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Geschrieben

Es geht mir bei diesem Thema -nach langer Foren-Abstinenz- um ein lange gehegtes Projekt, nämlich darum, von den klassischen Lichtquellen irgendwie wegzukommen.

 

Ich habe zwei Projektoren Bauer Selecton II w. Einer ist im Originalzustand mit Halogenbrenner 500W; dieser soll als Vergleichsgerät auch so unverändert bleiben. Mein zweites, jüngst erworbenes Gerät wurde jedoch von einem "ambitionierten Bastler" vormals leider unsachgemäß umgebaut- mit mäßigem Erfolg. Darin fand sich nämlich ein Diaprojektoren-Leuchtmittel Halogen, was sowohl von den geometrischen Daten als auch vom Strahlengang her sich absolut nicht eignet. Diese zweite Maschine ist daher nicht mehr sinnvoll einsetzbar und soll zurückgebaut bzw. zukünftig als Versuchskaninchen für andere Leuchtmittel verwendet werden.

Einige Recherche läßt mich derzeit allerdings am Sinn bzw. an der Machbarkeit eines Umbaus auf LED zweifeln; das Thema scheint hier im Forum ja auch nicht sonderlich beliebt bzw. abgehakt zu sein.

 

Die Problematik mit mangelhaftem Ra bei High-Power-LEDs ist mir bewußt; umgenutzte Automobil-Scheinwerfer scheiden also sicherlich aus.

 

Ich würde einen LED-Umbau dennoch gerne einmal versuchen wollen, zumal eine Modifikation mit powerball-Metalldampf-Lampen auch nicht ohne weiteres machbar scheint:

 

Frage 1:

Gibt es zum Umbau eines Selecton II w  auf LED hier überhaupt irgendwelche positiven praktischen Erfahrungen?

Nach meinen Recherchen besteht das Problem, die Randstrahlen der LED durch einen geeigneten Kollimator/Kondensor so einzufangen, dass ein maximaler Wirkungsgrad gewährleistet wird.

Vielfach ist mir die Meinung begegnet, dass COB-Cluster-Leds (also mehrere Leds auf einem Alu-Träger) zu verwerfen sind und man lieber eine einzelne Hochleistungs-Led (Punktlichtquelle!) verwenden sollte, da kein sauberes Binning hinsichtlich Lichtfarbe bei diesen Clustern zu erwarten ist.

 

Frage 2:

Schaut man sich die Original-Halogenlampe des Selecton mit ihrem flächigen Gitterbrenner an, so könnte man eher das Gegenteil annehmen, nämlich dass bei der gegebenen Kondensoroptik des Selecton-Projektors auch eine flächige Anordnung funktionieren kann. Macht eine einzelne Highpower-LED bei der originalen Kondensoroptik des S II w dann überhaupt Sinn, wenn man einen umfangreichen Umbau der originalen Bauer-Kondesoroptik vermeiden möchte?

 

Ich würde mich freuen, hierzu Eure (möglichst vielfältigen, aber auch kritischen) Meinungen zu hören! Ich möchte dieses Thema etwas breiter anlegen und vor allem mit Euch kontinuierlich erörtern!!

Die Technik bleibt ja nicht stehen und es wäre doch schade, wenn wir Schmalfilm-Enthusiasten davon nicht irgendwie mit sinnvoll modifizierten Projektionsgeräten und eventuell sogar nachbausicheren Lösungen profitieren könnten!!!

 

Bitte den thread nicht zerschießen - es soll hier definitiv nur um die Leuchtmittel gehen und um nichts anderes!!!

 

Martin  

Geschrieben

Sind die Lichtwurflampen nicht eher ein schlechter Kompromiss gewesen, weil man punktförmige Glühlampen mit dieser Leistung (noch) nicht herstellen konnte?

Meine Erfahrung: Umbau auf "punktförmige" Halogenlampen, anstatt der alten Lichtwurflampen führt dazu, dass deutlich mehr Licht vorne rauskommt, bei entsprechender Justage.

Da dürften wir auch beim Problem sein: punktförmige Lichtquellen sind gefragt. flächige lassen sich nicht ohne größere Verluste aufs Bildfenster fokussieren. Mit einer LED oder einem LED-Modu wird der Kompromiss noch schlechter. Einen Selecton, wenn Du ihn schon umbuen willst, dann richtig: 500W Xenon. Aus Fernost. Gibts relativ günstig. Auch Zündgeräte. Halogen 400W 36V ist auch gut.

  • Thumsbup 2
Geschrieben

Hi!

 

Es gibt erfolgreiche Umbauten auf LED, auch wenn das hier immer bezweifelt wird: 

https://wiki.filmlabs.org/projects/wandering-16mmprojection/start

https://github.com/z-l-p/film-projector-retrofit/tree/main

https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/laborberlin16mmprojector/start

(Vermutlich kommt gleich wieder ein „aber da kommt ja ein Großteil des Lichts gar nicht beim Film an“…)

  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)

Die Jungs von LaborBerlin gehen da aber mit Mitteln und Wegen dran, die professionell anmuten und wohl auch sind. Eine DIY-geschichte ist das definitiv nicht. 

 

Gehen tut das mit entsprechender Technik alles. Aber welcher "Heimanwender" zerlegt seinen Projektor bis aufs Laufwerk. 

 

Was ich sehr schade finde, ist, dass die Jungs ihr Projekt hier nicht vorgestellt haben, denn mitlesen tun sie ja 😉 

Bearbeitet von TK-Chris (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb TK-Chris:

Die Jungs von LaborBerlin gehen da aber mit Mitteln und Wegen dran, die professionell anmuten und wohl auch sind.


Das nehmen sie sicher als großes Lob 😁

 

Zur Vorstellung: gerade erst diese Woche ausführlich passiert:

 

Geschrieben

Geht aber ziemlich unter. Da wäre ein neuer Thread sicher besser gewesen als hinten als Anhängsel bei einem Veranstaltungstipp 🙂 Mal sehen ob man das nicht absplitten kann. Verdient hätten sies auf jeden Fall.

 

Für mich ist das Profiarbeit, definitiv. Da kennt sich jemand aus, bzw. steckt sehr viel Recherche und Know-how in die Sache. Erinnert mich an eine Aktion die wir mal hatten, als man unbedingt den Look alter Filme haben wollte. Der letzte neg/pos prozess auf 16mm für einen Tatort. 90min. 16mm im Positiv für die Abtastung, des looks wegen, Herrlich. zwei Tage später, dann "Stecker raus" nicht herrlich ;( 

  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb filma:

Zur Vorstellung: gerade erst diese Woche ausführlich passiert:

Mich würden noch Vergleichsmessungen der Beleuchtungsstärke auf der Leinwand in Bezug auf die Leistung der LED und im Vergleich zur konventionellen Beleuchtung interessieren (natürlich bei gleicher Projektionsgröße). Oder habe ich das übersehen?

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