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Ich möchte noch einen kleinen Bericht über die beiden Scopitone-Abende nachreichen. Für einen ausformulierten filmkorn-Beitrag reicht es gerade zeitlich nicht (und ich möchte auch nicht Friedemanns tollen Artikel über die Dresdner Schmalfilmtage gleich wieder von der "pool position" verdrängen...) Ich war stärker in die beiden Abende involviert als ursprünglich gedacht - denn ich musste kurzfristig mit einem Projektor aushelfen. Der Bauer P8T400 aus dem Bestand des Arbeitskreis Film / Kurzfilmwoche wusste tonmässig nicht zu überzeugen. Ich konnte mit einem Bauer P8 Professional und einem Bauer P8 Selecton dienen - wobei der zuerst präferierte "normale" P8 tonmässig auch nicht optimal war: Der Ton klang ähnlich wie beim T400 irgendwie verzerrt und noch dazu rastete der Magnetton-Umschalter nicht ein ! (Weiß jemand woran die schlechte Tonqualität liegen kann ?) So kam der Bauer P8 Selecton zum Einsatz, den ich vor einigen Jahren bei @TK-Chris in Deidesheim erstanden habe. Aufgrund der etwas speziellen Bedienung, die dieser Projektor erfordert, war er nicht meine erste Wahl für diesen Abend - aber ich stand dem Projektionisten zur Seite (bzw. habe irgendwann im Laufe des 2ten Abends den Job komplett übernommen). Der Selecton verrichtete an beiden Abenden mit jeweils 2 großen 600m-Spulen hintereinander seinen Dienst hervorragend. Es gab ein paar Filme die scheinbar aufgrund schlechter Perfo zu Schlaufen-Verlust führten - den Selecton kurz in den Rückwärtsgang gefahren (mit der für Unwissende typischen "Schrecksekunde" bevor der Servo-Motor anspringt) und dann wieder in Vorwärtslauf, dann hatte der Film sich "wieder gefangen". Und endlich war einmal Gelegenheit, die Magnetton-Funktion und -Qualität zu prüfen - denn die Scopitones waren alle mit Magnetton ! Der Mono-Magnetton wurde über den Lautsprecher-Ausgang an einen Verstärker einer (sehr einfachen) Stereo-Kompaktanlage ausgegeben, wobei der Monoton über eine Weiche auf beide Boxen aufgeteilt wurde. Der Projektor-Verstärker musste zwar auf volle Lautstärke gestellt werden (der im Projektor eingebaute Lautsprecher wurde ausgeschaltet), aber der Ton war für ca. 60 Jahre alte Filme hervorragend, wie man ein bisschen im Clip am Ende hören kann. Am ersten Abend: Ca. 30 Zuschauer - der kleine Gewölbekeller in der Regensburger Altstadt war fast voll. Rolle 1 mit zumeist französischen, aber auch ein paar deutschen Stücken - leider alle mehr oder weniger rotstichig. Rolle 2 mit US-amerikanischen Produktionen in hervorragender Farbqualität, wie die Fotos zeigen. Bernd Brehmer sprach von "Technicolor-Kopien"...ich nehme an, das werden sie wohl nicht gewesen sein - aber Kopien auf farbstabilem Material. Bernd Brehmer vom Werkstattkino München Aus seiner Sammlung stammten die Scopitones Hier Beispiele für die schönen Farben der Rolle 2: Am zweiten Abend : etwas weniger Zuschauer (aber für einen undankbaren Montagabend ok) - z.T. die gleichen Leute wie abends zuvor Rolle 3 mit eher kuriosen Produktionen aus verschiedenen europäischen Ländern (Spanien, Türkei, Israel....) Rolle 4 war als "Outtake-Rolle" angekündigt - hatte aber Trash-Qualität. Hier ein Mitschnitt einer Insta-Storie. Die schlechte Bildqualität bitte entschuldigen. Man sieht aber gut den mehr oder weniger vorhandenen Rotstich.2 Punkte
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Es waren sehr schöne und eindrucksvolle Dresdner Schmalfilmtage 2026! Erstmals habe ich auch den Live-Vertonungswettbewerb und die Filmveranstaltungen für Kinder gesehen. Beim Schmalfilmwettbewerb gab es wieder schöne, künstlerische Super8- und 16mm-Filme zu sehen. Erstmals durfte ich auch die Super8-Queen Dagie Brundert persönlich kennenlernen, sowie weitere neue und alte Gleichgesinnte kennenlernen bzw. wiedersehen. Besonders schön war es, dass ich dieses Jahr mit einem Gleichgesinnten nach Dresden reisen durfte. Am 1.1.1997 belichtete ich meiner erste Super8-Film und wenige Tage später starteten die ersten Dresdener Schmalfilmtage, wie ich dieses Wochenende festgestellt habe. Im gleichen Jahr drehte ich auch meinen ersten Lego-Trickfilm. Im nächsten Jahr feiern die 28. Dresdener Schmalfilmtage ihr 30-jähriges Bestehen. Leider habe ich es bisher nur 2x zu den Dresdener Schmalfilmtagen geschafft. Ich möchte nicht wissen, was ich alles verpasst habe, insbesondere an Möglichkeiten und persönlicher Entwicklung. Vielen Dank an alle Organisatoren! Anbei die Bilder vom "Mikrokosmos Schmalfilm" mit einem sehr speziellen 16mm-Projektor, der auf die zeitgemäßen, technischen Möglichkeiten und den heutigen Bedüfnissen sowie Anforderungen angepasst wurde.2 Punkte
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Hallo zusammen, Friedemann war schneller. Während er im Zug fleißig geschrieben hat, habe ich erstmal was gegessen:). Jetzt bin ich aber auch soweit: https://www.super8.tv/de/quicklebendig-flackernd/2 Punkte
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https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/heute-abend-ist-das-kino-ausverkauft-110853321.html1 Punkt
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Zu dem Thema hatte ich ja an anderer Stelle schon geschrieben, aber gerne etwas ausführlicher: Das Gerät erdacht haben Juan Gonzalez Monroy und Bernd Lützeler vom Labor Berlin im Rahmen des europaweiten Förderprojekts Spectral und mit der Unterstützung des bereits genannten Jan Kulka umgesetzt. Natürlich(!) haben sie es sich nicht nehmen lassen, einen Werbe-Präsentationsfilm für den Projektor zu drehen. In dieser amüsanten Aneinanderreihung von gefundenem Material ergänzt um Aufnahmen des Projektors nehmen sie zum einen diese Werbe- oder Messefilmchen der 1970er Jahre auf‘s Korn und stellen zum anderen den Projektor und seine Fähigkeiten vor – und die Fähigkeiten sind der Wahnsinn wie z.B. 0-40 BpS bei einer einstellbaren Umlaufblende von 0-360°, denn diese „Blende“ ist ja nun eine LED. Digitaler Ton von Speicherkarte wird dabei stets synchron wiedergegeben! Wird die Projektion all zu langsam, wird der Ton, wenn ich mich richtig erinnere, ausgeblendet, setzt aber passend später wieder ein. Da Bernd Lützeler den Projektor bediente, hatte ich das Vergnügen bei der Vorführung des „Werbefilms“ (der hat eine digitale Tonspur ergänzt um) live den „Werbetext“ sprechen zu dürfen (das kann Juan mit seiner über-trockenen Art deutlich besser als ich, aber es war trotzdem ein Fest). In diesem Text heißt es zur Lampenleistung, dass die LED einen 300W Xenon-Projektor locker übertrifft. Bei der für mich ersten Vorführung des Projektors in Berlin hatte man den direkten Vergleich 250W Halogen, 300W Xenon, LED und danach keine Lust mehr, einen Xenon-Projektor anzufassen. Viel zu dunkel 😉 Bei der LED haben sie sich – verständlich – für die stärkst mögliche entschieden, und dabei aber – auch verständlich – nicht für das allerbeste Produkt und aller teuerste des allerbestesten Produzenten, sondern für ein etwas günstigeres Produkt eines eher weniger bekannten Herstellers. Der „Nachteil“ ist dann, dass die LED keinen so super Wirkungsgrad hat. Stört‘s? Nö. Hat dann halt (theoretische und irritierende) maximal 800W, die man aber in vielen Situationen gar nicht nutzen will, weil schlicht zu hell. Fest steht aber auch: für den Wohnzimmer-Filmvorführer ist das Gerät viel zu reich im Funktionsumfang! Es ist ein Projektor, der erst bei performativen Darbietungen seine Stärken ausspielt. Trotzdem hätte ich auch gern so eine Lampe 😄1 Punkt
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So... dank der vielen tollen Tipps ist es mir gelungen doch einiges zu dem Thema zu finden z.B. dass von VEB Kamera- und Kinowerke Dresden eine massive Rückprojektionsanlage für 35 und 70 mm gebaut wurde, basierend auf der Pyrcon Famile: Natürlich hatte ich bisher noch keinen Erfolg das von mir gesuchte "Neofilmar" Objektiv ausfindig zu machen, aber dass in Dresden so etwas gebaut wurde, lässt mich vermuten, dass es Ähnliches auch vor dem 2. WK gegeben haben könnte... halt nur für 35 mm Projektion und ev. von Zeiss Ikon, aber natürlich auch möglicherweise von einem der anderen Hersteller, die es bereits zu der Zeit (das Objektiv kam um 1937 auf den Markt, also ist alles zwischen 1937 und 1944 denkbar) gab. Von Emil Busch selbst hab ich bisher nur Epidiaskope gesehen, glaube also nicht, dass die so etwas selbst gebaut haben. Crass ist zwar äußerst interessant, aber das Unternehmen gab es erst später wenn ich das richtig gesehen habe. Bei den anderen Herstellern muss ich erst genauer schauen... der Großteil der Dinge, die ich bisher zu dem Thema finde, sind nach 1945 angesiedelt.1 Punkt
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Ich habe auch teils gewerblich und privat diese Geräte im Lager. Gewerblich mit 1 Jahr Gewährleistung muss ich auch deutlich über 1000 Euro nehmen - auch wegen der Lagerkosten im sauberen, warmen, trockenen Raum. Den privaten Teil der Geräte verkaufe ich so um die 600 Euro, aber eben auch getestet und auch keine alten Ausführungen. Vor allem finde ich es gut, wenn man bei so einem großen Gerät auch anbieten kann, es dem Käufer direkt vor die Haustür zu fahren. alte FP30, nicht ganz funktionstüchtig, ungetestet: 100-300 Euro je nach genauem Zustand, FP30E ist immer die Gefahr, dass der "Boardcomputer" (genauer sind es sind 2 kritische Geräte) schon gestorben ist... da wäre ich beim Preis auch sehr sehr vorsichtig... Privatkinos wird es im Zukunft analog zumindest immer weniger geben, da kommen nicht mehr so viele perforierte Filmfans nach. Im Professionellen Bereich wird es das sicherlich noch länger geben, aber hier fehlt es massiv an Personal, das auch gewissenhaft mit analogem Film arbeiten kann. Viele private Sammler zerschrabbeln eher ihr Material, hauptsache es rattert.1 Punkt
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Ich konnte ja dieses Jahr aus verschiedenen Gründen nicht zu den Schmalfilmtagen kommen. Umso mehr hat mich Dein herrlich lebendiger, farbiger und ausführlicher Bericht erfreut😃 Danke!!1 Punkt
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Mein ausführlicher Bericht der diesjährigen Schmalfilmtage ist schon online: https://www.filmkorn.org/dresdner-schmalfilmtage-2026/ Das begleitende Super 8 Filmchen muss erst noch entwickelt werden. 🙂1 Punkt
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Das wusste schon Goethe, oder so ähnlich: „Willst du ins Digitale schweifen? Sieh, das Analoge liegt so nah. Lerne nur den Film begreifen. Denn der Film ist ist immer da.“1 Punkt
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Simon, das tut mir leid. Ich habe da (leider) in sachen professionelle Kino(projektions-)technik sehr ähnliche Erfahrungen gemacht und habe tatsächlich, nach 20 Jahren mein Gewerbe nur noch zur Durchführung von Open Air Kinoveranstaltungen umgewidmet. Die Abteilung Kinotechnik ist Geschichte, diese ganzen möchtegern "analog ist in Hipster" mit ihrer impertinenten und besserwisserischen Art gehen mir auf den Senkel, denn eigentlich haben sie von Tuten und Blasen keine Ahnung, wollen Dir dann aber erklären, wie etwas vom Zusammenspiel her passt.... Da ist mir meine Freizeit zu schade dafür, immerhin habe ich noch einen "normalen" Beruf. Dir ganz viel Kraft und bis hoffentlich bald. Wobei ich mir mit Deidesheim heuer auch nicht mehr sicher bin.... ich muss, bedingt durch die Filme mit dem KFZ kommen, aber es soll sich auch rentieren, und bei 2.25 für den Liter Diesel bin ich aktuell raus und in das verfügbare E-Auto geht a) nicht alles rein und b) habe ich dann 4 Ladestops die mich ähnlich viel kosten....0 Punkte
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In der Hoffnung, es drücke nicht allzu sehr auf die Stimmung, teile ich mit, daß ich dieses Jahr nicht dabei sein werde. Ich bin ausgebrannt von Falschspielern, die etwas bei mir abladen und dann Zauberei erwarten oder Unfähigkeit meinerseits, die Voraussetzungen zu durchschauen. Eben wieder einer mit einer Arriflex 16, die in sehr gutem Zustand ist, das Drumherum aber heikel. Der hat sich doch ein 12-Volt-Pack mit Nickelmetallhydridakkus angeschafft, made in China, mit dem keiner der Motoren läuft. Auf dem Pack steht 2 Ah. Die Zellen werden warm. Ich traue dem Zeug nicht. Meine zwei 6-Volt-Blöcke in Reihe funktionieren. Dann fragt der Mensch nach meinem Öl, während im Koffer originales ARRI-Öl vorrätig ist. Was will er von mir? Die Anleitung liegt im Magazinkoffer, er hat sie nicht gelesen. Über Blei-Schwefelsäure-Akku lacht er. Aus Frankreich werde ich nur noch auf Englisch angeschrieben. Wenn ich dann auf Französisch antworte, geht’s in der Landessprache weiter. Jemand aus Belgien schickt Hammann-Spalter mit Hartmetalleinsätzen, an denen Ecken ausgebrochen sind. Auf Rückfrage kommt dann die Auskunft, daß manchmal Laien mit den Geräten hantieren und Polyesterfilm einlegen. Ich finde keine HM-Rohlinge, die ich einlöten könnte, vom Schleifen abgesehen. Die ganze Filmerei ist museal und der Nachwuchs weiß so vieles einfach nicht. Die Weitergabe des Wissens spielt nicht mehr. Der Rest ist oberflächliche Hysterie um Bolex oder Weißdergeierwas, sechstausend Dollar für eine H 16. Ich brauche eine Pause. Es ist brutal. Ich habe auch ganz tolle Kunden.0 Punkte
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ACH, WE SCHÖÖÖÖN! Dein Century Objektiv hat uns alle ein bisschen zu schrägen Vögeln gemacht:).0 Punkte
