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16mm auf Polyester? Benötige Klebehilfe!


Jan-Marcus Poser
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Hallo liebe Filmfreunde!

 

Eben bekam ich zwei 600m-Spulen aus den USA. "Casablanca", den habe ich schon lange gesucht. Jetzt war ganz am Anfang ein Riß, sowie kein Vorspann. Kein Problem, ab in den Siemens-Umroller mit Schneidemaschine. Nach zwei vergeblichen Versuchen habe ich einen Verdacht...

Alle Spielfilme auf 16mm, die ich habe sind Acetat. Kann dieser auf Polyester sein? Dann müßte Casablanca allerdings länger laufen, als die restfilme, das Material ist doch eigentlich dünner.

 

Die Trockenklebepressen sind dazu unverschämt teuer....

Kann mir jemand helfen?

 

Danke und herzliche Grüße,

 

Jan

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Klebepresse mit Klebeband kristallklar. Wenn Du keine entsprechende Klebemaschine besitzt, dann geht es auch mit Schere, Rasierklinge und einer Naßklebepresse.

Beide Teile so schneiden, daß die Enden stumpf aneinander liegen. In die Klebelade einlegen, und Klebefilm einseitig drüber. Mit Rasierklinge/ Radiermesser/ Skalpell Klebeband bündig am Film abschneiden. Umgedreht einlegen, und zweite Seite bekleben wie vor. 

Hab ich am Anfang mal so gemacht, bis ich eine Catozzo bekam. Ist aber schon fast 3,5 Jahrzehnte her. Zum Trimmen das Radiermesser vom Zeichentisch benutzt.

Mit Sekundenleim mag das gehen, nur die Klebestelle wird sehr dick, und wie es langzeithaltbar ist ?

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Geht mit Sekundenkleber, rappelt aber, die Klebestelle wir härter. Mußte ich mal vor Ort ohne tolle Klebepresse machen bei 16mm Polyester.

Hält auch, soweit ich das beurteilen kann.

Jens

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Hält Sekundenkleber und Tesafilm denn wirklich dauerhaft?

Wenn diese Trockenklebepressen nciht so unverschämt teuer wären...

Wäre einer der Anwesenden denn bereit, für eine Bearbeitungsgebühr in Wein mir zwei, drei Klebstellen zu machen, die gut und professionell halten?

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Lange, der 'Tesafilm', also das dafür geeignete Filmklebeband, da gibt es erfahrungen für mehr als 10 Jahre, oder noch länger, solange liegen meite testschleifen und Rollen nun schon geklebt herum und funktionieren.

Polyester läßt sich dauerhafter nur verschweißen, das ist nix für Amateure. Sekundekleber ist halt hart, das heißt, je weicher du die Klebestelle gestaltest durch Abschliefen beider Enden des Films mit der Naßklebepresse, desto mehr durchläufe halt sie aus. ewig hielten auch die Acetatnaßklebestellen nicht, da ist die Film'tesa'kleberei schon dauerhafter. Nur muß es halt Filmklebeband sein, normales Tesa bzw. Produkte andere Hersteller, das wird klebrig und weich oder härtet komplett aus.

Jens

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vor 1 Stunde schrieb Jan-Marcus Poser:

Hält Sekundenkleber und Tesafilm denn wirklich dauerhaft?

Wenn diese Trockenklebepressen nciht so unverschämt teuer wären...

Wäre einer der Anwesenden denn bereit, für eine Bearbeitungsgebühr in Wein mir zwei, drei Klebstellen zu machen, die gut und professionell halten?

kann ich dir gern machen

 

aber auch ich rate zur Anschaffung einer Trockenklebepresse (und bitte bitte nicht bei W.... kaufen) auch deshalb, weil man nie wieder nass kleben will, wenn man einmal damit gearbeitet hat, auch hat man dann keinen weiteren Bildverlust wenns mal reißen sollte. Ich klebe alles trocken, obwohl ich für alle Formate auch die passenden (Kopierwerks) Filmhobel und -pressen hätte.

Edited by TK-Chris (see edit history)
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vor 1 Minute schrieb Jan-Marcus Poser:

Bei W.... sind sie genau so teuer, wie in ebay, wenn nicht manchmal günstiger...

 

Bei eBay sind die im Moment (oder inzwischen) sehr teuer geworden. Bei Wittner sind die Preise noch höher, da zumindest unbenutzt. Von neu kann man wohl nicht mehr sprechen, bei der langen Lagerzeit. Meine 16mm Trockenpresse habe für 130 Euro bekommen, vor 15 Jahren.

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ich muss mal schauen, ich hab vor Jahren mal einen ganze Karton voll gehabt, die hab ich dann in Deidesheim für 100 pro Stück verkauft, evtl. hab ich noch irgendwo eine, kann Dir das aber nicht versprechen.

 

Beim Kleben ist das wie mit dem Motoröl 😁

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vor 3 Stunden schrieb TK-Chris:

auch deshalb, weil man nie wieder nass kleben will, wenn man einmal damit gearbeitet hat


Jehova!!

Immer nur alles nass, mit Hobel! Nur im Stockdunklen und bei Polyester erlaube ich mir trockene Klebestellen. Ja, Motoröl...

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Eine vernünftige Naßklebestelle ist extrem dauerhaft, wenn sie richtig ausgeführt ist. Dazu bedarf es zunächst des Filmspalters (Filmhobel) und einer justierten, stabilen Klebelade. Viel wichtiger ist aber das frische, für den Zweck geeignete KLebemiteel. Dieses besteht aus einer Mischung verschiedener Lösemittel (Essigsäreethylester, Aceton), Essigsäure, Konditionierer (Ethyl-/ Buthylacetat), Weichmachern (Dioxan) und Cellulosenitratfasern (Kollodiumwolle)  für die Quellverschweißung.

Ganz wichtig, stets frisch ansetzen, und die Flasche nur sehr kurz geöffnet lassen. Ausreichende Preßzeit beachten, sowie sauberer, glatter Schnitt der zu bearbeitenden Filmkanten.

Diese Verbindungen halten dann genausolange, wie der eigentliche Film.

Naßklebestellen  mit alten, lange gelagertem Filmklebstoff, solchem moderner, "giftfreier" Zusammensetzung, mangelhafter Filmkantenbearbeitung (also ohne Hamann geschnitten), usw führt zu nicht besonders haltbaren Klebestellen, die durch Trockenkleben überlebt werden.

 

Ob sich die Anschaffung einer Catozzo lohnt, diese ist nicht das goldene Ei. Die japanischen "Shinko" sind da eine ganz andere Güteklasse, eine gut arbeitende Catozzo zu finden ist meist ein gewisses Glückspiel. Die Japanischen sind außerhalb Pazifik und USA in Europa noch rarer, als die ital. Version.

Viel Geld darf das eh nicht mehr kosten, Film ist tot.

Edited by stefan2 (see edit history)
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Den Film mit Tesaband zu kleben geht nur für eine kurze Zeit gut und ist m.E. nur für den Notfall einzusetzen. Bei qualitativ schlechten Klebeband läuft man Gefahr, dass das Klebemittel mit dem Laufe der Zeit seitlich heraustritt und den Film verschmutzt. Deshalb bitte stehts das extra für den Film hergestellte Klebeband benutzen, das ist langlebiger. Ich gebe zu, ich habe auch Tesa-Kristallklar-Band benutzt, aber nur im Kino und das nur bei der Vorprogrammrolle, da diese ja jede Woche wieder (zumindest teilweise) auseinander genommen wurde und neue Trailer eingesetzt wurden. Den Hauptfilm klebte ich natürlich nur mit dem guten Material zusammen. Generell rate ich stehts zum Trocken kleben, egal welches Filmformat, egal welches Filmmaterial. Der Bildverlust hält sich in klaren Grenzen (bei Filmriss) und sie sind eben nun mal langlebiger als jedwede Nassklebestelle. So meine gemachten Erfahrungen. Den Nassklebestellen habe ich noch nie über den Weg getraut, vor allem bei alten Kopien nicht. Da überklebe ich jede Nassklebestelle zwecks der Absicherung nochmal trocken. Eine Catozzo-Presse macht sich schnell wieder bezahlt. Du wirst den Kauf garantiert nicht bereuen. Wenn Du möchtest, dann helfe ich Dir bei deinem Problem, habe ebenfalls eine Catozzo. Sie hat sogar die Möglichkeit Magnetfilm zu schneiden und zu kleben.

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PS: Hier wird gerade eine solche angeboten, wie ich sie habe. Und ja, sie ist Teuer, aber sie ist in absoluten einwandfreien Zustand. Nicht davon irritieren lassen, dass da ARRI draufsteht, es ist tatsächlich eine Catozzo. ARRI hat die gleiche Presse seinerzeit unter dem eigenen Firmenlogo vertrieben, sowohl für 16, als auch für 35mm.

 

ARRI 16mm TROCKEN-KLEBEPRESSE SPLICER CIR M.2-16mm | eBay

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Schreib' doch mal aus welcher Ecke du kommst. Vielleicht ist ja jemand mit Klebepresse in der Nähe. Für eine einzelne Kopie muss man ja nicht gleich 200€ für eine Klebepresse ausgeben. 

...Wobei ich meine für 35€ bei Ebay bekommen habe. War aber etwas Glück dabei.

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