogrammpreis 2013 - Preis-Verleihung in der Schauburg, Karlsruhe       Zu Beginn der feierlichen V

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Seltsam die Altersbeschränkung und die Qualifikationsbilder. Das gibt's nicht mal bei den Multiplexgruppen, so weit ich weiß.

 

danke, dass Du unsere webside so gerne und oft besuchst und hier auch noch das brandneue jobangebot postest. Vielleicht hat ja jemand hier interesse daran.

 

Ansonsten gebe ich Dir gerne etwas nachhilfe in personalwesen:

 

Studentische aushilfen sind meistens in dem genannten alter zu finden. Es gibt selten studenten die anfang 40/mitte 40 sind, Dich einmal ausgeschlossen.

 

Wenn Du studentische aushilfen von der filmvorführung ausnehmen möchtest, dann frage ich Dich, wo soll der nachwuchs herkommen, bitte? Hier zählt letztendlich einsatzbereitschaft, interesse, spaß am kino und sorgfältige und bedachte arbeit, nicht das alter. Ein großteil der hier mitlesenden user sind jung und arbeiten als aushilfe in der projektion, die wissen jetzt wenigstens, was Du pauschal und abwertend von ihnen und ihrer arbeit hältst.

 

Viele der älteren hier, haben in jungen jahren als aushilfe neben schule/studium im kino das vorführen gelernt. Ich erinnere mich immer gerne an diese zeit zurück, auch an meine zwei lehrmeister, herr czech und herr battke. Was ist also für Dich so unmöglich an dem gedanken, neben dem studium das filmvorführen zu lernen/auszuüben?

 

Jeder hat einmal klein angefangen ... ausser Dir natürlich :-)

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Nur am Rande: ich bin seit gewissen Zeiten kein Student mehr.

 

Sie werben nach sehr sehr günstigen Arbeitskräften, möglichst knapp oberhalb der Mündigkeitsgrenze, zumeist Teilzeitbeschäftigte ohne AG-Versicherungsanteil, mit Zeitvertrag und selten mit Kenntnissen zur AZO, zum Betriebsverfassungsgesetz und zum BGB. Völlig legal - keine Frage.

 

Halt junge nette Leute, "just for fun", die man heuert und feuert.

 

Das war mein erster Gedanke, als ich es las, Entschuldigung.

 

 

Nach meinem Geschmack würde ich auch einige spezifische Fachkräfte und auch deutlich ältere Arbeitnehmer berücksichtigen, weil sie nicht nur übergangsweise jobben, sondern womöglich auf Jahre hinaus dem Betrieb loyal verbunden sind. Denken Sie einmal an viele Fachkräfte aus DEFA-Zeiten, die heute unbeschäftigt dahindämmern, nur weil der Verwertungsmarkt der heutigen Kinokomplexe deren Erfahrungen für wertlos erachtet. Das stimmt mich immer traurig, welche tollen Leute der Branche verloren gegangen sind.

Es ist also kein sehr schönes Bild für eine Theaterbranche, welches Sie nunmehr von irgendwelchen Plex-Betreibern kopieren. Wenig festigend auch in einem renommierten Filmpalast mit erklärter Filmgeschichtspflege und Archivkopien - was alles anders als im Plex sein sollte.

 

Aber Sie sind ja lernfähig. :wink:

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cinerama hat geschrieben:

Sie werben nach sehr sehr günstigen Arbeitskräften, möglichst knapp oberhalb der Mündigkeitsgrenze, zumeist Teilzeitbeschäftigte ohne AG-Versicherungsanteil, mit Zeitvertrag und selten mit Kenntnissen zur AZO, zum Betriebsverfassungsgesetz und zum BGB. Völlig legal - keine Frage.

Als ehemaliger direkter Scherge von Herrn Riech, welcher das Vergnügen hatte als TL den Kinostandort Heidelberg zu betreuen, kann ich hierzu folgendes beisteuern:

Sollten sich in einem Betrieb Mitarbeiter mit der für eine adäquate Filmvorführung absolut unerlässlichen Qualifikation einer Mitgliedschaft in der (damals) IG-Medien befinden, nehmen die jeden neuen Mitarbeiter knapp oberhalb der Mündigkeitsgrenze gerne auf, da diese für Agitation besonders aufgeschlossen sind. Du kannst versichert sein, dass die betriebsinterne Ausbildung in vorbildlicherweise absolviert wird. Das weiß auch das Publikum zu schätzen, da selbst die Vorführung der besten Kopie quasi nicht zu ertragen ist, solange der Vorführer nicht organisiert ist.

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Kurzer Einwurf eines sich immer mehr Wundernden:

 

@cinerama, was machst Du beruflich, daß Du soviel Zeit hast, Dich mit den (m.E. großteils eingebildeten) Problemen Anderer so unbeschreiblich ausführlich zu beschäftigen?

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Ist mir da am Rande des Festivals vor lauter Begeisterung über die gebotenen Filme etwas entgangen? Wurde @cinerama in Ketten in den Saal geführt und anschließend an einen Stuhl gefesselt oder hat er das Festival freiwillig besucht?

Wenn zweiteres zutrifft wundert es mich, dass er – wie schon im letzten Jahr – nach Ende des Festivals kein gutes Haar an selbigem und an der Schauburg lässt. Hätte er während des Festivals reklamiert, wäre @preston sturges sicher bereit gewesen, in diesem besonderen Fall einem enttäuschten Fachbesucher den Festival-Pass zu erstatten.

 

Wir haben derzeit die glückliche Situation, dass als Nebeneffekt der DVD Produktion noch einmal Klassiker mit neuen 70mm Kopien in die Kinos kommen. Wenn diese Klassiker erst einmal hochauflösend als digitaler content gespeichert sind, wird sich die Chance für neue 70 mm Kopien nie mehr bieten. Wir sollten also genießen, dass wir Klassiker wie „CLEOPATRA“ in voller Farbenpracht und hoher Auflösung noch einmal auf einer großen Kinoleinwand sehen dürfen. Man muss es @preston sturges hoch anrechnen, dass er keine Kosten und Mühen scheut, uns diese Filme zu zeigen, die bisher ALLE anderen deutschen Kinos ignorieren.

 

Ob nun die Kopie von CLEOPATRA ein wenig zu gelb war? Ich weiß es nicht. Dem Staat Ägypten hat die Natur viel Sand beschert. Dieser Sand hat mehr oder weniger eben gelbe Farbe. Hinzu kommt der ganze Prunk dieser Zeit mit viel Gold; auch ein gelbton. Ich fand die Farben toll. Da wäre schon eher die langatmige Handlung zu kritisieren. Von den Farben war mir Cleopatra (mit vielleicht ein wenig zu viel gelb?) auf jeden Fall lieber als die in Rot-Weiß gezeigte Kopie von „Meuterei auf der Bounty“.

 

Noch einmal vielen Dank an @preston sturges für das gelungene Festival!

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Kurzer Einwurf eines sich immer mehr Wundernden:

 

@cinerama, was machst Du beruflich, daß Du soviel Zeit hast, Dich mit den (m.E. großteils eingebildeten) Problemen Anderer so unbeschreiblich ausführlich zu beschäftigen?

 

... spricht ein Mitglied des "Fanclubs" Karlsruhe, der offenbar ebenfalls "halb-erblindet" ist.

Ist mir da am Rande des Festivals vor lauter Begeisterung über die gebotenen Filme etwas entgangen? Wurde @cinerama in Ketten in den Saal geführt und anschließend an einen Stuhl gefesselt oder hat er das Festival freiwillig besucht?

Wenn zweiteres zutrifft wundert es mich, dass er – wie schon im letzten Jahr – nach Ende des Festivals kein gutes Haar an selbigem und an der Schauburg lässt. Hätte er während des Festivals reklamiert, wäre @preston sturges sicher bereit gewesen, in diesem besonderen Fall einem enttäuschten Fachbesucher den Festival-Pass zu erstatten.

 

Wir haben derzeit die glückliche Situation, dass als Nebeneffekt der DVD Produktion noch einmal Klassiker mit neuen 70mm Kopien in die Kinos kommen. Wenn diese Klassiker erst einmal hochauflösend als digitaler content gespeichert sind, wird sich die Chance für neue 70 mm Kopien nie mehr bieten. Wir sollten also genießen, dass wir Klassiker wie „CLEOPATRA“ in voller Farbenpracht und hoher Auflösung noch einmal auf einer großen Kinoleinwand sehen dürfen. Man muss es @preston sturges hoch anrechnen, dass er keine Kosten und Mühen scheut, uns diese Filme zu zeigen, die bisher ALLE anderen deutschen Kinos ignorieren.

 

Ob nun die Kopie von CLEOPATRA ein wenig zu gelb war? Ich weiß es nicht. Dem Staat Ägypten hat die Natur viel Sand beschert. Dieser Sand hat mehr oder weniger eben gelbe Farbe. Hinzu kommt der ganze Prunk dieser Zeit mit viel Gold; auch ein gelbton. Ich fand die Farben toll. Da wäre schon eher die langatmige Handlung zu kritisieren. Von den Farben war mir Cleopatra (mit vielleicht ein wenig zu viel gelb?) auf jeden Fall lieber als die in Rot-Weiß gezeigte Kopie von „Meuterei auf der Bounty“.

 

Noch einmal vielen Dank an @preston sturges für das gelungene Festival!

Spricht ebenfalls ein Mitglied des Fanclubs Karlsruhe, der sich für die Fachfragen eher auf der Gefühlsebene interessiert.

Unwahr ist, ich hätte alles schlecht gemacht:

 

 

Für die Kinoraritäten jeglicher Coleur und Herkunft unbedingten Dank, auch für kundenorientierten Service innerhalb des Hauses und für die diesjährige technische Neuerung zum Vorjahr.

 

Wünschenswerter Änderungbedarf n.m.A.: die Öffentlichkeitsarbeit.

 

 

 

Zu keiner Zeit wurde von mir eine rotstichige Kopie beanstandet, die Kritik zielte auf heutige Produktionsweisen, die möglicherweise in eine fragliche Richtung laufen bzw. jetzt noch korrigierbar wären (daher mein Aufruf, ein Schreiben an Fox aufzusetzen, daß auf die Problematik der nachweisbaren Fehlkopierung hinweise - es wurde vom Veranstalter leider abgelehnt.)

 

Ärgerlich wurde es, als bereits eine Analyse der Restaurierung (nachdem das Kino vorher außen vorgelassen wurde resp. doch gelobt wurde) sofort auf inkompetente Anwürfe des Veranstalters stieß, man sei ein Gelbseher und Schlimmeres.

Diese Äußerungen, ohne auf das Restaurationsproblem im Mindesten einzugehen, sind offenbar völlig legitim und in Ordnung, finden den Rückhalt der User dieses Threads, umgekehrter Tadel aber (konkret an der heutigen Umkopierung älterer Filme) ist nicht mehr gestattet unter dem Damokles-Schwert der kommenden Digitalisierung, die ein Grund sei, für jede analoge Filmkopie "dankbar" sein zu müssen.

Es wird ja auch nirgendwo auf die Argumente eingegangen, ausgenommen, "die Wüste ist halt gelb" oder "Farbe ist mir lieber als "Rotstich" oder das war "CLEOPATRA in voller Farbenpracht".

Natürlich ist eine farbige Kopie etwas Schönes. Allerdings nicht alles, was einhgefärbt ist, sonst könnte man auch Schwarz-weiss nachkolorieren.

 

Die Restaurationfragen wurde ausführlich ab etwa S. 40 dieses Threads gestellt. Ich empfehle das Nachlesen anstelle fragwürdiger Affirmation in der Praxis heutiger Fehlkopierungen. :wink:

 

Den Paß, den ich im Vorjahr gewonnen hatte, kriegt das Kino zurück. Man mag sich hier lieber nicht "einlullen" lassen. Das heißt, das Geld wird erstattet!

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Hinzu kommt der ganze Prunk dieser Zeit mit viel Gold; auch ein gelbton. Ich fand die Farben toll.

 

ich muß auch sagen, dass in dieser kopie alles "goldene" hervorragend echt aussah, m.e. das beste film"gold", dass ich seit langem gesehen habe. Ich mag nur mit grausen daran denken, wie das mit einem magenta-filter ausgesehen hätte, dessen verwendung @cinerama offensichtlich ernsthaft hier vorgeschlagen hat.

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Sie haben es nicht probiert und wissen also gar nicht - aber es ist schon im Vorfeld furchtbar, was @cinerama anriert.

Komisch: ein sinnvoller Vorschlag wird einem zum Nachteil ausgelegt, weil nicht sein darf, was nicht sein kann. :wink:

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Sie haben es nicht probiert und wissen er gar nicht - aber es ist schon im Vorfeld furchtbar, was @cinerama anriert.

Komisch: ein sinnvoller Vorschlag wird einem zum Nachteil ausgelegt, weil nicht sein darf, was nicht sein kann. :wink:

 

es ist und war nie notwendig, die notwendigkeit siehst nur Du in Deinem eingebildeten szenario ... wir werden uns hüten, kopien zu "verschlimmbessern", das kannst Du gerne machen, wenn Dir überhaupt jemand noch nach diesen traktaten jemals eine wertvolle kopie anvertraut ...

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Den Paß, den ich im Vorjahr gewonnen hatte, kriegt das Kino zurück. Man mag sich hier lieber nicht "einlullen" lassen. Das heißt, das Geld wird erstattet!

 

den brauchst Du uns nicht zu erstatten ... wenn es Dir allerdings ein bedürfniss ist und Dich von einer (eingebildeten) schuld befreit, dann überweise die EURO 65,00 an den ...

 

Förderverein Hospiz Ettlingen e.V.

76275 Ettlingen

 

Kto Nr. 1120724

BLZ 660 512 20

Sparkasse Ettlingen

 

Der Verein ist seit März diesen Jahres geöffnet und leidet noch an Unterdeckung. Wir halten deren Arbeit für sehr sinnvoll, unterstützenswert und treten bereits fördernd dort auf.

 

Ich weiß, dass auch kleine Beträge dort willkommen sind und man freut sich sicher über Deine 65,00 Euro, über die Du zudem eine Spendenbescheinigung erhalten kannst. Danke schon einmal im voraus, auch im Namen des Vereines ...

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O.K., das macht auch mehr Sinn. Dann sollte man aber zulassen, über Fragen der Restaurierung und Fehlkopierung zu sprechen. Das wird hier abgewürgt!

Sie haben es nicht probiert und wissen er gar nicht - aber es ist schon im Vorfeld furchtbar, was @cinerama anriert.

Komisch: ein sinnvoller Vorschlag wird einem zum Nachteil ausgelegt, weil nicht sein darf, was nicht sein kann. :wink:

 

es ist und war nie notwendig, die notwendigkeit siehst nur Du in Deinem eingebildeten szenario...wir werden uns hüten, kopien zu "verschlimmbessern", das kannst Du gerne machen, wenn Dir überhaupt jemand noch nach diesen traktaten jemals eine wertvolle kopie anvertraut ...

Ein vorgesetzter Filter kann eine Verschlimmbesserung, aber auch eine Neutralisierung (mit Nebenwirkung auf das Weiss, dass aber ohnehin hier gelb war) bewirken.

Der vernünftige Weg ist immer eine korrekte Kopie. Alle neuen Kopien hatten wieder viele Farben (über die auch ich Luftsprünge machte, als seinerzeit die ersten Restaurierungen heraus kamen und kann den Ärger der hiesigen User verstehen, daß ich es heute kritischer sehe), aber der Farb- und Lichtausgleich ist katastrophal bzw. nicht erkennbar.

Das Wort "katastrophal" bezieht sich nicht auf den genossenen Film und die rare Vorführung im Rahmen Ihrer Veranstaltung, die aus vielerlei Gründen viel Spaß machte, sondern auf Minimalstandards einer heutigen Filmkopierung.

Sinn des Eklats ist das Hinwirken auf eine bessere Kopierung der nächsten Fox-Titel, nicht aber das Ableugnen, das zu nichts führt, da auch andere Gäste eine fehlerhafte Kopierung bemerkten.

Daran ist doch das Kino völlig unschuldig.

 

Hier eine Danksagung meines Bekannten an das Kino:

... nun ist schon wieder eine Woche seit Karlsruhe vergangen,genau heute vor einer Woche saßen wir in der Schauburg und genossen 70mm Filme.Mir fallen da deine Worte nach der Aufführung von "Cleopatra"ein:"In 10 Jahren werden wir uns an diesen Abend wieder gern erinnern".(Bei mir nicht sicher)Wie recht du hast.Für mich sind die Karlsruher Tage immer ein Höhepunkt im Jahr.In Berlin komme ich nur noch wenig ins Kino,richtige große Filme gibt es ja kaum noch und ein gutes Filmtheater auch nicht

 

Trotzdem beschränke ich mich auf etwas anderes, denn nur eine filmtechnisch weiterführende Debatte kann sichtbar machen, was leider bei 70mm Revivals als unstimmig erachtet werden muß, sofern dieser Thread nicht als reiner Nostalgie-Thread enden soll, der alles Schön-Erlebte nicht zu tief erörten möchte, weil angeblich der "Mythos" 70mm dabei Schaden nimmt.

 

Daher wird es vielleicht mehr Licht ins Dunkle bringen, wenn einige A/B-Vergleiche genauer erkennen lassen, warum die gesamte Staffel der 70mm Revivals von Lawrence über Spartacus, 2001, My Fair Lady, Vertigo und die Fox-Kopien Abweichungen vom Original aufzeigen, die weniger auf kaputtes Ausgangsmaterial als auf fehlerhafte Restaurierung zurückzuführen ist.

 

In jedem Restaurierungsseminar ist unstreitig, daß Restaurierungen, von neuen Erkenntnissen und Prozessen ausgehend, wiederholt werden müssen. Die Debatte zieht sich heftigst durch die Künste, Musik, Malerei, die Theaterdramaturgie oder fremdsprachige Übersetzungstechniken.

 

Es ist also auffällig, wie zurückhaltend das Verhalten ist, wenn es plötzlich um 70mm-Filme geht. Er erklärt sich aber mit dem großen zeitlichen Abstand, mit dem diese Filme zuletzt intakt gesehen wurden, aber auch damit, daß nicht ein Jeder noch in jüngster Zeit Zeuge oder Mitarbeiter einer filmischen Nachbearbeitung sein konnte, um eben zu erkennen, wie stark die Veränderungen ausfallen, wenn Mindeststandards oder eben auch ein Wissen um den Look früherer Film verlorengegangen sind.

 

Hier die Darstellung von Rick Mitchell aus L.A.:

 

The announcement that "Cleopatra" was to be included in this year's "Great To Be Nominated" program at the Academy of Motion Picture Arts and Sciences stirred interest among local Wide Screen and 70mm buffs as to what kind of print would be shown, as Schawn Belston of 20th Century Fox is the only studio preservationist who had been given a mandate to restore and strike new prints of all the studio's Wide Film productions.* The announcement that a new 70mm print would be shown had a lot of people salivating and those who attended the screening were well rewarded, for the new print was stunning, possibly even looking better than original prints when one allows for improvement in print stocks over forty years. A representative of Fotokem Laboratories, which struck the print, said the negative was in perfect shape.

 

Aus: http://www.in70mm.com/news/2006/cleopatra/revisited.htm

 

Frage: Haben wir eine andere Kopie gesehen oder dieselbe?

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daher mein Aufruf, ein Schreiben an Fox aufzusetzen, daß auf die Problematik der nachweisbaren Fehlkopierung hinweise - es wurde vom Veranstalter leider abgelehnt.)

 

Gebetsmühlenmodus ON:

Warum setzt Du nicht endlich einmal Dein Schreiben an die Fox auf und bringst damit die von Dir beanstandeten Mängel ins Rollen? Musst Du Dich immer hinter Geschäftsleuten verstecken? Warum nicht einmal selber ins Rampenlicht treten? Irgendwie sträubst Du Dich und ich weiß absolut nicht warum. Wenn Du noch länger damit wartest könnte es passieren, dass CLEOPATRA auch auf anderen Festivals gezeigt wird und damit der Mythos vom 70mm-Format endgültig sein Todesurteil erhält. Es ist doch in Deinem ureigenen Interesse Schlimmeres zu verhindern, oder etwa nicht? Auch glaube ich, dass Shawn bereits an weiteren Large Format Werken zugange ist. Solltest Du da nicht augenblicklich eingreifen? Du solltest die wenige Zeit, die Dir zur Verfügung steht, auch wirklich sinnvoll nutzen. Will heissen: weniger im Forum posten und dafür ein paar Zeilen an Shawn und die Fox schreiben. Aber vielleicht hast Du das ja bereits getan und vergessen, uns davon zu informieren?

Gebetsmühlenmodus OFF

 

Was die Magenta-Filter angeht: da gibt es doch sicherlich die Möglichekit, solche Filter vor das Brillenglas zu klemmen. Die Filter könnte man dann gegen eine kleine Leihgebühr an der Kinokasse bekommen. Auf diese Art und Weise hätten wir alle ein ungetrübtes Sehvergnügen.

:wink:

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Was die Magenta-Filter angeht: da gibt es doch sicherlich die Möglichekit, solche Filter vor das Brillenglas zu klemmen. Die Filter könnte man dann gegen eine kleine Leihgebühr an der Kinokasse bekommen. Auf diese Art und Weise hätten wir alle ein ungetrübtes Sehvergnügen.

:wink:

 

Gute Idee! Damit könnte der Kinobesitzer noch ein paar Euro extra verdienen (oder auch nicht - wegen geringer Nachfrage).

 

Schließlich war es schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben! :wink:

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Gebetsmühlenmodus ON:

Warum setzt Du nicht endlich einmal Dein Schreiben an die Fox auf und bringst damit die von Dir beanstandeten Mängel ins Rollen? Musst Du Dich immer hinter Geschäftsleuten verstecken? Warum nicht einmal selber ins Rampenlicht treten? Irgendwie sträubst Du Dich und ich weiß absolut nicht warum. Wenn Du noch länger damit wartest könnte es passieren, dass CLEOPATRA auch auf anderen Festivals gezeigt wird und damit der Mythos vom 70mm-Format endgültig sein Todesurteil erhält. Es ist doch in Deinem ureigenen Interesse Schlimmeres zu verhindern, oder etwa nicht? Auch glaube ich, dass Shawn bereits an weiteren Large Format Werken zugange ist. Solltest Du da nicht augenblicklich eingreifen? Du solltest die wenige Zeit, die Dir zur Verfügung steht, auch wirklich sinnvoll nutzen. Will heissen: weniger im Forum posten und dafür ein paar Zeilen an Shawn und die Fox schreiben. Aber vielleicht hast Du das ja bereits getan und vergessen, uns davon zu informieren?

Gebetsmühlenmodus OFF

 

Was die Magenta-Filter angeht: da gibt es doch sicherlich die Möglichekit, solche Filter vor das Brillenglas zu klemmen. Die Filter könnte man dann gegen eine kleine Leihgebühr an der Kinokasse bekommen. Auf diese Art und Weise hätten wir alle ein ungetrübtes Sehvergnügen.

:wink:

 

Alles richtig. Wird auch geschehen. Ich werde Deinen Vorschlag der Petition Dir später zureichen und abwarten, wie die Reaktion anderer User dazu lautet.

 

Ich "verstecke" mich nicht hinter dem Betreiber, wie Du sagst. Nur weil @preston sturges dies in einem anderen Thread unterstellte, mußt Du dies nicht wiederholen. @preston sturges hat eben nicht recht in allen seinen offizösen Forumsbeiträgen. Auch versteckt er sich hinter der Fox und leugnet jegliche Fehlkopierung, wie wohl er sie selbst deutlich gesehen hat.

 

Allerdings hat der Betreiber mit seinen Äußerungen in meinen Augen "verspielt". Ich diskutiere nur noch mit anderen Usern.

 

[belston sprach ich kurz zu PATTON: er äußerte, der Kameramann sei bei der Neukopeirung zugegen gewesen. - Sowas wird man häufiger noch zu hören bekommen: Wasser auf die Mühlen der leicht Zufriedenzustellenden. Köstlich bleibt doch, wie PERFEKT neue Fox-DVDs in im Farb- und Lichtausgleich gelungen sind. OHNE digitale Manipulation übrigens. Dort waren Fachleute am Ruder!

Die Sache mit dem Projektions-Filter sei nur experimentell vorgeschlagen. Es ist Quatsch, welche anzuschaffen oder zu verkaufen, wenn das Ergebnis nicht überzeugt. Ich hatte aber mit Orwocolor ein wenig Erfolg, das dichtere Fox-Material könnte noch eher geeignet sein. 80 DAYS (70mm-Nullkopie von 1983, stand auch auf dem Startband) hatte ebenso den Gelbstich, der Filter bewirkte Wunder.

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...Ich werde Deinen Vorschlag der Petition Dir später zureichen und abwarten, wie die Reaktion anderer User dazu lautet.

 

Bitte öffentlich ins Forum stellen. Danke.

 

...Ich "verstecke" mich nicht hinter dem Betreiber, wie Du sagst. Nur weil @preston sturges dies in einem anderen Thread unterstellte, mußt Du dies nicht wiederholen.

 

Sorry, aber das muss ich als Quintessenz aus Deinen Beiträgen schließen. Nicht umsonst hatte ich zuvor den "Gebetsmühlenmodus" eingeschaltet :wink:

 

...Allerdings hat der Betreiber mit seinen Äußerungen in meinen Augen "verspielt". Ich diskutiere nur noch mit anderen Usern.

 

Deine Privatfehden interessieren weder mich noch andere User.

 

...Köstlich bleibt doch, wie PERFEKT neue Fox-DVDs in im Farb- und Lichtausgleich gelungen sind. OHNE digitale Manipulation übrigens. Dort waren Fachleute am Ruder!

 

Hallo? Are we on the same planet? Do we talk about the same thing? Du hast es schon wieder getan und lobst DVD-Releases als PERFEKT? Warst Du dabei, als die DVDs gemastered wurden? Woher weißt Du denn so genau, dass nicht hier und da am Potti geschraubt wurde? Ich würde niemals so weit gehen und ein DVD-Release mit einer Filmkopie vergleichen wollen. Denn wie Du sicherlich selber weisst, verfügen die Mastering-Studios heutzutage über ausgefeilte Tools, die das Bild anders (ich verwende nicht den Begriff "besser") aussehen lassen als das Original der Filmkopie. Also bitte nicht immer wieder Äpfel und Birnen vergleichen wollen.

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Wenn das so weitergeht mit dem ewigen Abstreiten, setze ich keine Petition auf und Ihr dürft Euch beim weiteren Gelbstich klatscheller oder im Dunkeln absaufender Kopien vergnügen...

 

GEBETSMÜHLENARTIG:

Diverse jüngere Fox-Titel auf DVD besitzen nahezu Originalfarben: es gibt selten etwas zu beanstanden. Derselbe Look darf von einer Filmkopie zurecht erwartet werden. Das hat nichts mit den "Tools" ("Tools" gibt es auch in der Analog-Kopierung, sie nennen sich "Trimmer") zu tun, sondern weitgehend unversehrt erhalten gebliebenen Originalmaterialien (Negative/Interposive usw.).

 

Eine Filmkopie kann überwiegend noch besser aussehen. Wenn sie es nicht tut, dann liegt eine Fehlkopierung vor. Wenn daran hier keiner mehr glaubt, dann sollte er nicht ins Kino gehen!

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Wenn das so weitergeht mit dem ewigen Abstreiten, setze ich keine Petition auf und Ihr dürft Euch beim weiteren Gelbstich klatscheller oder im Dunkeln absaufender Kopien vergnügen...

 

Also doch wieder ein Rückzieher? Hast Du denn kein Rückgrat? Entweder Du stehst zu Deiner Sache oder halt nicht. Eine binäre Entscheidung.

 

...Diverse jüngere Fox-Titel auf DVD besitzen nahezu Originalfarben: es gibt selten etwas zu beanstanden. Derselbe Look darf von einer Filmkopie zurecht erwartet werden.

 

Gretchenfrage: wurden jene jüngeren Fox-Titel nun von einer Filmkopie gemastered oder nicht? Wenn ja: glaubst Du wirklich, dass auf der DVD exakt das zu sehen ist, was die Filmkopie hergibt? Ich für meinen Teil nicht. Daher lehne ich es auch konsequent ab, DVDs als eine Art Referenz anzusehen. Originalfarben (hier sind wieder unsere Freunde aus dem Zeitzeugenschutzprogramm gefragt!) hin oder her.

 

...Eine Filmkopie kann überwiegend noch besser aussehen....

 

Bingo! :wink:

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Diverse jüngere Fox-Titel auf DVD besitzen nahezu Originalfarben: es gibt selten etwas zu beanstanden. Derselbe Look darf von einer Filmkopie zurecht erwartet werden. Das hat nichts mit den "Tools" ("Tools" gibt es auch in der Analog-Kopierung, sie nennen sich "Trimmer") zu tun, sondern weitgehend unversehrt erhalten gebliebenen Originalmaterialien (Negative/Interposive usw.).

 

 

Irgendwie habe ich den eindruck, Du weißt nicht, wovon Du hier schreibst:

 

Die SOUTH PACIFIC DVD wurde nach dem einscannen des neuen interpositives (in 4k, runtergerechnet auf 2K) durch alle gängigen software programm "geschleust", die die digitalen postproduction-zauberer so haben. Es ist ja schön und absolut in ordnung, dass dabei ein für Dich guter look herausgekommen ist, vielleicht ja sogar noch besser als es rein photo-chemisch zu erreichen wäre. Also hut ab, vor den postproduction-künstlern, die Du hier so stark lobst, denn die neuen digitalen restaurationsprogramme können schon einiges.

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Eine sachliche und (wenn möglich) fachliche Diskussion der Filmkopien würde ich gerne getrennt führen, da sich die Diskussion in diesem Thread festgefahren hat und inhaltlich nicht mehr weiterführt.

 

Wer seine Beobachtung zu technischen Dingen einbringen möchte, kann das hier tun:

 

http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?p=60857#60857

 

Geschmacksurteile über einzelne Filme, Nostalgie und Herabsetzung anderer Teilnehmer bitte ich höflichst außen vor zu lassen, vielen Dank!

 

Zur Festival- Vorführung von SPARTACUS möchte ich noch etwas anmerken:

 

Es gibt keine Technirama-Objektive von Panavision. Der Credit "lenses by panavision" im Vorspann zu SPARTACUS bezog sich ausschließlich auf die Micro Panatar Kopierobjektive, wie sie von Technicolor verwendet wurden, um das horizontale T-Negativ entweder zu entzerren (für 70-mm-Positivkopierung) oder weiter zu komprimieren (für CS-kompatible 35-mm-Kopien).

Für die Aufnahme wurden, wie zahlreiche Arbeitsfotos zu SPARTACUS zeigen, nur die von Firma De Oude Delft entwickelten "Delrama"-Prismenvorsätze benutzt.

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Auf Deine weiterführenden Analysen würde ich in Kürze eingehen wollen. Falls dies in diesem Thread geschieht, erlaube ich mir Passagen aus Deiner neuen Rubrik hier zitatweise zu übernehmen, die es mir wert erscheinen. Du erhältst von mir in den kommenden Tagen Doku-Material zum Thema, das die Vorgänge "visuell" noch weiter kommentarbedürftig werden läßt.

 

 

Gretchenfrage: wurden jene jüngeren Fox-Titel nun von einer Filmkopie gemastered oder nicht? Wenn ja: glaubst Du wirklich, dass auf der DVD exakt das zu sehen ist, was die Filmkopie hergibt? Ich für meinen Teil nicht. Daher lehne ich es auch konsequent ab, DVDs als eine Art Referenz anzusehen. Originalfarben (hier sind wieder unsere Freunde aus dem Zeitzeugenschutzprogramm gefragt!) hin oder her.

 

...Eine Filmkopie kann überwiegend noch besser aussehen....

 

Bingo! :wink:

Die Frage verstehe ich nicht. Bereits in Deinen Einführungen während des Karlsruher Festival sprachst Du von Filmkopienabtastungen/-transfers. Beispielhaft für GRAND PRIX.

Das ist unrichtig. Man macht keine professionellen DVD-Transfers von Filmkopien, es sei denn, es ist gar kein anderes Material als eben eine Kopie mehr greifbar. Der Transfer erfolgt so gut wie immer von Interpositiven. Und das ist auch gut so.

 

In der folgenden Einführung in K. sprachst Du von einem vollkommen gefadeten Kameranegativ von SPARTACUS, weshalb dann von den Separationen kopiert wurde.

Anmerkung: Ich wäre recht froh, endlich erhärtbare Nachweise für dieses Fading zu finden. Bis dato bin zumindest ich noch nicht fündig geworden, abgesehen von so lautenden Presseerklärungen der Restauratoren.

Im Folgenden erwähntest Du Panavision-Aufnahme-Anamorphote beim Dreh von SPARTACUS. Ja, es steht das Panavision-Label im Vorspann und ein Jeder käme auf keine andere Version. Defacto aber handelt es sich um die Repro-Optiken bei der Umkopierung des Technirama-Kameranegativs.

 

Zur Welt der DVD: Ich bin überzeugt, daß ordentlich gemasterte DVD's, die auf digitale Manipulation des Bildes verzichten (d.h. auf Zusätze verzichten, die nicht auch auf analogem Wege erreichbar wären) ein im Farbraum, Kontrast, in der Farbbalance und Dichte sehr gute Reproduktion des Originalmaterials bieten können, d.h. bisweilen optimaler und stimmiger als eine über ein Duplikatkopie gezogenen Serien-("Massen")-Kopie für konventionelle Kinoeinsätze.

Dieser Tatsache solltest Du bitte nicht weiter Widerstand leisten, da auch Deine Beoabachtungen der von Dir favorisierten DLP-Projektionen auf einem ähnlichem "Phänomen" beruhen: des Herangehens an Originalnegative oder an Digital Source Masters unter Reduzierung denkbarer Umkopierverluste bei unsachgemäßer Filmnachbearbeitung oder weiterer Zwischenstufen.

 

 

Irgendwie habe ich den eindruck, Du weißt nicht, wovon Du hier schreibst:

 

Die SOUTH PACIFIC DVD wurde nach dem einscannen des neuen interpositives (in 4k, runtergerechnet auf 2K) durch alle gängigen software programm "geschleust", die die digitalen postproduction-zauberer so haben. Es ist ja schön und absolut in ordnung, dass dabei ein für Dich guter look herausgekommen ist, vielleicht ja sogar noch besser als es rein photo-chemisch zu erreichen wäre. Also hut ab, vor den postproduction-künstlern, die Du hier so stark lobst, denn die neuen digitalen restaurationsprogramme können schon einiges.

 

Wissen Sie selbst, wovon Sie noch schreiben?

 

Das Einscannen des Interpositivs von SOUTH PACIFIC war die Grundvoraussetzung für einen Transfer, schreiben Sie richtig: das ist allgemein der übliche Wege zum DVD-Mastering und somit keine Ausnahme und Manipulation.

Bei SOUTH PACIFIC wurden einige defekte Einstellungen (oder auch ein kompletter Akt) auch über Separationen gewonnnen. Einiges ist dankenswerterweise digital nachbearbeitet worden, jedoch nur einzelne Einstellungen (ich gucke mir diese noch genauer an). "Schlecht" sehen auf DVD unter den digital nachbearbeiteten Szenen allerdings die wiedereingefügten Out-Takes der gefadeten 70mm-Altkopie aus: d.h., daß auch den "digitalen Postproduktionszaubern", wie Sie schreiben, somit kein kompletter Ausgleich gelungen ist, wenn bereits eine Vorlage in Kontrast und Farbe unrettbare Verluste aufweist.

[um so amüsanter finde ich in diesem Forum immer Ihre gescannten Filmclips, die Sie zu Werbezwecken als Rekonstruktion oder Restaurierung der Originalfarben einer Premierenkopie ausgeben - angeblich sind sie über Ihre brandneue PC-Software oder auch bei irgendeinem Telecine-Operator "nachgebessert", was Sie nicht näher bekanntgeben mochten].

 

Die abzutastenden Interpositive sind also i.d.R. mechanisch und farblich vollkommen intakt und sind seit jeher auch unabdingbare Voraussetzung auch für die analoge Umkopierung. Sie sind die Grundvoraussetzung wohl für jede Art der Neuherausgabe eines Films und auch der Wirksamkeit digitaler Tools im Falle einer erforderlichen Nacharbeit (Retusche u.a.). Allerdings gibt es keinen Grund, ein intaktes Interpositiv - z.B. bei CLEOPATRA auf 35mm als DVD-Vorlage gegeben - digital zu "manipulieren", wie Sie hier beständig verbreiten wollen.

 

Am abwegigsten ist Ihre Unterstellung, mir gefiele der Look der SOUTH PACIFIC-DVD aufgrund Ihrer rein digitalen Verarbeitung, die angeblich jedem filmischen (so insinuieren Sie) überlegen sei.

Falls Sie selbst daran glauben: vielleicht möchten Sie sich vom Filmbandoriginal vielleicht lösen?

Zur Erklärung: mir gefallen diejenigen Szenen in SOUTH PACIFIC (DVD) gut, die nicht mehr und nicht weniger "herausholen", was nicht bereits das analoge Interpositiv oder das Negativ hergeben kann. Diese DVD-Version von SOUTH PACIFIC von 2006 stellt (das ist jetzt für Forums-User vorerst unüberprüfbar und verständlicherweise wieder "anfechtbar") nach Zeitzeugenaussagen eine "perfekte Annäherung" an die zeitgenössische Kopie von 1959/60 dar. Dem bin ich zugeneigt, uneingeschränkt Glauben zu schenken.

 

SOUTH PACIFIC (ich bin noch nicht in der Erkundung ganz durch und habe auch nicht alle Einzelheiten abgeklopft) besitzt auf DVD den überzeugensten Look der letzten 43 Jahre. Es ist unbegreiflich, warum die etwas gekürzte Version auf 70mm von 2006 nicht nur vollständig anders, sondern geradezu unmöglich schlimm aussieht: ausgelaugt, klatschhell, gelb-monochrom, die Wirkungen der Farbfilterungen nivellierend.

Eine Aussage der Fox sei zur Diskussion eingeworfen: das Negativ beginne zu faden. Nun: es beginnt vielleicht zu faden, ist aber noch nicht zu sehr gefadet, denn selbst das Ergebnis der leider mißglückten analogen (!) 70mm-Neukopierung ließe sofort Schlüsse auf ein Fading zu, das schlagartig erkennbar wäre. Eher bezeugt also diese Neu-Kopie von 2006 eklatante Fehlgriffe in der analogen Neukopierung - ebenso wie bei CLEOPATRA, dessen Negativ allerdings in "hervorragendem" (so Fox) Zustand sein soll, aber in der Filmneukopierung ebenso komplett "durcheinanderfällt" wie SOUTH PACIFIC.

 

Für derartige Ausschusskopierung gibt es, zumindest bei CLEOPATRA, nicht den mindesten Grund. (Es sei denn, finanzielle Gründe.) Eine solche Kopie hat nur Chancen auf einem Nostalgie- und Museumsfestival. Würden die Mogule der Jetztzeit (Cameron, Spielberg) derartige Premierenkopien Ihrer Blockbuster-Events zum Einsatz bringen, wäre das Gelächter groß.

Oder ist Material der Firma Kodak anno 2006, sind gar die Kopierwerke der Großstudios heute vollständig nicht mehr in der Lage, hunderttausende von Negativen von vor 1973 zu kopieren? Wäre das in der Filmwelt und seitens @preston sturges dann die nächste Legende, die in Umlauf gebracht wird?

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sorry, aber Deine letzten postingversuche verstehe ich nicht.

 

Wäre es Dir evtl. möglich, Deinen wörtern, die sich aus Dir wild und ungeordnet ergießen, etwas formale, inhaltliche und sprachliche struktur zu geben und in verständliche sätze zu kleiden?

 

Vielleicht hilft es auch, vorher nach stichpunkte zu ordnen und zu gewichten und dann ein thema oder ein argument nach dem anderen abzuarbeiten.

 

So wie Du die sätze in die tasten haust, liest es sich wie ein kunterbunt hingestreutes mikado spiel von sätzen, dass man sehr mühsam auseinander klauben und erst ordnen muss. Danke sehr ...

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... Man macht keine professionellen DVD-Transfers von Filmkopien, es sei denn, es ist gar kein anderes Material als eben eine Kopie mehr greifbar. Der Transfer erfolgt so gut wie immer von Interpositiven. Und das ist auch gut so....

 

Wie dem auch sei - dann eben von einem Interpositiv. Trotzdem wage ich zu bezweifeln, dass wir hinterher auf der DVD genau das sehen, was auf der Kopie bzw. dem Interpositiv drauf ist. Aber ganz genau kann man das nur wissen, wenn man A/B-Vergleiche anstellt.

 

 

...In der folgenden Einführung in K. sprachst Du von einem vollkommen gefadeten Kameranegativ von SPARTACUS, weshalb dann von den Separationen kopiert wurde.

Anmerkung: Ich wäre recht froh, endlich erhärtbare Nachweise für dieses Fading zu finden. Bis dato bin zumindest ich noch nicht fündig geworden, abgesehen von so lautenden Presseerklärungen der Restauratoren.

 

Kleine Korrektur: nicht "vollkommen gefadet" sondern "erheblicher Farbschwund im Gelbbereich". Das ist zumindest die Info, die mir zur Verfügung stand. Aber um es ganz genau zu wissen, sollte man evt. Herrn Harris kontaktieren.

 

...Im Folgenden erwähntest Du Panavision-Aufnahme-Anamorphote beim Dreh von SPARTACUS. Ja, es steht das Panavision-Label im Vorspann und ein Jeder käme auf keine andere Version. Defacto aber handelt es sich um die Repro-Optiken bei der Umkopierung des Technirama-Kameranegativs....

 

Ich danke @magentacine für diesen sehr interessanten Hinweis. Es ist schön, immer wieder etwas dazulernen zu dürfen.

 

...Ich bin überzeugt, daß ordentlich gemasterte DVD's,...

 

Und genau da ist der Hund begraben. Wer von uns ist denn beim Mastering der einzelnen Titel anwesend? Daher empfinde ich es immer als Spekulation, wenn man eine DVD als eine Art Referenz heranzieht. Niemand von uns weiß, was beim Mastering alles gemacht wurde.

 

...Dieser Tatsache solltest Du bitte nicht weiter Widerstand leisten, da auch Deine Beoabachtungen der von Dir favorisierten DLP-Projektionen auf einem ähnlichem "Phänomen" beruhen: des Herangehens an Originalnegative oder an Digital Source Masters unter Reduzierung denkbarer Umkopierverluste bei unsachgemäßer Filmnachbearbeitung oder weiterer Zwischenstufen....

 

Auch eine DLP-Projektion seheh ich nicht als Referenz an, "empfinde" jedoch die Qualität als deutlich besser gegenüber neuzeitlichen 35mm-Kopien, die in Deutschland zum Einsatz kommen. Ich weiß sehr wohl, wie fantastisch gut "echte" 35mm-Kopien aussehen können, die zusätzlich noch mit "richtig" justiertem Equipment zur Aufführung kommen.

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@preston sturges, Ihrer Mahnung an mich hinsichtlich der Verständlichkeit sei die Bitte nachgereicht, öffentlich ernsthafter zu debattieren. Nur noch in geraffter Kürze die Vorrede zur Restaurationsfrage, der ja keiner, der sich langfristig für Filmgeschichte interessiert, ernstlich eine Erkenntnis entnehmen kann:

 

... wenn ich bedenken habe, teile ich diese dem verleih in angemessener form und unter wahrung der unter geschäftspartnern üblichen formen mit. In diesem fall habe ich keine bedenken und denke nicht daran, der bedenkenweiterreicher eines einzelnen gelbsehers zu sein.[...]

wer hat Dir denn da in den kakao gespuckt? ... äußerst unqualifiziertes pauschalurteil ... ich darf im gegensatz dazu einen älteren festival-gast zitieren, der mir gestern schrieb:

 

" ... insbesondere "Cleopatra" waren von herausragender Qualität. Der letztgenannte Filme hatte Referenzstatus, die Bildauflösung war selbst in den Totalen sehr gut. Auf dieser Ebene sind mir 70mm-Filme aus den 60er Jahren erinnerlich."

 

Soweit der eindruck eines zeitzeugen, der die filme damals gesehen hatte und, wie er weiterhin ausführte, damals als filmfan von einem Todd-AO kino zum anderen reiste und viele filme oft mehrmals sah.[...]

alleine die unmöglichkeit den CMYK-farbraum von farbfilmmaterial absolut korrekt in den RGB-farbraum der digitalen welt zu übertragen läßt alle ansprüche auf "absolutheit" und "referenzstatus" von vornehinein scheitern. Die wiedergabe numerisch bestimmter RGB-farben auf unterschiedlichen geräten (crt, tft, plasma, schweigenden beamern) führt zu unterschiedlichen farbwahrnehmungen. Vergleiche einmal ein sattes grün eines landschaftsbildes. Das "grünt so grün" immer anders ...[...]

 

Bei der kopie handelt es sich definitiv nicht um die Null-kopie.

 

Aber etwas anderes war von Dir ja auch wirklich nicht zu erwarten. Manche sehen eben das, was sie sehen wollen ... jedem das seine ...[...]

Der rest der welt schaut sich mit vergnügen weitere kopien an und interessiert sich eine feuchte mohrrübe für die beleidigungen und haarspaltereien der "berlinerischen untergrund-restaurationsfront". [...]Wir werden uns bemühen, eine richtig schlechte ausschußkopie für Euch zu erhalten und den bildstand auf ganz locker justieren, da zappelt auch die DP70 noch ordentlich.

 

So macht dann festival für Euch richtig spaß. Ein Wörterbuch "Deutsch-Englisch der vulgären Ausgangssprache" legen wir bereit, kann ja sein, dass ein gast aus dem ausland Eure fachlich kernigen sprüche in seinem schuldeutsch nicht versteht.[...]

GELBSTICH!! ... Chinesen im US-Kopierwerk?

[...]

That's life, my friend ... genieße es und kralle Dich nicht an gelbstichen fest, die nur Du siehst.[...]

ich muß auch sagen, dass in dieser kopie alles "goldene" hervorragend echt aussah, m.e. das beste film"gold", dass ich seit langem gesehen habe. Ich mag nur mit grausen daran denken, wie das mit einem magenta-filter ausgesehen hätte, dessen verwendung @cinerama offensichtlich ernsthaft hier vorgeschlagen hat.[...]

Ich zitiere einmal WIKIPEDIA ...

 

Psychopathologisch leiden Querulanten häufig an einer paranoiden oder sonstigen Persönlichkeitsstörung.

Direkt zur Besprechung von @magentacine:

 

Vorbemerkungen:

 

1. Ich fand das Karlsruher Festival sehr gelungen und habe mich gefreut, die Vorführmängel des Vorjahres fast vollständig behoben zu sehen.

 

2. Selbstverständlich bin ich als Besucher froh und weiß es zu schätzen, daß preston sturges das Festival in dieser Form organisiert und daß verschiedene Leihgeber Kopien zur Verfügung stellen. Besonders wichtig finde ich, daß auch zeitgenössische Kopien mit dem unvermeidlichen Farbfading zur Vorführung kommen, da sie häufig einen klareren Eindruck des Films vermitteln können, als es bei neugezogenen Kopien der Fall ist.

 

3. Die Filmauswahl zu diskutieren erscheint mir sinnlos, denn „allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann". [...]

 

4. Die Freude darüber, einen älteren Film im Kino sehen zu können, noch dazu im korrekten Bildformat und in der stereofonen Tonfassung, darf auf technisch-restauratorischer Ebene nicht den Blick für objektiv vorhandene Unterschiede in Neukopierungen oder restaurierten Versionen trüben. [...]

 

5. Was mir inakzeptabel erscheint, ist ein Hochjubeln von technisch mängelbehafteten Neukopien, nur deshalb, weil sie neu kopiert wurden und – wie denn auch nicht – frei vom Farbschwund erscheinen. Ein konkretes Beispiel scheint mir die bereits diskutierte 70-mm-Fassung von 2001: A SPACE ODYSSEY zu sein,[...]

 

6. Beides ist legitim:

 

- die Begeisterung des Fans für ein immer noch beeindruckendes Filmerlebnis in einer neuen Kopie, ohne fehlende Passagen, von gewissenlosen Kinobesitzern für die Privatsammlung „geplünderte“ Teile und angelöschte oder klopfende Magnetspuren.

- Der technisch-analytische Blick, der bei einer neuen Kopie den Vergleich mit der Wirkung der älteren Kopien versucht [...]

[...]

Ich bitte daher höflich, persönliche Anwürfe, Geschmacksurteile über einzelne Filme und Pauschalurteile wie „Ich fand’s super – was wollt ihr eigentlich“ anderswo anzubringen und hier nach besten Wissen und Gewissen Eindrücke und Beobachtungen vom Festival zu schildern.

 

Ich beginne mal mit SOUTH PACIFIC:

 

 

SOUTH PACIFIC

 

Vergleichssichtung:

Deutsche 70-mm-Erstaufführungskopie mit untertitelten Songs, farblich sehr gut erhalten, gezeigt vor einigen Jahren im Deutschen Filmmuseum

 

FARBE

Die neue Kopie hat selbstverständlich sattere Farben als die überdurchschnittlich gut erhaltene EA-Kopie (um 1999).

Auffällig ist in der NK, daß nahezu alle Szenen ohne Effekt-Farbfilterung einen leichten bis im Einzelfall schweren Gelbstich aufweisen, der auf unausgeglichene Lichtbestimmung zurückzuführen sein dürfte. Manche Außenaufnahmen sind wieder einwandfrei, so daß eine Veränderung des Negativs, etwa durch Farbstoffschwund, unwahrscheinlich erscheint.

 

AUSNAHMEN

Die Farb- und Lichtsprünge zwischen Bühnenshow und Publikum haben nichts mit der Lichtbestimmung zu tun, sondern sind bereits aufnahmeseitig (Studio/Location) bedingt.

 

OFFENE FRAGEN

Die wenigen Aufnahmen am Strand (Manöver), die mit dem „Bugeye“-Objektiv aufgenommen wurden, wirkten sehr körnig und unscharf. Es wäre interessant festzustellen, ob diese Passagen in der EA-Kopie ebenfalls einen anderen Charakter hatten.

 

SCHÄRFE

Durch den Intermednegativ-Prozeß wirkt die NK minimal körniger, die vom Kameranegativ kopierte EA ist also etwas feinkörniger. In puncto Auflösung wurde dem Look des Films aber kein unvermeidlicher Schaden zugefügt (subjektiver Vergleich: NK von PATTON).

 

GESAMTEINDRUCK

Der Duplikatprozeß scheint weitgehend einwandfrei abgelaufen zu sein (eine „Hinrichtung im Kopierwerk“ à la SOUND OF MUSIC im letzten Jahr fand nicht statt.) Bildstand einwandfrei, Schärfe gut.

Die gezeigte Kopie ist aber in der Farbabstimmung extrem uneinheitlich und bestenfalls als ein Schritt auf dem Weg zur richtig auskorrigierten Kopie zu bezeichnen. Innerhalb einzelner Szenen gibt es große Farbsprünge, etwa im Büro des Kommandanten.

 

DVDs können natürlich keine Referenz für den Gesamteindruck einer Filmkopie sein. Das Farbkonzept, wie es sich anhand der überlieferten EA-Kopie darstellt, wird aber in der Korrektur der DVD werkgetreuer transportiert als in der neuen 70-mm-Kopie. Die Wirkung der „Farbfilterei“ entsteht ja erst im Gegensatz zur realistischen ungefilterten Eastmancolor-Realität. Aus der EA-Kopie und dem Wissen über den Umgang mit dem damaligen Filmmaterial läßt sich schlüssig ableiten, daß eine neutrale Farbgebung und nicht der fast durchgehende leichte Gelbstich der NK werkgetreu ist. Insofern ist cineramas Behauptung, daß die DVD für den farblichen Look (nicht für Auflösung und andere Parameter!) vorbildlich sei, eindeutig zuzustimmen.

 

Zu SOUTH PACIFIC:

 

Die in Frankfurt 1997 gezeigte Kopie war bereits sehr hell (Todd-AO-Kopien besaßen ja ursprünglich eine besonders hohe"Dichte" wurden prinzipiell eher also --> "dunkel" kopiert) ,

ansonsten alles wie von Dir beschrieben. Auch in der Frankfurter EA-Kopie konnte zumindest ich aber damals das Konzept der Farbfilterung nur als Torso noch nachverfolgen, ähnlich 2006 im entgegengesetzten Fall: der Neukopierung. In diesem Punkt der "Farbwirkung" vermochte mir nur die DVD "Süd Pazifik" [# 07045] die Augen zu öffnen.

 

Der von Dir konstatierte Gelbstich schmälert möglicherweise sämtliche Wirkungen und die Gesamtkonsistenz. Er verfälscht nicht nur den Eindruck der dramaturgisch-visuellen Umsetzung einer "Rückkehr zur Realität" (hier wieder die neutrale Beleuchtung dominant), sondern m.E. auch die gefilterten Szenen, verstärkt durch eine VIEL ZU HELLE Kopierung, die mitverantwortlich ist für einen Anstieg der Körnigkeit, evt. auch einiger Bug-eye-Strandszenen. An diesem Punkt stufe ich selbst die "dichteren" (und somit weniger farbstich-anfälligeren) Außenaufnahmen in der Neukopierung als leider nicht einwandfrei ein, da sich der Gelbstich durch den gesamten Film zieht (durch alle Fox-Kopien inkl. - etwas verminderter - in AGONY AN THE ECSTASY. Er gehört nicht zum Film und nicht zum Negativ, auch wenn manche es behaupten.

Zu den Farbsprüngen zwischen Publikum und Zuschauerraum: Die Zuschauerszenen sind blau (Cyan-Filter), die Bühnenschau ist dagegen im Studio gedreht und neutral beleuchtet.

 

Besonders relevant Dein Resümee:

Der Duplikatprozeß scheint weitgehend einwandfrei abgelaufen zu sein (eine „Hinrichtung im Kopierwerk“ à la SOUND OF MUSIC im letzten Jahr fand nicht statt.) Bildstand einwandfrei, Schärfe gut.

Die gezeigte Kopie ist aber in der Farbabstimmung extrem uneinheitlich und bestenfalls als ein Schritt auf dem Weg zur richtig auskorrigierten Kopie zu bezeichnen. Innerhalb einzelner Szenen gibt es große Farbsprünge, etwa im Büro des Kommandanten.

 

Der Duplikatprozeß in SOUTH PACIFIC (2006) scheint - anders als bei LAWRENCE, VERTIGO oder 2001 - einwandfrei zu sein, eine perfekte DVD war das Ergebnis desselben. Erst während des nacheilenden Auftrags, schnell noch für ein paar unverbesserliche Breitfilm-Freaks und Festivals noch gnädig eine Kopie "abfallen" zu lassen, so scheint mir, rutschte der insgesamt höchst lobenswerte Ansatz der Restauratoren auf das untere Niveau einer analogen Neukopierung.

Liebend gerne wiederholungsbedürftig!

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