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Ferrania


Jürgen Lossau
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Bin durch eine andere Rechnung drauf gekommen. Mich hatte interessiert, wieviel Material die Ferranier eigentlich beschichten müssten, um die ausgelobten "rewards" vollständig zu bedienen; nach meiner Rechnung wären das rund 1.700 Quadratmeter. Wenn der optische Eindruck aus dem Video zum LRF richtig ist, dass der precision coater schmalere widerolls verarbeitet - ich würde die Breite auf ein Drittel schätzen, aber dies unter großem Vorbehalt -, müssten sie rund 4.000 laufende Meter beschichten ...

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Ferrania schreibt ja in der ersten Information zu dem Kickstarter-Projekt, sie hätten eine Mini-Fabrik. Ich vermute sie meinen damit eine kleine Versuchsanlage. Hat jemand diese Mini-Anlage schon mal gesehen? Ist darauf schon eine Testcharge des neunen, geplanten Films produziert worden? Und wenn ja, wo ist so ein produzierter Film aus der Testcharge?

Welche Mengen könnte denn diese Mini-Anlage p.a. produzieren? (alleine um z.B. mal etwas Testmaterial freizugeben um so dem Projekt mehr Rückhalt zu geben)

Ich mache mir immer sorgen wenn ich Hinweise auf davonlaufende Kosten sehe. Viele Projekte sind daran schon gescheitert - was ich aber hier nicht hoffe. Ich möchte ja auch in Zukunft noch in Farbe filmen können.

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"Hat jemand diese Mini-Anlage schon mal gesehen?"

 

Volker, Bilder davon findest Du im Wittner Report

http://www.wittner-cinetec.com/info/filmferrania/index.php

 

" ich würde die Breite auf ein Drittel schätzen"

 

Sam, Breite der Bahn 23cm, auch aus dem og. Bericht. Nutzbreite vermutlich etwas geringer, wenn man die Bilder genau betrachtet. Das grüne Zeug geht nicht bis zum Rand der Folienbahn. Das ist vermutlich die mögliche Gussbreite. Schätze 19-20 cm nutzbare Breite.

 

Gruss, Jürgen

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Das hast Du korrekt verstanden. Und die Kickstarter-Kampagne ist wiederum für die Wiederinbetriebnahme der großen Maschinen. Nur dass dies die wenigsten Kickstarter-Spender begriffen haben. Die denken, sie spenden für die Produktion der Filme aus der Versuchsanlage.

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Das hast Du korrekt verstanden. Und die Kickstarter-Kampagne ist wiederum für die Wiederinbetriebnahme der großen Maschinen. Nur dass dies die wenigsten Kickstarter-Spender begriffen haben. Die denken, sie spenden für die Produktion der Filme aus der Versuchsanlage.

 

Noch nicht mal das. Die Spenden sind für die Rettung und Einlagerung der großen Maschinen. Wenn mehr gesammelt wird, können sie auch die Wiederinbetriebnahme zumindest der Acetat-Produktion finanzieren.

 

So wie ich das verstanden habe, könnten sie auf der kleinen Anlage auch ohne Kickstarter produzieren. Es geht um die Zukunftssicherung von Ferrania, da sich mit der kleinen Anlage nicht besonders wirtschaftlich produzieren lässt.

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Film Ferrania hatte doch zwei Probleme. Einerseits gab des niemanden, der die erste Charge vorfinanzieren konnte. Das ist mit dem crowdfunding jetzt gesichert - ein Viertel der Summe von 250.000 Euro (einschließlich Logistikkosten für die "rewards"). Das andere Problem war, dass der Eigentümer mit Beginn des neuen Jahres verschiedene alte Gebäude abreißen lassen wird - mit Technik, die eines Tages noch zu gebrauchen sein könnte. Darunter eben Big Boy, Walter und Trixie. Die Technik soll, soweit sinnvoll, jetzt gerettet werden, wird aber eingelagert (" ... move equipment to storage" - siehe die timeline für das kommende halbe Jahr).

 

Sam, Breite der Bahn 23cm, auch aus dem og. Bericht.

 

Danke! (Wie man sich doch verschätzen kann ... )

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Aha !

 

Wenn die Ferrania-Leute geschrieben hätten : Hey Jungs, wir haben auf der Testanlage eine erste, kleine Menge an neuem Umkehrfilm produziert - eine Vorserien-Charge sozusagen - die wir jetzt zum Preis von xy € pro Kassette zum Kauf anbieten um so an Kapital für die nächsten Schritte unseres Projektes zu kommen....

 

ja dann wäre meine Bestellung an Ferrania schon längst rausgegangen. Die hätten Geld und ich Filmmaterial. (dafür würde ich sogar auch etwas mehr für die ersten Vorserien-Kassetten zahlen...

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Aha !

 

Wenn die Ferrania-Leute geschrieben hätten : Hey Jungs, wir haben auf der Testanlage eine erste, kleine Menge an neuem Umkehrfilm produziert - eine Vorserien-Charge sozusagen - die wir jetzt zum Preis von xy € pro Kassette zum Kauf anbieten um so an Kapital für die nächsten Schritte unseres Projektes zu kommen....

 

ja dann wäre meine Bestellung an Ferrania schon längst rausgegangen. Die hätten Geld und ich Filmmaterial. (dafür würde ich sogar auch etwas mehr für die ersten Vorserien-Kassetten zahlen...

Hi Volker,

 

aber genau das schreibt doch die Ferrania-Truppe in ihrem Kickstarter-Projekt

 

"We are offering this very first production batch exclusively to Kickstarter backers in a unique special edition - created by hand by our founding team in Italy.

 

https://www.kickstar...-of-analog-film

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Steht doch da:

 

Testing is already underway at our mini-factory and we WILL produce one limited-size film batch on the schedule shown above. We have all of the materials we need, and we have given ourselves ample time to get it right.

 

Wir testen gerade unsere Mini-Fabrik und wir werden die limitierte Charge nach obigen Zeitplan herstellen. Wir haben alles zur Produktion zusammen und haben uns viel Zeit genommen, damit alles richtig wird.

Edited by Theseus (see edit history)
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Eben! Wir wollen jetzt mal nicht spitzfindig werden, aber da steht eindeutig nicht, daß sie diese Erstauflage auch auf genau dieser Minianlage produzieren werden. Ich kann sehr wohl eine Minianlage testen und doch später auf einer größeren Anlage produzieren.

das schließt der Satz nämlich zumindest nicht aus.

 

Ich selber gehe allerdings ebenfalls davon aus, daß vorerst auf der kleinen Anlage gefahren wird. Denn um Walter, Trixi und Big Boy zu reaktivieren dürften $250.000,- etwas knapp sein, wie auch andere schon festgestellt haben.

 

Trotzdem: Man hätte auch "schärfer" formulieren können, um genau solche Unsicherheiten zu vermeiden.

 

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Irre, was ihr euch bei $150 für kritische Gedanken macht. Ferrania ist doch eh quasi ein Himmelfahrtskommando... Bei den derzeitigen Absatzzahlrn und v.a. deren Trends.

 

Wenn man dran glaubt und/oder den Ideaismus belohnen will, backt man sie. Wenn nicht, dann nicht.

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Hier wird ein Forent als kleinkariert und weltfremd dargestellt, der seinen (vermutlichen) Irrtum auch noch erklärt und dann im Nachhinein immer noch als a bisserl deppert hingestellt wird.

Sicherlich hat er, wie ich, den Text schnell gelesen und dabei eben einen anderen Eindruck gewonnen als ich und die meisten hier.

 

Ich kann mir zumindest seinen Gedankengang erklären. Nur darum ging es.

Edited by S8ler (see edit history)
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Genau! Zumal da steht: Voraussichtlicher (!) Liefertermin April 2015 (!)

Warum so spät, fragt man sich dann.

 

Also ich finde das nicht wirklich spät. Der Oktober ist fast rum, wenn die dann das Kickstarter Ding beendet haben beginnen die mit den nötigen Vorbereitungen der Produktion. Dann kommt Weihnachten usw. Produktion, Konfektionierung, Verpackung und die gesamte versandlogistik plus alles was noch zur Rettung der Maschien dazugehört und vermutlich auch Vorbereitungen der Nächsten Schritte usw. usw. .....und dann geht noch etwas eventuell schief ein Zulieferer liefert unpünktlich oder das Falsche.....

 

Mit einem kleine Team ist das schon eine Herausforderung. Ich erinnere wie lange es mit dem Wittnerchrome 200 gedauert hat bis er in Kassetten lieferbar war und der Film war schon Produziert.

 

Meines erachtens ist April schon sehr stramm kalkuliert!

Edited by schwedenstahl (see edit history)
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Die Verwirrung ist ja offensichtlich größer als vermutet.

Die Kickstarteraktion dient doch nur dazu, um die großen Maschinen zu retten, nicht um diese kleine Vorserie zu produzieren. So zumindest haben es einige doch hier verstanden, oder etwa nicht? Wenn dem aber so ist, warum dauert dann die Auslieferung so lange, wenn doch "alles Material vorhanden ist" (O-Ton Ferrania) und die kleine Produktionsanlage betriebsbereit nach dem Verständnis der meisten Forenten hier ist ?

 

Nur zur Sicherheit: Ich will hier nicht "recht haben", aber ganz offensichtlich gibt es doch verschiedene Interpretationen von Ferranias Text. Und das ist eben nicht verwunderlich. Ich lass es jetzt mal dabei bewenden.

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Nur zur Sicherheit: Ich will hier nicht "recht haben", aber ganz offensichtlich gibt es doch verschiedene Interpretationen von Ferranias Text. Und das ist eben nicht verwunderlich. Ich lass es jetzt mal dabei bewenden.

 

Du ich hab das gar nicht negativ gemeint das war lediglich nur eine Einschätzung meinerseits zum Zeitfenster. Unabhängig davon ob das Rohmaterial da ist oder nicht dient ja die Kickstarter Veranstaltung unter anderem "auch" dazu das Endprodukt an den Endverbraucher zu Verkaufen. Aus der Sicht eines Unternehmers ist es dann auch von Vorteil vor beginn der Produktion genügend Abnehmer zu haben. Wenn diese dann noch Vorkasse Leisten ist das sicher auch nicht gerade von Nachteil. Auf der anderen Seite muss man auch zugeben das die ganze Geschichte durchaus eine gute PR Veranstaltung ist, die den Namen Ferrania wieder ins Gespräch gebracht hat.

 

Gruß

 

Marwan

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Wenn dem aber so ist, warum dauert dann die Auslieferung so lange, wenn doch "alles Material vorhanden ist" (O-Ton Ferrania) und die kleine Produktionsanlage betriebsbereit nach dem Verständnis der meisten Forenten hier ist ?

 

Weil sie nur wenige Personen sind. Es steht doch da, im November/Dezember hat wohl die Maschinenrettung, weshalb die Kickstarterkampanie läuft, Priorität. Während dessen laufen die letzten Tests. Im Januar wird gegossen und im Februar/März konfektioniert, damit im April verschickt wird. Die Arbeitsabläufe müssen noch erstellt, einstudiert und optimiert werden. Es sind ja keine Arbeitsroutinen vorhanden. Wie lange sind die paar Männekes wohl allein mit dem Packen und Versand von 5000 internationalen Päckchen beschäftigt?

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Vor allem, denke ich, sollte man mal die Komplexität einer Filmbeschichtung nicht unterschätzen. Hat mal jemand Robert L. Shanebrooks "Making Kodak Film. The Illustrated Story of State-of-the-Art Photographic Film Manufacturing" zur Hand genommen? (Meines Wissens gibt es immer noch Restexemplare.) Das nötigt einem höchsten Respekt ab, mit welchem Optimismus die Ferrania-Leute an die technologischen Herausforderungen herangehen (und welche Herausforderung mutmaßlich auch der jetzt aufgestellte Zeitplan darstellt). Mehr als ein Jahr hat es gedauert, den precision coater im LRF-Gebäude wieder produktionsfähig herzustellen, und Baldini hatte irgendwann mal durchblicken lassen, der Eigentümer - die PTVB - habe einen siebenstelligen Betrag dafür aufgewendet. Der Ferrania steht diese Anlage derzeit unentgeltlich zur Verfügung - mit der Verpflichtung, bis zum Ende dieses Jahres darauf Probegüsse zu fahren.

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Für alle die es Interessiert und nicht vieleicht schon kennen. Es gibt bei APHOG eine rege Diskussion bezüglich Ferrania und dem gesamten Filmmarkt. Henning Serger hat da eine sehr Interessante Übersicht zu allem was abgeht geschrieben. Er war auch in Italien und kennt die verantwortlichen.

 

http://aphog.de/forum/viewtopic.php?f=4&t=25612&start=285

 

Gruß

 

Marwan

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