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F. Wachsmuth

Synkino – endlich einfach vertonen

324 Beiträge in diesem Thema

Hallo Friedemann,

ich habe den Eindruck, daß das nicht reicht. Dein CarryOverCorrection hält keine Information eines aufkumulierenden Auseinanderlaufens.

Daß Du die Geschwindigkeit des Projektors ermittelst und dann die des Sounds entsprechend anpaßt ist eine Sache (die mit dem P). Aber der Überlauf dient nur dazu eine Begrenzung von P weiterzureichen und dann Stück für Stück auszugleichen, wenn ich das richtig verstehe.

 

Zum dauerhaften Synchronisieren benötigst Du aber unbedingt den I-Anteil, und dazu mußt Du zwingend außer der Frequenzmessung auch eine Sollzeit berechnen, an der dein Sound sein muß.

Also (um ein bildliches Beispiel zu geben), wenn der Projektor 11.893 Bilder projiziert hat, sind das nominell 660,72 Sekunden Laufzeit (bei 18B/s). Der Timestamp Deines Sounds muß also jetzt auf diesem Wert stehen.

Und das unabhängig wieviel Zeit tatsächlich vergangen ist, denn der Projektor kann ja bei einer kleinen Abweichung von den 18B/s) die 11.893 Bilder z.B. schon nach 655 Sekunden projiziert haben, die P-Regelung Deines Systems hat aber den Sound durch Zeitverzögerungen, Mittelungsfehler etc.  (Näheres dazu in der einschlägigen, theoretischen Regelungstechnikliteratur) erst bei Timestamp 659 (und nicht bei 660,72) wodurch 1 Sekunde Abweichung entstanden ist.

Du mußt die Einzelbilder eines Films zählen und kontinuerlich den Zählstand mit dem Timestamp Deiner Sounddatei vergleichen und bei Differenz gegensteuern.

Du mußt dazu nicht alle Einzelbilder eines Films zählen, sondern soviele, wie Du technisch maximal benötigst, Synchronität herzustellen.

 

Liege ich richtig?

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Jetzt wirds langsam richtig interessant.

Wollte erst noch was zum PID-Regler schreiben. Aber Helge kennt sich offensichtlich aus.

Leider weiß ich nicht, wie Digitalsysteme intern mit Audiodateien umgehen. Ich weiß aber, das die kleinste Einheit hier nicht Frames sondern Samples sind.

Das Auseinanderlaufen ist im Prinzip ja schon fast ein Sonderfall am Rande einer Störung. Wenn der Anwender keinen Zugriff auf die Geschwindigkeitsregelung des Projektors hat ist erst mal Ende mit Synchronbetrieb.

Ich weiß zumindest von der Gebuhr-Synchronanlage, dass der Baustein einen sehr großen Bildzählspeicher hat. Man kann also den Projektor im Synchronlauf anhalten, das Tonband manuell weiterlaufen lassen und dann anhalten, den Projektor wieder starten und an der entsprechenden Stelle startet das Tonband selbständig wieder ein. Ganz wichtig falls mal der Film reißt, oder anderweitig ein Stopp in der Projektion erforderlich werden sollte.

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Ich habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen was Helge meint: Er möchte, dass das System in regelmäßigen Abständen dem fortgelaufenem bzw zu langsamen Bild hinterher bzw zurückspringt. Also automatische Resynchronisierung, wenn der Anwender ein Idiot ist und partout nicht merkt, das die Laufgeschwindigkeit des Projektors nicht stimmt.

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Nein, ich es geht nicht um Anwenderfehler, es geht um die Grundfunktionen!

Eine reine P- oder PD-Regelung verhindert kein Auseinanderlaufen von Bild und Ton, sie verzögert es nur.

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Danke, Helge, das ist interessant und ich verstehe genau was Du meinst.

Mein CarryOverCorrection enthält aber durchaus die kumulierte Information des Auseinanderlaufens -- zumindest, bis er überläuft (was ca. einer Stunde Drift entspräche).

 

Eine exakte Audio-Wallclock (also wo genau im Audiofile steht mein "Tonkopf" gerade) ist mit meiner derzeitigen Technik leider nicht abbildbar. Bei Formaten wie mp3 und aac ist das codecbedingt sehr schwierig, bei ogg oder wma könnte es etwas besser aussehen -- aber auch das muss ich noch genau prüfen. Vermutlich brauche ich zum Testen noch einen deutlich längeren Testfilm als meinen derzeitigen Dreiminüter.

 

Einzelbilder hingegen zu zählen ist kein Problem -- mit einem 32-Bit long habe ich genug Platz für Filme mit siebeneinhalb Jahren Laufzeit :) Mal sehen, was mir da noch einfällt -- vermutlich muss ich das Thema Wiedergabe (nebst Samplerateanpassung) noch einmal neu überdenken.

 

Gizmo: Den von Dir beschriebenen "Nothalt" bilde ich schon ab, der ist nicht das Problem.

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Hallo Friedemann,

Du brauchst keine separate Wall Clock, die Informationen liegen in der SW alle vor.

Du hast ja die abgelaufene Zeit und Du kennst alle "Manipulationen ", die Du am Sound vorgenommen hattest. Damit solltest Du immer klar wissen, an welcher nominellen Stelle der Soundfile gerade steht.

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Da hätte ich dann aber die gleichen Rundungsfehler wie jetzt, no?

 

Vermutlich sollten Audio- und Impulszählermodul eigentlich auch selektierte Quarze haben.  Oder ich hole mir deren 16 MHz aus einem Si5351... dann wäre allerdings die Kabellosigkeit flöten. Alternativ könnte ich eventuelle Differenzen auch Kalibrieren... also beide Seiten idlend <=2^32 Mikrosekunden zählen lassen und danach sehen, wer wieviel Vorsprung hat. 

 

All das ersetzt aber vermutlich kein echtes "I". 

 

Als nächstes werde ich mir wohl mal 30 Minuten Testfilm mit Ton basteln müssen. Wenn  die bis zum Ende synchron bleiben, geht es auch mit doppelter oder dreifacher Menge. 

 

Danke aber für den super Hinweis und die Erklärung, Helge. Auch wenn ich diese Thematik aus der Theorie nicht kannte, habe ich mir intuitiv eine Audio-Wallclock gewünscht. Und wenn ich sie wirklich brauche, dann kriege ich die auch irgendwie hin. Ich hab ja keine Eile. :)

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Hallo Friedemann,

 

zunächst auch von meiner Seite noch ein frohes Neues Jahr. Zu Deinem Projekt möchte ich Dich beglückwünschen
und bin auch sehr interessiert. Ich habe das Fälker-System, bei dem der (Bauer) Projektor über ein Videosignal
auf die Austastlücke synchronisiert wird. Zum Nachvertonen ist das geeignet, nicht aber für Zweiband mit 18
oder 24 B/s. Ich war schon immer ein Freund der Idee, den Ton nachzuführen, wenn auch akustisch
anspruchsvoller (eine Veränderung der Projektor-Bildfrequenz ist ja für den Zuschauer sehr gut verträglich).

 

Mir geistert bereits seit einigen Jahren die Idee im Kopf herum, ein System à la DTS für Schmalfilm zu
basteln. Der Timecode (inkl. Kennung des Films) sollte von der Tonspur (Frequenzgang einer 0,45mm
Ausgleichsspur sollte reichen) kommen, so dass auch ein nachträglich geschnittener Film (z.B. unbeabsichtigt
durch Filmriss oder aber eine neue ZUsammenstellung) mit Start und Stopp des Projektors mit Ton vom digitalen
Datenträger wiedergegeben werden kann. Was mich an der Idee allerdings stört, ist die Notwendigkeit einer
Magnettonspur auf dem Film (und dem damit verbundenen Tonkopfverschleiß). Für stumme Kopien oder
Lichttonkopien (auch 16mm) ist dieses Prinzip daher nicht praktikabel. Die Zweibandvorführung mit 16mm und
35mm stand bei mir auch immer mit im Fokus.

 

Daher begrüße ich Dein Vorhaben außerordentlich und möchte noch ein paar Anregungen geben. Bitte fühle Dich
dadurch nicht unter Druck gesetzt. ;-)

 

1. Ein Synchronstart wäre eine feine Sache. Ich habe mir hierzu leider ergebnislos Gedanken gemacht. Eine
Ausspiegelung des Projektionsbildes zur Startkreuzerkennung scheint mir mit untragbaren Nachteilen verbunden.
2. Eine zweite Fotodiode zur Erkennung der Laufrichtung würde auch das Rangieren/einen Rücklauf ohne
Synchronitätsverlust gestatten, bedarf aber einer präzisen Positionierung, d.h. die Manipulation des
Projektors gestaltet sich aufwändiger. Als Funktionserweiterung wäre das aber durchaus (zu späterem Zeitpunkt)
interessant. Die Installation einer Gabellichtschranke an der Umlaufblende ist ja nicht sooo kompliziert.
3. Eine Speicherung des Wiedergabestopppunktes würde es gestatten, die synchrone Wiedergabe auch nach einer
Unterbrechung (im Worst Case Stromausfall) fortzusetzen.

 

Kurzum: Ich wäre gerne dabei. :-)

 

Den Code schaue ich mir noch genauer an, aber es kamen ja schon wertvolle Hinweise. Gutes Forum!

 

Viele Grüße,

 

Peter

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Vielleicht mache ich es mal anders und nähere mich dem Thema aus anderen Richtung

 

Voraussetzung:

1) Du willst den Projektor nicht steuern, da es hier zum Einen viele Projektoren gibt, die nicht oder nur kompliziert (zuverlässig) steuerbar sind.
(Hat ja nicht jeder einen Visacustic)

Die existierenden Projektoren haben mit Sicherheit zunächst mal alle (sozusagen "out of the box") riesenhafte Abweichungen
Zum Anderen wachsen eben keine neuen Projektoren mit moderner Technik nach.

 

2) Der Ton ist sowieso (schon immer) ein separates Medium und separat zu bearbeiten. Den Ton hat man früher nur ungern gesteuert, weil das früher hörbar war. Dein Ansatz ist der moderner Tonverarbeitung (und da wächst ziemlich viel nach), die die Tonsteuerung ohne oder mit sehr reduzierter Wahrnehmbarkeit ermöglicht (z.B. bleibt die Tonhöhe bei stauchen oder dehnen konstant). Und man kann mithilfe sehr genauer Quarzsteuerungen die Dauer einer Tonaufnahme vermutlich über eine Stunde sehr exakt und wiederholbar steuern.

 

3) Das Ziel muß es ja sein, bei einer Vorführung von z.B. 45 Minuten Film noch in der 44. Minute einen Einsatz synchron darbieten zu können oder (die höheren Weihen) auch dann noch einen lippensynchronen Take zeigen zu können. Der letzte Fall verlangt eine Abweichung bei 18B/s von nicht mehr als ca. 1 Bild.

Ob der moderne Ton (#2) das allerdings erreicht....? (ist aber m.E. egal, siehe Beispiel ganz unten)

 

 

vor 3 Stunden schrieb F. Wachsmuth:

Da hätte ich dann aber die gleichen Rundungsfehler wie jetzt, no?

 

Vermutlich sollten Audio- und Impulszählermodul eigentlich auch selektierte Quarze haben.  Oder ich hole mir deren 16 MHz aus einem Si5351... dann wäre allerdings die Kabellosigkeit flöten. Alternativ könnte ich eventuelle Differenzen auch Kalibrieren... also beide Seiten idlend <=2^32 Mikrosekunden zählen lassen und danach sehen, wer wieviel Vorsprung hat. 

 

All das ersetzt aber vermutlich kein echtes "I". 

 

Als nächstes werde ich mir wohl mal 30 Minuten Testfilm mit Ton basteln müssen. Wenn  die bis zum Ende synchron bleiben, geht es auch mit doppelter oder dreifacher Menge. 

 

Danke aber für den super Hinweis und die Erklärung, Helge. Auch wenn ich diese Thematik aus der Theorie nicht kannte, habe ich mir intuitiv eine Audio-Wallclock gewünscht. Und wenn ich sie wirklich brauche, dann kriege ich die auch irgendwie hin. Ich hab ja keine Eile. :)

Also:

4) Rundungsfehler sind je nach Deiner internen Verarbeitungsmethode möglich oder ausgeschlossen, so tief bin ich noch nicht eingestiegen.

 

5) Ein Impulszählmodul zählt nur Impulse, d.h. es ist erst mal unabhängig von einer Quarzfrequenz.

 

6) Wenn Du den Ton nicht beeinflussen würdest, wäre dessen abgelaufene Zeit Deine Wallclock, d.h. diese Zeit entspräche sozusagen der zahl der Impulse auf der dritten Spur der klassischen Zweibandvertonung z.B. mit dem Visacustic. Ich würde an Deiner Stelle aus der Frequenz, mit der das Audiomdul betrieben wird, eine Referenz herunterteilen, die diese Tonband-Impulse repräsentiert.

 

7) Wenn Du nun diese Sound Referenz mit der Impulszahl aus dem Projektor vergleichst kannst Du prima regeln (P, D und I)!

Das Problem, das wirklich in den Griff gekriegt werden muß, ist in jedem Fall die Genauigkeit der Regelung, d.h., Du mußt in der Lage sein, die Anpassungen am Ton so zu rechnen, daß Du (rein kalkulatorisch) die Referenz Impulse aus #6 veränderst, sonst bekommst Du ja keine echte Regelung.

 

Beispiel:

An Stelle 660,72 Sekunden hat der Sound das Äquivalent der 11.893 Impulse geliefert, der Projektor aber nur 11.890 Bilder (zur Anschaulichkeit tue ich mal so, als wäre Deine Regelung so schlecht, eigentlich darf ja nie eine Abweichung von mehr als +-1 B auftreten).

Nun mußt Du den Ton verlangsamen, so daß jetzt z.B. bis Projektor Bildnummer 11896 (also 6 Bilder bzw. 1/3 Sekunde später) nur 1/6 Sekunde "mehr" Ton geliefert wird. da sich die Quarzfrequenzen aber nicht ändern, erhältst Du aus dem Signal aus #6 kein entsprechendes Feedback und mußt das kalkulatorisch bereitstellen (z.B. durch eine interne Korrektur eines von mir erdachten Tonimpuls-Zählers um -3).

Die Zahlen gehen nur zur Veranschaulichung davon aus, daß der Ton bei 660,72 Sekunden Echtzeit auch wirklich das Äquivalent von 11.893 Impulsen geliefert hatte. Es ist aber egal, ob er das Sekunden vorher oder nachher erst macht, wenn Du einen internen Zähler für den abgelaufenen Ton hast, der z.B. aus der Quarfrequenz des Tonteils kommt.

 

Hoffe, das war nicht für kurz vor Mitternacht zu wirr, aber ich konnte es nicht lassen, diese Eingebung zu teilen.:7_sweat_smile::7_sweat_smile::13_upside_down:

bearbeitet von Helge (Änderungen anzeigen)
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vor 19 Stunden schrieb filmfool:

...

1. Ein Synchronstart wäre eine feine Sache. Ich habe mir hierzu leider ergebnislos Gedanken gemacht. Eine
Ausspiegelung des Projektionsbildes zur Startkreuzerkennung scheint mir mit untragbaren Nachteilen verbunden.
2. Eine zweite Fotodiode zur Erkennung der Laufrichtung würde auch das Rangieren/einen Rücklauf ohne
Synchronitätsverlust gestatten, bedarf aber einer präzisen Positionierung, d.h. die Manipulation des
Projektors gestaltet sich aufwändiger. Als Funktionserweiterung wäre das aber durchaus (zu späterem Zeitpunkt)
interessant. Die Installation einer Gabellichtschranke an der Umlaufblende ist ja nicht sooo kompliziert.
3. Eine Speicherung des Wiedergabestopppunktes würde es gestatten, die synchrone Wiedergabe auch nach einer
Unterbrechung (im Worst Case Stromausfall) fortzusetzen.

...

Zu 1.: der Projektor wird auf das Startkreuz eingestellt und dort gestoppt, das "Synkino" dann gestartet und dann der Projektor von Hand gestartet. Wichtig ist nur, daß das Synkino ab Start alle Bilder "sieht", d.h. der Projektor sollte die Lampe im Stillstand anmachen können. Dann sollte das Nachführen des Tons vom Startkreuz an kein problem mehr sein

 

Zu 2.: das ganze Synkino Prinzip kommt ohne irgendeine Manipulation am Projektor aus, daher halte ich eine Laufrichtungserkennung für extrem schwierig. Friedemanns Vorschlag zur Vertonungsarbeit erwartet eine einfache, digitale Kopie des möglichst fertigen Films vorher, daher sehe ich wenig Notwendigkeit zum Rangieren während der Arbeit bzw. der Filmvorführung mit dem Synkino

 

Zu 3.: hierzu hatte ja Friedemann schon geschrieben, daß das System jederzeit nach dem Anhalten des Films sich beim Wiederstarten von alleine aufsynchronisiert, m.E. aber nur dann, wenn das Synkino die Bilder bis zum Stillstand und ab Wiederstart auch alle "sieht", d.h., die Lampe dabei an ist (siehe dazu auch #1)

 

Ich arbeite heute genauso mit dem Visacustic, nur eben umgekehrt (Tonquelle steuert Projektor). Wenn ich das Tonband bzw. die Wiedergabe vom PC anhalte hält automatisch der Projektor an und beim Wiederstart des Toms, läuft auch automatisch der Projektor wieder weiter und synchronisiert sich innerhalb weniger Sekunden wieder mit dem Ton.

Vor der Vorführung steuere ich vom Steuergerät aus mit der stufenlosen Drehzahlsteuerung das Startkreuz an (zumindest in dessen unmittelbare Nähe), stelle dann die Dreiflügelblende bei abgeschaltetem Motor manuell so, daß das Startkreuz in der Mitte der 3 Bilder angezeigt wird. Dann resete ich das System und starte den Ton und ab da läuft alles synchron.

Solange der Film nicht reißt, läuft alles synchron bis zum Ende durch.

Wenn er reißt, habe ich ein Problem.

Dann muß ich mir möglichst genau merken, bei welchem Bild ich den Ton nun gestoppt habe, den Film kleben, von Hand in den Projektor so einlegen, daß möglichst genau diese Stelle projiziert wird und dann während der Projektion mithilfe der +- Taste so rasch wie möglich wieder Synchronität herstellen.

Ist mir bisher bei etwa 50% der Filmrisse auch wirklich gelungen :11_blush::3_grin:

Bei den anderen 50% ergaben sich mehr oder weniger große Asynchronitäten, aber das muß ich entweder noch üben oder einfach besser kleben :1_grinning:

 

Prinzipiell erfolgt eine Vorführung mit dem Synkino exakt genauso, nur mit umgekehrter Steuerung und sie hat m.E. die gleichen prinzipiellen Nachteile, die ich aber für gering erachte, angesichts der enormen Vorteile durch die Verwendung nahezu beliebiger Projektoren und moderner Tontechnik.

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Ich hab das irgendwie noch nicht kapiert.

Wie vertone ich den Film (lippensynchron). Das mit dem danach  abspielen via Synkino habe ich geschnallt. Aber - noch mal  - wie "lege" ich den Ton zum Bild an .

Mit dem St 1600 Bild und Ton genau am Tisch. Und mit dem SM8 oder dem P5 auf Pistenton durch ständiges Hin und Her am Projektor, inklusive Tricktaste...

Und wie soll das mit dem Synkino gehen?

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vor 13 Stunden schrieb St1600:

Ich hab das irgendwie noch nicht kapiert.

Wie vertone ich den Film (lippensynchron). Das mit dem danach  abspielen via Synkino habe ich geschnallt. Aber - noch mal  - wie "lege" ich den Ton zum Bild an 

Ich mache das so:

Gekoppelte Filme eines Projekts abtasten lassen. So habe ich eine digitale Arbeitskopie. Jede Szene bekommt eine fortlaufende Nummer und wird als Einzelsequenz definiert. Die schneide ich dann in FCP und lege mir dort komfortabel die gewünschten Audiospuren an. Wenn der Film (digital) fertig geschnitten ist, übertrage ich die digitalen Schnitte auf den Originalfilm (da helfen dann die nummerierten Einzelszenen und eine vernünftige Ablage zur Sortierung der Filmschnipsel http://www.filmkorn.org/filmsortierbrett-fur-klassischen-filmschnitt/

 

Wenn der analoge Schnitt fertig ist (inkl. Startbahn mit Startkreuz) lasse ich den einmal durch den Elmo GS1200 laufen (mit Quarz Steuerung auf 25fps) und filme die Projektion wiederum einfach mit dem iPhone und einer 25fps-App ab. Diese Videospur lege ich in FCP über alle anderen und schiebe die einzelnen (geklammerten) Audioszenen an ihre (auf die dem Original-Film entsprechende) Stelle und exportieren nur die Audiofiles. Die steuern dann später via AudioSync-Interface http://www.ffr-film.de/pdf/Audiosync.pdf den Elmo bzw. kämen dann in das Synkino)

bearbeitet von Thorsten (Änderungen anzeigen)
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Am 4.1.2017 um 19:44 schrieb F. Wachsmuth:

Vermutlich sollten Audio- und Impulszählermodul eigentlich auch selektierte Quarze haben.  Oder ich hole mir deren 16 MHz aus einem Si5351... dann wäre allerdings die Kabellosigkeit flöten.

Ich weiß nicht, in wie weit du einen exakten Takt brauchst oder sich Abweichungen rausregeln, aber die Arduinos, die du verwendest, haben meist einen Resonator und keinen Quarz. Dieser Resonator ist extrem ungenau. Abweichungen im Prozentbereich sind nicht selten. Es gibt allerdings Arduino-Clone mit Quarz, die man auch für brauchbare Zeitmessungen nutzen kann.

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vor 7 Stunden schrieb Thorsten:

Ich mache das so:

Gekoppelte Filme eines Projekts abtasten lassen. So habe ich eine digitale Arbeitskopie. Jede Szene bekommt eine fortlaufende Nummer und wird als Einzelsequenz definiert. Die schneide ich dann in FCP und lege mir dort komfortabel die gewünschten Audiospuren an. Wenn der Film (digital) fertig geschnitten ist, übertrage ich die digitalen Schnitte auf den Originalfilm (da helfen dann die nummerierten Einzelszenen und eine vernünftige Ablage zur Sortierung der Filmschnipsel http://www.filmkorn.org/filmsortierbrett-fur-klassischen-filmschnitt/

 

Wenn der analoge Schnitt fertig ist (inkl. Startbahn mit Startkreuz) lasse ich den einmal durch den Elmo GS1200 laufen (mit Quarz Steuerung auf 25fps) und filme die Projektion wiederum einfach mit dem iPhone und einer 25fps-App ab. Diese Videospur lege ich in FCP über alle anderen und schiebe die einzelnen (geklammerten) Audioszenen an ihre (auf die dem Original-Film entsprechende) Stelle und exportieren nur die Audiofiles. Die steuern dann später via AudioSync-Interface http://www.ffr-film.de/pdf/Audiosync.pdf den Elmo bzw. kämen dann in das Synkino)

 

Jo, das ist eine Möglichkeit über drei Ecken. Ich glaube, als werdender Filmpurist liegt mir dann doch die normale Pisten- Projektor-Vertonung näher..

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Am 3.1.2017 um 13:30 schrieb Gizmo:

Tut mir leid, dbx1000. Aber ich muss Dir leider mal in aller Deutlichkeit sagen, dass Du die Problematik überhaupt nicht verstanden hast.

[...] Vielleicht mal bei Google eingeben und weiterlesen hilft.

Jeder Studioingenieur wird Dir sagen: "Genauer als 1:1 Einzelbild gehts eigentlich nicht. Was da bei Betacam gemacht wird, den TC pro Einzelbild nochmal in 1000 Einzelcodes zu dividieren ist eigentlich Quatsch."

[...] Es wird Dir aber jeder Toningenieur bestätigen, das Kamera und Ton frei laufen und das nach ca. 5 Minuten Laufzeit durchaus Bild und Ton auseinanderdriften können.

:8_laughing: Es ist immer wieder erfrischend, von anderen zu hören, was man alles nicht kann (oder weiss...) oder was alles nicht funktionieren kann. Vor allem wenn man es aus der Praxis schon kennt. (Google weiss viel, kann aber Praxis nicht ersetzen.)

 

Aber in aller Fairness: ich hatte mich etwas ungenau ausgedrückt. Ich meinte das Nachführen von analogen Bändern, auf denen ein Synchonpuls aufgespielt ist, bzw das Aufzeichnen des Synchronpulses auf diese. Das war ja die Ausgangsbasis damals. Geht ja auch mit "Schnürsenkeln" (also nicht-perfo-Bändern) nicht anders, wegen dem Rutsch am Capstan. Prinzipbedingt umständlich. CD-Player nachführen ist schon etwas besser vom Prinzip her, aber man braucht immer noch teures Spezialequipment (besagter CD-Player... der steht dann zuhause auf einem kleinen Altar, und dass den bloss keiner anfasst, denn wenn der nicht mehr reparabel ist, ist das ganze Sychronsystem tot...). Dagehen hat Friedemanns Lösung den Charme völlig unabhängig und neu aufzusetzen, Open Source basiert, ohne Altlasten, ohne das "dazu brauchen Sie aber Gerät X, haben wir aber nicht, wird auch nicht mehr hergestellt, aber ...".

Ich hoffe, was ich mit vorhergehendem Posting sagen wollte, ist damit klar. Das mit dem Sync am Filmset hatte ich nur erwähnt, um all den "aber das haben die Profis auch benutzt!" Einwürfen vorzugreifen. Etwas zu weit gedacht offenbar.

 

Ich denke das wird ein super Projekt! Meine Empfehlung an Friedemann: Featuritis vermeiden. Du siehst schon, der Druck von allen Seiten kommt bereits... Überleg Dir ein solides System und dann mach das so wie Du denkst. Apple hats auch so gemacht, gegen alle Widerstände, und sie haben Recht behalten, aller hüftsteifer Quengelei zum Trotz (und Spott).

 

dbx1000

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vor einer Stunde schrieb dbx1000:

....

Aber in aller Fairness: ich hatte mich etwas ungenau ausgedrückt. Ich meinte das Nachführen von analogen Bändern, auf denen ein Synchonpuls aufgespielt ist, bzw das Aufzeichnen des Synchronpulses auf diese. Das war ja die Ausgangsbasis damals. Geht ja auch mit "Schnürsenkeln" (also nicht-perfo-Bändern) nicht anders, wegen dem Rutsch am Capstan. Prinzipbedingt umständlich. 

...

In aller Fairness:

Du kennst nicht viele klassische 2-Bandsysteme :4_joy:

 

Alle Systeme mit Projektorsteuerung erlauben die Nutzung moderner Tonaufzeichnungssystem, so wie Friedemanns Synkino.

Und die, die Impulse zählen, erlauben vollständige, bildsynchrone Vertonung bis zum Ende, wie das Visacustic System.

Prinzipbedingt einfach...

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Friedemann, auch auf die Gefahr hin, daß das in diesem Forum nicht so gut ankommt - ich meine die Ausdrucksweise - aber ich kann nur sagen...

Respekt! Geiler Scheiss (voller Hochachtung!)

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So, laaangsam geht es voran. Wie immer ist es dann doch sehr viel mehr Arbeit als man denkt. Und der Teufel steckt im Detail... dazu kommen Überraschungen wie chinesisch Breadboards, denen die Isolationsschicht fehlt und die daher zufällige Kurzschlüsse verursachen, darauf muss man erst mal kommen. Oder ein USB-Hub mit Wackelkontakt. Und ein anderes ohne, das aber so sehr streut, dass ich jede Mausbewegung im Lautsprecher höre... 

Aber nicht nur Hardware, auch die Software zickt und ich muss noch einiges umstellen.

Nichts desto trotz funktioniert es langsam im Kern, zumindest für dreieinhalb Minuten. :)

 

Hier daher mal ein kurzes Filmchen von der Frankensteinversion des Synkino im Testeinsatz. Ich bitte, den hochwertigen Testcontent nicht unter cineastischen oder musikalischen Gesichtspunkten zu bewerten. Der olle Noris schwankt hier zwischen 13 fps und 21 fps und der Ton bleibt bis zum Schluss synchron. Vielleicht noch nicht immer ganz perfekt, aber ich hab ja auch noch viel zu tun. :)

 

 

(Und nein, das ist kein Kinderxylophon, das ist ein Präzisionsmessinstrument zu Latenzbestimmung monophoner Perkussionssignale im Freien!)

@Helge – Du kriegst auf eine obigen Gedanken noch eine Antwort, deine Punkte sind sehr wahr und richtig und helfen auch weiter -- aber ich konzentriere mich gerade noch auf grundlegendere Dinge. Morgen geht leider die Arbeit wieder los...

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Sehr gut!!!

 

Welche Kamera hast Du zur Aufnahme genutzt? Ich nehme an, deren Gleichlauf war natürlich ebenfalls sehr gut, so dass man den Ton im Vorfeld nicht großartig anpassen musste?

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Das war eine ungewartete Nizo 561 von EBay, also gleichzeitig ein Kameratest. Es war Eiseskälte und der hastig abgefüllte Foma stockte ein paar mal, daher auch das Flackern und die hellen Stellen. Die Kamera lief also nicht sehr gut. Meinen Ton musste ich anfangs auf 105.4% bringen, am Ende dann auf 104%, dann passte es. Mit dem Retiming-Feature in FCPX eine Sache von 10 Minuten. 

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Einen so dermaßen fetten Respekt. Also ich sehe die sympathischen Fehlstarts der verschiedenen Zweibänder in Berlin drastisch schwinden (zumindest meine).

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Am 3.1.2017 um 16:19 schrieb Helge:

...zeigen aber anscheinend eine Quarzsteuerung für den Visacustic über das Steuergerät um den Ton ebenso quarzstabil aber unsynchronisiert parallel ablaufen zu lassen?...

Genau, der Projektor (bzw. das Steuergerät) erhält die Impulse nicht von einem Tonband sondern von einem Quarzgenerator.

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