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70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)


cinerama
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Nach INTERSTELLAR gibt es auch zumindest 1 Kopie von INHERENT VICE auf 70mm. Bei beiden Filmen verstehe ich die Gründe für diesen Schritt nicht wirklich. Besser, man hätte von diesen Etats neue 70mm-Kopien zum Beispiel von FALL OF THE ROMAN EMPIRE, EXODUS, BATTLE OF THE BULGE, GRAND PRIX, BEN HUR, RAINTREE COUNTY, CHEYENNE, LAST VALLEY, THE HALLELUJAH TRAIL, THE GREATEST STORY EVER TOLD, THE BIG FISHERMAN, PORGY AND BESS, ICE STATION ZEBRA, SAVAGE PAMPAS, ONKEL TOMS HÜTTE, DER KONGRESS AMÜSIERT SICH, VOIJNA I MIR (Krieg und Frieden" oder DIE BEFREIUNG, FLAMMENDE JAHRE, OPRHEUS IN DER UNTERWELT gezogen. Die Welt wäre eine bessere.

 

Die in Oslo 2015 gezeigte 70mm-Kopie EARTHQUAKE hat sich mittlerweile verändert und eine positive Unterscheidung zur altersgleichen Karlsruher Kopie ist nicht länger zielführend. Eher könnte die Verschrammung der Osloer Kopie etwas stärker sein. Zu bedauern ist, dass für das gut besuchte Festival nicht das Osloer Kino COLOSSEUM in Erwägung gezogen wurde?

Edited by cinerama (see edit history)
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Noch zeitlich unbestimmt, befassen wir uns im Kinomuseum Berlin ab Samstag dem 23.2. (Treffpunkt Ruschestrasse/Ecke Normannenstrasse in Berlin-Lichtenberg) mit den 70mm-Filmen PLAY TIME, IN DEN SCHUHEN DES FISCHERS, GOODBYE MR. CHIPS und KRIEG UND FRIEDEN (I-IV).

 

 

*

 

Auch eine Verlängerung von INTERSTELLAR ist im März für Berlin-Charlottenburg angesagt. Nach dem Flebbe-Fiasko im Zoo Palast wird der Film in der anderen Spielstätte erfreulicher und wirkkungsgerechter ablaufen.

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  • 2 weeks later...

Ich weiss nicht ob das hier passt oder vielleicht ein eigener Thread besser wäre ... also bitte nicht schlagen :)

 

Am 26.04.2015 um 12:00 im Gartenbaukino Wien

IT’S A MAD, MAD, MAD, MAD WORLD in 4k OV

 

im Rahmen von Schinken http://www.gartenbau...te-staffel.html

 

Wir hier im Osten haben ja leider selten die Möglichkeit Cinerama oder auch nur 70mm zu sehen.

 

Ich würde ja gerne mal nach Karlsruhe kommen aber für einen Kinobesuch doch etwas weit.

 

Vor Jahren war ich mal im Europapark und habe da auch Sinnsheim und Speier besucht (IMAX) - da wusste ich von Karlsruhe aber noch nichts.

Edited by d020 (see edit history)
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Ich weiss nicht ob das hier passt oder vielleicht ein eigener Thread besser wäre ... also bitte nicht schlagen :)

 

Am 26.04.2015 um 12:00 im Gartenbaukino Wien

IT’S A MAD, MAD, MAD, MAD WORLD in 4k OV

 

im Rahmen von Schinken http://www.gartenbau...te-staffel.html

 

Wir hier im Osten haben ja leider selten die Möglichkeit Cinerama oder auch nur 70mm zu sehen.

 

Ich würde ja gerne mal nach Karlsruhe kommen aber für einen Kinobesuch doch etwas weit.

 

Vor Jahren war ich mal im Europapark und habe da auch Sinnsheim und Speier besucht (IMAX) - da wusste ich von Karlsruhe aber noch nichts.

 

Dafür gibt es indertat einen 4K-Thread oder auch die Digital Cinema-Rubrik.

Der Ersatz von 70mm-Film durch 4K-DCP hat ja nach dieser "Transformation" keinen begrifflichen Bezug zur 70mm-Theaterkopie. Man könnte nur über eine Transfer-Debatte, die das Ausgangsmaterial, das Negatv beschreibt (65mm) einen Bezug herstellen.

In Anbetracht der grossen Probleme, der Rarität, der Nichtaustauschbarkeit und des Beschaffungsaufwands bei 70mm-Film würde ich dafür werben, 2 verschiedene Threads zu führen und optimal zu behandeln..

 

Das GARTENBAU KINO wäre dann eine Vorzugberichterstattung würdig, sobald es seine 70mm-Anlage,die nachwievor "fast" komplett ist, "ans Netz bringt".

 

In der ersten Jahreshälfte 2015 sind m.E. die norwegischen und tschechischen Festivals einer Fokussierung wert.

Edited by cinerama (see edit history)
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Eventuell noch der alte Bildwandrahmen von CineMiracle, wobei wenig später anlässlich des Umbaus auf Todd-AO ("Spartacus", 70mm), die Kaschierung etwas zusammengefahren wurde und der Bildeindruck sich schmälerte. Diese Kaschstellung müsste noch heute die maximale Bildgrösse freigeben.

Zwischendurch soll auch Cinerama-Technik im GARTENBAU installiert und deinstalliert worden sein: http://www.gartenbau...-des-kinos.html Aber mir fehlen hierzu greifbare Beweise.

Allerdings ist @Florian aus Wien sehr sachkundig in dieser Sache: http://www.filmvorfu...no/page__st__40

Edited by cinerama (see edit history)
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70mm Aktivitäten in Berlin ...

 

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Am 12. April 1961 reiste der russische Pilot Juri Gagarin mit seinem Raumschiff

Wostok 1 als erster Mensch im Weltraum einmal um die Erde. Dies beflügelte

Wissenschaftler und Filmemacher, sich Gedanken um die Zukunft der Menschheit

zu machen …

 

Einer davon ist Regisseur Christopher Nolan mit „Interstellar“, der seinen fiktiven

NASA-Piloten Joseph A. Cooper (Matthew McConaughey) mit einem Team von

Wissenschaftlern im Raumschiff Endurance in die Unendlichkeit des Universums

reisen lässt, auf der Suche nach lebenstauglichen Planeten.

 

Neueste Gravitations- und Wurmlochtheorien fließen ein in dieses grandios

besetzte Science-Fiction-Drama im Retro-„Film Look“

(Text: Delphi Filmpalast am Zoo)

 

Limitierte Sondervorführung - Eintritt: 11,00 Euro

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  • 2 weeks later...

Zum Vormerken für evtl. speziell Interessierte und Reiselustige ist diese Veranstaltung:

 

Anfang Mai können wir in Tschechien ein seit langem erörtertes 70mm-Filmfestival realsieren. Die Intitiative kam von unserem Vereinsmitglied Prof. G., der über den Kontakt verfügt.

Initiator ist der Kino-Betreiber Mr. Pavel Nejtek, der im weiteren ein Elektrotechnik-Unternehmen und eine Fabrikationsstätte für Neon-Leuchten (kino-geeignet) unterhält und in Varnsdorf im 3-Länder-Eck das ehemalige PANORAMA-Kino aus der Versenkung holte.

 

Beteiligt sind in diesem Jahr das Neisse-Filmfestiival (Organisation und Finanzierung), die DEFA-Stiftung (mit einer Kopienlieferung), im weiteren @stefan2 und @cinerama für Kinomuseum Berlin (Technik- und Filmzugaben, Filmeinführungen).

 

Stefan und ich fanden die Location schon von den Fotos her interessant, waren aber dann vor Ort extrem angenehm über die Dimensionen und die Aufenthaltsqualität überrascht. (Vielleicht ist es Stefan möglich, einige Fotos anbeizufügen, so ich dies nicht schaffe?).

 

Der Beschreibung nach ähnelt der Kinotyp im Vergleich (zu frühen Todd-AO-Kinos, 70mm-Cinerama-Kinos, UdSSR/DDR-70mm-Kinobauten, Multiplex-Auditorien,Imax-Sälen) mehr einem Grundriss eines Zirkus!

Sehr, sehr prächtig die stark gewölbte Bildwand von etwa nur 15 Meter Breite (auf dem Foto wirkt sie anders. Auch ist die Höhenkaschierung darauf zu eng eingestellt), aber sehr gut eingerichtet für die Aspect Ratio von 2,2 : 1. Mit einigen Optiken wurde bereits um "jeden Millimeter gefeilscht", aber derzeit ist die Suche nach einem für UM70-Lampenblöcke passenden Pärchen der Brennweite 65mm (bis 68mm) noch nicht beendet. Die Anfragen gingen diesbezüglich an @stefan2 und @preston sturges - aber auch an das geneigte Forum.

 

Das Festival findet statt vom 5. Mai bis zum 10. Mai 2015.

Für die 10 auserkorenen Filmtitel konnten zur Stunde für 6 Titel Aufführungsgenehmigungen erteilt werden:

 

GOYA (Deutsche Fassung) - evtl. als Vorfilm DEFA-70

HELLO DOLLY! (Deutsche Fassung, Songs in englisch und deutsch untertitelt)

DOKTOR SCHIWAGO (Deutsche Fassung)

IN 80 TAGEN UM DIE WELT (Deutsche Fassung)

SPARTACUS (reconstructed version: englische Originalfassung mit dt. Untertiteln - derzeit die farblich weltweit stimmigste Kopie)

CAN CAN (Deutsche Fassung, Songs in englisch und deutsch untertitelt)

PORGY AND BESS (das überlege ich mir noch)

 

Informationen, ein wenig Bildmaterial, Länder- und Reisebeschreibungen in Kürze.

Zur Website des Roadshow-Kinos: http://www.centrumpanorama.cz/

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Edited by cinerama (see edit history)
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Wenn hier der Wunsch geaußert wird, daß ich einige Photos posten soll, dann werde ich das im Anhang gerne tun.

Direkt involviert bin ich hier zwar nicht, doch angesehen hatte ich mir die Sache schon vor einiger Zeit, als der weiße Stoff noch den Boden bedeckte.

 

Unter "Ruiny Varnsdorfu" fand ich im Internet auch eine Anzahl Bilder, die Ruinen von Varnsdorf, einge Jahre alt, sie sprechen eine eigene Sprache.

Traurig, aber in der DDR genauso vorzufinden. Neoliberalen Politikern waren Kunst und Kultur immer ein Störenfried, und nicht überall ist Berlin, wo die Angst vor der Kritischen Masse, um welche unsere studierte Agitprop Marxistin Kastner/ Merkel weiß, auch der Geldsack so offen, um die Masse ruhigzustellen. Woanders freut man sich über das neue Einkaufszentrum mit Parkhaus, welches an Stelle des Kulturhauses im Stadtkern entstanden ist.

 

Wenn ich die jüngere Geschichte richtig verstanden habe, wird im Raketenzeitalter der 60er Jahre weltweit viel für die Menschen getan. Der, einer Millardärsfamilie entstammende,

US Präsident John F. Kennedy verspricht 1961 "bis zum Ende des Jahrzehnts eine Mannschaft zum Mond und zurück zur Erde zu bringen". Diese Aussage beflügelt die folgenden

Jahre, denn sollte diese ultra komplexe Operation gelingen, dann wird es gelingen, auch die Probleme auf der Erde, Armut, Hunger, schlechte Lebensbedingungen, Seuchen, ...

zu bekämpfen und zu besiegen. In Ost, wie in den kapitalistischen Staaten. Der Liberalkapitalismus muß auch dort eine Pause einlegen...

Es ist dann im Zusammenhang egal, ob kurz vor Ende des Jahrzehnts im Juli 1969, eine Mannschaft den Mond in Moon (Moon) oder Moon (Hollywood, Ca.) betritt.

 

In den sozialistischen Staaten ist zu dieser Zeit vom "Weltniveau" die Rede, und das beinhaltet auch "Für den Arbeiter und Bauern nur das Beste". Weltniveau bedeutet vom

Anspruch her, nicht nur die Erreichung westlicher Lebensstandards, sondern diese Standards zu übertreffen und damit die sozialistische Gesellschaft als überlegenes Modell

herauszustellen. In den 60ern und frühen 70ern kommt man in einigen Bereichen sogar heran. (Z.B. Das neue, sozialistische Berlin ist eine Weltmoderne)

Gerade ländlich schwache Regionen profitieren von dieser Maxime. In diesen entstehen große Kulturpaläste mit angeschlossenen Volkshochschulen, Ferienhotels und

Restaurationsbetrieben. Der neue Typus einer Unterhaltungsstätte, wie er in der DDR zeitgleich gefordert wird, aber nur spärlich realisiert

werden kann. Mitte der 60er verweist eine Untersuchung der zentralen Filmtechnik der DDR auf den Zustand der Lichtspielhäuser, und weist 85% als

abrißwürdig aus. Weniger als 5% entsprechen neuzeitlichen Vorgaben, und der Rest könnte u.U. rekonstruiert werden... Das dieses nicht, oder nur in geringem Umfang, passiert ist konnte man 1990 sehen.

 

... auch in den anderen Ländern des RGW ist das nicht anders. Es entsteht ein Bauprogramm moderner Kulturpaläste, und in der schwachen Region ``Sluknov entsteht in der

Enklave Varnsdorf zwischen 1967 und 1970 das große Kulturhaus der Region, ein in Spannbetonbauweise ausgeführter Zirkusbau.

Angeschlossen ein Hochhaus mit Volkshochschule, Terassenrestaurant und Barbetrieb, und ein großes "Panorama" Hotel für Urlauber.

Nach der Konterrevolution in 1990 zerfällt die Kultureinrichtung, der Zirkusbau wird der Stadtverwaltung zugeschlagen, Hotel und Hochhaus an einen

privaten Investor, der "hier ein supermodernes Freizeit- und Urlaubszentrum schaffen will", "verschenkt".

Dem Veranstaltungssaal fehlen nun allerdings Eingangsbau, Toilettenanlagen, Heiz- und Energiezentrale. Diese waren im zentralen Hochhausbau untergebracht. Die Stadt hat

keine Verwendung für den Bau. Der Investor schafft es, Hotel und Hochhaus zu zerstören, Türen und Fenster und Innenausstattung zu entkernen und dann, wie so oft,

in die Insolvenz zu verschwinden. Die ganze Anlage verfällt zunehmends, zu den eingangs erwähnten Ruinenlandschaften.

 

Vor etwas mehr, als 10 Jahren interessiert sich der jetzige Eigentümer, Pavel, als Projektorensammler für die Breitfilmmaschinen im Kinosaal. Die Stadt kann

sich aber nie entscheiden, ob sie verkaufen könne oder wolle. Am Ende eines mehrjährigen Prozesses bietet der Stadtrat dem jetzigen Betreiber an, "den Zirkusbau mit

Maschinen" für den symbolischen Preis von 1 CZK zu kaufen". Was er dann mit dem Zirkus machen würde, wäre seine Sache. Das Dach war mittlerweile extrem schadhaft,

Feuchte drang ein, und die Spannbetonkonstruktion begann schwere Schadensbilder an den Spannseilen zu zeigen.

Mit Hilfe einiger Freunde begab sich der zukünftige Eigentümer daran, das Schadbild zu untersuchen, und man kam überein, daß noch nicht alles verloren war. Durch Aufbau

eines neuen Holzdaches oberhalb der Betondecke konnte eine Austrocknung erzielt werden, und die Spannbetonkonstruktion einer Sanierung unterzogen werden, so daß eine

Gefahr der Standsicherheit nicht mehr vorliegt.

Nach dem Erwerb wurden Anbauten mit Toiletten, Energie und Heizungsanlage vorgenommen, ein neuer Zugang geschaffen, das Terassenrestaurant wurde wieder eröffnet und bietet

eine sehr gute Speisenauswahl zu sehr moderaten Preisen.

Den Kinoenthusiasten gelang es auch, die Kinoanlage wieder betriebsbereit zu bekommen, und einen regelmäßigen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten.

Der Kinobetrieb mit einem übergroßen Einzelsaal läuft allerdings, wie überall, nicht wirtschaftlich, und muß durch eigene Arbeit subventioniert

werden. Der Restaurationsbetrieb hilft etwas, aber angesichts der Preise, ist auch das schwer, genügend zu erwirtschaften. Zwar dürften Gas und Strom

in Cz wesentlich normalere Preise haben, als im ökofaschistisch verirrten Deutschland, doch Angesichts der Größe der Anlage wird das immer noch erheblich sein.

 

Vor einigen Jahren gelang es dem Eigentümer dann auch noch Hochhaus- und Hotelruinen zu symbolischem Preis hinzuzukaufen, und somit wieder das

ursprüngliche Zugangsbauwerk zur Verfügung zu haben. Dort ist eine neue Bar, der "Film-Point", entstanden, die leckere Getränke und Cocktails in nettem Ambiente bietet.

Das Haus darüber ist weiter eine Ruine, die abgängig ist... allerdings die Restlenbenszeit des Eigentümer und meine überdauern dürfte.

 

Sieht man einmal von dem verfallenen Außeneindruck ab, der sich aber nicht von der ganzen Region, sei sie Sachsen, Polen oder Tscheschisch, unterscheidet, so

erwartet einem im inneren ein hervorragendes und wunderschön gestaltetes Großbildkino mit toller Athmosphäre, guten Speisen, Getränken und

einem liebevollen, aufmerksamen Personal. Kino, wie ich es mir in Deutschland wünschen würde.

Eine solche Kombination aus zuvorkommendem Personal, funktionalistischer, auf das Eigentliche beschränkter Architektur, gutem Bildeindruck, solider Technik und

wertiger Gestaltung findet sich in Deutschland kaum. Entweder sind die Bilder zu klein, der Ton mangelhaft oder zu leise, oder die Gestaltung ist kitschig, kleinbürgerlich. Statt

Neonsignets, Licht aus Farb LED Technik. Statt brillanter Glühlichbeleuchtung aus nicht wahrzunehmender Quelle, rosa LED Ströme, oder kitschige Lüster, die mit der angewandten

Farbkombination an eine überkommene, Burgoise Epoche erinnern.

In digitaler Projektion mit Christie 2k ist zwar die Auflösung zu klein für die gespielte Bildgröße und den mittleren Sitzabstand, aber das Bild an Sich ist stimmig, kontraststark

und farbig. Im Gegensatz zu Sony, hat Christie wenigstens einen funktionierenden Support im Problemfall. Keine schlechte Wahl, somit. Breitfilme können mit den beiden noch vor-

handenen Meopta UM 700 gezeigt werden. Zur Projektion von Normalfilmen stehen 2 Meopton 5 Maschinen bereit, die aber, wenn ich das richtig verstehe, durch Kinoton FP 30 ersetzt

werden könnten.

 

Problem ist hier, wie bei jeder existierenden Kinoanlage alter Bauart, daß man sehr viel Zeit und Können investieren muß, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.

Letztendlich egal, ob Bauer, Meopta, Lenkinap, Prevost, Simplex, Victoria, Philips,... außer dem Stahlgußgehäuse wird wohl alles rekonditioniert werden müssen, zeit- und

kostenaufwendig. Mit dem Enthusiasmus der Betreiber, dem Willen zum Ziel, aber den beschränkten Mitteln, ist dieses, trotz des guten Willens, ein nicht ganz einfacher Weg.

 

Eigentlich wäre der Neukauf einer Projektionsanlage, so denn überhaupt verfügbar am Markt, der günstigere Weg zum Ziel.

70 mm ist nichts für "Wir zeigen da mal einen Film". Expertise und Können sind gefragt, 2 Projektoren mit Lampen, Objektiv und Tonverstärkertechnik gefordert. Schließlich

gibt es ja nur noch Archivkopien, die generell nicht gekoppelt werden dürfen, der Vorführer darf den Standplatz an der laufenden Maschine nicht verlassen. Ein Einprojektorbetrieb

scheidet somit aus. Vieles, wie Magnettonvorverstärker gibt es mittlerweile Mangels Bedarf, nicht mehr neu zu kaufen, oder es müssen größere Serien bestellt werden, die selbst

unter Berücksichtigung eines Reservebedarfs zu Viel darstellen.

Also, falls die Sache wirklich stattfinden sollte, so dürfte nicht alles zu 100% der vollen Perfektion entsprechen. Dafür ergibt sich aber ein stimmiges Kinoerlebnis,

das von allen bisherigen Spielstätten, die in Europa noch in Betrieb sind, von der Atmosphäre her dem eigentlichen 70 mm Elebnis am Nächsten kommen dürfte.

 

Wer nach Varnsdorf reisen möchte, fährt von Berlin aus etwa 300 km Auto über Dresden, Bautzen. In knapp 2,5-3 Stunden ist das Ziel erreicht. Mit der Bahn, Regionalbahn bis Kottbus, dort in die

Regionalbahn über Zittau bis Varnsdorf. Dauert etwa 3,5 Stunden, und endet am knapp 500 m vom Kino entfernten Bahnhof. Mit Wochenendticket der Bahn unschlagbar im Preis

bei mehreren Personen. Ansonsten Brandenburgticket...

Hotelzimmer zu moderaten Preisen sind am Ort vorhanden. Verpflegung in der Czech Republik ist günstig, vergleicht man dieses selbst mit Berlin. Und das Restaurant im Kinobau

"bietet mit die beste Pizza" außerhalb Palermos, wie ich mal im Internet gefunden habe. Nun ja, nicht ganz, aber die Richtung stimmt. Sehr gut, und zum Preis unschlagbar.

Staropramen 12°, 0,5 l ca nen Euro... das geht in Deutschland halt nicht. Ansonsten liegt der Ort "im Nichts", in einem Armenhaus Europas ohne Zukunft. Schön, das da jemand mit

Freude etwas tolles aufbaut.

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St.

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Ende des Jahres soll Quentin Tarantinos Western in die Kinos kommen.

Ich habe gehört, daß dies sein letzter Film werden soll und 100 70mm Kopien geplant sind?

 

"Wir drehen den größten Breitwandfilm der letzten 40 Jahre. Ich werde einen großen Aufwand betreiben um diesen Film in Ultra Panavision70 in die Kinos zu bringen, um die Welt daran zu erinnern warum Film im Vergleich zur digitalen Projektion wie der Unterschied zwischen einer Schiesserei und einem Messerkampf ist."

 

Der Film soll in den ersten Wochen ausschliesslich in 70mm starten, dann 35mm und eventuell auch digital.

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Ja, Tarantino plant den größten Breitrfilmstart aler Zeiten, mit 350 Kopien. Marketingmäßig ein Himmelfahrtskommando, zumal auchnoch die Aufführung in Ultra-Panavision geplant ist. Ich kenne kein Kino, welches dieses Format noch wiedergeben kann, welches kommerziell spielt.

Ja, selber bin ich in der Lage, mit einem neueren Anamorphoten der 2000er auf einer Maschine Ultra Pan wiederzugeben, nur wie eindrucksvoll ist das mit einem 8m breitenBriefschlitz auf gerader Bildfläche? Sinnlos darüber nachzudenken. Zumal auch noch eine 2. Vorsatzoptik gleicher Güte beschäfft werden müßte, denn Breitfilm darf nur im Überblendebetrieb laufen, Kopienschonung. Wär jedoch machbar.

Mit den 1960er Ben-Hur Vorsätzen braucht man gar nicht erst anzufangen, die gehören ins Altglas oder in die Museumsvitrine.

 

Zu vermarkten ist der Film so nicht. Die Anzahl aller noch 70 mm fähigen Kinos in D, das geht an einer Hand abzuzählen. Ein Berliner Hausetwa bräuchte bei Ultra Pan ca. 163 mm Grundoptikbrennweite (gibt es die überhaupt?), da braucht man über Breitfilm gar nicht erst nachzudenken, die Bild zu Saallänge Relation ist sinnlos. (Bei mir sind es "nur" 112 mm")

Wäre da noch Karlsruhe, das mag gehen, aber wie groß ist der Ort? Keine Metropole... Schönberg... Dorf...

Neu zu kaufen sind m.E. 70mm Bildwerfer kaum noch, Altgeräte sind vollständig aufzuarbeiten, kostet so viel, wie eine neue Maschine. Und dann braucht man noch Datasat XD20, wird auch nicht mehr hergestellt + der Hersteller hat keine mehr. XD10 sterben, wie PCs aus 2001-2004 gerne... DTS 6D SV hat kaum jemand in Funktionsbereit. Objektive? Panavision will wieder welche fertigen lassen. Schätzpreis 5 stellig... Lohnt das für 1 Film im Jahr? Eine Renessance des Breitfilms wird das nicht auslösen.

 

... wenn der Film nur im Nicht Kinomarkt erfolgreich sein soll, dann ist das der richtige Weg, den Herr Tarantino bestreitet. Für eine erfolgreiche Kinoauswertung bedarf es heute 4k Digital, ob das gefällt oder nicht. M.E.auf 70mm Ultrapan zu setzen, das ist der falsche Weg.

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@stefan2 Zum XD10: Du hast natürlich Recht, ich habe in der letzten Zeit auch mehrfach von defekten Netzteilen in XD10 gehört. Man bekommt geeignete Netzteile neu und in Industriequaltität aber glücklicherweise für deutlich unter 100€ und kann dann auch vorsorglich austauschen. Nach Möglichkeit noch eine neue Festplatte rein; ggf. inklusive Upgrade auf ein RAID und man ist gut aufgestellt. XD20 ist wahrscheinlich trotzdem besser dank SATA samt RAID-Möglichkeit onboard. Aber ist, wie du schon sagst, kaum zu bekommen.

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Ultra Panavision finde ich auch überflüssig. Es gibt keine Bildwände mehr mit dem Seitenverhältnis. Und 70 mm mit reduzierter Bildhöhe spielen macht auch keinen Sinn.

 

Moment mal - wieso überflüssig? :mrgreen:

 

Ultra Panavision hat gegenüber dem klasischen 70mm den Vorteil, dass es eine 2,4:1 Leinwand mit entsprechender Seitenkaschierung voll ausfüllt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Tarantino seine Cinematographie nicht darauf abstimmt.

 

Dahingegen hatte man bei 70mm "flat" immer das Problem, dass oben unten unten beschnitten werden musste, was die Bildkomposition bei den meisten Filmen deutlich mehr beeinträchtigte als ein seitlicher Beschnitt oder man müsste kleinere, weil schmalere, Bilder zeigen als normale 35mm-Filme - beides keine optimalen Lösungen.

 

Oder mal anderes gesagt: Das Seitenverhältnis scheint mir weniger das Problem zu sein als der von Stefan und anderen zu Recht monierte Mangel an modernen Optiken an denen es fast überall fehlt. Spätestens wenn es dann an die 4k Auswertung geht sollte es aus o.g. Gründen keine allzu großen Probleme mit dem Ultra Panavision Format geben.

 

Viel gespannter bin ich da auf die Cinematograhie die auch entsprechender Aufnahmen bedarf um den Ensatz des überbreiten Formates zu rechtfertigen - man hofft dass hier auch etwas geboten wird und nicht mit ich sage mal ungeeigneter zeitgenössischer Cinematographie wieder sämtliche Potentiale verschenkt werden.

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Mit den 1960er Ben-Hur Vorsätzen braucht man gar nicht erst anzufangen, die gehören ins Altglas oder in die Museumsvitrine.

 

Nun ... zumindest aufnahmeseitig nutzt man bei Tarantinos Film die fast 60 Jahre alten Objektive mit Prismenvorsatz. Auch die alten Panavision Projektionsvorsätze sind durchaus brauchbar und zeichnen scharf, allerdings nur die Vorsätze, die zeitgenössischen Steinheil Grundoptiken sind alle sehr gelb geworden.

 

 

 

Dahingegen hatte man bei 70mm "flat" immer das Problem, dass oben unten unten beschnitten werden musste, was die Bildkomposition bei den meisten Filmen deutlich mehr beeinträchtigte als ein seitlicher Beschnitt oder man müsste kleinere, weil schmalere, Bilder zeigen als normale 35mm-Filme - beides keine optimalen Lösungen.

 

Das Argument verstehe ich nicht ... zumindest die klassischen 70mm Kinos hatten/haben bei 70mm Projektion einen Höhenkasch, der die Bildwand gegenüber der 35mm CS Projektion nach oben (oder wie bei uns nach unten) um die zusätzlich benötigte Fläche vergrößert.

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Höhenkasch, der die Bildwand gegenüber der 35mm CS Projektion

Genau so war das bei den klassischen 70 mm Kinos. Jedoch musste bei vielen der Höhencash auch für Ultra Panavision runtergefahren werden. Nur in Häusern mit echten Cinerama Bildwänden und Seitenverhältnis 1:2,7 machte das Ultra Panavison Sinn und war auch gedacht, diese Bildwände in der Breite zu füllen. Ähnliche Situation in neueren Multiplex Center, die eine Bildwand für 1:1,85 BW haben und Cinemascope mit reduzierter Höhe spielen müssen, hier meistens noch ohne Cash. Wenn dann noch eine neue 70 mm Produktion keine Schärfentiefe mehr aufweist und damit ein räumlichen Bildeindruck vermittelt (Oklahoma und viele andere 70 mm Titel) kann man das glatt vergessen. Bestes Beispiel in meinen Augen "Interstellar".Mit

ungeeigneter zeitgenössischer Cinematographie
aufgenommen ist es unnötig verschwendetes Filmmaterial. Da reicht dann auch Digital
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Das Argument verstehe ich nicht ... zumindest die klassischen 70mm Kinos hatten/haben bei 70mm Projektion einen Höhenkasch, der die Bildwand gegenüber der 35mm CS Projektion nach oben (oder wie bei uns nach unten) um die zusätzlich benötigte Fläche vergrößert.

 

Wie Du schon sagst: Die klassischen 70mm Kinos - ich sprach aber von Kinos mit dem heute üblichen Scope-Leinwandformat 2,4:1.

 

Wenn man mal stur Bildausnutzung in Prozenten für Filme in 2,2:1 und 2,76:1 ausrechnet landet man bei 91,7% bzw. 87% Leinwandausnutzung will man ohne Beschnitt projezieren. Geht man allerdings davon aus, dass auch schon früher die UP70 Filme eher auf Leinwänden im Seitenverhältnis 2,6:1 gezeigt wurden herrscht mit 92,3% Ausnutzung der Leinwandfläche Gleichstand zwischen beiden Formaten.

 

In jedem Fall gehe ich davon aus, dass der DoP darauf achten wird, dass an den Seiten außerhalb der 2,4:1 "safe area" nach links und nach rechts nicht mehr so viel passiert.

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"In jedem Fall gehe ich davon aus, dass der DoP darauf achten wird, dass an den Seiten außerhalb der 2,4:1 "safe area" nach links und nach rechts nicht mehr so viel passiert."

So ist BEN-HUR nicht gedreht worden. Der Begriff Kagdrage scheint vielen zeitgenössischen Kameraleuten ein Fremdwort. Schaut man ältere Filme im falschen Format, merkt man meistens schnell, was da fehlt. Insofern ist eine Wiederbelebung des Formats 1:2,76 von Leuten wie Tarantino absurd. Wenn der Alfred Vohrer lobt, hat er recht - und kann nicht mal dem das Wasser reichen.

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