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Neuer Tarantino nicht in 70mm


sir.tommes
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Vielleicht sollte mal jemand seinen Film nur auf VHS oder Betamax vermarkten - ob da die Retro-Leute auch so begeistert wären? Für so 80er-Horror wie "Stranger Things" wäre es aber vielleicht sogar ne lustige Idee.

 

Jörg

 

ps. wir könnten den Tarantino dann in 35mm spielen!

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Ne, bitte VCR. Da ist die Qualität besser als bei VHS oder beta... Oder auf v2000... 

Es gab übrigens schon Filme die vom Look her getrimmt wurden dass sie wie eine Heimvideoaufzeichnung aussehen... 

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  • 2 weeks later...
  • 3 weeks later...

In den letzten 18 Jahren, seitdem Fotokem das macht, habe ich nicht eine einzige halbwegs normal aussehende 70mm-Kopie mehr gesehen. Unfassbar schlimm, was da auftauchte, so traurig. Es ist sicher, dass es diesmal kaum anders sein wird. Das Ganze ist ein Betrug in meinen Augen.

Aber vielleicht klappt es mit der Entwicklung von 35mm Printfilm? In jedem Fall die bessere Entscheidung.

Es wird nach Cannes weitere 35mm-Kopien geben, u.a. im New Beverly Cinema, das der Tarantino 2014 gekauft hatte:

https://www.thedailybeast.com/tarantinos-bold-and-bloody-once-upon-a-time-in-hollywood-starring-dicaprio-and-brad-pitt-wows-cannes

 

 

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  • 2 weeks later...
  • 2 weeks later...

Hoffentlich bleibt Europa von missglückten 70mm-Kopien aus den filmliebenden Händen des Meisters verschont. In den letzten 15 Jahren war fast ausnahmslos das "Markenzeichen" von 70mm-Kopien:

 

- missglückte Lichtbestimmungen, mangelnder Szenenausgleich, falsche Grundabstimmung

- falsche Gradation, absaufende oder verfärbte Schatten

- gelb-grüner Farbstich

- mittelmässige Schärfe der Intermediates

- leichte Bildunsauberkeit und Negativverregnung

 

"Kaum ein Unterschied zu 35mm", war oft zu hören.

 

Und Hartwig Tegeler schreibt über Quentin Tarantino:


"Wenn man seine Filme der letzten Jahre sieht, dann bekommt man immer das Gefühl, als ob sich hier etwas vollkommen verselbständigt hat. Ich möchte übrigens noch ganz kurz einmal einen Satz von Richard Brody aus dem vorhin erwähnten US-amerikanischen Artikel über Tarantinos Film zitieren, der sagt, Tarantino mache am Ende Sandkasten-Blutkuchenspiele aus der Geschichte und bleibt am Ende einfach ein immer jugendlicher Filmemacher."

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So in etwa kommts mir schon lange vor: wie ein Kind, dass im Sandkasten Filme nachstellt. Nur dass sein Sandkasten jetzt Hollywood ist und der Sand die Millionen, die ihm das Studio reicht für seine Fantasiewelten. Ein Gebräu aus Stundenlangem Videokassettenkonsum von Filmen der 60er/70er Jahre, die er sich als Videothekar in ewig langen Wartezeiten reingezogen hat.

 

Immerhin merkt man seinen Filmen die Liebe zum Kino und zu dem Gezeigten dieser Zeit, der vergangenen 50 Jahre, an. Denjenigen, denen die alten Filme noch bekannt sind, kommts allerdings weit weniger Originell vor als dem Publikum, das die zitierten Filme noch nicht kannte.

Edited by Majorsmith (see edit history)
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Kongenial von Dir erfasst.

 

"I steal from every single movie ever made," Tarantino once said in an interview with Empire magazine. "If my work has anything, it's that I'm taking this from this and that from that and mixing them together."

Hier die kleine Klauliste: https://www.businessinsider.com/quentin-tarantino-stolen-movie-scenes-2015-6?IR=T

 

Das hat der Quentin bestimmt vom George gelernt?

 [George Lucas]

 

„Ich war auf keiner Filmhochschule, ich war nur im Kino.“

Quentin Tarantino

 

Bezweifle ich!

Video, nicht Kino.

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Scheinbar sind es Ausbelichtungen vom DCM, was im Falle eines unzureichenden Kompetenzstandes bei der traditionellen analogen Herstellung von Intermediates schon vor Jahren die letzte und auch billigere Brücke zur 35mm-Theaterkopie darstellte, fast immer mit farblichen Fehlern und Farbkreuzungen.

Man wunderte sich, warum bei INTERSTELLAR und H8 der vollständig analoge Weg angekündigt wurde: das Kopienergebnis war frappierenderweise ähnlich deprimierend wie beim Ausbelichtungsfilm vom D.I. seit etwa 2000.

 

Wer in den letzten 20 Jahren noch gute Filmkopien erlebt hat, ist da ein Glückspilz.

 

Digital ausbelichtete Filmkopien sind 2019 ein Marketing-Gag, ein Spielzeug. Es wäre erfreulich, wenn ausreichend Infos zur Postproduktion vorlägen, damit auch kinoseitig das Publikum wertneutral aufgeklärt werden könnte.

 

Auf film-tech.com ein paar Hinweise auf Vorzüge und Nachteile heutiger Filmkopien seitens Mr. Kornfeld, konkret zum Titel dieses Threads:

 

I'm running a 35mm print of this as I type.

Print is nine reels, cyan track, SR-D, scope. The Dolby Digital track is 5.1, though the DCP has a 7.1 track. Go figure. There are NO cues at the end of any of the reels; had to scribe my own. There is NO sound distortion, NO dropping down to SR, NO soft focus on the print we have here. If you have seen/heard/experienced these problems, either something is wrong with the equipment, something is wrong with the operators, or something went wrong with the later prints (ours is #16).

From what I was told, one digital master was created & used for all formats (looks 4K to me), so 4K DI to 4K DCP, 4K 35mm IN, 4K 70mm IN. There are the usual problems from going this route, which are especially apparent in the darker scenes. Also, spoiler, 4K is not nearly enough for a full scope frame, but what do I know.

As for those individuals advocating for more 70mm installations: I beg you to stop. As I have mentioned on other threads, the number of people who can run 70mm without introducing damage to the print(s) is frighteningly small. The only thing that will successfully be achieved with an increase in 70mm venues is that the ever-dwindling number of available archival prints out there will be further depleted from damage & destruction from shoddy equipment and/or operator incompetence. I have seen this with my own eyes: prints we received in excellent condition have come back damaged the next time we booked them. This is a situation that is not going to improve.

Please face reality: the vast majority of Hateful 8 prints were wrecked. The vast majority of those recent 2001 prints were wrecked. You can bank that the majority of these Once Upon a Time prints will BE wrecked. And I'd even be willing to bet that a majority of the 35mm prints will also get wrecked.

This is the world we now live in. Cherish it.

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Verteidigung des Maestros (oder wie ich lernte, den  Diebstahl zu lieben):

 

https://www.businessinsider.com/quentin-tarantino-movies-steals-cinema-homage-reference-2019-7?utm_content=buffer8d97c&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer-bi&fbclid=IwAR0bbI8TnI3zLeMskaDl7u-0BWvLuulk3LdD0lIMVMhg0fzghOnO3XM4O_U&IR=T

 

#

 

PoPlatz Berlin: Aufmarsch des lieben Gottes.  (Sind alle gekommen, die auf dem Plakat sind.)

 

 

 

 

20190801_183459.jpg

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Und ich dachte, man trifft sich dort nur, um blonden Frauen die Hände zu schütteln.

2009 standen dort zwei FP75E: der eine sollte die Elektrifizierung überlebt haben.

Weiss jemand Rühmliches von echten Filmvorführungen aus Cannes zu berichten?

Würde nach Cannes "35mm" diesem speziellen Titel etwas Sinnvolles hinzufügen?

Wenn die jüngste Info der amerikanischen Projektionisten stimmt, dann existiert hier nur noch das digitale Master als Referenz und Original für diesen Titel.

Mit dem filmout (gemeint ist der dutzendemale von Kodak verzweifelt angepasste Ausbelichtungsfilm, damit das Digisat zu Film rückverwandelt werden kann) findet nach der Veränderung durch m.E. heute unregelmässig durchgeführte Negativentwicklungen, nach der Veränderung des Scans mit einem Licht, nach der Veränderung und dem Transfer zum Digital Intermediate, nach der Veränderung zum Digital Source Master und den DCPs eine erzwungene Rückwandlung zum alten Filmband statt, in dem sich dann die Werte des Originalnegativs kaum noch wiedererkennen lassen.

Ebenso könnte man eine gefilterte CD zurück auf Schellackplatte überspielen und sich an weiteren Klangverfälschungen, garniert mit zusätzlichem Knistern, berauschen.

Die Filmemacher hätten ihre vermutlich weniger als 50 Filmkopien besser als Direktkopien ziehen sollen, nicht über Dup und schon gar nicht über"filmouts", dann wäre die Filmdebatte auch von Wert und Bedeutung.

So aber gerät das Ganze zur Farce, zum skurrilen Marketing-Gag.

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Am 1.8.2019 um 19:53 schrieb cinerama:

Verteidigung des Maestros (oder wie ich lernte, den  Diebstahl zu lieben):

 

Fair wäre ja gewesen, wenn Du zumindest klargestellt hättest, dass der zitierte Artikel Tarantino keineswegs des Diebstahls bezichtigt - sondern dieser selbst und der Autor seine Technik durchaus bewundert.

 

"I think the reason Tarantino is so proud to admit that he is stealing is that he accomplishes something with it that no other filmmaker is quite capable of: creating something new. "

 

"Tarantino's pastiche works so well for two reasons. One is his understanding of the subject he's stealing from. More often than not, homages in movies are a shallow and vain attempt at imitating an iconic moment, and they rarely serve a purpose. But Tarantino's references are often seamless and easy to miss because they enhance the scenes and the genre he experiments with."

 

"Tarantino proudly plays the role of a masterful thief of cinema. And as long as he continues to make a masterpiece out of them, it's the kind of thievery I'd be more than happy to accept."

 

Edited by macplanet (see edit history)
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On 5/31/2019 at 12:59 AM, sir.tommes said:

Wie ich eben gelesen habe, wurde der neue Film von Tarantino nicht in 70mm sonder "nur" in 35mm gedreht.

 

Die Welt geht unter ...

 

Dafür gibt es ausnahmsweise mal einen 7.1 Mix bei Sony.

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vor 27 Minuten schrieb macplanet:

 

Fair wäre ja gewesen, wenn Du zumindest klargestellt hättest, dass der zitierte Artikel Tarantino keineswegs des Diebstahls bezichtigt - sondern dieser selbst und der Autor seine Technik durchaus bewundert.

 

"I think the reason Tarantino is so proud to admit that he is stealing is that he accomplishes something with it that no other filmmaker is quite capable of: creating something new. "

 

"Tarantino's pastiche works so well for two reasons. One is his understanding of the subject he's stealing from. More often than not, homages in movies are a shallow and vain attempt at imitating an iconic moment, and they rarely serve a purpose. But Tarantino's references are often seamless and easy to miss because they enhance the scenes and the genre he experiments with."

 

"Tarantino proudly plays the role of a masterful thief of cinema. And as long as he continues to make a masterpiece out of them, it's the kind of thievery I'd be more than happy to accept."

 

 

Ja, ist eine Verteidigung des Filmemachers - der Balance wegen eingestellt (und das Gegenteil meiner Überzeugung). Sorry für unklare Wortwahl meinerseits.

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