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Admiralkino Wien - mein zweites eigenes Kino
Florian antwortete auf Florian's Thema in Allgemeines Board
...einer der vielen freundlichen Artikel über unser Unternehmen: http://derstandard.at/?url=/?id=3183886 gestern war die Premiere unseres "Doggy Days"...ein Projekt, das uns bis zuletzt nervlich angespannt gehalten hat (wir haben abwechselnd von wild gewordenen Hundemeuten, die unser Kino verwüsten, militanten Hundehassern, die die Burggasse mit einer Protestaktion absperren, und mit ernster Miene um sich blickenden Magistratsbeamten, die den weiteren Betrieb mit sofortiger Wirkung untersagen, geträumt). Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: es war der bei weitem entspannteste, lockerste und kurzweiligste Abend seit langem - von der Hektik der TV-Teams einmal abgesehen. Mein persönlicher Wermutstropfen sind die ausgesprochen unschön klingenden Geräusche, die die alte Erna seit vorgestern macht - irgendwas klopft vernehmbar im Rhythmus des Malteserkreuzes...in allen Stellungen des Getriebes, bei korrektem Ölstand. Kein Spiel im Sperrbogen, Spiel im Einzahn normal und in allen 4 Stellungen gleich - ich bin ratlos und bereite mich geistig auf eine Projektoren-Blitztauschaktion vor...was mein Zeitmanagement etwas auf den Kopf stellen würde... Es muß halt immer irgendwas sein... lG, Flo -
Admiralkino Wien - mein zweites eigenes Kino
Florian antwortete auf Florian's Thema in Allgemeines Board
Ja, die Marketingmaschine ist ein bißchen auf Touren gekommen - mittlerweile geben wir täglich 3-4 Interviews... Am 17. gibt es den ersten "Doggy Day", wo Hunde in den Saal mitgenommen werden können. Entsprechend zwiespältig sind die Reaktionen - von den Auswürfen der tlw. ewiggestrigen Hundehasser in den diversen Foren auf orf.at und standard.at bis zu mittlerweile hunderten Dank-e-mails, die unsere Postkästen überquellen lassen... Der "Doggy Day" wird aber auch deswegen spannend, weil nach derzeitiger Wiener Rechtsauslegung Hunde im Saal eigentlich nicht erlaubt wären, dies aber m.W. nirgends explizit drinnensteht. Ich bin schon gespannt auf die Mühlsteine, die uns der Magistrat umhängen wird... (beim mittlerweile allerorten veranstalteten "Babykino" war die Situation ähnlich - der rechtsfreie Raum mußte durch das Votivkino erst erkämpft werden). Frage am Rande: ich möchte die CinemaScope-Projektion verbessern, da zuviel weggeschnitten wird. Mittlerweile bin ich bei einem Grundobjektiv mit 190mm Brennweite angelangt (ich hab zufällig eines) - was extrem unpraktisch ist (Baulänge etc.). Hat irgendjemand in dieser geschätzten Runde vielleicht zwei "WA"-Anamorphoten abzugeben? liebe Grüße aus dem eisigen Wien, Flo -
...hab nochmal mein altes Kabinenbuch durchgeackert: Grund des Schwergangs war der Tausch der Vorderwelle (die alte war total eingelaufen gewesen) die ein minimal größes Maß hat und daher in der Buchse zwickt. Nach einem Jahr täglichen Betriebs war der Zustand aber wieder fast normal. trotzdem gilt (vor allem für Philips-Maschinen mit Einphasenmotor): IMMER über den Hub drehen! lG, Flo
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Admiralkino Wien - mein zweites eigenes Kino
Florian antwortete auf Florian's Thema in Allgemeines Board
kurz die letzten Neuigkeiten aus dem "Admiral": eine Welle der Begeisterung und Sympathie hat uns die letzten zwei Wochen über alle Schwierigkeiten und Anfangsprobleme getragen - ausschließlich positives Echo von Besuchern und Passanten, mehrfaches Lob, daß es im Kino jetzt spürbar wärmer ist als früher (man muß nichtmehr im Mantel frierend im Saal sitzen, weil aus Spargründen zu spät und zu wenig aufgeheizt wird). Die Projektion hat sich mit einem wesentlich besseren Objektivsatz um 200% verbessert, allerdings wird CO in Zukunft noch kleiner sein (ich mag nicht beschneiden - bisher waren etwa 25% des Bildes abgedeckt). Die Betriebsform "eine Maschine plus Teller mit allen Filmen in einer Wurst" hat sich bereits in den ersten Wochen als extrem unpraktisch für unsere Ansprüche herausgestellt. Die Durchführung einer Sondervorstellung mit dem "mittleren" Film ist ein logistischer Irrsinn...noch dazu in dieser engen Kabine!!! Auch die Beschränkung in der Gesamtlaufzeit (etwa 340 Minuten) ist eine unnötige Einschränkung der Programmierfreiheiten. Da in den letzten Tagen sowieso fast immer eine vorführkundige Person im Kino anwesend war, wird die Umstellung auf zwei Projektoren mit vollautomatischem 1800Meter-Überblendbetrieb wohl kein Mirakel sein. Damit gewinnen wir die volle Programmfreiheit - schnell eingefügte Vorprogramme, Sondervorstellungen, Schachtelbetrieb etc. stellen dann kein Problem mehr dar. Naja, neben all den technischen Gedanken ist noch zu bemerken, daß auch die Zahlen stimmen und über unseren Erwartungen liegen - ich bin schon gespannt wie die kommende Woche wird, wenn alle wieder arbeiten! Ihr merkt, ich bin guter Dinge... lG, Flo -
Mir hat Kinoton seinerzeit erklärt, daß das Problem nur bei "alten" FP 20 auftritt, da die heutigen FP30-Ersatzbuchsen einen Hauch größer im Durchmesser sind. Im Votivkino (FP 20 aus den Fünfzigern) waren die Bildstrichknöpfe ein Jahr lang (bis die Buchsen ordentlich eingelaufen waren) nur als "Bihänder" zu betätigen. Die Maschinen vor dem Start "über den Hub drehen" ist unbedingt Pflicht!!! (Ich habe bereits mehrmals Motoren abrauchen gesehen)
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Europa Cinemas hatte für das Jubiläum "100 Jahre Kino" die erste Vorstellung der Lumières anhand erhaltener Filmsequenzen rekonstruiert - auf sehr nette Art, mit nachgestellten Einlegepausen etc., in der deutschen Version mit Bruno Ganz als "Rekommandeur" aus dem Off.
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Meine größten/schönsten Säle sind leider alle bereits Vergangenheit...in Wien gibt es für mich kein "aaaaaaahhh"-Erlebnis mehr in den vorhandenen Kinosälen. Das Apollo A (vor der Zerhüttelung) war mein Lieblingssaal, gefolgt vom Tabor. Heutzutage müßte ich nach Graz, ins Royal fahren, um einen wirklich tollen Saal genießen zu können, wobei dort auch schon alles "verkralt"(Architekt Kral ist der Haus- und Hofarchitekt der Constantin/Cineplexx-Kette), der Saal auch nur mehr ein Schatten seiner selbst ist. Das Wiener Gartenbau ist für mich (extrem ausgedrückt) ein zigfach vergrößertes "Admiral" - ein Schlauch, in dem CO oder 70mm nur in den vordersten Reihen wirklich zu genießen ist. Natürlich ist es in sich ein erhaltenswertes architektonisches Werk, wobei die Fördersummen, die hier fließen, für mich nicht akzeptabel sind.
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Admiralkino Wien - mein zweites eigenes Kino
Florian antwortete auf Florian's Thema in Allgemeines Board
Gestern waren ganze 18 Besucher im Saal - was ich natürlich bildlich festhalten mußte. Das Echo, das von den Besuchern kommt, ist durchwegs mehr als positiv und macht auch dann Mut, wenn die Kassa eigentlich überhaupt nicht stimmt...die Weihnachtsfeiertage als Starttermin sind halt schon blöd. Naja, im Jänner wollen wir ordentlich auf die Marketingtube drücken, dann sehen wir, wie's läuft. In einem Betrieb wie dem Admiral merkt man wirklich, daß Kino ein "Gröscherlgeschäft " ist, wo man eigentlich jeden Pfennig zweimal umdrehen muß, bevor man ihn ausgibt. ...neue Bilder in der Galerie...http://gallery.filmvorfuehrer.de/view_album.php?set_albumName=Admiralkino-Wien außerdem neu (und in der Startphase, wie alles andere auch): http://www.admiralkino.at lG, Flo -
Admiralkino Wien - mein zweites eigenes Kino
Florian antwortete auf Florian's Thema in Allgemeines Board
Naja, die ersten drei Tage waren den Erwartungen mehr als entsprechend. Am Freitag waren wir mit unseren 6 Besuchern bei "Free Rainer" an 8.Stelle in Österreich, gestern waren 16 Leute bei den "Herbstzeitlosen" - Steigerung von Tag zu Tag! Heute ist kurzes Innehalten angesagt, ab morgen dürfen dann wieder die Massen strömen! Ich danke Euch allen für die lieben, aufmunternden Worte und wünsche allen Mitlesern "Frohes Fest" und danach möglichst "Hektisches Feiertagsgeschäft"! lG, Flo -
Admiralkino Wien - mein zweites eigenes Kino
Florian antwortete auf Florian's Thema in Allgemeines Board
Ha, von wegen Dimmer laufen lassen - das Wiener Patent der Saallichtregelung ist ein ordinärer Schiebewiderstand, der waagrecht an der Kabinenvorderwand montiert ist. Eine Schubstange reicht zu beiden Bedienplätzen der Projektoren, dort sind entsprechende Griffe an der Stange montiert, um manuell den Widerstand bedienen zu können. Meist war es so, daß das Ding bei zu langem Verharren in "Dia"-Stellung abrauchte, daher immer mit Bedacht und Vorsicht zu bedienen. An der Wand gab es dann natürlich die entsprechenden Markierungen für die gängigen Zwischenstellungen (für Dia, Reklame, Vorprogramm etc.). Der Kontaktfinger "spratzelte" natürlich beim Verstellen...kurz und gut: vergangene Kinoromantik! -
Admiralkino Wien - mein zweites eigenes Kino
Florian antwortete auf Florian's Thema in Allgemeines Board
Hallo, Ihr Lieben, zunächst einmal herzlichen Dank für die freundlichen und aufmunternden Worte. Gestern hatten wir eine kleine Voreröffnungsparty mit "Trockentraining" (Funktionsprobe und Einschulung). Ab heute sollten dann die Massen strömen... :lol: Ulli: Wir wollen eigentlich momentan nur die ärgsten Dinge ausbessern (Tapete, die von der Wand fällt etc.). Wenn die Umsätze stimmen, wollen wir die Bestuhlung im Saal ein wenig verbessern, auch Vorhang und Kasch sollten drinnen sein. Im großen und ganzen soll der Charakter von "grindig" Richtung "verlängertes Wohnzimmer" verändert werden...wobei wir beide das Admiral ja nur nebenberuflich betreiben... :wink: Die "Filmwurst" ist der momentan vorhandene Zustand. Die Anlage wird von der Kassa aus mit einem Startknopf, einem Stopknopf und zwei Lichtschaltern (OHNE Dimmer :shock: ) bedient, der Projektor bleibt mittels Schaltfolie am Ende des Films stehen. Formatwechsel müssen händisch erledigt werden, wobei CinemaScope in DEM Saal (Bildbreite 4,5 Meter) sowieso eher zu vermeiden ist (und naürlich gerade jetzt ein paar Titel, die wir unbedingt spielen wollen, in CO sein müssen... :roll: ). Der Teller ist ein Neutronic mit großen Tellern (8000 Meter), keine Endloseinrichtung. Das erste, was aus dieser Kabine rausfliegen wird, ist der Projektor - er ist für so einen Betrieb einfach zu unpraktisch! Wie einfach wäre das Leben, wenn ich z.B. den Kinderfilm am Wochenende auf einer 2000m-Spule spielen könnte - auf der Erna nicht möglich, ohne die Maschine dauerhaft zu zerstören, und dafür ist sie zu schade. Auch wenn ich damit eine der letzten, wenn nicht die letzte alte Erna aus einer Wiener Kabine entferne, in Kürze wird eine FP 20 Einzug halten. Gestern war ich zum ersten Mal im Zwischenboden unter der Kabine (die ja mittels Holzpodest erhöht ist, nur die Projektorenplätze haben ein Ziegelfundament). Kinoarchäologie pur! Alte Kühlgebläse, die alten, stillgelegten Kohlebogen-Gleichrichter (die seinerzeit nur mittels riesiger Drosseln für XBO-Betrieb adaptiert wurden)(Selen, of course), der alte Schiebewiderstand für das Saallicht mitsamt Schubstange, Tonnen von abgezwickten Kabeln - Arbeit für die nächsten Wochen! -
Admiralkino Wien - mein zweites eigenes Kino
Florian antwortete auf Florian's Thema in Allgemeines Board
So, jetzt zettel ich hoffentlich eine kleine Diskussion an: ich möchte, da es ja doch Standard ist, eine Dolby-SR-Anlage einbauen. Prozessor wird wahrscheinlich ein CP200 (Kanonen auf Spatzen, ich weiß), die Endstufen kommen mangels Platz in der Kabine unter die Bildwand - und jetzt die Frage: ich habe 3 Altec A8, alternativ 3 TOA 380er - was würdet Ihr nehmen? Die TOAs kenne ich gut, die sind in vielen ostösterreichischen Kinos eingebaut (dort wo Siemens werkte) und auch digitaltauglich, mit den Altecs habe ich keine Erfahrung - die sind halt irgendwie zu schade, um im Lager zu vergammeln. Bitte um Eure Meinungen... Danke, lG, Flo -
Liebe Alle, nach erstaunlich kurzen Verhandlungen und mit erstaunlich geringem finanziellen Aufwand ist es einer guten Kollegin und mir gelungen, das Admiralkino im Fortbestand zu sichern. Für Nichtwiener: das Admiral ist eines der letzten Wiener Ladenkinos, besteht seit 1912 und war die letzten 30 Jahre im Besitz der Familie Hemmelmayer, die mit ERIKA, STAR, ADMIRAL und BELLARIA (lauter in Wien legendären Namen) früher die Kinolandschaft des siebenten Wiener Gemeindebezirks beherrschten. Heute lebt die neue Generation vom Betrieb des österreichischen "Zentralfilmlagers", die Kinos waren in den letzten Jahren nurmehr Anhängsel und im Fall des Admiral eigentlich nur ein Nullsummenspiel. Herr Hemmelmayer sen. war ziemlich überrascht, daß sich überhaupt jemand für seine "Burg" interessierte, noch dazu in sozusagen letzter Sekunde...eigentlich war er zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme gerade dabei, die Abbau- und Ausräumtrupps zu bestellen. Unter dem Motto: "ich erspar mir die Arbeit des Ausräumens, und außerdem ist es eh schade um das Kino" waren wir uns bald handelseins, wunderbarerweise gab es auch keine Probleme mit der Hausverwaltung. Ich selbst bin schon einmal (in den Anfängen meiner Kinolaufbahn, vor ziemlich genau zwanzig Jahren) mit einer überhasteten Kinoübernahme (Wimpassing) ziemlich in die Bredouille geraten und habe lange Jahre an den Schulden gekiefelt. Umso vorsichtiger bin ich an dieses doch nicht unaufwendige Projekt herangegangen, die Dynamik, die von dem Ort ausgeht, hat mich aber bald erfaßt. (Daher auch, in Anlehnung an Ullis thread, den ich mit Begeisterung verschlungen habe, die Namensgebung - das Admiral ist mein zweites eigenes Kino) Wir wollen die aussterbende Tradition des "Grätzelkinos" weiter hochhalten und werden auch weiter Nachspielkino bleiben - allerdings, meine Geschäftspartnerin ist schließlich vom Fach, mit etwas mehr Marketing und Publicity als bisher. Die äußerst einfach gehaltene Ausstattung werden wir in den nächsten Monaten behutsam verbessern - ohne den spezifischen "Touch", den das Admiral hat, aufzugeben. Wo sonst in Wien kann man auf ehemaligen Sitzen des Votiv und des Erika Filme sehen, die von einer ehemaligen ORF-Filmabtastmaschine an die Wand geworfen werden? Für mich gehören aber geregeltes Saallicht und eine halbwegs niveauvolle AnalogTonanlage schon zum Standard (wobei ich noch nicht mit mir eins bin, ob ich den Röhrenverstärker nicht irgendwie einbauen sollte...). Eigentlich sollte eine zweite Maschine auch wieder hinein, dann brauchen wir aber wieder täglich einen Vorführer, denn derzeit liegen ja alle drei Vorstellungen hintereinander auf dem Teller und werden von der Kassa aus ferngestartet (würg - aber sehr wirtschaftlich!). Und für zwei Maschinen UND Teller ist einfach kein Platz... Naja, ich halte Euch auf dem laufenden und freue mich über Rückmeldungen und vor allem über Besuche bei uns im ADMIRAL! Flo http://gallery.filmvorfuehrer.de/view_album.php?set_albumName=Admiralkino-Wien
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Meist sind ja nicht die Keramikrollen selbst schuld, sondern der Dreck, der sich im Raum dahinter aufstaut und die freie Bewegung der Rollen behindert. Druckluftspray hilft! (Aber bitte nicht während der Vorstellung, ich hab schon einmal einen Kollegen "abfackeln" gesehen - das Treibgas war nicht unentzündlich und reagierte auf die Hitze des Brennpunkts!) Es zahlt sich aus, die Rollenträger (Messinghülsen, von der Blendenseite her an die Filmbahn geschraubt) zumindest einmal jährlich abzubauen und gründlich zu reinigen - der Andruckstift sollte leichtgängig sein und zurückfedern. Angeblich gibt es unterschiedliche Federn für die Innen- und die Außenseite der Filmbahn, ich hab das aber noch nicht bemerkt... Ein Tröpfchen (wirklich nur "-CHEN") BALLISTOL wirkt manchmal auch Wunder! lG, Flo
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Das Wiener Admiral-Kino in der Burggasse, eines der letzten echten Nachspielkinos in Wien, hat nach 95 Jahren Dauerbetrieb vergangenen Sonntag zum (vorerst) letzten Mal gespielt. Herr Hemmelmayer, der das altertümliche Ladenkino seit 30 Jahren betrieben hat und auch das Bellariakino besitzt, will endlich in Pension gehen, seine Kinder sind an der "Burg" nicht interessiert. Mehr darüber demnächst, "wir arbeiten daran"...
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Die Blechdosen haben, v.a. bei 35mm, den Nachteil, daß sie durch Überlastung ineinanderrutschen - wenn der Stapel zu hoch wird, drückt zuviel Gewicht auf die unteren Dosen und die Deckel verklemmen sich. Außerdem sollten Blechdosen nie direkt auf dem Boden stehen, sonst fangen sie zu korrodieren an. Ich persönlich hab die Kartons lieber, denn hier sind die Filmrollen nicht luftdicht abgeschlossen, es gibt keine Rostprobleme, und wenn man in die Ecken Bobbies als Verstärkung reintut, kann man wirklich hohe Türme damit bauen...(ist natürlich etwas unpraktisch...) lg, Flo
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Nein, auf gut wienerisch "geht einem da der Feitel in der Tasch'n auf" (das Klappmesser öffnet sich in der Hosentasche, um jemandem Ungutes antun zu können...) Ich weiß, welches !?")(%/!´"=($/%´!!´´ das verbrochen hat. Die erste Maschine wurde noch zu Betriebszeiten des Imperial mittels Polyesterwickel abgestoppt, bis das Ritzel der Königswelle perdu war. Dieser Kopf fiel dann "unabsichtlich" die Treppe (etwa 2,5 Meter) hinunter und ist Vollschrott. Dei zweite Maschine war bis zum Schluß in Betrieb und wurde offensichtlich erst danach durch "Kopfsturz" gekillt. lG, Flo
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Hier spricht der "Nachbar", der auch einiges Herzblut im Imperial gelassen hat... Der neue Mieter ist die Tanzschule Stanek, die das Kino derzeit baulich komplett aushöhlt und zu einem "Ballroom" adaptiert. Die Sessel (vom Filmarchiv aus Fürstenfeldbruck transferiert) bleiben nicht stehen, es wird alles abgerissen. Die beiden Bauer U2, zu Zeiten des Filmarchivs von mir installiert, sind vollkommen devastiert und unbrauchbar (z.B. durch Fallenlassen des Kopfes über die Kabinentreppe) und werden diese Woche dem Schrotthändler übergeben. Die Tonanlage (CP200 aus dem Mathäser) und der Vorhang (samt Winden aus dem "Schönbrunn-Kino") haben aus sentimentalen Gründen überlebt... Ich selbst habe direkt nach der Insolvenz der Betreiberfamilie (die seit 1912 im Haus war !) versucht, den Saal als Kino (Cine 5) zu erhalten - die Mietvorstellungen des Hausbesitzers kamen aber auch nach längeren Verhandlungen nicht in für Kinobetriebe finanzierbare Regionen. Was mich in den letzten Wochen erschüttert hat, ist die völlige Teilnahmslosigkeit des Filmarchivs, das ja immerhin einige Jahre das Haus bespielt hatte - die kompletten Geschäftsunterlagen eines Wiener Premierenkinos vom Anfang 1912 bis in die Fünfzigerjahre waren beim Abbruch des Büros noch da, ebenfalls ein Paket Noten für die Stummfilmbegleitung, alte Fotos, Massetten...ich konnte mangels Platz nur einen verschwindend kleinen Bruchteil ernten. lG, Flo
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In einigen der Wiener Uralt-Schlauchkinos (von denen nur mehr eine halbe Handvoll bestehen) habe ich eine "wienerische Lösung" gefunden: Eine lange, hölzerne Besenstange (Besenstiel) ist mit Abstand an der Decke oder am Bildwandrahmen montiert. Der Vorhang ist auf großen Schlüsselringen, die auf der Besenstange "gleiten", eingehängt. Klingt kurios, schaut auch so aus, läuft aber mit ein wenig Fett extrem leise (ohne das nervende klack-klack-klack konventioneller Schienensysteme). Der Seilzug ist wie überall mit einer (gefederten) 180-Grad und zwei 90-Grad Umlenkrollen aufgebaut, die Endschalter an der Winde.
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Hallo, Florian, frag doch mal bei http://www.jupiter-film.at, Herr Blechinger hat m.W. die Rechte für Österreich und eine sehr gut erhaltene Kopie (aus Kirch-Beständen) Du hast eine PN. lG, Flo
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Suche "Farinelli- Il Castrato"-35 mm Kopie
Florian antwortete auf carmenbehrens's Thema in Allgemeines Board
Hallo, frag mal beim Filmladen in Wien: 0043 1 523 43 62, die Disponentin Maria Aigelsreiter kann Dir sicher weiter helfen. lG, Flo -
Hi, Stefan, die Steuerspannung bei den 20ern, die ich kenne (nicht zu wenige) ist eindeutig 6 Volt, vom Trenntrafo. Später 12 Volt. Natürlich schaltet das Relais die Netzspannung über mehr oder weniger offenliegende Klemmen bzw. Lötösenleisten... Ich bilde mir ein, in der Gallery Bilder eines geöffneten 20er-Getriebes gesehen zu haben. Das Spiel im Kreuz läßt sich leicht einstellen (Schraube hinter der Riemenscheibe) - VORSICHT! Die Welle der Reimenscheibe ist aus Normalstahl (weich) und verbiegt sich leicht. Abziehen der Scheibe NUR mit geeignetem Werkzeug! FP 20 gegen E9 - für mich nicht einmal diskutierenswert! lG, Flo
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Ich würde die FP 20 auf gar keinen Fall durch E´s oder B´s ersetzen - im täglichen Betrieb gibt es keine simpleren und angenehmeren Maschinen. Schaltgeräusche bkommst Du durch peinliches Säubern und anschließendes gefühlvolles Einstellen des Gegenlagers meist weg, Vibrationen durch Tausch der Motor-Gummilager und des Riemens. Wenn es alte (Fabriksnummer unter 1000) Zwanziger sind, besteht die Elektrik eigentlich nur aus einem 6 Volt-Kammrelais und einem Drucktaster. Das Kammrelais schaltet den Motor, der Drucktaster die Kreuzschaltung der Überblendung. Alte 20er haben keine Verkopplung zwischen Blende und Motor, die Maschine läßt sich auch mit offener Klappe starten. Die Steuerleitung des Gleichrichters wird über das Motorelais gschleift, daher geht die Lampe automatisch mit. Geil wäre, wenn Du auch die Überblenduhr drinnen hast (erkennbar an der Vorwickelrolle, die hat innen zwei Kupferbahnen, die durch Randfolien elektrisch überbrückt werden und die Überblenduhr starten). Wie gesagt, ich kenne alte 20er, die laufen seit 1958 im täglichen Programmkinobetrieb, mit dem originalen Getriebe, ohne Probleme. Laß sie bitte stehen....
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...und ich las "Poppen in DTS"... :oops:
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Das IMAX-Kinosterben geht weiter...
Florian antwortete auf LaserHotline's Thema in Allgemeines Board
Das stimmt nicht ganz, denn die Hartberger Anlage stammt vom "alten" Wiener IMAX, das auf der anderen Seite des Technischen Museums in einem provisorischen Bau stationiert war. Dieses erste Wiener IMAX wiederum war ursprünglich in Linz beheimatet gewesen und 1:1 nach Wien transferiert worden. M.W. haben Probleme mit der strengen Wiener Veranstaltungsbehörde dem provisorischen Bau ein Ende gemacht.
