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Netflix Filme im Kino


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vor 15 Stunden schrieb Rince:

 

Das Problem hierbei ist, dass zu zu kurz denkst. Das Geld, welches wir mit unseren Gästen verdienen oder damit bezahlt werden ist zweitrangig - wir konkurrieren aber um die ZEIT der Kunden. Ein potenzieller Kunde, der sich Freitag Abend einen Film ansehen will, kann eben ins Kino gehen oder mal schauen was es bei Netflix und Co. gibt.  ...

 

...Dein Loblied auf Disney wirkt da umso merkwürdiger. Ja Disney hat den Mainstreamkinos dieses Jahr (mal wieder) den Arsch gerettet. Entsprechend fordernd ist Disney aber auch was die Platzierung ihres Contents angeht und umso finsterer wird es wenn Disney einerseits anfängt Disney+ zu pushen und wenn die Marvel und Star Wars Kühe irgendwann gemolken sind. 

 

Ich singe ein Loblied auf Disney, weil ich auch imstande bin Marktteilnehmern die etwas richtig gemacht haben, die entsprechende Anerkennung dafür zu liefern.

Ansonsten kann ich euch genügend Kritikpunkte an Disney nennen.

 

Nur ist es diesmal einmal um so mehr so, dass nur Disney uns "regelmäßig" mit qualitativer Kinoware versorgt. Dafür einfach einmal Danke. Man kann ständig maulen und ich hab das Gefühl, dass Kollegen das gerne auch mal tun, wenn Disney Ihnen mal wieder zwei Vorstellungen zu viel aufdrückt und darüber kann man auch pekiert sein, aber wenn überhaupt einer derzeit das Recht dazu gehabt hat, dann ist es einfach Disney.

Wer mit einem Kinofilm in der siebten Woche einen Schnitt von 330 Besuchern in Städten unter 50K hat, der kann auch ruhig etwas mehr fordern als der Rest vom Markt. Das schafft seit langem kein anderer Verleih und das in Kombination mit dem sicheren Statement dass Disney nicht am Auswertungsfenster rütteln will (Etwas anderes ist nicht bekannt und nur Spekulation) und Kino deren Nummer 1 Plattform für den großen Film ist, lässt mich auch einmal positiv über diesen Filmverleih sprechen.

 

Als Beispiel fordert die Universal gerade für einen Starteinsatz von Dr. Dolittle, dass 3D fähige Häuser diesen auch in 3D einsetzen. Ich habe keine Entscheidungsmöglichkeit und ein jeder dürfte inzwischen wissen, dass 3D bei diesem Familienfilm die vollkommen falsche Wahl ist. Ticketpreise werden damit zu hoch, die Story benötigt kein 3D und und und.

Was war nochmal der letzte richtig große Hit von Universal, der euch bares Geld gebrach hat? Und die wollen mir vorschreiben, welches Format ich einsetze? Regt euch doch einmal darüber auf. 

 

Und ich frage noch einmal: Was bitte ist das Problem, wenn Disney jetzt seinen eigenen Streamingkanal puscht? Es kann nur gut für uns Kinos sein, weil sich der Markt für Streaming weiter zerfasert und es damit eben Konkurrenten wie Netflix an den Sack geht. Kinos selbst tangiert es nicht. Fernsehen, Youtube und Co tangieren das Kino ebenfalls nicht, es ist schlicht ein anderes Marktumfeld. Woher kommt also die Angst vor Netflix? Dass irgendjemand das Auswertungsfenster kippen möchte, erleben wir ja nicht zum ersten Mal. Aber solange die großen Studios auf unserer Seite bleiben, lohnt es sich doch nicht dieses Schreckenszenario ständig durch zu kauen.

vor 10 Stunden schrieb PrestigeNT:

Netflix-Filme zu spielen ist doch aktuell einfach Alternativer Content. Konditionen sind top. 

Da sehe ich kein Problem darin. 

 

Ich denke, dass in Deutschland locker 20 % mehr Besucher generiert werden könnten, wenn:

- Das dreiwöchige spielen bei Bundesstarts weg fallen würde. Wenn ein Film geht, halte ich ihn gerne länger. Flops müssen raus oder in vereinzelten Vorstellungen laufen.

- Die Kinobetreiber die Schienen selbst bestimmen könnten in denen Filme am meisten Sinn machen. Einsätze mit allen Schienen machen nur selten Sinn und dienen oftmals nur um der Verleiherkonkurenz keine Chance zu lassen oder um auch noch den letzten Euro einzusammeln. Dass das Kino am Ende Geld verschenkt ist da zweitrangig.

 

 

 

 

 

Das Problem an deiner ersten Aussage wird hier erklärt:

vor 21 Stunden schrieb EIX:

Nicht NETFLIX schießt - was das Auswertungsfenster angeht - für andere Verleiher den Weg frei.

 

Die Kinobetreiber, die NETFLIX-Filme zeigen, die ein stark verkürztes Auswertungsfenster haben, signalisieren damit den anderen Verleihern, dass sie bereit sind, auf das Auswertungsfenster zu verzichten und sägen sich somit den Ast ab, auf dem sie sitzen.
 

Somit schießen die Kinobetreiber, die NETFLIX-Filme zeigen, für andere Verleiher den Weg frei und nicht NETFLIX.

 

 

Deine zweiten Absatz unterschreibe ich. Das sind Punkte um die man kämpfen muss.

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vor 10 Stunden schrieb PrestigeNT:

- Die Kinobetreiber die Schienen selbst bestimmen könnten in denen Filme am meisten Sinn machen. Einsätze mit allen Schienen machen nur selten Sinn und dienen oftmals nur um der Verleiherkonkurenz keine Chance zu lassen oder um auch noch den letzten Euro einzusammeln. Dass das Kino am Ende Geld verschenkt ist da zweitrangig.

 

Mich fasziniert immer wieder der Anspruch von uns aus der Kinoecke sowas besser zu wissen - tun wir im Regelfall auch - aus unserer Blickrichtung. Das sind aber manchmal einfach fundamental unterschiedliche Interessen. 

Wenn Verleih A zwei Schienen fordert und bekommt und dann 70 und 40 Besucher in dem Film hat ist das für ihn lukrativer als nur eine Schiene mit dann 90 Besuchern. Klar würde der Kinobetreiber dann gerne den Film von Verleih B auf der zweiten Schiene zeigen, der dann vielleicht 50 Besucher macht. Fürs Kino sind das ganz klar mehr Besucher und damit mehr Umsatz - da hat aber Verleih A nichts von, für ihn sind das erstmal 20 Besucher weniger... 

 

 

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vor einer Stunde schrieb Rince:

Wenn Verleih A zwei Schienen fordert und bekommt und dann 70 und 40 Besucher in dem Film hat ist das für ihn lukrativer als nur eine Schiene mit dann 90 Besuchern. Klar würde der Kinobetreiber dann gerne den Film von Verleih B auf der zweiten Schiene zeigen, der dann vielleicht 50 Besucher macht. Fürs Kino sind das ganz klar mehr Besucher und damit mehr Umsatz - da hat aber Verleih A nichts von, für ihn sind das erstmal 20 Besucher weniger... 

 

ja ist richtig aber nicht vollständig. Dagegen das Verleiher B 50 Besucher macht hätte Verleiher A auch was wenn er dabei nix verlieren täte. Und oft genug, grade im Fall Disney, verlieren sie ja Alles, weil die Filme wegen überzogener Forderungen rausfliegen, oder erst gar nicht gebucht werden. Wir haben gefühlte 2% unseres Umsatzes in 2018 mit Disney gemacht. Darum hatten wir  in 2018 deutlich weniger Umsatzeibußen  als die Mainstream-Kollegen. Weil wir nicht von Woche zu Woche dem vermeintlich schnellen Geld hinterherlaufen. Das Bild von den Nutten will mir nicht mehr aus dem Kopf. Wir ( zugegeben in der komfortablen Kleinstadtsituation) kennen unser Publikum, weil wir es uns erspielt haben. Weil wir auf Qualität setzen und ein treues Stammpublikum haben, dass uns folgt. Ob ihr es glaubt oder nicht, es gibt einen Markt neben Disney - noch jedenfalls.  Aber genau in dem Segment anspruchsvoller Film kommt jetzt Netflix ums Eck. Das tangiert uns allerdings. Wegen der Filme und wegen der Auswertungsfenster. 

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  • 3 weeks later...

Ich denke Netflix kann eh niemand mehr aufhalten, und den Trend sollte man lieber ausnutzen als ihn zu boykottieren.

 

Die ist vor allem für die Ü30 Generation die vielleicht kein Netflix hat interessant. Ich kenne aber auch einige Gäste die in Netflixfilmen im Kino waren und sehr begeistert waren, da die Atmosphäre ja nunmal einfach anders ist. Allerdings war dieses Kino in München, in NRW bietet glaube ich noch kein Kino Netflix filme an?  Es ist doch auf jedenfall ein Vorteil, dass Netflix mit der Kino-Auswertung kein Geld verdient.

 

Irishman ist übrigens in deutsch und nicht nur in OT verfügbar. 

Ich finde die Idee gut, und hoffe dies setzt sich durch! 

 

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  • 3 weeks later...
Am 29.1.2020 um 22:27 schrieb Honeymoon91:

Ich denke Netflix kann eh niemand mehr aufhalten, und den Trend sollte man lieber ausnutzen als ihn zu boykottieren.

 

Bei dieser epischen Schwemme an Streaming-Portalen, die tsunamigleich unsere Bildschirme fluten, wird sich das Problem wegen Übersättigung von alleine regulieren. Ist eben Hip im Moment und Morgen bereits wieder vergessen...

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36 minutes ago, Rabust said:

 

Bei dieser epischen Schwemme an Streaming-Portalen, die tsunamigleich unsere Bildschirme fluten, wird sich das Problem wegen Übersättigung von alleine regulieren. Ist eben Hip im Moment und Morgen bereits wieder vergessen...

Hoffen wirs

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Am 15.2.2020 um 14:10 schrieb Transporterbobby:

Richtig eingesetzt kann das Hochformat als Stilmittel schon sinnig sein und durchaus Spaß machen. Erinnert mich sofort an Erik Schmitts Kurzfilm "Santa Maria". Hier die englische Fassung:

 

 

Auf die Idee Hochformatvideos mit einem Wettbewerb zu fördern kann wahrscheinlich auch nur jemand kommen, dessen Geschäftsmodell es ist Kaffeeportionen tassenweise in Alukapseln zu füllen.  Wo Einsicht nicht zu erwarten ist, sollte man über Verbote nachdenken. (Ich meine jetzt die Kaffekapseln)

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Mehr zum vertikalen Gewerbe. In der BWL die vertikale Diversifikation.

 

(Würde aber im Kölner Dom grossartig wirken. Will's dort sehen...).🙂

 

https://www.slashfilm.com/vertical-format-blockbuster-v2-escape-from-hell/?fbclid=IwAR0pc_90ZF5rTxJEFgoAUumpUD-hhIIemcJTGU7aDTTvalwlNirDpEUx5wk

 

movie-theater-e1581608745467-700x329.jpg

Edited by cinerama (see edit history)
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vor 11 Stunden schrieb clematt1000:

UCI zeigt mindestens am Mercedes Platz vor "Nightlife" Werbung für Netflix. Die werdens wohl nicht kapieren das sie Werbung für Konkurrenz machen

 

Pecunia non olet - wann begreift ihr es endlich ?!

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Am ‎08‎.‎01‎.‎2020 um 11:32 schrieb Jean:

Und ich frage noch einmal: Was bitte ist das Problem, wenn Disney jetzt seinen eigenen Streamingkanal puscht? Es kann nur gut für uns Kinos sein, weil sich der Markt für Streaming weiter zerfasert und es damit eben Konkurrenten wie Netflix an den Sack geht. Kinos selbst tangiert es nicht. Fernsehen, Youtube und Co tangieren das Kino ebenfalls nicht, es ist schlicht ein anderes Marktumfeld. 

 

Natürlich tangiert das Kino.

Man kämpft um die Zeit der Menschen.

 

Wenn ich es mit sagen wir vor 10 Jahren vergleiche, schauen zb Freunde und Bekannte NEUE Filme, die nicht im Free TV laufen, mehr als früher.

Aber sie schauen sie eben auf Netflix , Amazon Prime etc und gehen nur noch zu Blockbusterfilmen wie Star Wars, Marvel und co ins Kino.

In so einen Film wie Irishman hätte ich die nie ins Kino gekriegt,aber auf Netflix haben sie es einfach mal probiert, da die Schwelle viel niedriger ist, da 
man eben nicht 8€ Benzin, 3€ Parken und 10-12€ Ticket (je nachdem wie arg Überlänge kostet je Kino) riskier für einen Film den man eventuell gar nicht mag.

Kino kostet mich, wenn ich eine Vollkostenrechnung anstelle (sprich Benzin, parken, evtl mal Popcorn oder was zu trinken, Tickets) eben ca 100€
im Monat, und diese 100€ kann ich eben für A, B oder C ausgeben.

Wie gEsagt, man konkurriert um die Zeit der Leute und um Ihr Freizeitbudget.

Wer 20€ i Monat für Prime + Netflix zahlt, fühlt sich dann eben auch verpflichtet es auch zu nutzen, wenn man schon dafür zahlt und das Geld fehlt dann eben woanders.
 

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Am 27.2.2020 um 12:42 schrieb Angrist:

 

Natürlich tangiert das Kino.

Man kämpft um die Zeit der Menschen.
 

 

Ich bin ganz deiner Meinung mit einem Unterschied. 

Um die Aufmerksamkeit des Kunden zu kämpfen ist kein Problem welches Netflix verursacht hat, sondern die Digitalisierung mit ihren tausend Möglichkeiten. Deshalb ist es nur gut, dass neben Netflix nun auch Disney, Apple und Co in den Markt einsteigen und weiter Angebot schaffen.

 

Deine Rechnung kenn ich natürlich zu genüge und sie ist schlicht kein Argument nicht ins Kino zu gehen. Ich kann auch Zuhause lecker kochen für 5 Euro und fahr dann trotzdem ins Restaurant und gebe 40 aus. Und wirklich niemand käme auf die Idee zu sagen, ja aber Zuhause ist es doch soviel günstiger. Ja alles ist günstiger zuhause, aber auch langweiliger, einsamer, unspektakulärer. Bei dem heutigen Standard den Leute technisch Zuhause haben, mit perfektem Haus und viel Platz sollte man ja meinen dass keiner mehr rausgeht. Dem ist aber nicht so, die Leute wollen raus. Wir mutieren durch immer mehr Wohlstand derzeit zur absoluten Freizeitgesellschaft. Events wie Raves, Festivals, Erlebnisstouren nehmen von Jahr zu Jahr zu. Kino ist ein Ausgeherlebnis, Netflix ist ein Zuhause Erlebnis. 

 

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