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  1. 4 points
    New York, 1. Mai 1965, die Eastman-Kodak-Gesellschaft stellt ihr Super-8-Filmformat vor. MEANWHILE IN MILANO bereitet man sich bei der Firma Bencini auf den Bau einer neuen Doppel-8-Kamera vor. Von der Technik von Laufbildgeräten hat man keinen blassen Dunst, also kauft man bei der EKC eine Lizenz. Letztlich kommen auch viele Kodak-Geräte vom Engineering Laboratory an der North Rockwell Street, Chicago. Dort sind ein Haufen Erfahrung und vor allem der Überblick über das Vorhandene beisammen. 1966 beginnt Bencini mit dem Verkauf einer der letzten Doppel-8-Kameras, der Comet 8. Sehen wir sie uns an. Mechanik Der Geschwindigkeitsregler und das Schaltwerk sind mit dem Verschluß vereint. Während das Zusammenführen mehrerer Funktionen auf ein Bauteil Vereinfachung und Vergünstigung des Ganzen mit sich bringen kann, ist hier der Fehler begangen worden, einen ziemlich langsam laufenden Geschwindigkeitsregler zu verwirklichen. Die zwei Fliehkörper, bewegliche Arme des weißen Kunststoffstückes, reiben auf der Innenfläche des schwarzen Kunststoffringes. Wehe, wenn sich da etwas verzieht! Der schwarze Bremsring der Regeleinrichtung ist weich elastisch. Es ist eine knapp brauchbare Gestaltung. Die Comet 8 besitzt wie einige andere Surrsurr eine Umlagerungsfeder. Die meines Exemplares hat die Maße 21⅞‘ auf ½“ auf 0.007“ (6650 × 12,7 × 0,178 mm), in jeder Hinsicht zöllig, und zieht 616 Bilder durch, 38½ Sekunden Laufzeit. Ich messe 32 Sekunden, woraus ich schließe, daß das Tempo anfänglich über 20 B./s ist. Der Lauf ist mehr schlecht als recht, kein Vergleich selbst mit der billigsten französischen Mühle. Brächte die Feder gleichbleibende Kraft, würde diese Anlage konstantes Tempo leisten. Eine Umlagerungsfeder muß aber von noch besserer Güte sein als eine gewöhnliche Spiralfeder, sonst passiert das, was man nicht brauchen kann, das Federwerk wird gegen Ende langsamer. Es ist nicht das Alter. Mit einer besseren Feder würde der Komet nicht abstürzen. Am inneren Ende ist sie mit zwei rechteckigen Öffnungen versehen, die augenscheinlich keinen Zweck haben. Die Feder ist mit dem Haspelkern nicht verbunden. Der schiere Drall, den man ihr auf den letzten vier Zentimetern gegeben hat, bewirkt, daß sie sich von selbst einrollt. Einer der Flansche der Plastikhaspel ist innen kegelig ausgebildet. Die Haspel ist am Kern immer noch etwas breiter als die Feder. Die Kanten des gespaltenen Stahls sind roh, nicht überschliffen. Wie das zusammenspielt, begreife ich nicht. Auf der Feder gleitet die Nase eines angefederten Arms aus Stahlblech, an dem ein Stück oranges Plastik angenietet ist. Es schiebt sich gegen Ende des Federablaufs von unten ins Sucherblickfeld. Für eine federschonende Rolle hat es offenbar nicht gereicht. Der Verschluß hat eine Öffnung entsprechend 130 Grad, ihr seht das aufgenietete Blech. Wie bei der SEM Véronic kürzere Belichtungszeit für eine Strand-Schnee-Sonne-Kamera. Gegenüber 170 Grad macht dies eine halbe Blende weniger Licht auf dem Film aus. Der Rätschengreifer setzt +1 ab. Er ist zwischen drei Kugeln gelagert und mit einem Stahlblatt angefedert, das ist ganz gerissen gemacht. Das Getriebe besteht aus zwei Zahnrädern. Wenn man die Handgriffhalterung wegschraubt, steht das mit dem vorderen Federdorn auf einer Achse laufende 120-Zähne-Rad frei. Wenn das keine Einladung für den Einsatz eines Zusatzmotors ist! Ein Achtzähneritzel müßte 960 Umdrehungen pro Minute machen für 16 Bilder in der Sekunde. Oder eine für ein Einzelbild. Diese Funktion gibt es nicht. Handkurbelbetrieb wäre mit wenig Aufwand einzurichten. Auf Grund des minderwertigen Getriebes lohnt es nicht, die Feder zu verbessern. Die Zahnform ist auch nicht die beste. Bei einem Winkelgetriebe mit axialem Eingriff eines Rads sollten dessen Zähne Keil- oder Ballenform haben. Sie sind gerade. Das treibende Rad wird mit einer Blattfeder gegen das getriebene Ritzel gedrückt. Grausam. Auf dem Film gleitet ein verchromter gewölbter Fühlhebel, der mit der Mechanik der Meter-Fuß-Anzeige verbunden ist. Der Filmkanal ist starr, es gibt keine aktive seitliche Führung. Lichte Weite ist 16,06 mm. Weshalb auch die verchromte Andrückplatte ein Bildfenster aufweist, verstehe ich nicht. Im Gegensatz zur Eumig C 3 geht es optisch nach hinten nicht weiter, da stehen Blattfeder und Stützbolzen der Andrückeinheit. Man kann sich bloß denken, daß nichts reflektieren kann, wo nichts ist. Die Öffnung ist dimensioniert 3,51 auf 5,16 mm beim genormten Projektorbildfenster von 3,40 auf 4,55 mm. Geht. Die Spulenanordnung und damit die Gehäuseform sind wie bei Leicina, Canonet 8 und beim Filmmagazin von Jules Carpentier aus dem Jahre 1909. Niedriges Profil, große Bodenfläche, gute Stativauflage, schlanke Erscheinung Optik Das Objektiv ist ein vergüteter Vierlinser von 12,5 mm Brennweite. BLUESTAR. Was heißt schon BLUESTAR? Das Spezielle daran ist, daß es aus zwei unverkitteten Achromaten besteht, ein dialytisches System wie die Goerz-Celor und -Artar der Belle Epoque, oder das Animar f/1,9 von Bausch & Lomb, ein aufgelöster Aplanat. Die beiden negativen Linsen sind plankonkav geschliffen, die ebenen Flächen stehen zueinander, ein Abstandring dazwischen. Es handelt sich um nichts anderes als den Normal-Cine-Raptar von Wollensak. Seine Bronzehülse ist außen mit dem metrischen ISO-Feingewinde III M13 versehen und mit einem quer angestellten Gewindestift in der Druckgußfront gesichert. Davor ist eine Schutzscheibe aus Glas angebracht. Die optische Achse liegt 1¼ Zoll, 31,75 mm, über dem Gehäuseboden. Tuning Damit sind wir beim interessantesten Teil angekommen. Ein derart solides Gehäuse hat kaum eine andere Herstellerin verwendet. Dieser Komet stürzt unbeschädigt ab. Die aufgeklebte Verbundabdeckung auf der rechten Seite konnte ich nicht ohne ihren Totalverlust wegnehmen. Sie muß weg, damit man an eine der vier Schrauben herankommt, die beide Gehäuseschalen zusammenhalten, hier ein Mal wohltuend richtig Messingschrauben. Man bekommt frische Zierdecken aber leicht wieder hin. Warum das Gehäuse nicht neu lackieren, blau wie eine Vespa 180 Grimstead Hurricane mit orangen Gegenakzenten? Weil da ein Gewinde im Frontteil ist, bietet sich eine simple Modernisierung und Aufwertung an. Durch Weglassen der vor dem Objektiv wirkenden Katzenaugenblende erhält man die Möglichkeit, einen Adapterring einzusetzen. Dieser kann ein D- oder auch ein C-Gewinde tragen. Eventuell fräst man noch den Umfassungswulst weg, um Wechselobjektive besser bedienen zu können. Der Abstand Film-Gewindewulst ist ¾“ (19,05 mm). Der Innendurchmesser im Frontteil ist 27 mm. Sofern man nicht eine neue Front mit kürzerer Auflage herstellt, geht es folglich um längere Brennweiten. Zurückgehen zur originalen Ausstattung bleibt jederzeit möglich, die Kunststoffteile sind einfach miteinander verschraubt, die Katzenaugenblende gesteckt. Das vordere Frontteil ist mit dem hinteren verstiftet, mit Spiel. Hinter dem Stativgewinde hängen noch Späne in der Bohrung von der Fertigung. Die meisten Kunststoffteile tragen Gräte oder aufstehende Abrisse der Anspritzstellen. Die Sucherparallaxe beträgt waagrecht 11/16“ oder gerundet 27 mm und senkrecht 13/16“ oder 30,16 mm. Man braucht sich also bloß noch einen Untersatz bauen, der die Kamera um diese Wege verlagert, und schon kann man den Bildausschnitt genau einhalten, bis zum Berühren der Objektivfrontlinse. Im zukunftlosen Massenmarkt Beim Zerlegen hatte ich plötzlich ein Déjà-vu. Die Schrauben gleichen jenen in der Kiew Alpha 16. Immer mehr vervollständigt sich bei mir die Vorstellung, wie der Technik-Transfer im Westen jeweils ablief, nämlich ohne Pläne, sondern mit Material, und zwar bis zu den Schrauben. Was anderes als montierbare Ware brauchen Lizenznehmer denn? Vermutlich gab es jeweils Vormodelle, unvollständige, um den Vertragspartner bei der Stange zu halten. Nach erfolgter Zahlung wurden sofort Gehäuse verschickt, alle Teile einschließlich der Zierbleche, die einander in der grafischen Gestaltung grundsätzlich stark ähneln. Das wäre auch ein Mal eine Betrachtung wert. Bencini war mit den Fotoapparaten ab 1963, wie andere Hersteller auch, am Kodapak-System nicht vorbeigekommen. Eine Verbindung mit der amerikanischen Fotogeräte-industrie hat daher schon bestanden. So ergriff man die Flucht nach vorne mit einer weiteren Billigfilmkamera, als ob es die Kodak Brownie 8 und die japanischen Doppelachter nicht gäbe! Die Comet 8 kostete damals 18‘000 Lire, heutige € 174,86. Die Lizenz war bestimmt günstig zu haben. Der Kodak Brownie 8 mit Aufzugkurbel, aufgerechneter Preis $202.75, wurde von 1960 bis 1962 fabriziert. Die Kunststoffteile müßten alle entfettet werden. Bencini hat die Dinger so richtig fürs schnelle Geld rausgehauen, man hieß die Arbeiterinnen für unbestimmte Zeit Fett hineinpinseln und alles wurde mit Phenolharzkleber verschlossen. Das eklig stinkende Zeug hält tierisch gut. Seriennummern gibt es nicht. Man findet die Comet 8 meist auf italienischen Internetplätzen und Flohmärkten für wenig Geld. Meine ist von Rimini. Das Gefühl, eine moderne Filmkamera di fabbricazione italiana spazieren zu führen, wäre super, wenn sie nicht so lumpig liefe. Die Bedienungsanleitung: Angabe der Jahrzahl: Donato Consonni Convertitore storico lira-euro https://www.facebook.com/groups/111177045591022/ https://www.leblogvespa.com/vespa/modeles/vespa-180-super-sport-1965/
  2. 4 points
    Hah! Es ist ein Laden. Und ein Online-Shop, insofern spielt die Entfernung keine Rolle. Mit zwei Freunden gemeinsam plane ich folgende Idee: Wir wollen den guten mechanischen Kameras, egal ob für Foto oder Film, ihre Würde zurückgeben! Diese Wunderwerke und Meisterleistungen sollen in einer tollen Location präsentiert werden - und nicht verstaubt auf Ramschtischen in der Ecke liegen. Alle Geräte werden mit einem Jahr Gewährleistung verkauft und sind vorher von unserem Servicetechniker gewartet worden. Und Zubehör sowie Verbrauchsmaterialien wie Filme sollen zu akzeptablen Preisen angeboten werden, um die Freude am analogen Fotografieren und Filmen wach zu halten! Außerdem bieten wir an, defekte analoge Fotokameras und Filmkameras durch unseren 37-jährigen Servicetechniker, der schon vier Jahre Erfahrung hat, reparieren zu lassen. click & surr wird im Oktober in Berlin-Mitte in einer alten Metzgerei von 1880 eröffnen. Dort sieht es im Moment noch so aus...;)
  3. 4 points
    RBTV hat das Savoy in Hamburg besucht und dort die Vorbereitungen zu Dunkirk gefilmt. Durch solche Berichte erreicht man locker mehrere 10 000 Leute die sonst nie von 70mm gehörrt hätten
  4. 4 points
    Weil der @FilmCurlCom Interesse gezeigt hatte, hier mal ein par Details zu meinem noch sehr frankensteinigen Filmbildzähler auf Arduino-Basis. Teilekosten bisher < 5€, Arbeitsaufwand zum Nachbauen ca. 1 Stunde. Ich würde mich freuen, wenn andere mit/weiter entwickeln bzw. ihr eigenes Vorankommen hier auch dokumentieren. Zum Zählen werden zwei Gabellichtschranken eingesetzt. Ich habe in der Bastelkiste ein paar Omron EE-SX1106 gefunden, andere Typen mit kleinem Schlitz tun es aber auch. Ideal wären wohl die Omron EE-SX1107, erfordern aber (einfaches) SMD-Löten. Da der Schlitz in den SX1106 etwas zu tief ist, habe ich ihn 2mm hoch mit Sugru aufgefüllt. So ist sichergestellt, dass S8-Perfolöcher immer "gesehen" werden. Da wir die Laufrichtung des Films erkennen wollen um auf- oder abwärts zu zählen, benötigen wir zwei dieser Gabellichtschranken. So sieht es auf meinem Versuchsplatinchen aus: Das praktische ist, dass das 2.54mm Rastermaß von Lochrasterplatinen genau "passt": Wie oben montiert (also mit einer Lochreihe Abstand) erhalten wir perfekten "Gray-Code". Das bedeutet, dass wenn der Film hier durchgezogen wird, sich laufend folgendes Muster widerholt: 1. Beide Lichtschranken unterbrochen 2. Lichtschranke A offen, B unterbrochen 3. Lichtschranke A offen, B auch offen 4. Lichtschranke A unterbrochen, B noch offen ... und wieder von vorn. Wir erhalten damit vier Zustandswechsel pro Filmbild, was eine sehr genaue Erkennung und zuverlässige Richtungserkennung erlaubt. Doch zunächst zur Elektronik. Erstmal wollen wir das Signal der Fototransistoren ein bisschen aufpolieren: Das ist etwas unübersichtlich, daher hier ein Schaltplan: Die Transistoren sind beliebige NPN-Typen. Vcc ist 5V (weil der Arduino mir die liefert). Der Vorwiderstand für die IR-Diode ist hier nicht mit eingezeichnet, der sitzt bei mir mit auf dem Lichtschrankeplatinchen (und ist zur Zeit mit einem Spindelpoti gereiht, um "dimmen" zu können, dazu später mehr). Collector der Gabellichtschranken hängen an VCC, der Emitter geht an X1-2 bzw. X1-3. Die offenen Enden rechts kommen direkt an Pin 2 und 3 des Arduinos (oder Clons), denn das sin ddie Hardware-Interrupt-Leitungen. Der Arduino ist damit nur minimal beschaltet: Braun und Rot sind 5V Vcc, schwarz und weisses Kabel sind die Eingangspins mit Hardware-Interrupt. Warum Interrupt? Weil wir schnell sein wollen. Es darf niemals ein Puls verloren gehen. Gray-Code und Quadraturdecoder will ich hier jetzt nicht genauer erläutern, das Thema findet man erschöpfend im Internet behandelt. Im Grunde tun wir nichts anderes als eine Computermaus, in der (so sie noch eine Kugel hat) auch zwei Gabellichtschranken pro Bewegungsrichtung verbaut sind. Ich verwende zur Zeit die "Encoder" lib von Paul Stoffregen, die ist schön schlank, einfach und sehr schnell. Zwar ist sie nicht ganz Lehrbuchkonform (da ein "Flattern" am ISR ggf. hohe Prozessorlast auslösen kann), aber in diesem Fall macht das nichts. Der Code ist noch fast der Beispielcode: #include <Encoder.h> // Change these two numbers to the pins connected to your encoder. // Best Performance: both pins have interrupt capability // Good Performance: only the first pin has interrupt capability // Low Performance: neither pin has interrupt capability Encoder myEnc(2, 3); // avoid using pins with LEDs attached void setup() { Serial.begin(38400); Serial.println("Basic Encoder Test:"); } long oldPosition = -999; void loop() { long newPosition = myEnc.read(); if (newPosition != oldPosition) { oldPosition = newPosition; Serial.println(newPosition); } if (Serial.available()) { Serial.read(); Serial.println("Reset to zero"); myEnc.write(0); } } Der tut nichts anderes, als zu zählen – pro Filmbild geht es 4 Punkte hoch, andersrum 4 Punkte runter. Der Zählerstand wird auf der Seriellen ausgegeben. Sendet man irgendein Zeichen an den µC, wird auf Null gesetzt. Ich kann den Filmstreifen ziehen uns reissen so schnell ich will, es geht kein Impuls verloren. hier meine Hilfskonstruktion zum testen: auf diesem Bild allerdings noch ohne Richtungserkennung (nur eine Gabellichtschranke). Erste lustige Erkenntnis: schwarzer E6-Film ist prima IR-Durchlässig. Wer also entwickelten Film zählen will (mir geht es erstmal nur ums Ablängen von exakt 15.25m für S8-Kassettenbefüllungen in Dunkelheit) muss die IR-LED in der Gabellichtschranke also drosseln. So, und jetzt bitte gern nachbauen und weiterbasteln. :)
  5. 4 points
    Ich glaube, hier gibt ein Ebayer seinen Studentenrabatt weiter. Wenn ihr wollt, dass Kodak überlebt, bezahlt für Kodakfilm einfach den normalen Preis. Wenn Euch Kodak zu teuer ist, kauft eben Foma. Meine Güte.
  6. 4 points
    Ich erlebe eigentlich nur, dass es Interessenten für Digitalisierungen gibt. Kaum einer will projezieren. Die erste Frage beim Anblick einer Filmspule oder auch nur der laufenden Kamera ist immer, wie gibt es das digital. Die Industrie bekommt noch nicht mal einen anständigen Scanner hin. Stattdessen gibt es nur Primitivscanner mit 5MP-Webcam-Technik aus der 29Euro Diascanner-Schublade zu im Verhältnis zum gebotenen Mondpreisen. Wer soll da einen preislich attraktiven, ungleich komplizierteren Projektor.in noch viel kleineren Stückzahlen als die Scanner produzieren? Wer kauft für sagen wir mal 1000Euro einen neuen Primitiv-Projektor, wenn er für das gleiche Geld einen komplett überholten alten Super8-Projektor aus dem Luxus-Segment bekommt. Die fehlenden Fachleute zur Wartung liegen ja auch an fehlender Nachfrage. Einen einfachen Stummprojektor bekommt ein halbwegs versierter Bastler auch selber gewartet, den braucht keiner in neu. Eine Marktlücke könnte höchstens die Aufbereitung alter Projektoren für die Nicht-Bastler ähnlich der Ronda-Cam sein. Ein neuer Projektor müsste Features bieten, die es vor 35Jahren noch nicht gab. Die Kodak-Kamera wartet mit solchen Features auf. Da fällt es nicht so ins Gewicht, dass sie einiges nicht kann, was damals selbstverständlich war.
  7. 4 points
    Es gibt so unendlich viele Projektoren da draußen, die im Nu wieder flott gemacht sind... wozu da ein neuer? Den würde doch kein Mensch bezahlen. Youtube kostet nichts und hat viel höhere Zuschauerzahlen. Alte Amateurfilme "as is" interessieren die wenigsten. Daher findet man sie auch ständig auf Ebay oder Flohmärkten. Das mag traurig stimmen, ist aber leider Realität. :/
  8. 4 points
    Und abgesehen von Deinem Tonunfall: Es geht nicht um Garantien von Kickstarter, sondern um leere Versprechungen ("Pledges") von Ferrania. Meiner Meinung nach haben Sie das Projekt Farbumkehrfilm intern längt aufgegeben, geben es aber nicht zu, damit sie zu gegebener Zeit vielleicht noch jemand anderem die Schuld dafür geben können. (Und wer braucht einen P30, wenn es Foma-Material viel besser und günstiger gibt? Das kurze Hype-Strohfeuerchen jetzt wird bald vorbei sein. Wer außerdem glaubt, mit der Marge von verkauftem Kleinbild-SW-Filmen sei irgendetwas substanzielles zu finanzieren, der unterhalte sich mal mit Mirko Böddecker...)
  9. 4 points
    Was soll das eigentlich? Den neuen Film MORD IM ORIENT-EXPRESS hat derzeit weder ich noch irgendjemand von Euch im Kino auf der großen Bildwand gesehen. Warum wird dieser Thread schon wieder von kleinkarierten Besserwissern, Erbsenzählern und Krümelsuchern so zugemüllt? Gruß Maximum
  10. 3 points
    Da Preisschilder dran sind, vermute ich, dass wir die Kameras verkaufen wollen;). Vielleicht muss ich einfach ein bisschen mehr über das Konzept des Ladens erzählen. Die Website ist ja noch nicht online, dann würde sich das schon von selbst erklären. Wir sind hier zu viert und kümmern uns zum einen um den Laden, zum anderen um das Super 8 Web Portal. Wobei der Laden mit Foto- und Filmtechnik handelt. Neben Kameras gibts Filme, Leuchtmittel, Duka-Zubehör, Projektoren, Klebepressen und und und. Zeil soll es sein, Filme und Zubehör so günstig wie möglich anzubieten, um die Freude am Filmen und Fotografieren wach zu halten. Außerdem suchen wir in aller Welt nach speziellen Filmmaterialien und bieten sie im Laden an. Nicht alles, was wir im Laden haben, wird es auch online geben - aber einiges. Kern des Projekts ist eine Werkstatt, in der die von uns erworbenen Kameras geprüft und instandgesetzt werden. Dadurch ergeben sich natürlich andere Preise als bei eBay. Aber man hat dann auch die Gewissheit, ein Gerät mit einjähriger Gewährleistung zu erwerben. Außerdem verkaufen wir nur ausgewählt schöne Stücke, die besonders gut erhalten sind. Motto: Gebt den analogen Kameras die Würde zurück, holt sie vom Dachboden und befreit sie vom Staub der Jahre! In der Werkstatt werden natürlich auch Kameras, Objektive und Projektoren, die uns Kunden einsenden, repariert. Dazu bald mehr auf der Website von click & surr. Außerdem wird es Seminare und Workshops in unserem Studio mit Werkstatt geben. Dieser Raum ist noch nicht fertig, deshalb gibts noch keine Bilder davon. Aber unseren 34-jährigen Werkstattchef kann ich euch schon bei der Arbeit zeigen:).
  11. 3 points
    Es sei mir verziehen, in diesem Zusammenhang noch einmal Bilder eines Kleinkinos in Bürgerverwaltung zu bringen. Nicht weit von Gronau in Niedersachsen, in Salzgitter-Bad befindet sich in einem etwas heruntergekommenen EKZ der 80er das kleine Cinema Bürgerkino. Dieses wird in Selbstverwaltung örtlicher BürgerInnen betrieben, und bietet einen Saal. Das Bild ist, im Vergleich zu den Berliner Kinocenter Neubauten, hier sehr groß, auch wenn das Bild (Weitwinkeloptik 16 mm bei Vollformat DSLR) etwas Anderes suggeriert. Auch in der letzten Reihe augenwinkelfüllend und die Tür nicht im Blickfeld. Hier sind leistungsfähiger 7.1 Ton, Eclair-Color HDR und 4k verwirklicht, ohne dass dafür erhöhte Eintrittspreise gelten würden. Bild- und Ton haben hier eine andere Güte, als in der Hauptstadt. Doch leider leider zieht die jährlich mit Programmpreisen prämierte Programmgestaltung nur knappe 8500 Besucher ins Kino. Schade. Nett fand ich das Kopienfahrrad des alten Kinos, um die Filmkartons vom und zum Bahnhof zu bringen... Aus der letzten Reihe sieht das etwa so aus.
  12. 3 points
    Olaf, du übersiehst das Entscheidende, die Ausleuchtung. Man kann nicht mit dem Anspruch an ein perfektes Bild da stehen, ohne etwas dazu zu tun. Im Kino siehst du ausgewogene Bilder, für die mit großem Aufwand ausgeleuchtet und in der Postproduktion nachgebessert wird. Du hältst einfach deine Kamera auf etwas drauf, die Sonne scheint, das muß entweder zugelaufene Schatten oder ausgewaschene helle Partien geben. Der Film weiß nichts von deiner Absicht. Es steht in vielen Amateurfilmbüchern, man solle übermäßige Kontraste vermeiden, genau aus dem Grunde, daß das technische System nicht leisten kann, was die naive Vorstellung, ich meine es ganz positiv, die unverdorbene Vorstellung von der Natur so ist. Wir gleichen starke Helligkeitsunterschiede* mit den Augen und dem Gehirn unwillkürlich aus. In der Erinnerung, auch ganz kurzfristig, sind die Schatten in unserem Bewußtsein, ich schließe mich mit ein, nicht undurchdringlich schwarz, sondern haben Inhalt. Das technische System erschöpft sich letztlich an der Bildwand. Um den Kontrasten der Natur näher zu kommen, müßten wir dichtere Filmbilder erzeugen, etwa vier Blendenstufen. Die Filme sähen fast undurchsichtig aus. Der Projektor bräuchte eine viel stärkere Lampe, um das dichte Bild zu erhellen. Nur so kämen Einzelheiten in den Schatten und gleißende Spitzlichter heraus, wie wir es in der Natur erleben. Die Diskussion über Ektachrome und Kodachrome und jeden anderen Film, auch schwarzweißen, ist zwecklos ohne Einbezug der physischen und physiologischen Gegebenheiten. ______________________ *Leuchtdichteunterschiede
  13. 3 points
    Ja, das liegt in der Natur von Negativfilm begründet. Entweder man lässt Andec eine traumhaft gute Wetgate-Kopie ziehen, wie ich das schon einmal gemacht habe, oder man scannt und muss dann natürlich Fachkenntnis haben, wie man eine Farbkorrektur macht. Hier im Beispiel haben wir größtenteils einen unbearbeiteten Flat-Scan, so wie er aus dem Scanner kommt. Das geht natürlich überhaupt nicht als Präsentation. Trübe Suppe. Es liegt also nicht an der Kamera, sondern an der Nachbearbeitung. Von der filmischen Seite lohnt es sich außerdem, bei gutem Licht zu filmen, das gibt zusätzlich bessere Aufnahmen als bei bewölktem Himmel.
  14. 3 points
    Preis und Leistung 339 Reichsmark 1936, heute 2017: € 1461.75 C steht für Cassette, Französisch oder Englisch. Es ist ein Lader wie der Nizo-Rapider oder der letzte seiner Art, der Duex von Kodak. Er macht den Grundgedanken aus. Man legt die volle und eine leere Tageslichtspule in den Lader ein, Film in der Leerspule eingesteckt. Der Hauptnutzen davon ist eine Einrichtung, welche verhindert, daß der Film von der Vorratsspule abgezogen wird. Bei Erreichen eines bestimmten Wickeldurchmessers werden eine Sperre ausgelöst und das Federwerk angehalten. Man kann also den Meterzähler nachzustellen vergessen haben, der Lader befiehlt, umgedreht zu werden. Bei Belichten der zweiten Hälfte ist die Sperre nicht wirksam, der Film kann ausrauschen. Als Idee eine kluge Erleichterung des Doppel-8-Systems, doch der Lader hat leider seine Verwicklungen. Zuerst sind das die engen Schluchten. Während bei den meisten Doppel-8-Kameras die Filmschleifen sich frei einstellen können, ist das Material hier schon deutlich gebremst. Rollen gibt es keine, das wurde bei der Single-8-Kassette besser gemacht. Der Gleitkanal verhindert eine lange Filmbühne mit der üblichen Hemmung. Bildfensterplatte und Andrückrahmen sind deshalb kurz gestaltet, der Andruck geschieht über etwa 15 Millimeter Länge. Als Folge davon wurde eine Einrichtung erforderlich, die den zwischen den Schleifen zu wenig gebremsten Film nach jeder Schaltung stillsetzt. Es handelt sich um eine Sperrklinke, die im Perforationsloch –1 gegen die obere Lochkante hält. Der Transportgreifer zieht von –1 bis +1, also über die optische Achse als Nullpunkt hinweg. Wir haben einen Darling-Greifer, der mit einer Schulter die Sperrklinke auf Blattfeder wegschiebt und losläßt. In Ruhestellung steht die Sperrklinke in der Perforation. Nun paßt der Positionierabstand –1 so gar nicht zu den Projektoren, wo ausgerechnet der Siemens & Halske H(eimkino) 8 einen Greifer besitzt, der neun Perforationslöcher weiter unten wirkt. Der jüngere Siemens & Halske 800 positioniert +6. Es ist schade, daß die Geräte einander geometrisch nicht entsprechen. Wenn man jedoch Abtastung im Auge hat, kann die C 8 wieder auftrumpfen. Näher beim Bild als in einem der benachbarten Löcher geht Filmpositionierung ja nicht. Ich möchte hervorheben, daß es sich nicht um einen Sperrstift handelt. Ein solcher füllt definitionsgemäß das Perforationsloch in einer oder in zwei Dimensionen aus. Andererseits laufen Sperrstifte- und greifer immer mit ein wenig Spiel, was es bei der fest verschraubten Klinke nicht gibt. Daß die C 8 eine Familienkamera ist, steht außer Zweifel, denn mehreren Ansprüchen der engagierten Filmer kann sie nicht gerecht werden. Einer ist, einen Drahtauslöser zu benutzen. Warum man keinen Drahtauslöseransatz gemacht hat, wissen nur die Götter. Ein anderer ist durchgehender Parallaxenausgleich. Weshalb nur 16-mm-Filmer den haben konnten, steht in den Sternen. Im Sucher sind Marken für 2 und einen Meter. Wieder einer ist Verwendung der Kamera ohne Lader. Wohl ist der Film korrekt geführt, der seitliche Andruck erfolgt nach Norm mit einer Blattfeder am Gehäusedeckel, doch ohne Lader ist die Laufsperre drin. Schließlich fände man die Möglichkeit des Objektivwechsels nicht schlecht. Das Busch-Glaukar, ein Triplett, hat eine Fünflamelleniris und wird zum Scharfstellen als Ganzes verschoben. Die optische Ausrüstung ist mager. Hinter dem Objektiv läuft ein Schieberverschluß auf und ab. Bei Beaulieu war das später ganz ähnlich. Das Guillotine-System war aber schon beim Pathé-Baby in Gebrauch, die 9½-mm-Film-Kamera von 1923. Gleich mit der Greiferantriebsscheibe verbunden spart es Platz und Kosten. Streng genommen wird das Bild nicht gleichmäßig belichtet, aber man muß Gnade vor Recht walten lassen, denn die Einsparungen auch dieser Stelle kommen wieder der Antriebsfeder zu Gute. Man kann also längere Aufnahmen planen. Das widerstrebt dem sparsamen Filmer, dessen Filmvorrat mit zwei Aufzügen verdreht ist. Man steht vor der Konsumfalle, ist verleitet, mehr Film samt Entwicklung zu kaufen. Agfa, Kodak, Bell & Howell, Univex, alle hatten einem vorgerechnet, daß 8-mm-Filmen nicht teurer wäre als fotografieren. War das nicht ein idiotischer Vergleich? Ideen und Ausführung Im Boden ist eine Gewindebüchse für ⅜-Zoll-Stativschraube eingenietet. Die quaderförmige geschlossene Gehäuseform leistet gute Auflage auf einem Stativ und erleichtert das Verstauen. Familienfreundlich ist der so genannte Aufsichtsucher, ein Winkelsucher für tiefen Kamerastandpunkt vor Kleinkindern und Haustieren. Das hat kein Smartphone. Werfen wir einen Seitenblick auf die ersten Doppel-8-Film-Kameras, die Ciné-Kodak Eight. Diese schlanken Geräte haben eine kombiniert genutzte Zahntrommel. Das Filmeinspannen geht leicht vor sich und man hat dabei das gute Gefühl, daß nichts schief gehen kann. Mir persönlich sind Lader und Kassetten nicht geheuer. Bei der mir vorliegenden C 8 macht gerade der Lader Probleme. Der Auslösebolzen der erwähnten Laufsperre springt nicht in Ruhelage zurück, weil sein Federchen gebrochen oder müde geworden ist. Ohne Beschädigung des Bakelit-Laders ist nicht an das Federchen heranzukommen! Ich kann ohne Röntgen-Strahlen-Aufnahme nicht wissen, ob der Bolzen aus zwei miteinander verschraubten oder verstemmten Teilen besteht. Man kann seine beiden Enden nicht ein Mal packen, um zu versuchen, sie auseinanderzuschrauben. In der Laderschale steht 34 und somit weiß ich, daß vor über 83 Jahren ohne Rücksicht auf Verluste ein nicht reparierbarer Lader konstruiert worden war. Das Federchen versagt den Dienst. Ausbohren und neu machen? Das wird teuer. Immerhin ist auch dieser Schwachpunkt erkannt. Mit der C 8 hat man die Möglichkeit, Rampen fast ohne Helligkeitänderung auszuführen. Wo Professionelle in der Nachbearbeitung mit Computer-Programmen hantieren oder teure Kameras einsetzen, schiebt Papi hier einfach den Tempoknopf hoch und die Sache ist im Kasten. Bauer hatte das später auch, bei der unscheinbaren 88 L, die einen Override von 16 B./s auf 64 mit Blendenkorrektur bietet. Der Zweigewichteregler kann beim Anhalten mit dem ihn antreibenden Hartpapierzahnrad auslaufen, ein Schlingfederfreilauf sorgt dafür. Das Werk hat 1.5 Zoll Außenbreite, 4.625 Zoll Höhe und die Länge von 4.25 Zoll. Die Stützen haben Ø 0.3125 Zoll. Die Platinen sind 2 Millimeter stark. Zoll- und metrische Maße nebeneinander sind typisch für die 1930er Jahre. Die Verbindung des Schärfestellrings mit dem Objektiv ist ein wenig abenteuerlich, ein geknickter Dorn greift mit Spiel in eine Nut des eigentlichen Gewinderinges. Überhaupt wirkt die Kamerafront beeindruckend. Dahinter ist jedoch nicht viel vorhanden. Ließe man das immense Skalenschild weg, sähe die C 8 enttäuschend nüchtern aus. Vermutlich noch nirgends beschrieben Neben dem Lader kennzeichnet die C 8 eine relativ große Zugfeder. Das vorliegende Exemplar macht 928 Schaltungen, die Laufzeit von 58 Sekunden. Das hat sonst kaum* eine 8er, schon gar nicht eine so frühe. Bei anderen Kameras kann man die Feder im Lauf nachspannen. Hier wurde ein größeres Gewicht in Kauf genommen, etwas ausgeglichen mit einem leichteren Blechgehäuse, um Mami und Papi das in die Hand zu geben, was heute mit dem iPhone verhundertfacht ist. Im Vergleich mit den meisten anderen Kameras, die nach 20 oder 25 Sekunden stillstehen, ist die C 8 ein Federmonster. Offenbar war allein die Vorstellung, eine Minute lang aufnehmen zu können, das viele Geld wert. Man konnte sagen: Ich bin faul, will nur wenig aufziehen müssen. Das Gewicht ist die Quittung darauf. Meine neueste Entdeckung bei der »Cassette« 8 betrifft die Zugfeder. Sie könnte sogar doppelt so lang sein, will heißen, eine ganze Spulenlänge durchziehen. Die Federbüchse hätte dann den Außendurchmesser wie hier mit blauen Linien angedeutet. Wieder aus unerklärlichem Grund ist sie aber kleiner. Ich schätze den Unterschied auf zwölf Windungen. Wurde Siemens & Halske diskret bestraft für Knausrigkeit? Wir werden es vielleicht nie wissen. Aber wir kennen die Laufzeit von irgendwo her. Genau, die Agfa-Movex Reflex von 1962-63 zieht volle Spulenlänge durch und hat ebenfalls eine Sperre, die beim ersten Lauf wirkt. Die C 8 wäre also fast 30 Jahre vorausgegangen. Allerdings besitzt die Agfa-Movex Reflex eine Umlagerungsfeder, die deutlich dünner und damit leichter ist. Dafür wiegt das Druckgußgehäuse mehr. Die C 8 hat ein Werk aus vernickelten Messingplatinen und die meisten der Zahnräder aus Stahl. Einiges ist sorgfältig ausgeführt, vieles nicht, die selbe Differenzierung wie bei Eumig, Paillard, Beaulieu, Pathé, Ditmar, Nizo und den meisten anderen Herstellern. Richtig altmodisch ist die Belederung mit eingeprägten Zierlinien, da klingt noch das 19. Jahrhundert an, und es ist Leder. Das Zählwerk wird von zwei Nasen angetrieben, die mit dem Federhaus verbunden sind. Unvergleichlich ist, daß auf der Anzeigescheibe die beiden Filmhälften sowie 15 Meter aufgetragen sind mit rot eingerahmten Enden [7,5] und [0-15]. Das ist übersichtlich: Die Verriegelung des »Cassetten«raums wird mit einer kräftigen Feder gesichert, der Schiebeknopf ist versenkt. Das ist seriös ausgebildet. Was gar nicht überzeugt, ist die Verbindung zwischen dem schweren Werk und dem dünnwandigen Gehäuse. Die Kamera steht unten auf einem Schraubenkopf und auf einem Niet. Vier kurze Schrauben halten das Werk in der Schale. Strebenbleche halten Schale und linke Gehäuseseite zusammen. Der Gehäuseboden ist verzogen, der gleiche Schaden, wie bei der Beaulieu R 8 auch schon gefunden. Angesichts dieser Dinge glaube ich beinahe, eine alte Tischuhr aus Illinois vor mir zu haben. Beim Montieren der Kamera richte ich das schwarz lackierte Druckgußteil, den Objektivträger, dem Schachtsucher gegenüber aus. Diesen kann man nur einsetzen und festschrauben, an eine Ausrichtung ist nicht zu denken. Wenn nun aber der Objektivträger mehr oder weniger gekippt steht, wird die an ihm befestigte Sperrklinke auch etwas tiefer in der Filmperforation stehen. Es läuft auf ein gegenseitiges Nachstellen von drei Komponenten hinaus, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Wenn ich nämlich die Sperrklinke justiere, muß ich die Schulter am Greiferarm zurechtbiegen, bis deren Zusammenspiel wieder stimmt. Ein durchgreifender Service dieser Konstruktion ist teuer, weil man da einige Stunden Arbeit hineinstecken muß. ________________________________________ *Längere Laufzeiten bieten Nizo AK 1, Nizo-Heliomatic Trifo, Wollensak 43, Revere 8 Modell 99 mit Zusatzfederwerk. Das sieht so aus:
  15. 3 points
    Weniger fähig in 2017 als unfähig in 2015 ? :-) Ich habe der Sache nie so recht geglaubt - und schon gar nicht den Terminen - und war deshalb beim Kickstarter auch nicht dabei, dann lieber nochmal den "Schmalfilm" unterstützen. Dennoch, eine schwache Hoffnung habe ich weiterhin. Aber das gibt nichts vor 2020, wenn denn überhaupt daran weitergearbeitet wird. Kodak, bitte übernehmen Sie....
  16. 3 points
    Ja, gute Idee. Machen wir einen Thread auf, wo wir Leute zusammensammeln, die gerne vielleicht eine Sammelbestellung wo machen würden?
  17. 3 points
    Kleine Hilfestellung für die abgebrühtesten Optimisten...
  18. 3 points
  19. 3 points
    Kluge Worte, Nikita. Kluge Worte, Helge. Und kluge Worte auch von Dir, Theseus. Wirklich. Es gibt noch einen weiteren Grund, verärgert zu sein, der viel schwerer wiegt als das verlorene Geld: Die Unsicherheit, die Ferrania am Markt verursacht hat. Ich weiß aus erster Hand von zwei Diafilm-Neuguss-Initiativen, die so machbar wie finanziert waren, aber wegen Ferranias grossspuriger Schaumschlägerei dann doch das Risiko des kleinen Marktes scheuten und zurückzogen. Ferrania hat mit dem von Helge sehr gut beschriebenen Verhalten eine kleine Nische ausgefüllt, ohne irgendetwas anderes zu liefern als Hoffnungen. Dadurch ist die Nische zusätzlich unnötig ausgetrocknet, sie ging kaputt, wurde noch kleiner. Eine Menge anderer, harter, sehr viel leiserer Arbeit im Hintergrund ohne Schaumschlägerei wurde dadurch negiert. Das ist ärgerlich und wäre vermeidbar gewesen, wenn die Eitelkeit in Italien nicht so groß gewesen wäre. Ich wette 1000€, dass wir von Ferrania niemals einen qualitativ akzeptablen Farbumkehrfilm in Super 8 sehen werden. Beweisen kann ich es nicht. Aber ich weiß ganz gut, wovon ich spreche. Und es wäre eben schön, wenn sie mit den falschen Hoffnungen endlich aufhören würden, denn die haben jetzt schon viel zu viel kaputt gemacht. "Letzter Beitrag zum Thema!" (M. hat mich neulich übrigens angerufen, es gibt ihn also noch...)
  20. 3 points
    Erstens: ja, das ist immer möglich, aber dann muß Ferrania auch zweitens dazu stehen und das Projekt gut begründet und sauber dokumentiert beenden! Stattdessen werden irreale oder virtuelle Erfolge gefeiert. "Wir konnten einen Träger mit klarer Gelatine beschichten" ist kein Teilerfolg sondern Pillepalle im Vergleich zur Aufgabe. Wenn das einer derart feiert (genauso werden Strom- und Wasseranschluß und andere Nichtigkeiten gefeiert), der hat entweder keine Ahnung oder unredliche Absichten. Den Aufwand, den man in die Webseite steckt um Hollywoid-ähnliche Berichte über einen alten Zausel, der in einer Art 50er Jahre Heimwerkerlabor bunte Flüssigkeiten mischt und damit die Grundlage für den Ersatz des weggefallenen Ferrania-Labors liefern soll sieht so sehr nach Inszenierung aus, daß ich nicht weiß, ob ich über so viel Naivität lachen, oder mich über so viel Schlitzohrigkeit ärgern soll. Das ist genau das oberflächliche und irgendwie nostalgisch-retromäßige Augenfutter, auf das die "Jünger" abfahren. Was willst Du mit dem P30? Es gibt durchaus wirklich gute SW-Filme woanders.
  21. 3 points
    Ich habe mir in den letzten Tagen mal die Ankündigungen auf der Ferrania Seite ("Update") angesehen und vor allem auch die Kommentare der User dazu. Das hat tlw. schon etwas religiöses. Zum Einen Ferrania selbst mit seiner eigenen Verkündigungspolitik, die ununterbrochen überbetont positiv ist und alle Probleme in den Hintergrund schiebt. Das Vertrösten der Backer wird kaum problematisiert. Und dann eine nicht zu vernachlässigende Zahl von "Jüngern", die das alles für normal halten und nicht aufhören, gebetsmühlenartig zu wiederholen, daß Sie an Ferrania "glauben" (sic!, das finden wir auch hier) und von denen sich einige nicht entblöden, sogar die ersten völlig mißglückten Batches des P30 (mit Blasen, Warzen und Staub!) haben zu wollen, weil das ein toller, ja besonderer Look wäre. Die Kommunikation bei Ferrania hat m.E. längst den Boden einer wirklich Fakten-basierten Information und einer erkennbar auf die Zukunft ausgerichteten Planung verlassen und dient zum "Beglücken" der "Jünger"
  22. 3 points
    Was ist das eigentlich für ein Ton hier von Dir? Ernstnehmbarkeitslevel:
  23. 3 points
    Deine unbegründete Euphorie in allen Ehren, aber Du weißt nicht viel vom Ferrania-Projekt. So einige Leute haben ziemlich viel Anspruch darauf, daß es endlich bei Ferrania Farbumkehrfilm gibt, die haben nämlich so einiges an Geld im Rahmen des Kickstarterprojektes gegeben! Ich rate Dir, diesen Thread hier mal gründlich durchzulesen! Nicht nur, daß die alten Herren bisher jeden angekündigten Termin geschmissen haben, ja noch nicht mal auch nur annähernd eingehalten haben. Sie hatten auch noch die unglaubliche und ziemlich anrüchige Chuzpe, den Kickstartern ernsthaft einen ihrer P30 KB-Filme anstelle z.B. der versprochenen S8-Farbumkehrfilme anzubieten! Das wurde zwar hinterher im ach so eloquenten Webauftritt wieder etwas relativiert ("war nur ein Angebot " "wir haben Euch nicht vergessen "...), aber es hinterließ einen sehr faulen Beigeschmack. Insofern trifft Dialyses Analyse die Situation ziemlich gut
  24. 3 points
    Liebe Leute, mag sein, dass ich diverse Verlautbarungen in den letzten Jahren fehlinterpretiert habe, aber ich bin nicht der Meinung, dass ein Verlag eine Sparte einstampft ohne den veranwortlichen Redakteur dazu zu hören, und was ich seinerzeit im Vorfeld zum Thema Schmalfilm im Allgemeinen von Herrn Lossau gehört habe erweckte bei mir nicht den Eindruck, dass ich annehmen müsste dass sich da jemand mit Händen und Füßen gegen die Einstellung der Zeitschrift Schmalfilm gewehrt hat. Natürlich darf - und soll - ein Journalist seine eigene Meinung haben, nur hatte ich verschiedentlich den Eindruck, dass da der Journalist öfter seine Meinung anstelle der neutralen Information an die erste Stelle rückt und so etwas finde ich bei Journalisten, die sich nicht in der BLÖD - Zeitung zu Wort melden (da weiß ich von vornherein was ich davon zu halten habe) nicht so sehr prickelnd. Wenn der Schmalfilm als Internetvariante tatsächlich wieder auflebt, so ist das sicherlich begrüßenswert - nur bin ich überzeugt, dass das geschieht, weil man sich davon Gewinn erhofft, idealerweise in pekuniärer Form. Das ist grundsätzlich auch nichts Schlechtes, von irgendwas muss ja auch ein Redakteur leben, nur wehre ich mich dagegen, dass die damit zusammenhängende Arbeit in erster Linie geleistet wird um den Schmalfilmern einen Gefallen zu tun. So weltfremd bin ich nämlich nicht, auch wenn ich vielleicht für manchen den Anschein erweckt habe. Wenn dieses Projekt zwischenzeitlich nun auf so soliden Beinen steht, warum kommt es dann zu einer solchen Äußerung? ... Selbst das Kickstarterprojekt von Jürgen Lossau findet kaum Zuspruch.... - denn nur darauf hatte ich mich bezogen. Ja, natürlich habe ich den Schmalfilm zunächst einmal vermisst als er eingestellt wurde. Nur habe ich mir zwischenzeitlich andere Informationsquellen aufgetan und nun vermisse ich ihn nicht mehr. Ein in meinen Augen ausgezeichnetes Substitut ist Cine 8-16, das ist eigentlich der "Schmalfilm" wie ich ihn gerne gelesen habe. Dass ich Cine 8-16 nach einiger Zeit des Abonnements habe kündigen müssen, hatte ganz persönliche Gründe die ich hier an dieser Stelle ganz bestimmt nicht breittreten werde. Mal ganz nebenbei: der "Mikrokosmos" eine Fachzeitschrift zur Mikroskopie, die seinerzeit einzige im deutschsprachigen Raum war und die über 36 Jahre abonniert hatte, ist nach 104 Jahrgängen eingestellt worden. Das war zunächst fast schon ein Weltuntergang der Amateurmikroskopie, aber inzwischen gibt es einen tragbaren Ersatz, ferner eine ausgezeichnete Zeitschrift im englischsprachigen Raum und nicht zuletzt das Internet. Wenn der Mikrokosmos wieder zu Leben erweckt würde - ich brauche ihn nicht mehr. Nicht anders geht es mir mit dem Schmalfilm. Andere Möglichkeiten, neue zum Teil, die ich früher garnicht in Betracht gezogen habe, haben sich eröffnet. Was hingegen den 100D betrifft oder einen anderen, wirklich guten Farbumkehrfilm, so ist das doch wohl ein Vergleich mit dem "Schmalfilm" der keiner ist. Während man für den Schmalfilm einen sehr guten(!) Ersatz finden konnte/kann, gibt es für den Verlust von 100D und/oder Velvia 50 leider keinen. Klar, man kann S/W drehen, habe ich auch gemacht. Das passt für vieles aber ganz bestimmt nicht für alles. SchwarzWeiß ist kein Ersatz für Farbe, es ist auch nicht schlechter, es ist etwas völlig anderes. ... und was die Manfred'sche "Denke" anbetrifft, die schlägt bei mir höchstens beim empfohlenen Dreh auf Color-Negativ zu. In dem Moment nämlich wo es um die "Bezahle" für die "Gucke" geht. Da ist mir auch föllich wumpe ob das tolle Kodak Material noch 3 Wochen oder 30 Jahre lieferbar ist. Sollte das die einzige Möglichkeit sein und bleiben, so werde ich ohne auskommen. Ich werde meine fürs Hobby zur Verfügung stehende Zeit und vor Allem auch das Geld ganz bestimmt auch anders los. Es gibt so viele schöne Dinge im Leben .... Ich hoffe, ich konnte begründen ... Mancher wird meine Meinung nicht teilen, ich weiß, aber damit muss ich genauso leben wie mit dem Verlust der Kodachrome-Entwicklung und den in den Sand gesetzten Rollen K-25/40 ... und was soll ich sagen - es geht MfG Yan
  25. 3 points
    Jetzt neu! Neben den bewährten Forumsformaten "Cineramas Märchenstunde", "Zeitzeugen sehen Dich vorwurfsvoll an" und dem Comedyknaller "Pinocchios Pöbelstunde" gibt es nun auch das Gewinnspiel "@cineramas Rätselrunde". Teilnahmeberechtigt sind alle Forumsmitglieder außerhalb von Frankfurt und Karlsruhe, zu gewinnen gibt es einen Besuch mit Autogrammstunde am leider geschlossenen Rolltor oder Teilnahme am nächsten Poetry-Slam mit ausgewählten mono-tonen Forumszitaten des Vereinsvorsitzenden (Improvisation auf hohem Niveau).



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