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Carena48

EUMIG P26 - DER Flohmarkt - Haupttreffer !

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Neulich , genauer gesagt gestern, haben wir - meine Schmalfilmhauptdarstellerin Mia , die ihr Dasein ohne Gage nebenbenberuflich zu fristen versucht, und ich auf einem Flohmarkt in unserer schönen Steiermark einen fabelhaft gut erhaltenen EUMIG P26, incl. Reserve-Gummiriemen und Reserve-Feder und incl. Holzkiste, bei der wirklich nur nur mehr der Schlüssel zum Versperren fehlt, um wenige Taler ergattern können. 

Das wunderschöne Stück an Feinmechanik läuft wie damals am Konstruktionsjahr, als ich grad mal vielleicht 2 Jahre alt war und es hat Heizspiralen als Vorwiderstand, wenns mal dunkler haben will oder wenn es von der Geschwindigkeit her langsamer gehen soll! ;-)    2kW Vorwiderstands-Verlustleistung im Extremfall! ;-)   Der Projektor arbeitet so, als hätte man ihn gestern erst ausgeschaltet. Tja, die Made von Austria eben! ;-)

 

 

bedienschalter.JPG

filmspule.JPG

halbtotale.JPG

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seite1.jpg

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teilansicht3.JPG

Totale.jpg

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verlustwaerme.JPG

Edited by Carena48 (see edit history)

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Was wir jetzt noch bräuchten, wäre eine Bedienungsanleitung für das Gerät. Wir wissen auch nicht, ob der Projektor Ton kann. Vielleicht Lichtton? Auf einem der Photos kann man eine Bananenstecker-Buchse erkennen.  Ferner gibt es seitlich noch zwei braune Buchsen, deren Durchmesser aber grösser ist als die für Bananenstecker. Haben die etwas mit Ton zu tun?

Kann jemand mit etwas Rat beistehen? Wie der grösste Spulendurchmesser ist, der da drauf passt, weiss ich auch nicht. Noch keine Ahnung beim 16mm-Film.

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Hallo Carena48, die Doppelbuchse ist für eine dort anschließbare separate Leuchte -Tischlampe; die einzelne Buchse ist für Erdung gedacht.

Der Projektor ist für 120m - Spulen ausgelegt -wie auch die 8 mm-Version des Types.

Sehr gut gelöst ist der Motorriemenwechsel -absolut simpel -einfach über die Achse ziehen und dann auf die senkrecht darüberliegende Rolle.

Das Patent mit dem langen gelblichen Riemen, ohne den die Spulenarmdorne sich nicht bewegen, finde ich nicht so gut.

Ernst

 

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Korrektur: Habe mich vertan -es gibt nur den langen etwas dickeren gelblichen Riemen, der über die Motorwelle gezogen und dann in die kleine silberne doppelspurige Rolle schräg links  über dem braunen Antriebsrad eingelegt wird

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Historie zu vorstehendem Projektor:

Das Gerät wurde offensichtlich vor der Besetzung Österreichs, also vor 1938, gefertigt; dies zeigt der Vermerk auf dem Typenschild "Made in Austria"; nach der Besetzung wurden die Eumig-Modelle mit dem Vermerk "Made in Germany" produziert; die Markierung mit "Reichsstelle für den Unterrichtsfilm"  macht deutlich, dass dieses Gerät nach der Besetzung aus Altbestand übernommen wurde.

Es handelt sich zweifelsfrei um einen Eumig P 26, da der für den P 25 typische Kurzschluss-Stecker auf der Rückseite fehlt (über jenen wurde für die 110 V-Lampe ein Widerstand eingeschliffen). Der Spannungswähler am Boden betrifft nur den Motor, nicht die Leuchtmittel.

Es handelt sich offensichtlich um einen sehr  frühen P 26, da noch keine motorische Rückspulung vorgesehen ist (die am oberen Spulenarm befestigte Handkurbel verhindert das Aufziehen einer Peese, die zum Antrieb geführt wird); auch fehlt ein kleiner, bakalitgefertigter Knebelgriff vorseitig am Lampengehäuse, mit dem durch Lösen des Treibriemens vom großen braunen Antriebsrad, das Blende und Zahnwerk antreibt, durch Wegklappen des kleinen Führungsrades der Antrieb ausgeschaltet und auf Standbild umgeschaltet wird.

 

Ernst

 

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Naja, die Markierung ist auf der Spule, diese Spulen hat man bis zum Ende der Stummfilme in den Bildstellen benutzt, das war bis weit in die 70er Jahre der Fall. 

Die Farbgebung deutet auf ein nachkriegszeitliches Produkt hin, bei eumig war Vorkrieg idR schwarz. 

Die Rückspulung war Aufpreispflichtig, Normalausführung mittels Kurbel, siehe Lossau "Filmprojektoren" 

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Laut Eumig-Museum erschien der P25 1952. Der P25 sieht optisch sehr eng mit dem P26 verwandt aus. Details zum P25 unten auf http://www.pathefilm.uk/95gear/95geareum.htm

 

Van Eck schreibt zum P26:

Zitat

For its time a remarkable little projector. 1955

 

Es gibt auch noch eine Werbeanzeige von 55 für den Projektor: eumig_p26.jpg

 

Von daher halte ich die 50er Jahre für sehr realistisch.

Edited by Theseus (see edit history)

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Und man beachte mit welch kleinen Bild-Abmessungen man sich damals bei der Projektion offensichtlich zufrieden gab

(20mm-Optik bei Normal8 und 50er bei 16mm)

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vor einer Stunde schrieb k.schreier:

Und man beachte mit welch kleinen Bild-Abmessungen man sich damals bei der Projektion offensichtlich zufrieden gab

(20mm-Optik bei Normal8 und 50er bei 16mm)

 

Das sind durchaus übliche Brennweiten. Man hat früher mehr Abstand zwischen Projektor und Bildwand eingerichtet.

Bei fünf, sechs Metern hat man ein Bild von 0,9 auf 1,2 Meter. Findest du das klein?

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vor 18 Stunden schrieb Filmtechniker:

Bei fünf, sechs Metern hat man ein Bild von 0,9 auf 1,2 Meter. Findest du das klein?

Definitiv JA !

Mit so einer Bildgröße kannst Du heutzutage keinen mehr vor den Projektor locken.

Jeder hat doch heutzutage einen Flachbildschirm in der Größe zu Hause.

Und wo in welcher Wohnung bitte schön kann man sich fünf bis sechs Meter Projektionsabstand einrichten?

(und dieser Projektor war ja wohl auch für Privat-Nutzung konzipiert - aber gut...wer sich den damals leisten konnte, hatte wahrscheinlich einen entsprechend großen Saloon )

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vor 14 Minuten schrieb k.schreier:

Mit so einer Bildgröße kannst Du heutzutage keinen mehr vor den Projektor locken.

 

Ich glaube, auf die Bildgröße kommt es in dem Fall nicht so an. Ein Flachbildschirm ist auch eine andere Baustelle, so betrachtet.

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Wenn das ein typisches Schulgerät war, dann wurde der Projektor an der Rückwand eines Klassenraums angebracht. Entsprechend groß ist die Projektionsdistanz. Zu groß darf das Bild dann auch nicht werden, weil sonst die Schatten von Pult, Schulbänke und Schülerköpfen ins Bild geraten.

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Wie dem auch sei - ich wills bei der Projektion trotzdem gern schön groß.

Darum hab ich im Bauer auch das Xenovaron 11-30 mm drin.

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