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Jürgen Lossau

Letzter Versuch

25 Beiträge in diesem Thema

Der Schmalfilm wird keinen Massenmarkt mehr erobern. Diese Tatsache existiert spätestens seit der Markteinführung der VHS-Kassette. Und seitdem schnurrt meine Filmkamera trotzdem weiter... 

 

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Es geht ja hier nicht um einen Massenmarkt, sondern um die Frage, ob sich Kodak mit diesen Produkten und den anderen Tätigkeitsfeldern überhaupt am Markt behaupten kann. Wenn Kodak mit seinen Schmalfilmprodukten verschwindet, ist der noch vorhandene Markt zu 95 Prozent tot.

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Ich denke, dass ist in irgendeiner Form kalkuliert. Der zugegeben sehr hohe Preis des E100D als Schmalfilm scheint zumindest momentan durchsetzbar zu sein. Ob der E100D sich am Markt behaupten wird, hängt womöglich auch von den Diafotografen ab, die momentan noch auf Velvia setzen. Man kann die Produktion des E100D nicht losgelöst nur auf Schmalfilm bzw. Super8 beziehen.

 

Ein paar Spekulationen:

Kein Mensch weiß, was aus dem Fuji Velvia wird. Von Fuji gibt es zumindest kein klares Statement dazu und ich persönlich gehöre zu dem Lager derjenigen, die eher Abverkäufe aus dem Tiefkühllager vermuten. Ist eine Strategie von Fuji möglicherweise bei Kodak mit im Kalkül drin? Dann würde übrigens auch klar, warum sich Fuji seltsamerweise weigert, Material an Konfektionierer abzugeben (offenbar allerdings mit Ausnahme kleiner Mengen an Retro8). Fuji hätte schon längst etwas Positives für den Schmalfilm bewirken können - sie tun es aber nicht oder sagen japanisch "Nein" durch nicht zu rechtfertigende Preise.

Wenn Kodak nur mit der fertig konfektionierten Super-8-Kassette verschwinden würde, gäbe es sicher Firmen, die das Konfektionieren von Rohmaterial übernehmen könnten - mit Schmalfilm - egal welches Format - wäre dann noch lange nicht Schluss.

Und dann.... dann hätten wir noch Ferrania... vielleicht....

 

Die Kodak Kamera richtet sich an Profis. Das Beispiel Logmar deutete schon an, dass die Nachfrage nach €3000,- Kameras aus dem Amateurbereich sehr gering ist. Die Kamera wird wohl meistens in Verbindung mit Vision zum Einsatz kommen. 

Ich muss zugeben, dass ich mir schwer vorstellen kann, wer alles Produktionen auf Super8 machen soll... ich kenne Leute aus dem Bereich TV rund um Köln... zumindest von denen kennt keiner den E100D oder die Kodak-Kamera. 

Es bleibt spannend...

 

bearbeitet von S8ler (Änderungen anzeigen)

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Laut Phi Vigeant wird die Sendung Reputation Tour mit Taylor Swift, welche im Januar auf Netflix zu sehen sein wird, komplett auf Super-8-Film gedreht sein, mit Pro8mm-Kameras. Im Bereich Musikvideos ist durchaus Nachfrage. https://www.latimes.com/entertainment/music/la-et-ms-taylor-swift-reputation-netflix-20181213-story.html

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Lustig, weigerte sich der  ÖR in D  anfangs noch 16mm Formate anzunehmen, da dies "nicht Sendbar" sei. Nun gut, bei dem in Doofland vorherrschendem "schummel HD" mit Superkompression (jedes DV-Video hat mehr Dynamik) und Miniauflösung ist das kein Wunder.

 

Die BBC ruderte bei einer ähnlichen Entscheidung schnell zurück, da wird wieder Film akzeptiert und auch gesendet (und die Unsitte ist endlich verschwunden generell alles auf 500t Material zu drehen)

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Patrick, das mag ja sein, aber dann bestimmt auf Negativmaterial mit anschließender Abtastung und synchronem Sound. Was sollen die mit Umkehrmaterial wie Ektachrome? Das ist in S8 ein Zugeständnis an den Amateurfilm.

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Ein weltweit agierender TV-Sender dreht auf Super 8 eine Serie über eine sehr bekannte Person? Das Aufnahmematerial (ob Negativ oder Positiv) ist sicher zweitrangig, aber sollte das stimmen und damit tatsächlich Super 8 wieder ins Bewusstsein einer großen Öffentlichkeit gerufen werden, bleibt das sicher nicht ohne Folgen 😉

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naja, Netflix würde ich nicht als "TV-Sender" bezeichnen sondern eher als Programmanbieter. Es ist ja auch keine Serie sondern lediglich ein Konzertmitschnitt, zumindest geht das aus dem oben verlinkten Artikel hervor.

 

Ob das Zielpublikum mit dem Begriff "Super 8" noch irgendwas anfangen kann, wage ich auch zu bezweifeln, die Produktionsmethoden werden, so denke ich, nicht breitgetreten werden, von dem her vielleicht mal eine kleine Info, das wars. Ich erwarte mir da den gleichen Sogeffekt wie von den Traumtänzern von Ferrania: keinen (leider)

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Etwas genauer habe ich es auf Filmkorn beschrieben. : http://www.filmkorn.org/taylor-swift-auf-super-8/

 

Zitat

Pro8mm zufolge wird die Reputation Stadium Tour mit der US-amerikanischen Country-Pop-Musikerin Taylor Swift eine ganze Menge Super 8 beinhalten. Für die Sendung wurden vier Kameras von Pro8mm geliehen und 22 Kassetten Negativfilm verfilmt. Pro8mm hat anschließend das Material in 4K gescannt. Die „Reputation Stadium Tour“ der zehnfachen Grammy-Gewinnerin Swift ist die erfolgreichste Tournee der US-Geschichte.

Ab 31. Dezember wird das rund zweistündige Konzert auf Netflix zu sehen sein. https://www.netflix.com/de/title/81026251

 

bearbeitet von Patrick Müller (Änderungen anzeigen)

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Danke für den Artikel, Patrick! Lesen bildet, ich seh‘s ein. Bis vor wenigen Minuten hielt ich Swift noch für eine Schauspielerin oä. Nun frage ich mich, was Country Pop ist — im Ggs. zu normalem Pop 😉

 

 

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Eigentlich klingt ihre Musik wie die einer x-beliebigen Sängerin in den end-80ern und aussehen tut sie wie ne Mischung der jungen Madonna und Kylie Minouge ^^

hier mal n Beispiel (das mir ganz gut gefällt):

 

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Absolut korrekt 🙂

 

Und wenn alles gut geht, wird Swifts Konzert-„Verfilmung“ zu dem, was Kendall Jenner für die Contax T wurde. Allerdings saß sie über die Contax sprechend in einer Talkshow … und diese kleine Kamera wurde danach sinnlos teuer.

 

Naja, Kodakfilm würde dann vielleicht billiger 😄

 

Ok, das ist so realistisch wie der Gedanke, die Neujahrsvorsätze durchzusetzen 😉

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Am 26.12.2018 um 21:22 schrieb Jürgen Lossau:

Es geht ja hier nicht um einen Massenmarkt, sondern um die Frage, ob sich Kodak mit diesen Produkten und den anderen Tätigkeitsfeldern überhaupt am Markt behaupten kann. Wenn Kodak mit seinen Schmalfilmprodukten verschwindet, ist der noch vorhandene Markt zu 95 Prozent tot.

Am 26.12.2018 um 21:22 schrieb Jürgen Lossau:

Es geht ja hier nicht um einen Massenmarkt, sondern um die Frage, ob sich Kodak mit diesen Produkten und den anderen Tätigkeitsfeldern überhaupt am Markt behaupten kann. Wenn Kodak mit seinen Schmalfilmprodukten verschwindet, ist der noch vorhandene Markt zu 95 Prozent tot.

So pessimistisch sehe ich das nicht. 

Kodak wird erstens planvoll vorgehen und ich denke, es wird genug Absatz geben. Weltweit. Denn auch DIA freut sich über 100d usw. 

 

Zweitens halte ich Wittner Adox und Orwo für größer als 5 Prozent. 

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Adox produziert z.Zt. keine Schmalfilme und Orwo nur in Kleinststückzahlen.

Du vergißt die Kodak Negativfilme, denke ich, die m.E. derzeit den absoluten Löwenanteil stellen.

Schmalfilm im Umkehrformat ist m.E. eine absolute Nische.

bearbeitet von Helge (Änderungen anzeigen)

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vor 1 Stunde schrieb Jürgen Lossau:

Naja, man muss sich klar machen, dass Kodak im gesamten Sektor, zu dem auch die Schmalfilme gehören, in den ersten drei Quartalen insgesamt rund 10 Millionen Dollar Verlust gemacht haben. 

Du meinst in Q1 - Q3 2018 haben sie 10 Millionen Verlust gemacht?

Weisst du, was neben Schmalfilmen auch noch zum "gesamten Sektor" gehört? 35mm Bewegtfilm?

Fotofilme nicht, oder, die werden ja von Kodak Alaris verkauft?

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