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Pudding

Zurück in die Zukunft Event

120 Beiträge in diesem Thema

Trotzdem ist es extrem unwahrscheindlich, daß deutsche VHS Veröffentlichungen von Zurück in die Zukunft damals in Hi-Fi Stereo (und damit automatisch Dolby Surround kompatibel) waren und der Film im Kino ausschließlich in Monoton gelaufen ist...

 

vG

Christian

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ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT (Teil 1) habe ich in deutschen Kinos immer nur mit 35mm Dolby Stereo Kopien gehört und gesehen. Dass es davon tatsächlich auch Mono-Versionen gab ist mir vollkommen neu. Aber man lernt gerne dazu.

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In UK/US wurden sogar noch Mitte der 80er manche Filme (keine B-Movies!) im englischen Original in Mono abgemischt. Ich hatte eine US-Kopie von Nineteen-Eighy-Four in Händen, der Film ist aus dem Jahr 1984, englisches Original aus US- oder UK-Kopierwerk. Film in Mono, Eurythmics-Einlassmusik (Sexcrime) in Stereo davor. Laut imdb ist der Film an sich in Mono abgemischt, also in dem Fall nicht mal ein Einzelfall bei wenigen Kopien. In den 80ern ist Mono (und unsinnige Kombis mit Stereo) also kein rein deutsches Phänomen (und kein Grund in ironisch gefärbten Selbsthass zu verfallen).

 

Die Zahl der Nicht-Stereo-Leinwände sagt aber doch nicht notwendigerweise was über die Zahl der Mono-Kopien aus - das Verfahren ist ja (bedingt) rückwärtskompatibel. Gibt es denn belastbare Zahlen über den Mono/Stereo-Anteil aus der Zeit für die großen Filme? Bislang habe ich praktisch keine Kopien von großen Filmen nach 1989 gesehen die kein Stereo hatten.

 

Das mit den Synchros hab ich früher auch so gesehen ("synchro ist mist, nur original ist gut"), habe aber mittlerweile meine Meinung etwas geändert, und das hängt u.a. mit der Art und weise zusammen wie die menschliche Psyche einen Film wahrnimmt. Die Muttersprache ist ein wesentlich direkterer Pfad ins Gehirn, und grade beim Film läuft sehr viel unterbewusst ab, was bestimmt ob ein Film "funktioniert" oder nicht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Englisch nicht nur eine Sprache ist, sondern auch mit einer bestimmten Kultur (US, UK) kommt. Die Feinheiten jeder Sprache sind sehr subtil, und die kann man als Nicht-Muttersprachler kaum lernen, wenn man nicht viele Jahre in einem z.B. englischsprachigen Land gelebt hat. Ja, man "versteht" den Film auch in Englisch. Aber nicht mit der vom Regisseur beabsichtigten Wucht. Jeder Filmemacher der mal versucht hat, sehr gute englische Untertitel zu machen, die auch die Stimmung und alle Nuancen rüberbringen, wird das bestätigen können. Auch interkulturelle Trainings, die in manchen Firmen angeboten werden, können einem da ganz schön die Augen öffnen.

 

Die deutschen Tonmischungen sind allerdings ein valider Kritikpunkt. Die Sachen werden einfach in der Mischung versumpft, egal wie gut das Ausgangsmaterial ist: Dynamik runter, und das lauteste muß immer der Dialog sein, egal ob da noch Explosionen kommen oder nicht. Kein Wunder dass es dann wie ein Theaterstück klingt. Leider sind die Mischtonmeister da alle drauf eingeschossen hierzulande, da muss man in der Mischung echt mit Klauen und Zähnen kämpfen damit sie das zumindest nicht ganz so extrem machen. :evil:

 

dbx1000

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In UK/US wurden sogar noch Mitte der 80er manche Filme (keine B-Movies!) im englischen Original in Mono abgemischt. Ich hatte eine US-Kopie von Nineteen-Eighy-Four in Händen, der Film ist aus dem Jahr 1984, englisches Original aus US- oder UK-Kopierwerk. Film in Mono, Eurythmics-Einlassmusik (Sexcrime) in Stereo davor. Laut imdb ist der Film an sich in Mono abgemischt, also in dem Fall nicht mal ein Einzelfall bei wenigen Kopien. In den 80ern ist Mono (und unsinnige Kombis mit Stereo) also kein rein deutsches Phänomen (und kein Grund in ironisch gefärbten Selbsthass zu verfallen).

 

Das ist aber ein anderes Thema. Hier geht um das "Problem", daß es aus Gründen der Monokompatibilität von Filmen mit Dolby-Mischung auch Mono-Kopien gab.

Das gab es bei der UIP noch 1985, allerdings sind mir die Anteile Mono/Dolby nicht bekannt. Auch habe ich keine Informationen über andere Verleiher.

Es wäre schön, wenn Insider hierzu was sagen könnten.

 

 

Die Zahl der Nicht-Stereo-Leinwände sagt aber doch nicht notwendigerweise was über die Zahl der Mono-Kopien aus - ...

 

... da hierzu nur der Anteil der Dolby-Kinos, die zum Starttermin spielten, berücksichtigt werden müsste.

 

 

Die deutschen Tonmischungen sind allerdings ein valider Kritikpunkt. Die Sachen werden einfach in der Mischung versumpft, egal wie gut das Ausgangsmaterial ist: Dynamik runter, und das lauteste muß immer der Dialog sein, egal ob da noch Explosionen kommen oder nicht. Kein Wunder dass es dann wie ein Theaterstück klingt. Leider sind die Mischtonmeister da alle drauf eingeschossen hierzulande, da muss man in der Mischung echt mit Klauen und Zähnen kämpfen damit sie das zumindest nicht ganz so extrem machen. :evil:

 

Es gibt durchaus deutsche Fassungen mit großer Dynamik, aber das von Dir genannte Problem ist leider weit verbreitet. Wobei hier auch noch unterschieden werden muß zwischen Kino-Version und Heimkino, sowie DVD und BluRay. Es gibt durchaus einige Filme mit dynamischer deutscher Mischung, die es in der Originaldynamik noch auf die DVD geschafft haben, jedoch bei der BluRay-Veröffentlichung "zerstört" wurden.

Andere dagegen haben es gar nicht mit Dynamik auf die Heimmedien geschafft.

 

 

Die Frage ist auch ob Verleihe damals Geld einsparen konnten, wenn sie bei (einigen) Prints kein Dolby aufgespielt haben.

 

Wer weiß mehr (z.B. Cinerama)?

 

Der ist vermutlich noch mit NuOptix und den Zeitzeugen beschäftigt. ;-)

 

Ernsthaft: Wie TK-Chris schrieb, ist das sogar teurer. Man braucht eine zweite Mischung, oder zumindest eine Bearbeitung der Dolby-Mischung. Dies bedeutet dann auch einen zweiten Satz Magnetfilme, ein zweites Lichttonnegativ, getrennte Verwaltung der Lagerbestände, Abfragen der technischen Ausstattung der Kinos bei der Dispo usw.

 

Bei diesem Thema könnte unser Kopierwerksinsider was Konstruktives beitragen. Z.B., daß von Film xy xx Mono-Kopien und yy Dolby-Kopien gezogen wurden.

Bei der Gelegenheit könnte er auch mal folgende Aussage aus einem anderen Thread präzisieren:

 

Allerdings kam in den Geyer-Werken die Picot-Lichttonkamera für Dolby Stereo zum Einsatz. Hier musste man sich vor Fehlbedienungen in Acht nehmen, etwa beim Film "Zurück in die Zukunft".

 

Zu finden unter http://www.filmvorfu...160#entry201554

 

 

Gruß

 

Salvatore

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Im Gegenteil. Das kostete. Später hat man ja darauf verzichtet und es gab die bekannten grünen Dolby Aufkleber

 

Ernsthaft: Wie TK-Chris schrieb, ist das sogar teurer. Man braucht eine zweite Mischung, oder zumindest eine Bearbeitung der Dolby-Mischung. Dies bedeutet dann auch einen zweiten Satz Magnetfilme, ein zweites Lichttonnegativ, getrennte Verwaltung der Lagerbestände, Abfragen der technischen Ausstattung der Kinos bei der Dispo usw.

 

Und warum machte man es dann überhaupt? Eventuell mußte man damals pro Dolby Kopie Lizenzgebühren zahlen, welche sich die Verleihe eventuell sparen wollten :?:

 

Irgendeinen triftigen Grund muß es für die Monokopien gegeben haben. Cinerama bitte kommen...

 

vG

Christian

bearbeitet von Christian_Mueller (Änderungen anzeigen)

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Und warum machte man es dann überhaupt?

 

"Dolby Stereo" ist nicht wirklich monokompatibel, deshalb der Aufwand. Das Abspielen in Mono geht nur mit Qualitätsverlust.

 

 

Irgendeinen triftigen Grund muß es für die Monokopien gegeben haben. Cinerama bitte kommen...

 

Na dann warte mal auf Godot. ;-)

 

 

Gruß und ein schönes Wochenende

 

Salvatore

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"Dolby Stereo" ist nicht wirklich monokompatibel, deshalb der Aufwand. Das Abspielen in Mono geht nur mit Qualitätsverlust.

 

Aber in den meisten Fällen offenbar doch wohl ausreichend kompatibel, sonst hätte man ja bei jedem Dolby Stereo Streifen auch Monokopien ziehen müssen...

 

Na dann warte mal auf Godot. ;-)

 

Du wartest doch selbst schon auf ihn, wie man in Deinem vorigen Posting nachlesen kann ... ;-)

 

Viele Grüße

Christian

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Aber in den meisten Fällen offenbar doch wohl ausreichend kompatibel, sonst hätte man ja bei jedem Dolby Stereo Streifen auch Monokopien ziehen müssen...

 

Die Frage ist, wie lange man Rücksicht nehmen wollte.

 

 

Du wartest doch selbst schon auf ihn, wie man in Deinem vorigen Posting nachlesen kann ... ;-)

 

;-)

 

 

Gruß

 

Salvatore

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Im Gegenteil. Das kostete. Später hat man ja darauf verzichtet und es gab die bekannten grünen Dolby Aufkleber

 

Das stimmt unbestritten. Doch bei Massenstarts kamen nicht immer alle Kopien aus dem gleichen Kopierwerk. Und so kann es durchaus sein, dass ein Werk mit Stereonegativ arbeitete, die auch bildqualitativ besser sein konnten, ein anderes Massen- Monokopien herstellte.

 

... da hierzu nur der Anteil der Dolby-Kinos, die zum Starttermin spielten, berücksichtigt werden müsste.

 

Und hier reden wir über das Jahr 1985, also vor 30 Jahren. Da war gerade in Erstaufführungstheatern die Dichte an Stereokinos eigentlich vernichtend gering, zumindest in der größten deutschen Stadt, Hamburg, befanden sich die homeopatisch dosierten Systeme (CP 50, Bahnhofsendstufen und Lautsprecher) in den PAM Kinos und zwei Programmkinos mit Anspruch. In der Riechschen Erstaufführung war das nicht Thema. Es gab keinen Wettbewerber, und damit konnte man sich das Geld sparen.

Eher waren es dann Kreisstädte, die hier modern rüberkamen. Aber die wurden ja nicht zu Start beliefert, und bekamen später auch nicht immer die "hochwertigen" Kopien mit dem grünen oder orangen Aufkleber. Den Lägern wardas egal, Kopie war Kopie. Die Leihmiete die gleiche.

Ein guter Bekannter sagte mir mal: "How do you lure your folks from their surround living rooms into their stereo cars to ride to a mono theatre?" das war etwa um diese Zeit.

 

Gruß

 

Stefan

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Ich kann nur für Wien sprechen: Dort lief Zurück in die Zukunft in 4 Kinos auf deutsch und einem Kino in der Originalsprache. Bis auf einen dieser Kinosäle waren alle mit Dolby ausgestattet. Ab der zweiten Spielwoche wechselte der Streifen auch im 5. Kino in den Dolby Saal...

 

Viele Grüße und schönen Sonntag noch

Christian

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1985 hatten in Frankfurt/Main folgende Kinos m.W. Dolby Stereo: Royal, Cinema, Olympia, Europa Palast, Esplanade, Metro im Schwan, Palette im Metro, Zeil Kino, Turm, Studio 5 und die Beate Uhse Kinos in der Kaiserstrasse.

 

Die erste DOLBY STEREO Installation war m.W. im Sommer 1979 im ROYAL für "Moonraker" und dann im Cinema im Oktober 1979 für "Tess".

 

Edit: Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen erfahre ich soeben, dass im Jahre 1985 auch das "Filmmuseum Frankfurt" und die "Hamonie"" mit Dolby Anlagen ausgestattet waren.

 

Fazit: Im Jahre 1985 war zumindest in Frankfurt der Großteil der Kinos fähig, Dolby Stereo Kopien abzuspielen.

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Ich glaube nicht, dass cinerama hier fundierte Antworten zu diesem Thema geben kann. Dazu müsste man sich fundierte Kenntnisse in der Postproduktion vor dem Schritt der Kopierung zu eigen gemacht haben.

 

Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle, je nach Kopienauflage auch die Lizenzgebühren.

Die ersten dolbyfähigen Mischateliers hatte übrigens Vydra von Beate Uhse Film. Erst danach kamen Bavaria in München, Geyer Berlin und Arri, später der Rest. Mono Kopien in D waren auch aus der Zeit, als es schlicht keine Möglichkeit gab, in D selbst in Dolbystereo abzumischen. Hier wurde dann, ausgehend von der externen Mischung eine Monomischung erstellt, diese doubleinventory Geschichten kosteten allerdings viel Geld, wurden aber einer US Mono Mischung in low quality sound nach US-Norm vorgezogen.

 

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Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle, je nach Kopienauflage auch die Lizenzgebühren.

Die ersten dolbyfähigen Mischateliers hatte übrigens Vydra von Beate Uhse Film. Erst danach kamen Bavaria in München, Geyer Berlin und Arri, später der Rest. Mono Kopien in D waren auch aus der Zeit, als es schlicht keine Möglichkeit gab, in D selbst in Dolbystereo abzumischen. Hier wurde dann, ausgehend von der externen Mischung eine Monomischung erstellt, diese doubleinventory Geschichten kosteten allerdings viel Geld, wurden aber einer US Mono Mischung in low quality sound nach US-Norm vorgezogen.

 

Interessant wäre, ob die Verleihe damals pro Kopie Lizenzgebühren an Dolby zu entrichten hatten, oder ob die Dolby Printanzahl keine Rolle spielte...

 

Bei welchen Filmen wurden in diesen Jahren ebenfalls unterschiedliche Mono- sowie Dolby Lichttonkopien angefertigt?

 

Wer weiß mehr?

 

Viele Grüße

Christian

 

P.S.: In Wien waren 1985 mehr als 25 Prozent aller Kinosäle mit Dolby ausgestattet. Daß es ausgerechnet in der Hansestadt schlechter aussah hätte ich nicht für möglich gehalten...

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Falls von Interesse: das Passage-Theater in Krefeld war mit dem deutschen Bundesstart von "Indiana Jones..." mit DOLBY STEREO ausgestattet (CP50). Die erwähnte Großbildwand bedeutete, dass man eine neue Leinwand vor den ehemaligen Orchestergraben gebaut hatte, anfänglich leider ohne fahrbare Seiten-Maskierung, bei CS aber egal. Programmanzeige aus der Westdeutschen Zeitung siehe unten!

 

Und "Zurück in die Zukunft" ist dort auch definitiv in Dolby Stereo gelaufen - mehrfach gesehen und gehört!

 

Habe gerade mal schnell ein paar Scans gemacht, ziemlich lustig, was da damals so lief.

 

Schönen Abend!

 

Oliver

 

PS.: Es will mir nicht gelingen, die Scans hochzuladen. Sind normale jpeg, kleiner als 500KB, aber ich bekomme die Meldung "Es ist ein Fehler aufgetreten: Es ist dir nicht erlaubt, diese Bildformat in dieser Community zu verwenden" (das fehlende "s" bei "dieses" geht nicht auf mich, das steht da so...). Vielleicht können die Moderatoren helfen?

bearbeitet von Sony Digital Cinema (Änderungen anzeigen)

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