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Mal was Lustiges....


Martin Rowek

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Typologie der Kinogänger:

 

"Folge 13: Der Perfektionist

 

Der Perfektionist (auch Falscher Cineast genannt) gehört zu den Arten, die für eine besondere Form der Mimikry im Kino stehen.

 

Seine Bestimmung fällt meist nicht schwer. Bereits vor Filmbeginn ist der Perfektionist von einer steten Unruhe ergriffen. Misstrauisch verfolgt er jede Platznahme in seinem Umfeld, begutachtet umständlich auch die hinter ihm sitzenden Menschen und rügt unvorschriftsmäßig platzierte Kleidungsstücke auf den Stuhllehnen vor sich.

 

Anstatt sich beim Filmbeginn endlich zu beruhigen, nimmt seine Anspannung nun sogar noch zu.

Hier gilt es anzumerken, dass der Filmbeginn für den Perfektionisten nicht das Ende der Trailer der (oft zahlreichen) Produktionsfirmen oder gar das Ende des Vorspanns (egal wie wenig dort passiert) ist, sondern tatsächlich die erste Sekunde der ersten Filmrolle.

 

Ab diesem Moment toleriert der Perfektionist keinerlei Störung mehr. Ihn deshalb für einen Gestörten (vgl. Folge 1) zu halten, ist naheliegend aber falsch.

Die Unterscheidung zwischen den beiden Arten ist relativ leicht zu treffen, da der Gestörte für seine Entrüstung eine tatsächliche und erhebliche Störung benötigt, während sich der Perfektionist schon von der geringsten Normabweichung beeinträchtigt fühlt.

Und wo der Gestörte aus Ärger halblaut vor sich hin lamentiert, da scheut der Perfektionist nicht vor direkten, unmissverständlichen und nichtverhandelbaren Zurechtweisungen zurück.

 

Kinobesucher, die sich erdreisten, während der zweiten Sekunde des Vorspanns noch zu reden, müssen deshalb mit einem "Können Sie endlich (sic!) mal die Klappe halten!" rechnen. Ein im weiteren Verlauf des Films von ihm geäußertes "Ruhe!!" oder ein "Pschhhhhht!" von der Lautstärke eines geplatzten Pneumatikschlauches mag knapper sein, birgt aber das selbe Potential an kompromissloser Aggression.

 

Abgestraft wird auf diese Art ausnahmslos jede Form der Störung. Neben den verschiedenen Formen des Redens bzw. Flüsterns auch Zuspätkommen, Handyläuten ("Schalten Sie gefälligst Ihr scheiß Handy aus!"), Rascheln, unerlaubte Sitzpositionsänderungen, mehrmaliges Husten bzw. Naseputzen und, und, und.

 

Als Rechtfertigung für sein Handeln dient dem Perfektionist dabei sein Selbstbild als unerschütterlicher Kämpfer für die Filmkunst, woraus er folgenden Syllogismus zieht: Da Kunst alles darf, darf auch der, der für die Kunst kämpft, alles.

Nur so ist es zu erklären, dass er bei seinen Zurechtweisungen alle Normen des allgemein üblichen Zusammenlebens erwachsener Menschen ignorieren kann und wildfremde Kinobesucher in oben beschriebener Form nötigt.

 

Viele Leute lassen sich davon beeindrucken und beugen sich dem Willen dieses scheinbar so leidenschaftlichen und bedingungslosen Cineasten. Tatsächlich aber ist der Perfektionist kein Cineast, im besten Fall ist er als Mutation eines solchen zu betrachten.

 

Cineasten lieben Filme, die sie natürlich bevorzugt in Ruhe und ohne Störung betrachten. Dass im Kinoalltag Störungen nahezu unumgänglich sind, ist für sie aber dahingehend nicht so schlimm, da sie (sofern es die äußeren Umständen nur halbwegs zulassen) ohnehin vollkommen in die Betrachtung des Filmes s.h. in den Film versinken.

 

Der Perfektionist dagegen ist besessen von der Idee, dass er einen Film nur dann genießen und erleben kann, wenn er ihn von der ersten bis zur letzten Sekunde ohne jegliche Störung sieht. Zu seinem Verhängnis ist eine solche "perfekte Vorstellung" eine Utopie.

Denn neben den schier unendlichen Störungen, die die anderen Kinogeher verursachen können, gibt es noch ungezählte Beeinträchtigungen, die ihn selbst in einem leeren Kinosaal ereilen können; schlechte Projektion und/oder mangelhafter Ton, externe Störgeräusche, unfähige Filmvorführer, abgenutzte Filmkopien, etc.

 

Der Perfektionist ist mit einem HiFi-/High-End-Fan zu vergleichen, der bei seiner endlosen Suche nach dem perfekten Sound vollkommen die Musik aus dem Auge verliert, während für den Cineast (vergleichbar mit dem echten Musikliebhaber) die äußeren, technischen Nachteile des Mediums nur im Extremfall die Schönheit seiner Inhalte verdecken können."

 

(Michael Haberlander)

 

komplette typologie hier:

 

http://www.artechock.de/film/text/speci.../index.htm

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Das ist bzw. gilt als Kunst - die waren sogar bei Harald Schimdt im TV (als der noch bei SAT 1 war) - einen der Erbauer kenne ich persönlich :D die Jungs die das gemacht hatten waren Kunststudenten.

 

Das Ding wird auch regelmässig ausgestellt - holt euch die Painstation doch mal ins Kino :P bei passenden Film (SAW I-III oder Hostel, Hills have eyes, ... :twisted:).

 

Da war die Painstation schon:

 

Festival du Nouveau Cinéma

The Festival du Nouveau Cinéma is committed to highlighting new trends in cinema and new media.

 

 

.

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  • 1 month later...

Der Sohn fragt seinen Vater was Politik sei und der Vater fängt an zu erklären:

Nun nehmen wir unsere Familie zum Beispiel.

 

Ich bringe das Geld nach Hause also nennen wir mich den Kapitalismus.

Deine Mutter verwaltet das Geld also ist sie die Regierung.

 

Dein Kindermädchen ist die Arbeiterklasse, du bist das Volk und dein kleiner Bruder ist die Zukunft.

 

Der Sohn gibt sich mit dem Beispiel zufrieden und geht schlafen.

Mitten in der Nacht wird der Sohn wach weil sein kleiner Bruder in die Windeln gekackt hat und jetzt schreit.

 

Der Sohn geht zum Elternschlafzimmer und findet seine Mutter allein im Bett und lässt sich nich wecken.

 

Daraufhin geht er zum Zimmer von dem Kindermädchen und sieht wie der Vater sich mit ihr vergnügt.

 

Die beiden lassen sich auch nicht stören also geht der Sohn wieder schlafen. Am Morgen fragt der Vater seinen Sohn ob er alles verstanden hätte und jetzt wisse was Politik sei.

 

Der Sohn antwortet:

Ja sicher, Der Kapitalismus missbraucht die Arbeiterklasse während die Regierung schläft, das Volk wird total ignoriert und die Zukunft ist voll scheisse.

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Endrunde beim großen Kino-Quiz im Fernsehen. Eine Schwarzhaare, eine Rothaarige und eine Blondine in der Endrunde. Alle drei in schalldichten Kabinen und der Quizmaster sagt: "Jetzt zur alles entscheidenden letzten Frage vor dem großen Finale. Zum neuen Indiana-Jones-Film hier die Frage".

Die Schwarzhaarige wird zugeschaltet. "Hier Ihre Frage: Wie viele D sind in Indiana Jones?" - Die Antwort kommt blitzschnell: "Ein D!" - "Richtig, Sie sind im Finale!" freut sich der Quizmaster.

Jetzt wird die Rothaarige zugeschaltet: "Auch für Sie die Frage: Wie viele D sind in Indiana Jones?" - Antwort in Sekundenbruchteilen: "Ein D!" - "Richtig - auch Sie sind im Finale!"

Als letztes wird die Blondine zugeschaltet: "Wie viele D sind in Indiana Jones?" Die Blodine beginnt zu rechnen: "Eins...drei...sieben...neunzehn....genau 34 D!" Der Quizmaster guckt verwundert: "Wie kommen Sie auf dieses Ergebnis?" - "Na, ist doch ganz einfach", die Blondine beginnt, die Titelmusik zu singen: "Dadadada..dadada..."

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