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Warum sterben alte Endstufen beim Umstieg auf D-Cinema?


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Hi,

 

Mich würde mal interessieren, warum alte Endstufen namhafter Hersteller (Bsp.: Dynacord, Electro-Voice, QSC,...) beim Umstieg auf Digitales Kino den Dienst quittieren.

Ich habe das selbst in unserem Kino miterlebt, zu dieser Zeit jedoch nicht sonderlich drüber nachgedacht, bis ich es irgendwann mal in einem anderen Thread gelesen habe.

Verwendet haben wir früher fantastisch klingende EV CPS1/CPS2 Endstufen, wovon mittlerweile leider nur noch wenige Exemplare leben. Einen Großteil der Endstufen mussten wir leider tauschen.

Sterben diese Endstufen wegen dem "umfangreicheren" Sound (mehr LFE-Effekte als früher usw.)? Ich kann mir das irgendwie nicht so richtig erklären, da die Endstufen ja nie ins Clipping o.Ä. gefahren wurden und auch tagtäglich in Betrieb waren.

Vielleicht können mir das ja einige von euch erklären, die mehr Ahnung von der Materie haben als ich. ;)

 

Da ich neu hier im Forum bin, hoffe ich, dass ich im richtigen Board bin.

 

Vielen Dank im Voraus.

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Jedes Produkt wandelt sich über Jahre des Einsatzes irgendwann in (Elektro-)schrott. Die "ach so gut klingenden" Endstufen klangen in den letzten Jahren ihres Einsatzes ganz und gar nicht gut sondern verfälschten den Ton durch gealterte Bauelemente erheblich.

Ein Grund der das Sterben ein wenig unterstützt ist der in der Tat "umfangreichere" unkomprimierte PCM-Ton der für die alten PA-Dinger einfach  "zu viel" war.

 

Jede billige Chinaendstufe klingt neu besser als 25+ Jahre alte EV-Endstufen.

 

Ansonsten ist das Thema in einem Fachforum für PA-Technik besser aufgehoben, da tummeln sich die Elektroniker mehr als hier 🙂

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vor 16 Minuten schrieb TK-Chris:

Jedes Produkt wandelt sich über Jahre des Einsatzes irgendwann in (Elektro-)schrott. Die "ach so gut klingenden" Endstufen klangen in den letzten Jahren ihres Einsatzes ganz und gar nicht gut sondern verfälschten den Ton durch gealterte Bauelemente erheblich.

Ein Grund der das Sterben ein wenig unterstützt ist der in der Tat "umfangreichere" unkomprimierte PCM-Ton der für die alten PA-Dinger einfach  "zu viel" war.

 

Jede billige Chinaendstufe klingt neu besser als 25+ Jahre alte EV-Endstufen.

 

Ansonsten ist das Thema in einem Fachforum für PA-Technik besser aufgehoben, da tummeln sich die Elektroniker mehr als hier 🙂

 

Naja, wir haben ja immernoch CPS2-Endstufen, welche noch genau so gut klingen, wie am ersten Tag. Ich denke das liegt daran, dass sie durchgehend genutzt wurden. Wenn dies der Fall ist, altern z.B. die Elkos ja nicht so schnell. Wenn die Endstufe allerdings eine Zeit lang steht, kann ich deinen Punkt nachvollziehen. Da haben wir auch einige Exemplare von. Die "Überlebenden" unter den 15-20 Jahre alten Dingern wurden jedoch wenn überhaupt nur zum Justieren des Ruhestromes ausgebaut und ansonsten Tag für Tag genutzt. Spielen ja am Anfang jeder Vorstellung Film-Soundtracks im unkomprimierten Format, gerade da merkt man, was die alten Endstufen drauf haben. Leistung ohne Ende (auch an 2 Ohm) und gleichzeitig einen super schönen Klang.

Die kaputten Endstufen wurden durch diverse QSC und K.C.S.-Modelle ersetzt, welche an den Klang der guten alten EVs nicht dran kommen (bestätigen ebenfalls Reaktionen von ein Paar (Stamm-)Kunden).

 

Aber danke für deine ausführliche Antwort! Ich denke das mit dem PCM-Ton wird es tatsächlich sein. Trotzdem denke ich mir, dass dies ja auch nur Tonsignale sind. Deswegen ist es mir immer noch etwas unverständlich. Kann natürlich auch sein, dass es wirklich einige Geräte gab, bei denen die Langlebigkeit nicht so dolle war.

 

Viele Grüße

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Dass die Endstufen allgemein mit der Digitalisierung sterben ist sicher eine Fehleinschätzung.

 

Unsere QSC liefen von 1996 bis 2013 mit Lichtton, SRD und dts, und laufen seit 2013 ohne Defekte im digitalen Kino. Ne neue, moderne Endstufe, die wir extra zur Digitalisierung angeschafft haben hatte schon einen Ausfall. Digitaler Kinoton ist bestenfalls anspruchsvoller für alte Lautsprecher, aber nicht für Endstufen. Aber irgendwann stirbt eben jede Endstufe mal.

 

- Carsten

Edited by carstenk (see edit history)
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Wir hatten damals auch viele sehr teure Dynacord Endstufen, die liefen eigentlich auch immer durch. im Zuge der Digitalisierung haben wir sie dann ersetzt und waren erstaunt was da an Ton vorne ankommt nur weil die Endstufen erneuert worden sind.

Wie gesagt, ich bin hier kein Experte, die sind woanders zu Hause - ich kann nur das wiedergeben was ich selbst gehört habe. Vielleicht äußert sich @Jensg dazu, der kennt sich da gut aus 🙂

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Also, die Dynacord / gleich EV CPS starben schon zu Zeiten des Filmkinos, ich habe diverseste davon repariert. Kaputt ging z.B. das Ruhestrompoti, welches wegrottete und dann die Endstufe hochlaufen ließ und zerstörte. Das hat nichts mit der PCM Quelle zu tun. Die Anforderungen an Ton Wiedergabe waren schon 1993 identisch mit denen des LPCM im digitalen Kino. Schuld war die geplante Obsoleszenz der Geräte. Zudem altern Elkos und gehen kaputt.Gleichrichter ebenfalls. Auch die KLangfilm Röhrenverstärker der 50er brauchten permanente Pflege und WArtung.

Die EV CPS1/2 (Q 44/ Q66 mit XLR in) sind "Made in Germany" gewesen. Sie haben die geplanten 10 Jahre überdauert. Sie sind aus 1995. Alles was passiert war optimiert und berechnet. Reparierbar ist das alles, nur ob es preislich im China Zeitalter lohnt, müssen andere sagen. Ich bin der Meinung Nein.

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Hat mit D-Cinema nix zu tun. Stefan hat die Fehler der CPS schon genannt, die QSC USa-Serie hat sich lockernde Steckverbinder auf der Platine, die vom Trafo kommen, die Crown 602 usw.haben nch ca. 15 Jahren ausgetrocknete Elkos.....

Man darf eines nicht vergessen, Kinoendstufen dürften im Schnitt minimum 4000h im Jah an sein, macht in 15 Jahren 60.000 Betriebsstunden. Keines der Elko-Bauteile ist dafür spezifiziert von der Lebensdauer, die Wärmeleitpaste treocknet aus, Hochlastwiderstände sterben usw.

Und das billige Chinaendstufen besser klingen, für die Klasse H-Endstufen mit Ringkerntrafo mag das noch stimmen, Billig Class-D ist nach meinen Erfahrungen erheblich schlechter. Die QSC USA Serie mal ausgenommen, das ist Technik aus 1970.

Jens

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