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Friedemann Wachsmuth

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In den Anfangsjahren des Fernsehens gab es noch keine Magnetband-Videoaufzeichnung. Die einzige Möglichkeit einer Aufzeichnung war das Abfilmen auf schwarzweißen 16mm oder 35mm-Film.

 

Hier ein deutsches Beispiel, eine Folge der Serie "Die Firma Hesselbach" von 1960, aus dem Bildmischer direkt auf 16mm "mitgefilmt".

 

Diese Folge von Ende 1962 dagegen ist bereits elektronisch auf Ampexband aufgezeichnet (Achtung - das YouTube-Video ist deinterlaced, so daß der 25i-"Livelook" fehlt.)

 

Die damaligen Filmaufzeichnungseinrichtungen, die ich kenne, bestanden aus einer hochauflösenden kleinen S/W-Bildröhre, die z.B. von einer modifizierten Arriflex 16St mit großem Magazin abgefilmt wurde. Hier im Abschnitt "Der Film als TV-Speichermedium" ist ein Foto einer solchen Einrichtung der Bosch Fernseh GmbH zu sehen.

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Eikarl 😄 Ei, e schi Fernserie is des, die Hesselbachs 🙂

 

Jetzt verstehe ich nicht ganz: die 1960er Hesselbachs wurden also mit Fernsehkameras aufgenommen – aber sicher bereits auf Magnetband, nur für das Archivieren war Magnetband damals ungeeignet und dafür setzte man dann doch auf Film? Sonst hätte man ja auch gleich auf Film drehen können, oder?

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Ich habe so die Befürchtung, daß der HR die Original-FAZen irgendwann weggeworfen hat und von den ersten Staffeln nur noch ältere, evtl. mehrfach umgespielte MAZen existieren. Die Kauf-DVDs sind leider lieblos gemacht und technisch mittelmäßig.

 

Wie Frl. Lohmeyer sagen würde: "Herr Direggdä, isch muß misch beschwärn!"

 

Interessant sind die enormen Türbreiten in den Sets. In den Räumen der "angesehenen Verlagsdruckerei" akzeptiert man das, aber welche Privatwohnung hat solche Türen? Irgendwie mußten die riesigen TV-Kameras auf Pumppedestalen ja durchkommen.  🙂

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Es ist leider schon Ewigkeiten her, daß ich den Hesselbachs beim Babble zugeguckt hab. Insofern kann ich das Bild früher Episoden nicht beurteilen.

 

Wären diese per Filmrekorder gespeichert worden, so sind dafür zwei Gründe denkbar:

 

1. Die Episoden wurden live ausgestrahlt, und sollte nur für Wiederholungen oder andere Fernsehsender gespeichert werden.

 

2. Die Produktion mit Videoausstattung war bequemer, als mit Filmausstattung. Vielleicht scheute man die Schnittarbeit, oder es gab nicht genug Filmkameras, oder nicht genug Filmkamera-Stative.

 

Theoretisch gab es neben Film und Videoband noch eine dritte Methode in frühen Jahren Fernsehsendungen zu realisieren: Aufnehmen mit einer "Electronicam", die das Videosignal über den Äther schickt, und zugleich eine Filmrolle belichtet.

 

Bekannterweise wurden die in den Desilu Studios in Hollywood eingesetzt, ich weiß aber nicht, ob das deutsche Fernsehen je ein Exemplar dieser Gattung gekauft hatte.

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  • 2 months later...

Naja es war einfach alles zusammen. Die Motive mit dem bräunlichen Filmmaterial zusammen mit dem Gedicht, der Hintergrundmucke, die analoge Vorführung, die Toneffekte und die Stimme. Und nicht zuletzt; die Idee der Zusammenstellung von all dem.

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Am 27.3.2023 um 00:00 schrieb Friedemann Wachsmuth:

Der gute @Regular8 hat einen schönen Bericht über @k.schreiers Retrospektive erstellt — also in Form eines Dokumentationsvideos. Sehr sehenswert. Und: Was für eine Stimme...

 

https://www.filmkorn.org/retrospektive-auf-der-29-internationalen-regensburger-kurzfilmwoche/

Und wie genüsslich @Regular8 die Schmalfilmerei ankündigt und in der Doku zelebriert. Dieses Maß an Verliebtheit findet man nur bei Menschen, die diese alten Geräte wirklich verstanden haben. Bravo auch an Klaus!

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  • 1 year later...

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