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Kinofenster - Kinoschleißung


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Wenn ich den letzten Berichten glauben schenken darf und WD schon in Portugal VOD exclusiv anbietet (sprich Rapunzel nach nicht mal 10 Wochen - Kinostart raus bringt) und ein Analyst aus Amerika die Hollywoodstudios abrät das Kinofenster bei 16 Wochen zu belassen sondern nach ca 6Wochen schon als VOd zu bringen dann stellt sich doch für mich die Frage soll ich weiter bei mir im Kino digitalisieren???- Wenn zwischen Verleiher und Kinobetreiber alle Konditionen gleich bleiben???

 

 

Was meint Ihr denn dazu???

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Schwieriges Thema.

 

Mein Gefühl sagt mir, dass die Umsätze der Kinobetreiber zunächst deutlich zurückgehen werden, wenn sich das Kinofenster für Filme verkürzt oder sogar ganz abgeschafft wird.

Wenn Filme gleichzeitig in/auf allen Medien verfügbar sind (Kino, TV, DVD, Blu-ray), stellt sich natürlich die Frage, ob sich die Zuschauer die Filme lieber zu Hause ansehen werden oder doch ins Kino gehen...

 

Aus diesem Grund betrachte ich mir die Zuschauerentwicklung in den Fußballstadien in Deutschland seit dem Start von "Premiere" (heute Sky) sehr genau.

Die Zuschauerzahlen in den Stadien sind seit den 1970er Jahren massiv angestiegen, obwohl nun alle Spiele der Bundesliga Live im TV gesehen werden können. Einerseits hängt das mit der gestiegenen Zahl der weiblichen Zuschauer in den Stadien zusammen. Andererseits haben die Vereine von den Liveübertragungen der Bundesliga aus allen Stadien offenbar deutlich profitiert (warum auch immer).

 

Ob sich ein ähnliches Phänomen in den Kinos abzeichnen könnte, schließe ich nicht aus.

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Das setzt aber voraus, das das Erlebnis Film im Kino wesentlich besser ist als das in den eigenen 4 Wänden. Da gibts so ein paar Punkte, die nachdenklich stimmen.

Stadion ist einfach groß, Stimmung von überall her, ein Gemeinschaftserlebnis, ebenso wie Konzerte. Da mcht man auch gerne mal Abstriche am Detail, keine Großaufnahme, Zeitlupe etc.

Kino ist oft leider noch klangmäßig eher bescheiden zu den Möglichkeiten des Digitalkinos, denn oft werden die alten Systeme einfach hinter der Leinwand gelassen, nur dieselbige und der Projektor ausgetauscht, man hört ja was. Darüber habe wir uns hier oft schon ausgelassen. Um mehr als das Wohnzimmer mit 40-50" Fernseher und 7.1 bieten zu können, brauche ich halt auch fähige Bediener, die Mängel erkennen und drängen, diese zu beseitigen. Eventuell sogar bauliche Maßnahmen, damit man nicht in allen Sälen das hört, was gerade im Größten läuft. Dann kann das klappen, wenn man aus dem Kino kommt und sagt: Geiles Bild, genialer Sound, war klasse. Seine 8€ wert.

Jens

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In der Tendenz sind die Aussichten düster, und der Trend zur Digitalisierung/Medialisierung auf verschiedensten Plattformen dürfte m.E. langfristig für das Filmtheatergewerbe von Schaden sein.

Schön wäre es ja, wenn sich der Wind doch noch drehen sollte...

 

Hier zu eine aktuelle Meldung:

Warner will mehr Geld von Netflix und forciert Premium-VoD

Im Gegenzug bestätigte der Time-Warner-Chef seinen aggressiven Expansionsdrang hinsichtlich digitaler Vertriebsformen. So werde die neue Auswertungsform Premium-VoD, die bei Warner einen VoD-Release 60 Tage nach Kinostart vorsehe, im Laufe des zweiten Quartals starten. Bewkes äußerte sich nicht zur geplanten Preisstruktur - eine Premium-VoD-Ausleihe dürfte Marktbeobachtern zufolge allerdings mindestens 30 Dollar kosten. Disney startete kürzlich einen Testballon in Portugal - hier lag der Preis bei 24,99 Euro.

Aus: http://www.mediabiz.de/film/news/warner-will-mehr-geld-von-netflix-und-forciert-premium-vod/300946?Nnr=300946&Biz=cinebiz&Premium=N&NL=FID&uid=m19265&ausg=20110203&lpos=Main_4

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Das sind halt Testballons, um Zielgruppen und Margen zu erreichen, die vorher über Kino und DVD nicht machbar waren. Die Leute, die keinen Bock auf Kino haben, die fette Anlage zu Hause, die aber nicht auf die offizielle DVD warten wollen. Ausserdem haben die Verleiher ja regelmäßig Schiss, dass ihre mittelmäßigen Effektstreifen nach 1-2 Wochen Kinoauswertung so schnell wie sie es verdient haben in Vergessenheit geraten und die Leute die DVD-Release garnicht mehr mitkriegen. Maximale Aufmerksamkeit für alle Auswertungsarten ist ja das Ziel, ansonsten sind die Verwerter ja nicht grundsätzlich an zeitgleicher Auswertung interessiert - verteilt lässt sich normalerweise mehr Geld machen.

 

In Deutschland ist ja schon Massen-PayTV nicht wirtschaftlich möglich, wie man an Premiere und Sky sieht, die noch nie einen müden Euro Gewinn erwirtschaftet haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei 'Premium VoD' besser werden wird.

 

Das hängt aber natürlich u.a. vom Distributionsaufwand ab. Entweder hängt man sich über billigere Internetplatformen da rein (dann müssen die Kunden aber eine dndkundenfreundliche Infrastruktur dafür haben), oder man macht das als Extra z.B. bei Sky, dann hat man je nach Modell den Vorteil, dass der Netzanbieter die Verluste aus seinem Regelbetrieb weiter tragen darf. Singuläre Events können dann ein bißchen Geld abwerfen und für den Netzanbieter eine Werbemaßnahme sein.

 

Ich glaube aber nicht, dass das bei Preisen von 30 Euro ein Konkurrenzmodell fürs Kino wird. Die Umstände, unter denen man so etwas ausgerechnet in Portugal für aussichtsreich hält, erschließen sich mir nicht. Möglicherweise gibt es dort Umstände, die das förderlich erscheinen lassen - vielleicht ist es aber auch gerade die richtige Umgebung für so einen Test, weil nicht viel kaputt gehen kann ;-) Kennt jemand die Kinositution in Portugal?

 

 

Was den Eventcharakter angeht - da genießt das Fussballstadion natürlich eine ganz andere Einschätzung als das Kino heutzutage. Wieviele Leute gehen denn genau deswegen NICHT mehr ins Kino? Eben wegen der oft ätzenden Umstände mit undiszipliniertem Publikum, Nacho-Käsegestank, etc. Stadion dagegen ist Kult quer durch alle Bevölkerungsschichten - die einen in der Nordkurve, die anderen in der VIP-Lounge. Diese Art Gemeinschaftsaktion will man doch gerade beim Film NICHT!

 

Ich z.B. habe aus ganz ähnlichen Gründen wie viele ehemalige Kinobesucher Vorbehalte gegen Massensportveranstaltungen. Ich ziehe die übersichtliche, leicht distanzierte, aber stets wohlwollende Gemeinschaft im Programmkino vor, ich hasse unkontrollierbare Massenveranstaltungen mit kollektiver Besäufniskultur.

 

- Carsten

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Das mag für 2011 ja durchaus richtig analysiert sein.

Umwälzungen benötigen oft längere Spannen als erwartet, und sowohl das DVD- wie Bluy-ray-Format wurde anfangs nicht als Leitmedium erachtet.

Die Ondemand-Portale sind (leider) die Zukunft, und Silberscheiben dürften dann der Vergangenheit angehören.

Theaterstätten hatten immer eine Berechtigung, aber diese Spezies ist nicht synonym mit den flächendeckend spielenden Kinosälen, die gleichwohl der Theaterform einst entsprangen, aber heute Supermärkte sind.

 

Verfolgt man die Preispolitik etwas der frühen Blur-ray-Player und Blu-ray-Discs zur jetzigen Angleichung an den zuletzt durch die DVD-Sättung fallenden Gebrauchswert, so werden die Ondemand-Portale dem kaum hinterherhinken.

Wie hoch die finanziellen Aufwendungen für Ondemand-Portals sind, weiß ich nicht. Aber in der Flächenwirkung wären ganz andere Amortisationskurven zu erwarten als in der Umstellung der Kinos auf HD-Großprojektion mit Einstieg in die Güterinvestition, die sehr risikoreich sind.

 

Das erklärt dann auch die Schere in der zu erwartenden wirtschafltichen Entwicklung von Filmtheatern/Kinos und andererseits den multimedialen Plattformen. Letztere werden immer attraktiver, selbst für deutlich ältere Jahrgänge. Die zuletzt zu den immer noch loyalsten Filmtheaterbesuchern gehörten und jetzt mit Spielzeug herummachen.

Sozusagen in einer properierenden Branche die "regressive Phase" in der kommunikativen Fähigkeit des Menschen, der immer mehr an Monitoren und Displays herumzappt.

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Ihr jammert doch schon seit Jahren darüber das es schlimmer werden wird für euch. Und ist es wirklich schlechter geworden? Bei den Kinos die ich besuche hat die Zuschauerzahl (gefühlsmäßig) eher zugenommen in letzter Zeit. Außerdem solltet ihr mal eins bedenken: Der größte Teil der Menschheit kauft sich nicht gleich die DVD, die ja zumeist deutlich teurer ist, weil er einen Film EINMAL oder zum ersten Mal sehen will.

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Wie soll denn VoD zum Heimkinozuschauer gebracht werden ? In den Großstädten wo schnelle Datenleitungen verfügbar sind dürfte das Interesse gering sein, in Gegenden wo ein Kinobesuch eine längere Anfahrt erfordert fehlen schnelle Anbindungen.

Die 90% DSL Abdeckung mit der gerne geworben wird beinhaltet auch DSL Light mit 384kbs, da ist nix mit VoD.

 

Eine "Fette Anlage" braucht es nicht, auch Familien mit ner 56 Röhre warten auf die DVD/BR weil der Kinobesuch finanziell nicht drin ist.

 

Wenn dann noch die Kinobesucher mit "Sonderaktionen" veralbert oder die überfällige Investition in neue Technik mitbezahlen müssen dann ist der Besucherschwund ein hausgemachtes Betreiber/Verleiher Problem oder hat schoneinmal jemand bei einer Kinoneueröffnung in den letzten Jahren für die neuen 35mm Projektoren einen Aufschlag genommen ?

 

Wenn meine Gemüsefrau immer wieder die Kittelschürze mitwiegt dann gehe ich woanders einkaufen, wenn ein Kinobesuch regelmässig zum Ärgerniss wird bleibe ich zuhaus...

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Menschen wollen "dabei sein". Wenn sie also das Gefühl nicht mehr haben, etwas zu verpassen, wird es um's Kino bald geschehen sein. Seine Öffentlichkeit lebt im Moment noch davon, auf den Film warten zu müssen.

Bei der Diskussion handelt es sich um eine Grundsatzentscheidung. Es geht nicht um Film in concreto sondern seinen (primären) Aufführungsort. Wenn der Markt, der unsere Bedürfnisse ja bekanntlich regelt, am Kino nichts mehr verdient, wird der Film halt total nach Hause geschickt.

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Meiner Meinung nach wird sich an der Kinokasse nichts verändern, wenn VOD flächendeckend eingeführt wird. Man kann Kino.to als Betaversion des ganzen betrachten. Für die meisten ist es schon normal, abends einen Film online zu streamen und sich nicht mehr die DVD zu kaufen. In der Zeit in der alles Online funktioniert, cloud computing kommt gerade erst, ist das besitzen von CD, DVDs, oder anderen digitalen Trägern nicht mehr die Hauptpriorität. Die Leute haben jeden Content zu jeder Zeit zur verfügung, da steigt nicht der Reiz, noch Geld für VOD zu bezahlen. Ich sehe das bei mir und meinem Handy, ich surfe auf Youtube, gucke die neusten Trailer in HD und kann zu jeder Zeit gucken was in Ägypten gerade so los ist. Das hindert mich trotzdem nicht daran ein Buch zu kaufen und es herkömmlich zu lesen.

Kino wird durch seine Größe, Eventcharakter, Qualität immer einen anderen Status besitzen und der wird, solange die Holographie noch nicht im Wohnzimmer stattfindet, auch lange noch ein Vorteil den immer größerem Medienangebot sein. Also Keep Cool Leute es ist der Fortschritt und nicht der Untergang.

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Menschen wollen "dabei sein". Wenn sie also das Gefühl nicht mehr haben, etwas zu verpassen, wird es um's Kino bald geschehen sein. Seine Öffentlichkeit lebt im Moment noch davon, auf den Film warten zu müssen.

Bei der Diskussion handelt es sich um eine Grundsatzentscheidung. Es geht nicht um Film in concreto sondern seinen (primären) Aufführungsort. Wenn der Markt, der unsere Bedürfnisse ja bekanntlich regelt, am Kino nichts mehr verdient, wird der Film halt total nach Hause geschickt.

Somit ist es der Produzenteneinfluss, der bestimmte Bedürfnisse schafft, forciert und ständig reanimiert, auch wenn es so überflüssige Kulturerzeugnisse sind wie "Deutschland sucht den Superstar", "Dschungelcamp" oder "Sturm der Liebe". Es könnten auch prekärere Erwerbungen wie Aktien oder Kriegsanleihen sein.

Zum Glück ist das laufende Kinoprogramm deutlich besser. Auch dessen Präsentationsformen sind technisch besser und theatralischer als die Heimvergnügen - aber das schmilzt doch eindeutig dahin.

 

Überlässt man alles dem Markt (und das ist gottlob nicht der Fall, den es gibt Kulturförderung des Staates), gäbe es kaum noch engagierte Kinos, Theater, Opern oder Festivitäten.

 

Doch der Kapitalismus ist von Anfang an zugleich ein System der grenzenlosen Ausbeutung, Unterdrückung, Natur- und Kulturzerstörung. Er ist ein System sich verschärfender Widersprüche, das, seitdem es zum imperialistischen Weltsystem geworden ist, den Fortschritt der Menschheit behindert. (http://www.marxismus-online.eu/display/dyn/de/xf3941674-d660-4269-b017-e539fc1ba31f/content.html)

 

Und damit das System nicht kippt, mildert der Staat die schlimmsten Auswüchse (von Steuergeldern auch der Minderverdienenden). Womit er aber den Grundwiderspruch nicht löst, dass echter Fortschritt auch sozialer und kultureller Fortschritt - und nicht allein ein technischer - sein sollte.

 

Verkürzte Kinofenster und kultur- oder standortfeindliche "virtual print fees" für technisch und distributorisch m.E. nur mittelfristig taugliche DCI-Umrüstungen sind keine Mittel der Standortsicherung für Theaterbetriebe. Auch wenn der Staat regulierend durch Zuschüsse für die Theater eingriffe, hat er damit das eigentliche Krebsgeschwür (kurzsichtiges Gewinndenken und Verdrängungswettbewerb anstelle solidarischer Wirtschafts- und Lebensentwürfe) nicht beseitigt.

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Das Interesse der Industrie an einem kurzen Kinofenster kann ich zunächst mal nachvollziehen.

Man erhofft sich mehr Umsatz durch den gleichzeitigen Start bei weniger Ausgaben für Werbung.

 

Ob sich die Menschen aber in so kurzer Zeit einen Film gleich auf mehreren Medien (Kino, DVD, PayTV) anschauen, bezweifel ich massiv.

In sofern kann der erhoffte höhere Erlös sogar zu einem "Verlust" führen. Nämlich dann, wenn die Leute (mangels Werbung) sich beim Film nur für ein Medium entscheiden.

 

Schon jetzt bemerke ich, dass ich mir Filme kaum noch kaufe, nachdem ich sie mir in der Videothek ausgeliehen habe.

Auf der anderen Seite ertappe ich mich aber auch dabei, dass ich mir so einige Filme durchaus sofort (!) kaufen möchte, nachdem ich den Kinosaal verlassen habe.

 

Mal schauen, wie lange es noch dauert, bis die Kinobetreiber neben Süßwaren und Getränken auch DVDs und Blu-rays verkaufen...

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Im Bereich der Musik gibt es mit Spotify einen Dienst, bei dem mir ein riesiges Musikangebot aller Sparten als fast latenzfreier Stream zur Verfügung steht. Neben Klassikern und modernem stehen wohl über 90% des weltweiten Musikangebotes zur Verfügung, und bei Vorbis Codec mit > 320 KB (gute Internetanbindung) auch in einer fast SA Qualität. Die Anzahl verfügbarer Titel wächst von Monat zu Monat um über 10000 Stücke, so daß auf diese Weise ein privates Musikarchiv überflüssig wird.

Für die Bereitstellung und Nutzung werden pro Monat 10 Euro erhoben, im Jahresabo 100. Zahle ich diesen Premiumbetrag, dann darf ich auch einen großen Teil der angebotenen Alben legal offline auf meinem Rechner, IPAD, IPHONE, Mobiltelefon, usw speichern, und durch DRM geschützt während der Vertragslaufzeit offline überall abspielen.

Glaubt man jetzt den Zahlen der Musikindustrie wie Warne Copenhagen, dann erhalten diese zum ersten Mal seit Jahren wieder Geld für Ihr Musikrechterepertoire, weil illegales Kopieren und "Tauschen" sich i.E. im Vergleich als teuer und ineffektiv herausstelt, MP3 nur Subqualität bietet, und für jeden genutzten Streamn der Anbieter vergütet wird.

Daß die Sache in der BRD nicht verfügbar ist, ist klar, denn durch direkte Abrechnung mit den Rechteinhabern wird Tona, Gema, Biem usw. nicht mehr am Umsatz beteiligt, was sich eine derartig groß aufgestellte "Behörde" nicht leisten kann.

Für die Herstellung und den Vertrieb eines Albums auf CD verbleiben den Herstellern und Verlagen nicht einmal 1,m20 Euro, der Rest ist Handelsgewinn. Auch der entfällt, und so kann durchaus für aktuelle Alben eine höhere Vergütung erzielt werden, als für Repoertoire.

 

Warum ich dieses Beispiel erwähne? Weil es mittelfristig in genau der gleichen Form auch für Audiovideoinhalte in Full HD >= 1080p kommen wird. Für einen monatlichen Festpreis, vielleicht ebenfalls vergleichbar mit dem Kauf von 2 Blue Rays, wird man überall und immer die gewünschten Inhalte in bester Qualität (oder sagen wir mal der besten verfügbaren Quellqualität entsprechend) sehen können. Und auch aktuell, denn darin liegt die Attraktivität der Sache, aktuelle Inhalte sofort zu bekommen.

 

Auf ewige Zeit werden sich Gema Organisationen nicht sperren können, sie sind dann als Kontrollinstanzen nämlich über, da die Abrechnung direkt mit dem Erzeuger erfolgt, und es brauchen keine teuren Provisionen für den Beamtenladen gezahlt zu werden.

Ich unterstütze solche Systeme, weil sie die Nutzer zu einer Mindestehrlichkeit erziehen, für die Inhalte bezahlen und diese in garantierter Mindestgüte angeboten werden.

 

Die Diskussion hat Kino in der Form, wie wir sie kennen, schon verloren.

 

 

Stefan

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Mal schauen, wie lange es noch dauert, bis die Kinobetreiber neben Süßwaren und Getränken auch DVDs und Blu-rays verkaufen...

Gibt es doch schon: im "Kino Ihres Vertrauens" (ergo Programmkino) kann man die DVDs des GoodMovies-Labels kaufen. Natürlich nur nach Erscheinungstermin, und nicht direkt nach dem Abspann, wie du es gerne hättest.

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Traurige KINOlandschaft :-(.

 

Wir werden halt doch bald Hausmeister mit Popcornverkaufsrecht sein, wenn wir den Besuchern bald direkt nach Ihrem Kinobesuch die passende Blue Ray (Von der Dvd spricht wahrscheinlich in 3-5 Jahren kein Mensch mehr) verkaufen dürfen....

 

Depri Grüße

 

vom Filmfreak

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Im Bereich der Musik gibt es mit Spotify einen Dienst, bei dem mir ein riesiges Musikangebot aller Sparten als fast latenzfreier Stream zur Verfügung steht.

 

Genau das gleiche gibt es seit einiger Zeit für Musikvideos. Nennt sich VEVO und ist der Grund, warum aus Deutschland auf so gut wie keine Musikvideos auf Youtube mehr zugegriffen werden kann. Aus der Schweiz gehts problemlos :)

 

...aber das ist ja alles kein Problem. Die Lösung heisst "Hotspot Shield". Ein VPN Programm, welches eine Verbindung zu einem Server in den USA aufbaut - plötzlich ist man Amerikaner und kann alle Dienste nutzen... ;)

 

 

 

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Nunja, zukünftig wird VOD kommen und dann fragen sich die Leute wie umständlich das doch war,

erst eine Scheibe zu organisieren und diese dann in einen Schlitz zu stecken... :-)

 

Dann sind vielleicht auch die OLEDs soweit und der neuzeitliche Mensch sagt seiner Zimmerwand, dass

er gerne den Film "XYZ" sehen möchte, der gerade frisch produziert wurde... Wie lange das noch dauert?

gute Frage... 5 - 10 Jahre ? länger? ...abwarten

 

Leute, wie ich, die sich gerne auch mal einen anspruchsvolleren Film ansehen, gehen vielleicht

noch mal stilvoll in eines der wenigen übrigen Kinos, sofern der CS-Film denn dort nicht gerade nur

mit 2k mal 0,8k - Großpixelraster gezeigt wird.

 

Kino wird schon nicht aussterben (denke ich mal)...zumindest zu 5 - 10% nicht... :-?

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Auch schön, wenn man auf die Viacom Page geht...

 

An unexpected error has occurred.
Troubleshoot issues with Windows SharePoint Services.

 

Irgendwie finde ich das unterhaltsam ^^ mal wieder n Windows Server abgeschmiert...

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