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Frage zu Siemens P800 und Netzspannung


JCL

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vor einer Stunde schrieb TK-Chris:

😉

 

Bei Olaf Carls´s Seite gibts auch noch einige Infos zum 800er, die dort downloadbaren Anleitungen zum 2000er (16mm) kann man fast 1:1 für den 800er nutzen, da die Mechanik weitgehend gleich ist.

Auf der Seite von Olaf Carl gibt's dankendwerterweise auch eigentlich alle Infos zum 800er. Man muss halt ein wenig suchen!

 

Auch Ersatz für die Lampe ist schwierig zu beschaffen. Die mit Magnetton ausgestattete Variante hat das 100W "Kuhauge".

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Danke für die viele Info. Wahnsinn. Macht Ihr das alle irgendwie beruflich, aus Interesse an der alten Technik, schaut damit alte Filme an oder filmt ihr auch aktuell Neues in den alten Formaten (8 und 16mm)?

 

Neben einem guten Fundus an Osram Leuchtmitteln für diverse Projektoren habe ich gestern abend auf der Suche nach diesem Schneide/Klebegerät (leider ohne Anleitung, ich poste ein Bild) noch 3 Super8-Kameras, 1 Normal8-Bolex P4-Camera und noch einen uralten Bolex-Projektor gefunden. 

 

Ich bin gerade geflasht... Jetzt reinigte ich gerade Linsen und Filmkanal, dann kam ein Test. Alles mit halber Kraft, auch mit Ton. Film von der Costa Brava, mit spanischen Klängen dazu. Irre. Beim 5. Einschalten hat es die Lampe gegrillt, schade. Habe die letzte Neue eingesetzt, mache vor dem Start heute abend kein Licht mehr und hoffe, dass ich bald einen neuen Ersatz finde...

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Bei den Schneide und Klebegeräten ist zum Teil keine Erklärung dabei. Es gibt aber neben flüssigem Kleber auch durchsichtige Klebestreifen... 

 

Ansonsten noch andere Fundstücke... 

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Ich denke, die Bauer Klebepresse unten links auf dem ersten Bild ist die einzige N8-Klebepresse (für Nasskleben). 
Dazu gibt es noch N8-Klebefolien, aber eine Folienklebepresse habe ich nur für S8 gesehen.

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Von der Bauer ist nur der Karton da, die Presse selbst fehlt. 😐 Auf der Hamapresse links mitte steht super8 und single8. Ist single8 =normal8? Muss ich mal nachlesen... 

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vor 54 Minuten schrieb JCL:

aus Interesse an der alten Technik, schaut damit alte Filme an oder filmt ihr auch aktuell Neues in den alten Formaten (8 und 16mm)?

Aus Interesse and der alten Technik? Ja!  Alte Filme anschauen? Auf jeden Fall, denn ich habe Filme meiner Altvorderen aus den 30-gern bis in die 80-ger Jahre!

Aber vor allem das Filmen von aktuell Neuem bringt mir in den alten Formaten (8 und 16mm) eine Menge Spaß!!! Vielleicht packt es Dich auch... 

Hier im Forum gibt es eine große Menge geballtes Wissen zum Thema, welches gerne geteilt wird. Aber das hast Du ja schon gemerkt.😃 

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vor 1 Stunde schrieb JCL:

Danke für die viele Info. Wahnsinn. Macht Ihr das alle irgendwie beruflich, aus Interesse an der alten Technik, schaut damit alte Filme an oder filmt ihr auch aktuell Neues in den alten Formaten (8 und 16mm)?

 

Neben einem guten Fundus an Osram Leuchtmitteln für diverse Projektoren habe ich gestern abend auf der Suche nach diesem Schneide/Klebegerät (leider ohne Anleitung, ich poste ein Bild) noch 3 Super8-Kameras, 1 Normal8-Bolex P4-Camera und noch einen uralten Bolex-Projektor gefunden. 

 

Ich bin gerade geflasht... Jetzt reinigte ich gerade Linsen und Filmkanal, dann kam ein Test. Alles mit halber Kraft, auch mit Ton. Film von der Costa Brava, mit spanischen Klängen dazu. Irre. Beim 5. Einschalten hat es die Lampe gegrillt, schade. Habe die letzte Neue eingesetzt, mache vor dem Start heute abend kein Licht mehr und hoffe, dass ich bald einen neuen Ersatz finde...

Dieses Forum ist eigentlich ein Fachforum für die, die das Beruflich gemacht haben und immernoch machen. Der Schmalfilm-teil hat sich dann irgendwann verselbstständigt und ist sozusagen "die letzte analoge Bastion" im weitgehend digitalen Kinoalltag geworden. Hier ist sozusagen das geballte Schmalfim-wissen vertreten - deshalb die vielen Auskünfte.

Ich kam ja aus der "Profi-Ecke" wobei ich das mit dem Kino immer nur nebenbei gemacht habe, war eher in der Postproduktionsseite involviert, ist aber auch schon ewig her... 😉

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Super, Jean-Claude. Da bist Du also auf eine Schatzkiste gestoßen, und darfst Dich nun durch die Juwelen aus Acetat und Aluguß wühlen. Ist direkt aufregend zuzugucken...

 

Ich freue mich, daß bislang alles gut bei Dir funktioniert. Aber natürlich kann auch mal etwas versagen. Ich hatte auch schon so einen "uralten Bolex" angeschlossen, und irgendwann machte es PENG !, und das Gerät stand still. Ich vermute, da hatte es einen ebenso uralten Kondensator zerissen. Kann man natürlich reparieren.

 

Theoretisch ist auch noch zu berücksichtigen, daß die Geräte 220 Volt erwarten, aber nun mit 230 Volt traktiert werden, und ich weiß bis heute nicht genau, wer einst darauf spekulierte von der Wegwerforgie einer ganzen Nation fett zu werden.

 

Da hast Du nun also Filme, und vermißt möglicherweise noch zugehöriges Tonband, bei mir ist es gerade umgekehrt. Ich habe das Tonband zu einem 40 Minuten Film bekommen, und suche jetzt das zugehörige Bild...

 

Es gibt immer was zu tun im Filmland, langweilig wird's nicht. Viel Erfolg, und berichte gern von Deinen Entdeckungen oder Fragen.

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vor 10 Stunden schrieb JCL:

Von der Bauer ist nur der Karton da, die Presse selbst fehlt. 😐 Auf der Hamapresse links mitte steht super8 und single8. Ist single8 =normal8? Muss ich mal nachlesen... 

 

Also, im "Normalfall" ist Single 8 mit Super 8 gleichzusetzen.

 

Single 8 war der Name, den Fuji für eine neue Konfektion von 16 mm breitem Doppel 8 Film für zu projizierenden Normal 8 Film als einzulegenden 8 mm breiten Film für entsprechende Single 8 Kameras vorgesehen hatte (Soweit alles unklar !?).

 

Ich glaube Kodak war sogar mit an Bord einer entsprechenden Interessengemeinschaft, entschied sich dann jedoch dazu den Markt des Amateurfilmes mit der eigenen Super 8 Kassette aufrollen zu wollen. Fuji passte sich insoweit an, als daß die einst anvisierten Filmkassetten nun mit Film beladen wurden, der statt der geplanten Normal 8 Perforation eben die neue Super 8 Perforation aufwies.

 

Super 8 und Single 8 stimmen also in den Maßen überein, kommen aber in jeweils eigenen Kassetten daher, müssen somit in jeweils eigenen Kameras belichtet werden, können dann aber wieder in gemeinsam genutzten Projektoren projiziert werden, ohne daß dazu Umbauten nötig sind.

 

Unterschiede sind erst wieder bei der Verarbeitung zu beachten, da Single 8 Film "normalerweise" aus Polyester statt Acetatzellulose besteht, daher zäher ist, und nicht naß geklebt werden kann, sondern mithilfe von kleinen angepaßten Klebstreifen.

 

Nun noch etwas zu den Ausnahmen dieses "Normalen":

 

Kurze Zeit wurde Single 8 Film tatsächlich auch aus Acetatzellulose von Agfa angeboten.

 

Darüberhinaus gab es bereits zuvor mehrere Vorstöße der Filmausrüster, unhandlichen 16 mm breiten Doppel 8 Film als bereits fertig geteilten 8 mm breiten Film, in einer Kassette vorkonfektioniert, bequem und narrensicher, ohne Einfädelungsvorgang, in eine Kamera zu laden.

 

Ein oder sogar zwei dieser früheren vorkriegs Vorstöße trugen ebenfalls schon den Namen "Single 8", haben aber mit Fuji und dem später von Fuji populär gemachten "Single 8" System nichts zu tun.

 

Streng genommen gibt es also "Single 8" Film mit Super 8 Perforation (Fuji), und Single 8 Film mit Normal 8 Perforation (Vorkriegs Vorstöße). Deine Klebepresse wird aber mit Sicherheit für Single 8 Film von Fuji, hergestellt aus Polyester, versehen mit einer Super 8 Perforation, gedacht sein.

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vor 4 Stunden schrieb Lichtspieler:

Also, im "Normalfall" ist Single 8 mit Super 8 gleichzusetzen.

 

Single 8 war der Name, den Fuji für eine neue Konfektion von 16 mm breitem Doppel 8 Film für zu projizierenden Normal 8 Film als einzulegenden 8 mm breiten Film für entsprechende Single 8 Kameras vorgesehen hatte (Soweit alles unklar !?).

 

Ich glaube Kodak war sogar mit an Bord einer entsprechenden Interessengemeinschaft, entschied sich dann jedoch dazu den Markt des Amateurfilmes mit der eigenen Super 8 Kassette aufrollen zu wollen. Fuji passte sich insoweit an, als daß die einst anvisierten Filmkassetten nun mit Film beladen wurden, der statt der geplanten Normal 8 Perforation eben die neue Super 8 Perforation aufwies.

 

Super 8 und Single 8 stimmen also in den Maßen überein, kommen aber in jeweils eigenen Kassetten daher, müssen somit in jeweils eigenen Kameras belichtet werden, können dann aber wieder in gemeinsam genutzten Projektoren projiziert werden, ohne daß dazu Umbauten nötig sind.

 

Unterschiede sind erst wieder bei der Verarbeitung zu beachten, da Single 8 Film "normalerweise" aus Polyester statt Acetatzellulose besteht, daher zäher ist, und nicht naß geklebt werden kann, sondern mithilfe von kleinen angepaßten Klebstreifen.

 

Nun noch etwas zu den Ausnahmen dieses "Normalen":

 

Kurze Zeit wurde Single 8 Film tatsächlich auch aus Acetatzellulose von Agfa angeboten.

 

Darüberhinaus gab es bereits zuvor mehrere Vorstöße der Filmausrüster, unhandlichen 16 mm breiten Doppel 8 Film als bereits fertig geteilten 8 mm breiten Film, in einer Kassette vorkonfektioniert, bequem und narrensicher, ohne Einfädelungsvorgang, in eine Kamera zu laden.

 

Ein oder sogar zwei dieser früheren vorkriegs Vorstöße trugen ebenfalls schon den Namen "Single 8", haben aber mit Fuji und dem später von Fuji populär gemachten "Single 8" System nichts zu tun.

 

Streng genommen gibt es also "Single 8" Film mit Super 8 Perforation (Fuji), und Single 8 Film mit Normal 8 Perforation (Vorkriegs Vorstöße). Deine Klebepresse wird aber mit Sicherheit für Single 8 Film von Fuji, hergestellt aus Polyester, versehen mit einer Super 8 Perforation, gedacht sein.

 

Da stimmt einiges nicht. Der Ausdruck Single-8 ist nur mit Fujifilm in Verbindung zu bringen. Single-8-Film ist nie 16 mm breit. Er ist 8 mm schmal und wird in genormter Kassette verkauft. Super-8 ist 8 mm schmal und wird in genormter Kassette verkauft. Alles andere wird als Einfachacht angesprochen.

 

Das älteste Einfachachtsystem beruht auf Spulen, es ist das Bell & Howell Straight Eight. Dann kam das Agfa-Movex-System mit einem Lader, das ist eine wiederbefüllbare Kassette. Andere Systeme waren die Koaxkassette zur Meopta Somet 8 oder die Lader sowjetischer Einfachachtkameras.

 

Doppel-8-Film ist nicht unhandlich. Er ist sogar ausgesprochen praktisch, weil die am weitesten verbreitete Spule den Durchmesser von nur 5,2 cm hat.

 

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Hallo!

 

Im deutschsprachigen Raum kann man das relativ einfach zusammenfassen:

Es ist im Endeffekt alles „8mm Typ S“:

* Super8 ist „8mm Typ S“-Film in der Kodak-Kassette.

* Single8 ist „8mm Typ S“-Film in der Fuji-Kassette.

* DS8 (DoppelSuper8) ist 16mm breiter Film auf Spulen, der erst nach der Entwicklung und dem Splitten zu „8mm Typ S“ wird.

* (Jetzt könnte man noch ein paar Exoten aufzählen, wie z.B. Polavision, … .)

Die Notwendigkeit, diese Spielarten zu unterscheiden, besteht nur für Kameras und fürs Labor. Sobald der Film entwickelt in 8mm breiter Form vorliegt, gibt es keine Unterschiede mehr. Es ist dann immer „8mm Typ S“ (meistens „Super8“ genannt).

 

Die Unterteilung Azetat=Super8 und Polyester=Single8 bitte gleich wieder aus dem Gedächtnis streichen. Das stimmt weder für Single8, weil bereits bei der Einführung des Systems Agfa und Konica Azetat-basierte Filme in der Single8-Kassette anboten, noch für Super8, wo es diverse Polyester-basierte Filme gab (Kodak MFX, WittnerChrome 200, Adox Pan-X Reverso, 3M Color Movie 160A, …). Zudem stimmt es aktuell überhaupt nicht, weil für alle drei Spielarten (Super8, Single8 und DS8) nur Filmmaterialien auf Azetat-Basis zur Verfügung stehen.

 


 

Wenn man sich Literatur und Geräte aus den USA anschaut, ist die Sache leider verzwickter. Denn der „Einfach8“-Film wurde dort z.T. auch als „Single 8 m/m“ beworben. Und weil der „Doppel8“-Film auf Englisch „Double8“-Film heißt, heißt „Einfach8“ leider oft genauso wie die Fuji-Kassette „Single8“. Ein Beispiel habe ich angefügt.

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Es gibt weder einen „8mm Film Typ S“ noch ist Deine Aussage korrekt, daß nach Entwicklung und Trennen alle Filme identisch wären!

Du unterschlägst den Normal 8 Film vollkommen!

@Film-Mechaniker hat mit seinem Beitrag völlig recht!

 

Am 4.1.2024 um 21:35 schrieb JCL:

Das ist völlig korrekt... Ich sehe hier ist gewaltiges Wissen vereint... 👍🏻😀

Danke für die Blumen, das stimmt sicher in weiten Teilen, die beiden Beiträge zuletzt von Lichtspieler und Benutzername sind leider in Teilen verwirrend falsch, wenn Dich die Details zu den Filmformaten interessieren, hat Simon (Filmmechaniker) es gut auf den Punkt gebracht 😉

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vor 1 Stunde schrieb Benutzername:

Wenn man sich Literatur und Geräte aus den USA anschaut, ist die Sache leider verzwickter. Denn der „Einfach8“-Film wurde dort z.T. auch als „Single 8 m/m“ beworben. Und weil der „Doppel8“-Film auf Englisch „Double8“-Film heißt, heißt „Einfach8“ leider oft genauso wie die Fuji-Kassette „Single8“. Ein Beispiel habe ich angefügt.

 

Wenn in einem Buch für Gerätesammler etwas steht, wird nicht ein Filmformat dadurch beworben.

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vor 19 Stunden schrieb JCL:

Macht Ihr das alle irgendwie beruflich, aus Interesse an der alten Technik, schaut damit alte Filme an oder filmt ihr auch aktuell Neues in den alten Formaten (8 und 16mm)?

 

Alte Filme mit alter Technik gucken aus Spaß an der Freud.

 

So ist es zumindest bei mir, ich sammle 16mm Filme und schaue sie gern mit Freunden/Interessierten zusammen. Dafür habe ich den "großen Bruder" von Deinem Projektor, den Siemens 2000. 😎

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vor einer Stunde schrieb Film-Mechaniker:

 

Wenn in einem Buch für Gerätesammler etwas steht, wird nicht ein Filmformat dadurch beworben.

Jessesneeee! Nochmal zum Mitmeißeln für alle Schweizer: Der Term „Single 8 m/m“ wurde auch in der Werbung benutzt.

Das Beispiel ist nur deshalb nur aus einem Buch, weil ich zu faul bin, die Bilder aus dem Netz zu suchen, wo „Single 8 m/m“ zum Beispiel in Zusammenhang mit  Betrachtern oder Schneidegeräten oder in Zeitungsannoncen verwendet wurde. Ich habe es auch nur gebracht, weil es sonst wieder „stimmt gar nicht“ heißt.

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Alle Schweizer brauchst du nicht zu meinen und ich sage dir: Was klebst du an Werbeanzeigen fest? Auch wenn bei der Superior Bulk Film Co. und anderen Firmen Single 8 geschrieben wurde, dann hatten die Leute damit nicht Unrecht, das Fujifilm-Single-8 war noch in ferner Zukunft und drittens spielt es für uns heute keinen Tango mehr.

 

Ich schrieb, es stimme einiges nicht. Stimmt gar nicht ist von dir. Ungenauigkeit ist auch Faulheit.

 

Bleiben wir friedlich. Da wir schon Univex lesen, so sah das aus:

 

Univexb.thumb.jpg.e06fda4e4043456b7f02d2f4e3dbd9a7.jpg

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vor 3 Stunden schrieb Helge:

Es gibt weder einen „8mm Film Typ S“ noch ist Deine Aussage korrekt, daß nach Entwicklung und Trennen alle Filme identisch wären!

 

Doch, den gibt es! Das ist die offizielle Bezeichnung laut International Standard Organisation (ISO).

 

Im Normblatt ISO 1700:1988 - Cinematography. 8 mm type S motion-picture raw stock film. Cutting and perforating dimensions wird das festgelegt, was wir als Endprodukt unter Super-8 oder Single-8 kennen. Hier noch ein Auszug aus ISO 1787-1964, also der Einführungszeit von Super/Single-8: isopage3.thumb.jpg.e0a56ab794a4053d91615bd406ef883f.jpg

 

 

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Muss toll sein, wenn man so etwas Hochwertiges, Nachhaltiges und Wertvolles in so einem überragenden Zustand hinter einer Geheimwand findet. Historische Familienaufnahmen mit 8mm-Magnetperfoband. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Schatz!

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Jean-Claude, laß mich noch ein, zwei Hinweise zu Normalacht geben.

 

Bei Projektoren wird vom Lichtwirkungsgrad gesprochen. Je nach Grundanlage der Mechanik wird der Film in kürzerer oder längerer Zeit am Bildfenster vorbeigeschoben. Diese Transportphase wird von einem Flügel der Blende verdeckt, man soll nur stillstehende Einzelbilder sehen. Das Verhältnis der Winkel der Offensektoren zu denen der Blendenflügel ist nun bei der Zweiflügelblende größer als bei Einstellung auf drei Flügel. Der Unterschied beträgt ungefähr 10 Prozent. 24 B./s ist heller als 18 B./s.

 

Die P 4 ist eine sehr gute Kamera. Obwohl ich Federwerkgeräte bearbeite, scheue ich vor den mit Zoomoptik und Reflexsucher integrierten Kameras zurück. Ich kenne ihr Inneres, habe eine ähnliche K 1 im Fundus, zerlegt als Studienobjekt. Gerade dieser Tage mußte ich eine Entscheidung treffen, die damit zusammenhängt. In eine rein mechanische 16-mm-Kamera hat jemand Elektronik eingebaut und dabei sowohl optische wie die elektronischen Teile mit Hartlack so eingeklebt, daß an ein Herankommen an die Optik ohne Schäden nicht zu denken ist. Ähnlich steht es mit Nizo FA 3 oder eben den Paillard-Bolex P, K und S und anderen mehr. Man muß Ersatzteile zur Hand haben, falls das Lösen des Klebemittels tiefer greift. Reparaturen solcher cluster können teuer werden.

 

Bestand über die Jahre haben Geräte, die man gut pflegen kann. Das Wegwerfzeitalter hat schon in der Belle Epoque angefangen, Super-8 und Single-8 stellen bloß die Endphase der Filmgeräteindustrie dar. Als wir in den 1970ern einen Kassettenrekorder oder in den 1980ern einen Super-8-Projektor kauften, dachte niemand an 2024. Zwei, drei Jahre hat man einem Haushaltapparat gegeben.

 

We gotta install microwave ovens
Custom kitchen deliveries
We gotta move these refrigerators
We gotta move these colour TVs

 

Deshalb rate ich zu solider Ausrüstung als Ergänzung des P. 800. Jeder gut investierte Euro behält seinen Wert. Eine sehr gute Naßklebepresse für Film 8-R(egular) ist die AGFA 8-N. Über Kameras sollte man sich sonst ein Mal unterhalten. Der Filmbetrachter, den du gezeigt hast, kannst du verwenden. Gut säubern.

 

Noch zum Vertonen mit Magnetfilm, dieses Material soll stets die Kopie darstellen. Originalaufnahmen also auf Tonband oder Kassette oder DAT oder was auch immer. Dann Umspielungen auf Mf., den man schneidet und montiert. Geklebt wird im Allgemeinen mit perforiertem weißem Selbstklebeband und nur auf der Rückseite. Der Schnitt erfolgt schräg, die Enden werden möglichst ohne Abstand stumpf aneinandergelegt. Hier eine Aufnahme von mir:

 

Split-Magnetfilm_mit_Splei%C3%9F.JPG

Edited by Film-Mechaniker (see edit history)
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Die Filme (bis 1973 Normal8, dann Super8)  waren immer in den Schränken, der Schwiegergroßvater verstarb 1987. Da seitdem jeder ein wenig rumkruschtelte, war alles ein unkoordiniertes Durcheinander und keiner hatte den Durchblick. Die Super8-Filme sind von geringerem Interesse, da das alles die Reisen der Großeltern betraf. Die älteren Filme konnten mangels Projektor nicht geschaut werden. 

Als ich nun den P800 entdeckte und somit die Möglichkeit, der nächstjüngeren Generation (87 Jahre) ihre Jugendfilme zu zeigen, habe ich mich ans Aufräumen gemacht, weil ich mich ja nun auch geplant mit Kleben etc auseinandersetzen musste und wissen wollte, was es gibt. Dabei kam in dem Tohuwabohu der Rest ans Licht. 

Erfahrungsbericht des Überraschungs-Filmabends, der alle begeisterte, obwohl alles passierte, was erwartbar war: die Alten waren gerührt und den Tränen nah. 3 Filme geschaut. Beim ersten ist nach einem Drittel eine Klebung gerissen. Wie hier vorgeschlagen, wieder eingefädelt und weitergeschaut. Leider ist dann (trotz Ölung) nach 2/3 der Projektor spontan stehengeblieben, die Lampe natürlich nicht. Ich war nicht schnell genug, ein Bild ist weg.

Um den Abend zu retten, habe ich den auch noch entdeckten Bolex M8 geholt, getestet und geölt. Der hat dann den restlichen Filmabends mit zwei weiteren Filmen unaufgeregt geschmissen. 

Jetzt sind wir auf dem Heimweg nach Stuttgart und ich werde mich in der Werkstatt des P800 annehmen. Da der Motor einfach so stoppte, als hätte man den Stecker gezogen, sich aber noch alles von Hand drehen lässt, hoffe ich, dass da vielleicht nur was mit einer Sicherung oder Kohlebürsten oder ähnlich réparables ist. Gab vorher null Anzeichen... 

Ich berichte gerne, falls es weiter von Interesse ist. Auf jeden Fall habt ihr mir bis hierher sehr weitergeholfen und diesen Abend so mit ermöglicht. Danke dafür! Der Ehrgeiz ist geweckt und er wird wieder laufen. 

IMG_20240106_011210.jpg

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vor 2 Stunden schrieb Film-Mechaniker:

Jean-Claude, laß mich noch ein, zwei Hinweise zu Normalacht geben.

 

Bei Projektoren wird vom Lichtwirkungsgrad gesprochen. Je nach Grundanlage der Mechanik wird der Film in kürzerer oder längerer Zeit am Bildfenster vorbeigeschoben. Diese Transportphase wird von einem Flügel der Blende verdeckt, man soll nur stillstehende Einzelbilder sehen. Das Verhältnis der Winkel der Offensektoren zu denen der Blendenflügel ist nun bei der Zweiflügelblende größer als bei Einstellung auf drei Flügel. Der Unterschied beträgt ungefähr 10 Prozent. 24 B./s ist heller als 18 B./s.

 

Die P 4 ist eine sehr gute Kamera. Obwohl ich Federwerkgeräte bearbeite, scheue ich vor den mit Zoomoptik und Reflexsucher integrierten Kameras zurück. Ich kenne ihr Inneres, habe eine ähnliche K 1 im Fundus, zerlegt als Studienobjekt. Gerade dieser Tage mußte ich eine Entscheidung treffen, die damit zusammenhängt. In eine rein mechanische 16-mm-Kamera hat jemand Elektronik eingebaut und dabei sowohl optische wie die elektronischen Teile mit Hartlack so eingeklebt, daß an ein Herankommen an die Optik ohne Schäden nicht zu denken ist. Ähnlich steht es mit Nizo FA 3 oder eben den Paillard-Bolex P, K und S und anderen mehr. Man muß Ersatzteile zur Hand haben, falls das Lösen des Klebemittels tiefer greift. Reparaturen solcher cluster können teuer werden.

 

Bestand über die Jahre haben Geräte, die man gut pflegen kann. Das Wegwerfzeitalter hat schon in der Belle Epoque angefangen, Super-8 und Single-8 stellen bloß die Endphase der Filmgeräteindustrie dar. Als wir in den 1970ern einen Kassettenrekorder oder in den 1980ern einen Super-8-Projektor kauften, dachte niemand an 2024. Zwei, drei Jahre hat man einem Haushaltapparat gegeben.

 

We gotta install microwave ovens
Custom kitchen deliveries
We gotta move these refrigerators
We gotta move these colour TVs

 

Deshalb rate ich zu solider Ausrüstung als Ergänzung des P. 800. Jeder gut investierte Euro behält seinen Wert. Eine sehr gute Naßklebepresse für Film 8-R(egular) ist die AGFA 8-N. Über Kameras sollte man sich sonst ein Mal unterhalten. Der Filmbetrachter, den du gezeigt hast, kannst du verwenden. Gut säubern.

 

Noch zum Vertonen mit Magnetfilm, dieses Material soll stets die Kopie darstellen. Originalaufnahmen also auf Tonband oder Kassette oder DAT oder was auch immer. Dann Umspielungen auf Mf., den man schneidet und montiert. Geklebt wird im Allgemeinen mit perforiertem weißem Selbstklebeband und nur auf der Rückseite. Der Schnitt erfolgt schräg, die Enden werden möglichst ohne Abstand stumpf aneinandergelegt. Hier eine Aufnahme von mir:

 

Split-Magnetfilm_mit_Splei%C3%9F.JPG

Hallo Simon, 

 

vielen Dank für die tollen Informationen. Das mit den Blenden wußte ich vorher auch nicht, hatte gestern aber hier im selben Forum dieses schöne Video zu der Blende geschaut, wo auch erklärt ist, warum man da 3x das selbe Bild zeigt etc. 

 

Zu Tonfilm hast Du oben geschrieben, daß das Original immer auf Tonband etc. ist, nicht auf Magnetfilm. Diesen Hintergrund verstehe ich jetzt noch nicht. Der Schwiegergroßvater hat immer irgendwelche Filme mit dokumentatorischem Anspruch gemacht. Wenn es R8-Filme waren, gab es immer diese Magnetfilmspule, die hatte aber keine Schnitte. Da hat er dann (vermutlich vom Plattenspieler) Musik hinterlegt und dann immer Mikro dazugemischt.

 

Ansonsten gibt es auch noch ein Tonbandgerät und unbeschriftete Tonbandspulen, die habe ich aber noch nicht angehört, was da wohl drauf ist... Wie wäre Dein Vorgehen, von dem Tonband auf Magnetfilmband zu überspielen und dann zu schneiden?

 

Ich gehe jetzt mal in den Keller zum Patienten... 😶

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Am 5.1.2024 um 07:01 schrieb Film-Mechaniker:

Kein Denkfehler, Magnetfilm ist tatsächlich stärker als Magnettonband. Ein Studioband mit Polyesterunterlage kann aber durchaus verwendet werden. Schnitt auf Breite 16, dann Perforatur 2 × 8 und zuletzt spalten.

 

Die Werkzeuge stumpfen schneller ab, weil der Hauptbestandteil der Magnetschicht ein Gestein ist. Metalloxide spricht man gemeinhin als Mineralien an: Eisenoxid (Rost), Chromdioxid, usw. Dafür kann man bei Tageslicht arbeiten.

 

Eine Variante, an der ich schon einige Zeit herumdenke, beruhte darauf, 16-mm-Magnetfilm auf 8 mm Breite zu teilen. Der Tonteil des P. 800 würde mit einer Zahntrommel doppelten Umfanges versehen werden, damit der Magnetfilm gleich schnell bewegt wird wie 16er. So hätte man guten Ton und die Voraussetzung für (ein) 16-mm-Tonnegativ(e). Sollte einem ein toller 8-mm-Film gelingen, könnte man diesen auf 16 mm vergrößern.

Die Idee funktioniert 😉 : http://www.olafs-16mm-kino.de/8-16_split_und_perfo8.htm

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Wahrscheinlich wurden eingesprochene Textpassagen vorher auf Tonband aufgenommen und dann später passgenau zum laufenden Bild auf den Magnetfilm aufgenommen.

Das stresst den Film nicht, vermeidet ein Projektorgeräusch während der Aufnahme und erlaubt ein einfacheres Anlegen.

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