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BAUER B14 - RESTAURATION - NEUAUFBAU


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Nach dem Motto: "Keine Regel ohne Ausnahme" sei ergänzt:

Es gab ein Patent von Kodak für eine transparente Schicht, die magnetische Aufzeichnung im Bildbereich auf Kinofilm erlaubte! Allerdings nicht für Tonsignale, sondern in Form von Timecode für die Postproduktion. Das nannte sich Kodak Datakode, hat sich aber nie durchgesetzt.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Dent-Jo:

Bin mir nicht ganz sicher, aber der gleichlauf wirdbei den cordbandgeräten schon noch ein paar Nummern besser gewesen sein, sls bei einem projektor,  bei dem die schwungmasse des werks in kaum einem Verhältnis zu dem grossen Drehstrom Motor liegt.

 

Also im Verhältnis zu dem was ich tragen kann, sind die Schwungmassen schon recht groß bemessen. Trotzdem gebe ich dir mit den Gleichlaufeigenschaften absolut recht. Gegen ein Tandberg TD20A Tonbandgerät, dass es in den 70ern ja auch schon gab, wird die B 14 Studio im Vergleichstests wohl kaum bestehen können. So wie Du das geschildert hast brauchte sie das wohl auch nicht denn wenn es darum ging Filme nach Schnitt und Vertonung beurteilen zu können, reichte das einfache Laufwerk völlig aus.

Je mehr ich an der Maschine arbeite, um so mehr macht mir das Projekt Spaß.

Eigentlich bin ich ja bei SUPER 8 zu Hause und verunstalte mit meinen Modifikationen die BAUER STUDIOKLASSE PROJEKTOREN.

Man lernt halt nicht aus..🙂

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb magentacine:

Es gab ein Patent von Kodak für eine transparente Schicht, die magnetische Aufzeichnung im Bildbereich auf Kinofilm erlaubte! Allerdings nicht für Tonsignale, sondern in Form von Timecode für die Postproduktion. Das nannte sich Kodak Datakode, hat sich aber nie durchgesetzt.

Ja, das Timecodeverfahren gab es dann in den 80ern auch für den Videobereich und wurde in die schräg abgelesenen Bandinformationen eingebettet. Ich glaube das war bei Betamax und VHS gleich. Video 2000 war etwas anders ausgelegt.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Dent-Jo:

Bin mir nicht ganz sicher, aber der gleichlauf wirdbei den cordbandgeräten schon noch ein paar Nummern besser gewesen sein, sls bei einem projektor,  bei dem die schwungmasse des werks in kaum einem Verhältnis zu dem grossen Drehstrom Motor liegt.

 

Irrtum. Die Schwungmassen der Projektortongeräte sind so groß, daß die störenden kurzzeitigen Geschwindigkeitsänderungen abgefangen werden. Wenn die Tonwelle, die Lager, die Schwungmasse und die Schleifenberuhigung in Ordnung sind, kann man Amadeus aufführen oder Kaiserwalzer.

Geschrieben (bearbeitet)

Der Ausdruck lautet Magnetfilm. Das ist wie Bildfilm perforiertes etwas stärkeres Magnetband.

 

Kann sein das ich mich jetzt oute..

aber ist das nicht das Gleiche wie das Cordband im 16 mm Bereich..? 

Nur halt 35/2 = 17,5 mm breit..?

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Minuten schrieb magentacine:

Korrekt! 👍

Danke, die Puzzlesteine fügen sich so langsam zusammen. Die Frage die sich nun eigentlich von selbst stellt ist:

Kann man das Bandmaterial noch irgendwo bekommen..?

Für Demozwecke wäre das eine tolle Sache.

Am Schaumainkai in Ffm. war ja früher noch das Technische Filmmuseum. Da hätte man eventuell mal fragen können.

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Eremitage:

Ja, das Timecodeverfahren gab es dann in den 80ern auch für den Videobereich und wurde in die schräg abgelesenen Bandinformationen eingebettet. Ich glaube das war bei Betamax und VHS gleich. Video 2000 war etwas anders ausgelegt.


Bzgl. Heim-Video und Timecode geht hier einiges durcheinander.

Es gibt auf Video den LTC und den VITC.
Der LTC wird auf einer Längsspur aufgezeichnet, der VITC ist in den oberen Bildzeilen codiert, die nicht dargestellt werden (Overscan).

VHS, Betamax und auch Video2000 haben keinen Timecode.

VHS und Betamax haben jedoch einen Control Track, eine Steuerspur.
Mit dem Tracking-Regler steuert man das Verhältnis Steuerimpuls auf dem Control Track zu der Drehposition der Kopftrommel.
 

Diese Impulse werden bei "modernen Geräten" auch für ein "Echtzeitzählwerk" verwendet, was jedoch kein Timecode ist.


Video8, Hi8 und Video2000 verwenden keine Kontrollspur. Auch DAT (nur Audio) kommt ohne Control Track aus.

Erst Digital8, MiniDV, DVCPRO, DVCAM usw. haben dann einen Timecode mit absoluten Werten.


Im Profibereich bei 1" B-Format und 1" C-Format wurde der LTC auf eine der Audio-Spuren gespeichert, i.d.R. Kanal 3, auch hier gibt es einen Control Track.
Betacam SP hat für den LTC eine eigene, von den vorhandenen Audio-Kanälen unabhängige Längsspur für den LTC, Digibeta sowieso, da es eine digitale Aufzeichnung ist.

Im Bereich Broadcast war es auch üblich, LTC und VITC gleichzeitig aufzuzeichnen, da beide Verfahren unterschiedliche Vorteile und Nachteile haben.
 

Bitte nicht alles in einen Topf schütten und umrühren, das wird nichts. 🙂

 

Bearbeitet von Salvatore Di Vita (Änderungen anzeigen)
  • Like 1
Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Salvatore Di Vita:

Bitte nicht alles in einen Topf schütten und umrühren, das wird nichts. 🙂

 

Danke für den ausführlichen Exkurs.

Und gut, den Topf wo alles oberflächlich hineingeworfen wird lassen wir weg.

Aber ein bisschen rühren können wir schon.

Vielleicht ist das nur ein "Ausreißer" nicht von der Stange. Aber der SONY EV-S9000E war schon eine pfiffige Entwicklung und bot Timecode in verschiedenen Versionen an. Das Gerät bot auch die Möglichkeit an, den Timecode nachträglich aufzubringen.

Das heißt man konnte uncodierte Kameraaufnahmen mit Zeitmerkmalen ausstatten und dann die einzelnen Szenen z.B. mit einem Schnittcomputer 

beliebig aneinandersetzen.

Ist schon einige Zeit her dass ich mit so einem Gerät gearbeitet habe. Sony hatte da einiges im Programm. Das war Anfang der 90er 

Den technischen Überblick wie bei dir vorhanden, habe ich allerdings nicht.

 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Danke für die Links. 

War ja naheliegend bei KODAK direkt mal reinzuschauen. Der Link zu eBay ist allerdings lukrativer da bedeutend preiswerter. Hab' schonmal einen Preisvorschlag abgegeben.

Mal sehen ob's was wird.

Die Frage die sich als nächstes stellt, ist halt wie das Tonsignal auf das Magnetband kommt, wenn die Maschine nur zum Abspielen ausgelegt ist. Da muss ich mir noch was einfallen lassen..🤔

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Salvatore Di Vita:


Bzgl. Heim-Video und Timecode geht hier einiges durcheinander.

Es gibt auf Video den LTC und den VITC.
Der LTC wird auf einer Längsspur aufgezeichnet, der VITC ist in den oberen Bildzeilen codiert, die nicht dargestellt werden (Overscan).

VHS, Betamax und auch Video2000 haben keinen Timecode.

VHS und Betamax haben jedoch einen Control Track, eine Steuerspur.
Mit dem Tracking-Regler steuert man das Verhältnis Steuerimpuls auf dem Control Track zu der Drehposition der Kopftrommel.
 

Diese Impulse werden bei "modernen Geräten" auch für ein "Echtzeitzählwerk" verwendet, was jedoch kein Timecode ist.


Video8, Hi8 und Video2000 verwenden keine Kontrollspur. Auch DAT (nur Audio) kommt ohne Control Track aus.

Erst Digital8, MiniDV, DVCPRO, DVCAM usw. haben dann einen Timecode mit absoluten Werten.


Im Profibereich bei 1" B-Format und 1" C-Format wurde der LTC auf eine der Audio-Spuren gespeichert, i.d.R. Kanal 3, auch hier gibt es einen Control Track.
Betacam SP hat für den LTC eine eigene, von den vorhandenen Audio-Kanälen unabhängige Längsspur für den LTC, Digibeta sowieso, da es eine digitale Aufzeichnung ist.

Im Bereich Broadcast war es auch üblich, LTC und VITC gleichzeitig aufzuzeichnen, da beide Verfahren unterschiedliche Vorteile und Nachteile haben.
 

Bitte nicht alles in einen Topf schütten und umrühren, das wird nichts. 🙂

 

Dem ist fast nichts hinzuzufügen.

👍

 

  • Like 1
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Eremitage:

Vielleicht ist das nur ein "Ausreißer" nicht von der Stange. Aber der SONY EV-S9000E war schon eine pfiffige Entwicklung und bot Timecode in verschiedenen Versionen an. Das Gerät bot auch die Möglichkeit an, den Timecode nachträglich aufzubringen.

Das heißt man konnte uncodierte Kameraaufnahmen mit Zeitmerkmalen ausstatten und dann die einzelnen Szenen z.B. mit einem Schnittcomputer 

beliebig aneinandersetzen.


Danke für den Hinweis auf Sonys Video8/Hi8 RCTC.
Die englische Wikipedia schreibt dazu:

The Rewriteable Consumer Timecode (RCTC, RC Timecode, or RC Time Code) is a nearly frame accurate timecode method developed by Sony for 8mm and Hi8 analog tape formats.
The RC timecode tags each frame with the hour, minute, second and frame for each frame of video recorded to tape. Officially, RCTC is accurate to within ±2 to 5 frames.


Ich würde ein System mit so großen Abweichungen (bis zu 10 BIlder) nicht als ernsthaften Timecode bezeichnen, aber für den Amateur natürlich besser als gar keine Zeitstempel.

Wie sind Deine Erfahrungen mit diesem System?
 

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Salvatore Di Vita:

Wie sind Deine Erfahrungen mit diesem System?

Es war gut gedacht.. und schlecht gemacht. Die Geräte, der VHS-Heimvideorekorder war ständig defekt.

Was mich persönlich sehr enttäuschte war die billige Verarbeitung der doch nicht gerade preiswerten Geräte. 

Z.B. rieben sich Symbole und Schriftzeichen von den Weichgummitasten die etwas öfters benutzt wurden in kurzer Zeit ab. Gehäuse waren gegen Verkratzungen empfindlich. Von den Technischen Möglichkeiten waren die Geräte gut ausgestattet. Allerdings musste man regelrecht einen Lehrgang machen,

damit man mit entsprechendem Equipment zum Erfolg kam.

Wenn man beim Überspielen Szene an Szene gesetzt hatte und diese nicht zu lang waren, gab es auch keine Probleme mit Zeitversätzen. War auch eine teure Angelegenheit. Zum EV-S9000E kamen ja noch Kameraausrüstung und mindestens ein weiterer Videorekorder zum zuspielen sowie Videomischpult und Schnittcomputer dazu. Den SONY TRINITRON TV mit 70 cm Bildschirmdiagonale darf man in dieser (Preis)-Auflistung natürlich nicht vergessen. Kurz gefasst - unter 10000 DM hat sich da damals garnichts getan. 

War für mich auch der Ausschlag bei SUPER 8 zu bleiben.

Habe ich nie bereut.

 

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