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Das ist zu komplex, um es hier vernünftig zu beantworten. Lade Dir (legal und gratis) das Kapitel 10 des Buches The Permanence and Care of Color Photographs: Traditional and Digital Color Prints, Color Negatives, Slides, and Motion Picturesherunter: http://www.wilhelm-research.com/book_toc.html Da erfährst Du alles über kinofilmbezogene Farb/Lagerungsprobleme.
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Sah heute auf eBay dieses Portable-Pärchen: http://cgi.ebay.com/Film-Projector-for-35mm-films-SKS500H-Konvas_W0QQitemZ290008503935QQihZ019QQcategoryZ4691QQrdZ1QQcmdZViewItem und dachte zuerst an einen der üblichen TK-35-Klone - aber die Filmführung ist doch eine ganz andere. Kennt jemand hier diese Maschine und kann etwas darüber sagen?
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laserhotline schrieb: Da muß ich an das folgende englische Sprichwortt denken: "If you assume, you will make an ass (Esel) out of U and me . Der Digital Colorist erscheint auch bei auf Filmmaterial gedrehten Produktionen, sofern Teile des Films digital bearbeitet wurden oder die ganze Produktion durch ein digitales Intermediat endgefertigt wurde. Mit dem Aufnahmeverfahren hat das aber auch gar nichts zu tun. "Das Halbwissen ist siegreicher, als das Ganzwissen: es kennt die Dinge einfacher, als sie sind, und macht daher seine Meinung fasslicher und überzeugender." (Friedrich Nietzsche; Menschliches, Allzumenschliches)
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SUPERMAN RETURNS, MIAMI VICE, CLICK ... alles digitale drehs
magentacine antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
Die Argumentationen der Kameraleute und ggf Regisseure sind erbärmlich widersprüchlich. Einerseits ist ja selbst das winzige Super-35-Filmformat angeblich so gut, daß man davon Breitfilm-Kopien und IMAX-DMR Riesenbilder erstellen kann. Andererseits behauptet man, 35mm sei nicht gut genug, für 65mm ist kein Geld oder keine Bearbeitungsmöglichkeit da, und darum muß man zur Digitalaufnahme greifen? Das ist alles Unfug. Ein australisches Kopierwerk wie AtLab stellt sich für eine Großproduktion wie Superman jederzeit eine Entwicklung auf 65mm um und leiht oder kauft sich ein Printerpanel für 65-siebzig-Kontaktkopierung. Es gibt kein Hindernis, wenn man etwas wirklich will und für die Quakität zu zahlen bereit ist. David Lean hat bei LAWRENCE OF ARABIA auch nicht alle paar Stunden Muster geguckt, dafür gibt es Videoausspiegelung (zur inhaltlichen Kontrolle) und kompetente Kopierwerksleute, die mit dem kameramann kommunizieren. Wahrscheinlicher ist es, daß irgendein Firlefanz (Steadican, Remotekopf o.ä.) ein wenig unbequemer zu handhaben gewesen wäre, und da schreien die heutigen Memmen von Regisseuren gleich Aua und bleiben lieber bei dem, was sie kennen. Ein perfider rhetorischer Angriff, um die Leut dummzumache, wie man in Hessen sagt. Wes Equipment ich billiger bekomme, des Loblied sing ich...das ist die Devise. TomCats Hinweis mit der Breitfilmrennaissance auf Aufnahmeseite in Kombination mit 4K im Kino klingt rein technisch überzeugend - aber ich sehe eher ein weiteres Degradieren der Bildqualität voraus. Unfaßbar, was das Publikum sich bieten läßt, allein beim Kauf meines neuen Fernsehers konnte ich nicht begreifen, wie Kunden und Verkäufer seelenruhig zu so miserabler Technik greifen - ich sage nur Flatscreen. Und anläßlich der WM an jeder Straßenecke verzerrte 1:9-Displays, der Fußball ist ein Football-Ei, die Spieler sehen aus wie Witzfiguren - es merkt keiner mehr. Farben wie vom Abziehbild, schwammige Bildschärfe, seitliches Ruckeln à la vorsintflutliche NTSC-PAL_Normwandlung - soviel zum Thema visuelle Kultur... :roll: Interessant auch der SPIEGEL-Bericht Flache Fernseher - schwache Bilder in Heft 24...nicht technisch, sondern daß es überhaupt thematisiert wird. -
SCARY MOVIE 4 - Kopienqualität?
magentacine antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Nach dem heute vierten Polizei-Masseneinsatz vor meinem Fenster, der dritten wegen Polizeieinsatz umgeleiteten Routenänderung öffentlicher Verkehrsmittel an einem Tag und einer permanenten Grölkulisse durch die Fußballfreunde von der Insel wächst in der tat die Zahl der Leute, die mich gern haben können... ...naja, ASTERIX BEI DEN BRITEN hätte mir eine Warnung sein sollen! :) Hätte ich wenigstens eine MCS-Kamera und ausreichend Material, dann könnte ich die Völkerschlacht wenigstens mitdrehen! :D -
SCARY MOVIE 4 - Kopienqualität?
magentacine antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Von SCARY MOVIE IV zu FLYING CLIPPER - liebe Kollegen, auf Euch ist wirklich Verlaß! ;) filmempire: Die Negativentwicklung für MCS erfolgte ursprünglich in verschiedenen französischen Labors, die unter dem Sammelnamen LABORATOIRES FRANCAIS (nicht Franais, das ist ein anderes...) firmierten. So steht es zumindest in dem Werbefaltblatt der MCS (mit beigefügtem, heute rotstichigen Breitfilmschnipsel) aus den frühen Sechzigern. Allerdings spricht einiges dafür, daß für spätere MCS- bzw. dreidimensionale Filme (Hifi-Stereo Siebzig) auch bei Fotofilm Madrid Entwicklung und Kopierung liefen. Daß bei MCS-Filmen Mitchell-kameras eingesetzt wurden, ist für mich neu. Heinz Hölscher, der die Luftaufnahmen besorgte, verwendete jedenfalls die kleinere ungeblimbte MCS-Kamera. Der Aufbau ist sehr schön auf einem Titelblatt von DER DEUTSCHE KAMERAMANN zu sehen, ich glaube über Malta. Eine genauere Beschreibung der Kamera findet sich in einem französischen Buch über Filmkameras, dessen Titel mir leider nicht einfällt. Es ist aber eindeutig erkennbar, daß weder die kleine noch die Studiokamera von MCS in Greiferwerk und Filmführung irgendeine Ähnlichkeit mit Mitchell-Geräten haben. Zur Qualitätsdiskussion bezüglich einzelner Kameratypen: Bei aller Liebe zur Arriflex-Handkamera und dem Respekt vor ihren genialen Konstrukteuren muß gesagt werden, daß ein wirklich erstklassiger Bildstand bei diesem Modell eher die Ausnahme als die Regel ist. Die oft zitierte Pseudo-Sperrgreiferwirkung des Einzelgreifers ist nicht übermäßig wirksam - die Crux liegt in der extrem kurzen Filmbahn. Der vergleich ist aber unfair, denn die Arriflex konnte überall hin, wo man eine schwere Mitchell- oder (in Deutschland der Standard in der Spielfilmproduktion) Debrie Superparvo nie einsetzen konnte. Wenn man sich Filme wie SUPERMARKT von Roland Klick anschaut, merkt man auch, welche Ästhetik sich aus dieser speziellen handkamera entwickeln ließ - ganz im Gegensatz zu den Dogma-Zitterern und DV-Deliranten von heute. Kameras ohne Sperrgreifer, die über eine längere Filmbahn verfügen, haben einen weitaus besseren Bildstand als die Arriflex, etwa die Eclair Caméflex und die russische Konvas. Ich bin mir sicher, daß diese feinen Unterschiede erst wieder sichtbar werden, wenn man irgendwann auf Originalnegative zurückgeht, um Filme neu abzutasten bzw. zu digitalisieren - bis dahin hat die Kamera wesentlich weniger Einfluß auf die im Kino sichtbare Bildqualität als Objektive, Filterung, optimale Arbeitsblende und die Berufsauffassung des Kameramanns. Die selbsternannten Stilisten von heute würden leider auch mit einer Breitfilmkamera von 1959 nur flache, uninteressante und fehlbelichtete Bilder produzieren... -
zwei kleine fragen seien gestattet,
magentacine antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Über die Wortwahl kann man sicher streiten, als Kinobesucher muß ich das bejahen. Es gibt sicher eine ganze Reihe von Gründen, die dazu geführt haben, daß die meisten 35-mm-Vorführkopien eher auf 16-mm-Niveau - oder deutlich unterhalb - herumdümpeln. 1. Nur am Preis orientierte Massenkopierung inert immer kürzer werdender Zeitfenster der weltweit synchronisierten Auswertung - die Qualität bleibt bereits bei der Herstellung der Duplikatnegative für den internationalen Markt auf der Strecke, weil für die korrekte Kopierung keine Zeit mehr ist. Ergebnis: Was aufnahme/postproduktionsseitig gut ausgesehen haben mag und auch in wenigen EK-Prints in ausgewählten Premierenkinos überzeugt, landet im Multiplex um die Ecke als Bildermatsch. 2. Die gewünschte "kreative Flexibilität" in der Postproduktion hat u.a. dazu geführt, daß inakzeptables Material, das früher auf dem Boden des Schneideraums gelandet wäre, zur Verwendung kommt. Man dreht hier und schraubt da, irgendwie "geht's schon durch". 3. Aufnahmeseitig haben Regisseure und Produzenten jede Scham vor noch so minderwertigen Bildern verloren, das Publikum erwartet vom Kinoerlebnis nichts mehr, was es auf einem Flachbildschirm nicht auch zu sehen gewohnt ist. Die Anwendung digitaler Effekte und Postproduktion hat die Verbreitung geringerwertiger Aufnahmeformate wie S-35 begünstigt, die Bilderzeugung/bearbeitung in geringer Auflösung (1.3 bzw. 2K) erfordert natürlich auch einen leicht degradierten fotografischen Stil, damit die Effekte nicht herausstechen. Es gibt kein professionelles Gewissen mehr, wenn man Filme in der technischen Qualität wie etwa SIEBEN ZWERGE einem zahlenden Publikum vorsetzt. Ich erinnere an den Kameramann, der meinte, vorher vernichtete "Schärfe reindrehen" zu können... Die geistig frühvergreisten deutschen DV-Wackelregisseure geben ihre Unfähigkeit zur visuellen Gestaltung als Stil aus und verarschend as Publikum, solange etwas sich bewegt, wird es gnadenlos geFAZt. 4. Auch die Kinobranche interessiert sich im Großen und Ganzen nicht mehr für die technische Qualität. Tonseitig - vielleicht. Was das Bild angeht - Fehlanzeige. Der brutale Marktdruck verhindert, daß Verleihern ihr perforierter Sondermüll um die Ohren gehauen wird, jeder sitzt in seinen "Sachzwängen" gefangen und muß die Galeere mitrudern. Auffällig und verräterisch, wie oft geäußert wird, der Zuschauer sehe den Unterschied nicht. Eine Branche, die keinen höheren qualitativen Anspruch hat als ihr Durchschnittskunde, ist zum Untergang verdammt. 5. Die McDonaldisierung der Filmtheaters, und die visuelle Gleichschaltung der Filmbilder und -stile aus fast allen Nationen bedeutet eine ungeheure kulturelle Verarmung. Das ist indirekt durchaus ein technisches Thema, denn die Werkzeuge und ihre Verwendung wirken auf die immer gleichförmiger werdenden Inhalte zurück. 6. Die Fähigkeit, Unterschiede wahrzunehmen, ist bei Publikum, Kritik und auch den Kinomachern weitgehend verlorengegangen. Das sieht man sehr schön am Beispiel SIN CITY, von dem jedermann fleißig nachplapperte, wie sehr der visuelle Stil doch Filmen aus der "Schwarzen Serie" der 1940er/1950er Jahre ähnele. Völlig Quatsch - es gibt keinen "film noir", der die (gewollt) holzschnittartige recht-schwarz-links-weiß-Ästhetik von SIN CITY hat (die praktischerweise auch die Kontrastprobleme der HD-Videoaufnahme verbarg). Angebliche Restaurierungen und Neukopierungen sind häufig um Längen schlechter als ältere Kopien - aber niemand spricht es an, weil die den Mund halten, die davon leben und natürlich ihre Kunden nicht vergrätzen möchten (was ich gut verstehen kann). Neukopien von BEN HUR oder DER UNSICHTBARE DRITTE sind z.T. eine Beleidigung für den Ruf dieser Filme; angebliche Restaurierungen wie LES PARAPLUIES DE CHERBOURG sehen körnig und matschig aus, und digital geputzte Stummfilmklassiker werden groß angekündigt und dann wegen faslscher Ausbelichtung "nachgebessert", ohne daß sie die Schärfe einer konventionellen Kopierung erreichen. Eine Summe von Ärgernissen, bei der man eigentlich verstehen kann, warum "Traditionalisten" ziemlich sauer sind, wenn ihnen tagtäglich das Lied von den digitalen Segnungen gesungen wird, die sich leider fast nie in einem verbesserten Endprodukt für den Kinobesucher niederschlagen. -
The Da Vinci Code - Sakrileg
magentacine antwortete auf Kleines Arschloch's Thema in Allgemeines Board
Deine Aufmerksamkeitsspanne ist - wie bei vielen jungen Menschen - durch Überdosierung flackernder Bilder arg geschrumpft! Wenn US-Kameraassistenten und Operators klar aussprechen, warum viele Gigazillionen-Dollar-Blockbuster handwerklich nicht "stimmen", finde ich das interessant (Hervorhebungen von mir): Brad Grimmett: Davis Mullen, ASC: Der Thread läuft weiter, man sollte sich bei Forenthreads nicht davon abhalten lassen, wenn ein paar unsubstantielle Äußerungen à la "Mir hat's gefallen" oder ein bißchen Techno-Babble dazwischen auftritt. Das ist ja hier manchmal ähnlich, nicht wahr? :wink: -
...möchte jemand in eigene Breitfilmproduktion einsteigen? Dann wäre hier die passende Kamera dafür zu haben: http://cgi.ebay.com/MITCHELL-FC2-70MM-MOTION-PICTURE-MOVIE-CAMERA_W0QQitemZ7622848050QQcategoryZ4691QQrdZ1QQcmdZViewItem Ist natürlich 65mm, nicht 70mm, wie der Verkäufer schreibt. Die weiße Lackierung weist die Kamera als ehemaliges US-Militärgerät aus. Vielleicht besser einen Geigerzähler dazu erwerben... :)
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The Da Vinci Code - Sakrileg
magentacine antwortete auf Kleines Arschloch's Thema in Allgemeines Board
Es wurde hier bezüglich DA VINCI CODE schon angemerkt, daß bereits aufnahmeseitig einiges im Argen lag, die schlechte Duplizierung setzt dem dann noch eins drauf. Eine interessante Diskussion über die aufnahmeseitigen Schlampereien bei einem US-Blockbuster findet sich auf www.cinematography.com, es geht dabei um MISSION: IMPOSSIBLE III - wer sich für's Handwerkliche interessiert: http://www.cinematography.com/forum2004/index.php?showtopic=13945 -
Vorausgeschickt, daß ich DAS LEBEN DER ANDEREN für einen herovorragenden Film halte, dem man die lange Vorbereitungszeit positiv anmerkt: Ich wüßte doch gerne, ob das oft etwas weiche und körnige Bild, welches mir bei zwei Sichtungen in verschiedenen Kinos auffiel, im Dup-/Serienkopierprozeß entstanden ist - Buena Vista ist ja für technische Acht- und Lieblosigkeit hinreichend bekannt - oder ob es Teil des visuellen Konzepts darstellen soll. Vom selben Regisseur gibt es den Kurzfilm DER TEMPLER, ebenfalls anamorphotisch und mit Hawk-Anamorphot-Optiken gedreht, der aber um Längen schärfer und plastischer wirkt. Kameramann war ebenfalls Hagen Bodganski. Ich denke, daß der Erfolg viel damit zu tun hat, daß es ein gut gestalteter, hervorragend gespielter und zeitlos interessanter Film ist, jenseits des Medienhypes.
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Soweit ich mich erinnere, gab es eine Ausgabe der Trickzeitschrift CINEFEX zu INNERSPACE/REISE INS ICH mit sehr ähnlichen Effekten, das kannst Du sicher recherchieren unter http://www.cinefex.com und Firmen, die hierzulande so etwas machen, findet Du über dieses Forum: http://www.vfx-forum.de/
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Nils schrieb: Wenn ich mich recht erinnere, war das Ding zwar auf Film (Super-16?) gedreht, wurde dann aber videomäßig in geringer Auflösung bearbeitet und geFAZt, was zu der - oft beschriebenen - miserablen Bildqualität führte. Nur der Vollständigkeit halber...ansonsten finde ich Eure Diskussion sehr anregend.
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Der spezielle Klangcharakter bei KRIEG UND FRIEDEN hat weniger mit der Magnettontechnik zu tun als mit der Abmischung der deutschen Synchronfassung. Ich meine, daß ein perfekt gemischter Film wie z.B. RYANS TOCHTER (beim letzten Festival zu sehen) an Wirkung kein bißchen schwächer ist als heutige Tonformate/mischungen. Die etwas trockenere, heute vielleicht schon steril wirkende DEFA-Abmischung war auch bei BEFREIUNG deutlich zu bemerken, ebenso bei der DEFA-Produktion GOYA.
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Ich habe zwar dort nichts gekauft, erinnere mich aber, daß in den letzten Monaten im Film-Tech.com-Forum Vergleiche zwischen den noch lieferbaren Kohlearten angestellt wurden, darunter auch von indischen Herstellern. Eine Suche mit den Stichworten "carbons" oder "carbon rods" könnte Dich sicher zu dieser Diskussion bringen. Grüße mc
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Das BUENE VISTA Logo gewinnt sowieso jeden Versager-Wettbewerb, da es nicht nur wackelt, sondern auch grundsätzlich unscharf ist. Aber Denken ist ja bei Majors ohnehin nicht besonders ausgeprägt, wie wäre man sonst auf das neuere UIP-Logo gekommen, das zwar ganz schick und stylish daherkommt, aber mit seinen großen Weißflächen leider auch eine "Sauberkeitsteststrecke" für den BWR darstellt. Immerhin sieht man daran oft schon, wie falsch die Bildausleuchtung eingestellt ist, also doch wieder ein Pluspunkt... :lol:
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@MaxBiela: Ja, MARVIN sah projektionstechnisch wirklich gut aus, wollte nur für diejenigen klarstellen, die die Installation nicht kennen, daß weniger die 70-mm-Wirkung, sondern der hervorragende räumliche Effekt die Attraktion war. Die Bildstandunruhe fiel übrigens nur beim Betrachten ohne Polbrille auf, kleine Schwankungen gleicht das Gehirn bei der Fusion der Teilbilder glücklicherweise aus. Das war übrigens schon bei den 1980er-WAs von GEFAHR AUS DEM WELTALL im Anaglyphenformat Rot/Grün zu bemerken, auch da schwankten die Teilbilder bildstandmäßig gegeneinander.
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Ich erinnere mich, MARVIN kurz nach der Eröffnung gesehen zu haben. Beeindruckend war die Bildhelligkeit, da durch das 70-mm-Format und die doppelte Lichtleistung die Verluste durch Polbrillen/filter wettgemacht wurde. Allerdings war ein (für 3D) relativ auffälliges Arbeiten der Teilbilder gegeneinander zu beobachten, und der computeranimierte Film war nicht in Large-format-Auflösung gerendert, wenn auch besser als die meist mulmig-matschigen 35-mm-Kopien neuerer CGI-Animationsfilme. Nach meiner (sehr subjektiven) Erinnerung bildmäßig vergleichbar mit THE INCREDIBLES. Stereoskopisch sehr beeindruckend, und trotz CGI waren die klassischen Warner-Figuren wesentlich liebevoller animiert als etwa in SPACE JAM. Ansonsten sah ich in Bottrop lauter miese Beamer-Projektionen, teilweise mit eingebrannten Schriften. Tiefpunkt waren - bei meinem Besuch - das "Looney Tunes"-Videokino und der "Batman Ride".
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Richtig bemerkt: Die korrekte Bezeichnung lautet BAUER P8 T400, also das P8-Modell mit der HTI-Entladungslampe und Zündgerät im Sockel. Du hast ganz recht, mit "T" begannen bei Bauer die 8-mm-Geräte. :oops:
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Nachtrag: Die einzige wartungsarme, nur vom Aufsichtspersonal zu bedienende Filmprojektion, die ich aus der Praxis kenne, bestand aus 2x Bauer T400, die mit dem gleichen Film bestückt waren. Schaltfolie am Filmende setzte den Projektor 1 auf Rücklauf, Projektor 2 wurde gestartet. Für Lampen- und Laufwerkssteuerung wurde allerdings eine eigene Schaltung angefertigt. Aber wie gesagt - nur 16mm. Wenn man sowas findet kann, wäre für 35mm auch ein Studioprojektor mit optischen Ausgleich (MWA oder Sondor) denkbar, da fällt die Problematik mit dem Rücklauf weg. Und wer jetzt "Bauer 5R" erwähnt, muß die Installation auch bauen und warten! :D
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Hatte ich auch mal - es half deutlich, die Spule um 18o Grad zu drehen! Kein Witz!
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1. Kopien müssen auf Polyesterfilm sein (ja, es gibt noch Acetat - bei s/w und 16mm...) 2. Projektorkopf von Fachmann (= alter Hase) auf Herz & Nieren mechanisch optimieren und mit Rißschaltern an Schleifen versehen lassen. Normaler Fühler à la Tellerbetrieb reicht nicht, da es zu verhindern gilt, daß in irgendeiner Betriebssituation die Schleifen weggezogen werden und die Perforation beschädigt/zerstört wird. 3. Keine unterdimensionierten Bastellösungen mit TK35, KN17 und Konsorten - hier ist eine robuste Lösung mit klarem Filmlauf vorzuziehen. 4. Umlenkrollen sind bei 80m Filmlänge die beste Lösung - müssen aber kugelgelagert sein, damit der Filmzug nicht zu stark ansteigt und Film an Vorwickler dehnt oder wegzieht. 5. Schutzbeschichtung (wohl nur noch im Ausland verfügbar, da das Verleihgezücht hierzulande die letzten Anbieter mehr oder weniger hat eingehen lassen), z.B. 3M PhotoGuard bzw. ImageGuard. 6. Schleifengeräte sind bei 35mm für Langzeiteinsatz ungeeignet. 7. Trockenklebestellen regelmäßig erneuern, angesammelten Schmutz im Umfeld beseitiogen. Optimal: Ultraschall-Schweißstellen, sofern Gerät verfügbar. Alternativ: Naßreiniger (siehe www.film-tech.com) mit FilmGuard (ebd.), das verhindert Aufladung, hält den Film sauber und macht kleine Blankschrammen unsichtbar (füllt auf). Falls kein Naßreiniger verfügbar, Film alle 2 Tage von Hand reinigen. Das alles kostet Geld. Wenn von seiten des Künstlers bzw. des Ausstellungsortes rumgewinselt wird, ganz klar sagen, daß eine "gebastelte" Installation, am Ende noch ohne Aufsichtspersonal und regelmäßige Wartung, zum Scheitern verurteilt ist (sprich: Stillstand). Habe dieses Spiel schon öfter mitgemacht und lehne derartige Jobs immer ab, wenn einem nicht freie Hand bei der technischen Lösung gegeben wird - alles andere ist nur Kindergarten... ;)
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showmanship schrieb Irgendwo ist natürlich nicht akzeptabel - aber wenn Du ältere Kopien hast, die entweder gar kein Startband oder ein verkürztes haben, oder aber wenn Du Opfer von "Polyesterschlampen" geworden bist, die mit dem Hackbeil entkoppeln und Startbänder für die Deko verwenden --- -- ja dann ist die einzige Chance für saubere Überblendung, "normwidrig" einzulegen. Solange Du a) den Abstand Achtungszeichen-Bildende und b) die Hochlaufzeit Deines Projektors kennst, ist dagegen nichts einzuwenden. Es sei denn, der TL gewährt Dir eine kopierwerksfrische Dose mit schönen Norm-Startbändern, die Du dann entweder wieder abtrennen oder dem Verleih schenken mußt. :wink: Auch fehlendes Überblendzeichen ist keine Entschuldigung für versaute Rollenwechsel, denn ein bißchen Rhythmusgefühl und die Fähigkeit, bis 7 oder 8 zählen zu können, setze ich mal voraus. Lustig fand ich immer wieder, welchen höllischen Respekt manche Vorführer vor dem Überblendbetrieb haben, es ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber keine Geheimwissenschaft. Habe es schon erlebt, daß panische Vorführer für eine einmalige Pressevorführung (in einem Einzelhaus und vormittags!) lieber alles koppelten und wieder zerlegten, als bei einem vieraktigen Film dreimal zu überblenden... :lol:
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Ein schwieriges Thema! Es gibt da einige Standardtypen, am häufigsten ist der Herr um die 50, alleinstehend und häufig mit seit den 1970ern nicht modifizierten Koteletten/Backenbartkombinationen. Keine Frau rümpft die Nase und sagt: "Das ziehst Du nicht mehr an." Aus mangelnder Hygiene und jahrelanger Fehlernährung, oft sicher auch Zahn-/Magenproblemen entsteht ein pestilenzartiger Gestank, der dem Betreffenden selbst nicht auffällt, der aber mindestens vier bis fünf Reihen zu überbrücken vermag. Glücklicherweise habe ich solche Kandidaten immer in schwächer besuchten Vorstellungen erlebt, sie schätzen eher Nachmittagsvorstellungen und meiden die Masse. Auf die Frage, wie man sowas anspricht, habe ich leider auch keine Antwort. :oops: Vielleicht fürsorglich Lufterfrischer-Spray um ihn herum vernebeln? Ich weiß es nicht...
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Empfehle dieses Buch (antiquarisch oder bei eBay zu haben) Handbuch für den Filmvorführer Günter von Hochmeister Hrsg.: München, Wirtschaftsverband der Filmtheater, 1991, 3. Aufl. und weitere Empfehlungen findest Du in diesem Thread: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=344&sid=3b3ce81129086b203cb932681a2546a0