Zum Inhalt springen

Rangliste

Beliebte Inhalte

Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 18.08.2026 in allen Bereichen

  1. Hallo zusammen. Manche erinnern sich vielleicht noch an die "Ikonoskop" 16mm Kompaktkamera mit ihren minimalsten Abmessungen... Gestern habe ich durch einen Bekannten, dessen Vater Kajakdokus gedreht hat eine wunderbare Mini-Kamera geschenkt bekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Da ich (noch) nichts über die Kamera herausgefunden habe, gibt es vorerst nur ein paar Bilder, für eine Bemaßung war noch keine Zeit. Sie hat 30m Spulenkapazität und wurde von der Firma "Urban Engeneering" in Burbank - Califiornien gebaut.
    9 Punkte
  2. Nächstes Deidesheim bringe ich sie mal mit, nimmt ja nicht viel Platz weg 🙂 Filme werde ich da eh kaum mitnehmen (können) Kind und Wagen brauchen Platz im Kombi 🙂
    5 Punkte
  3. Ich stieß vorgestern auf diesen außergewöhnlichen Werbefilm der BASF. Man könnte meinen, Picasso persönlich hätte Regie geführt. N. m. M. absolut sehenswert! Wünschte, ich hätte den in meiner 16mm-Sammlung!
    4 Punkte
  4. Das ist Unsinn, Martin. Es ist immer noch jedem einzelnen überlassen, die "KI"-Angebote zu nutzen oder nicht. Niemand zwingt Dich. Du kannst nach wie vor selber denken und recherchieren. Warum das? Nach vorne gebracht hat der ganze Zauber die Welt nun wirklich nicht.
    4 Punkte
  5. Der Prototyp des Fränk ist in der Redaktion des Super 8 Magazins eingetrudelt. Morgen wird getestet und dann kommt der Bericht schnell noch ins nächste Super 8 Magazin, das dann sofort in Druck geht. Das Crowdfunding für Fränk hat schon über 61.000 Euro erreicht (70 Unterstützer) und läuft noch 25 Tage.
    4 Punkte
  6. Künstliche Intelligenz leistet der Erwartungshaltung Vorschub, daß alles jederzeit und überall verfügbar sein soll. Das Leben reich und lebenswert machen jedoch Ereignisse, die nicht voraussehbar, geplant, berechnet sind. Künstliche Intelligenz ist beliebt bei Ungebildeten und Faulen. Dank künstlicher Intelligenz üben Millionen von Menschen sich nicht darin, sich eine gottverdammte Telefonnummer oder eine Adresse zu merken, sich in Raum und Zeit zu orientieren und, das ist das Ärgste, aufzuwarten. Immer wieder muß man warten können, bis die Zeit und Umstände für etwas stimmen. Die Ungeduld und Unduldsamkeit der Leute ist schlimm. Wenn sie’s nicht sogleich erhalten, latschen sie weiter. Ich lerne noch heute über Fliehkraftregler, Getriebe und Objektivkonstruktionen dazu. Das kann man alles nicht auf den Computer holen. Im Digital lauert der Tod.
    3 Punkte
  7. jetzt wird das Forum hier auch schon mit KI versaut....
    3 Punkte
  8. Here we go again ... Do -Sa (3 Tage) - Ranking nach Umsatz 1. SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY 2. DIE ODYSSEE 3. STECKERLFISCHFIASKO 4. INSIDIOUS: OUT OF THE FURTHER 5. PAW PATROL: DER DINO FILM 6. SPAZIERGANG NACH SYRAKUS 7. THE END OF OAK STREET 8. MINIONS & MONSTER 9. TOY STORY 5 10. VAIANA (Live Action) Weitere Neustarts: 12. MARSUPILAMI 15. HIDDENSEE 17. TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA 23. A SAD AND BEAUTIFUL WORLD 42. LOTTE UND TOTTE Gesamtwochenende (Do-So) sollte bei ca. 1,6 - 1,7 Mio. Besuchern liegen ...
    3 Punkte
  9. Ja, eigentlich gehörts in "Biete" aber ich denke, es wird einige Rückfragen geben, die ruhig diskutiert werden dürfen 🙂 Ein Bekannter von mir ist gerade dabei den Nachlass seines Vaters Hans Memminger zu verkleinern, Unter anderem eigene Umbauten diverser Bauer Selecton II w Projektoren mit HMI Lampen und Zweibandsteuerung (die Projektoren selbst sind auf Super 16 umgebaut und stumm) sowie die dazugehörigen Sondor 16mm Perfoläufer (Sondor Libra M03) inkl. Steuerpult etc. Auch ist noch ein Arri 16 SR I set vorhanden, allerdings ist die Arri (Memminger selbst gehörte zum Konstruktionsteam der "neuen" Arris) und auf extemen Leichtbau modifiziert. Sprich Kohlefasermagazine und Ausfräsungen um jedes Gramm Gewicht zu sparen. Die Kamera läuft wie es eine gepflegte SR soll, allerdings ist die letzte große Wartung 2008 gewesen, ist seit dem aber nicht gelaufen. Dazu gehören Objektive und zwei Sucherlupen. Die Kamera ist auf Super 16 umgebaut. Ich kann sie nur empfehlen, für die Vitrine ist sie zu schade, deshalb schreib ich das hier. Fotos werden jedenfalls folgen. @nomasala @Film-Mechaniker @Friedemann Wachsmuth @filma Ein paar Doppel 8 Kameras sind auch noch da, unter anderem zwei Nizo Cine Nizo 2x8... Vielleicht habt Ihr interesse oder kennt jemanden oder oder oder Kontakt vorerst über mich, ich sammle und gebe heute Abend weiter, denn da treffen wir uns.
    3 Punkte
  10. Da gab es auch den Film "der Videopirat" der auch dieses Thema anschneidet. Inkl Szenen im BWR mit Philips fp56. Und ziemlich schlecht 😄
    3 Punkte
  11. Ich empfehle hierzu den Fernsehfilm "Ohne Lizenz" aus den 1980ern, der genau dieses Thema behandelt. Und dazu noch einige nette (und zutreffende) Seitenhiebe auf die damals größte, aber verpöhnte Ufa-Kinokette liefert.
    3 Punkte
  12. Und da haben wir sie 🙂 Die richtigen Stichworte und Voila 🙂
    3 Punkte
  13. Hallo zusammen, ich habe mir als langfristiges Projekt einen alten 35mm Projektor zugelegt. Aufgrund seines Zustands war er zum Glück sehr günstig 😄 Von der Konstruktion her erinnert er mich stark an Ernemann, vielleicht an ein Modell aus der Magister-Reihe. Leider fehlt jede Typen- oder Herstellerkennzeichnung. Auch einen vergleichbaren Ständer konnte ich bisher nirgends finden. Er wirkt aber eindeutig original: Alles passt genau zusammen und der Motor sitzt exakt an der richtigen Stelle, um den Projektor anzutreiben. Hat jemand diese Ausführung schon einmal gesehen oder kann vielleicht sagen, um welches Modell es sich handelt? Vielen Dank!
    2 Punkte
  14. Hallo zusammen, nachdem ich aufgrund meines B14 Projektes schon mehrmals erwähnt wurde, möchte ich in Hinsicht auf die Erfahrungen die ich gemacht habe folgendes Anmerken: Bei solch einer Restauration, gerade wenn der Projektor eine stark angegriffene Substanz aufweist, muss man davon ausgehen, dass die Restauration nicht an einem Wochenende durchzuführen ist. Das dauert Monate wenn nicht sogar Jahre, bis man alles wieder auf den Stand des Originals gebracht hat. Etliche Teile müssen ausfindig gemacht und nachgekauft oder auch nachgefertigt werden. Kosten muss man komplett ausblenden. Wer meint billig gekauft und billig repariert, befindet sich auf dem Holzweg. Gerade diese Konstellation und Aberglaube macht die Restauration teuer. Mein kleiner Tipp, mir hat am Anfang meines Projektes jemand geraten die Geräte schnellstmöglich zu entsorgen. Davon sollte man sich nicht beeindrucken lassen. Ich habe diesen Ratschlag natürlich nicht angenommen, eher gerade deswegen an meinem Vorhaben unbeirrbar festgehalten. Bei solch einer Aufgabe lernt man (in alle Richtungen) sehr viel dazu. Deswegen kann ich's nur empfehlen, dass in Sachen "Horizonterweiterung" wenigstens einmal gemacht zu haben. Wünsche gutes Gelingen..👍🏻
    2 Punkte
  15. Ein sehr interessanter Projektor! Und mit ziemlich viel Patina, das stimmt. Dennoch kann ich den Wunsch gut nachvollziehen, die Maschine zu restaurieren und zum Laufen zu bringen. Natürlich wird das nichts sein, mit dem man jeden Samstag einen Film anschaut. Aber was gibt es schöneres, wenn solche technischen Zeitzeugen nicht nur rumstehen, sondern durch ihr Funktionieren erlebbar werden? @Daka, ich wünsche Dir gutes Gelingen! Meine Ernemann VIIB sah fast genau so aus und läuft auch wieder! Grüße Pascal
    2 Punkte
  16. Martin, mit allem, was Du fragst, wonach du suchst, mit jedem Spaß- oder Hobbybild, das Du generieren läßt, "fütterst" Du die KI. Oder denkst Du, Google, ChatGPT oder wie immer sie heißen, sind Angebote aus reiner Menschenfreundlichkeit? 🙂 Es geht ums Geschäft und um Macht in Form von Daten. Anfragen im KI-Modus erzeugen übrigens nach vorläufigen Schätzungen etwa den zehnfachen Energieverbrauch einer herkömmlichen Suchmaschinenanfrage. Ob man daraus für sich Schlüsse ziehen möchte, bleibt jedem überlassen, aber man sollte sich diese Tatsachen bewußt machen. Es gibt nichts umsonst, nur Werkzeuge, die ihren Preis haben. Quelle: https://pdf.sciencedirectassets.com/777800/1-s2.0-S2666675824X00119/1-s2.0-S2666675825000694/main.pdf
    2 Punkte
  17. Ja. Allein beim Anblick dieser Zusammenstellung kommt bei mir wieder ein wenig das alte „Habenwollen“ hoch. Nach einer SR – insbesondere so einer auf Super 16 umgebauten – hätte ich früher wirklich gelechzt. Und, wenn ich ehrlich bin, fasziniert mich das alles auch heute noch, obwohl ich selbst aktiv bzw ernsthaft keine Projekte mehr verfolge, für die ich so eine Kamera nutzen würde. Kaufen wäre also bei aller Bewunderung für mich nicht sinnvoll. (Andererseits habe ich viele Hobby-Ideen letztlich digital umgesetzt, weil meine Bolex 4:3, nicht sync, MOS, nicht lange genug am Stück läuft etc) Aber gerade bei so einem Nachlass fänd ich es schade, wenn sich am Ende niemand findet, der das Equipment noch richtig benutzen würde. Wir hatten hier vor längerer Zeit mal einen Thread mit der Idee eines Verleihs unserer eigenen Sachen an andere Forenmitglieder gespielt. Dieses Set wäre für sowas toll...aber da hab ich gut reden, wenn ich es dennoch nicht kaufe 🙂 Aber vielleicht ist der Gedanke ja trotzdem nicht ganz abwegig, bevor solche Geräte ausschließlich als Sammlungsstücke irgendwo verschwinden. Ob es vielleicht eine Filmwerkstatt oder ähnliches gibt, die das übernehmen könnte. Eine Super16-SR, die ab und zu tatsächlich wieder einen Film belichten dürfte (und den ein oder anderen Service bekommt) wäre ein dankbareres Weiterleben, als in einer Vitrine wie Du schon schreibst. Viel Erfolg und glückliches Händchen beim vermitteln! Interessanter Mensch, der Hans Memminger.
    2 Punkte
  18. Das hat man von dieser Digital-Scheiße. Geschieht ihnen Recht. Aber es geschah auch schon zu 35mm-Zeiten ziemlich viel Mist. Ich hörte damals so manches Mal davon, dass Kopien schon vor dem Kinostart aus den Filmlagern der Verleiher gestohlen und auf Videokassetten kopiert wurden. Diese wiederum wurden dann unter der Hand für teuer Geld verkauft. Andere Typen machten sich an die Filmvorführer ran, gaben ihnen Geld, damit diese ihnen den Film für eine Nacht "vor die Tür" stellten. Dann wurde er in einer illegalen Kopierwerkstatt in der Nacht überspielt und am anderen Morgen wieder zurück gebracht. So mancher Kollege machte dabei tatsächlich mit. Und ob Ihr es jetzt glaubt oder nicht, so eine Situation hatte ich einst auch selbst erlebt. Da kam so ein kackendreister Typ zu mir in den BWR, legte mir einen 1000-Mark-Schein auf den Aktschrank und fragte mich, ob ich ihm den Film (es war "Terminator 2") für eine Nacht überlasse. Ich war total entgeistert und warf den Kerl wutentbrannt aus dem Haus. Er grinste nur blöd, steckte das Geld wieder ein und ging. Das ganze geschah nur deshalb, weil ich Depp damals in der Hetze vergessen hatte, die Tür zum Vorführraum hinter mir abzuschließen. Dadurch kam er einfach so rein. Er war zunächst nur ein gewöhnlicher Kinobesucher wie jeder andere auch, der eine Karte gekauft hatte. Aber als dann der Vorfilm durch war und der erste Akt lief, ist er von seinem Platz wieder aufgestanden und zu mir gekommen. Ich vermute mal, wenn er nicht in den BWR reingekommen wäre, hätte er bestimmt versucht, mich irgendwo im Haus abzupassen und darauf anzusprechen. Wir hatten den Film damals drei Wochen lang gespielt und danach an en anderes Landkino weiter gegeben. Ich kann und werde hier niemanden anschwärzen, aber nur kurze Zeit später stand in der Saarbrücker Zeitung ein Artikel darüber drin, dass im Saarland illegale Videokopien von "Terminator 2" sichergestellt wurden und die dazu gehörige Kopierwerkstatt von der Polizei ausgehoben wurde.
    2 Punkte
  19. Hallo - wer cineFlow und seine GUI austesten will: es gibt auf GitHub eine neuere Version. Kleinere Programmkosmetik, aber vor allem bessere Defaultwerte - die genommen werden, wenn der Nutzer nichts einstellt. Habe ich mit HDR/RAW, Kodak/Agfa/Fuji und mehreren sehr unterschiedlichen Szenen bzw. Filmabschnitten getestet. Die Defaults sollten jetzt einen besseren Startpunkt für eigene Optimierungen darstellen.
    2 Punkte
  20. Der Umlaufverschlusswinkel konnte größer gewählt werden, da im Rückwärtslauf der Transportschritt schneller lief, aber der Bildstand schlechter wird (in der Theorie) Bei den Bogendreieckgreifern der Arri´s war das so. Eigentlich ja nie als Studiokamera konzipiert. Die ersten Arris hatten ja noch den Herkömmlichen Schleppgreifer, da war jede Askania besser. Die Arri war ursprünglich als Handkamera a la Kinamo 35 konzipiert. klein, "in die Hand konstruiert" und relativ leicht, modern (Elektromotor) und halt als Reflexkamera mit rotierendem Verschluss (den andere schon erfunden hatten, Kästner hat sich die Dinge so konfiguriert, dass da was neues rausgekommen ist (45 Grad neben der Optischen Achse) und schwupp, war sie Fertig. Das Konzept der Vor- und Nachwickeltrommeln in der Kassette war, wie schon erwähnt von Ertl, München, übernommen worden. Ja, Simon hat da schon recht, dass das keine Eigenkonstruktion war, sondern, so wie heute üblich eine Konstruktion auf Basis schon vorhandener Bauteilegruppen.
    2 Punkte
  21. Bei der Ursprünglichen "Röntgen-Arri" war es die Greiferkonstruktion die dann eine minimal längere Belichtungszeit erlaubte, sodass es durch den "umgekehrten" Schaltvorgang keine Interferenzen mit dem Szintillator gegeben hat. Die spätere Arritechno lief "vorwärts" aber das war ja keine reine Röntgenkamera. Hier sieht man ein paar Bilder: https://cinematechnic.com/arri-35iic-rontgen-medical-camera/ Der Text ist aber in manchen Passagen nicht korrekt: - Eine III hat es für Röntgenaufnahmen nie gegeben, davor kam die Techno heraus. Die III wurde aus der Röntgenkamera heraus entwickelt - Das gezeigte Modell in Weiß (2. Bild von oben) zeigt den Arriflex Prototypen, keine Röntgenkamera, allerdings mit angesetzter Röntgenkassette, da keine Bakelitkassette (oder ein Linhof-Magazin) mehr greifbar war. Es stimmt allerdings dass man zu Beginn normale Kameras genutzt hat, die einen Blindstopfen anstatt des Sucherokulares hatten, der Handregelmotor war einfach "rückwärts" verpolt und die Kassetten gespiegelt aufgebaut. Ich habe seinerzeit eine dieser Kameras zurückgebaut zur normalen Arriflex, sie funktioniert einwandfrei.
    2 Punkte
  22. Genau dafür wurde die Software entwickelt. Ich habe von jedem Film eine Archivkopie (4K Scan) und ggf. sogar mehrere Distributionskopien. Die letzteren können sich auch durchaus in der Ästhetik unterscheiden (Grain Anteil, Farbabstimmung, fps), je nach Zielpublikum. cineFlow soll soweit wie möglich die originalen Bildinformationen herausholen - dabei bleiben idealerweise alle Beschränkungen des Mediums auf der Strecke. Aber: man kann ja gezielt einen Arbeitspunkt zwischen Original und Restauration wählen, je nach Zielpublikum Ja - zunächst wird das Material raum-zeitlich analysiert (u.a durch optische Flussschätzer), anschließend mit dieser Information registriert (fusioniert) und dann an eine Schärfungsstufe übergeben, welche eine Schärfung auf der Basis der vorher berechneten Karten durchführt. Es ist eine adaptive Schärfung. Man kann diese Stufe auch abschalten, dann bekommt man das reine Fusionsergebnis. Naja, beide Programme haben einen Default-Parametersatz. Damit erzielt man bei einer relativ breiten Auswahl an Testmaterial (HDR/RAW, K25/Fuij/Agfa/noName, ruhige Landschaftsaufnahmen/schneller Vogelschwarm, unterbelichtete Szenen/überbelichtet, dünne Objekte (Äste) vs diffuse (Gischt, Wasserfälle) Ergebnisse - ob die ausreichen, muß man selber beurteilen. Ich hatte den Aufmerksamkeitsradius des Programm ("context") kürzlich auf +-1 Nachbarframe gestellt, einfach, um eine schnellere Vorschau zu haben. Das wird demnächst aber wieder auf +-2 Nachbarn zurückgestellt - dieses Setting funktioniert akzeptabel (ich werde demnächst die Defaults entsprechend anpassen). Die obigen Beispielrolle ist, da sollte ich nochmal darauf hinweisen, mit jeweils für den Abschnitt optimierten Settings gerendert worden. "Grand Canyon" arbeitet mit dem maximal möglichen context = 8, "Yellowstone" hingegen mit dem alten Standardcontext = 2. Im Allgemeinen reicht es aus, gleichartige Szenen in einem Rutsch zu bearbeiten. Beste Ergebnisse wird man aber erst dadurch erzielen, dass man einzelen Szenen einen eigenen Parametersatz beschert. Die Programme (flowQt und cineFlow) unterstützen das. wenn kein Parametersatz für eine Szene/Abschnitt gefunden wird, gilt der Standardsatz (oder, alternativ, ein Parametersatz, der direkt beim Aufruf übergeben worden ist) wenn im übergeordneten Ordner ein Parametersatz gefunden wird, gilt dieser für alle Unterordner, es sei denn, im Ordner selber gibt es eine entsprechende Parameterdatei - dann wird diese verwendet, aber natürlich nur für diese Bilder Ich mache das meistens so: ich starte damit, dass ich einzele Szenen aus DaVinci exportiere, alle in einen gemeinsamen Unterordner. Dann schaue ich mir die Szenen an - und zwar mit dem Standardsatz. Wenn das ok ist, mache ich garnichts, sondern gehe zur nächsten Szene über. Gleiches Spiel. Finde ich eine Szene, wo ich mit anderen Parametern bessere Ergebnisse bekomme, drücke ich die Taste "Save recipe" - das ist alles. Diese Taste färbt sich übrigens ein, wenn ein Parameter verändert wurde. Aber, das ist meine Arbeitsweise. Die GUI und das batch-Programm erlauben auch durchaus andere Vorgehensweisen. Nach dem Reimport in DaVinci kann man übrigens die bearbeitete und die Rohversion synchron übereinanderlegen - damit hat man die Möglichkeit, sehr variabel den Kornanteil für das finale Ausspielen einzupegeln.
    2 Punkte
  23. Nichts geht ohne Dagie:).
    2 Punkte
  24. Wikipedia: Die Urban Engineering Co. aus Burbank, Kalifornien, ist ein historischer Hersteller von medizinisch-technischen Präzisionsgeräten. Das Unternehmen entwickelte in den 1960er- und 70er-Jahren Spezialkomponenten, TV-Kamerasysteme und Halterungen (wie das „House-Urban“ Mikroskop-Winch-System) in Zusammenarbeit mit Zeiss für Operationsmikroskope in der HNO-Heilkunde und Mikrochirurgie. Eine Verbindung zum klassischen 16-mm-Filmformat besteht primär über historische medizinische Dokumentations- und OP-Aufzeichnungen jener Ära, bei denen Spezialkameras an Mikroskope adaptiert wurden.
    2 Punkte
  25. Hallo TK-Chris, das Einlegen der Filme war auch nicht das Problem, sondern die kurzen Zeitabständen aller 7 Säle, man musste schon rennen um pünktlich wieder zur 2.Filmvorführung am Startplatz zu sein… dann im Vorführraum Nr.4 waren dann 7 Monitore und man schaute gespannt darauf, das alle Vorhänge aufgingen und wichtig, auch ein Bild zu sehen war. Dann hatte man 2 Stunden Ruhe und zur 3. Filmvorführung kam dann die Ablösung😊 Geschehen im Maxx- Kino Delmenhorst…
    2 Punkte
  26. Für den Laser gibt es kein spezielles Handbuch. Als Leitfaden kannst du ein Dolby Installation Manual hernehmen (CP50/CP55/CP65/CP500 usw.). Dort ist die allgemeine Einstellung einer Analogton-Abtastung recht gut beschrieben. Wie von mir schon geschrieben, kannst du die Spaltbreite über die Madenschraube am Laser einstellen. Die Spurlage zum Film stellst du über die Filmführungsrolle am Tongerät ein. Das ist im Manual der FP20/23 beschrieben. Das Übersprechen der beiden Kanäle stellst du über den Zellenhalter ein. Den Fokus durch lockern des Lasers durch die Madenschraube am Tongerät und den Laser nach vorn oder hinten schieben. Dabei gleichzeitig durch verdrehen des Lasers den Azimuth einstellen. Die Testfilme und das Mess-Equipment, welches du dazu benötigst, ist in den Dolby Manuals beschrieben.
    2 Punkte
  27. Vorweg gesagt, ich habe aus den Kinosälen nichts mitbekommen, weil ich hinter den Kulissen tätig war. Die Geschäftsleitung fragte mich damals, ob es möglich wäre, mit einer Kopie den Harry Potter-Film im Bundesstart ohne Pause in zwei (Einzel-) Häuser zu spielen. Der Abstand zwischen den Filmstarts in den beiden Kinos sollte eine Stunde betragen. Einfach mit "ja" zu beantworten, wäre von mir unüberlegt gewesen. In beiden Vorführräumen standen jeweils 2 Projektoren und ein 4000m-Spulenturm. Der 35mm-Harry-Potter-Film hatte 9 Akte und eine Laufzeit von über zweieinhalb Stunden. Somit gab es die Möglichkeit den Film auf drei 1800m-Filmspulen aufzuspulen. Leider passten die großen Filmspulen nicht auf die Ernemann IX-Projektoren im zweiten Vorführraum. Punkt 1: Da bis zum Filmstart noch ein paar Tage Zeit war, schlug ich Folgendes der Geschäftsleitung vor: Wir können den Film im Überblendbetrieb spielen, wenn ich die Ernemann-Projektoren im zweiten Haus auf 1800m umrüste. Dafür bekam ich grünes Licht, besorgte die Materialien und zum Spielbeginn war alles fertig umgerüstet. Punkt 2: Um den Film von einem Vorführraum über den Hof bei Wind und Wetter zum anderen Vorführraum zu transportieren, habe ich aus Folien und Klebeband einen Spulenschutz gefertigt, damit der Film nicht feucht bzw. naß wird. Punkt 3: Es war nun möglich, dass der Film in beiden Häusern in Dolby Stereo gespielt werden konnte. Ich hatte aber das Bestreben, dass wenigstens in einem Kino der Filmton im dts-Format (heute Datasat) zu hören ist. Um auch die Ton-Steuerspur auf der Filmkopie am zweiten Projektor abtasten zu können, baute ich das dts-Lesegerät mit Zuleitungskabel aus dem zweiten Kino ab und montierte es im größeren Haus am zweiten Projektor. Das Vorprogramm im zweiten Haus hatte ich mit ein, zwei zusätzlichen Trailern verlängert, um von einer Überblendung im ersten Haus zur anderen Überblendung im zweiten Haus genügend Zeit zum Umspulen und Filmeinlegen hatte. Die Kehrseite der Medaille war, dass sich kein Aushilfsvorführer diese Tätigkeit zutraute und ich somit 14 Tage am Stück durcharbeiten "durfte". Das ist jetzt rund 25 Jahre her und im Nachhinein muss ich feststellen, dass sich dieser Aufwand gelohnt hatte, weil alles reibungslos ohne Panne funktionerte. Mit der heutigen digitalen Projektion wahrscheinlich überhaupt kein Problem. Ich bin nun mal ein alter Analog-Hase. Gruß Maximum
    2 Punkte
  28. Das kontinuierliche Spektrum ist bei der Beleuchtung von unbekannten Objekten wichtig, um Farben korrekt wiederzugeben. Beim Scannen eines bekannten Farbstoffsystems reicht (bzw. ist sogar vorteilhaft) eine präzise steuerbare, gleichbleibende Beleuchtung, wie sie LEDs liefern. In einem Scanner wird ja kein beliebiges Motiv beleuchtet, sondern ein Farbnegativ oder -positiv mit genau drei bekannten Farbstoffschichten (Cyan, Magenta, Gelb). Man muss also nicht das gesamte sichtbare Spektrum abdecken, sondern nur die Dichte dieser drei Schichten messen können. Sowohl die Farbstoffwolken im Film (Cyan/Magenta/Gelb-Kuppler) als auch die (RGB) Bayer-Filter im Sensor sind selbst breitbandig und überlappend. Kleine spektrale Lücken in einem COB-LED-Spektrum (zB die klassische Delle zwischen Blau-Peak und Phosphor-Hump etc) fallen kaum ins Gewicht, weil an keiner Stelle im System eine scharfe spektrale Kante gefordert ist. Anders als bei Objekten mit feinen spektralen Merkmalen (z. B. Metameriefallen in der Textilprüfung) reicht beim scannen "genug Energie über den ganzen Bereich" – und genau das liefert eiune High-CRI. Billige Kalt-/Neutralweiß-LEDs mit CRI ~70-80 haben oft ein Loch im Rot- und Cyan-Bereich (schlechter R9-Wert). Das führt bei Filmscans zu Farbstichen, vor allem im Rot/Orange (relevant wegen der orangen Maske bei Negativfilm) und bei Hauttönen. High-CRI-COBs mit zusätzlichem Rot-Phosphor füllen genau diese Lücken auf, nicht weil ein perfektes Kontinuum nötig wäre, sondern damit über das gesamte relevante Spektrum genug Signal ankommt, egal welche Filmsorte gerade gescannt wird. Separate RGB-LEDs machen daher auch nur Sinn, wenn man Bayer-Filter-lose Sensoren verwendet (keine De-Bayering-Interpolation und kein Übersprechen zwischen Farbkanälen). Halogen ginge auch. Halogenlampen erzeugen aber viel IR-Strahlung und Wärme, das ist schlecht für Filmmaterial und zudem haben sie starken Farbtemperatur-Drift über die Lebensdauer/Aufwärmzeit. LEDs sind sofort stabil, kühl und langlebig/gleichbleibend. Das ist wichtig. Schelchte Farben im Scan liegen eher an mangelnden grading skills oder FarbraumProblemen als an der Lichtquelle des Scanners.
    2 Punkte
  29. Ernemann... schwierig einzuordnen, sieht schon stark mitgenommen aus. Könnte höchstens ein "Magister II" sein: Jonas.... halbwissen bringt nix. Außerdem spricht man im dt. Sprachraum nicht vom "großen Krieg" das ist den GUS-Staatlern vorbehalten, bei uns ist es WK I und WK II. Soviel zur Klugscheißerei.
    1 Punkt
  30. In vielen Bereichen, z.B. Dienstleistung, Medizin, Softwareentwicklung ist KI mittlerweile eine sehr hilfreiche Unterstützung und hier sollte man auch differenzieren zwischen Unterstützung oder komplettem Ersatz. Letzteres finde ich auch bedenklich. KI als Unterstützung finde ich hingegen sinnvoll, weil es entlastet und Zeit spart und Möglichkeiten bietet, die einem sonst verwehrt sind. Um KI sinnvoll zu nutzen, muss man übrigens noch selber denken, für das zeitaufwändige Recherchieren, insbesondere für viele Menschen, die sich z.B. nicht sehr lange konzentrieren können und demzufolge ihr Potential nicht voll ausschöpfen können, ist KI jedoch eine große Hilfe. Die Arbeitswelt und das Leben wird durch KI noch mehr beschleunigt, was ich wiederum sehr bedenklich finde. Ich selbst stehe KI auch kritisch gegenüber. Ich verschließe mich ihr jedoch nicht, sondern nutze sie als Hilfsmittel für sehr umfangreiche Aufgaben, für die mir der Überblick fehlt. Du selbst, Friedemann nutzt KI, ohne dass Du es viielleicht garnicht bemerkst. Google, Internet und dieses Forum müssen wird auch nicht nutzen und dennoch nutzen wird es. Mit KI ist es nicht anders. Nennt sich Fortschritt. Es gibt vermutlich mehr analoge Filmer, Vorführer und Fotografen, die nichtmal Internet haben oder nutzen, als jene, die es nutzen. Das ist eine sehr verallgemeinerte und pauschalisierte Aussage. Ich kenne gebildete und fleißige Menschen, die KI sogar beruflich nutzen. Es gibt Menschen, die können sich keine Adressen oder Telefonnummern merken und das, obwohl sie hochintelligent sind. Sie haben ein genetisch und/oder neurobiologisch bedingtes, schlechtes Kurzzeitgedächtnis. Es gibt aber Menschen, denen dafür das Verständnis fehlt, dass jeder Mensch Stärken und Schwächen hat. Ja werden wir. Mag sein, dass ich mal wieder der Auslöser dafür war. Verursacht habe ich dies jedoch nicht, bestenfalls indirekt.
    1 Punkt
  31. Hat jemand eine 35 mm-Umlenkrolle (weiß) übrig ? Mit ist eine Rolle auf den Boden gefallen und der Steg abgebrochen.
    1 Punkt
  32. Oder die Kratzer an einer Stelle auf der Tonspur, äußerst "professionell" mit einer Spitze einfach reingekratzt.
    1 Punkt
  33. Danke für den Tip. Das mit dem Isopropanol hat bei mir leider nicht geklappt, trotz mehrfacher Anwendung und stundenlangem Warten. Ich habe mich dann dazu entschlossen, einen Trick anzuwenden, den ich manchmal auch bei russischen Objektiven verwende: An den beiden auseinanderzuschraubenden Tubusteilen je eine Schlachschelle anbringen (mit Lederstreifen darunter), beide festziehen und dann mittels Zange oder Schraubstock die beiden Schrauben der Schellen zusammendrücken. Hat auch hier wunderbar funktioniert. Allerdings ist der hintere, abgeschraubte Tubusteil für mich uninteressant, da die enthaltene Linsengruppe komplett klar ist. Nach Inspektion des Innenlebens des vorderen Tubusteils gehe ich davon aus, daß ich an die relevante, vordere Linsengruppe nur von vorn herankomme. Aus dem Inneren heraus ist da nichts zu demontieren. Ich werde mir also den Beauty Ring noch mal anschauen, vielleicht kann man den entgegen meiner ursprünglichen Annahme doch abschrauben. Ansonsten sehe ich keine Stelle, an der ich noch ansetzen könnte.
    1 Punkt
  34. Was war eigentlich der Grund, warum die Röntgenkameras rückwärts laufend betrieben wurden?
    1 Punkt
  35. Für die Akte: 70,7 mm hat gut funktioniert. Grüße
    1 Punkt
  36. Nein, nicht wirklich. Der Aufwand wäre erheblich - und der Übergang vom bestehenden Pythoncode auf C++ wäre vermutlich die geringste Herausforderung. Schon in flowQt (der GUI) als auch in cineFlow selber (dem batch-Prg) sind jede Menge Optimierungen versteckt, welche unnötige Berechnungen und insbesondere Kopie-Operationen zwischen CPU und GPU vermeiden. Diese Optimierungen passen nicht wirklich auf das ofx-Konzept. Aber vielleicht findet sich ja jemand, der sich das zutraut - die Software ist ja open source.
    1 Punkt
  37. Nein, ich habe die Scheiben extra mit Pressmaß ausgewählt. Also ohne Spiel an der Achse. Freut mich dass es (zumindest) dir gefällt.
    1 Punkt
  38. Diese Themen sind hier schon ausführlich durchgekaut worden, am besten nutzt du die Suchfunktion, dann bekommst Du die Antworten. Nur ganz Kurz: die Prozente geben immer den Verleihanteil an, Karten sind nummeriert und wurden auch geprüft, so kann genau nachvollzogen werden, wie viele Besucher in jeder Vorstellung waren. Meldungen über Zahlen (damals) Telefonisch.
    1 Punkt
  39. Da hast Du Recht, das ist immer das spannendste an der ganzen Sache. "Hab ich s überall richtig gemacht" oder "war jetzt die Umlenkrolle noch drin" usw 🙂 Ich habe lange Zeit nebenbei noch in einem Münchner Kino gearbeitet, da hatten wir nur 2 Säle und einen gemeinsamen Vorführraum: 2x FP30 pro Saal plus je eine Telleranlage. War eine schöne Zeit damals. Raus aus dem Chemiebecken, rein in den BWR und andersrum. 2012 kam dann die Digitalierung übers Land gekrochen und aus wars mit Kopierwerk und 35mm Projektion, also jobwechsel und nebenbei die Qualifikationen erwerben um dann das überhaupt "richtig" machen zu dürfen, nun ja ist jetzt auch schon ein paar Jahre her und in meinem Jetzigen Job hab ich mich auch eingelebt 🙂 Kino läuft jetzt nur noch "nebenbei"
    1 Punkt
  40. ... und eines Tages: Fränki goes to Hollywood.
    1 Punkt
  41. Wie cool, Jürgen geht unter die Selbstentwickler! 🙂
    1 Punkt
  42. 1 Punkt
  43. Das ist doch längst passiert? Es gibt diesen und noch eine Handvoll anderer Threads dazu. Wenn das nicht interessiert, einfach. weiterscrollen... Wie könnte Schmalfilm scannen nicht zum Thema Schmalfilm passen..?
    1 Punkt
  44. Stimmt, man muss nicht jeden modernen Schnickschnack wie die ZM4 aufgreifen. Ich will Beweisfotos.
    1 Punkt
  45. Und so fügt sich die Abdeckung nun ins Gesamtbild:
    1 Punkt
  46. ...beim Thema Technicolor, dann ist die ODYSSEE als erster 15/70 Film in Spielfilmlänge jetzt eben nur BECKY SHARP. Und gerade Matt Damon trifft meines Erachtens nun wirklich keine Schuld an dem was wir hier ansprechen. Das trifft es doch sehr gut. Aber es wurden nicht „Fehler“ gemacht, sondern die wussten was sie taten. Die wollten das so. Sämtliche bisherigen Imax Szenen von Nolan sind gegenüber der ODYSSEE sehr wirkungsvoll. Aber Nolan scheut geradezu die epische große Leinwand. In OPPENHEIMER gab es mindestens zwei tolle Szenen von Landschaft mit Auto und vom Wüstendorf wo eine episch große Fahrt/Aufnahme zu früh abgebrochen wurde. Nolan ist totales Männer-Kopfkino ohne Herz. INCEPTION und der TENET Rückwärtskrempel sind gesundheitsschädlich für meine Psyche. Der BATMAN Waschlappen hat nichtmal seine Freundin gerettet und der Mörder wird endlos verherrlicht in seinen Gewaltaktionen. Manipulativster Musikeinsatz der Filmgeschichte, manchmal poetisch, oft nervig. Ein obsessiver Erzähler mit Beigeschmack.
    1 Punkt
  47. Da springe ich doch gerne in die freigewordene Bresche: "Nachdem sich die allgemeine Begeisterung inzwischen offenbar wieder einmal auf das bloße Vorhandensein von 70-mm-Filmstreifen reduziert hat, vielleicht doch ein paar Worte zu THE ODYSSEY. Zunächst die Farben. Oder besser gesagt: das, was man heute dafür hält. Das Meer changiert irgendwo zwischen entsättigtem Petrol und dem Wasser eines seit Wochen nicht gereinigten Hotelpools, der Himmel ist konsequent in Richtung Betonplatte korrigiert, und die Gesichter bewegen sich farblich zwischen Leberwurst, Wachsfigur und fiebrigem Pfirsich. Vermutlich wird man uns erklären, dies entspreche exakt dem „Look der Bronzezeit“. Interessant, dass die Bronzezeit offenbar bereits über moderne Farbfilter verfügte. Auch die Kameraarbeit kann ihre Herkunft aus der gegenwärtigen Großbildreligion keine Sekunde verleugnen. Jede Einstellung ruft förmlich: Seht her, wie groß mein Negativ ist! Landschaften werden nicht mehr betrachtet, sondern vermessen. Nahaufnahmen wirken, als habe man den Darstellern eine IMAX-Kamera direkt in die Nasennebenhöhlen geschoben. Dazwischen diese permanent bedeutungsschwangeren Fahrten, bei denen sich die Kamera langsam auf etwas zubewegt, nur damit der Zuschauer auch sicher versteht, dass jetzt gleich etwas Wichtiges passieren soll. Überhaupt die Erzählung. Natürlich kann Nolan die Odyssee nicht einfach erzählen. Das wäre vermutlich zu übersichtlich und könnte womöglich sogar emotional berühren. Also wird wieder verschachtelt, rückgeblendet, vorgeblendet, erinnert, vorweggenommen und anschließend noch einmal aus einer anderen Perspektive erzählt. Homer benötigte dafür Gesänge; Nolan benötigt offenbar drei Zeitebenen, vier Parallelmontagen und einen dröhnenden Bassimpuls, sobald jemand nachdenklich aufs Meer schaut. Das Resultat ist keine Irrfahrt des Odysseus, sondern eine Irrfahrt des Publikums. Nach einer Stunde weiß man vermutlich nicht mehr, ob Odysseus gerade nach Ithaka zurückkehrt, Troja verlässt oder sich lediglich an eine Szene erinnert, in der er davon erzählt hat, dass er irgendwann zurückkehren wollte. Hinzu kommt der inzwischen unvermeidliche Materialfetisch. 70 mm, IMAX, echte Schiffe, echte Wellen, echte Landschaften – alles zweifellos sehr echt. Nur das Kino selbst wirkt dabei merkwürdig synthetisch. Man kann schließlich auch 600 Kilometer Film belichten und trotzdem kein einziges wirklich lebendiges Bild erzeugen. Größe ersetzt keine Gestaltung, Auflösung keine Atmosphäre und technischer Aufwand schon gar keine Erzählkunst. Aber vermutlich wird jede Kritik ohnehin mit dem Hinweis beantwortet werden, man habe den Film „nicht im richtigen Format“, „nicht im richtigen Saal“ oder „nicht auf der richtigen Bildwand“ gesehen. Was in meinem Fall auch stimmt ... gesehen habe ich den Film noch nicht." (c) by Prompts & Co.
    1 Punkt
  48. Dazu eine Anmerkung, allgemein gemeint und nicht auf das verlinkte Interview bezogen: Es ist im Kulturbereich üblich, daß Radiosender und Onlinemedien anrufen und "von jetzt auf gleich" etwas zum gerade aktuellen Aufhänger wissen wollen. Sehr oft haben die Interviewer keinerlei kulturellen Bezug zum Medium Film, sind auch unfähig, vernünftige Fragen zu stellen. Sie stellen dann möglichst plakative Fragen, auf die man nicht kurz antworten kann. Äußert der Gesprächspartner mehr als einen griffigen Satz, wird sein Statement gekürzt und oft durch Einleitungen oder suggestive Kommentare verfälscht (nicht absichtlich, sondern aus Unkenntnis). Der fertige Beitrag ist dann meistens zum Kopfschütteln, wenn man sich mit dem Thema auskennt. Egal, ob es um Kino oder um Feuerwehr-Löschfahrzeuge geht! Es fehlen einfachste journalistische Fähigkeiten wie intelligente Fragenstellung, Herausarbeiten des Wesentlichen, sprachliche Präzision. Nicht nur bei "den Privaten", sondern ausdrücklich und peinlichst im öffentlich-rechtlichen Bereich.
    1 Punkt
×
×
  • Neu erstellen...

Filmvorführer.de mit Werbung, externen Inhalten und Cookies nutzen

  I accept

Filmvorfuehrer.de, die Forenmitglieder und Partner nutzen eingebettete Skripte und Cookies, um die Seite optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von externen Inhalten (z.B. youtube, Vimeo, Twitter,..) und Anzeigen.

Die Verarbeitungszwecke im Einzelnen sind:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
  • Datenübermittlung an Partner, auch n Länder ausserhalb der EU (Drittstaatentransfer)
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für diese Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu. Darüber hinaus willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Weiterführende Details finden Sie in unserer  Datenschutzerklärung, die am Ende jeder Seite verlinkt sind. Die Zustimmung kann jederzeit durch Löschen des entsprechenden Cookies widerrufen werden.