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Liliputkino

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  1. Die ersten P6 - vor Mai 1970 - waren noch nicht ganz ausgereift. Damals brachte Bell & Howell einen automatic load Projektor auf dem Markt und Bauer wollte möglichst schnell nachziehen. Diese Modelle gelten als nicht filmschonend. Weiterer Nachteil ist die veraltete Lampe. Dazu kommt hier ja offenbar das Asbestproblem. Ich würde normalerweise nicht zur Verschrottung eines professionellen Filmprojektors raten, aber hier schon, denn es sind genügend neuere und bessere Modelle (auch P6) verfügbar. Als Ersatzteilspender erfüllt er ja noch einen sinnvollen Zweck.
  2. Der Motor läuft zu schnell, also öffnet der Regelkontakt. Wenn die Drehzahl jetzt nicht sinkt, hat offenbar der Funkenlöschkondensator, der parallel zum Kontakt geschaltet ist, einen Kurzschluss.
  3. Eine Spule mit 35 cm Ø ist nominal eine 540m-Spule. Das tatsächliche Fassungsvermögen ist natürlich von der Filmdicke abhängig. Z. B. Single-8-Material ohne Tonspur ist nur 0,09 mm dünn, Azetat mit Magnetspur wesentlich dicker.
  4. ANDEC bietet ebenfalls Direkausbeluchtung auf 35mm Positiv an.
  5. ANDEC bietet ebenfalls Direkausbeluchtung auf 35mm Positiv an.
  6. Nun, es gibt allerdings einen speziellen Fall, wo mit 16 2/3 B/s aufgenommen wurde. Und zwar bei dem ETS-Verfahren (Einheits-Ton-System). Dabei wurden die Projektoren vom konstant laufenden Tonband um diese Geschwindigkeit herum geregelt. Ohne angeschlossenes ETS-Geraet kam ersatzweise ein Regulierwiderstand (Drahtpoti) zum Einsatz, waehrend die Uebersetzung am Projektor auf 18 B/s eingestellt war. ich habe hier ein defektes Beualieu MR 8 - Gehaeuse liegen mit einer Markierung fuer 16 2/3 B/s. Diese wurde allerdings im Zusammenhang mit der ETS- Umruestung (Einbau eines Schleifkontaktes und einer Buchse zur Zerhackung der Impulstonfrequenz) nachtraeglich angebracht. Gruss Liliputkino
  7. Die Krasnogorsk-3 mit M 42 ist die perfekte Kamera fuer Teleaufnahmen. Auf keine andere 16mm-Kamera kann man problemlos und guenstig erhaeltliche Foto-Objektive ohne Adapter einfach drauf schrauben. Das Modell mit Bajonett hat uebrigens das gleiche Auflagemass. Evtl. lassen sich M 42 - Objektive passend umarbeiten. Gruss Liliputkino
  8. Hier noch die Preise fuer die Agfa-Spulen mit Friktion, falls jemand so etwas im gut sortierten Fotohandel kaufen will ;-) 30 m: RM 1,60 60 m: RM 2,50 120 m: RM 3,- Spulengroesse auf normale Filmdicke bezogen. 30 m normal = 70 m Ozaphan Ach so, Stand der Info ist 1937. Habe gerade keinen aktuellen Fachhaendlerkatalog zur Hand, aber so viel kann sich da ja nicht geaendert haben. Uebrigens gibt es auch Friktionsspulen fuer 35mm. Die werden zusammen mit einem Synchronumroller benutzt, zum Filmschnitt (hierzulande unueblich) oder zum Abziehen von Negativen.
  9. Genau. Diese Spulen gab es von AGFA in verschiedenen Groessen. Waren notwendig, wenn die Aufwickelfriktion normal eingestellt war. Bei Projektoren, die ausschliesslich fuer Ozaphan-Filme vorgesehen waren, genuegte es, die Friktion entsprechend schwach einzustellen. Ansonsten konnte es zu Perfoschaeden an der Nachwickeltrommel durch den Filmzug kommen.
  10. Denk bitte dran: Wenn das Federwerk rechts herum aufzuziehen geht, ist der Schluessel sehr wahrscheinlich mit einer Linksgewinde-Schraube befestigt! Kraeftig links herum gedreht, und es macht KNACK! Also Vorsicht!
  11. Den AKNAP gab es nicht nur fuer die Sonolux. Das Herz des Ganzen war das AKNAP-Schloss, welches den Klebevorgang innerhalb eines Sekundenbruchteils waehrend dem laufenden Film vornahm. Ich muss meins mal entrosten, dann kann ich irgendwann ein Bild einstellen. Gruss Liliputkino
  12. Klar ist das Original Tasma Umkehrfilm. Vor 20 Jahren habe ich davon etliche Rollen verdreht. Ist ein ordentlicher Film. 50 neue Gost sind uebrigens genau 50 ASA, man hat das schon vor Jahren angepasst. Gruss Liliputkino
  13. Hallo, nicht wegwerfen! Abgesehen von dem Schneckenproblem ist das ein recht gutes Geraet. Und die Schnecke kann ich in Kurze wieder liefern. Natuerlich aus Metall, geht nie wieder kaputt. Preis definitiv im zweistelligen Bereich. Unverbindliche Vorbestellungen nehme ich gerne entgegen. Je mehr, desto kleiner wird der Preis. Gruss Liliputkino
  14. Hallo, ich habe hier eine Filmkopie (16mm) zu datieren, die aus den spaeten 80er oder fruehen 90er Jahren zu stammen scheint. Das Material ist Eastmancolor mit dem Edge Code: Kreis, Quadrat, Dreieck. Leider kann ich diesen Code in den entsprechenden Verzeichnissen nicht finden. Was kann es damit auf sich haben? Kann mir jemand das Produktionsjahr des Materials nennen? Gruss Liliputkino
  15. Die Alternative bei der Projektion: KMQ-Lorgnette besorgen. In der Mitte durchsaegen. Die Prismen um 90 Grad gedreht im Augenabstand mit einer Schiene zusammen montieren. Vorteile: Keine metallisierte Bildwand erforderlich. Kein Lichtverlust durch Polarisationsfilter. Kein spezielles Projektionsobjektiv erforderlich. Nachteil: Leichte Farbsaeume durch die Prismen.
  16. Herrje, wo liegt denn da das Problem? Also noch mal ganz langsam, zum Mitschreiben: Da, wo der Film mit ''Schichtseite oben'' eingelegt werden soll (bei der Bauer-Raspel-Klebepresse ist das die vordere Seite), wird er auch bei einer Kopie ''alter Norm'' mit ''Schichtseite oben'' eingelegt. Da diese Kopie die Schicht auf der anderen Seite hat als beim Original, ist das jetzt natuerlich statt der ''ankommenden Seite'' die ''abgehende Seite''. Das heisst, der Filmlauf muss ''gekreuzt'' werden. Ist im ersten Moment natuerlich etwas gewoehnungsbeduerftig, wenn man das noch nie gemacht hat. Wie schon gesagt, immer auf die richtige Schichtlage achten, dann stimmt es! Gruss Liliputkino
  17. Bei Kopien ''alter Norm'' (Azetat) muss man nur den Film andersherum in die Klebepresse / den Filmspalter einlegen. D. h., man achtet immer nur darauf, wo ''Schicht nach oben'' und wo ''Traegerseite oben'' eingelegt wird und dann stimmt es. Beim Negativschnitt dann wird der Film wie bisher eingelegt. Natuerlich werden immer beide Filmenden geschabt / geschliffen / gehobelt / gespalten (Doppelkeilschliff), sonst gibt das eine elende Treppenstufe! Besonders beim Negativschnitt ist Sauberkeit sehr wichtig. Azetatfilm mit Folien kleben: Das macht man nur bei Arbeitskopien, die nachher definitiv weggeworfen werden. Alles Andere ist Murks. Ich habe fast taeglich mit alten Folien ''Klebe''stellen bei Archivkopien zu tun und muss die meistens muehsam entfernen (Klebereste mit Benzin abwaschen) und durch richtige Klebestellen ersetzen - mit Bildverlust. In den meisten Faellen hat sich durch durch die Filmschrumpfung der Film beidseitig unter den Folien weggezogen und der Perforationsabstand stimmt nicht mehr. Gruss Liliputkino
  18. Schaut bitte mal genau hin, er hat geschrieben ''zeitgemaesse Sichtung'', nicht Sicherung! Das ist ein Unterschied! M. W. weiss man beim Bundesarchiv genau, dass es derzeit keine vernuenftige digitale Sicherung gibt. Digitale Sichtung lasse ich mir noch gefallen. Bloed wird es nur, wenn mal eine ordentliche Filmkopie dann in einem z. B. Kommunalen Kino laeuft und keiner kommt hin, weil sie ja Alle schon so einen digitalen Abklatsch davon im Netz gesehen haben. Es laeuft doch langfristig darauf heraus, dass keiner mehr seine Wohnung verlaesst und nur noch vorm Bildschirm hockt. Muss man denn diesen gesellschaftlichen Verfall auch noch mit Steuermitteln foerdern? Das Geld waere besser in Projektionskopien angelegt. Von vielen interessanten Filmen gibt es naemlich noch gar keine, sondern nur Negative. Und man sollte die Preisgestaltung fuer den Verleih von Archivkopien mal dringend ueberdenken. Ansonsten kriegt diese Schaetze naemlich auch kaum jemand zu sehen. Gruss Liliputkino
  19. Genau. Bei prismatischen Kufen oder solchen mit Hohlkehle kann auch Abnutzung der Grund sein, dann liegt der Film auf zu grosser Breite an den Raendern auf und dort entstehen die Laufstreifen. Bei Normal 8 ist zu beruecksichtigen, dass der Rand gegenueber der Perforation extrem schmal ist, diese Kante ist besonders gefaehrdet. Samt oder so ist Unfug, darin koennen sich mineralische Staubteilchenfangen und dann kratzt es garantiert.
  20. Hallo, ich haenge mich mal hier an, weil ich gerade etwas Aehnliches benoetige. Soll eine 35mm-Maschine sein mit folgenden Eigenschaften: * Sehr dekorativ, moeglichst altmodisch * mit vertretbarem Aufwand funktionsfaehig zu machen. Fachpersonal (Elektriker, Schlosser, Kinotechniker) vorhanden. * fuer gelegentlichen Einsatz (ca. 1 x im Monat), ansonsten Ausstellungsstueck in einem anderen Raum ca. 30 m entfernt * soll daher auf Rollen gesetzt werden * Weisslicht, da vsl. nur alte Kopien gespielt werden. Stereozelle muss nicht sein, kann ggf. mal nachgeruestet werden. * 1800 m waere gut, da Spulturm oder Teller nicht in Frage kommt. Meistens werden aber nur Kurzfilme gespielt. * Drehstrom ist vorhanden. Allerwelts-Tonanlage auch. Tonlampen-Speisegeraet ist bei Bedarf auch eines verfuegbar. * Fuer Leinwand maximal 3 x 4 m auf 15 m Entfernung. Halogenlicht duerfte ausreichen. Kann selber umgeruestet werden. Ich hatte an eine Frieseke & Hoepfner gedacht wegen dem ''Dampflok''-Design. Was kaeme noch in Frage? Hat jemand was guenstig im Angebot (Raum Wuppertal)? Abholung ist moeglich. Gruss Liliputkino
  21. Gerade gesichtet, diesen blau/rot-Look gibt es nur in einer kurzen Rueckblende. Da scheint das aber berechtigt zu sein. Hat mir ansonsten sehr gut gefallen. Einzige Maengel, die mir auffielen: Der Schwenk ueber das naechtliche Paris ist unscharf. Wohl, damit man die Maengel der Computergrafik (ist wohl kein Modell) nicht sieht. Ein Teil der eingesetzten historischen Filmaufnahmen ist unscharf bis sehr unscharf. Wenn kein besseres Material verfuegbar ist, sollte man so was lieber weg lassen. Ein Teil war ja qualitativ gut. Der Ausschnitt aus ''Safety Last'' war nicht total schlecht, aber ich habe schon mal eine bessere Filmkopie davon gesehen. So etwas desilliusioniert. Es war zudem unnoetig, die alten Filme teilweise nachtraeglich auf 3-D aufzumotzen. Gruss Liliputkino
  22. Haftkleber ist nun mal keine Dauerwurst. Wenn ich an den staendigen Aerger mit 30 Jahre alten 16mm-''Klebe''stellen denke... Ich habe noch so ein Paeckchen fuer Normal 8, als Kuriosum. Ist sicher 45 Jahre alt. Eine Schiebeblende kann man ganz einfach mit schwarzer Ausziehtusche aufmalen. Haelt wesentlich laenger. Gruss Liliputkino
  23. >Aus eigener Erfahrung möchte ich sagen, es lohnt sich immer! Wir erhalten kleine Kostbarkeiten durch etwas Mühe!!!!! Du hast vollkommen recht. Leider haben sich aber die meisten zustaendigen Bildstellen von dem ''alten Proettel'' (= langlebige Qualitaetsmedien) inzwischen getrennt (= entsorgt). Sollte jemand so etwas allerdings mit Lizenz fuer NRW / Rheinland (nicht: Westfalen) suchen, so darf er sich vertrauensvoll an mich wenden. Manchmal kann ich weiter helfen. Gruss Liliputkino
  24. Die Idee mit moderneren Federwerkstoffen ist gar nicht so schlecht, nur in der Praxis fast undurchfuehrbar. Diesen Werkstoff gibt es ja schon: Die (teure) Legierung NIVAFLEX. Speichert mehr Energie, gilt als ''unzerbrechlich'' (na ja, man hat auch schon Pferde ko.. gesehen), erhoeht die Gangdauer der Uhr bei gleichem Gewicht, kann S-foermig vorgespannt werden, was die Federkennlinie verbessert. Allerdings werden daraus bisher nur Armbanduhrfedern und in Ausnahmefaellen Taschenuhrfedern gefertigt. Warum aber keine Grossuhrfedern, die fuer Filmkameras verwendet werden koennten? Bei Grossuhren ist immer genug Platz vorhanden, das Gewicht spielt eine untergeordnete Rolle. Also sieht man einfach eine ausreichend grosse (Stahl)-Triebfeder vor. Daher gibt es auch keine so grossen Triebfedern aus NIVAFLEX. Wenn ich dann an die Mindestbestellmenge beim Hersteller denke... Bleibt also wohl ein Traum. Gruss Lilputkino
  25. Umkehrkopien werden dann gefertigt, wenn als Ausgangsmaterial nur ein Positiv oder Umkehroriginal zur Verfuegung steht und nur eine oder sehr wenige Kopien benoetigt werden. Es wird dann das (teure) Internegativ eingespart. Dafuer sind aber die Umkehrkopien teurer. Hat man hauptsaechlich bei 16mm. War bei Super8-Serienkopien sehr selten, eher bei Einzelkopien vom S8-Umkehroriginal. Mir ist neulich ein Industriefilm von 1980 in die Haende gefallen, von dem mindestens 12 S8-Kopien hergestellt wurden. Als Umkehr vom S8-Umkehroriginal! So ein Bloedsinn, da hat man sparen wollen, einen Amateur mit dem Dreh beauftragt und am Ende mehr bezahlt bei schlechterem Ergebnis. Ein Profi haette natuerlich auf 16mm Negativ gedreht. Dann haette man alle Moeglichkeiten offen gehabt: preiswerte und scharfe S8-Serien-Reduktionskopien, 16mm-Kopien moeglich, sogar ein blow up auf 35mm mit passablem Ergebnis waere bei Bedarf drin. Und alles mit optimalem Kontrast. Schlechte Bildqualitaet bei S8-Serienkopien ist normalerweise auf schlechtes Ausgangsmaterial zurueckzufuehren und auch oft auf das bei grossen Stueckzahlen billigere, aber auch zwangslaeufig schlechtere Kontaktkopierverfahren vom 4xS8-Internegativ. Gute S8-Serienkopien werden als Reduktionskopien direkt vom 16mm-(Inter)negativ verkleinert (auf 2x- oder 4xS8-Positiv). Ist dieses Negativ optimal hergestellt worden, z. B. durch Reduktion von einer (evtl. am Schneidetisch gekuerzten, nicht zu kontrastreichen) 35mm-Kinokopie, kann man hohe Schaerfe beim Endprodukt erwarten. Ist das Ausgangsmaterial dagegen etwa eine schlechte 16mm-Kopie, kommt am Ende auch nicht mehr viel raus. Und hier ein Beispiel, wie es auch geht: Eine der schaerfsten S8-Kurzfassungen aller Zeiten ist SILENT RUNNING, von Universal8 nur in den USA als 120m-Fassung herausgebracht. Das Ausgangsmaterial fuer das Internegativ habe ich selber gesichtet, es war eine 16mm-Kopie, allerdings eine sehr gute! Zum Ton: die aufgespritzte Magnettonspur (egal, ob vorher oder nachher und egal, ob auf Azetat oder Polyester) gilt als geringfuegig schlechter als die auflaminierte. In der Praxis ist der Unterschied aber gering. Schlechter Ton bei S8 Serienkopien ist m. E. hauptsaechlich auf die gaengige Praxis zurueckzufuehren, den Ton aus Kostengruenden mit 4-facher Geschwindigkeit aufzuspielen. Ich bezweifle sehr, dass dabei Vorverstaerker mit linearem Frquenzgang bis 40000 Hz verwendet wurden. Durch Sparen am falschen Ende hat man leider das Ende des S8-Heimkinofilms verfrueht eingelaeutet. Gruss Liliputkino
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