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Berlinale 2015: der TECHNICOLOR-Film-Marathon


cinerama
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weniger kyptisch annotiert, der Reihe nach:

 

Begrüssung des Leiters zur Technicolor print restospective 2015". Lob seitens des Eastman House für das Engagement der Kinemathek: wo sonst als hier würde die Filmrolle gewürdigt: "The real thing" gezeigt. Während andere Festivals, eben Sundance, "without prints" aufträten. Auch das Eastman House setzt das Thema fort, da ihm der Nachlass der Technicolor-Company zur Verfügung stünde: daher könnten nun auch wieder Technicolor-Nitrat-Prints gezeigt werden.

 

GONE WITH THE WIND - zum Auftakt als selektierte 35mm-Kopie.

Es war die Version, die ich noch 1989 im "Zoo Palast Kino Sieben" (als einziger Gast) geniessen konnte: das allgemeine Interesse am Thema war zuderzeit bereits erloschen.

Das Besondere dieser Ausgrabung in Kürze umrissen:

 

klatschhelle Lichtbestimmung, monochrom blau und pastellartig verblasst (das hat nichts zu tun mit der behaupteten Pastell-Tongebung laut Natalie Kalmus zur Zeit der Weltpremiere), jede Szene "verschaltet" [spätestens hier sollte einem schon ein Licht aufgehen], jedes 6. Szene hatte eine halbwegs manierliche Dichte, nur soffen dabei auch die Hintergrunddetails und auch Zeichnungen in Kostümen ab: ein echtes Scharz war absent (siehe die Szene im Anzug von Rhett Butler an der Treppe, wo Scarellt ihn zum ersten Male) sieht in verwaschen blau-grauer Anmutung).

Nach jedem Szenenwechsel hüpfte die Klebestelle (zumindest eines der drei Negativ-Auszüge). Der Ton hörte sich verschrammt an. Jenseits der Kreuzmodulatitonen durch die Lichttonabtastung mittels eines Ernemann-Lasers am Ernemann 15-Projektor - führt führt leider zu Klangverlusten.

 

Ein Gespenst an Technicolor-Kopie - eben darum, weil es keine war.

 

Was dann? Die "restaurierte" Eastmancolor-Fassung von 1989. Halt wenig gespielt (und daher als neuwertig und als Studioprint immer gut vermarktbar, wie es schon Martin Koerber seit seinem Antritt als Kurator bevorzugt praktizierte, nun auch die Nachfolgerin Connie Beetz).

 

Fazit: was ist schon perfekt? Aber auch ein wenig Kritik: mit etwas Mühe kann man eine Aufttaktveranstaltung informativer und didaktisch spannender gestalten. Ausserdem gibt es fast ein Dutzend echter Technicolor-Kopien aus mir bekanntem Umkreis, hatte selber zwei Stück davon - inklusive bei hiesigen Forumskollegen, aktuell und für immerdar.

Amen.

Edited by cinerama (see edit history)
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Heute habe ich die ersten Vorstellungen der Retrospektive besucht.

Garden of Allah: Wie zur Einführung des Films auch erklärt und wie vermutet, war es keine Technicolor Kopie, aber zumindest eine neugezogene Kopie vom Negativ.

Für den Laien war sicher kein Unterschied zu erkennen, aber für einen echten Technicolor Fan war der Unterschied natürlich sichtbar. Es waren etliche schöne Szenen im Dunkeln, die nur bei Druckkopien richtig zu geltung kommen. Aber ich will nicht meckern, da Nitro Vorführungen verständlicherweise nicht in Frage kommen, war das die beste alternative. Es hätte ja auch digital werden können.

Da Forumskollege Totalvision eine Karte ürig hatte und es zu schade geworden währe sie verfallen zu lassen, bin ich auch noch zum nächsten Film reingegangen obwohl ich mir keine Karte dafür gekauft hatte.

Ivanhoe:

Welch eine überraschung, es wurde eine Technicolor Druckkopie aus dem Eastman House Archiv angekündigt.

Die angenehme Überraschung war ein echter Genuß. Es war zwar keine Mint Kopie, aber die Schrammen an Akt Enden waren wenigstens ein Beweiß, dass es eine alte Kopie war. Es gab Farbunterschiede zwischen den einzelnen Akten und es war nicht die brillianteste Technicolor Kopie, aber es war trotzdem sehr schön.

Leider wurden deutsche Untertitel eingeblendet, was für einige vielleicht willkommen war, mich aber ziemlich störte.

Jetzt hoffe ich, dass die beiden Monroe Titel Morgen auch TC Kopien sind. Im großen und ganzen haben die sich doch Mühe gegeben, auch wenn die Retrospektive nicht der Mittelpunkt der Berlinale ist.

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Ganz so positiv kann ich das leider nicht sehen, bei dem was ich bisher gesehen habe, mal abgesehen von Ivanhoe.

Show Boat, Zauberer von Oz und Die drei Musketiere waren offensichtlich restaurierte Kopien und ganz sauber aber enttäuschend blass. "Glorious" "Pure Farbexplosion" oder "opulentes Farbspektakel" ist da doch etwas dick aufgetragen. Enttäuschend war vor allem die Kopie von "Nackte Gewalt" - extrem unscharf und farblich überladen. Das hat mich an VHS erinnert. Ich weiß nicht, warum es nach der Aufführung Applaus gab. Eigentlich müßte man anschließend meinen "Gut daß es dieses olle Technicolor nicht mehr gibt".

Nun habe ich schon Tickets für "Du sollst mein Glücksstern sein" und "Der gebrochene Pfeil", überlege aber ob es sich wirklich lohnt nochmal nach Berlin zu fahren.

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Ich hätte mir vorher ein Programm Heft nehmen sollen, dort steht was es für Kopien sind. Singin in the rain ist technicolor. Die beiden monroes waren digital restaurierte 35mm Kopien, schön aber halt kein technicolor. Shepperds of the hills ist auch technicolor. Tja, die Verantwortlichen hatten alle Möglichkeiten und hätten es besser machen können, aber wir leben anscheinend im parallel Universum, denn die übrigen Zuschauer wirkten begeistert.

Edited by filmantiques (see edit history)
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Die, die begeistert sind, sind das möglicherweise Festival-Touristen oder Freikartenempfänger? Freude erigiert auch immer dann, wenn von Monroe ihr Busen und von Astaire die Hüfte hervorragt, wenn Musik im PlayBack dazuswingt. Glorious Explosion und rauschhafte Party-Laune - ja, das gehört ja auch zu einem Filmfestival. Menschliches Bedürfnis!

 

"Vergleichen" (das war der lang vermisste Ansatz der diesjährigen Retrospektive - es wird bierernst) kann man vieles - oder man kann auch ohne Vergleiche eine Nachkopierung vorsetzen, falls die Fragestellung lediglich gewesen wäre: "Wie zeigt man für Zufallsbesucher Boleslawskis Film DER GARTEN ALLAHS oder: wie lange waren Monroe & Dietrich nicht mehr bei uns in der Retro oder: wie macht man einen Coup mit einem noch unerschlossenen [?] Archiv (dem Eastman House) oder: wie drapiert man deren Filmtitel so, dass sie kinematographisch Uninteressierte anlocken?".

 

Die Ansage war aber ("unfortunately" - das Wort des heutigen Symposiums) eine ganz andere. Der Retro- und Kinematheksleiter am Eröffnungsabend:

Welcome to the Technicolor print retrospective 2015.

 

Tage später wird klar: das war ein Versprecher. Er fürchtete womöglich den Vorwurf, man habe zu viel miteinander vermischt, falls man die Veranstaltung als Technicolor-Vorführung umschriebe. Und daher kam ihm das traumatische Wort "Technicolor print" als Versprecher über die Lippen, weil genau ein solcher Ansatz nicht aufrechterhalten werden soll?

 

Wenn man nicht einmal GONE WITH THE WIND in einer gängigen Technicolor-Kopie zeigt (sonderns als verflachtes, verblichenes Eastman Color-Kopienmonstrum), und wenn man dies nicht diskutieren und vergleichen kann, so hat sich bereits der Eröffnungsabend aus dem Zirkel ernsthafter Screenings verabschiedet.

Edited by cinerama (see edit history)
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Richtig, die Einschränkung wird man machen und hinnehmen müssen - originale Druckkopien aus der Zeit vor 1950 werden wir wegen der Nitro-Problematik nicht zu sehen bekommen (Technicolor ist im Jahre 1950 auf Safety-Material für seine Druckkopien umgestiegen). Aber an dieser Stelle wäre ich zu Kompromissen bereit, soweit nur Druckkopien (in diesem Falle also Nachkopierungen) zur Aufführung gelangen. [...]

 

 

Nicht nur Wiederaufführungen nach dem Umbruch von 1954, sondern auch aus den 1990er Jahren werden dem Thema m.E. gerecht.

Zitiert sei die Ko-Kuratorin der Retrospektive:

 

The first film printed in the new process was Warner’s Batman and Robin (1997), followed – among others – by Godzilla (1998), Bulworth (1998), Toy Story 2 (1999), Family Man (2000), The Wedding Planner (2001), Bandits (2001) and Pearl Harbour (2001). The new process served also for new dye transfer reissues of well-known Technicolor titles like The Wizard of Oz (1939), Gone with the Wind (1939), Rear Window (1954), Giant (1956), Vertigo (1958), Funny Girl (1968) and Apocalypse Now Redux (2001). General information is scarce, as Technicolor never made public statements about the process or the films printed.

 

Darauf hatte man so gewartet. Dieter Kosslick versprach es doch:

 

„Das lodernde Rot des Südstaatenhimmels in „Vom Winde verweht“ oder das ekstatische Gelb der Regenmäntel in „Singin' in the Rain“ - dramaturgisch überhöhte Farbspiele waren damals eine Sensation“, so Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

 

Das "Rot des Südstaatenhimmels" - verrutscht zum angeblauten Orange. Das Türkis von Scarlett O'Haras Ballkleid: stumpf vergraut.

Kein Lodern, keine Orgie. Aber Inkompetenz.

Edited by cinerama (see edit history)
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Verantwortlich: Dick May im Auftrag von Turner - der zwei Jahre zuvor die Rechte erworben hatte.

Wie gesagt: die Kopie vor 25 Jahren in Zoo 7 (1989) sah genau so aus wie das flaue Schreckgespenst vom Freitag aus dem gleichen Stall.

Entsprechend simplifiziert-mißverständlich die Restaurations-Rezension dieser Peinlichkeit von 1989:

 

The new color-corrected print, struck from the original negatives, has its premiere tomorrow and Tuesday on the 34-foot-high screen at Radio City Music Hall.

 

http://www.nytimes.c...-its-glory.html

 

Und hier wird ansatzweise, vorsichtig, die "Abweichung" eingeräumt:

 

But how close is the color to the original production, as designed by the late William Cameron Menzies?

''That is the unanswerable question,'' says Ms. Bandy at the Museum of Modern Art. ''What we all hope today from the archival standpoint is that studios want their films to be re-released as closely as possible to the original release, and that's what you're seeing with 'Gone With the Wind.' ''

[...]

But at a recent press screening, a ''control'' sample of an early Technicolor print appeared considerably more orange than the cooler tones of the new release. In fact, in setting color values for the new print, Turner took into account contemporary taste. To a generation raised on color television, ''Technicolor seems a much warmer tone,'' says Mr. May. ''Ah, but that's the beautiful part of the old Technicolor,'' says the director Martin Scorsese, long a proponent of film preservaton. ''That's what gave the original 'Gone With the Wind' a very vivid, hot, saturated feeling to it. And I personally prefer that.''

http://www.nytimes.c...d=2#h[baaAIp,1]

 

"Cooler tones"...

köstlich ausgerdrückt in bezug auf ein von A bis Z verfremdetes Farbvergehen. In früheren Zeiten wären hierfür in Kopierwerken "die Köpfe gerollt". 1989 hielt man wohl halt grosse Stücke auf desaturiertes "Cameron-Blau" (ABYSS, TERMINATOR)?

 

Entsetzlich bleibt das Bildhüpfen an jedem Szenenwechsel, weshalb ich auf Kerbenschaltung tippe. Folienschaltung war in Europa zwar bereits gängig, nicht aber in USA oder bei YCM Burbank. Der falsche Printer (etwa auf Naßkopierung umgebaute Schrittkopiermaschine), und schon tanzt jede Klebestelle aus der Reihe.

Edited by cinerama (see edit history)
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Heute haben wir African Queen gesehen und ich weiß nicht, irgendetwas kommt in diesem Kino komisch rüber.

Diese Technicolor Kopie von African Queen war nicht bunt und wirkte genauso wie die nachgezogenen Kopien der vergangenen Tage. Leichter grün stich, bzw. wie verwaschene Farben. Ich vermute mal es liegt entweder an der Optik des Projektors, weil bei einigen sehr lichtstarken Objektiven die Schärfe zwar fantastisch rüber kommt, aber dafür verliert man an Brillanz der Farben. Einige sehr helle Szenen, die eigentlich schon am Auge wehtun müssten waren einfach nur matt.

Oder es liegt an der Tatsache, dass es ja eine 60iger Jahre Kopie ist (wurde so angekündigt) und diese vielleicht nicht so schön ist wie eine EA Kopie.

Im direkten Vergleich gefielen mir die beiden Monroes gestern, die ja digital restauriert und neu auf 35mm gezogen wurden, doch besser als diese echte Technicolor Kopie heute.

 

Fazit: So schön oder nicht schön die Kopien sind, das Kino ist nicht der richtige Rahmen für solche Klassiker. So was ohne Vorhang aufzuführen ist schon lieblos, und die Aktwechsel waren auch amateurhaft, gestern bei einem der Monroe Filme waren mehrmals Startbänder zu sehen. Für diese Vorstellungen sich einen weiten Weg und Hotel Kosten anzutun ist es mit Sicherheit nicht wert gewesen, aber wenn man schon in der Stadt wohnt ist es ok und ich bereue keines der Filme mir angesehen zu haben und hätte mir gerne den einen oder anderen angesehen, wenn ich die Zeit hätte.

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Links zu AFRICAN QUEEN, falls von Interesse...

 

Ein erfahrener Sammler kompilierte vor einigen Jahren eine spielfähige 35mm-Technicolor-Kopie. Deren Zustand beschreibt er hinsichtlich der Farbstichigkeit entweder mit gelb oder blau: von grün ist dort keine Rede.

Es wird ja wohl nicht die einzige Kopie sein. Und die auf den IFB gezeigte Fassung wäre der Beschreibung nach eine andere?

Die Kuratoren und auch Archivleiter auf der Retro zeigten sich überrascht (teils unerfahren) oder amüsiert, dass "keine Techncolor.Kopie der anderen gleicht". Pauschal ist dies nicht richtig. Wo es aber auftrifft, wären Erklärungen aus der Produktionspraxis erhellend: solche blieben auf der Retros wieder einmal aus. Und keiner der Anwesenden dürfte m.E. noch Zeuge einer Technicolor-Kopierung gewesen sein..

http://www.imamuseum...-african-queen/

 

http://usatoday30.us...side23_ST_N.htm

http://digital-inter...technicolor.htm

http://www.blu-ray.com/news/?id=4307

 

In der neuen Fassung nach dem Transfer hat man sich für neutrale Abstimmung entschieden:

 

rollingeyes2.jpg

 

Nach Auffassung des Archiveiters des Eastman House - ein echter Filmrollen-Verteidiger, der auch korrekt darauf hinwies, dass bei einer Filmrestaurierung ein digitaler Transfer zwar vorkäme und bei bestimmten Schäden sogar hilfreich sei, aber keineswegs den einzigen Restaurierungsweg darstellt. Womit gemeint ist, dass bei intakten Ausgangsmaterialien die fotochemische Restaurierung / Neukopierung (!) durchaus genügt und restlos höchste Ansprüche erfüllt.

Ein bisschen vage wurde er, als die Feststellung fiel (beinahe im Stil einiger Diskutanten auch in der Kinoszene), jede Art von neuer Farbabstimmung eines alten Films falle in den Bereich der "Fiktion". Niemand könne sich an Farben früherer Dekaden erinnern, oft verfalle das Farbgedächtnis schon nach wenigen Minuten, so der Archivleiter. Daher vergleiche man seit geraumen alte Techhnicolor-Prints miteinander.

Generell würde ich dieser Pauschaiisierung nicht zustimmen. Wer beruflich damit zu tun hatte, erinnert sich durchaus an Look und Lichtbestimmungen älterer Filme sehr präzise: oft noch nach Jahrzehnten. Zu selten leider werder erfahrene Fachleute herangezogen. Bisweilen klappt es ohne viel Marketing-Tamtam dann doch, wie einige Restaurierungen (leider nur in digitalisierter Form) beweisen.

An den Restaurierungen von ROBIN HOOD und WIZARD OF OZ gibt es nicht das geringste auszusetzen oder zu korrigieren. Solides Handwerk, jedoch keine Fiktion.

Edited by cinerama (see edit history)
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Hm, was auch sein kann, das die Erinnerung auf Warmlichtspiegelprojektion basiert. Die ist, aufgrund ihres erheblich höheren UV Und Infrarotanteils des Lichts, einfach viel satter in den Farben. Nimmt man heute einen der Kaltlichtspiegel, dazu 4-7kW Lampe für Licht, eine normale 2.0er Optik die 20 Jahre alt ist, eine mattweiße Leinwand statt der damals oft verbauten Perllux mit 1,4 oder 1,8-2,0, leicht gelblich durch die Lackierung, dann ergibt sich eine ganz andere Farbwiedergabe.

Jens

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Nein, eigentlich nicht. Ich kenne Projektionen mit kohlebogenlampen und den Unterschied zwischen hallogen und xenon meine ich auch nicht. Das was ich meine konnte ich bei Projektion nur mit xenon mit unterschiedlichen objektiven feststellen. Und auch zwischen einfach verschiedenen technicolor Kopien.

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Hm, was auch sein kann, das die Erinnerung auf Warmlichtspiegelprojektion basiert. Die ist, aufgrund ihres erheblich höheren UV Und Infrarotanteils des Lichts, einfach viel satter in den Farben. Nimmt man heute einen der Kaltlichtspiegel, dazu 4-7kW Lampe für Licht, eine normale 2.0er Optik die 20 Jahre alt ist, eine mattweiße Leinwand statt der damals oft verbauten Perllux mit 1,4 oder 1,8-2,0, leicht gelblich durch die Lackierung, dann ergibt sich eine ganz andere Farbwiedergabe.

Jens

 

Na ja - also satter sind m.E. die Farben wegen der Warmlichtspiegel eger nicht, zumal man stattdessen Farbalance und Leuchtdichte, abhängig vom seinerzeitigen Kino und der Bogenlampe, thematisieren könnte. Aber die Bildwandtpye ist entscheidend. Entscheidend ausserdem: der Grossteil der zeitgenössischen TC-Kopien wurde mit Reinkohle (bis Ende der 50erJahre dominant und gelblich) projiziert. Daher auch einige gelb-grüne Erinnerungen. Zusätzlich war dann z.B. AFRICAN QUEEN okkafarben in den Theaterkopien ausgefallen.

Aber wurden TC-Kopien aufgrund des gelben Reinkohlelichts korrigierend jemals "kühler" abgestimmt?

 

Bei Xenon-Projektion ist hinwiederum der Rotanteil geringer (der bei HI-Licht noch vollständig vorhanden war): auch hier ergeben sich leicht veränderte Bildeindrücke.

Ebenso entscheidend ist der Vergleich zwischen typischen Petzval-Optiken wir Isco Kiptar oder Sonnar-Typen wie Ernostar und in der neueren Zeit Isco Ultra Star HD Plus.

Verwenden würde ich immer nur die letztgenannte Optik-Serie, so verfügbar.

Gelbstich und verminderten Kontrast kann man sich hinterher durch Filterungen der Projektion hinzufügen, falls das gewünscht ist.

 

*

 

Zu den nachkopierten oder restaurierten Mehrschichten-Theaterkopien von Filmen, die auf S/W-Negativen (= Technicolor-Aufnahmeverfahrenn) gedreht wurden, wäre nachztragen: es wundert mich die Praxis und die Laxheit in der Akzeptanz solcher Fassungen. Auf modernes Intermediate-Material mit Gamma 1 ist das Ergebnis einer solchen Kopie doch zu steil: man wird dies in den Umopierungen von YOLANDA UND DER DIEB u.v.a. zu erkennen: Falschfarben, Falschkontraste. Kein Technicolor-Look möglich!

Umkopierungen hinwiederum via Separations zu Mehrschichten-Positiven, falls man sie erwogen hätte, wären zu flach ausgefallen und sind auch für den Process No. 4 gar nicht vorgesehen. Wie kopiert also sonst?

Nur der Druckmatrizenfilm wäre dafür geeignet, der heute leider nicht mehr existiert. Ein Manko, dass auch Neukopierungen von SPIEGELBILD IM GOLDENEN AUGEN (Eastman Color-Negativ) verhindert.

 

*

Noch einmal eine Nachlese zu VOM WINDE VERWEHT:

"Gone with the Winde" (GWTW) auf Blu ray erscheint zwar etwas flacher als die DVD, die etwas poppiger ausfällt: die Blu ray Disc sie zeigt durchwegs kräftige, normale Farben für Aussenaufnahmen und tatsächlich gedecktere, bräunliche Farben für die Innenaufnahmen (sobald die Innenaufnahme etwas in die Abendstimmung übergehe). Ob das der Stil der "alten Niederländer" [Malerei] ist (wie Natalie Kalmus sie angeblich intendierte?), bestreite ich. Diese Look ist es eher der Charakteristik des Petroliumlichts zur Zeit der Bürgerkriegs geschuldet, die man beim Dreh berücksichtigte. Diese Szenen sind also nicht erst hinterher im Look verändert oder "niederländisch" worden (schon wegen der geringen Möglichkeiten der Nachkorrektur bei der Druck-Kopierung). Szenenweisse Korrekturen im Technicolor.Durckkproezesse sind ja nicht möglich. Daher stiegt der Personalaufwand im Kopierwerk immens, und es blieb trotzdem die Unmöglicheit am nächsten Tag Farbmuster vorzuführen. Farbtests und Tafeln beim Dreh bestimmten ausschliesslich den Look. Erst beim Process No. 5 (Druckmatrizen vom Duplikatnegativ - verbessert weiterhin durch das CRI-Negativ) konnte szenenweise geschaltet werden.

 

Was ist nun besonders leuchtend und glorios Technicolor-Prozess und der Kinematheks-Retrospektive, wie sie Gerhard Midding im epd prosaisch huldigt?

Wenn Farben exponiert und für diesen legendären Prozess emblematisch leuchten, ist dies der Verweilzeit im Farbstoffbad zuzordnen: starke Farbhervorhebungen von Gelb und Rot, wie oft glorifizierend hervorgehoben wird.

 

*

 

Warum schwanken die Szenen unter sich, aber auch Farbbereiche innerhalb des Bildaufbaus?

Farbstoffe bei TC sind anders gebunden als bei Agfacolor oder Easteman Color-Mehrschichtenfilmen.

Langsam pulsierende Hauttöne, tpyisch für Technicolor-.Filme, ergeben sich auafgrund des Unmgöglichkeit, alle 3 Schwarzweiss-Negativrollen gleichzeitig zu entwickeln. Die Entwicklungszeit beträgt bei Schwarzweiss-Entwicklung bei einer 300m-Rolle etwa 50 bis 60 Minuten Durchlaufzeit. Bei 3 Stunden EZ für 900 Meter Film changieren bereits Temperatur und Dosierung. Sie konstant gehalten zu haben, kann man ausschliessen. Bei der Kopierung wiederholt sich ein ähnlicher Effekt: Die "typischen" Farbsprünge an den 300m-Rollen sind somit die Regel. Allerdings war für Selznick typisch, noch zehn Minuten vor der Weltpremiere nachkopierte Klammerteile in der Technicolor-Kopie eingefügt zu haben.

Leider wurde über diese Eigenheiten auf den Symposien der Kinemthek nicht sehr konkret eingegangen, sondern in fast fatalistischem Gestus oder mit humoristischer Breitseite von Vorgefundenem ausgegangen, anstatt die Ursachen zu ergründen. Der Moderator, Martin Koerber, versteht sehr gut, ein Anliegen oder Verfallsprozesse für ein Normalpublikum eingängig zu kommentieren. Seine eingeladenen Stammgäste schon er dann zu sehr: Freunde lässt man ausreden, aber intervenierendes Nachfragen und auch Widerspruch wäre im Sinne der Forschung erhellender. So offenbart sich immer wieder eine Verkaufsverannstaltung, nur leider keine streithafte Fachdebatte, die eine aktive Teilnahme des Pulikums, auch durch Zweifel genährt, voranbrächte. Schade!

 

*

 

Schicksal? Ist die Restitution von Farbe und Look "Fiktion" - zitiert nach Ansicht des Eastman House?

 

Man ist aufgrund der Einsicht in alte Verfahren mit jetzt neuer Technologien imstande, eine nachträgliche Perfektionierung herbeizuführen. Es fehlen aber Fachleute, nicht nur mit Kopierwerks-, sondern auch mit Kinoerfahrung - dezidiert auch am Potsdamer Platz und sicher auch in den ausländischen Archiven.

Vergleiche der TC-Filmkopien sind interessant für die Dokumentation seinerzeitiger Seherfahrungen und als Dokumente. 4000 Clips hat Barbara Flückiger aufgenommen, und solche Fleissarbeit ist im Sinne der Verständnisbildung für Varianzen in der damaligen Filmproduktion.

Benutzt man sie aber für eine Restaurierung? Ich denke, es ist ein Anliegen, dass im Regelfall in die Sackgasse führt. Entscheidend für eine Restitution ist die Vorlage des Negativs, egal in welchem Zustand es sich befindet (sofern nicht die Farbtafel fehlt oder nur ein monochromes Bild á la Jim Jamushs "Blue" eine Farbbestimmung verunmöglicht).

Wer Technicolor-Theaterkopien heranzieht für Restaurierungen, der ist schlecht beraten. Spielerisch wurde der Transfer und das Grading eines Technicolor-Trailers von SAMSON UND DELILAH durch Barbara Flückiger und Martin Koerber vorgestellt, aber der Sinn des Experiments hat sich mir nicht erschlossen. Evtl. ging es eher um ein Grading mit verschiedenen Materialien, weniger aber um Erforschung von Technicolor?

 

Wir finden die pfauenartige Auffächerung von Technicolor-Clips ein under derselben Szene auch in früheren Restaurierungen, etwa bei VERTIGO oder MY FARI LADY (Eastman Color-Large-Format-Negative). Eigentlich ist diese Show, die auch das Eastman Hous verteidigt, ein Reklame-Geplapper. Etwa bei VERTIGO, dessen 65mm-Zwipo auch für die neue Blu ray/DCP verwendbar war - weil exzellent hergestellt, zeigt sich, dass dieser TC-Fächerkalatolg keine Auswirkung auf das Endergebnis hatte.

"Fiktion", wie der Archivleiter des Eastman House sinniert, ist die Restitution eines Farbfilms mitnichten. Manche möchten sich damit interessant machen, weil man ja "Geheimnisträger" und Verwalter der Originalmaterialien ist.

Die Realtität ist nüchterner, es ist Technik, kein Mythos, kein Geheiminis und Gralshüterei am wenigsten.

 

*

 

Was fällt auf an Zufallssichtungen der letzten Jahre?

Universal bemüht sich nachwievor um Herstellung photochemischer Interpostive (bspw. von Eastman Color-Filmen). Ein hohes Lob für diesen Prozess. THE ROPE zum Beispiel ist bei Universal als Technicolor-Digitalrestaurierung gut gelungen - evtl. wurde vorher via Oxberry ein 35mm-Lavendel hergestellt.

20th Century-Fox, auf der Berlinale-Retro wieder einmal vertreten durch Schawn Belston, fertigte zuletzt offenbar Scans von Technicolor-Negativen wie auch bei Warner: mit Ergebnisse, die bei Warner hinsichtlich WIZARD OF OZ und GONE WITH WIND gut aussehen, bei Fox hinsichtlich der der Gradation und Körnung und in der Auffälligkeit "schreiender Farben" grausam aussehen (NIAGARA, BLONDINEN BEVORZUGT - ebenfalls aus DCP auf der Berlinale).

Das wundert. Denn beim Abtasten/Scannen der 3 Schwarzweiss-Negative liegt ein fertiges Ergebnis nahe am Original vor: keine Fiktion und kein Raten hinsichtlich des Filmlooks. Allenfalls könnte man in heutiger Postproduktionspraxis noch einen minimalen Szenenausgleich hinzufügen, aber für die Wiederherstellung des Original-Looks bedarf es keiner Recherchen oder TC-Vergleichskopien und keiner Fiktion.

 

Die gleiche Verfahrensweise ist im Umgang bei Eastman-Color.Filmen üblich. Ausgenommen warum beim Merhschichtenverfahren in Eastman Color der Sonderwunsch nach anderem Look (der aber beim Dreh mit Braun- und Gelbfiltern berücksicht werden konnte - bei frühem Agfacolor durch gelb gefärbte Wiesen etc.). Bei der Kopierung und Lichtbestimmung vor Einführung des Digital Internegatives sind also Lookänderungen eher die Ausnahme. Beispiele: ein getöntes Weiss durch dunklere Kopierung usw., wie auf Wunsch von Mel Gibson für BRAVEHEART angefordert wurde.

 

Leider ist anhand der Festivalbroschüre oft nicht herauslesbar, welcher Film in welcher Version läuft.

Tatsächlich hätte man sich auf reine Technicolor-Druckkopien beschränken sollen und die späteren Derivate der Demonstration auf einer Sondeveranstaltung (oder dem Heimkinomarkt und der Blu ray Disc) überlassen sollen. Problematisch bleibt, dass die Ursachen für die Look-Änderungen nicht befriedigend herausgearbeitet wurden.

Edited by cinerama (see edit history)
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Dann guck Dir mal einen Film mit Cinemeccanica - Blechspiegel und richtig Licht, also so etwa 1,6 kW auf 4 Meter Breite oder so an. Das ist das beste an Farben, bzw. Farbeindruck, was ich je gesehen habe. Mir fallen noch mindestens drei Leute aus dem Forum ein, die das genauso sehen.

 

Der Farbeindruck ist völlig anders, als bei Kaltlichtspiegeln. Noch extremer wird der Unterschied, wenn man ihn mit ostzonalen Kaltlichtspiegeln von Meopta vergleicht (wobei die letztgenannten Spiegel auch einen netten Farbcharme haben, sie sind nämlich extrem blau).

 

Gruß

Martin

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Ja, ist bekannt, auch aus den fortschrittlicheren US-Lampenhäusern.

Auch seit Viktoria-8-Zeiten mir bekannt, schon wegen höherer Leuchtdichte.

Du meinst sicher die Farbtemperatur.

"Sättigung" (oder, vice versa, Denaturierung) wie in unserer Diskussion obenstehend angenommen, ist etwas anderes.

Edited by cinerama (see edit history)
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Garden of Allah ist eine restaurierte Kopie die ganz frisch vom negativ gezogen wurde, aber nicht digital aufgearbeitet wie das bei den Marilyn Monroe Kopien der fall war.

Ich habe die Ansagen immer mit meinem Handy gefilmt, muss diese mal bei gelegenheit bei youtube hochladen, da erzählen sie fast immer etwas zu den Kopien.

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Ich meine nicht nur die Farbtemperatur. Cinemeccanica Horizontal - Blechspiegel geben dem Bild eine ungeheure Strahlkraft.

Im Gegensatz dazu war die Projektion mit US Lampenhäusern überall bisher IMMER eine absolute Katastrophe. Alles blaustichig, alles matschig. Alles blaß. Zappenduster. Und das in mehreren Häusern.

 

Gruß

Martin

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Szenenweisse Korrekturen im Technicolor.Durckkproezesse sind ja nicht möglich. Daher stiegt der Personalaufwand im Kopierwerk immens, und es blieb trotzdem die Unmöglicheit am nächsten Tag Farbmuster vorzuführen. Farbtests und Tafeln beim Dreh bestimmten ausschliesslich den Look. Erst beim Process No. 5 (Druckmatrizen vom Duplikatnegativ - verbessert weiterhin durch das CRI-Negativ) konnte szenenweise geschaltet werden.

 

Das ist leider so nicht richtig. Beim eigentlichen Druckprozeß konnte in der Tat nur noch die Intensität der einzelnen Druckfarben (über das sog. backwash) feinreguliert werden.

Selbstverständlich wurden Technicolor-Filme szenen- bzw. einstellungsweise licht- und farbkorrigiert! Diese Korrekturen erfolgten bei der Herstellung der Zwischenmaterialien, so daß die davon erstellten Druckmatrizen alle Farb- und Lichtwechsel enthielten - so, wie es in der Eastman-Welt bei einem Duplikatnegativ auch sein sollte, von dem dann die Vorführkopien mit einem Licht gezogen werden.

 

Der Behauptung, man müsse TC-Kameranegative nur korrekt einscannen und kombinieren, dann habe man den korrekten "Look", ist klar zu widersprechen. Wenn wir von dreistreifig aufgenommenen TC-Filmen reden, dann waren die Originalnegative nur der erste Schritt auf dem Weg zum gewünschten Farbcharakter. Die Farbtafeln dienten der Prozeßkontrolle bei der Verarbeitung, nicht aber der Abstimmung der Inhalte.

 

Warum gab es bei Disney wandfüllende Umrechnungstabellen mit Farbmustern, in denen gezeigt wurde, welche Cel-Farbe nach dem Durchlaufen des gesamten TC-Prozesses einschließlich Druckverfahren herauskommen würde? Warum wurden Kleidungsstücke mit abgestuften Spezialtönungen behandelt?

All das geschah, weil man sich der Einschränkungen des Systems bewußt war und diese farblich kompensierte. Daher ist eine TC-Druckkopie, sofern sie aus der Entstehungszeit des Films stammt, sehr wohl eine klare Angabe, in welche Richtung sich eine Restaurierung zu bewegen hat.

 

Das bloße Rekombinieren der originalen Auszugsnegative (ich spreche ausdrücklich von Kameraoriginalen, nicht von Sicherungsnegativen, die vom fertigen Film erstellt wurden) erbringt keinen authentischen Technicolor-Look, sondern nur unausgeglichene, farblich uneinheitliche Bilder.

 

Man muß es immer wieder betonen, daß TC (vor der Einführung des Eastman-Farbnegativs) ein in sich geschlossenes System war, von der Planung bis zur fertigen Kopie. Jeder, der das außer Acht läßt, um sich an durch neueste Scannertechnik herausgezauberte Details zu berauschen, ohne aber die Grenzen des damaligen Druckverfahren wieder einzuführen, schafft eine Neuinterpretation mit erheblichen Verfälschungen, um sie dem Zeitgeschmack und kommerziellen Erwartungen (better than ever) anzupassen.

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Nachtrag:

 

 

Der These, die pulsierenden Dichteschwankungen seien auf die Entwicklung der S/W-Kameraoriginale zurückzuführen, wäre nachzugehen. Dem spricht die Tatsache entgegen, daß auch TC-Zeichentrickfilme das Phänomen zeigen. Diese wurden aber auf einem Streifen als "sequential exposure" aufgezeichnet, also die drei Auszüge in direkter Folge. Erst bei der Herstellung der Druckvormaterialien trennte man die Phasenbilder in optischer Schrittkopierung auf drei Streifen auf. Ein Entwicklungseinfluß bei der Originalentwicklung scheidet da aus.

 

Alles in allem eine interessante Diskussion, die man weiterführen sollte.

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Langsam pulsierende Hauttöne, tpyisch für Technicolor-.Filme, ergeben sich auafgrund des Unmgöglichkeit, alle 3 Schwarzweiss-Negativrollen gleichzeitig zu entwickeln. Die Entwicklungszeit beträgt bei Schwarzweiss-Entwicklung bei einer 300m-Rolle etwa 50 bis 60 Minuten Durchlaufzeit. Bei 3 Stunden EZ für 900 Meter Film changieren bereits Temperatur und Dosierung. Sie konstant gehalten zu haben, kann man ausschliessen.

 

Es gab bei der Entwicklung von Technicolor Schwarzweiss-Negativrollen keine "Durchlaufzeiten". Zu der Zeit von GONE WITH THE WIND und auch noch einige Jahre später, wurden die Negative auf Trommeln (die jeweils 1000 Fuß fassten) im Tauchbadverfahren entwickelt, die konnten mehrere Trommeln gleichzeitg fassen. Sowohl in USA als auch ab 1935 in England.

 

Die Matrix Herstellung war, wie schon @magentacine erläutert hat, dann der Schritt um Einfluß auf Licht, Kontrast und Registrierung der Auszüge zueinander zu nehmen.

 

Näheres dazu demnächst in unserem Festivalheft ...

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The negative is developed at night and the negative reports, negative clippings, and estimated printer points are delivered to the Technicolor cameraman on the set the following morning. Black-and-white rush prints, if ordered, are generally delivered the following afternoon, and the color rush prints are delivered the following evening.

 

(Winton Hoch, ASC: Technicolor Cinematography, JSMPE Aug. 1942, p. 96-108)

 

"printer points" bedeutet übersetzt "Kopierlicht-Werte".

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