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Maycroft

Samsung Cinema Screen

132 Beiträge in diesem Thema

Ich vermute, es liegt schlicht daran, dass Samsung sein Ding nicht 'LaserScreen' genannt hat... 

 

Schärfebeurteilung zwischen einer riesigen IMAX Bildwand und einem 10m*5m LED-Display unter diesen Umständen, das würde ich mir verkneifen...das ist schon fast Äpfel mit Birnen, solche Aussagen sind nicht belastbar.

 

- Carsten

bearbeitet von carstenk (Änderungen anzeigen)

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Wenn es einst ein verbindliches Digital Source Master gab, stellt sich ja nur die Frage nach einem besseren bzw schlechteren Bild. So wie einst auch bei der Film-Lichtbestimmung eines Originalnegativs. Unter dieser Fragestellung kann es dann auch kein sowohl als auch mehr geben. Die eine Vorfuehrweise nähert sich dem Original deutlicher als die andere. Und eigentlich ist nur vorstellbar, daß eine LED-Wiedergabe die originalgetreueste ist. (Falls nicht wieder die Farbräume im HDR-Prozess grotesk verschoben werden, wie beim fehlerhaften Mastering so einiger Blu-rays der letzten Monate. Dann wäre das Gegenteil des Sinnes des Erfinders erreicht.)

bearbeitet von cinerama (Änderungen anzeigen)

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Im Herbst geht es auch daheim los:

 

Auf der Technik-Messe CES zeigte Samsung „The Wall“. Nun kommt der Über-Fernseher wohl zu einem bezahlbaren Preis auf den Markt.

http://www.computerbild.de/artikel/avf-News-Fernseher-Samsung-The-Wall-TV-19593679.html

 

Zitat

Jetzt heißt es, tief Luft holen: The Wall misst ganze 3,70 Meter in der Diagonalen. Das entspricht rund 3,30 Meter Breite und 2,10 Meter Höhe. Der Name ist also Programm, der Fernseher belegt die ganze Wand. Damit das Bild nicht pixelig aussieht, trieb Samsung die Auflösung auf 8K hoch. Das sind 7.680 Bildpunkte in der Breite und 4.320 in der Höhe. Und als wäre das noch nicht sensationell genug, entschied sich Samsung für eine Bildschirmtechnik, die bislang nur in Riesen-Werbetafeln zum Einsatz kommt: Jeden einzelnen Bildpunkt bildet eine winzige Leuchtdiode. Samsung spricht daher von Micro LED. Die Technik ist mit der von OLED-Bildschirmen vergleichbar, nur vertraut Samsung auf herkömmliche LEDs aus kristallinem Halbleiter-Material und nicht auf organische Stoffe, deren Lebensdauer der Hersteller kritisch sieht. Nun haben die Samsung-Ingenieure allem Anschein nach einen Weg gefunden, um den gigantischen TV auf den Markt zu bringen.

 

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Am Mittwoch habe ich mit zwei Freunden (auch Spezialisten der Filmprojektion) erstmalig

das Samsung LED Cinema in Esslingen besucht.

Für diese Darstellung von Digitalfilmquellen wurde der Saal extra umgebaut und ein sehr

steil abfallender Zuschauerraum mit circa 120 Plätzen erschaffen.

Wir hatten unsere Plätze im oberen Bereich Reihe 7 mit Lounge Sitzplätzen. Das bedeutet,

die Sitze konnten nach hinten bewegt werden um so eine halb liegende Stellung einzunehmen.

Davor noch eine Bank zum Auflegen der Füße. Der Abstand zur Vorderreihe war knapp, so

das bei Zuschauern die vorbeilaufen möchten erst durch Zurücknehmen der Füße durchgehen

konnten, falls diese nicht schon vorher im Dunklen in die Zwischenräume abgestürzt sind und

Kopfüber in die vordere Reihe gefallen sind. Ob das mit den Füßen nach dem Hinterkopf der

in der Reihe davor so ideal ist, keine Ahnung, kommt auf den Geruch drauf an.

Die Samsung Wand war von dieser Sitzposition im "Keller". Dazwischen noch ein störendes

Geländer, um eventuell die abstürzenden hinteren Reihen aufzufangen.

Von Reihe 2 bis Reihe 6 waren dann normale bequeme Sitze vorhanden. In der ersten Reihe wieder die Lounge Anlage mit dunklen schmalen Treppen, die zum Display führen. In der

Dunkelheit jedoch nur als Graben mit Absturzmöglichkeit festzustellen.

Da wir schon mal nahe der "Screen" nach der Vorstellung genauer hingeschaut haben, sah

man deutlich die kleinen viereckigen Module die mit 24 Einheiten ein Cabinet bilden und in Esslingen eine Bildgröße von 10,3 x 5,4 Meter mit 96 Cabinets darstellen können.

Also sind hier insgesammt 2304 Module in Betrieb. Das Seitenverhältnis ist 1,896 :1, also

nur ein Breitwandbild, wie auch bei der digitalen Projektion. Hier kann aber nicht aufgezoomt

werden, daher wird das "Scope" Bild mit 2,35:1 Seitenverhältnis als Blackbox dargestellt.

Das ist schon mal ein Pluspunkt der digitalen Filmprojektion, man kann CinemaScope Seitenverhältnis größer darstellen.

Im Vorprogramm, mit Werbung und Trailer wurden die Bildformate immer richtig dargestellt.

Im Hauptprogramm "Ant-Man and the Wasp", die digitale Filmproduktion mit Digitaleffekten

voll bestückt, also der richtige Film zum neuen Kinoerlebnis. Die Bildhelligkeit, Schärfe,

Kontrastumfang sehr schön, leider konnten wir keinen Vergleich mit analoger

Digitalprojektion erfahren. Die Bildauflösung soll 4 K sein mit 4096 x 2160. Bei fade to

Black war schwarz zwar nicht ganz schwarz, weil ja auch seitlich die Notbeleuchtung zu

sehen war, aber doch weit mehr als in der digitalen Projektion, da es ja keine weisse Bildwand

gibt, die von sich aus schon leuchtet.

Die Tonwiedergabe, angeblich hat der Saal eine Dolby Atmos Anlage eingebaut, wobei das

nicht zu hören war, fand über 2 Seitenlautsprecher links und rechts an der vorderen Wand aufgehängt und 2 x 2 Mittellautsprecher für den Centerkanal auch an der Decke montiert statt.

Dazu eine Reihe Surroundlautsprecher. Der Dialog war wie immer nur in der Mitte und sehr dünn im Sound, wie heute bei den Filmen üblich. Es klang auch als ob dieser aus der Mitte der Bildwand käme, obwohl die Lautsprecher ja an der Decke hingen.

Resultat meiner Eindrück: der bessere Blickpunkt auf die LED Wand wäre so in der 3. - 5.

Reihe, da schaut man direkt auf das Samsung Display. Wenn diese Anlage in nächster

Zukunft wegen hoher Nachfrage dann nur noch 200.000 Euro kostet, könnte ich mir

vorstellen, das Kinobetreiber mit Neubauten solche Displays anschaffen und auf digitale

Videoprojektion verzichten. Aber Alle, die inzwischen auf digital Projektion für teures Geld umstellen mussten, werden sicher keine solche Anschaffung sich leisten können.

Zudem gibt es ja auch Kinos mit größeren Audiencen, da müsste das Display dann 20 und mehr Meter breit sein.

Laut Samsung ist das bei Nachfrage auch machbar, aber kostet dann sicher auch entsprechend mehr.

Wie das dann mit der Auflösung aussieht, die wäre ja rein theoretisch halbiert.

Interessanter Weise war der Eintrittspreis mit 13 Euro nicht überteuert, was ich zuerst

angenommen hatte. Man hätte auch nach 30 Minuten Filmbeginn kostenlos den Saal betreten

können, da niemand mehr den Eintritt kontrollierte.

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Ich war selbst noch nicht da, jemand hat mir aber ausführlich seine persönlichen Eindrücke zukommen lassen. Die Sitzrampung und Sichtgeometrie im Saal ist wohl in der Tat sehr gewöhnungsbedürftig. Bis dahin, dass die als 'Absturzschutz' installierte Querstange tatsächlich in der Sichtachse etlicher Zuschauer liegt. Man überlegt wohl, bei Scope-Filmen das Bild auf dem 'Panel' nach oben zu schieben, damit es auch von den oberen Plätzen aus nicht so extrem 'im Keller' liegt, aber gegenwärtig unterstützt die Technik das wohl noch nicht. Bei Projektoren wäre das trivial.

Das ist ein in meinen Augen faktisch ziemlicher Nachteil (den aber auch viele Kinos mit Bildwänden konstanter Breite haben) - auf den Cinema Screens wird mutmaßlich eher Mainstream/Blockbuster laufen, und die sind fast ausnahmslos in Scope AR. Wenn ich überlege, was wir mit unserem Mix aus Arthaus, Mainstream und Kinderfilm in den letzten Jahren noch in Flat hatten, dann kann ich das an einer Hand abzählen. Grundsätzlich macht ein CinemaScreen mit echter DCI-Scope AR sicher mehr Sinn.

 

So richtig wird mir das Gesamtkonzept dieses sehr teuren Screens in dieser Installation nicht klar, denn abgesehen vom 'Display' sind offenbar viele andere Aspekte dort nicht gerade optimal gelöst worden (was sicher keine ganz freiwillige Entscheidung war, sondern der Saalarchitektur geschuldet ist). Obendrein scheint der Saal akustisch zusätzlich schwierig zu sein, da die Decke nicht verkleidet, sondern die Stahlkonstruktion des Daches im alten Industriegebäude offen ist. Man sieht auf Bildern der Google Suche vorher/nachher Bilder des Saales, und es wird erkennbar, dass man den Wegfall des Projektionsraumes bzw. Projektionsfensters in Folge der CinemaScreen Installation gezielt genutzt hat, um die Rampung steiler machen zu können. Nun sind aber ausgerechnet die teuren 'Luxus-Logen-Plätze' mit den erwähnten 'Liegesitzen' deutlich benachteiligt, sowohl was die extreme Sicht nach unten, als auch die Wahrnehmung des Centers angeht. Im Grunde hätten die 'Premium-Plätze' in den mittleren bis unteren Bereich gehört, aber das ist mit klassischen Vorstellungen von 'Loge' wohl nicht zu vereinbaren. In der ersten Reihe sind die Rückenlehnen wohl zumindest nach hinten neigbar (was in vermutlich fast jedem Kinosaal eine gute Idee wäre).

 

Nach dem, 'was man hört' hat Dolby wohl ziemliche Bauchschmerzen dabei, den Saal unter diesen Umständen für ATMOS freizugeben, daher wird er ungeachtet der ATMOS Installation gegenwärtig nur mit 7.1 beworben. Was verständlich ist.

Ob das wirklich akustisch begründet wird, oder ob man im HDR tauglichen Cinema Screen auch eine Konkurrenz für die eigenen Dolby Cinemas sieht, ist meine persönliche Spekulation.

 

- Carsten

 

 

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